Geht Deutschland pleite?

Oktober 12, 2008
Deutschland - er wartet!

Deutschland - er wartet!

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bullshit

Karaoke für die Geier

die deutsche Pleite

Bezüglich dieser Frage war die RHEINISCHE POST ausnahmsweise schneller als die BILD-Zeitung, denn die Headline erschien in der RP genau einen Tag früher als in der BILD. Das ändert nichts daran, daß in beiden Zeitungen die Frage nur halbwahrheitlich beantwortet wurde:

Weder im Kommunismus noch im Kapitalismus, vor allem in seiner heutigen Gestalt des Shareholder-Value-Kapitalismus hat reziprokes Verhalten seinen Platz. Es ist aber auch aus Sicht der menschlichen Evolution unabdingbar. Deswegen ist der Shareholder-Value-Kapitalismus ebenso zum Scheitern verurteilt wie der Kommunismus. Die Frage ist nur, unter welchen Turbulenzerscheinungen er zugrunde gehen wird.

Diese Sätze haben schon einige Jahre auf dem Buckel:

Anfang Mai 2004 wollte ich den nachfolgend wiedergegebenen Text bei OPINIO, der „Leserredaktion” der RHEINISCHEN POST unter dem Titel „Tod der Volkswirschaftslehre” posten. Die Redakteure meinten allerdings, der Text eigne sich nicht. – Nun ist er brutalstmögliche Realität. Der Shareholder-Value-Kapitalismus ist in genau die Turbulenzen geraten, die ich ihm seinerzeit ans Herz gelegt hatte. – Und jetzt läuft alle Welt laut gackernd der Asche hinterher, die der „rote Hahn” vom „guten” Geld hinterläßt. – Dabei kennen doch Merkel und Steinbrück die „Politik des verbrannten Geldes” nur zu gut. – Unter Merkels „Schirmherrschaft” wurden allein auf Rügen allein in den Jahren 1990 bis 1995 zig-Millionen Steuergelder verbraten, ohne daß sich die „Bonner Politik” groß darüber aufgeregt hätte. Den Augenzeugenbericht finden Sie bei www.lulu.com/advocatusdeorum unter dem Titel „Störtebekers Erben – Geschichten aus Merkels Leichenkeller” . Der Steinbrück hat in seiner Eigenschaft als Finanzminister und Ministerpräsident in der Kasse des Landes NRW ein größeres „schwarzes Loch” hinterlassen als die Physiker am CERN je schaffen können. – Wie dem auch sei, jetzt ist das apokalyptische Heulen und Zähneklappern nicht mehr zu überhören. – Merkwürdig, aber vor vier Jahren war die von Steinbrück verteufelte „Gier” noch beim SPD-Chef angesiedelt:

Die Hiobsbotschaften häufen sich: In der „Wirtschaft“ werden exorbitante Gewinne erzielt und trotzdem Arbeitsplätze abgebaut. Franz Müntefering, der unlängst gefordert hatte, dem „Staat“ mehr Geld zu geben, entpuppt sich als Killerdackel, denn zu mehr als zur Wadenbeißerei ist er nicht fähig. Er hat die Ausnahme vor Augen, prügelt aber auf die Regel ein. Das kann nicht gutgehen und wird auch nicht gutgehen. Aber das Getöse, das er damit ausgelöst hat, ist für einen ganz anderen Prozeß, der sich unterdessen abgespielt hat, vielleicht ganz hilfreich.

Denn die „Volkswirtschaftlehre“ konnte still und sanft entschlafen, ohne daß es jemand gemerkt hätte. Eingeschläfert wurde sich an der Universität Zürich, genauer gesagt vom Institute for Emperical Research in Economics. Eine der grundlegenden Arbeiten wurde von Armin Falk als Working Paper Nr 79 unter dem Titel „Homo Oeconomicus versus Homo Reciprocans“ veröffentlicht. Danach entspricht die absolute Mehrheit der Menschen nicht dem Standardmodell der Wirtschaftswissenschaften, die den Menschen für ein streng rational handelnden und nur auf den eigenen Vorteil bedachtes Wesen hält. Die Lehren vor Volks- und Betriebswirtschaft sind ausnahmslos auf dieser Prämisse aufgebaut. Stimmen aber die Prämissen nicht, ist die Lehre falsch.

Ich wußte nichts von den Forschungsarbeiten der Schweizer Volkswirte, als ich 1999 begann, den Tausch-und-teile-Instinkt aus alten Mythen, Berichten über das Verhalten von Schimpansen und dem Bürgerlichen Gesetzbuch zu extrahieren. Konfuzius und Aristoteles waren vor langer Zeit auch auf diesen Instinkt gestoßen, ohne ihn aber einordnen zu können, weil für sie der Begriff „Instinkt“ noch in ferner Zukunft lag. Das alles hier näher auszuführen, würde zu weit führen, aber ich kann Ihnen versichern, daß Abel den Mordanschlag seines Bruders überlebte. Er mußte nur in der alttestamentarischen Erzähltradition sterben, weil das alttestametarischen Israel eine voll entwickelte Sklavenhaltergesellschaft war. Und Sklaverei ist nun einmal eine eklatante Frustration des Tausch-und-teile-Instinkts.

>>Als ob es eine Ironie des Schicksals gäbe, spiegeln gerade die kulturell vorgegebenen Tötungsweisungen reziprokes Verhalten wider: Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Die Todesstrafe, die Blutrache, die „Vergeltungswaffen“ V-1 und V-2, die „Vergeltung“ Israels für palästinensische Terrorangriffe und die „Vergeltung“ Amerikas für das zerstörte World-Trade-Center durch Krieg gegen den Irak haben im reziproken Verhalten ihren Ursprung. Und als hätte es der „moderne“ Mensch nicht schwer genug, aber hier fällt ihm reziprokes Verhalten leichter als beim Zahlen fairer Löhne für ordentliche Arbeit.

Hier redet man seit Adam Smith Kain das Wort. Der alte Früchtefresser, der nichts abgeben will, gewann in der Wirtschaft die Oberhand, obgleich sowohl die klassische chinesische Philosophie als auch die griechische das reziproke Verhalten als Grundlage der Wirtschaft erkannt hatten. Der kindliche Nachahmungstrieb wird wieder einmal Pate gestanden haben. Im Absolutismus gab es nur einen, der sich die Taschen nach Belieben auf Kosten anderer füllen durfte. Nach dem Abschütteln des absolutistischen Jochs konnte im Prinzip jeder diese Rolle übernehmen. Das Echo des Absolutismus, die starren Grenzen zwischen den Bevölkerungsschichten bildete nach der Entmachtung des Adels den Nährboden für das aufstrebende Bürgertum. Seit Generationen kannten die Menschen in Europa nichts anderes, als daß die höheren Schichten die jeweils niederen ausplünderten.

Auf diesen Nährboden fiel 1859 Charles Darwins Arbeit „Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl“. Darwins unvermeidlicher Fehler, der „natürlichen Zuchtwahl“ oder „Selektion“ den aktiven Part im Evolutionsgeschehen zuzubilligen, mündete nach kurzer Zeit in den „Sozialdarwinismus“. Und dieser wiederum führte Schnurstracks an die „Selektionsrampe“ von Auschwitz. Auf unserer Skala ( 1 Jahr entspricht 1 Millimeter )macht das gerade einmal eine Zigarettenlänge aus. Nahezu zeitgleich mit Darwin erschien Karl Marx auf der Weltbühne und stellte seine Theorien vor. Auch der Marxismus blieb von Darwin nicht unbeeinflußt.

Denn der „Kampf ums Dasein“ als Grundlage des Lebens eint Kapitalismus und Kommunismus. (Es ist nicht auszuschließen, daß gerade der „Kampf ums Dasein” englischer Industriearbeiter im 19. Jahrhundert Darwin zu seiner Vorstellung vom Wirken der Evolution inspiriert hatte)

Die „Arbeit“ fing an, mit dem „Kapital“ um die Macht zu rivalisieren.

Man darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen, daß die NSDAP nicht von „Kapitalisten“ gegründet worden war, sondern von Hoffnunglosen, die die Abschlachtungsorgie des ersten Weltkrieges überlebt hatten. Der erste Weltkrieg war zu Beginn noch eine Art „Familienfehde“ der europäischen Fürstenhäuser gewesen. Der „Kampf ums Dasein“ der Weltmodelle gipfelte in den Abschlachtungsorgien des zweiten Weltkriegs, den Abschlachtungsorgien der chinesischen Kulturrevolution und den Abschlachtungsorgien in Südostasien. Vietnam, Laos, Kamboscha.

Das alles mit rationalen Argumenten nicht erklärbar, denn das Scheitern des Kommunismus hatte bereits Aristoteles erkannt. Bezüglich des Gemeineigentums an Land und Erträgen schreibt er:

Wenn die Leute, die die Felder bebauen, andere sind (als die Staatsbürger), dann ist es etwas anderes und die Sache geht leichter; wenn aber die Bürger für sich selbst arbeiten, dann wir der Kommunismus große Schwierigkeiten mit sich bringen. (…) Dagegen wird der Egoismus mit Recht getadelt. Denn dieser besteht nicht darin, daß man sich selbst liebt, sondern daß man sich mehr liebt als man darf: geradeso tadelt man die Habsucht, obwohl jeder etwas zu haben liebt. Es gewährt ja doch auch große Freude, Freunden oder Fremden oder Bekannten zu helfen oder einen Dienst zu erweisen. Das aber ist nur möglich unter der Voraussetzung des Priavteigentums (Älteste Politik, Kap. 2)

Im vorletzten Satz läßt Aristoteles die Neigung zu reziprokem Verhalten anklingen, dessen Wert für das Zusammenleben er in seiner Nikomachischen Ethik nicht zuletzt durch die Worte unterstreicht:

Allerdings bewährt sich die wiedervergeltende Gerechtigkeit in allem auf Gegenseitigkeit beruhenden Verkehr eine zusammenhaltende Kraft, aber nach dem Grundsatz der Proportionalität und nicht der Gleichheit. Denn dadurch, daß er verhältnismäßig Vergeltung ausübt, erhält sich der Staat. Denn entweder versucht man das Böse zu vergelten, weil man ohne das keinen Staat, sondern einen Zustand der Sklaverei hätte, oder das Gute, weil ohne das keine Mitteilung des Guten stattfinden würde, worauf doch die Volksgemeinschaft beruht“ (Nikomachische Ethik, Ethische Tugenden: Gerechtigkeit)

Die konfuzianische Lehre erschließt sich nicht so einfach durch den Ur-Text wie bei Aristoteles, da Konfuzius selbst keine Schriften hinterlassen hat. Ein Bestandteil der konfuzianischen Lehre ist ren, welches „Fähigkeit zur Integration in die Gemeinschaft“ und „Mit-Menschlichkeit“ bedeutet.

In Kapitel XII,22 finden wir den Satz:

(Der Schüler) Fan Chi wollte wissen, was sittliches Verhalten (ren) sei.

Konfuzius antwortete: „Die Menschen lieben.“

Die Menschen lieben, das heißt sich selbst zurücknehmen, sich eben nicht selbst lieben, sondern Eigensucht und Egoismus ablegen und die Expansion des Ego verhindern. (…) Das Verfahren, in welchem ren umgesetzt wird, ist shu, oft als „gegenseitige Rücksichtnahme“. „Reziprozität“ übersetzt. Wir verstehen die folgende Textstelle aus XII, 2 als Erklärung:

Was du selbst nicht wünschst, das tue auch anderen nicht an.“

Auffällig ist die negative Formulierung dieses Grundsatzes, bei der nicht davon ausgegangen wird, daß das, was für einen selbst gut ist, auch für andere gut sein muß; sie bedeutet damit eine stärkere Zurücknahme des Ego im Verhältnis zu einer positiven Formulierung. (Moritz, Ralf, Konfuzius „Gespräche“, Stuttgart 1998, S. 193f

Also stellt auch bei Konfuzius das reziproke Verhalten eines der wichtigsten Verhaltensmuster dar, das für ein geordnetes menschliches Miteinander unabdingbar ist. Aber weder die Kaiser noch die Diktatoren Chinas wollten diesen Teil der konfuzianischen Lehre in die Tat umsetzen.

Weder im Kommunismus noch im Kapitalismus, vor allem in seiner heutigen Gestalt des Shareholder-Value-Kapitalismus hat reziprokes Verhalten seinen Platz. Es ist aber auch aus Sicht der menschlichen Evolution unabdingbar. Deswegen ist der Shareholder-Value-Kapitalismus ebenso zum Scheitern verurteilt wie der Kommunismus. Die Frage ist nur, unter welchen Turbulenzerscheinungen er zugrunde gehen wird.

Das über die Jahrmillionen herausgebildete reziproke Verhalten des Menschen ging nur zu einem geringen Teil verloren, aber das reichte aus, die Welt auf den Kopf zu stellen. Die explosive Verbreitung des Crô-Magnon-Typs trug der Evolution erneut eine turbulente Phase ein, von der niemand sagen kann, wann sie abgeschlossen sein wird. Jeder von uns ist Teil und Zeuge dieses Prozesses. Eines ist allerdings mit Sicherheit auszuschließen: es wird nie gelingen, einen „perfekten“ Menschen zu „züchten“ oder gar durch Genmanipulation zu „kreieren“. Die Evolution läßt sich nicht überholen, und wenn wir es übertreiben, wird sie uns ad acta legen. Und es wird niemand geben, der sich für die Spuren, die wir hinterlassen, interessieren wird. So einfach ist das.

So einfach vollzog sich die Evolution des Menschen. Aber sie ist noch nicht an ihrem Endpunkt angelangt. Wir dürfen gespannt sein, wie sie weitergeht. Trotz allen gegenteiligen Beteuerungen führender Politiker hängt es nicht von uns ab, wie es mit der Menschheit weitergeht. Im Positiven wie im Negativen sind wir zu unbedeutende Lebewesen, als daß sich die Evolution in ihrem Wirken davon großartig beeinflussen ließe. Die Tendenz ist freilich unverkennbar: Alles in der Natur strebt nach Selbstähnlichkeit und Harmonie, nach gleichmäßiger Energieverteilung. Ohne dieses Streben gäbe es keinen osmotischen Druck, ohne osmotischen Druck kein Leben. Die durch das Ungleichgewicht der Energieverteilung bewirkten Ströme sind es, die uns am Leben halten. Wie der Mensch im Alltagsleben nicht mit dem Feuerzeug in den Benzintank hineinleuchten sollte, wie er vermeiden sollte, Stromkreise kurzzuschließen, so muß er dafür Sorge tragen, daß die innerartlichen Energieströme in den Bahnen des Handels und Wandels fließen und nicht durch Plünderung und Krieg wirkungslos verpuffen. Die Prinzipien der Evolution lassen sich durch menschliches Handeln nicht aushebeln. Wir werden uns diesen beugen müssen, es sei denn, wir entschließen uns in einem demokratischen Prozeß für den gemeinschaftlichen Untergang der Menschheit.

Dazu wird es jedoch nicht kommen, denn vielleicht ist es ja wirklich so, wie Hoimar von Ditfurth vor mehr als dreißig Jahren schrieb:

Bei ihren Versuchen, Pflanzen in Atmosphären künstlicher, „nichtirdischer“ Zusammensetzung aufzuziehen, machten amerikanische Raumfahrtbiologen jüngst eine bemerkenswerte Entdeckung. Ihre Schützlinge gediehen am besten nicht etwa in der gewöhnlichen Luft, die wir auf der Erde atmen, sondern in einem experimentell erzeugten Gasgemisch. Am üppigsten wucherten Tomaten, Blumen und andere Alltagsgewächse dann, wenn man das Sauerstoffangebot auf etwas weniger als die Hälfte reduzierte und gleichzeitig den CO2-Anteil – normalerweise nur 0,3% – kräftig erhöhte.

Dieses Resultat erscheint zunächst einmal deshalb bemerkenswert, weil es eine geläufige und ohne großes Nachdenken für selbstverständlich gehaltene Ansicht als Vorurteil entlarvt, die Ansicht nämlich, die auf der Erde herrschenden Bedingungen seinen für alle hier existierenden Lebensformen optimal. Aber die Bedeutung des Befundes der amerikanischen Biologen reicht darüber weit hinaus. Ihr Experiment erweist sich bei näherer Betrachtung als ein Exempel für die von vielen Zeitgenossen noch immer nicht erkannte Tatsache, daß die Menschen heute erst die Erde wirklich kennenlernen, da sie sich anschicken, sie zu verlassen. Erst die Beschäftigung mit dem, was jenseits der Erde liegt, gibt uns die Möglichkeit, zu begreifen, was uns als alltägliche Umwelt umgibt.

Pflanzen setzen bei der Photosynthese Sauerstoff frei. Ohne Pflanzenwelt wäre der Sauerstoffvorrat der Erdatmosphäre innerhalb von etwa drei Jahrhunderten verbraucht, wäre die Erde nach dieser Zeit für Menschen unbewohnbar. Die Versuche der Exobiologen erinnern uns nun daran, daß auch das Umgekehrte gilt. Bevor die Pflanzen auf der Erdoberfläche erschienen, war die Erdatmosphäre praktisch frei von Sauerstoff. Als die Pflanzen ihn zu erzeugen begannen, gab es noch niemanden, dem er hätte nützen können. Er war Abfall. Dieser Abfall reicherte sich in der Atmosphäre unseres Planeten mehr und mehr an bis zu einem Grad, der die Gefahr heraufbeschwor, daß die Pflanzen in dem von ihnen selbst erzeugten Sauerstoff würden ersticken müssen. Der Versuch der Exobiologen zeigt, wie nahe die Entwicklung dieser Gefahrengrenze tatsächlich schon gekommen war.

In dieser kritischen Situation holte die Natur zu einer gewaltigen Anstrengung aus. Sie ließ eine Gattung ganz neuer Lebewesen entstehen, deren Stoffwechsel just so beschaffen war, daß sie Sauerstoff verbrauchten. Während wir gewohnt sind, die Pflanzen einseitige als die Lieferanten des von Tieren und Menschen benötigten Sauerstoffs anzusehen, verschafft uns die Weltraumforschung hier eine Perspektive, die uns das gewohnte Bild aus einem ganz anderen Blickwinkel zeigt.: Wir stehen unsererseits im Dienste pflanzlichen Lebens, das in kurzer Zeit erlöschen würde, besorgten wir und die Tiere nicht laufend das Geschäft der Beseitigung des als Abfall der Photosynthese entstehenden Sauerstoffs

Wenn man auf diesen Aspekt der Dinge erst einmal aufmerksam geworden ist, glaubt man, noch einen anderen seltsamen Zusammenhang zu entdecken. Die Stabilität der wechselseitigen Partnerschaft zwischen dem Reiche pflanzlichen Lebens und dem von Tier und Mensch ist ganz sicher nicht so groß, wie es die Tatsache vermuten lassen könnte, daß sie heute schon seit mindestens einer Milliarde Jahre besteht. Es gibt viele Faktoren, die ihr Gleichgewicht bedrohen. Einer von ihnen ist der Umstand, daß ein beträchtlicher Teil des Kohlenstoffs, der für den Kreislauf ebenso notwendig ist wie Sauerstoff – keine Photosynthese ohne CO2 –, von Anfang an dadurch verlorengegangen ist, daß gewaltige Mengen pflanzlicher Substanz nicht von Tieren gefressen, sondern in der Erdkruste abgelagert und von Sedimenten zugedeckt wurden. Dieser Teil wurde dem Kreislauf folglich laufend entzogen, und zwar, so sollte man meinen, endgültig.

Wieder aber geschieht etwas sehr Erstaunliches: In eben dem Augenblick – in den Proportionen geologischer Epochen –, in dem der systematische Fehler sich auszuwirken beginnt, erscheint wiederum eine neue Lebensform und entfaltet eine Aktivität, deren Auswirkungen die Dinge wie beiläufig wieder ins Lot bringen. Homo faber tritt auf und bohrt tiefe Schächte in die Erdrinde, um den dort begrabenen Kohlenstoff wieder an die Oberfläche zu befördern und durch Verbrennung dem Kreislauf von neuem zuzuführen.

Manchmal wüßte man wirklich gern, wer das Ganze programmiert. (Hoimar v. Ditfurth, Zusammenhänge, Reinbek 1979, S. 18ff)

Wer das Ganze programmiert? – Das Ganze! – Aber das Ganze „programmiert“ nicht. Es wirkt, aber keiner wird je erfahren, wie. Eines jedenfalls steht fest, der 2. Hauptsatz der Thermodynamik duldet auf Dauer keine Energiekonzentrationen an einem Ort. Wie wir gesehen haben, bilden Feuer, Wasser; Luft, Erdball und Zellen ein Gesamtsystem. Keines dieser Teilsysteme kann mehr oder gänzlich andere Eigenschaften haben als das Gesamtsystem selbst, auch der Mensch nicht.

Aus diesem Grunde ist es nicht so falsch, was am Anfang des Dekalogs gesagt wird:

Ich bin der Herr!

Und die Vorstellung der alten Griechen, Göttervater Zeus schleudere die Blitze zur Erde, ist ebenfalls nicht ganz unrichtig. Denn es ist der 2.Hauptsatz der Thermodynamik, der die Trennung elektrischer Ladungen anläßlich eines Gewitters wieder aufhebt. Damit läßt sich das 1. Gebot unschwer in eine physikalische Fassung bringen:

Wer vorsätzlich oder fahrlässig den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik verletzt, mißachtet oder im Einzelfall Für nicht anwendbar erklärt, kann Katastrophen unübersehbaren Ausmaßes für sich und andere bewirken.

Niemand macht uns das Recht streitig, die Wege der Natur zu erforschen. Aber das angemaßte Recht, die Natur zu beherrschen, wird, wenn wir nicht darauf verzichten, uns gnadenlos um die Ohren gehauen.

Das größte Spannungsverhältnis, das der Mensch je auf Erden erzeugt hat, hat er durch Einsperren ungeheurer Energien in die nuklearen Knallfrösche geschaffen. Kehren wir zum Anfang und zum Ohmschen Gesetz zurück: Wie lange können die Isolatoren der nach Entladung drängenden Energie standhalten. Wohlgemerkt, es geht nicht um die Frage, wie lange die Behälter bei guter Pflege halten; der Mensch mit seinen Entscheidungsalternativen ist Bestandteil der „Isolatoren“. Und er ist die entscheidende Schwachstelle im Gesamtsystem. Wie lange kann er die Finger noch weit genug vom „roten Knopf“ weglassen? – Wird es ihm gelingen, Atomwaffen zu delaborieren und das spaltbare Material für uns nutzbringend in Wärme umzurubeln?

Oder wird das eintreten, was anläßlich des „Militärschlags“ der NATO gegen Jugoslawien beinahen eingetreten wäre, demnächst Wirklichkeit:

Der Fehlwurf eines Bombers traf seinerzeit die chinesische Botschaft. Es bedurfte aller nur erdenklichen diplomatischen Anstrengungen, die chinesische Führung davon abzuhalten, dies als „feindseligen Akt“ zu betrachten und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen

Der arme Pilot, dem das Malheur passiert war, hatte dem Kaiser von China nur versehentlich „ins Revier gepinkelt“. Die „diplomatischen Kanäle“ waren intakt und haben gehalten. Was aber ist, wenn ein unpassendes „Bächlein“ über keinen diplomatischen Kanal mehr abfließen kann? – Wenn der, dessen Hose naß wird, ähnlich borniert reagiert wie der Präsident der Vereinigten Staaten auf den 11.9.2001? << G. Altenhoff, Australopithecus Superbus Procrustes – der Mensch, ein Hologramm der Evolution, unv. Manuskript, 2001)

Es würde an dieser Stelle zu weit führen, den zellulären Aufbau und die thermodynamische Natur des Phänomens „Wirtschaft“ näher zu erläutern. Ich verweise insoweit auf meine Ausführungen unter www.bundesadel.de.

„Soziale Spannungen“ sind ganz in Ordnung. Ohne sie gäbe das Phänomen „Wirtschaft“ gar nicht. Aber diese Spannungen sind, in die Sprache der Elektrotechniker übersetzt, Niederspannungen. Lege ich an an ein Niederspannungssystem Hochspannung an, geht es unweigerlich kaputt. Und „soziale Hochspannung“ entsteht unweigerlich bei dauerhafter Verletzung des Tausch-und-teile-Instinkts. Sie entwickeln sich gerade jetzt unter unseren Augen, mitten in Deutschland.

Sie brauchen mir all das, was Sie gelesen haben, nicht zu glauben. Aber wenn Sie mir nicht glauben wollen, machen Sie zumindest folgendes Experiment: Verbinden Sie Ihre Modellbahnanlage unter Umgehung des Trafos unmittelbar mit dem 220 Volt-Netz. Aber informieren Sie bitte vorher die Feuerwehr, damit das Haus Ihrer Nachbarn nicht auch noch abfackelt.

Ich glaube nicht, daß es Ihnen aufgefallen ist, aber ich habe soeben – in aller Weltöffentlichkeit, denn das „Web“ ist die Weltöffentlichkeit – in das Revier eines „staatstragenden“ Wissenschaftszweigs hineingepinkelt. Gut, daß die von „Münte“ angefachte Diskussion alle Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Sicher werden Sie jetzt fragen, wie man das Phänomen, das wir „Wirtschaft“ nennen, denn überhaupt wissenschaftlich beschreiben könne, ohne die „Volkswirtschaftslehre“ zu bemühen? Die Antwort liegt nicht fern, aber sie würde den hier gegebenen Rahmen sprengen.

Zum Schluß noch einmal der Kernsatz:

Weder im Kommunismus noch im Kapitalismus, vor allem in seiner heutigen Gestalt des Shareholder-Value-Kapitalismus hat reziprokes Verhalten seinen Platz. Es ist aber auch aus Sicht der menschlichen Evolution unabdingbar. Deswegen ist der Shareholder-Value-Kapitalismus ebenso zum Scheitern verurteilt wie der Kommunismus. Die Frage ist nur, unter welchen Turbulenzerscheinungen er zugrunde gehen wird.

Es ist schon merkwürdig: Noch nie habe ich mir bewußt einen Boxkampf angesehen. Aber nach Abschluß der Korrekturen an diesem Beitrag, der als Leserbrief gedacht war, wollte ich wissen, ob Vitali Klitschko genügend Milchschnitten gegessen hat. – Prompt gibt der Weltmeister wenige Minuten vor 12 den Kampf auf. – Welcher Weltmeister wird den Kampf noch aufgeben? – Der im Geldverbrennen?

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Italien: Berlusconi wird populärer – Ausland – FOCUS Online

Dezember 21, 2009

Italien: Berlusconi wird populärer – Ausland – FOCUS Online.

Ist “Lady Gaga” am Ende Italienerin? – Zumindest erweckt die Mehrheit der Italiener, soweit sie in Italien leben, den Anschein, ein wenig “Gaga” zu sein.

Anläßlich diverser Gespräche, die ich mit “Exilitalienern” führen konnte, wurde der Angriff auf Berlusconi begrüßt – bis hin zu dem Vorschlag, den Angreifer mit einem Orden zu versehen.

Nach Einschätzung manch eines Exilitalieners, überwiegend Pizzabäcker und -taxifahrer, verdient der Angreifer Tadel lediglich dafür, daß er nicht die Stirn Berlusconis getroffen hat…

Aber mal ehrlich, erscheint nicht der “Treffer” wie ein Wink des Schicksals? Erscheint er nicht als “gerechte Strafe” für die mehr als dumme Bemerkung, die Berlusconi anläßlich des Erdbebens von L’Aquila gemacht hatte? – Ich darf in Erinnerung rufen, daß Berlusconi im Frühjahr den Opfern des Erdbebens, die im Gegensatz zu ihm nicht nur zwei Zähne, sondern ihr gesamtes Hab und Gut eingebüßt hatten, geraten hattte, die Unterbringung in Zelten als so etwas wie ein “verlängertes Camping-Wochenende” anzusehen. – Allein dafür hatte er den Hieb in die Schnauze verdient. – War es Zufall, daß ihm ausgerechnet eine Miniatur des höchsten Mailänder Gotteshauses zwischen die Kiefer fuhr?


Kunduz-Affäre eskaliert – Ex-Bundeswehr-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan: „Guttenberg sagt die Unwahrheit“ – Politik – Bild.de

Dezember 17, 2009

Kunduz-Affäre eskaliert – Ex-Bundeswehr-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan: „Guttenberg sagt die Unwahrheit“ – Politik – Bild.de.

(Melodie: Sloop John B.)

In Kunduz, da ist kein Krieg,

drum kriegen wir keinen Sieg,

wir haben die Schnauze voll und wir wollen nach Haus -

Refrain:

wir wollen nach Haus,

wir wollen nach Haus,

wir haben die Schnauze voll -

und wir wollen nach Haus!

Wozu hab’ ich ein Gewehr?

zum Kämpfen taugt es nichts mehr,

schieß ich auch nur in die Luft,

bin ich schon ein Schuft…

(Refrain)


Hallooo! -  Wo sind wir denn?

“Ein Deutscher Offizier unternimmt nichts ohne Befehl” – (Jürgen Trittin)

Der “Führer” hat von nichts gewußt?

Wo, bitte, geht’s zur Front?

Wäre ich mit meinen 55 Lenzen nicht im “Volkssturmalter”, hätte schon der “Herr Bundesverteidigungsminister”, der 2001 den Beinamen “Osama bin Baden” erhielt, zu Beginn des Jugoslawien-Feldzugs der NATO von mir Wehrpaß und “Hundemarke” mit der Bemerkung: “Mach Deinen Dreck alleene” unfrankiert zurückerhalten.

Ob Scharping, Struck, Jung oder zu Guttenberg – sie alle benutzten und benutzen zur Verschleierung des Krieges die hergebrachten Grundsätze der Advokatensemantik: geeignet und bestimmt, Widersprüche wortreich aus der Welt zu diskutieren.

Ob “Krieg” ist, bestimmen nicht die, die sich die dictatura legibus scribundis et rei publicae constituendae anmaßen, Krieg herrscht überall, wo bewaffnete Menschen auf Geheiß Dritter aufeinander losgehen.

Dazu braucht man nur den Begriff der “Waffe” sinnvoll zu definieren:

Und – schwupp – wird ein Stück Papier, nämlich der “Marschbefehl” umgehend zur Mordwaffe…


heute-journal – ZDF.de

Dezember 17, 2009

heute-journal – ZDF.de.

Lieber Claus Kleber,

in Ihren Ausführungen zum Bundeshaushalt zwanzig-zehn hat sich ein kleiner, aber entscheidender sachlicher Fehler eingeschlichen:

Bei der Darstellung der einzelnen Haushaltsposten versuchten Sie dem geneigten Publikum weiszumachen, daß zumindest die Haushaltsposten für Soziales, Schuldendienst, Bundeswehr etc. von den Steuereinnahmen “gedeckt” sei.

Das aber ist schlicht falsch, weil mit § 8 der Bundeshaushaltsordnung nicht vereinbar. Dortselbst steht unmißverständlich niedergeschrieben:

Alle Einnahmen dienen als Deckungsmittel für alle Ausgaben. Auf die Verwendung für bestimmte Zwecke dürfen Einnahmen beschränkt werden, soweit dies durch Gesetz vorgeschrieben oder im Haushaltsplan zugelassen ist.

Zum Mitschreiben:

Alle Einnahmen dienen als Deckungsmittel für alle Ausgaben. Auf die Verwendung für bestimmte Zwecke dürfen Einnahmen beschränkt werden, soweit dies durch Gesetz vorgeschrieben oder im Haushaltsplan zugelassen ist.

Das von Ihnen präsentierte “Säulenmodell” für die Finanzierung stimmt daher hinten und vorne nicht. – Sie hätten für jeden einzelnen Haushaltsposten – bis hinunter zur Neuanschaffung einer gebrauchten Schreibmaschine – den jeweiligen Anteil der Steuermittel, Einnahmen aus Verwarnungs- und Bußgeldern, Geldstrafen, Gebühren, Beiträgen, Krediten und Schwarzgeldern darstellen müssen.

Dann sieht das Bild ein wenig anders aus:

Hartz IV wird über Kredit finanziert.

Die “staatliche Parteienfinanzierung” wird über Kredit finanziert

Der “Bankenrettungsschirm” wird über Kredit finanziert. Wobei die “Bundesrepublik Deutschland” bei den Banken, die sie stützt, pikanterweise immer tiefer in die Miesen gerät!

Alles wird über Kredite finanziert, und zwar in einer Höhe, die die Vorstellungen selbst eines Astronomen zu übersteigen beginnt.

Lieber Claus Cleber,

was kann man mit einem Maßband anstellen, das 100.000.000.000 Millimeter lang ist?

Bei einer – noch von Peer Steinbrück eingeräumten “Gesamtstaatsverschuldung” von 1,6 mal 10 hoch minus zwölf – sei, was illusorisch, weil Schuldentilgung im Etat nicht vorgesehen, eine Tilgungsrate von einem Prozent mit den Gläubigern vereinbart. – Wie lange braucht die Bundesrepublik Deutschand, um ihre Schulden bei einer “Nettokreditaufnahme” von 0% abzutragen?

Wenn die Schulden des Bundes ständig steigen, ohne daß auch nur ein müder Euro in die Tilgung fließt, wie soll dann der Bund die Zinsen erwirtschaften, die er für “Bundesanleihen” zu zahlen verspricht? – In der Privatwirtschaft spricht man bei der Finanzierung des Zinsversprechens durch Neuverschuldung von “Schneeballsystem, von Betrug, der nach § 263 StGB strafbar ist. Wegen der exorbitanten Höhe des Schadens dürfte sich beim Zusammenrechnen der Einzelfälle pro Kopf des Bundestages eine Gesamtstrafe von jeweils 15 Jahren ergeben. – Macht rund 9.000 Jahre Knast, die sich da im Bundestag versammeln und auf unsere Kosten durchfüttern lassen.

Lieber Claus Kleber,

hier mal nachdenken, ob Sie Nachrichten oder Propaganda verbreiten.


Meine Videos – MyVideo

Dezember 8, 2009

Länge 05:24Video löschenVideo bearbeitenDer Adler ist gelandetEingestellt am: 04.04.2009, 05:03 UhrFreigabe: öffentlichStatus: liveLänge 05:24

via Meine Videos – MyVideo.

Der Planet, man nennt ihn auch Mutter Gaia, hat wieder einmal die 48-Stunden-Frist eingehalten. Denn noch vor Fristablauf ging L’Aquila zu Boden. Bemerkenswert – wenn nicht gar merkwürdig – die Präzision, mit der Planet von allen möglichen Erdbebengebieten ausgerechnet (?) L’Aquila (der Adler) ausgesucht hat, um die Menschheit wieder einmal in Angst und Schrecken zu versetzen.

L’Aquila è atterrato: the Eagle has landed: der Adler ist gelandet.


Hans-Joachim Metternich: Brüderles Kreditstreitschlichter – Wirtschafts- & Finanzkrise – Wirtschaft – FAZ.NET

Dezember 4, 2009

Hans-Joachim Metternich: Brüderles Kreditstreitschlichter – Wirtschafts- & Finanzkrise – Wirtschaft – FAZ.NET.

Vorsicht! – Vorsicht! – Vorsicht! – Vorsicht! – Vorsicht!

Die Presse kolportiert wieder einmal den Bullshit, der ihr von der “Regierung” zum Fraß vorgeworfen wird. – Jede Hammelherde ist in der Futterwahl wählerischer…

Journalisten sind da anders. Sie schlucken jeden Bullshit, man höre und staune, er scheint ihnen sogar zu schmecken, denn in der RHEINISCHEN POST wurde “Fürst” Metternich gar zum

Kreditmediator

“ernannt”.

Halt! Die Betonung ist falsch:

Er wurde zum Kreditmediator

ernannt.

“Ernannt” oder “bestellt”, vielleicht sogar “berufen”, wo ist denn da der Unterschied? – das ist doch vollkommen gleichgültig, werden Sie sagen.

Im Prinzip teile ich Ihre Meinung, aber als Jurist kann ich Ihr  “In-einen-Topf-Werfen” der Begriffe in keinster Weise dulden:

“Bestellen” kann man im Restaurant einen Tisch für sechs Personen, man kann auch bei Quelle einen Tisch für sechs Personen bestellen. – Gehen Sie ins Restaurant und sagen: “ich hatte einen Tisch für sechs Personen bestellt, den möchte ich jetzt abholen”. – - Der Wirt wird Ihnen etwas anderes erzählen… – “Bestellen” ist halt nicht immer “Bestellen”:

Die “Bundesregierung” hat nichts und niemanden zu “bestellen”, erst recht niemanden zu “ernennen”. Denn im Bereich des Staats- und Verwaltungsrechts haben die Begriffe  “Bestellung” und “Ernennung”  eindeutig definierte Inhalte:

Wer für eine bestimmte Funktion “bestellt” ist, wie ein “öffentlich bestellter Sachverständiger” (TÜV!) hat eine Urkunde in der Hand, die seine “Bestellung” ausweist und die Qualifizierung für seine Tätigkeit nachweist (zumindest theoretisch!).

Wer für ein bestimmtes Amt “ernannt” ist, erhält dieses Amt durch Aushändigung der Ernennungsurkunde. Ohne die im wahrsten Sinne des Wortes körperliche Übergabe der Ernennungsurkunde gibt es von Gesetzes wegen keine “Ernennung”. – Weil, es mag merkwürdig klingen, ist aber Fakt, die Übergabe der Ernennungsurkunde für eine Ernennung im Rechtssinne unabdingbar ist, mußte ich am 29.12.19982 im Landgericht Duisburg antanzen, um meine Ernennungsurkunde zum Referendar in Empfang zu nehmen. Anderenfalls hätte meine Einstellung als Referendar erst zum 1.4. 2003 erfolgen können.

Tut mir leid! – ich kenne die gegenwärtige Verfassung Deutschlands nicht, ich weiß nur, daß Deutschland gegenwärtig nicht in bester Verfassung ist und ein Grundgesetz hat. Im Grundgesetz ist für die “staatrechtliche” Ebene freilich klar geregelt, wer wen “ernennen” darf.

Und da ist an vorderster Front der Bundespräsident: Er ernennt den Bundeskanzler, die Bundesminster und die obersten Bundesrichter.

Die “Bundesregierung” “ernennt” demgegenüber nach demWillen des Inhabers der verfassungsgebenden Gewalt niemanden. Der einzige, der innerhalb der Bundesregierung befugt ist, jemanden zu “ernennen”, ist der Bundeskanzler. Er “ernennt” gemäß Artikel 69 Absatz 1 einen Bundesminister zu seinem Stellvertreter.

Von “Vizekanzler” ist im Grundgesetz nicht die Rede!

Zum Mediator, sei es Finanz-, Kredit-, Rosenkrieg-  oder Maschendrahtzaunmediator “berufen”, das kann die Bundesregierung erst recht nicht.

Der Mediator ist ein unabhängiger Streitschlichter. Er kann seine Funktion nur ausüben, wenn er in der Sache und gegenüber den streitbefangenen Parteien neutral ist.

Zunehmend drängen sich Anwälte, deren  Aufgabe und Funktion im Rahmen der Rechtspflege eine völlig andere ist, in das Gebiet der Mediation hinein. – Natürlich mit Unterstützung der Anwaltskammern.

Mit der Schöpfung des “Kreditmediators” werden demnächst auch einfache Kreditvermittler, Anlageberater und sonstige Scharlatane als  “Mediator” firmieren.

B leibt nur noch die Frage zu klären, welche Vergütung der

“Kreditmediator der Bundesregierung”

für seine Tätigkeit vomn Steuerzahler erhält. – Kassiert er zusätzlich noch für jeden Fall das übliche Stundenhonorar?

Das ist der größte Schaden, den die Bundesregierung mit Billigung des Deutschen Bundestages der Rechtspflege, und damit der “dritten Gewalt” angetan hat, antut und antun wird.

initiis obsta! – Aber das “Wehret den Anfängen” ist von der “freien Presse” in Deutschland nicht zu erwarten. – Oder?


Klimagipfel in Kopenhagen: “Wer Ökostrom ablehnt, schädigt das Klima” – Wissen | STERN.DE

Dezember 4, 2009

Klimagipfel in Kopenhagen: “Wer Ökostrom ablehnt, schädigt das Klima” – Wissen | STERN.DE.

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Die Diskussion über den „Klimawandel“ ist schon erschreckend. Das jüngste Heft von Welt der Wunder bezeichnet das Gas, ohne das auf der Erde kein Leben gäbe, nämlich das Kohlendioxyd, gar als „Todesgas“. – Tatsächlich ist dieses vermeintliche „Todesgas“ das, ich unterstreiche das Gas des Lebens. Jeder Baum, jeder Strauch, jeder Grashalm greift den größten Teil seiner Substanz buchstäblich aus „der Luft“. Pflanzen wachsen nicht in einer kohlendioxydfreien Atmosphäre, sie wachsen auch nicht, wenn das Wasser, das sie brauchen, kohlendioxydfrei ist. – Pflanzen sind auf Gedeih und Verderb auf die Anwesenheit des „Todesgases“ angewiesen.

Da ohne Pflanzen keine Tiere existieren können, sind auch wir auf Gedeih und Verderb auf die ständige Verfügbarkeit des Kohlendioxyds für die Pflanzen angewiesen. – „Lebenselixiere“ sind überflüssig, das „Todesgas“ nicht. Und es ist von Anbeginn der Welt an immer seltener geworden. Es ist, wirtschaftlich gesehen, Mangelware.

Dennoch maßt der Mensch, der von dem Sauerstoff lebt, den die Pflanzen bei der Umwandlung von Kohlendioxyd und Wasser in Zucker freisetzen, sich an, darüber zu entscheiden, wieviel Kohlendioxyd dem Planeten zuträglich ist. – Die Pflanzen und der Planet werden nicht einmal befragt. Will sagen: Lehrmeinung geht vor Grundlagenforschung, schlimm genug!

Schlimmer aber ist die „Hexenjagd“, mit der man das Kohlendioxyd und andere „Treibhausgase“ verfolgt:

Die „Hexenjagd“ ist verfahrensmäßig mit der Lynchjustiz identisch: Der erste in die Welt gesetzte Verdacht ist das Urteil und beim Hängen sind alle dabei.

Man kann der „Hexenjagd“ nur entkommen, wenn man seine Unschuld beweist.

- Hallo! – Wie kann ich beweisen, das etwas nicht geschehen ist? – Wie kann Frau Merkel beweisen, daß sie nicht die Geliebte des Teufels ist. – Ich jedenfalls glaube an das Verhältnis Merkel/Teufel bis zum Beweis des Gegenteils.

Im rechtsstaatlichen Verfahren hingegen gilt die Unschuldsvermutung durch alle Instanzen. Das bedeutet, daß nach den geltenden Verfahrensregeln auch der letzte Richter, das höchste Gericht die gegen den Angeklagten vorgebrachten Beweismittel akzeptiert und eine Verurteilung des Angeklagten als alternativlos ansieht.

Fehler können auch hier vorkommen, aber das ist nicht unser Thema. Zwischen den Verfahrensordnungen der Hexenjagd und dem rechtsstaatlichen Verfahren gibt es kein Mittelding, keinen Kompromiß: Ein „Jein“ ist nicht gegeben.

„Hexenjagd“ gibt es vor allem in den Wissenschaften. Wer hier nicht spurt, wer sich hier gegen die etablierten Lehrmeinungen wendet, der hat zunächst einmal schlechte Karten:

Giordano Bruno – hingerichtet

Galileo Galilei – zum Widerruf gezwungen

Charles Darwin – bis heute umstritten

Ignaz Semmelweis – Selbstmord durch Infektion

Alfred Wegener – von der Fachwelt belächelt bis zu seinem Tod im „ewigen Eis“, erst 60 Jahre nach seiner Enddeckung der Kontinentaldrift Anerkennung der Fachwelt.

Diese vier Namen sollten als Warnschilder genügen. Als Warnschilder gegen die „etablierte Lehrmeinung“. Wenn man ein Warnschild beachtet, schaut man einfach genauer hin, und das wollen wir jetzt beim „Treibhauseffekt“ einmal gemeinsam tun:

Wärmestrahlung ist elektromagnetische Strahlung einer bestimmten Frequenz. Elektromagnetische Strahlung aber fräst sich durch das Vakuum des Weltalls wie ein glühendes Messer durch Butter. Die „Wärmestrahlung“ der Sonne hat offensichtlich keine Schwierigkeiten, die Erde zu erreichen. – Schlimmer noch, wir müssen vor der elektromagnetischen Strahlung der Sonne durch den „Ozon-Schild“ und Sonnencremes geschützt werden…

Wenn aber Wärmestrahlung das Vakuum widerstandslos durchschneidet, warum bleibt dann in einer Thermoskanne der Kaffee stundenlang heiß? – Der Witz bei Thermoskanne oder -flasche besteht ja gerade darin, daß der Inhalt von einem Vakuum umgeben ist, das die „Wärme“ gerade nicht leitet. – Wenn das Vakuum die Wärme nicht leitet, kann der Wärmetransport durch Wärmestrahlung ja nicht so groß sein, wie immer behauptet. Der Anteil der elektromagnetischen Strahlung im Infrarotbereich, die „Wärmestrahlung“ also, muß, sonst würde der Kaffee in Thermoskanne ebenso schnell kalt wie in der Tasse, verschwindend gering sein.

So! – Die Wärmestrahlung hat nur einen geringen Anteil am Wärmetransport. – Ja, warum, um alles in der Welt, wird es dann im Treibhaus so warm?

Wenn Sie das nächste Mal Pellkartoffeln kochen, finden Sie des Rätsels Lösung, und zwar gleich in zweifacher Ausfertigung, nämlich im Topf und in der Pelle:

Wenn Sie den Topf auf den Herd stellen, schließen Sie ihn mit einem Deckel.

Warum schließen Sie ihn mit einem Deckel?

Damit das Wasser schneller heiß wird und der Kochvorgang weniger Energie verbraucht als ohne Deckel.

Kochwasser sondert Wärmestrahlung ab, der Deckel würde nichts nützen, es sei denn, er reflektierte die Wärmestrahlung. Der gewöhnliche Topfdeckel wird aber verdammt heiß, er gibt also die „Wärmestrahlung“ ungehindert ab, und zwar auch dann, wenn er aus Glas ist, wie die Scheiben eines Treibhauses.

Früher, als Holz und Kohle die hauptsächlichen Energieträger waren, stellte man den Topf mit den Kartoffeln nach dem Aufkochen in eine mit Stroh gefüllte „Kochkiste“. Ohne weitere Energiezufuhr garten die Kartoffeln auf wundersame Weise, gerade so, als steckten sie in einer Thermosflasche. Heiß drinnen, kalt draußen. Kein Glas, kein Kohlendioxyd, kein Vakuum, das die Wärmestrahlung daran hätte hindern können, sich mit Lichtgeschwindigkeit im ganzen Raum zu verbreiten. – Trotzdem hat die Kochkiste funktioniert:

Die „Wärmestrahlung“ war es also nicht, die die Kartoffeln zum Garen brachte und den Topf heiß hielt.

Nach dem Garen holen Sie Ihre Pellkartoffeln aus dem Topf. Sie nehmen ein Messer und beginnen sie zu pellen. – Jedem, der das einmal gemacht hat, bleib die unangenehme Erfahrung nicht erspart, daß die Pellkartoffel mit Pelle kälter erscheint als die Pellkartoffel ohne Pelle. – Obwohl das heiße Wasser vollkommen verdunstet ist, ist das Innere der Kartoffel spürbar – nicht nur „augenscheinlich“ – heißer als die Oberfläche?

„Wärmestrahlung“, die die Wärme des Kartoffelinneren ohne jeden Widerstand durch die Pelle hätte leiten müssen, kann dafür offensichtlich nicht „verantwortlich gemacht“ werden.

Ob Treibhaus oder Freiland: die Pellkartoffel ist innen stets heißer als außen! – Analog zum „Treibhauseffekt“ müßte man bei der Pellkartoffel einen erhöhten Anteil von „Treibhausgasen“ in der Pelle postulieren, der die Wärmestrahlung im Inneren der Kartoffel festhält. – Wie sonst wäre der kartoffelinterne „Treibhauseffekt“ zu erklären?

Das Geheimnis heißt schlicht und ergreifend „Konvektion“. Konvektion ist die ständige Bewegung von Materieteilchen vom einer Wärmequelle in kühlere Regionen. Konvektion ist an das Vorhandensein von Materie gebunden; nicht umsonst wird der Begriff „Wärme“ von den Physikern als Teilchenbewegung definiert: je schneller die Teilchen sich bewegen, desto größer die Wärme.

Topfdeckel, Vakuum und Kartoffelschale haben gemeinsam, daß sie die Konvektionsströme, die für eine gleichmäßige Verteilung der Wärme im Raum sorgen, behindern. – Die „Berliner Mauer“ der Physik.

Und nun packen wir die Kartoffel in die Thermoskanne. Die heiße Pellkartoffel, umgeben von einer relativ kühlen Außenhaut und einer Gashülle wird durch ein Vakuum warmgehalten.

Werfen wir einen Blick aus dem Weltall auf die Erde. Da ist eine heiße Kugel, umgeben von einem Hauch gefrorenen Gesteins und einer Gashülle im Vakuum. – Unser „Lebensraum“ ist nach unten durch eine Art „Hitzeschutzkacheln“ (Kontinentalplatten) gegen die Höllenglut des Erdmantels abgeschirmt, nach oben schützt uns das Vakuum vor der eigenen Eiseskälte. – Dazwischen herrschen die physikalischen Gessetze der Konvektion in Gasen und Flüssigkeiten. – Immerhin darf man nicht vergessen, daß rund zwei Drittel der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind, das im ständigen Wärmeaustausch mit der Gashülle steht.

Wo bitte, bleibt da noch das „Treibhaus“?

Gehen wir noch einen Schritt weiter: An den Rändern der Hitzeschutzkacheln, die uns daran hindern sollen, vom glutflüssigen Erdinneren verschlungen zu werden, ist viel los, weil dort, vor allem an den mittelozeanischen Rücken, ungeheure Mengen von Energie in die Ozeane geleitet werden. Vor gar ncht allzu langer Zeit ließ mich ein Bericht über den Golfstrom aufhorchen. Der Golfstrom selbst wird, so zumindest die Behauptung des Films, bei Überqueren des mittelatlantischen Rückens mit der Energie von einer Million Atomkraftwerken aufgeheizt. – Hallo! – Der mittelatlantische Rücken steht nicht allein da, er ist nur ein kleiner Abschnitt eines weltumspannenden Systems, an dem Wärme aus dem Erdmantel in die Ozeane geleitet wird. – Nach diesem Befund darf man doch wohl die Frage stellen, ob wir nicht zufälligerweise auf einem Himmelskörper leben, der eine Wasserkühlung hat?


Köhler und von der Leyen zu Ministerinnen vereidigt: Das packen Merkels neue starke Frauen jetzt an – Politik – Bild.de

Dezember 3, 2009

Köhler und von der Leyen zu Ministerinnen vereidigt: Das packen Merkels neue starke Frauen jetzt an – Politik – Bild.de.

Das packen Merkels neue starke Frauen mit Sicherheit nicht an: Den Teil des Amtseids, der sie verpflichtet, Gerechtigkeit gegen jedermann zu üben.

Das können sie nämlich gar nicht, da sei der Bundesrollstuhlpilot vor. Denn der kann auf keinen Cent verzichten.

Ist das Gerechtigkeit?:

Ein Erwachsener muß von seinem Hartz-IV- Regelsatz, den er am Monatsanfang bekommt, bis zum Monatsende durchschnittlich 12,5% Mehrwertsteuer an Schäuble zahlen.

Säuglinge und Kinder bis zu fünf Jahren müssen von ihrem Hartz-IV – Regelsatz, den sie am Anfang des Monats bekommen, bsi zum Monatsende durchschnittlich 13,5% Mehrwertsteuer an Schäuble zahlen.

Ist das Gerechtigkeit?:

“Die Politik” zählt Otto Normalhartzvierempfänger zu den “bildungsfernen Schichten”, die ihr Geld versaufen und verqualmen – und, wenn es hoch kommt, im Media-Markt lassen. Deswegen ist für “Bildung” im Normalhartzvierregelsatz für Bildung auch ein Betrag von 0,00 € veranschlagt. – Bildung, die wird den Kindern dieser “bildungsfernen Schichten” gar nicht erst zugemutet.

Das ist die “soziale Gerechtigkeit” im Deutschland des 21. Jahrhunderts. – Schöne Grüße von Charles Dickens – Erinnerungen an die Zukunft!


Kippt der verkaufsoffene Sonntag: Verfassungsgericht urteilt über Ladenöffnungszeiten am Sonn- Feiertagen – Politik – Bild.de

Dezember 3, 2009

Kippt der verkaufsoffene Sonntag: Verfassungsgericht urteilt über Ladenöffnungszeiten am Sonn- Feiertagen – Politik – Bild.de.

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Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden – ganz im Sinne der klagenden Kirchen. – Aber die Kirchen haben darob wohl ihre eigene Geschichte vergessen, die bezüglich der Sonntagsarbeit durchaus peinlich ist. – Irgendwo paßt es, daß die Entscheidung der Verfassungsrichter ausgerechnet am „Welt-Aids-Tag“ verkündet wurde. Der Feldzug der Kirchen gegen verlängerte Ladenöffnungszeiten ist ja nicht neu und nicht weiter originell. Er tobte schon im Jahre 2000.

- In Sachen Kirchen :/. Ladenschluß ist es mir daher eine Ehre, folgendes Zitat aus „Der Bundesadel“ zu präsentieren:

Der Staat hat Regeln da aufzustellen, wo sie notwendig sind, nicht aber in den Fällen, in denen es auch Sicht der Politik wünschenswert erscheint. Die Regulierungswut der Regierungen und Parlamente führt wegen der positiven Rückkoppelung zwangsläufig zu Reformunfähigkeit und zunehmender Bevormundung des Bürgers.

Nur ein Beispiel: Rabattgesetz und Zugabeverordnung sollen abgeschafft werden. Das ist auch gut so, aber warum macht man es nicht sofort, sondern erst zur Mitte des nächsten Jahres? Der Text für ein Gesetz, das ein bestehendes Gesetz aufhebt, ist in weniger als zwei Minuten niedergeschrieben:

Art. 1

Das ….gesetz vom soundsovielten, zuletzt geändert durch.Gesetz vom… wird aufgehoben.

Art. 2

Dieses Gesetz tritt am Tage nach seiner Verkündung in Kraft

Sehen Sie, so einfach ist das. Mehr als diese Worte braucht man nicht, um dem Bürger mehr Freiheit und Handlungsspielraum zu geben. Man kann daraus sogar ein Formular machen, damit unsere wahlkampfgestressten Abgeordneten nicht soviel schreiben und lesen müssen.

Aber den Handlungsspielraum des Einzelnen zu erweitern, scheint für unsere Politgrößen ein ungeheures Schreckgespenst zu sein. Das gilt übrigens auch bezüglich des Ladenschlußgesetzes. – Hier wird die Republik endgültig zum Tollhaus. Da mischen sich „gesellschaftlich relevante Gruppen“ in die Diskussion, die Kirchen werben für den arbeitsfreien Sonntag. Jahrhunderte hatten sich die Hirten nicht um die Sonntagsruhe ihrer Schäflein gekümmert, erst das Verbot der Sonntagsarbeit für Frauen und Kinder durch das säkulare Preußen im Jahre 1839 läutete in Europa den Ausstieg aus der Sonntagsarbeit ein.

Folge der gegenwärtigen Diskussion aber ist, daß mehr als 625 Abgeordnete, die dafür bezahlt werden, Entscheidungen zu treffen, sich dafür entscheiden, die Entscheidung aufzuschieben. – Und Sonntags trifft man den Nachbarn dann eben immer noch nicht im Supermarkt, sondern an der Tankstelle. Merkwürdig, aber da arbeiten auch Menschen. Ja dürfen die denn das?

Auf die staatlichen Repressalien gegen Autofahrer und andere gesellschaftlich nicht relevante Gruppen wie Raucher und Zecher hatte ich bereits hingewiesen. In all diesen Fällen wird vor allem mit den Kosten für das Gesundheitswesen argumentiert, die diese Gruppen verursachen.

Nun bin ich einmal an der Reihe mit einer linearen Extrapolation: Die Anzahl der Aids-Kranken nimmt auch in unserer Republik beständig zu. Aids-Kranke verursachen, vor allem dann, wenn man sie so lange wie möglich am Leben erhält, immense Kosten. Das einzig bekannte Mittel gegen die Ausbreitung dieser Krankheit ist bislang, den Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Infizierten zu verhindern. Seit einigen Jahren hat jeder Autofahrer Aids-Handschuhe im Verbandskasten, weil es sie dort zu haben hat. – So will es der Verkehrsminister. Außer dem Straßenverkehr gibt es noch andere Gelegenheiten, bei denen man sich infizieren kann. Bei steigenden Zahlen der Infektionen dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auf Kondompackungen der Hinweis zu finden ist: – „Die EG – Verkehrsminister: Bumsen ohne Gummi gefährdet die Gesundheit!“- Pardon, ich habe die Ressorts verwechselt, es muß natürlich heißen: „Die EG – Gesundheitsminister.“

Freilich wird auch das die Menschen in unserem Lande nicht davon abhalten, es auch „ohne“ zu treiben. Die Zahl der Aids-Infizierten steigt folglich weiter. – Ausreichend wäre allerdings, wenn die Zahl der Erkrankten nicht sinkt, um folgendes Szenario realistisch erscheinen zu lassen:

Die Kosten für die Behandlung der AIDS-Kranken und die Zahl der Aids-Toten ist so hoch, daß ein Eingreifen des Gesetzgebers erforderlich ist.

Also wird der Verkehr zwischen den Geschlechtern durch Gesetz geregelt. „Ohne“ ist nicht mehr drin. – Es besteht Kondompflicht.

In § 1 des „Gesetzes zur Regelung des Verkehrs zwischen getrennt- und gleichgeschlechtlichen Paaren“ (KondomG) wird es zunächst Begriffsbestimmungen geben.

Die Hauptarbeit der Parlamentarier und ihrer Adlaten in den Ministerien wird über Monate hinweg darin bestehen, eine gesetzliche Definition des Kondoms zu finden. Ferner muß der Begriff des Geschlechtsverkehrs definiert werden. Nicht nur die Affäre Clinton ./. Lewinski hat gezeigt, das es äußerst schwer ist festzulegen, wann man Sex hat und wann nicht. „Der Begriff des Geschlechtsverkehrs (…) umfaßt nicht jede unzüchtige Handlung, ist aber auch nicht auf den Beischlaf beschränkt. Er umfaßt den gesamten natürlichen und naturwidrigen Geschlechtsverkehr, also außer dem Beischlaf auch alle geschlechtlichen Betätigungen mit einem Angehörigen des anderen Geschlechts, die nach der Art ihrer Vornahme bestimmt sind, anstelle des Beischlafs der Befriedigung des Geschlechtstriebes zumindest des einen Teils zu dienen.“ ( Amtliche Sammlung der Entscheidungen des Reichsgerichts in Strafsachen, 70. Band S. 375 )

Deswegen wird im Gesetzgebungsverfahren zunächst eine Expertenanhörung stattfinden. Vielleicht kommt Dolly Buster noch zu ungeahnten Ehren.

Wenn die o.g. Fragen soweit geklärt sind, muß in den Ausschüssen über Ausnahmeregelungen diskutiert werden, denn die ständige Benutzung von Kondomen führt bei Entbindungsstationen und Hebammen zu erheblichen Auswirkungen auf die Zahl der Arbeitsplätze. Katholische Bischöfe werden mit blankem Entsetzen reagieren und fordern, dann den Sex doch ganz zu verbieten…

Und dann wird zu allem Überfluß das Gesetz mit Straf- und Verwaltungsvorschriften garniert.

Zumindest wird jeder, analog zu den Bestimmungen der Straßenverkehrszulassungsordnung ( dieses Monster gibt es wirklich!) über die Mitführungspflicht von Gummihandschuhen, ständig ein Kondom mit sich führen müssen, was natürlich durch die Polizei überwacht werden muß. Wird jemand ohne Kondom angetroffen, ist ein Bußgeld fällig.

Die Dritte Durchführungsverordnung zu § 4711a KondomG z.B. wird die Betreiber von Bordellen zur Verkehrsüberwachung verpflichten. Nach der fünften Verwaltungsanordnung zur Dritten Durchführungsverordnung zu § 4711a KondomG haben die Puffmütter täglich der zuständigen Behörde die Zahl der Besucher zu melden und die Zahl der benutzen Kondome unter Beifügung der Originale nachzuweisen…

Sich die Geschichte weiter auszumalen, überlasse ich Ihrer Phantasie.  (Gerhard Altenhoff, Der Bundesadel)

Die Verfassungsrichter haben sich offenbar keine Gedanken gemacht, daß nach der Bibel der „siebte Tag“, an dem Gott nach der Schöpfungsgeschichte geruht haben soll, von den Juden, wo der Kreationismus herkommt, auf unseren heutigen Samstag gelegt wurde. Bei den Muslimen, die auch ein Recht auf Ruhetag haben, fand dieser siebte Tag am Freitag statt. – Somit ignoriert Karlsruhe die religiösen Empfindungen und Riten gesellschaftlich relevanter Gruppen. Dann machen wir doch gleich, um alle „zu Frieden zu stellen“ den Kompromiss:

Freitag, Samstag, Sonntag geschlossen!


steuerboykott.org • Thema anzeigen – Steuerboykott ist verantwortungslos

Dezember 1, 2009

steuerboykott.org • Thema anzeigen – Steuerboykott ist verantwortungslos.

W. SCHÄUBLE - DER PATE IM ROLLSTUHL

“Finanzverwaltung” ist nur ein Synonym für “Beschaffungskriminalität”

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Hier ist nun der Platz, kurz und klar auszuführen, was ich oben auszuführen versprochen haben, daß nämlich nach den Begriffsbestimmungen, die Scipio in Ciceros Schrift über den Staat (Cic. rp. 2, 42ff) gebraucht, Rom nie ein Staat gewesen ist. Denn er bestimmt in Kürze den Begriff des Staates dahin, daß er Sache des Volkes sei. Ist diese Bestimmung richtig, so ist das römische Reich nie ein Staat gewesen, weil es nie die Sache des Volks gewesen ist, was ja dn Begriff des Staates ausmachen soll. Denn Volk nennt er eine Vereinigung von Menschen, die durch Übereinstimmung des Rechts und durch Gemeinschaft des Nutzens in sich selbst verbunden ist. Was er aber unter Übereinstimmung des Rechts versteht, das erklärt er im Verfolg der Auseinanderset­zung, indem er zeigt, daß ohne Gerechtigkeit ein Staatswesen nicht geführt werden könne. Wo also keine wahre Gerechtigkeit ist, kann auch kein Recht sein. Denn was nach Recht geschieht, das geschieht doch gerecht; was aber ungerecht geschieht, kann nicht nach Recht geschehen. Denn als Recht kann man nicht irgendwelche schlechte Bestimmung im Menschen gelten lassen und bezeichnen, da ja Recht nur sein soll, was aus dem Quell der Gerechtigkeit geflossen ist; und es ist falsch, was gewisse Leute zu sagen pflegen, die kein Gefühl für Recht besitzen, das nämlich sei Recht, das dem von Nutzen, der der Stärkere ist. Wo also keine wahre Gerechtigkeit ist, kann auch keine durch Übereinstimmung des Rechts verbundene Gemeinschaft der Menschen sein und also auch kein Volk nach jener Begriffsbestimmung des Scipio bei Cicero. Und wo kein Volk, da ist auch keine Sache des Volkes, sondern irgendeiner Menge, die des Namens Volk nicht würdig ist; da es ferner kein Recht gibt, wo keine Gerechtigkeit, so kann also, wo keine Gerechtigkeit, auch kein Staat sein. Gerechtigkeit ist ferner die Tugend, die jedem das Seinige gibt. Was aber ist das für eine Gerechtigkeit beim Menschen, die eben diesen Menschen den wahren Gott entzieht und ihn unreinen Teufeln unterstellt? Heißt das, jedem das Seinige zu geben? Ist doch ungerecht, wer ein Grundstück dem nimmt, der es gekauft hat, und es dem gibt, der kein Recht darauf hat: kann da der gerecht sein, der sich selbst die Herrschaft Gottes,d er ihn geschaffen hat, entzieht und bösen Geistern dient?

Sehr scharf und deutlich genug wird in jenen Büchern über den Staat für die Gerechtigkeit eingetreten wider die Ungerechtigkeit. Darin wird zunächst die Sache der Ungerechtigkeit wider die Gerechtigkeit verfochten und ausgeführt, ein Staatswesen könne nur durch Ungerechtigkeit bestehen und geleitet werden, und dies damit scheinbar sehr stark begründet, daß es ungerecht sei, wenn Menschen herrschenden Menschen dienen müssen, daß aber ein herrschgewaltiger Staat solche Ungerechtigkeit befolgen müsse, wolle er über seine Provinzen herrschen. Und es wird darauf zugunsten der Gerechtigkeit erwidert, das eben sei gerecht, weil es nämlich solchen Menschen nützlich sei zu dienen und eine solche Knechtschaft ihnen nur zum vorteil sei, wenn sie recht geschieht, das heißt, wenn damit den bösen die Möglichkeit des Unrechts genommen ist; so nämlich seien sie unterworfen besser daran als in Freiheit. Und dies zu bekräftigen, wird ein aus der Natur genommenes und ganz erlesenes Beispiel angeführt und gesagt: „Warum sonst würde Gott dem Menschen, die Seele dem Leib, die Vernunft der Begierde und den anderen lasterhaften Teilen der Seele gebieten?“ Gewiß wird durch dies Beispiel genügend erwiesen, daß Knechtschaft mitunter nützlich und daß Gott zu dienen immer nützlich ist. Eine Gott dienende Seele gebietet recht dem Leib, und in der Seele selber gebietet eine Gott dem Herrn ergebene Vernunft recht der Begierde und den anderen Leidenschaften. Wo also ein Mensch Gott nicht dient, was kann in ihm noch für Gerechtigkeit gelten? Ohne Gott zu dienen kann ja weder die Seele dem Leib noch die Vernunft den Leidenschaften in Gerechtigkeit gebieten. Und da in einem solchen Menschen keine Gerechtigkeit ist, wie kann sie in einer Vereinigung solcher Menschen sein? Hier also gibt es jene Übereinstimmung des Rechts nicht, die aus der Menschenmenge erst das Volk macht, dessen Sache doch der Staat sein soll. Was soll ich noch vom Nutzen reden, in dessen Gemeinschaft die Menschenmenge verbunden sein soll, daß sie ein Volk sei? Denn achtest du genau, kann doch für solche ein Leben nicht von Nutzen sein, die gottlos leben, wir jeder lebt, der Gott nicht dient, sondern den Teufeln dient, die selbst so gottlos sind, als sie sich, unreinen Geistern, gleich Göttern opfern lassen wollen. Ich glaube, was ich über die Übereinstimmung des Rechts gesagt habe, genügt, um klar zu machen, daß nach dieser Begriffsbestimmung ein Volk, dessen Sache doch der Staat sein soll, nicht sein kann, in dem Gerechtigkeit nicht ist. Man sagt vielleicht, die Römer hätten in ihrem Staat nicht unreinen Geistern, sondern guten und heiligen Göttern gedient. Muß ich so oft und immer wiederholen, was ich schon genug, mehr als genug gesagt? Nur ein Dummkopf oder ein schamlos Streitsüchtiger kann es sein, der mir in diesen Ausführungen so weit gefolgt ist und noch daran zweifeln kann, daß die Römer bösen und unreinen Geistern gedient. (Joseph Bernhardt, Augustinus, Bekenntnisse und Gottesstaat, Stuttgat 1951, S. 325ff)

REMOTA IUSTITIA QUOD SUNT REGNA NISI MAGNA LATROCINIA?

(Ohne Gerechtigkeit sind Regierungen nur eine große Räuberbande)

(Augustinus)


Cicero – Magazin für politische Kultur – Kleptokratie

Dezember 1, 2009

Cicero – Magazin für politische Kultur.

http://www.cicero.de/97.php?ress_id=1&item=3888

Kleptokratie – die Macht des Klauens

Demokratie adieu? – nein, Demokratie war nicht, ist nicht und wird einstweilen nicht sein.

Die “moderne” Demokratie nahm ihren Anfang mit der amerikanischen Unabhängigkeiteserklärung vom 4.7.1776. – Beim vorangegangenen Stempelaktenkongreß hatte jemand gewagt zu sagen, das Volk müsse selbst darüber entscheiden, wofür es Steuern zahlen will. -Dieses junge Pflänzchen “echter” Demokratie, nämlich das Umlegen der Kosten zur Erledigung der Gemeinschaftsaufgaben, wurde rasch niedergetrampelt.

Die “Staatsgründung” und der anschließende Unabhängiskeitskrieg setzten andere Prioritäten. – Diese sind bis zum heutigen Tage geblieben. Deer Krieg hat oberste Priorität.

Auch als der Gedanke der Freiheit über den “großen Teich” geschwappt war, machten die Franzosen es nicht anders.  Sie übernahmen die kameralistische Haushaltswirtschaft des Absolutismus und nebenbei das Grundübel absolutistischer Herrschaft: die “Regierung”, das “Kabinett”.

Das “Kabinett” war und ist ein reines Herrschaftsinstrument, geschaffen, das Volk zu knebeln und zu knechten, während der “Souverän” sich mit seine eigenen Interessen, nämlich die Maitressen, auf den Matratzen der Nation verfolgte.

Die Engländer haben es wenigstens geschafft, eine “Convention” zwischen Krone und Parlament zu erreichen, wonach die Mitglieder von “Her/His Majesties Cabinet” zugleich “Members of Parliament” sein müssen. Eine britische Spezialität, wohlgemerkt, die Verquickung von Parlament und “Regierung” ist in Großbritannien “legitimiert”, nicht aber in Deutschland. Das Grundgesetz kennt keine Bestimmung, die zuläßt, daß Mitglieder der Bundesregierung gleichzeitig Parlamentsmitglieder sind.

Und schwupp! – da haben wir das Grundübel der “modernen” sogenannten “Demokratie”. Die kameralistische Haushaltswirschaft hat sich aus dem Absoltuismus hinübergerettet in die “Demokratie”, die wir seit den Tagen eine Maximilien Robbespierre kennen. – Da in der Sache kein Unterschied besteht, können wir das “Kabinett” Merkels auch “Wohlfahrtsausschuß” Merkel titulieren.

Die “Einkommensteuer”, um die es  im westentlichen beim gegenwärtigen “Steuerstreit” geht, wurde 1798 vom britischen Premierminister William Pitt dem Jüngeren in Großbritannien flächendeckend eingeführt. – Der britischen Krone waren die lukrativen Erlöse der amerikanischen Kolonien verloren gegangen und sie hatte den Krieg gegen Napoleon zu finanzieren. – Wie üblich, stand die britische Regierung vor der nächsten Pleite…

Napoleon landete zunächst auf Elba, später auf St. Helena. – Die Einkommensteuer landete auch im letzten Winkel des Planeten. Napoleon ist Geschichte, die “Einkommensteuer” ist brutalstmögliche Gegenwart.

Was halten Sie von folgender Bewertung:

Finanzverwaltung ist Beschaffungskriminalität

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