Kalifornien – von den Göttern verhöhnt

Oktober 28, 2007

Was haben die Götter da nur wieder angerichtet? -  Sie haben sich nicht an die strengen Umweltgezte des Staates Kalifornien gehalten. Poseidon hat das Wasser, was er den Einwohnern von New Orleans zuviel eingeschenkt hatte, in diesem Jahr den Kaliforniern verweigert. Wenn irgendetwas Feuer fängt, ist der 2. Hauptsatz der Thermodynamik immer mit im Spiel, also Göttervater Zeus. Und Aeolos, der auch Herr der Santa- Ana-Winde ist, trieb mit der Feuerwehr seinen Schabernack.

Arnold Schwarzenegger, der „Freisler von Kalifornien“ mußte schmerzhaft erkennen, daß es einfacher ist, einem Menschen mit der Spritze das Lebenslicht auszublasen als einem Waldbrand mit dem C-Rohr beizukommen. Und wieder einmal mischte sich Mr. Bush unter die Katastrophentouristen. Erneut versprach er „schnelle und unbürokratische Hilfe“ für die Betroffenen. – Wetten, daß in ein, zwei Jahren die Ärmsten immer noch ohne „schnelle und unbürokratische Hilfe“ dastehen werden.

Friedensnobelpreisträger El Guru schließlich hatte prompt einen Schuldigen zur Hand: den Klimawandel. Wie gut, daß man Herrn Klimawandel nicht an den Galgen bringen kann.

Die Bilder aus New Orleans und aus Kalifornien zeigen, daß der Schlußsatz des Films „2010 – Das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen“ der Wahrheit entspricht. – Nachdem in diesem Film Jupiter zu leuchten begonnen hatte, hieß es:

„Wir haben einen neuen Vertrag bekommen – und eine Warnung vom Besitzer.“

Man sollte die Warnung beachten, denn im „Neuen Vertrag“ legt der Planet die „allgemeinen Geschäftsbedingungen“ fest, nicht mehr der Australopithecus Superbus Procrustes (Mensch).

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In der Gestalt von Katrina hatten die Götter dem Georgie-boy genau dahin getreten, wo es besonders weh tat. Die Militärs nennen so etwas einen „chirurgischen Angriff“:

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Outsch!

Siehe auch  http://advocatusdeorum.wordpress.com/zeus-hat-nike-angeschwarzt/


Mit Knut gegen El Guru

Oktober 28, 2007

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Wer Knut vergöttert, muß mit Gott Knut leben.

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Ob bei der Vergabe des Friedensnobelpreises an El Guru des Weltuntergangs wohl etwas schiefgelaufen ist? – Mit der Beschuldigung des „Klimawandels“ als „Brandstifter von Kalifornien“  hat sich El Guru doch ein wenig weit aus dem Fenster gelegt, denn kalifornische Polizisten haben  immerhin schon einen der Brandstiftung Verdächtigen „auf der Flucht“ erschossen. – Sichert man so den „Weltfrieden“?


Warum ist die Erde nicht zu retten? – Sie ist nicht in Gefahr!

Juni 14, 2007

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Von: gerhard.altenhoff@email.de
Gesendet: 05.02.07 22:45:55
An: leserbriefe@bild.de
Betreff: Unser Planet stirbt

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die ganze Arbeit, die Sie in die Gestaltung ihrer Titelseite vom 3.2.2007 gesteckt haben, war leider umsonst. Unsere gute alte Mutter Erde wird nicht sterben. Nach unseren Maßstäben ist sie „die Unkaputtbare“. – Aber das ist nicht neu, auf diesen Umstand hat vor rund 34 Jahren der erste deutsche „Fernsehprofessor“ aufmerksam zu machen versucht. – Freilich nahmen die diversen Horrorszenarien, die von den Medien und vor allem von den „Politikern“ verbreitet wruden, einen solch breiten Platz in den Köpfen der Menschen ein, daß diese keine Zeit mehr hatten, innezuhalten und sich mit der Wahrheit zu beschäftigen.
Bevor es mir am 8.1.2007 in der Stadtbibliothek Dormagen buchstäblich in die Finger fiel, war Prof. Dr. Heinz Habers „Stirbt unser blauer Planet“ ausweislich der Ausleihkarte zuletzt am 4.12.2000 ausgeliehen und gelesen worden. Eigentlich hatte ich vorgehabt, es Ihnen schon vor 14 Tagen um die Ohren zu hauen, als sie mit der Frage aufwarteten, ob uns der Planet um die Ohren fliege, bloß weil Aeolos & Co in „Kyrills“ Gestalt den Menschen in Europa so herrlich den Schrecken in die Glieder hatte fahren lassen. . Aber aus Gründen, die hier nichts zur Sache tun, habe ich es mi verkniffen und gewartet, bis das eintrat, was ich erwartet hatte. Haben die Klimaforscher doch das Selbstverständlichste der Welt herausgefunden: Die Erwärmung der Erde beschleunigt sich. Das tut sie aber auch ohne jedes „menschliche“ Zutun, denn der Prozeß des „Erwärmens“ ist immer und ohne jede Ausnahme positiv rückgekoppelt, er beschleunigt sich selbst. – Das Wesen der positiven Rückkopplung hatte bereits Goethe erfasst und im „Zauberlehrling“ anschaulich gemacht. Als Physikerin hätte Frau Merkel ihn auch kennen müssen. Aber der Inhalt der UN-Studie hat sie offenbar so überrascht wie der Winter die Deutsche Wehrmacht zu Weihnachten 1941.
<> (H.Haber, Stirbt unser blauer Planet, Stuttgart 1974 S. 138)
<> (Haber aaO S. 20f)
Durch die ständigen Debatten unserer Politiker sind wir mit „Milliarden“ bestens vertraut, dennoch geht uns das Gefühl für deren Größe ab. Weil das so ist, läßt sich die Anklage der „Wissenschaftler“ gegen „den Menschen“ als Verursacher des „Klimawandels“ als eine etwas zu groß geratene Seifenblase entlarven:
Die Erde gibt es seit rund 4,5 Milliarden Jahre. Zur Verdeutlichung übersetzen wir die Dimension Zeit in die Dimension Raum und setzen für jedes Jahr einen Millimeter. 1.000 Millimeter (1 Meter) bilden dann ein Jahrtausend, eine Million Millimeter entsprechen einem Kilometer. Eine Milliarde Millimeter sind auch nicht viel mehr, gerade einmal 1000 Kilometer. (siehe hierzu näher www.bundesadel.de )
Die „Lebensspanne“ unseres Planeten beträgt somit rund 4.500 Kilometer, also in etwa der Breite des Atlantiks. Der von den Klimaforschern berücksichtigte Zeitraum von 650.000 Jahren entspricht 650 Metern, also der Länge von zwei Flugzeugträgern, nennen wir diese USS „Uncle Sm“ und USS „Joun Doe“. Um die „Zeitspanne“ seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnung von Wetterdaten (1861) zu überdecken, benötigt man lediglich drei Streichholzschachteln, die man aneinanderlegt oder eine halbe Schuhlänge. – Das sind die Dimensionen, mit denen es die „Klimaforscher“ zu tun haben. Mit anderen Worten: Sie stehen an der New Yorker Hafeneinfahrt am Bug der „Uncle Sam“ und blicken in Richtung Lissabon. Der erste „Zeithorizont“ endet an ihren eigenen Schuhspitzen, der andere am Heck der USS „John Doe“. Sie wüssten nicht einmal, wo sie die Freiheitsstatue suchen müssten, können aber sehr genau angeben, wer für eine kaum wahrnehmbare Wellenkräuselung im Atlantik „verantwortlich“ ist.
Die „Klimaforscher“ und selbsternannten „Experten“, auch wenn sie Physiker sind, haben keine bessere Position als die Kreationisten gegenüber Darwin.
Es ist nicht ungefährlich, und für die Physik Newtons wird es tödlich sein, sich der Technik des „Prokrustierens“ zu bedienen: Was nicht passt, wird passend gemacht. – So werden Reibung und Wärme in der Newtonschen Mechanik seit jeher „wegprokustiert“. – Und unsere „Klimaforscher“ prokrustieren fast die gesamte Klimageschichte des Planeten einfach weg, wie auch die Kreationisten die Geschichte des Lebens auf dem Planeten wegprokrustieren, weil es nicht in den Kram passt.
Der „Klimawandel“ wird somit zur Glaubensfrage, was für die „Ungläubigen“ gefährlicher werden kann als der „Klimawandel“ selbst. Deswegen kann es ganz nützlich sein, wenn man als „Ketzer“ auf Dokumente zurückgreifen kann, die vor der „Sintflut“ des zugehörigen Medienspektakels entstanden sind und von Zeugen stammen, die für eben dieses Spektakel nicht das geringste Verständnis hätten:
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So dürfen wir es auch nicht dazu kommen lassen, dass vielleicht in zwei Millionen Jahren unser Mond zur Erde spricht:; „Entschuldigen Sie, gnädige Frau, geht es Ihnen heute wieder besser?“ Darauf antwortet die Erde: „Wieso denn? Ach, Sie meinen wohl die kleine Infektion, die ich vor zwei Millionen Jahren hatte?“ Darauf der Mond: „Genau – mich hat es ja auch ein bisschen angepackt, allerdings lange nicht so schlimm wie Sie.“ – „Ach,“ sagt die Erde, „das habe ich eigentlich schon längst vergessen. Seit mehr als anderthalb Millionen Jahren geht es mir wieder so gut wie eh.“ (Haber aaO, S. 138f)
Soweit der 1. „Fernsehprofessor“ des deutschen Fernsehens. Er war Astrophysiker, demzufolge dürfte einem deutschen Journalisten mittlerer Art und Güte unmittelbar einleuchten, dass der Mann wusste, wovon er sprach, weil er zu einer Zeit seine Stimme erhob, als es noch nicht Usus war, professorale Autorität mit „Einschaltquoten“ und „Auflagenhöhe“ zu verkuppeln. Der 2. „Fernsehprofessor“ der Nation hat auch nie Werbeverträge unterschrieben; obwohl er von Haus aus Arzt war, hat niemand seine Qualifikation als „Fachmann“ auch auf anderen Gebieten der Naturwissenschaft jemals angezweifelt. Und zwar deswegen nicht, weil seine Berichte schlüssig waren, dem jeweiligen Stand der Naturwissenschaft entsprachen und vor allem frei waren von jeder billigen Effekthascherei. Sein Name, vor allem aber die Tradition seiner Berichterstattung, ist heute fast in Vergessenheit geraten: Hoimar von Ditfurth. Einige Jahre nach Habers „Stirbt unser blauer Planet“ erschien unter dem Titel „Zusammenhänge“ eine Sammlung von Aufsätzen, die v. Dithfurth verfasst hatte:
<
Dieses Resultat erscheint zunächst einmal deshalb bemerkenswert, weil es eine geläufige und ohne großes Nachdenken für selbstverständlich gehaltene Ansicht als Vorurteil entlarvt, die Ansicht nämlich, die auf der Erde herrschenden Bedingungen seinen für alle hier existierenden Lebensformen optimal. Aber die Bedeutung des Befundes der amerikanischen Biologen reicht darüber weit hinaus. Ihr Experiment erweist sich bei näherer Betrachtung als ein Exempel für die von vielen Zeitgenossen noch immer nicht erkannte Tatsache, daß die Menschen heute erst die Erde wirklich kennenlernen, da sie sich anschicken, sie zu verlassen. Erst die Beschäftigung mit dem, was jenseits der Erde liegt, gibt uns die Möglichkeit, zu begreifen, was uns als alltägliche Umwelt umgibt.
Pflanzen setzen bei der Photosynthese Sauerstoff frei. Ohne Pflanzenwelt wäre der Sauerstoffvorrat der Erdatmosphäre innerhalb von etwa drei Jahrhunderten verbraucht, wäre die Erde nach dieser Zeit für Menschen unbewohnbar. Die Versuche der Exobiologen erinnern uns nun daran, daß auch das Umgekehrte gilt. Bevor die Pflanzen auf der Erdoberfläche erschienen, war die Erdatmosphäre praktisch frei von Sauerstoff. Als die Pflanzen ihn zu erzeugen begannen, gab es noch niemanden, dem er hätte nützen können. Er war Abfall. Dieser Abfall reicherte sich in der Atmosphäre unseres Planeten mehr und mehr an bis zu einem Grad, der die Gefahr heraufbeschwor, daß die Pflanzen in dem von ihnen selbst erzeugten Sauerstoff würden ersticken müssen. Der Versuch der Exobiologen zeigt, wie nahe die Entwicklung dieser Gefahrengrenze tatsächlich schon gekommen war.
In dieser kritischen Situation holte die Natur zu einer gewaltigen Anstrengung aus. Sie ließ eine Gattung ganz neuer Lebewesen entstehen, deren Stoffwechsel just so beschaffen war, daß sie Sauerstoff verbrauchten. Während wir gewohnt sind, die Pflanzen einseitige als die Lieferanten des von Tieren und Menschen benötigten Sauerstoffs anzusehen, verschafft uns die Weltraumforschung hier eine Perspektive, die uns das gewohnte Bild aus einem ganz anderen Blickwinkel zeigt.: Wir stehen unsererseits im Dienste pflanzlichen Lebens, das in kurzer Zeit erlöschen würde, besorgten wir und die Tiere nicht laufend das Geschäft der Beseitigung des als Abfall der Photosynthese entstehenden Sauerstoffs.
Wenn man auf diesen Aspekt der Dinge erst einmal aufmerksam geworden ist, glaubt man, noch einen anderen seltsamen Zusammenhang zu entdecken. Die Stabilität der wechselseitigen Partnerschaft zwischen dem Reiche pflanzlichen Lebens und dem von Tier und Mensch ist ganz sicher nicht so groß, wie es die Tatsache vermuten lassen könnte, daß sie heute schon seit mindestens einer Milliarde Jahre besteht. Es gibt viele Faktoren, die ihr Gleichgewicht bedrohen. Einer von ihnen ist der Umstand, daß ein beträchtlicher Teil des Kohlenstoffs, der für den Kreislauf ebenso notwendig ist wie Sauerstoff – keine Photosynthese ohne CO2 –, von Anfang an dadurch verlorengegangen ist, daß gewaltige Mengen pflanzlicher Substanz nicht von Tieren gefressen, sondern in der Erdkruste abgelagert und von Sedimenten zugedeckt wurden. Dieser Teil wurde dem Kreislauf folglich laufend entzogen, und zwar, so sollte man meinen, endgültig.
Wieder aber geschieht etwas sehr Erstaunliches: In eben dem Augenblick – in den Proportionen geologischer Epochen –, in dem der systematische Fehler sich auszuwirken beginnt, erscheint wiederum eine neue Lebensform und entfaltet eine Aktivität, deren Auswirkungen die Dinge wie beiläufig wieder ins Lot bringen. Homo faber tritt auf und bohrt tiefe Schächte in die Erdrinde, um den dort begrabenen Kohlenstoff wieder an die Oberfläche zu befördern und durch Verbrennung dem Kreislauf von neuem zuzuführen.
Manchmal wüßte man wirklich gern, wer das Ganze programmiert.>> (Hoimar v. Ditfurth, Zusammenhänge, Reinbek 1979, S. 18ff)
Heinz Haber hat es auf den Punkt gebracht und die Frage, die v. Ditfurth aufgewofen hat, beantwortet, bevor sie gestellt war: <> (Haber aaO, S. 136)
Das sollte eigentlich ausreichen, um „begründete Zweifel“ gegenüber der „Anklage“ durch die „Klimaforscher“ zu wecken. – Man kann es auch so sagen: Wer „Klimaschutz“ betreibt, der kann auch versuchen, den Planeten erdbebensicher und sturmfest zu machen.
Wem das freilich nicht ausreicht: Ich habe noch wesentlich mehr auf Lager. Wer seinen Horizont über das Wesen des Planeten auch nur geringfügig erweitern möchte, kann das gerne tun, denn ich habe v. Ditfurths Aufsatz eingearbeitet in die von mir entwickelte nichtlinear-thermodynamische Variante der Evolutionstheorie. Sie können das Originalmanuskript erwerben bei www.lulu.com/advocatusdeorum.
Es bereitet mir eine gewisse Genugtuung und eine Art „klammheimliche Freude“, in der Tradition eines Heinz Haber und eines Hoimar von Ditfurth der „freien“ Presse und den „sensationsgeilen“ Medien den Schluß meines Manuskripts aufs Auge drücken zu können. Es gibt wohl keinen anderen Weg, die Medien an ihre Aufgabe und an ihre Wahrheitspflicht zu erinnern:

Der Plot des Films ist simpel: Amerika und Rußland hatten in der Nähe der Pole durch zufällig gleichzeitige Zündung von Wasserstoffbomben den Planeten aus der Umlaufbahn geworfen. Die Politik versuchte das zu vertuschen, die Presse deckte es auf. Am Ende versuchte man, mit Wasserstoffbomben den Fehler zu korrigieren. Ob das gelang, läßt der Film offen.
In der Schlußsequenz läßt die Regie den Protagonisten Pete Stanning durchs Telefon diktieren:
„Wir hatten den Wind gesät, jetzt haben wir den Sturm geerntet. Vielleicht wird er in wenigen Stunden die Erinnerung an das Vergangene und die Hoffnung auf die Zukunft ausgelöscht haben. Dann werden alle Werke des Menschen von dem Feuer verschlungen, das er selbst entfacht hat.
Aber vielleicht ist im Herzen des Feuers eine unfaßbare Kraft verborgen, die mehr zu seiner endgültigen Rettung beitragen wird, als er es selbst je konnte.
(Einblendung alternativer Schlagzeilen: „Wird die Welt gerettet? – Die Menschheit betet.“– „st die Welt zum Untergang verdammt? – Die Menschheit betet.“
Und sollte dem Menschen noch eine neue Zukunft gegeben sein, dann wäre es an der Zeit, daß er seinen erbarmungslosen Stolz und sein Streben nach Macht vergißt. Dann muß er an die Stelle all dessen die Liebe setzen. Vielleicht darf er dann eines Tages wieder sagen „wie schön ist doch das Licht!“ – und seine Augen zur Sonne erheben.“
Ersetzen Sie einfach das Wort „Liebe“ durch RELIGIO. – Dann haben Sie das Ziel unserer Reise erreicht, von dem auch ich zu Beginn nicht ahnte, daß es überhaupt existiert.>>

Das lateinische Religio heißt übrigens in der ursprünglichen Übersetzung: Bedenken, Skrupel, Respekt. – Bedenken sollte man haben gegenüber dem eigenen Handeln, Skrupel sollte man haben gegenüber seinen Mitmenschen und Respekt vor den Kräften der Natur. – Denen sind wir ohnehin nicht gewachsen, ein kleines Beispiel mag dies verdeutlichen:
Bis in die neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts wurden die Medien nicht müde, als Folge eines Atomkriegs einen weltweiten „nuklearen Winter“ zu prophezeihen, der „alles Leben“ auf dem Planeten auslöscht.
Wer oder was hindert „die Wissenschaft“ eigentlich daran, der weltweiten Überhitzung durch lokal begrenzten und „kontrollierten“ Kernwaffeneinsatz Einhalt zu gebieten? – Wenn man schon genau angeben kann, welchen „Beitrag“ der Kohlendioxidausstoß zur „Klimakatastrophe“ leistet, wird sich doch wohl der „Beitrag“ eines nuklearen Knallfrosches zu einem „Abkühleffekt“ haben wird. Wenn es nach Darstellung „der Wissenschaft“ genügend nukleare Knallfrösche gibt, den Globus erfrieren zu lassen, muß es ja wohl möglich sein, zumindest die Polkappen und die hochalpinen Skigebiete vor dem Untergang zu bewahren, ohne den Planeten auf Dauer komplett zu verstrahlen. – Oder?


Ist die Erde noch zu retten?

Juni 14, 2007

Von: advocatus.deorum@planet.ms
An: leserbriefe@wams.de, forum@welt.de, wissenschaft@welt.de
Kopie: leserbriefe@bild.de, redaktion@express.de, heutejournal@zdf.de, meinung@n24.de, redaktion@tagesschau.de, jmklethi@gmx.de
Datum: 13.03.07 02:24:17
Betreff: Angebliche Klimakatastrophe / WELT vom 2.3.2007

Inhalt:
Received: from [217.185.162.67] by freemailng5301.web.de with HTTP;
Tue, 13 Mar 2007 02:24:17 +0100
Date: Tue, 13 Mar 2007 02:24:17 +0100
Message-Id: <658453288@web.de>

——

Sehr geehrte Damen und Herren,

Vor fast genau 40 Jahren war die Fernsehnation schockiert über die Meldung: „Die Invasion ist nicht mehr aufzuhalten, ich schlage vor, mit den Frogs zu verhandeln.“
Aus den Verhandlungen wurde nichts. – Sie erübrigten sich am Ende, weil von der Obersten Raumbehörde Order an die Crew der „Orion“ erging: „Gehen Sie auf Hyperspace-Geschwindigkeit und fliegen Sie „Gordon“ an! Eliminieren Sie „Gordon“ mit Overkill! Dies ist ein Befehl der Weltregierung!“
Es wurde ein Wettlauf mit der Zeit, aber „Gordon“ wurde rechtzeitig eliminiert.
All das geschah innerhalb weniger Minuten.
Innerhalb weniger Minuten kann viel passieren. – Mit diese Worten wirbt die WELT für WELT-ONLINE.- Daß die zuständige Werbeagentur den Slogan mit einem Bildnis des Papstes unterlegt hat, versetzt mich doch etwas in Erstaunen, denn weder die Wahl eines Papstes noch dessen Amtszeit sind eine Sache von wenigen Minuten.
Es sei, wie es ist, denn innerhalb weniger Minuten kann allerdings tatsächlich viel passieren, das hat sich am 2.3.2007 gezeigt:
Kurz vor den 15-Uhr Nachrichten des Senders n-tv hatte ich begonnen, das Feuilleton der WELT durchzublättern. Unter der Überschrift „Ecce Herbert!“ sollte Herbert Grönemeyer auf Seite 27 zum Religionskritiker hochstilisiert werden. – Da Grönemeyer keine Alternativen zu bieten hat, gewissermaßen mit leeren Händen dasteht, ist dem Verfasser des Artikels seine Absicht wohl nicht so ganz gelungen. Als gelungen empfand ich jedoch, daß auf der Folgeseite in der o.g. Anzeige der Papst ebenfalls mit leeren Händen dastand.
N-tv meldete, nach einem geheimen UN-Bericht wäre die Klimakatastrophe nicht mehr aufzuhalten. Mit wem aber sollte die UNO diesmal verhandeln?
Die WELT, obwohl erdgebunden, ging ebenfalls auf Hyperspace-Geschwindigkeit, denn die WELt und n-tv überholten sich bei der Berichterstattung gegenseitig:“ ‘Orion’ hat Verspätung“, meldete die WELT auf ihrer Wissenschaftsseite (Seite 31). – Wenn „Orion“ Verspätung hat, wer soll die Welt dann noch retten können? – Captain Kirk?
Laut n-tv werden auch er und seine Mannschaft zur Rettung der Erde nichts beitragen können. „Enterprise“ wurde nämlich am Vortag von Tornados weitgehend zerstört. Die Schäden waren so gravierend, daß George W. Bush sie höchstpersönlich inspizieren mußte.
Gibt es dennoch eine Rettung? – So könnte man vermuten, wenigstens dann, wenn die elektrische Anlage der „Enterprise“ von Siemens gefertigt wurde. Denn laut WELT (S. 31) heißt Siemens: „Gott hat gehört“.
Ob Gott gehört hat, weiß ich nicht, die Götter jedenfalls scheinen gehört zu haben, denn auf Seite 32 berichtet die WELT mit erheblicher zeitlicher Verzögerung über den Ausbruch des Stromboli. Und dieser räusperte sich fast zur gleichen Zeit, als folgender Text durch das Netz der Netze gejagt wurde:
„Ob es sich bei den Ausbrüchen des Krakatau, des Vesuv oder des Mount St. Helens tatsächlich um „Katastrophen“ handelt, die „die Umwelt“ beeinträchtigen, darf nach der Lektüre der oben zitierten Wissenschaftsseite der WELT mit Fug und Recht bezweifelt werden. Denn offensichtlich bildet die Vulkanasche, die nach und nach wieder zu Boden sinkt, globalen Dünger, der Organismen zu Lande und zu Wasser nützt. „Es ist, als wenn der Vulkangott Vulcanus und die Fruchtbarkeitsgöttin Freya mit Neptun eine Vereinbarung getroffen haben, von der wir erst jetzt etwas erfahren.“ So zitiert die WELT (Vulkanasche ist Dünger) den Geomar-Wissenschaftler Svend Duggen.
Da ist was Wahres dran.
Und es ist erstaunlich, diese Worte aus dem Munde eines Naturwissenschaftlers zu hören. Noch erstaunlicher ist, daß der Mann am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften tätig ist. – Leibniz hatte den Tieren den Verstand abgesprochen. Laut Leibniz brauchen Tiere keinen Verstand, weil Gott ihn für sie habe. – Der Verstand, der Leibniz vorschwebte, reicht offenbar weit über das Tierreich hinaus. Die olympische Düngemittelgesellschaft läßt sich tatsächlich so darstellen, wie Duggen es getan hat. Freilich sind ihm zwei Details entgangen: Die olympische Fruchtbarkeitsgöttin heißt Demeter und nicht Freya. Ferner hat Duggen Aeolos vergessen, der mit von der Partie ist, weil er für den weltweiten Vertrieb des Düngers verantwortlich zeichnet.“

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BILD – Aktion „Rettet die Erde“

April 20, 2007

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: gerhard.altenhoff@email.de
Gesendet: 19.04.07 19:51:54
An: redaktion@news894.de
CC: leserbriefe@bild.de, redaktion@faz.de, sonntagszeitung@faz.de
Betreff: Klimaschutz / FW: FAS v. 8.4.2007 – Wissenschaftliches Stückwerk / FW: Unser Planet stirbt

Liebes News 89-4 Team,
was würden Sie von eimem Mathematiker halten, der ihnen sagt, aus dem Kreisradius von ca. 5 cm ließe sich der exakte Umfang des Kreises mit genau 30 cm errechnen. Würden Sie dessen Angaben vertrauen, bloß weil er Mathematiker ist?
In etwa so aber arbeiten unsere Klimaforscher. Die Politiker setzten da noch eins drauf und sich für den Klimaschutz ein, weil sie von ihrer Unfähigkeit ablenken müssen, die sozialen Probleme dieser Welt zu lösen:

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: gerhard.altenhoff@email.de
Gesendet: 11.04.07 03:28:48
An: sonntagszeitung@faz.de
CC: redaktion@faz.de, wissenschaft@welt.de, leserbriefe@zeit-wissen.de, delta@3sat.de, nano@3sat.de
Betreff: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 8.4.2007 – Wissenschaftliches Stückwerk / FW: Unser Planet stirbt

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: gerhard.altenhoff@email.de
Gesendet: 05.02.07 22:45:55
An: leserbriefe@bild.de
Betreff: Unser Planet stirbt

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die ganze Arbeit, die Sie in die Gestaltung ihrer Titelseite vom 3.2.2007 gesteckt haben, war leider umsonst. Unsere gute alte Mutter Erde wird nicht sterben. Nach unseren Maßstäben ist sie „die Unkaputtbare“. – Aber das ist nicht neu, auf diesen Umstand hat vor rund 34 Jahren der erste deutsche „Fernsehprofessor“ aufmerksam zu machen versucht. – Freilich nahmen die diversen Horrorszenarien, die von den Medien und vor allem von den „Politikern“ verbreitet wruden, einen solch breiten Platz in den Köpfen der Menschen ein, daß diese keine Zeit mehr hatten, innezuhalten und sich mit der Wahrheit zu beschäftigen.
Bevor es mir am 8.1.2007 in der Stadtbibliothek Dormagen buchstäblich in die Finger fiel, war Prof. Dr. Heinz Habers „Stirbt unser blauer Planet“ ausweislich der Ausleihkarte zuletzt am 4.12.2000 ausgeliehen und gelesen worden. Eigentlich hatte ich vorgehabt, es Ihnen schon vor 14 Tagen um die Ohren zu hauen, als sie mit der Frage aufwarteten, ob uns der Planet um die Ohren fliege, bloß weil Aeolos & Co in „Kyrills“ Gestalt den Menschen in Europa so herrlich den Schrecken in die Glieder hatte fahren lassen. . Aber aus Gründen, die hier nichts zur Sache tun, habe ich es mi verkniffen und gewartet, bis das eintrat, was ich erwartet hatte. Haben die Klimaforscher doch das Selbstverständlichste der Welt herausgefunden: Die Erwärmung der Erde beschleunigt sich. Das tut sie aber auch ohne jedes „menschliche“ Zutun, denn der Prozeß des „Erwärmens“ ist immer und ohne jede Ausnahme positiv rückgekoppelt, er beschleunigt sich selbst. – Das Wesen der positiven Rückkopplung hatte bereits Goethe erfasst und im „Zauberlehrling“ anschaulich gemacht. Als Physikerin hätte Frau Merkel ihn auch kennen müssen. Aber der Inhalt der UN-Studie hat sie offenbar so überrascht wie der Winter die Deutsche Wehrmacht zu Weihnachten 1941.
<<Wie dem auch sei, wir müssen die Naturgeschichte unseres blauen Planeten und uns selbst auf ihm in den richtigen kosmischen Maßstäben sehen. Der Titel dieses Buches lautet „Stirbt unser blauer Planet?“ Die Antwort darauf lautet: „Nein!“>> (H.Haber, Stirbt unser blauer Planet, Stuttgart 1974 S. 138)
<<Als die Natur der Fixsterne als fremde Sonnen enthüllt wurde, zeigte sich, daß unsere Sonne an Größe und Leuchtkraft recht bescheiden ist. So tröstete man sich damit, daß die Sonne wenigstens im Mittelpunkt der Milchstraße stünde; aber auch darin wurden wir enttäuscht, als sich herausstellte, daß unsere Sonne ziemlich am Rande der Milchstraße steht. In den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts schließlich wurde der Beweis erbracht, daß es Milliarden von Milchstraßen gibt, so daß jeder lokalpatriotische Anspruch der irdischen Menschheit im Universum zur Lächerlichkeit verdammt wurde. Diese kleine Passage, die so sehr geeignet ist, dem aufgeblasenen Ego der Menschheit die Luft abzulassen, findet sich in jedem Astronomiebuch der letzten 100 Jahre >> (Haber aaO S. 20f)
Durch die ständigen Debatten unserer Politiker sind wir mit „Milliarden“ bestens vertraut, dennoch geht uns das Gefühl für deren Größe ab. Weil das so ist, läßt sich die Anklage der „Wissenschaftler“ gegen „den Menschen“ als Verursacher des „Klimawandels“ als eine etwas zu groß geratene Seifenblase entlarven:
Die Erde gibt es seit rund 4,5 Milliarden Jahre. Zur Verdeutlichung übersetzen wir die Dimension Zeit in die Dimension Raum und setzen für jedes Jahr einen Millimeter. 1.000 Millimeter (1 Meter) bilden dann ein Jahrtausend, eine Million Millimeter entsprechen einem Kilometer. Eine Milliarde Millimeter sind auch nicht viel mehr, gerade einmal 1000 Kilometer. (siehe hierzu näher www.bundesadel.de )
Die „Lebensspanne“ unseres Planeten beträgt somit rund 4.500 Kilometer, also in etwa der Breite des Atlantiks. Der von den Klimaforschern berücksichtigte Zeitraum von 650.000 Jahren entspricht 650 Metern, also der Länge von zwei Flugzeugträgern, nennen wir diese USS „Uncle Sm“ und USS „Joun Doe“. Um die „Zeitspanne“ seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnung von Wetterdaten (1861) zu überdecken, benötigt man lediglich drei Streichholzschachteln, die man aneinanderlegt oder eine halbe Schuhlänge. – Das sind die Dimensionen, mit denen es die „Klimaforscher“ zu tun haben. Mit anderen Worten: Sie stehen an der New Yorker Hafeneinfahrt am Bug der „Uncle Sam“ und blicken in Richtung Lissabon. Der erste „Zeithorizont“ endet an ihren eigenen Schuhspitzen, der andere am Heck der USS „John Doe“. Sie wüssten nicht einmal, wo sie die Freiheitsstatue suchen müssten, können aber sehr genau angeben, wer für eine kaum wahrnehmbare Wellenkräuselung im Atlantik „verantwortlich“ ist.
Die „Klimaforscher“ und selbsternannten „Experten“, auch wenn sie Physiker sind, haben keine bessere Position als die Kreationisten gegenüber Darwin.
Es ist nicht ungefährlich, und für die Physik Newtons wird es tödlich sein, sich der Technik des „Prokrustierens“ zu bedienen: Was nicht passt, wird passend gemacht. – So werden Reibung und Wärme in der Newtonschen Mechanik seit jeher „wegprokustiert“. – Und unsere „Klimaforscher“ prokrustieren fast die gesamte Klimageschichte des Planeten einfach weg, wie auch die Kreationisten die Geschichte des Lebens auf dem Planeten wegprokrustieren, weil es nicht in den Kram passt.
Der „Klimawandel“ wird somit zur Glaubensfrage, was für die „Ungläubigen“ gefährlicher werden kann als der „Klimawandel“ selbst. Deswegen kann es ganz nützlich sein, wenn man als „Ketzer“ auf Dokumente zurückgreifen kann, die vor der „Sintflut“ des zugehörigen Medienspektakels entstanden sind und von Zeugen stammen, die für eben dieses Spektakel nicht das geringste Verständnis hätten:
<<Alles, was wir mit unserer schon einschneidenden Tätigkeit bewirken können, ist eine kurzfristige Zerstörung unserer Umwelt, die für uns gefährlich oder sogar tödlich werden könnte. Das Alter der Menschheit, verglichen mit dem Alter der Erde, ist geradezu grotesk klein: Knapp zwei Millionen Jahre gegenüber mehr als vier Milliarden Jahre. Erst in den letzten 100 Jahren haben wir unserer Erde ein wenig weh getan. Was würde denn sein, wenn wir durch die Vernichtung der uns heute noch so günstigen Umweltbedingungen, durch Vergiftung der Atmosphäre, des Weltmeeres und durch einen rücksichtslosen Verbrauch der uns noch verbleibenden fossilen Energiequellen uns selbst die Lebensbasis entzögen? Die großartigen Kräfte der Natur würden vielleicht 1000 Jahre benötigen, um die Luft wieder zu reinigen. In 10.000 Jahren wären die letzten Spuren von DDT zerfallen und in dem Reinigungskreislauf der Atmosphäre und des Meeres verschwunden: Nach spätestens 100.000 Jahren wäre auch die letzte Radioaktivität unserer unglückseligen Spielereien mit dem Atom abgeklungen, und nach einer Million Jahren wären vielleicht ein oder zwei Eiszeiten gekommen, welche die verschmutzten Seen wie mit einem Bulldozer überfahren und völlig gereinigt hätten. Gewiß, ein fauler Schlamm liegt heute auf dem Grund der großen Seen dieser Welt, beraubt sie ihres Sauerstoffs und hat sie in stinkende Kloaken verwandelt. Was aber soll denn eine Faulschicht von zwei oder drei Meter Dicke gegenüber einem Gletscher mit einer Mächtigkeit von  etwa einem Kilometer, der sämtliche Vertiefungen bis herunter auf 45 oder 40 Grad Breite ausfegt und bis zur Unkenntlichkeit wegschafft oder zerdrückt? In einer Million Jahren dann schließlich – wenn in der nächsten Zwischeneiszeit die Gletscher schmelzen – wird kristallklares Wasser diese Niederungen von neuem füllen, und blitzblanke Seen werden die Landschaft eines wieder völlig neu entstandenen blauen Planeten schmücken. Quecksilber und DDT, radioaktives Strontium und Bleitetraäthyl werden von diesen ewigen Kräften ohne jede Spur fortgeschafft sein. Nein, unser blauer Planet stirbt nicht; wenn wir nicht klug genug sind, schaden wir uns nur selbst.
So dürfen wir es auch nicht dazu kommen lassen, dass vielleicht in zwei Millionen Jahren unser Mond zur Erde spricht:; „Entschuldigen Sie, gnädige Frau, geht es Ihnen heute wieder besser?“ Darauf antwortet die Erde: „Wieso denn? Ach, Sie meinen wohl die kleine Infektion, die ich vor zwei Millionen Jahren hatte?“ Darauf der Mond: „Genau – mich hat es ja auch ein bisschen angepackt, allerdings lange nicht so schlimm wie Sie.“ – „Ach,“ sagt die Erde, „das habe ich eigentlich schon längst vergessen. Seit mehr als anderthalb Millionen Jahren geht es mir wieder so gut wie eh.“ (Haber aaO, S. 138f)
Soweit der 1. „Fernsehprofessor“ des deutschen Fernsehens. Er war Astrophysiker, demzufolge dürfte einem deutschen Journalisten mittlerer Art und Güte unmittelbar einleuchten, dass der Mann wusste, wovon er sprach, weil er zu einer Zeit seine Stimme erhob, als es noch nicht Usus war, professorale Autorität mit „Einschaltquoten“ und „Auflagenhöhe“ zu verkuppeln. Der 2. „Fernsehprofessor“ der Nation hat auch nie Werbeverträge unterschrieben; obwohl er von Haus aus Arzt war, hat niemand seine Qualifikation als „Fachmann“ auch auf anderen Gebieten der Naturwissenschaft jemals angezweifelt. Und zwar deswegen nicht, weil seine Berichte schlüssig waren, dem jeweiligen Stand der Naturwissenschaft entsprachen und vor allem frei waren von jeder billigen Effekthascherei. Sein Name, vor allem aber die Tradition seiner Berichterstattung, ist heute fast in Vergessenheit geraten: Hoimar von Ditfurth. Einige Jahre nach Habers „Stirbt unser blauer Planet“ erschien unter dem Titel „Zusammenhänge“ eine Sammlung von Aufsätzen, die v. Dithfurth verfasst hatte:
<<Bei ihren Versuchen, Pflanzen in Atmosphären künstlicher, „nichtirdischer“ Zusammensetzung aufzuziehen, machten  amerikanische Raumfahrtbiologen jüngst eine bemerkenswerte Entdeckung. Ihre Schützlinge gediehen am besten nicht etwa in der gewöhnlichen Luft, die wir auf der Erde atmen, sondern in einem experimentell erzeugten Gasgemisch. Am üppigsten wucherten Tomaten, Blumen und andere Alltagsgewächse dann, wenn man das Sauerstoffangebot auf etwas weniger als die Hälfte reduzierte und gleichzeitig den CO2-Anteil  – normalerweise nur 0,3% – kräftig erhöhte.
Dieses Resultat erscheint zunächst einmal deshalb bemerkenswert, weil es eine geläufige und ohne großes Nachdenken für selbstverständlich gehaltene Ansicht als Vorurteil entlarvt, die Ansicht nämlich, die auf der Erde herrschenden Bedingungen seinen für alle hier existierenden Lebensformen optimal. Aber die Bedeutung des Befundes der amerikanischen Biologen reicht darüber weit hinaus. Ihr Experiment erweist sich bei näherer Betrachtung als ein Exempel für die von vielen Zeitgenossen noch immer nicht erkannte Tatsache, daß die Menschen heute erst die Erde wirklich kennenlernen, da sie sich anschicken, sie zu verlassen. Erst die Beschäftigung mit dem, was jenseits der Erde liegt, gibt uns die Möglichkeit, zu begreifen, was uns als alltägliche Umwelt umgibt.
Pflanzen setzen bei der Photosynthese Sauerstoff frei. Ohne Pflanzenwelt wäre der Sauerstoffvorrat der Erdatmosphäre innerhalb von etwa drei Jahrhunderten verbraucht, wäre die Erde nach dieser Zeit für Menschen unbewohnbar. Die Versuche der Exobiologen erinnern uns nun daran, daß auch das Umgekehrte gilt. Bevor die Pflanzen auf der Erdoberfläche erschienen, war die Erdatmosphäre praktisch frei von Sauerstoff. Als die Pflanzen ihn zu erzeugen begannen, gab es noch niemanden, dem er hätte nützen können. Er war Abfall. Dieser Abfall reicherte sich  in der Atmosphäre unseres Planeten mehr und mehr an bis zu einem Grad, der die Gefahr heraufbeschwor, daß die Pflanzen in dem von ihnen selbst erzeugten Sauerstoff würden ersticken müssen. Der Versuch der Exobiologen zeigt, wie nahe die Entwicklung dieser Gefahrengrenze tatsächlich schon gekommen war.
In dieser kritischen Situation holte die Natur zu einer gewaltigen Anstrengung aus. Sie ließ eine Gattung ganz neuer Lebewesen entstehen, deren Stoffwechsel just so beschaffen war, daß sie Sauerstoff verbrauchten. Während wir gewohnt sind, die Pflanzen einseitige als die Lieferanten des von Tieren und Menschen benötigten Sauerstoffs anzusehen, verschafft uns die Weltraumforschung hier eine Perspektive, die uns das gewohnte Bild aus einem ganz anderen Blickwinkel zeigt.: Wir stehen unsererseits im Dienste pflanzlichen Lebens, das in kurzer Zeit erlöschen würde, besorgten wir und die Tiere nicht laufend das Geschäft der Beseitigung des als Abfall der Photosynthese entstehenden Sauerstoffs.
Wenn man auf diesen Aspekt der Dinge erst einmal aufmerksam geworden ist, glaubt man, noch einen anderen seltsamen Zusammenhang zu entdecken. Die Stabilität der wechselseitigen Partnerschaft zwischen dem Reiche pflanzlichen Lebens und dem von Tier und Mensch ist ganz sicher nicht so groß, wie es die Tatsache vermuten lassen könnte, daß sie heute schon seit mindestens einer Milliarde Jahre besteht. Es gibt viele Faktoren, die ihr Gleichgewicht bedrohen. Einer von ihnen ist der Umstand, daß ein beträchtlicher Teil des Kohlenstoffs, der für den Kreislauf ebenso notwendig ist wie Sauerstoff – keine Photosynthese ohne CO2 –, von Anfang an dadurch verlorengegangen ist, daß gewaltige Mengen pflanzlicher Substanz nicht von Tieren gefressen, sondern in der Erdkruste abgelagert und von Sedimenten zugedeckt wurden. Dieser Teil wurde dem Kreislauf folglich laufend entzogen, und zwar, so sollte man meinen, endgültig.
Wieder aber geschieht etwas sehr Erstaunliches: In eben dem Augenblick – in den Proportionen geologischer Epochen –, in dem der systematische Fehler sich auszuwirken beginnt, erscheint wiederum eine neue Lebensform und entfaltet eine Aktivität, deren Auswirkungen die Dinge wie beiläufig wieder ins Lot bringen. Homo faber tritt auf und bohrt tiefe Schächte in die Erdrinde, um den dort begrabenen Kohlenstoff wieder an die Oberfläche zu befördern und durch Verbrennung dem Kreislauf von neuem zuzuführen.
Manchmal wüßte man wirklich gern, wer das Ganze programmiert.>> (Hoimar v. Ditfurth, Zusammenhänge, Reinbek 1979, S. 18ff)
Heinz Haber hat es auf den Punkt gebracht und die Frage, die v. Ditfurth aufgewofen hat, beantwortet, bevor sie gestellt war: <<Unser blauer Planet kann durch eine uneinsichtige Menschheit nur zeitweilig so vergiftet werden, dass wir selbst umkommen könnten. Die kosmischen Kräfte, in die die Erde im All eingebettet ist, werden sie dann wieder neu beleben.>> (Haber aaO, S. 136)
Das sollte eigentlich ausreichen, um „begründete Zweifel“ gegenüber der „Anklage“ durch die „Klimaforscher“ zu wecken. – Man kann es auch so sagen: Wer „Klimaschutz“ betreibt, der kann auch versuchen, den Planeten erdbebensicher und sturmfest zu machen.
Wem das freilich nicht ausreicht: Ich habe noch wesentlich mehr auf Lager. Wer seinen Horizont über das Wesen des Planeten auch nur geringfügig erweitern möchte, kann das gerne tun, denn ich habe v. Ditfurths Aufsatz eingearbeitet in die von mir entwickelte nichtlinear-thermodynamische Variante der Evolutionstheorie. Sie können das Originalmanuskript erwerben bei www.lulu.com/advocatusdeorum.
Es bereitet mir eine gewisse Genugtuung und eine Art „klammheimliche Freude“, in der Tradition eines Heinz Haber und eines Hoimar von Ditfurth der „freien“ Presse und den „sensationsgeilen“ Medien den Schluß meines Manuskripts aufs Auge drücken zu können. Es gibt wohl keinen anderen Weg, die Medien an ihre Aufgabe und an ihre Wahrheitspflicht zu erinnern:
<<Neben uralten Mythen erzählen auch moderne Drehbuchautoren ewige Wahrheiten. Dazu zählt der englische Drehbuchautor und Regisseur Val Guest, der 1963 den Film DER TAG, AN DEM DIE ERDE FEUER FING produzierte.
Der Plot des Films ist simpel: Amerika und Rußland hatten in der Nähe der Pole durch zufällig gleichzeitige Zündung von Wasserstoffbomben den Planeten aus der Umlaufbahn geworfen. Die Politik versuchte das zu vertuschen, die Presse deckte es auf. Am Ende versuchte man, mit Wasserstoffbomben den Fehler zu korrigieren. Ob das gelang, läßt der Film offen.
In der Schlußsequenz läßt die Regie den Protagonisten Pete Stanning durchs Telefon diktieren:
„Wir hatten den Wind gesät, jetzt haben wir den Sturm geerntet. Vielleicht wird er in wenigen Stunden die Erinnerung an das Vergangene und die Hoffnung auf die Zukunft ausgelöscht haben. Dann werden alle Werke des Menschen von dem Feuer verschlungen, das er selbst entfacht hat.
Aber vielleicht ist im Herzen des Feuers eine unfaßbare Kraft verborgen, die mehr zu seiner endgültigen Rettung beitragen wird, als er es selbst je konnte.
(Einblendung alternativer Schlagzeilen: „Wird die Welt gerettet? – Die Menschheit betet.“– „st die Welt zum Untergang verdammt? – Die Menschheit betet.“
Und sollte dem Menschen noch eine neue Zukunft gegeben sein, dann wäre es an der Zeit, daß er seinen erbarmungslosen Stolz und sein Streben nach Macht vergißt. Dann muß er an die Stelle all dessen die Liebe setzen. Vielleicht darf er dann eines Tages wieder sagen „wie schön ist doch das Licht!“ – und seine Augen zur Sonne erheben.“
Ersetzen Sie einfach das Wort „Liebe“ durch RELIGIO. – Dann haben Sie das Ziel unserer Reise erreicht, von dem auch ich zu Beginn nicht ahnte, daß es überhaupt existiert.>>

Das lateinische Religio heißt übrigens in der ursprünglichen Übersetzung: Bedenken, Skrupel, Respekt. – Bedenken sollte man haben gegenüber dem eigenen Handeln, Skrupel sollte man haben gegenüber seinen Mitmenschen und Respekt vor den Kräften der Natur. – Denen sind wir ohnehin nicht gewachsen, ein kleines Beispiel mag dies verdeutlichen:
Bis in die neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts wurden die Medien nicht müde, als Folge eines Atomkriegs einen weltweiten „nuklearen Winter“ zu prophezeihen, der „alles Leben“ auf dem Planeten auslöscht.
Wer oder was hindert „die Wissenschaft“ eigentlich daran, der weltweiten Überhitzung durch lokal begrenzten und „kontrollierten“ Kernwaffeneinsatz Einhalt zu gebieten? – Wenn man schon genau angeben kann, welchen „Beitrag“ der Kohlendioxidausstoß zur „Klimakatastrophe“ leistet, wird sich doch wohl der „Beitrag“ eines nuklearen Knallfrosches zu einem „Abkühleffekt“ haben wird. Wenn es nach Darstellung „der Wissenschaft“ genügend nukleare Knallfrösche gibt, den Globus erfrieren zu lassen, muß es ja wohl möglich sein, zumindest die Polkappen und die hochalpinen Skigebiete vor dem Untergang zu bewahren, ohne den Planeten auf Dauer komplett zu verstrahlen. – Oder?

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
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Liebes FAS-Team,

Die FAZ scheint die einzige Zeitung zu sein, die der allgemeinen Hysterie im Angesicht der bevorstehenden Warmzeit nicht folgt.
Sie gewährt kritischen Stimmen, die sich mit den Mängeln der von den „Wissenschaftlern“ erhobenen und interpretierten Daten auseinandersetzen, zumindest ein Forum.
Wenn Joachim Müller-Jung bemängelt, daß nur ein Bruchteil der an der Erderwärmung beteiligten Faktoren berücksichtigt worden sei, so hat er aus den oben genannten Gründen vollkommen recht.
Ich habe dem aber noch etwas draufzusetzen:
Am 3.4.2007 bekam ich durch „Zufall“ das Buch „Eiskeller oder Treibhaus“ von Prof. Dr. Heinz Haber in die Hand. Auf der Suche nach einem neuen Bartschneider entdeckte ich es in einem Laden mit „Restposten“ in Dormagen. 99 Cent habe ich dafür ausgegeben, folgende Zeilen zu lesen und Ihnen übermitteln zu können:

Im Kapitel »Das goldene Gleichgewicht« haben wir uns klargemacht, daß der Kohlendioxidgehalt der Erdatmosphäre nur etwa 0,035 Prozent Anteile an der Gesamtmasse der Luft ausmacht. Auch hatten wir gesehen, daß nur geringe Schwankungen im CO0-Gehalt einen großen Einfluß auf die mittlere Temperatur der ganzen Erde haben. Das ist ein faustdicker Effekt – das CO2 ist der Joker.
Das CO., bildet einen Kreislauf, der in vielem dem Wasserkreislauf auf unserem Planeten vergleichbar ist. Durch den Vulkanismus der Erde wird es dauernd nachgeliefert, so daß die Erdatmosphäre sich eigentlich durch die Exhalation der Vulkan- und Lavamassen dauernd anreichern müßte. Dieses jungfräuliche Kohlendioxid aus dem Erdinnern jedoch wird zum größten Teil vom Meer aufgesaugt, da die Wassermassen der Ozeane Kohlendioxid, als Gas gelöst, aufnehmen. Insgesamt befindet sich im Weltmeer SOmal soviel Kohlendioxid wie in der Luft. Dabei freilich findet ein Austausch statt, wobei das Weltmeer mit seiner Aufnahmekapazität einen hervorragenden Puffer bietet. Diese Pufferwirkung hat freilich zwei Seiten: Das Meerwasser kann Kohlendioxid um so besser absorbieren, je kälter es ist. Umgekehrt: Erwärmt sich das Meerwasser, so wird das bereits gelöste CO, in steigendem Maße wieder abgedampft. Darin steckt für die Zukunft des Treibhauseffektes eine teuflische Verstärkerwirkung. Je wärmer die Erde wird, um so mehr wird auch das Meer in seiner Temperatur steigen und auch wiederum mehr CO2 abdampfen. Dadurch wird der Treibhauseffekt zusätzlich verstärkt, und die Erde wird noch wärmer usw…. Selbst wenn wir in den nächsten 20 Jahren mit der Verbrennung der fossilen Brennstoffe Kohle und Öl völlig Schluß machen könnten, würde der Treibhauseffekt nicht zum Halten kommen. Er würde sich von selbst laufend weiter verstärken. Es sieht leider so aus, als ob dieser Zug schon abgefahren sei. Die physikalischen Gesetze der Lösung von Gasen im Wasser wollen wir uns einmal näher ansehen.
Da Wasser dauernd mit der Luft in Kontakt ist, dringen Teile der Gase in das Wasser ein und vermischen sich unsichtbar mit der Flüssigkeit. In der Chemie spricht man von gelösten Gasen im Wasser. Auch unser Leitungswasser enthält entsprechende Anteile von Luft in gelöster Form. Das können wir daran sehen, daß sich an den Wänden eines mit Wasser gefüllten Gefäßes kleine Gasblasen bilden, wenn man das Gefäß auf eine Heizplatte stellt. Diese Gasblasen bilden sich auch, bevor das Wasser zu kochen beginnt – es sind also keine Dampfblasen. Diese bilden sich erst, wenn der Siedepunkt erreicht ist. Dann fängt das Wasser an zu sprudeln. Aber schon bei einer Erwärmung auf nur 40-50 Grad sehen wir überall an der Gefäßwand die kleinen Gasbläschen auftauchen. Dieses einfache Experiment, das wir täglich anstellen, wenn wir Kaffeewasser zubereiten, zeigt uns ein wichtiges physikalisches Gesetz der Löslichkeit von Gasen im Wasser. Die Fähigkeit des Wassers, Gase in gelöster Form zu enthalten, hängt sehr stark von der Temperatur des Wassers ab. Kaltes Wasser kann viel Gas in unsichtbarer, gelöster Form enthalten; bei steigender Temperatur nimmt diese Fähigkeit des Wassers ab, und die überschüssigen gelösten Gase werden ausgeschieden und erscheinen als winzige Bläschen an der Gefäßwand. Das ist der Grund, weshalb das Meerwasser imstande ist, Kohlendioxid als Gas gelöst aufzunehmen.
Die Geophysiker wissen das natürlich schon seit langer Zeit und haben auch die Ozeanographen bei der Lösung des Problems zu Rate gezogen. Kürzlich ist das deutsche Forschungsschiff »Meteor« von einer Expeditionsreise aus der eisigen Polarnacht 1988-89 zurückgekehrt, und der deutsche Meeresforscher Professor Dr. Jens Meincke hat über diese abenteuerliche Fahrt berichtet. Während der ganzen Reise zwischen Grönland, Spitzbergen und Norwegen hat die »Meteor« kein einziges Schiff getroffen und dabei Forschungen über das Absinken des Oberflächenwassers in die Tiefe angestellt, einen Vorgang, der sich in jeder Polarnacht im Nordatlantik ereignet. Das salzige Meerwasser hat dort eine Temperatur von l ,8 Grad unter Null, und in jeder Sekunde sinken 500000 Kubikmeter dieses Wassers in eine Tiefe bis zu 3800 m. Durch seinen engen Kontakt mit der Atmosphäre hat das kalte Wasser sich mit CO, vollgesogen und dabei mächtig mitgeholfen, den industriellen Anstieg des Kohlendioxids in der Luft zu bremsen. Leider reicht es nicht aus, dem jährlichen Zuwachs Einhalt zu gebieten.
Doch zurück zum globalen Kreislauf des Kohlendioxids. Ein großer Teil des Kohlendioxids wird auch von der Erdkruste bei der Bildung von Kalksteinen aufgenommen, wobei auch das Leben fleißig mithilft. Gewaltige Mengen von Kohlendioxid, die den Vulkanen laufend entwichen sind, wurden auf dem Weg über Kalkschalen der Muscheln und Schnecken der Erde wieder zugeführt. Diese Vorgänge spielen sich auch heute noch ab.
Kohlendioxid wird auch erzeugt durch Verbrennungsprozesse. Den größten Anteil daran haben Wald- und Steppenbrände, die es schon immer gegeben hat. Sodann verbraucht die Fauna – einschließlich uns Menschen – laufend Luftsauerstoff. Menschen und Tiere atmen Sauerstoff ein und Kohlendioxid aus. Auch das gehört zum Kreislauf des Kohlenstoffs auf unserer Erde, obwohl dies im Gesamthaushalt unserer Atmosphäre nur ein winziger Beitrag ist.
Die Flora, die ihrer Masse nach der Fauna weit überlegen ist, verkraftet das. Die Photosynthese der Pflanzen weltweit – wobei die Meerespflanzen einen Anteil von bis zu 90 Prozent haben – sorgt dafür, daß der Sauerstoffgehalt der Luft bei rund 20 und der Kohlendioxidgehalt der Luft bei rund 0,035 Prozent fixiert bleibt. Wenn alle Pflanzen plötz-’ lieh sterben würden, so würde es nur etwa 3000 Jahre dauern, bis der gesamte Luftsauerstoff der Atmosphäre durch Verbrennungsprozesse und Oxidation der Erdkruste verbraucht wäre. Das ist eigentlich ungeheuer, denn gerade die Pflanzen halten das Leben auf der Erde aufrecht. Das ist das goldene Gleichgewicht, von dem wir sprachen.
Wir wissen, daß unser Planet während der letzten Millionen Jahre seiner jüngsten Geschichte vier große Eiszeiten erlebt hat. Dabei waren große Teile der Nordhalbkugel bis zum 50. Breitengrad in Europa, Asien und Nordamerika von riesigen Gletschern bedeckt. Diese Eiszeiten haben im Schnitt mehrere hunderttausend Jahre gedauert, wobei sich die Erde dann wieder 100000 oder 200000 Jahre lang erwärmte und die eiszeitlichen Gletscher abschmolzen. Der Mensch hat in seiner Geschichte diese Eiszeiten erlebt. Die letzte ging erst vor 20000 Jahren zu Ende und ermöglichte mit der noch jetzt andauernden Zwischeneiszeit den Aufschwung der Kultur. Die Reste des Eises gibt es heute noch: das Packeis des Nördlichen Eismeeres, die Vergletscherung Grönlands und die kilometerdicke Eiskappe, unter der die Antarktis noch heute begraben liegt.
Die Erdwissenschaftler sind sich heute noch nicht ganz darüber einig, wieso diese Eiszeiten – jene riesigen Atemzüge im Lebensrhythmus unserer Erde – zustande kommen.
(Haber, Eiskeller oder Treibhaus, Frankfurt/Main – Berlin 1992, S 138 ff )
Im Gegensatz zu den Ausführungen, die heutzutage allenthalben zur „globalen Klimakatastrophe“ gemacht werden, sehen mir die Ausführungen Habers nicht nach „wissenschaftlichem Stückwerk“ aus, obwohl sie es naturgemäß sein müssen, weil wir nicht alle Informationen haben können, die erforderlich sind, um in die Zukunft zu sehen.
Der Planet macht mit uns, was immer er will. Er legt die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ fest und ändert sie nach seinem Belieben.
Der Mensch hat in seiner Beziehung zu seinem Heimatplaneten keinen Anspruch auf „gleichbleibende Verhältnisse“, er kann sich im Rahmen seiner Existenz auf Erden nicht auf eine „clausula rebus sic stantibus“ berufen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
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Das ganze überflüssige TamTam wurde heute noch durch unseren Bundeserzengel Gabriel und die BILD getoppt. Es gibt jetzt Aufkelber mit der Aufforderung: Rettet die Erde!
Die Erde zu retten, das dürfte schwierig werden, denn man kann nur etwas retten, was in Gefhr ist. Die Erde aber ist nicht in Gefahr!
Gabriel und die BILD können ihre Aufkleber einstampfen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
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Steinbrück, die Kinder und die Kohle

April 19, 2007

Peer Steinbrück, der besser bekannt ist unter dem Titel „Finanzminister“, weigert sich, Kohle für die Kinderbetreuung ‘rauszutun. Dabei müßte er von Amts wegen sich stärker um die Belange und das Wohlergehen der Kinder kümmern als Frau von der Leyen. Es ist seine ureigenste Aufgabe darauf aufzupassen, daß die Gelder des Staates dahin fließen, wo sie seit Urzeiten gebraucht werden: zu den Kindern.

Und zwar aus folgenden Gründen:
—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: der.souveraen@deutschland.ms
Gesendet: 12.04.07 03:28:51
An: sonntagszeitung@faz.de
CC: redaktion@faz.de, jora@jora-hypno.de, leserbriefe@wams.de, forum@welt.de
Betreff: Ausgabe 8.4.2007 – „So nicht bezahlbar“

Hi!

So, so, die Krippenplätze sind also „so nicht bezahlbar“.
Wie gut, daß „der Staat“ in dieser Frage seine häßliche Fratze zeigt. Vergleicht man nämlich die Verfassung eines von Menschen geschaffenen „Staates“ mit der Verfassung „staatenbildender“ Insekten, so stellt sich schnell heraus, daß bei Insekten „der Staat“ identisch ist mit dem, was wir „Sozialsystem“ nennen. Und die einzige „Legitimation“ für die Existenz des Insektenstaates ist der Nachwuchs, um den sich alles dreht. „Der Staat“ steht bei Insektens im Dienste des Nachwuchses. Ganz ähnlich sind auch die Sozialsysteme, die der Biologe als Horde, Herde, Rudel oder wie auch immer bezeichnet, verfaßt. Alle sind in erster – und meist auch letzter – Linie für den Nachwuchs da.
Zu den wenigen Ausnahmen gehört das Löwenrudel. Hier finden wir eine Anomalie, die sich die Löwinnen offenbar „leisten“ können. Der „Pascha“ eines Löwenrudels nimmt an der Jagd nicht teil. Er wartet, bis die Frauen die Beute nach Hause getragen haben und nimmt sich seinen „Löwenanteil“, wobei er auch nicht vor der Anwendung von Gewalt zurückschreckt. (vgl. G. Altenhoff, Die Biene Maja, der glückliche Löwe und die Sozialversicherung, www.lulu.com/advocatusdeorum )
So besehen, ist der Sphinx von Gizeh die größte Karikatur der Welt. Sie zeigt einen Löwen mit dem Kopf des Pharao. Dieser wiederum verhielt sich wie der Pascha eines Löwenrudels:
Die Untertanen beschaffen die Nahrung, die der Pharao verzehrt.
Daran hat sich bis heute nichts geändert. Das Volk beschafft das Geld, das „der Staat“ verbrät. Und schafft das Volk es nicht, zur rechten Zeit genügend Geld für „den Staat“ herbeizuschaffen, macht „der Staat“ Schulden, wobei Zins und Tilgung selbstverständlich dem Volk überlassen bleibt.
Und „der Staat“ rührt natürlich auch fleißig die Werbetrommel für „Bundeswertpapiere“. In ganzseitigen Anzeigen verspricht er „Gute Zinsen für gutes Geld“, immerhin sei „der Staat“ für alle da. – Daß er ganz offensichtlich für die Kinder nicht da ist, verschweigt er geflissentlich.
Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite sollte Frau von der Leyen einmal darüber nachdenken, ob es wirklich sinnvoll ist, Frauen zum verstärkten Kinderkriegen zu rekrutieren. Der „Führer“ ist tot, er braucht keine Soldaten mehr. Auch Frau Merkel braucht weniger Soldaten als sie denkt. Soldaten braucht niemand.
Demgegenüber wird die Erde von immer mehr Menschen in zunehmendem Maße verwüstet. Die Bevölkerungsexplosion, die mit dem Industriezeitalter eingesetzt hatte, ist noch nicht zum Stillstand gekommen, kann aber nicht so weitergehen, ohne daß die Kräfte der Natur den Bestand der Menschen ohne dessen Zutun drastisch vermindern. – Auch der Mensch ist ein Kind der Natur und deren Gesetzen ohne die Möglichkeit von „Umgehungstatbeständen“ unterworfen. Die Eindämmung der Überbevölkerung der Erde wurde bereits 1974 von Prof. Heinz Haber in „Stirbt unser blauer Planet“ als die größte Herausforderung der Menschheit dargestellt. Hoimar von Ditfurth griff das Thema in seinem Büchlein „Zusammenhänge“ auf:

Die lautlose Explosion
Ein angesehener amerikanischer Bevölkerungsstatistiker hat vor einiger Zeit ausgerechnet, daß der Weltuntergang am 13. Juni des Jahres 2116 stattfinden wird -einem Freitag notabene, wie könnte es anders sein. Die Ursache der Vernichtung wird weder ein thermonuklearer Krieg sein – falls wir uns zu dieser Lösung nicht schon lange vorher entschlossen haben sollten – noch eine kosmische Katastrophe, sondern einfach der Umstand, daß die Menschen sich von diesem ominösen Datum ab gegenseitig physisch erdrücken werden.
Die Berechnung des Amerikaners ergab, daß am 13. 6. 2116 auf der gesamten Landmasse der Erde für jeden einzelnen Lebenden nur noch ein Stehplatz frei sein wird, wenn die augenblickliche Zuwachsrate der Weltbevölkerung unverändert bleiben sollte.
Ein einziger Frosch legt im Laufe seines Lebens 10000 Eier. Auch die meisten anderen Spezies sind mit einer so hohen Vermehrungsfähigkeit ausgestattet, daß sie innerhalb weniger Generationen den ganzen Globus überschwemmen würden, stände ihrem Vermehrungspotential nicht eine entsprechend hohe natürliche Vernichtungsrate gegenüber. Allein der Mensch hat es gelernt, im Verlaufe seiner Geschichte mit zunehmender Wirksamkeit in dieses Gleichgewicht einzugreifen und die von der Natur über seine Art verhängte Vernichtungsrate durch die Ausschaltung aller Konkurrenten, durch die Verbesserung seiner Ernährungsgrundlage und schließlich durch die Ausrottung der großen Volksseuchen immer weiter zu senken. Das Resultat dieses Eingriffs nimmt sich folgendermaßen aus:
Die Geschichte des Homo sapiens begann spätestens vor 100000 Jahren. Nicht weniger als 98% dieses gewaltigen Zeitraums, nämlich 98000 Jahre, benötigte unsere Spezies, um bis zu der bescheidenen Anzahl von insgesamt 250 Millionen Individuen anzuwachsen. So wenige Menschen gab es noch vor 2000 Jahren, zur Zeit von Christi Geburt. Die erste Verdoppelung dieser Zahl erfolgte in der schon erstaunlich verkürzten Zeitspanne von nur 1 1/2 Jahrtausenden. Etwa 500 Millionen Menschen lebten zur Zeit der Entdeckung Amerikas. Die nächste Verdoppelung benötigte gar nur noch 300 Jahre : i Milliarde Menschen zählte die Weltbevölkerung zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Bis heute ist die Zeitspanne, innerhalb derer sich die Zahl der auf der Erde lebenden Menschen verdoppelt, bereits auf 35 Jahre zusammengeschrumpft, und noch immer nimmt sie weiter ab. Bei der jetzigen Wachstumsrate von rund 2 % pro Jahr würde sich die Menschheit in der lächerlichen Frist der nächsten 100 Jahre versechsfachen.
Angesichts dieser Situation dürfen wir nicht übersehen, daß es einen Faktor der natürlichen Vernichtungsrate gibt, der auch bei unserer Spezies unangetastet geblieben, ja dessen Bedeutung in den letzten Jahrzehnten sogar ähnlich sprunghaft angewachsen ist wie die Vermehrungsrate der Menschheit, nämlich die durch kriegerische Auseinandersetzungen dargestellte potentielle Vernichtungsrate.
Die logisch einzig mögliche Alternative einer derart katastrophalen «Beseitigung» des Problems ist die eines Eingriffs auf der anderen Seite des aus den Fugen geratenen Gleichgewichts: die Reduzierung der Wachstumsrate durch eine planmäßige Bevölkerungspolitik. Dieser einzig denkbaren humanen Lösung stehen nun aber nicht nur mächtige psychologische und – bei ihrer weltweit notwendigen Koordinierung – politische Hindernisse im Wege, sondern ein noch viel schwerer wiegendes Phänomen:
Wir kennen die Zahlen, und wir können die Konsequenzen berechnen, und trotzdem erscheint uns die Gefahr gar nicht als real. Das kommt daher, daß sich der kritische, explosionsartige Charakter der Entwicklung nur dann zu erkennen gibt, wenn man sie über die Jahrtausende hinweg betrachtet. Solchen Zeiträumen gegenüber versagt aber einfach unsere Vorstellungskraft. Die Gefahr wird von einem Prozeß gebildet, den wir nicht wahrzunehmen vermögen.
So scheint alles davon abzuhängen, ob wir noch rechtzeitig einsehen werden, daß eine Explosion auch dann tödlich sein kann, wenn sie für unsere Ohren unhörbar abläuft.

Selbstverständlich hatten die Politiker in aller Welt Besseres zu tun, als sich um das Problem der Überbevölkerung zu kümmern. Man nahm nicht einmal zur Kenntnis, daß die lokale „Trendumkehr“, der „Pillenknick“ und der Rückgang der Geburtenzahl, im eigenen Hause zu Problemen führen könnte. Bei steigenden Ausgaben für den „Luxus“ mit Namen „Staat“ würde den staatenbildenden Bürgern am Ende ihres Lebens immer weniger zum Leben bleiben.
Auch nach dem Zusammbruch des „kalten Krieges“ scheuten die Politiker in aller Welt sich, die heraufziehenden Wolken auch nur zur Kenntnis zu nehmen, obwohl Prof. Heinz Haber sie in unnachahmlicher Weise vor Augen geführt hatte:

Die Folgen eines weltweiten Atomkrieges wären so furchtbar und sind deshalb heute Allgemeingut im Bewußtsein der Menschen. Moderne Historiker haben schon vielfach die Meinung geäußert, daß uns just die Atombombe vor einem dritten Weltkrieg bewahrt hat. Diese historische Tatsache des gesunden Menschenverstandes ist der einzige Lichtblick und die einzige Hoffnung in der heutigen Situation mit den schrecklichen Zukunftsaussichten der Überbevölkerung.
Zum Schluß allerdings wollen und müssen wir noch einen Schritt weitergehen. Der große schwedische Naturforscher Karl von Linne (1707-1778) hat den Biologen einen Hinweis gegeben, wie sie in der unübersehbaren Fülle der Lebensformen von Fauna und Flora eine Übersicht gewinnen können. Er gab jeder Art und Gattung der Lebewesen einen lateinischen Doppelnamen, der ganz knapp die wesentlichen und charakteristischen Eigenschaften aller Geschöpfe kennzeichnen soll. Dem Menschen gab er den Namen »homo sapiens«. Mir will scheinen, daß Linne uns voreilig einen zu schmeichelhaften Namen gegeben hat, denn eine andere Bezeichnung wäre für uns Menschen viel treffender: »homo bellicosus« – das heißt: der kriegführende Mensch. Von allen anderen Geschöpfen unterscheidet uns offenbar weniger unsere Klugheit, sondern vielmehr unser unbezwinglicher Hang, uns unaufhörlich gegenseitig zu bekämpfen. Die Lösung unserer schweren Zukunftsprobleme kann nur darin liegen, daß wir uns der voreiligen Bezeichnung von Linne wirklich würdig erweisen.
Die Natur wird so oder so das goldene Gleichgewicht wieder herstellen, das wir zu zerstören begonnen haben. Die Mittel der Natur gegen die Katastrophe der Überbevölkerung und auch des Treibhauseffektes mit seinen Wirkungen sind ebenfalls, wie wir gesehen haben, alle katastrophal. Wir müssen als Menschheit weltweit zur Besinnung kommen.
Jüngste Berichte aus der Medizin vermelden, daß es gelungen ist, für Männer und Frauen eine Unfruchtbarkeitsspritze zu entwickeln, die ohne jeden Eingriff in die Gesundheit und das Wohlbefinden für ein Jahr lang unfruchtbar machen. Freilich müssen wir dazu kommen, daß die Menschheit sich eines solchen Mittels freiwillig bedient und daß es nicht, wie nach dem chinesischen Vorbild, unter einem weltweiten Zwang erfolgen müßte. Spätestens in der nächsten Generation – nein, lieber früher noch – muß die Menschheit sich zu solchen Eingriffen freiwillig entschließen. Vielleicht kommt es dann dazu, daß die Menschheit sich dazu durchringt, freiwillig auf das dritte Kind zu verzichten. Wenn jedes Elternpaar nur zwei Kinder bekommt, pflanzt es sich in der Zahl nur selbst fort, und die Weltbevölkerung würde endlich stagnieren. Ja, es ist sogar so, daß durch die unvermeidliche, wenn auch geringer werdende Kindersterblichkeit die Zahl der Menschen langsam abnähme, und das muß auch das Ziel sein.
Wir müssen uns von dem biblischen Wert lossagen: »Seid fruchtbar und mehret Euch.« Dieses Gebot haben wir längst übererfüllt. Denken wir statt dessen lieber an das Wort aus der Bergpredigt: »Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.« An dieser göttlichen Weisung gibt es noch viel zu erfüllen.
Mir will scheinen, daß die einzige Zukunftshoffnung darin besteht, daß wir weltweit die Moral ändern. Die Geschichte zeigt uns, daß der Mensch auf Gebote und Verbote vielfach nur trotzig reagiert und vielfach doch so handelt, wie er will. Etwas anderes ist es, wenn er mit seinem Ansehen und seiner Ehre in der Gesellschaft bestehen will. Dann kann der Mensch plötzlich sehr diszipliniert sein.
Es muß in naher Zukunft dazu kommen, daß das dritte Kind als ein Verbrechen an der Menschheit angesehen wird. Es muß eine Schande für jedes Elternpaar sein, mehr als zwei Kinder zu haben. Die Menschheit hat bisher einen vergeblichen Traum geträumt, der dann vielleicht auch endlich Wirklichkeit werden kann: der weltweite Frieden.

Diese Zeilen Habers entstanden bereits im Jahre 1989, sie sind seinem Buch „Eiskeller oder Treibhaus“ entnommen. Bezeichnend ist, daß sie irgendwann vom Ullstein-Verlag ausgesondert und an „Restposten-Läden“ verramscht wurden. So hatte ich das Glück, ein Exemplar am 3.4.2007 für 99 Euro-Cent erwerben zu können.
Mitunter ist es hilfreich, Bücher wie Gesetze anzusehen. „Der Staat“ fordert von seinen Bürgern Gesetzeskenntnis, auch wenn sie sie gar nicht haben können, weil niemand das „Bundesgesetzblatt“ abboniert hat, in dem Bundesgesetze „verkündet“ werden. Mit der Verkündung aber „treten sie in Kraft“. Wer sie nicht befolgt, kriegt einen drüber.
Wer als Politiker nicht in der Lage ist, wichtige Bücher zur Kenntnis zu nehmen und bei seinem Handeln zu berücksichtigen, der muß sich so behandeln lassen, als würde er sie kennen: Gleiches Recht für alle!
Wer Verantwortung übernimmt, der muß auch verantwortlich handeln. Und wer sich nicht aus allgemein zugänglichen Quellen informiert, der handelt unverantwortlich. So einfach ist das!
In der Zwischezeit ist auch mein Manuskript „Australopithecus Superbus – Der Mensch im Licht nichtlinear-thermodynamischer Evolution – zu einer dieser allgemein zugänglichen Informationsquellen geworden, denn es ist als E-Book unter www.lulu.com/advocatusdeorum erhältlich. Dort heißt es:

Halten wir als Zwischenergebnis fest, daß treibende Kraft der Evolution der Reproduktionsdruck einzelnen Organismen ist. Dieser wird durch die resultierenden Kräfte des Reproduktionsdrucks anderer Organismen beeinflußt, so daß ein scheinbares Gleichgewicht der Kräfte entsteht.
Da das entscheidende Moment der Reproduktionsdruck ist, wird auch klar, warum Organismen, die absichtlich oder unabsichtlich in eine „fremde“ Umgebung verschleppt werden, sich mitunter explosionsartig ausbreiten. Die eingeschleppten Arten werden als Exozoen bezeichnet. Kaninchen und Dingo in Australien; Mustangs und die Feuerameise in Nordamerika, der Waschbär in Europa; – das sind wohl die bekanntesten Fälle. – Aids und andere Krankheitserreger gehören ebenfalls in diese Kategorie.
Greifen wir als Paradebeispiel die Kaninchen in Australien heraus: Diese wurden von Einwanderern aus Europa mitgebracht. Kaninchen haben eine hohe Fortpflanzungsrate, können also einen beachtlichen Reproduktionsdruck aufbauen. Demgegenüber ist der Reproduktionsdruck der Beuteltiere gering, damit auch der von ihnen ausgeübte Kontrolldruck. Folglich überschwemmten bereits nach wenigen Jahrzehnten die Kaninchen den fünften Kontinent und verdrängten eine Reihe von Beuteltierarten. Viele starben aus, einige sind nur noch in bestimmten Gebieten anzutreffen, in die die Kaninchen nicht einfließen konnten. Der selektive Widerstand ließ ein Vordringen in diese Gebiete nicht zu. Und der Grund dafür ist verblüffend einfach, denn dort wachsen Pflanzen, die Stoffe enthalten, welche für Beuteltiere zwar unschädlich, für Kaninchen jedoch Gift sind. Um der Kaninchenplage Herr zu werden, versuchte man es mit der Kaninchenpest. Der Reproduktionsdruck des Erregers wurde aber ebenfalls jäh abgebremst, weil er auf Kaninchen traf, die gegen den Erreger immun waren.
Und auch die Menschheit ist diesem System ohne Einschränkung unterworfen. Die weltweite Absenkung des von Krankheitserregern ausgeübten Kontrolldrucks bewirkte die „Bevölkerungsexplosion“. Die Folge ist, daß wir drohen, an unserem eigenen Reproduktionsdruck zu ersticken. In den Ländern der Dritten Welt zeigt sich eine andere Folge, denn der Reproduktionsdruck der Nahrungsquellen ist nicht stark genug, damit Schritt zu halten. Die natürliche Folge sind Elend und der Hungertod. Selbstverständlich hat die Bevölkerungsexplosion noch andere Wirkungen ausgelöst, die Sie – so glaube ich jedenfalls – mit den Mitteln der laminaren Evolution selbst bestimmen können. Wenn wir nicht akzeptieren, daß uns die Natur einen Platz zugewiesen hat, den wir nicht verlassen dürfen, ist die Zukunft der Menschheit durch die logistische Gleichung vorgegeben: „Für Werte von r (Zahl der Nachkommen je Generation) größer als ungefähr 3,57 tritt Chaos auf, das heißt, von Generation zu Generation kann irgendein beliebiger Wert für die Bevölkerungsdichte auftreten. Es ist unmöglich, eine Vorhersage über den Wert der nächsten Generation zu machen. Allerdings gibt es im chaotischen Bereich immer wieder Unterbereiche mit stabilen, periodischen Bahnen. – Ob die Natur der Menschheit dann allerdings gestatten wird, in stabile, periodische Bahnen zurückzukehren, darf bezweifelt werden.
Wahrscheinlicher ist jedoch, daß der Reproduktionsdruck des Menschen durch die selbstregulierenden Prozesse der Natur gebremst wird. Über den Weltluftverkehr können Mitgeschöpfe aus dem Mikrokosmos, deren Reproduktionsdruck der Mensch nicht bremsen kann, sich innerhalb weniger Stunden über den Globus ausbreiten, erheblich schneller als einst der „Schwarze Tod“ in Europa. Ein einzelnes Schleusenereignis würde dazu ausreichen. Die Angst vor den „Killerviren“ ist also nicht ganz unberechtigt; obwohl der Begriff falsch ist und nur unsere anthropozentrische Perspektive widerspiegelt.
Die Pest wurde einst als Geißel Gottes bezeichnet, weil deren Ausbreitung wie eine Heimsuchung wirkte, wie ein gezielter Anschlag auf die Christenheit. Daß auch diese Sichtweise „anthropzentrischer Unsinn“ ist und allein auf dem Unverständnis der tatsächlichen Zusammenhänge beruht, zeigt sich, wenn man die Evolution aus der Sicht eines Quantenphysikers betrachtet:

„Im Verlauf der biologischen Evolution haben Schleusenereignisse meistens beträchtliche Steigerungen der Komplexität zur Folge und bringen zudem bedeutsame Vorteile mit sich. Die Öffnung einer entscheidenden Schleuse führt zu einer explosionsartigen Zunahme ökologischer Nischen; die Auffüllung dieser Nischen kann durchaus den Anschein erwecken, als sei sie durch eine Triebkraft in Richtung einer größeren Komplexität verursacht.
Da wir Menschen die komplexesten Organismen in der Geschichte der biologischen Evolution auf der Erde sind, ist es verständlich, daß in den Augen einiger Leute der gesamte Evolutionsprozeß direkt auf die Herausbildung des Homo sapiens sapiens zusteuerte. Zwar ist diese Ansicht anthropozentrischer Unsinn, aber in gewissem Sinne findet die biologische Evolution in uns – zumindest vorläufig – ihre Vollendung.“
Gell-Mann fährt fort: „Bei der Erörterung der Schleusenereignisse haben wir einige Beispiele für Entwicklungen in der biologischen Evolution aufgezeigt, die wie riesige Sprünge aussehen; wir haben jedoch gleichzeitig betont, daß derlei Ereignisse sehr selten sind und an dem einen Ende eines ganzen Spektrums von Veränderungen verschiedener Größenordnung liegen; die Veränderungen am anderen Ende des Spektrums sind in den meisten Fällen eher klein. In welcher Größenordnung ein solches Ereignis auch liegen mag, es steht fest, daß die biologische Evolution normalerweise mit dem arbeitet, was zur Verfügung steht. Bereits existierende Organe werden an neue Verwendungsmöglichkeiten angepaßt. Die Arme des Menschen beispielsweise sind nichts weiter als leicht modifizierte Vorderbeine. Vorhandene Strukturen werden nicht mit einem Schlag im Rahmen einer revolutionären Umgestaltung des gesamten Organismus verworfen. Die Mechanismen der natürlichen Auslese begünstigen solche Diskontinuitäten in keiner Weise. Dennoch kommt es gelegentlich zu Revolutionen.
Wir sind darauf eingegangen, daß die vergleichsweise plötzlichen Veränderungen – das Phänomen des >punktierten Gleichgewichts< – unterschiedliche Ursachen haben können. Eine ist der Wandel der physikochemischen Umgebung, der die Selektionsdrücke erheblich verändert. Eine andere ist die Folge von >Drift<, bei der neutrale Mutationen, die die Lebensfähigkeit des Phänotyps nicht beeinträchtigen (und manchmal auch den Genotyp kaum verändern), allmählich zu einer Art Instabilität des Genotyps führen. in dieser Situation können eine einzige oder einige wenige Mutationen den Genotyp beträchtlich verändern und den Weg für eine wahre Sturzflut von Veränderungen auch bei zahlreichen anderen Spezies bereiten. Manchmal lösen kleine Veränderungen Schleusenereignisse – oft biochemischer Natur- aus, die neue Reiche von Lebensformen eröffnen. In einigen Fällen sind derlei revolutionäre Veränderungen die Folge eines Zusammenschlusses von Organismen zu komplexen Strukturen. Doch ist in jedem Fall die Grundeinheit des Wandels eine Mutation (oder eine Rekombination mit oder ohne Crossing-over), die auf etwas bereits Vorhandenes einwirkt. Nichts entsteht aus dem Nichts.“
(Die von mir zitierte Textpassage stammt aus Murray Gell-Manns „das Quark und der Jaguar“ Die Fußnoten des Manuskripts können hier aus technischen Gründen nicht wiedergegeben werden.)
Sie können den verwendeten Begriff Selektionsdruck getrost durch selektiven Widerstand ersetzen, ohne daß sachlich eine Änderung eintreten würde. Wir haben oben gesehen, daß der Reproduktionsdruck anderer Organismen einen wesentlichen Teil des selektiven Widerstands ausmachen. Hinzugefügt werden müssen freilich die Faktoren aus dem anorganischen Bereich.
Nun können wir mit den neugewonnen Begriffen vom Reproduktionsdruck und dem selektiven Widerstand schon einiges anfangen. Denn die „Selektion“ ist damit längst nicht mehr so erbarmungslos und unerbittlich, wie es früher den Anschein hatte. Ganz im Gegenteil. – Das Vorhandensein von Organismen jedweder Art beweist, daß das Leben eine gigantische Stromstärke besitzen muß:
Dieser Strom fließt seit gut 3,5 Mrd. Jahren und besteht aus einer unablässigen Folge von Individuen. Angefangen vom Bakterium, das nach gut einer halben Stunde seine Nachkommen dadurch erzeugt, daß es sich teilt, bis hin zum Menschen, der zur Zeit zwischen 15 und 45 Jahren benötigt, bis er ein Lebewesen der nächsten Generation erzeugt. Als Individuen sind die Lebewesen vergänglich, als Elemente des Stroms unterliegen sie lediglich einer immerwährenden Umwandlung, und das in einer ungeheuren Zeitdehnung.

Wenn James Lovelock, der Begründer der Gaia-Hypothese, sein jüngstes Werk mit „Gaias Rache – Warum die Erde sich wehrt“ tituliert, trifft er mit dem Titel nicht den Kern. Gaia, unsere Mutter Erde „wehrt“ sich nicht, sie tut, was sie immer getan hat. Sie hat für alle ihre Handlungen einen jeweils zuständigen Gott, denn wie auf Erden, so gibt es im Olymp auch eine Art von Bürokratie: Aeolos schickt seine Tornados hin, wo immer er will, sogar bis nach Quirla in Thüringen (Nomen est eben Omen!). Wenn der Mensch Gebäude in die „Tornado Alley“ stellt, dann darf er sich nicht wundern, wenn die Gebäude zerstört werden. Wer auf der San-Andreas-Spalte baut, darf sich nicht wundern, wenn sein Haus zerrissen wird. Poseidon schickt sich an, in rund 25.000.000 Jahren Los Angeles zum Vorort von San Francisco zu machen. Das weiß man doch! Wenn der Mensch meint, Städte unterhalb des Meeresspiegels bauen zu müssen, darf er nicht darauf vertrauen, daß Poseidon ihm den Gefallen tut, den Meeresspiegel auf „Normalnull“ zu halten. Poseidon hat keinen Vertrag mit uns. Und niemand garantiert dem Erzbischof von Köln, daß nicht dereinst eine explodierende Eifel den Dom unter Bimsstein und Asche begräbt. Auch Hephaistos (Vulcanus) hat keinerlei vertragliche Beziehungen zu uns Menschen. Er tut, was immer er will.
Und die Natur kennt keinen „Schaden“, sie kennt nur Veränderungen. Der „Schaden“ als juridisch-ökonomischer Begriff kam erst mit der rezenten Variante des Australopithecus in die Welt, weil sein Tausch-und-teile-Instinkt verkrüppelt ist. Aus demselben Grund ist Lovelock bezüglich Gaias Rache entgegenzutreten. De Begriff „Rache“ ist Mutter Gaia fremd, denn auch dieser ist Folge der Rudimentierung des Tausch-und-teile-Instinkts.
Je früher wir das begreifen, desto eher können wir endlich damit anfangen, Politik zu machen: Politik ist, soweit meine Definition, das Organisieren der Erledigung von Gemeinschaftsaufgaben. – Mehr hat selbst die „hohe Politik“ auf Erden nicht zu tun.
Halten wir zum Abschluß fest: Alles für die vorhandenen Kinder, aber nicht noch mehr davon!
Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
www.bundesadel.de
Publikationen:
www.lulu.com/advocatusdeorum

Der Steinbrück ist offenbar nicht in der Lage, seinen Job zu machen, falls doch, ist sein Verhalten als Arbeitsverweigerung zu werten. In jedem Fall ist er reif für eine fristlose Entlassung.


Die Alten und das Klima

April 19, 2007

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: dave.bowman@email.de
Gesendet: 15.04.07 02:26:01
An: redaktion@sabine-christiansen.de
CC: delta@3sat.de, nano@3sat.de, kulturzeit@3sat.de, redaktion@express.de, redaktion@faz.de, fjwagner@bild.de, paabo@eva.mpg.de, jora@jora-hypno.de
Betreff: Kinder sind Zukunft

Liebes Sabine-Christiansen-Team,
Nicht alle Dinge sind so, wie sie scheinen:
„Kinder sind Zukunft“, das ist der Titel der Propagandakampagne, an der sowohl „der Führer“ als auch der „Herr Reichsminister“ mit dem Klumpfuß ihre helle Freude gehabt hätten.
Diesmal wird sie freilich von PR- und Werbeagenturen veranstaltet, nicht mehr von Ministerialbürokraten. Das ändert aber an der Sache nichts. – Das Gedächtnis der Menschen ist kurz, wer erinnert sich noch daran, daß vor kaum zwei Monaten die „Vergreisung der Gesellschaft“ die Tagesthemen und die Talkshows beherrschte. – Dann kam der „Klimawandel“, die „Alten “ waren „out“, CO-2 war „in“.
Die Menschen beginnen gerade, sich mit Badehose und Bikini im April an die „Klimakatastrophe“ zu gewöhnen, und schon werden sie von der nächsten Kampagne überrollt, ohne zu merken, daß diese geeignet und bestimmt ist, tatsächlich in die Katastrophe zu führen.
Kurz bevor die „Klimakatastrophe“ über den Planeten hereinbrach, der davon weder etwas weiß noch etwas wissen will,  fing ich an, mich mit dem Problem der Überbevölkerung auseinanderzusetzen. Am 8.1.2007 war mit Heiz Habers Buch „Stirbt unser blauer Planet“ in der Stadtbibliothek Dormagen „auf’s Auge gedrückt“ worden.  Ich will meine im Januar 2007 begonnen Gedanken hier und jetzt zum (vorläufigen) Abschluß bringen:

„Altenrepublik“ oder  „Land der Pioniere“?
Allenthalben hört man das Wehgeschrei über die fortschreitende „Vergreisung“ Deutschlands. Dieser Prozeß scheint geradewegs in die Katastrophe zu führen und das deutsche Volk dem Aussterben ein Stück näher zu bringen. Aber, so lautet meine Frage, ist das tatsächlich so oder ist die „sterbende Republik“ der virtual reality zuzurechenen.
Vor rund 34 Jahren schrieb der erste deutsche „Fernsehprofessor“ Heinz Haber ein Buch, dem er den Titel „Stirbt unser blauer Planet?“, in dem er das Thema Überbevölkerung behandelte und die Alternativen aufzeigte, die dem ungezügelten Wachstum der Menschheit ein jähes Ende bereiten könnte. Das Schlusskapitel versah er mit dem Titel „Der letzte Intelligenztest“, in Anlehnung an eine Sendung des ZDF über Science-Fiction, die Haber just zu dieser Zeit vorbereitete.
Der „letzte Intelligenztest“ wird veranstaltet von einem Forschungsraumschiff der „Galaktischen Union“, das überprüfen soll, ob die Menschheit reif genug für die Aufnahme in die Union sei.  Die globale PISA-Studie fällt indes für die Menschheit verheerend aus. Prof. Haber schreibt hierzu:
„Den letzten Inteligenztest jedoch bestanden sie nicht. Im Gegensatz zu der Vielzahl aller anderen bewohnten Planeten in der Michstraße ist unsere Erde für das Wachstum und das Überleben einer intelligenten Gattung hervorragend ausgestattet. Dieser Planet nämlich besitzt nicht nur freien Sauerstoff in seiner Atmosphäre, er hat auch durch den gerade richtigen Abstand von seiner Sonne ein hervorragendes Klima. Und das Wichtigste schließlich: Die Erde besitzt einen fast unerschöpflichen Schatz an dem wertvollsten Material des Universums, nämlich Wasser. Kaum eine andere intelligente Gattung von den anderen Planeten aus den Tiefen der Milchstraße hatte solch günstige Startbedingungen für ihr Überleben.
Und darin hat die irdische Menschheit versagt. Sie hat nämlich diesen unerhört wichtigen und wertvollen Schatz schon fast verrotten lassen und die gütigen Naturkräfte in ihrem goldenen Gleichgewicht schon schwer gestört. Das lag daran, dass die irdische Menschheit nicht die Intelligenz besessen hat, diese Naturkräfte in ihrem Zusammenspiel rechtzeitig zu begreifen, sich in ihrer Zahl weise zu beschränken.“ (S. 120)
Haber weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß wir eigentlich gar nicht auf die galaktischen PISA-Tester zu warten brauchen, um uns „unser entscheidendes Versagen in den letzten 200 Jahren vorhalten zu lassen.“ – Haber weist an dieser Stelle nochmals auf  Thomas Robert Malthus’ Essay on the Principles of  Population“ aus dem 1798 hin, in dem dieser die explosive Tendenz, die der Vermehrung von Organismen innewohnt, dargelegt und vor den Gefahren gewarnt hatte, die sich daraus ergeben, weil der Zuwachs an Nahrungsmitteln damit nicht Schritt halten kann, zudem verweist er auf Aldous Huxley, der ebenfalls frühzeitig vor dem Problem der Überbevölkerung gewarnt hatte.
Haber rekapituliert die Alternativen, die dem Planeten zur Verfügung stehen, um mit der Überbevölkerung der Erde durch die Menschen fertig zu werden:
„In den vorangegangenen Kapiteln hatten wir vier Ereignisse diskutiert, die eine drastische Reduzierung in der Zahl der Menschen auf der Erde bewirken können. Alle diese vier Ereignisse sind katastrophal, erschreckend, unmenschlich und hoffentlich vermeidbar. Wir diskutierten die Möglichkeit einer Superpest, die den Großteil unserer Superpopulation dahinrafft; ein nuklearer Krieg mit einer völligen, radioaktiven Verwüstung unseres Planeten könnte das Ende bedeuten; vielleicht hätten wir die Chance, mit unserer zukünftigen Technik auf andere Planeten auszuweichen – das ist eine absolute Utopie; die Grenzen der Menschheit erden erreicht, wenn ihr Geburtenüberschuß verhungert, wobei die Überlebenden sich auf ein miserables Leben beschränken müssen; damit allerdings entsteht e8in unerträglicher Zustand des Kampfes eines jeden gegen jeden um geringste Vorteile. Das waren die vier Alternativen. Die fünfte Alternative haben wirr uns für dieses Kapitel aufbewahrt. Malthus hat dieses Rezept schon vor fast 200 Jahren sehr zivilisiert ausgedrückt; er sprach von der weisen Beschränkung unserer eigenen Zahl.“
Haber vergleicht das Problem der Überbevölkerung mit einer Welle die tagelang auf dem Pazifik unterwegs ist, bis sie sich langsam der kalifornischen Küste nähert: „Dann, nach stundenlanger Reise, nähert sich die Woge dem Land. Die walzenförmige, rhythmische Drehung der Welle fasst plötzlich Grund an, da die Meerestiefe nun nur noch 20 Meter beträgt. Langsam, aber unaufhaltsam beginnt die kilometerlange Woge sich ein wenig aufzutürmen., da die Reibung am Boden ihren Fortschritt immer mehr hemmt; ihr Kamm wird etwas steiler und spitzer, und wenn man ganz tief am Strand sitzt, kann man in das Wasser wie in eine Wand aus grünem Glas hineinschauen.  Mehr und Mehr verliert die Welle an Tiefgang, da das Wasser immer flacher wird. Dann schließlich stolpert die Welle. Hunderttausende von Tonnen Wasser haben plötzlich nur leere Luft vor sich; in einem gewaltigen Kreisbogen stürzen sie nach vorn, und der Donner der brechenden Welle ist kilometerweit zu hören. Di gesamte aufgestaute Energie der Welle entlädt sich binnen weniger Sekunden, und über eine Fläche von 100, 200 Meter Breite schießt turbulentes Wasser den Strand hinauf, zischend, bedeckt mit Milliarden von weißen Luftblasen. Nach 24 Stunden gelichförmigen Ablaufs in der Dünung des Weltmeeres hat sich innerhalb von knapp einer Minute ein dramatisches Finale aufgebaut, das dann in etwa 20 Sekunden tosend zu Ende ging.
Nach nun fast 1000 Generationen Kulturgeschichte der Menschheit werden wir heute, in der 999. Generation, von der Spitze des grünen Wasserberges langsam hoch getragen, der Kamm brodelt bereits, und wir können voraussehen, daß spätestens in der nächsten Generation die Welle sich brechen wird. Sie wird die Menschheit mitreißen in einer gewaltigen Explosion, endend in einem völlig unberechenbaren turbulenten Kraftfedl von unvorstellbaren chaotischen Gewalten.“ ( S. 109) – Mit diesen dramatischen Worten schildert Haber die Zukunft, wenn, und das ist Voraussetzung für dieses Horror-Szenario, die Menschen die Forderung „Seid fruchtbar und mehret euch!“ weiterhin für bare Münze nimmt. Zum Zeitpunkt der Drucklegung prognostizierte man für das Jahr 2000 eine Weltbevölkerung von rund 7. Mrd. Menschen, also nur „geringfügig“ mehr, als heute tatsächlich leben.
„In einer scharfsinnigen Untersuchung hat der deutsche Physiker Professor Wilhelm Fucks den Gesetzen der Bevölkerungszunahme in den verschiedenen Nationen und Kontinenten während unserer Zeit nachgespürt. Er hat für viele Länder den Verlauf des Geburtenüberschusses in Abhängigkeit von dem Grad ihrer Industrialisierung verfolgt. Typisch für seine Ergebnisse war, daß nach der Erreichung eines gewissen Lebensstandards der Geburtenüberschuß stark absinkt. Seine Überlegungen werden bestätigt durch den immer kleiner werdenden Geburtenüberschuß gerade der industriell hoch entwickelten Länder.“ ( S. 121) Leider gibt Haber hier seine Quelle nicht preis.
Heinz Haber, das sei an dieser Stelle noch eingeflochte, beantwortet die Titelfrage seines Buches übrigens mit einem klaren „Nein!“, weil man, so seine Forderung, die Naturgeschichte unseres blauen Planeten und unsere eigene in den richtigen kosmischen Maßstäben sehen müsse. Er schließt mit den Worten: “ So dürfen wir es auch nicht dazu kommen lassen, dass vielleicht in zwei Millionen Jahren unser Mond die Erde wie folgt anspricht: “ Entschuldigen Sie, gnädige Frau, geht es Ihnen heute wieder besser?“ Darauf antwortet die Erde: “ Ach, Sie meinen wohl diese kleine Infektion, die ich vor zwei Millionen Jahren hatte?“ Darauf der Mond: „Genau – mich hat es ja auch ein bisschen angepackt, allerdings lange nicht so schlimm wie Sie.“ – „Ach,“ sagt die Erde, „das habe ich eigentlich schon längst vergessen. Seit mehr als anderthalb Millionen Jahren geht es mir so gut wie eh. (S . 139)
Es hat mich mehr als erstaunt, dass Heinz Haber und nicht sein Kollege Jim Lovelock dieser Worte unserer Mutter Erde in den Mund geschoben hat. Astrophysiker Lovelock ist zusammen mit der Biologin Lynn Margulies Begründer der Gaia-Hypothese, wonach unser blauer Planet ein sich selbst regulierendes System ist; jeder Versuch des Menschen, dieses „sich untertan“ zu machen ist demnach als untauglicher Versuch zu qualifizieren, der am Ende dazu führt, dass der Mensch sich bestenfalls eine blutige Nase holt und sich am Ende selbst nur lächerlich macht. – Ich habe das so ausgedrückt: Der Mensch ist zu klein und zu unbedeutend, als dass er Mutter Erde auch nur am Nagellack kratzen könnte. – „
Knapp ein halbes Jahrhundert verpasste der holländische Biomathematiker Verhulst der Malthusschen Mathematik einen nichtlinearen Dämpfer, indem er zur Modellierung des Bevölkerungswachstums die sogenannte logistische Funktion ersann. Dem exponentiellen Produkt von Population x -index n-  und Reporoduktionsrate ( r  ) fügte er den nichtlinearen Term (1 – x -index n- ), so daß die Funktion lautet: x –index n + 1 = r * x –index n- * ( 1 – x –index n-). Über die Konsequenzen ist sich Verhulst zeitlebens nicht klar geworden. Erst mit der Entwicklung der modernen Computertechnik gelang es, die Bahnkurve dieser Funktion sichtbar zu machen. Solange waren die Biomathematiker auf ein großes Rätselraten angewiesen:
„Stellen Sie sich einmal folgende Situation vor: In einem Teich gäbe es eine bestimmte Anzahl von Fischen einer Sorte. Wir nehmen nun an, daß die Variable x die Anzahl der i-ten Generation von diesen Fischen bezeichnet.
Jeder ausgewachsene Fisch bekomme r Nachkommen für den Fall, daß die Probleme der Überbevölkerung vernachlässigt werden können. Weiterhin muß man noch annehmen, daß aufeinanderfolgende Generationen zeitlich deutlich voneinander getrennt sind. Für den Fall, daß sich das Fortpflanzungspotential von Generation zu Generation nicht ändert, kann diese Situation durch folgende lineare Gleichung X’ = r*x beschrieben werde, wobei x’ die Anzahl der Fische der folgenden Generation bezeichnet. Diese Gleichung ist jedoch eine zu starke Vereinfachung der Wirklichkeit. Kein Teich kann beliebig viele Fische enthalten. Man muß deshalb im Modell berücksichtigen, daß die Anzahl der Fische der nächsten Generation nicht nur linear von der derzeitigen Anzahl abhängen kann. Man benützt deshalb eine etwas kompliziertere Gleichung x’ = r*x*(1-x), um die zeitliche Entwicklung der Anzahl von Fischen in einem Teich zu modellieren. Der Term (1-x) beschreibt den Einfluß einer hohen Bevölkerungsdichte auf die nachfolgende Generation, das heißt, falls zu viele Fische in der i-ten Generation vorhanden sind, reicht das Nahrungsangebot nicht für alle Fische, und in der nachfolgenden Generation gibt es nur noch wenige Fische.“ (vgl. Lerbinger/Kuchenbuch, Faszination Fraktale S 123.)
Nach einer gewissen Zeit des ungehemmten Wachstums beginnt die Zahl der Fische zu schwanken, mal periodisch, dann wieder so stark, dass eine Vorhersage der Fischanzahl in der nächsten Generation vollkommen unmöglich wird.
Die Bahnkurve der logistischen Funktion, das sogenannte Feigenbaum-Diagramm offenbart, warum das so ist. Das Feigenbaum-Diagramm zeigt bei näherer Betrachtung auch, warum das so ist. Man muß nur genau hinschauen, genauer jedenfalls, als das die Chaostheoretiker und alle, die sich bislang literarisch mit dem Diagramm auseinandersetzten, je getan haben – Man braucht freilich nicht zu rechnen, ein Blick auf die „Bahnkurve“ der logistischen Funktion „im Phasenraum“ mag genügen. Denn man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus: https://fotoalbum.web.de/gast/willem.tell/All-Maechtige_Prozessordnung  Die Bilder, die Sie dort sehen, hat vielleicht vor mir noch nie ein Mensch zu Gesicht bekommen. Und es gibt eine schier unendliche Anzahl von Bildern, die ihrer Entdeckung auch dann och harren werden, wenn Sie und ich längst das Zeitliche gesegnet haben.
In diesem Zusammenhang darf und muß ich daran erinnern, daß auch die „Kettenreaktion“ der Chemiker und Physiker nicht mehr ist als eine lineare Näherung an die tatsächlichen Verhältnisse. Das von Prof. Haber gezeichnete Diagramm finden Sie nicht nur in „Sitrbt unser blauer Planet, sie finden es auch in seinem „Bausteine unserer Welt“. Das dort wiedergegebeme Diagramm finden Sie unter www.bundesadel.de. ( Prof. Heinz Haber hat in einer seiner Fernsehsendungen die Kettenreaktion beispielhaft anhand von Tischtennisbällen auf Mausefallen vorgeführt. Mehrere Hundert Tischtennisbälle wurden von einem in die Menge geworfenen Tischtennisball zum Tanzen gebracht. Die mathematische Folge 1,2,4,8,16 usw. wurde damit aber nicht gezeigt, vielmehr bekam der Zuschauer die nichtlineare Dynamik auch dieses Vorgangs unmittelbar vor Augen geführt. Nach anfänglichem Zögern schienen sich alle Bälle wie von Geisterhand auf einmal in der Luft zu bewegen. Und die Zeitlupenaufnahme verdeutlichte den chaotischen Verlauf des Vorgangs.)
Dem jüngeren Fernsehpublikum, vor allem dem, das der Raumfahrt und der Atomenergie distanzierter gegenüberstand, dürfte Prof. Hoimar von Ditfurth bekannter sein. Von Ditfurth, das sei der Generation 30-Minus ins Stammbuch geschrieben, war nach Haber einstmals bekannteste Fernseh-Professor.
In seinem kleinen Büchlein „Zusammenhänge“, in dem er einige Aufsätze zu Themen und Problemen der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zusammengefaßt hatte, schrieb er:

Die lautlose Explosion
Ein angesehener amerikanischer Bevölkerungsstatistiker hat vor einiger Zeit ausgerechnet, daß der Weltuntergang am 13. Juni des Jahres 2116 stattfinden wird -einem Freitag notabene, wie könnte es anders sein. Die Ursache der Vernichtung wird weder ein thermonuklearer Krieg sein – falls wir uns zu dieser Lösung nicht schon lange vorher entschlossen haben sollten – noch eine kosmische Katastrophe, sondern einfach der Umstand, daß die Menschen sich von diesem ominösen Datum ab gegenseitig physisch erdrücken werden.
Die Berechnung des Amerikaners ergab, daß am 13. 6. 2116 auf der gesamten Landmasse der Erde für jeden einzelnen Lebenden nur noch ein Stehplatz frei sein wird, wenn die augenblickliche Zuwachsrate der Weltbevölkerung unverändert bleiben sollte.
Ein einziger Frosch legt im Laufe seines Lebens 10000 Eier. Auch die meisten anderen Spezies sind mit einer so hohen Vermehrungsfähigkeit ausgestattet, daß sie innerhalb weniger Generationen den ganzen Globus überschwemmen würden, stände ihrem Vermehrungspotential nicht eine entsprechend hohe natürliche Vernichtungsrate gegenüber. Allein der Mensch hat es gelernt, im Verlaufe seiner Geschichte mit zunehmender Wirksamkeit in dieses Gleichgewicht einzugreifen und die von der Natur über seine Art verhängte Vernichtungsrate durch die Ausschaltung aller Konkurrenten, durch die Verbesserung seiner Ernährungsgrundlage und schließlich durch die Ausrottung der großen Volksseuchen immer weiter zu senken. Das Resultat dieses Eingriffs nimmt sich folgendermaßen aus:
Die Geschichte des Homo sapiens begann spätestens vor 100000 Jahren. Nicht weniger als 98% dieses gewaltigen Zeitraums, nämlich 98000 Jahre, benötigte unsere Spezies, um bis zu der bescheidenen Anzahl von insgesamt 250 Millionen Individuen anzuwachsen. So wenige Menschen gab es noch vor 2000 Jahren, zur Zeit von Christi Geburt. Die erste Verdoppelung dieser Zahl erfolgte in der schon erstaunlich verkürzten Zeitspanne von nur 1 1/2 Jahrtausenden. Etwa 500 Millionen Menschen lebten zur Zeit der Entdeckung Amerikas. Die nächste Verdoppelung benötigte gar nur noch 300 Jahre : i Milliarde Menschen zählte die Weltbevölkerung zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Bis heute ist die Zeitspanne, innerhalb derer sich die Zahl der auf der Erde lebenden Menschen verdoppelt, bereits auf 35 Jahre zusammengeschrumpft, und noch immer nimmt sie weiter ab. Bei der jetzigen Wachstumsrate von rund 2 % pro Jahr würde sich die Menschheit in der lächerlichen Frist der nächsten 100 Jahre versechsfachen.
Angesichts dieser Situation dürfen wir nicht übersehen, daß es einen Faktor der natürlichen Vernichtungsrate gibt, der auch bei unserer Spezies unangetastet geblieben, ja dessen Bedeutung in den letzten Jahrzehnten sogar ähnlich sprunghaft angewachsen ist wie die Vermehrungsrate der Menschheit, nämlich die durch kriegerische Auseinandersetzungen dargestellte potentielle Vernichtungsrate.
Die logisch einzig mögliche Alternative einer derart katastrophalen «Beseitigung» des Problems ist die eines Eingriffs auf der anderen Seite des aus den Fugen geratenen Gleichgewichts: die Reduzierung der Wachstumsrate durch eine planmäßige Bevölkerungspolitik. Dieser einzig denkbaren humanen Lösung stehen nun aber nicht nur mächtige psychologische und – bei ihrer weltweit notwendigen Koordinierung – politische Hindernisse im Wege, sondern ein noch viel schwerer wiegendes Phänomen:
Wir kennen die Zahlen, und wir können die Konsequenzen berechnen, und trotzdem erscheint uns die Gefahr gar nicht als real. Das kommt daher, daß sich der kritische, explosionsartige Charakter der Entwicklung nur dann zu erkennen gibt, wenn man sie über die Jahrtausende hinweg betrachtet. Solchen Zeiträumen gegenüber versagt aber einfach unsere Vorstellungskraft. Die Gefahr wird von einem Prozeß gebildet, den wir nicht wahrzunehmen vermögen.
So scheint alles davon abzuhängen, ob wir noch rechtzeitig einsehen werden, daß eine Explosion auch dann tödlich sein kann, wenn sie für unsere Ohren unhörbar abläuft.

Im Jahre 1989 legte Prof. Haber in seinem letzten Buch „Eiskeller oder Treibhaus“ noch einen drauf:  Bezeichnend ist, daß es irgendwann vom Ullstein-Verlag ausgesondert und an „Restposten-Läden“ verramscht wurde. So hatte ich das Glück, ein Exemplar am 3.4.2007 für 99 Euro-Cent erwerben zu können. Das nachfolgend wiedergegebene Ende von „Eiskeller oder Treibhaus“ dürfte für Frau von der Leyen schlimmer sein als ein Besuch im Porno-Kino:

Die Folgen eines weltweiten Atomkrieges wären so furchtbar und sind deshalb heute Allgemeingut im Bewußtsein der Menschen. Moderne Historiker haben schon vielfach die Meinung geäußert, daß uns just die Atombombe vor einem dritten Weltkrieg bewahrt hat. Diese historische Tatsache des gesunden Menschenverstandes ist der einzige Lichtblick und die einzige Hoffnung in der heutigen Situation mit den schrecklichen Zukunftsaussichten der Überbevölkerung.
Zum Schluß allerdings wollen und müssen wir noch einen Schritt weitergehen. Der große schwedische Naturforscher Karl von Linne (1707-1778) hat den Biologen einen Hinweis gegeben, wie sie in der unübersehbaren Fülle der Lebensformen von Fauna und Flora eine Übersicht gewinnen können. Er gab jeder Art und Gattung der Lebewesen einen lateinischen Doppelnamen, der ganz knapp die wesentlichen und charakteristischen Eigenschaften aller Geschöpfe kennzeichnen soll. Dem Menschen gab er den Namen »homo sapiens«. Mir will scheinen, daß Linne uns voreilig einen zu schmeichelhaften Namen gegeben hat, denn eine andere Bezeichnung wäre für uns Menschen viel treffender: »homo bellicosus« – das heißt: der kriegführende Mensch. Von allen anderen Geschöpfen unterscheidet uns offenbar weniger unsere Klugheit, sondern vielmehr unser unbezwinglicher Hang, uns unaufhörlich gegenseitig zu bekämpfen. Die Lösung unserer schweren Zukunftsprobleme kann nur darin liegen, daß wir uns der voreiligen Bezeichnung von Linne wirklich würdig erweisen.
Die Natur wird so oder so das goldene Gleichgewicht wieder herstellen, das wir zu zerstören begonnen haben. Die Mittel der Natur gegen die Katastrophe der Überbevölkerung und auch des Treibhauseffektes mit seinen Wirkungen sind ebenfalls, wie wir gesehen haben, alle katastrophal. Wir müssen als Menschheit weltweit zur Besinnung kommen.
Jüngste Berichte aus der Medizin vermelden, daß es gelungen ist, für Männer und Frauen eine Unfruchtbarkeitsspritze zu entwickeln, die ohne jeden Eingriff in die Gesundheit und das Wohlbefinden für ein Jahr lang unfruchtbar machen. Freilich müssen wir dazu kommen, daß die Menschheit sich eines solchen Mittels freiwillig bedient und daß es nicht, wie nach dem chinesischen Vorbild, unter einem weltweiten Zwang erfolgen müßte. Spätestens in der nächsten Generation – nein, lieber früher noch – muß die Menschheit sich zu solchen Eingriffen freiwillig entschließen. Vielleicht kommt es dann dazu, daß die Menschheit sich dazu durchringt, freiwillig auf das dritte Kind zu verzichten. Wenn jedes Elternpaar nur zwei Kinder bekommt, pflanzt es sich in der Zahl nur selbst fort, und die Weltbevölkerung würde endlich stagnieren. Ja, es ist sogar so, daß durch die unvermeidliche, wenn auch geringer werdende Kindersterblichkeit die Zahl der Menschen langsam abnähme, und das muß auch das Ziel sein.
Wir müssen uns von dem biblischen Wert lossagen: »Seid fruchtbar und mehret Euch.« Dieses Gebot haben wir längst übererfüllt. Denken wir statt dessen lieber an das Wort aus der Bergpredigt: »Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.« An dieser göttlichen Weisung gibt es noch viel zu erfüllen.
Mir will scheinen, daß die einzige Zukunftshoffnung darin besteht, daß wir weltweit die Moral ändern. Die Geschichte zeigt uns, daß der Mensch auf Gebote und Verbote vielfach nur trotzig reagiert und vielfach doch so handelt, wie er will. Etwas anderes ist es, wenn er mit seinem Ansehen und seiner Ehre in der Gesellschaft bestehen will. Dann kann der Mensch plötzlich sehr diszipliniert sein.
Es muß in naher Zukunft dazu kommen, daß das dritte Kind als ein Verbrechen an der Menschheit angesehen wird. Es muß eine Schande für jedes Elternpaar sein, mehr als zwei Kinder zu haben. Die Menschheit hat bisher einen vergeblichen Traum geträumt, der dann vielleicht auch endlich Wirklichkeit werden kann: der weltweite Frieden.

Hat Haber da nicht gerade auf „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“ hingewiesen? – Diese Forderung war verwirklicht, bevor die Bibel geschrieben wurde, vor allem aber gehörte sie zum natürlichen Verhaltensrepertoire des Menschen, bevor „Sozialpolitik“ gemacht wurde.

>>Die Änderung von Brutpflege- und Sexualverhalten in Richtung auf eine verstärkte Zuwendung revolutionierte ein einmaliger Weise auch das Sozialverhalten der Menschen. Die Fürsorge für den Kranken und Schwachen, kurzum, das, was wir Menschlichkeit nennen, erblickte gemeinsam mit den Kindern des nackten Affen das Licht der Welt. Die von der Evolution herausgebildeten Auslöser für den Brutpflegetrieb werden offenbar auch von Kranken betätigt.
Ich kann mich an einen Vortrag erinnern, der vor längerer Zeit an einem Sonntagvormittag ausgestrahlt wurde. – Bitte versuchen Sie nicht, mich auf den Sender festzunageln, aber ich meine, es wäre SWR 3 gewesen. – Der Referent trug vor, er hätte sich einmal das Bein gebrochen; die ihm dadurch zuteil gewordene Pflege und Zuwendung hätte ihm vor Augen geführt, in welch grauer Vorzeit bereits Krankenpflege betrieben worden wäre. Er wies in diesem Zusammenhang auf die Knochenfunde von Frühmenschen hin, die deutliche Spuren ausgeheilter Knochenbrüche trugen.
„Die Neandertaler müssen deutlicher als alle anderen Geschöpfe vor ihnen empfunden haben, wie kostbar ein Leben ist, denn auf der fundamentalsten Ebene sind Begräbnisriten gleichbedeutend mit dem Wunsch, das Menschliche zu bewahren. Das Begraben besagt, daß irgendein wesentlicher Teil des menschlichen Lebens – man mag es Geist oder Seele nennen   nicht zerstört werden kann, sondern nach dem Tode irgendwo anders in irgendeiner anderen Form weiterexistiert.
Dieser zunehmende Sinn für den Wert des Lebens spiegelt sich nicht nur in den Begräbnisriten der Neandertaler, sondern auch in ihrer Fürsorge für alte und behinderte Menschen. So war zum Beispiel der Mann von La Chapelle-aux-Saints längst über die besten Mannesjahre hinaus, als er starb. Sein Skelett läßt erkennen, daß er unter Arthritis litt und unmöglich noch an Jagden teilnehmen konnte. Selbst das Essen muß ihm schwergefallen sein, da er alle Zähne bis auf zwei verloren hatte. Hätte er zu einer früheren Zeit gelebt, hätte man ihn wahrscheinlich ausgesetzt und verhungern lassen, nachdem er für die Gruppe nicht mehr von Nutzen war. Aber die Neandertaler ließen sich anscheinend nicht von einer derart grausamen Logik leiten. Die Gefährten dieses Mannes versorgten ihn selbstlos mit Essen, vielleicht kauten sie es ihm sogar vor.
Auch die Funde von Shanidar lassen vermuten, daß die Neandertaler für Behinderte sorgten. Einige der dort gefundenen Knochen gehören einem 40jährigen Mann, der vermutlich durch Steinschlag getötet wurde. Die Untersuchung seines Skeletts ergab, daß ihm vor dem tödlichen Unfall nur ein Arm zur Verfügung gestanden hatte. Der rechte Arm und die Schulter waren verkümmert – vermutlich ein angeborener Defekt. Trotz dieser erheblichen Behinderung erreichte er ein für einen Neandertaler hohes Alter. Seine Vorderzähne sind ungewöhnlich stark abgenutzt, was darauf hindeutet, daß er einen großen Teil seiner Zeit damit verbrachte, Tierhäute weichzukauen, damit sie als Kleidung verwendet werden konnten, oder daß er seine Zähne anstelle des fehlenden Arms zum Festhalten von Gegenständen benutzte. (…) Auch der ursprüngliche Neandertaler aus Deutschland hat eine schwere Verletzung überlebt, sich allerdings nicht gut von ihr erholt: Die Knochen seines linken Ellenbogens waren so deformiert, daß er nicht imstande war, die Hand zum Mund zu heben; ob Mensch oder Tier für diese Verletzung verantwortlich war, läßt sich nicht feststellen…“ (George Constable, Die Neandertaler, 1979, S. 101 ff)
Diese Feststellungen machen doch erschreckend deutlich, daß während der Eiszeit Kranke und Behinderte offensichtlich einen Stellenwert hatten, den man sich am Ende des 20. Jahrhunderts eigentlich nur wünschen kann.
Es ist nicht anzunehmen, daß der Neandertaler die Fürsorge für Kranke und Behinderte erfunden hat. Angesichts seiner Lebensbedingungen hätte man aus heutiger Sicht eher das Gegenteil erwartet. Allein deswegen ist die Vermutung nicht von der Hand zu weisen, daß bereits die frühesten Formen des Menschen ihre kranken und behinderten Gruppenmitglieder nicht einfach ihrem Schicksal überließen, sondern sich um sie vielmehr ebenso intensiv wie um ihren Nachwuchs kümmerten.
Die Umstellung vom Fell auf die nackte Haut bildete also nicht nur einen Gabelungspunkt bezüglich der „Arbeitsteilung“ zwischen den Geschlechtern, sondern stellte den Ausgangspunkt dar für das, was wir als Humanität bezeichnen.
Das Jagen besorgten die Männer, das Sammeln übernahmen vorwiegend die Frauen, die sich natürlicherweise auch um den Nachwuchs kümmerten, – nicht allein um ihn, auch um die Gruppenmitglieder, die krank oder behindert waren.<<  (G. Altenhoff, Australopithecus Superbus – Der Mensch im Licht nichtlinear-dynamischer Evolution, www.lulu.com/advocatusdeorum S. 82f)
- Um dem Vorwurf des Sexismus vorzubeugen: Die von mir geschildetere „Arbeitsteilung“ zwischen den Geschlechtern ergab sich aus rein praktischen Gründen, weil eine aufrecht gehende schwangere Frau nun einmal einen ungünstigeren Schwerpunkt hat als eine schwangere Löwin oder Wölfin. Auch mit einem Kind auf dem Arm oder an der Hand wird man kaum in der Lage sein, Wasserbüffeln, Antilopen oder anderem Großwild in der Gruppe nachzuhetzen. -
Und nun denken Sie einmal darüber nach, wieviel Geld für die Alten und Kranken nach Abzug der Kosten für den Luxus „Staat“ von diesem „Luxus“ übriggelassen wird.
Daß „der Staat“ für den Bürger ein „Luxus“ ist, den er sich eigentlich nicht leisten kann, können Sie in meiner kleinen Schrift „Die Biene Maja, der Glückliche Löwe und die Sozialversicherung“ , www.lulu.com/advocatusdeorum nachlesen.
Denken Sie dabei auch an die „Nullrunden“, die „der Staat“ den Rentnern zumutet, denken Sie an die stetig steigenden Beiträge zur Krankenversicherung. Wenn Sie intensiv darüber nachdenken, werden Sie Christian Klar als „Staatsfeind Nr. 1″ den Rang ablaufen. – Klar?
Klar! Denn auch Sie dürften begriffen haben: wir sind keine „Altenrepublik“. Deutschland und China dürfen wir getrost zu den „Pionierstaaten“ rechnen, die den Reproduktionsdruck des Menschen heruntergefahren haben. Japan gehört übrigens auch dazu.
Wir, das ist sicher, können die Kräfte der Natur nicht kontrollieren, die Kräfte der Natur kontrollieren uns. Sie kontrollieren uns, freilich nicht in dem Sinne, in dem ein Bundesinnenminister uns kontrollieren möchte.
Kinderlosigkeit muß nichts mit Kinderfeindlichkeit zu tun haben, ganz im Gegenteil. Die weitaus überwiegende Zahl der Wölfe in einem Rudel haben keine eigenen Kinder, aber sie tun alles für den Nachwuchs des Rudels. Die Biene Maja hat keine Kinder, weil sie von Natur aus steril ist. Aber sie tut alles dafür, daß eine einzige ihrer Schwestern den Staffelstab der Evolution in einem neuen „Staat“ weitertragen kann.
„Knut“ wird von aller Welt als das „eigene“ Junge betrachtet. – Wir sind nicht nur Papst, wir sind nicht nur Weltmeister, wir sind „Knuts“ Eltern, vor allem aber sind wir alle die Eltern der Kinder dieser Welt!
Das erste, was ein Mensch nach seiner Geburt der Welt zum Tausch anbietet, ist das Lächeln. Dieses Verhaltensmuster ist angeboren, und Baby erwartet, daß man das Lächeln erwidert. – Wir sind verpflichtet, es zu tun.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
www.bundesadel.de
Publikationen:
www.lulu.com/advocatusdeorum


In wenigen Minuten kann viel passieren

April 17, 2007

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: advocatus.deorum@planet.ms
Gesendet: 13.03.07 02:24:17
An: leserbriefe@wams.de, forum@welt.de, wissenschaft@welt.de
CC: leserbriefe@bild.de, redaktion@express.de, heutejournal@zdf.de, meinung@n24.de, redaktion@tagesschau.de, jmklethi@gmx.de
Betreff: Angebliche Klimakatastrophe / WELT vom 2.3.2007
Sehr geehrte Damen und Herren,

Vor fast genau 40 Jahren war die Fernsehnation schockiert über die Meldung: „Die Invasion ist nicht mehr aufzuhalten, ich schlage vor, mit den Frogs zu verhandeln.“ Aus den Verhandlungen wurde nichts. – Sie erübrigten sich am Ende, weil von der Obersten Raumbehörde Order an die Crew der „Orion“ erging: „Gehen Sie auf Hyperspace-Geschwindigkeit und fliegen Sie „Gordon“ an! Eliminieren Sie „Gordon“ mit Overkill! Dies ist ein Befehl der Weltregierung!“ Es wurde ein Wettlauf mit der Zeit, aber „Gordon“ wurde rechtzeitig eliminiert. All das geschah innerhalb weniger Minuten. Innerhalb weniger Minuten kann viel passieren. – Mit diese Worten wirbt die WELT für WELT-ONLINE.- Daß die zuständige Werbeagentur den Slogan mit einem Bildnis des Papstes unterlegt hat, versetzt mich doch etwas in Erstaunen, denn weder die Wahl eines Papstes noch dessen Amtszeit sind eine Sache von wenigen Minuten. Es sei, wie es ist, denn innerhalb weniger Minuten kann allerdings tatsächlich viel passieren, das hat sich am 2.3.2007 gezeigt: Kurz vor den 15-Uhr Nachrichten des Senders n-tv hatte ich begonnen, das Feuilleton der WELT durchzublättern. Unter der Überschrift „Ecce Herbert!“ sollte Herbert Grönemeyer auf Seite 27 zum Religionskritiker hochstilisiert werden. – Da Grönemeyer keine Alternativen zu bieten hat, gewissermaßen mit leeren Händen dasteht, ist dem Verfasser des Artikels seine Absicht wohl nicht so ganz gelungen. Als gelungen empfand ich jedoch, daß auf der Folgeseite in der o.g. Anzeige der Papst ebenfalls mit leeren Händen dastand. N-tv meldete, nach einem geheimen UN-Bericht wäre die Klimakatastrophe nicht mehr aufzuhalten. Mit wem aber sollte die UNO diesmal verhandeln? Die WELT, obwohl erdgebunden, ging ebenfalls auf Hyperspace-Geschwindigkeit, denn die WELt und n-tv überholten sich bei der Berichterstattung gegenseitig:“ ‘Orion’ hat Verspätung“, meldete die WELT auf ihrer Wissenschaftsseite (Seite 31). – Wenn „Orion“ Verspätung hat, wer soll die Welt dann noch retten können? – Captain Kirk? Laut n-tv werden auch er und seine Mannschaft zur Rettung der Erde nichts beitragen können. „Enterprise“ wurde nämlich am Vortag von Tornados weitgehend zerstört. Die Schäden waren so gravierend, daß George W. Bush sie höchstpersönlich inspizieren mußte. Gibt es dennoch eine Rettung? – So könnte man vermuten, wenigstens dann, wenn die elektrische Anlage der „Enterprise“ von Siemens gefertigt wurde. Denn laut WELT (S. 31) heißt Siemens: „Gott hat gehört“. Ob Gott gehört hat, weiß ich nicht, die Götter jedenfalls scheinen gehört zu haben, denn auf Seite 32 berichtet die WELT mit erheblicher zeitlicher Verzögerung über den Ausbruch des Stromboli. Und dieser räusperte sich fast zur gleichen Zeit, als folgender Text durch das Netz der Netze gejagt wurde: „Ob es sich bei den Ausbrüchen des Krakatau, des Vesuv oder des Mount St. Helens tatsächlich um „Katastrophen“ handelt, die „die Umwelt“ beeinträchtigen, darf nach der Lektüre der oben zitierten Wissenschaftsseite der WELT mit Fug und Recht bezweifelt werden. Denn offensichtlich bildet die Vulkanasche, die nach und nach wieder zu Boden sinkt, globalen Dünger, der Organismen zu Lande und zu Wasser nützt. „Es ist, als wenn der Vulkangott Vulcanus und die Fruchtbarkeitsgöttin Freya mit Neptun eine Vereinbarung getroffen haben, von der wir erst jetzt etwas erfahren.“ So zitiert die WELT (Vulkanasche ist Dünger) den Geomar-Wissenschaftler Svend Duggen. Da ist was Wahres dran. Und es ist erstaunlich, diese Worte aus dem Munde eines Naturwissenschaftlers zu hören. Noch erstaunlicher ist, daß der Mann am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften tätig ist. – Leibniz hatte den Tieren den Verstand abgesprochen. Laut Leibniz brauchen Tiere keinen Verstand, weil Gott ihn für sie habe. – Der Verstand, der Leibniz vorschwebte, reicht offenbar weit über das Tierreich hinaus. Die olympische Düngemittelgesellschaft läßt sich tatsächlich so darstellen, wie Duggen es getan hat. Freilich sind ihm zwei Details entgangen: Die olympische Fruchtbarkeitsgöttin heißt Demeter und nicht Freya. Ferner hat Duggen Aeolos vergessen, der mit von der Partie ist, weil er für den weltweiten Vertrieb des Düngers verantwortlich zeichnet.“ Die Mail ging am 27.2.2007 an die FAZ ab, hier der Original-Header: —–Ursprüngliche Nachricht—– Von: gerhard.altenhoff@email.de Gesendet: 27.02.07 15:43:19 An: redaktion@faz.de CC: jora@jora-hypno.de, wissenschaft@welt.de, wissen-online@sueddeutsche.de, leserbriefe@bild.de Betreff: FW: Unser Planet stirbt – Die Liparischen Inseln, zu denen der Vulkan Stromboli gehört, werden auch die Aeolischen(!) Inseln genannt! – Das Mitlesen von Mails ist offenbar keine Erfindung der Geheimdienste, der Olymp liest wohl schon recht lange mit, zumindest seit der Einführung des Internet. Für die eingefleischten Mechanistiker kommt es noch schlimmer: Am 8.3.2007 wurde die Zufahrt zum Düsseldorfer Flughafen in der Zeit von 21.45 Uhr bis 23.00 Uhr gesperrt, weil ein Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg entschärft werden mußte. An dieser Bombe muß ich in jungen Jahren einige hundert Mal vorbeigegangen und mit Rad und Auto vorbeigefahren sein, denn sie wurde nur wenige hundert Meter von meinem Elternhaus entfernt gefunden. Wenn Sie so wollen legten die Götter ihrem Advocatus Deorum den „Blindgänger“ zu Füßen, und zwar mit Vorankündigung: Planmäßig hob Flug LT 147 am 8.3.2007 von der Rollbahn des Flughafens in Alicante ab. Weil auch der Landeanflug planmäßig verlief, setzte LT 147 mit dem Advocatus Deorum an Bord pünktlich um 22.55 Uhr auf der Düsseldorfer Rollbahn auf. – Während des Landeanflugs war ein Feuerwerker damit beschäftigt, einen Spagat zu absolvieren: einerseits mußte er den „Blindgängereffekt“ zu vermeiden suchen, andererseits mußte er ihn fördern. Er mußte vermeiden, daß das Ding hochging und ihm damit „Zukunft“ sichern. Mutter Erde ist schon erstaunlich: Ich glaube nicht, daß die Besatzung der B-17, die seinerzeit die Bombe ausgeklinkt hatte, jemals einen Gedanken daran verschwendete, daß wenig mehr als 63 Jahre nach dem Abwurf derjenige , der den „Blindgängereffekt“ der klassischen Evolutionstheorie hinzufügte und „Uncle Sam“ die Worte „Join the IRA – Drop! Your! Fucking! Guns! Now!“ in den Mund legte, ihren Kurs kreuzen würde, – wenn sie denn den eigenen Fliegerhorst je wieder erreichte. Der „Blindgängereffekt“ wurde inspiriert durch eine Textstelle in Hoimar von Ditfurths „Wir sind nicht nur von dieser Welt“: >Das hier beschriebene Experiment wurde tatsächlich durchgeführt, und zwar vom amerikanischen Nobelpreisträger Joshua Lederberg. Zum Ergebnis dieses Experiments und zum Phänomen des Albinismus bemerkt Hoimar von Ditfurth: „Dies Ergebnis – es ist für das Verständnis so wichtig, daß ich es noch einmal hervorheben möchte – war weder angezielt worden (das Genom kann nicht zielen: Mutationen erfolgen zufällig und ungerichtet!) noch vorhersehbar gewesen (Eiszeiten, geologische Katastrophen oder die Invasion überlegener Konkurrenten kündigen sich nicht vorher an). Vielleicht war der Treffer, das ist alles, was dazu gesagt werden soll, unter diesen Umständen allein als Folge gerade eines völlig ziellosen >Herumballernsrichtigeoffen“. Bei ziellosem „Herumballern“ wären der Evolution mit Sicherheit bald die Patronen ausgegangen, wenn sie mit einem Gewehr eine Zielscheibe hätte treffen müssen. Sie haben oben aber gesehen, daß der „Munition“, die die Natur verwendet, eine explosive Tendenz innewohnt. Die Evolution gleicht daher nicht einem „herumballernden“ Präzisionsschützen, sie gleicht vielmehr dem Trommelfeuer des Ersten Weltkrieges oder den Bombenteppichen des Zweiten Weltkrieges. Beide hinterließen eine Unzahl von Bomben und Granaten, die zwar nicht ihr Ziel, aber zunächst einmal ihren Zweck verfehlten, indem sie als Blindgänger zu Boden gingen. Alle „perfekt“ an den „Zweck“ ihres „Daseins“ angepaßten Sprengkörper hatten ihre Mission erfüllt. Allein die Blindgänger nicht. Einige von ihnen harren heute noch tief im Boden ihrer „Zweckbestimmung“. Je häufiger aber „Blindgänger“ in die Welt gesetzt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß irgendwann einmal einer von ihnen explodiert. – Der Präzisionsschütze, der seine Munition „verballert“ hat, kann demgegenüber keinen einzigen Treffer mehr erzielen. Das ist der Unterschied. Vielleicht wäre v. Ditfurth auf den richtigen Gedanken gekommen, hätte er die zutreffende Metapher benutzt. Darwin prägte den Begriff vom „survival of the fittest“. Die deutsche Sprache machte daraus das „Überleben des Tüchtigsten“. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts und die europäische Einigungsbestrebung rechtfertigen es wohl, in versöhnlichem Ton vom „survival of the blindgängers“ zu reden. Wie der Zufall es so wollte, wurde die Maschine von Flugkapitän Lütgemüller gesteuert. Trotz erheblicher Turbulenzen während des Fluges, sah ich einer sicheren Landung entgegen, denn F.W. Lütgemüller hieß der Mann, der die Mensuren, die ich als Corpsstudent ausfechten mußte, sekundiert hatte. Und der Zufall wollte es so, daß all dies an dem Tag stattfand, an dem Rudolf Reiner Anicetus Jirka Geburtstag hat, der Mann, dessen Nachname Karel Zeemans „Reise in die Urwelt“ unauslöschlich in mein Gedächtnis gebrannt hat. – Wenn das „Zufall“ war, Reiner Zufall war das nicht. „Als so der Gott, wer immer es war, die Materie geordnet, So sie zerteilt und die Teile zu wirklichen Gliedern gestaltet, Ballte er gleich zu Beginn die Erde, damit sie auf jeder Seite sich gänzlich gleiche, zur Form einer riesigen Kugel.“ Quisquis fuit ille deorum, so lautet „der Gott, wer immer es war“ im Original. Ovid und seine Zeitgenossen rätselten über die Identität des „Schöpfergottes“. Die naturwissenschaftliche Kriminalistik hat ihn eindeutig identifizierbar gemacht. Es ist Vulkanus, den die Griechen Hephaistos nannten. – Den Passus der Identifikation des Schöpfergottes hatte ich aus meiner o.g. Mail an die FAZ gestrichen, weil ich ihn für zu dick aufgetragen hielt… Alle Substanzen, ich vermeide das Wort „Bausteine“, denn Bausteine sind passiv, die zur Organisation des Lebens beitragen, wurden und werden von Hephaistos aus dem Bauch der Erde an deren Oberfläche befördert. Allen voran das Wasser, gefolgt vom Kohlenstoff bis hin zu den „Spurenelementen“. Die besten Zeugen sind die thermophilen Archaebakterien, die nach wie vor Schwefelwasserstoff fressen, heute aber nur noch in der Nähe von unterseeischen Vulkanen (Black Smoker) siedeln. Sie sind die ältesten Lebewesen des Planeten. Und, das sei hier nur am Rande erwähnt, Hephaistos kann zwar hervorragend mit Hammer und Amboß umgehen, er ist aber kein Waffenschmied, sondern eher als Werkzeugmacher anzusehen, der Poseidon und Aeolos die Werkzeuge schmiedet, mit denen sie den Menschen nach Belieben Freude bereiten oder Schrecken einjagen. In der heutigen Welt sind und bleiben die mittelozeanischen Rücken das Haupttätigkeitsgebiet des Hephaistos, seine Black Smokers sind nämlich vor allem da zu finden, wo neue Erdkruste sich bildet, eben an den mittelozeanischen Rücken. Warum aber bildet sich überhaupt neue Erdkruste, warum wandern die Kontinente ziellos über den Planeten. Diese Frage wurde mir bislang von keiner geologischen oder geophysikalischen Veröffentlichung beantwortet. Es besteht der Verdacht, daß sie nicht einmal gestellt worden ist. Um sie zu beanworten, müssen wir unseren Blick wohl wieder einmal gen Himmel richten, wo der Mond seine Bahnen zieht. Die Erde dreht sich um ihre eigene Achse, der Mond auch. Beide zusammen drehen sich um einen gemeinsamen Schwerpunkt, um eine gemeinsame Achse. Diese wirkt im flüssigen Erdinneren gewissermaßen als „Rührstab“, der für ein wenig Chaos sorgt, das sich auf die Erdkruste als Plattenbewegung auswirkt. Betrachten wir deshalb zur Abwechslung einmal den Mond als den Hammer des Hephaistos. Dann bekommt der Zufall, daß die sich eingangs erwähnten Ereignisse innerhalb von wenigen Minuten genau am 2.3.2007 abspielten, eine neue Bedeutung, denn es war der Tag des Vollmonds und der Vorabend der Mondfinsternis, die am 3.3.2007 von Spanien aus von Anfang bis Ende zu beobachten war. Wie der „Zufall“ es wollte, sind Naturereignisse und Spielfilme im Fernsehen wenig kompatibel. Also zappte ich solange, bis ich eine Musiksendung gefunden hatte, die die Himmelserscheinung ein wenig untermalte. Wie der „Zufall“ es so wollte, strahlte der NDR just zu der Zeit, in der der Mond verdunkelt war, die Wiederholung der Wahl für den deutschen Beitrag des „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ des Jahres 2006 aus. – Der Gewinner verdient, der Vergessenheit entrissen zu werden, denn es handelte sich dabei um „No, no, never“ von Texas Lightning. – Es war für mich von Anfang an ein besonderes Lied, ohne daß ich diese Besonderheit zunächst hätte beschreiben können. Erst viel später erkor ich es zum Gegenstück des 23. Psalms. Aber erst anläßlich der Wiederholung wurde mir bewußt, daß der „Grand Prix“ im Jahre 2006 in Athen stattgefunden hatte. Sie können mich gerne für verrückt erklären, da wären Sie nicht der Erste, aber während ich mir Gedanken über die letztgenannten Zeilen machte, schaute ich kurz in das Video-Band aus dem Jahre 1984, auf dem sich sowohl „Der Tag, an dem die Erde Feuer fing“ als auch der BBC-Dreiteiler „Die Entstehung eines Kontinents“ befinden. Dort wird „El Capitan“ erwähnt, eine vom Eis extrem glatt geschliffene Felswand in Kalifornien, die 1000 Meter hoch ist. Und was soll ich Ihnen sagen? – Kaum fünf Minuten später wird im ARD-Nachtmagazin der neue Film von Pete Danquart vorgestellt, der die Besteigung des „El Capitan“ zum Thema hat: „Am Limit“. Ich gehe davon aus, daß Sie nunmehr am Limit ihres rationalen Fassungsvermögens angelangt sind. Was würde der „Vulkanier“ (Mr. Spock) wohl dazu sagen? – „Faszinierend“ Und was macht der Papst? – Der steht immer noch mit leeren Händen in der WELT vom 2.3.2007. – Auf Seite 28. — Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff