Enke litt unter Depressionen – Bundesliga – Fußball – sportschau.de

November 12, 2009

Enke litt unter Depressionen – Bundesliga – Fußball – sportschau.de.

 

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Saturns Schatten reicht bis in den tiefsten Brunnen. – Das kann wohl nur jemand ermessen und ausloten, der dem Brunnen entronnen ist. – Aber es ist, zumindest ist es meine Erfahrung, weniger die „Depression“, als vielmehr die Angst, die einen an den Rand des oder in den Tod treibt. Angs kennt nur zwei Handlungsalternativen: Kampf oder Flucht. Jeder, der an Spinnenphobie leidet, kennt das Phänomen: Mitunter ist die Spinne tot, bevor man sie richtig wahrgenommen hat. – Das andere Extrem konnte man am 11. September 2001 live im Fernsehen sehen: Es waren keine Depressionen, die einige Menschen dazu veranlaßten, aus den Fenstern der brennenden Zwillingstürme zu springen.

Robert Enkes Befürchtung, ein „Eingeständnis“ hätte seiner Karriere ein jähes Ende bereitet, war nicht unbegründet. „Bagbüxen“ genießen in der auf „Erfolg“ getrimmten Gesellschaft kein hohes Ansehen. – Als „depressiiv“ etikettierte Menschen sind suspekt.

Die „Medien“, die heute so verzweifelt nach Erklärungen suchen, hätten Robert Enke in ihrem Unverstand wohl in der Luft zerrissen, wäre er -freiwillig oder unfreiwillig – in „die Klapse“ gegangen. – Er wäre für sein Leben gezeichnet gewesen.

Interessanterweise fand ich in einem schon etwas betagten Buch über Psychiatrie das Kernthema meines Lieblingsseminars an der Uni wieder. Es lief unter dem Rubrum „Seminar abweichendes Verhalten und Labelling Approach“, unter der Leitung von Prof. Dr. Helmut Marquardt an der Uni Bonn im Sommersemester 1978. Der „Labelling Approach“ in der Kriminologie besagt, daß jemand nur deswegen kriminell ist, weil dieses Etikett, dieses „Label“ erfolgreich auf ihn angewendet wird. – Ähnlich scheint es mit dem Begriff „Depression“ zu sein. – Es ist zudem ein „Bündelbegriff“, der eine Reihe von Symptomen und Symptomatiken umfaßt, die offenbar nicht klar definierbar sind. – Wie dem auch sei, ich habe in meinem Leben eine Reihe von Personen kennengelernt, die als „ despressiv“ gelabelt worden waren. – Und auch mir wollte man von medizinischer Seite mehrfach den Stempel des „Depressiven“ aufdrücken. Mit dem Argument „ich habe Angst“ wurde ich einfach nicht gehört.

Das änderte sich im Jahre 1998, als man bei der Christoph-Dornier-Stiftung in Münster eine soziale Phobie konstatierte und mich auf die Straße schickte. Dort durfte ich meinen Mitmenschen aus der Bibel vorlesen. – Ein jahrelanger Leidensweg fand innerhalb von 14 Tagen ein jähes Ende. – Aber die Stigmatisierung, die blieb erhalten, weil ein derartiger Leidensweg auch zu gravierenden Einschnitten in der „Biographie“ führt.

Das ist die eine Seite. Die andere Seite dieses Ereignisses ist fast unglaublich. – Der Planet war wieder einmal pünktlich. Und das gleich in dreifacher Ausfertigung:

Meinen „Werbefilm“ für „Der Schnitter ging über den Jordan“ hatte ich nicht einmal 24 Stunden zuvor in die Welt getwittert. – „Der Schnitter ging über den Jordan“ ist nun einmal die Geschichte vom Ableben des Todes und vom Leben danach. – Und was passierte? – Robert Enke „nahm sich“ – wie wir Menschen es auszudrücken pflegen, „das Leben“, ein anderer wurde „hingerichtet“. – Vom Ergebnis her unterscheiden sich beide Vorgänge nicht. Was passierte noch? – Poseidon schaltete in Brasilien das Licht aus. Dasselbe hatte er in halb Europa getan just zu der Zeit, als die Daten von „Der Schnitter ging über den Jordan“ sich auf den Weg von meinem Rechner zum Server von „LULU.COM“ machten…

Und wenn Sie die Daten schon vergleichen: Am 19 Mai 2008 erhielt ich meinen ersten Autorenscheck von Lulu.com über etwas mehr als 20 $. – Das veranlaßte mich spontan, den schon fertigen Film über Zarathustras ersten Streich den Werbefilm für „Der Schnitter gng über den Jordan“ zu verwandeln. – Und dann schauen Sie einmal nach, was wenige Stunden später dem früheren Oberbürgermeister meiner Heimatstadt Düsseldorf , Joachim Erwin widerfuhr.


Eduard Zimmermann und Speedy Ferrero

September 20, 2009

Lieber Eduard Zimmermann, diese Falle wird wohl leer bleiben. MausefalleDenn der-/diejenige, die hineingehen sollte:

ist auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Möglicherweise ist die einzige Maus, nach der weltweit gefahndet wurde, Opfer ihrer eigenen Gier geworden. Denn seit ich ein angefressenes Spülmaschinentab gefunden hatte, hat sich der Hexer nicht mehr sehen lassen.

Es ist schon merkwürdig. Im Rahmen ihrer jüngsten Werbekampagne unterstellt die Firma Ferrero den olympischen Göttern einen unstillbaren Appetit nach Ferrero Rocher; Eduard Zimmermann stirbt, wenige Stunden bevor der Sender 3Sat den Griechen und ihren Göttern einen ganzen Thementag widmet…

Von dieser Stelle aus, – wer weiß, vielleicht sogar aus dem Pantheon -  lieber Ede Zimmermann, ganz herzlichen Dank für die Inspiration.


Rügen stirbt – Merkel machtlos

Januar 27, 2008

kaparkona.jpgKreideabbruch am Kap Arkona
Die Luftaufnahme vom 21. Januar 2008 zeigt den Steilküstenabbruch am Kap Arkona auf der Insel Rügen. Bei dem Erdrutsch am 19. Januar sind nach Angaben eines Feuerwehrsprechers auch Teile einer slawischen Wallanlage in die Tiefe gestürzt. Rund 1500 Kubikmeter Sand, Lehm und Mergel seien rund dreißig Meter in den Uferbereich gerutscht. (Quelle: www.spektrumdirekt)

Der Planet ist pünktlich, denn mein Beitrag: http://www.derwesten.de/community/problembaerbruno/stories/55065/

erschien nur wenige Stunden, bevor am Kap Arkona die Hölle losbrach.


Gott geht’s gut!

Januar 19, 2008

Wenn es Knut gut geht, wenn es „Flocke“ gut geht, warum sollte es Gott dann nicht gut gehen.

Jedenfalls überkam mich der Gedanke beim Anblick der jüngsten Bilder von „Flocke“ und dem Kontrast, den sie bilden zum gegenwärtigen „Dschungelcamp“ und zu den nicht mehr fernen Bildern der Sendereihe

„Ich bin Soldat, holt mich hier raus! -Tausche blaue Bohnen gegen Känguruhhoden.“

gottgehtsgut.jpg


Die Geschichte des „Freizeichens“

Dezember 31, 2007

Dieses ist die unglaubliche, aber Wort für Wort wahre Geschichte des „Freizeichens”, die würdig wäre, Einzug in die Sendung „X-Factor – unglaubliche Geschichten” zu halten:

Als ich den Schnitter über den Jordan schickte, verwies ich an einigen Textstellen auf den „Autralopithecus Superbus Procrustes“. Erst später kam ich darauf, daß dieser eigentlich nur aus dem Manuskript, dem ich den Arbeitstitel „Australopithecus Superbus – Der Mensch im Licht nichtlinear-dynamischer Evolution“ gegeben hatte und einem Haufen von Notizzetteln bestand.

Am „Procrustes“ war der britische Premierminister Tony Blair schuld, als er im Jahre 2001 die Royal Army zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche in Marsch setzte und Englands Kühe Feuer fingen.

Im tatsächlich vorhandenen Manuskript fehlen demnach eine Reihe von Informationen, die den Titel „Australopithecus Superbus Procrustes“ rechtfertigen.

Was also war zu tun?

Mir kam da so eine Idee, und die sollte sich als richtig erweisen, spätestens in dem Augenblick, als ich erstmals mit dem Phänomen „Book-Crossing“ in Kontakt kam und die Worte „Books just wanna be free“ vernahm:

Es gibt tatsächlich Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir uns nicht vorstellen können, die aber durchaus wirklich sind.

Merkwürdig genug, daß der Hinweis „Books just wanna be free“ sozusagen „just in time“ kam. Merkwürdig ist auch, daß das Buch den Titel „Freizeichen“ trägt. – Sie können seinen bisherigen und künftigen Weg unter www.BookCrossing.com verfolgen. Der BCID ist 609-4444-128.

Noch merkwürdiger sind allerdings die „Fundumstände“, die meinem Verdacht Vorschub leisten, daß die Informationen mich suchen.

Noch am Vorabend hatte ich darüber nachgedacht, ob es nicht sinnvoll wäre, meine Manuskripte einfach über lulu.com in die „Welt zu setzen“. Diese waren schließlich immer noch bei mir „gefangen“, ohne daß ich mir dessen bewußt war. Daß ich es tun würde, wurde mir am 27.10.2006 klar, als die Folge „Der Feuerball“ aus der Serie „Missing – verzweifelt gesucht“ in Kabel 1 über den Bildschirm flimmerte. Ich sah eigentlich gar nicht hin, aber unablässig drang der Name „Haisenbörg“ an mein Ohr. Wohlgemerkt, ich hatte den Fernseher laufen, aber eigentlich war ich mit der o.a. Frage beschäftigt.

Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: „Haisenbörg“ ist „Heisenberg“.- Werner Heisenberg, der Schöpfer der „Unschärferelation“. Als mir dieses Licht aufging, stand fest, daß meine Manuskripte kurzfristig als E-Books das „Licht der Welt“ erblicken würden.

Der Name Heisenberg hat mich förmlich elektrisiert, denn einige Tage zuvor war folgendes geschehen:

In der Dormagener Bibliothek lieh ich mir u.a. Fred. A. Wolfs „Der Quantensprung ist keine Hexerei“ aus. Darin fand ich einige Dinge, die ich mir so gedacht hatte, widergespiegelt. Das Wichtigste war jedoch der Umstand, daß Erwin Schrödinger das Atom in Analogie zu einer schwingenden Violinsaite betrachtet hatte. Da war sie wieder, die Harmonie der natürlichen Phänomene, nur auf der kleinsten beobachtbaren Größenskala. Das machte mich neugierig und ich holte „Gerthsen, Physik“ (21. Auflage) aus dem Regal , um mir die Schrödinger-Gleichung anzusehen. Für mich, der ich es mit abstrakten Gleichungen nicht so habe, enthielt sie kein Muster mit Wiedererkennungswert. Ich blätterte noch wenig in Kapitel 19 „nichtlineare Dynamik“ und schlug wie durch Zufall die Seite 1021 auf. Dort entdeckte ich, eigentlich ohne hinzusehen, Das Wort Kaffeemaschine und begann zu lesen:

„Als Percolation bezeichnet man das Durchsickern von Wasser durch den Erdboden oder durch Kaffeepulver (percolator = Kaffeemaschine), aber auch des Stromes oder des elektrischen Feldes durch ein inhomogenes Haufwerk von Teilchen verschiedener Leitfähigkeit bzw. Dielekrizitätskonstante.“ – Waren des doch meine Kaffeemaschine und das Ohmsche Gesetz gewesen, die am Ende zur Umkehr der Vorzeichen von Darwins Erkenntnissen geführt hatten!

Wenn man mit dem Gedanken schwanger geht, allen gängigen Weltanschauungen die Stirn zu bieten, ist einem doch recht mulmig zumute. Also stellt man die Frage in den Raum, ob es richtig ist, was man tut.

Und dann antwortet „der Raum“, er sendet zunächst einmal sein „Freizeichen“ in den Edeka-Markt in Dormagen-Nievenheim.

Mein Kühlschrank ist gut gefüllt, ich hätte am 28.10.2006 eigentlich nichts mehr einkaufen müssen.

Dennoch legte ich die gut 10 Minuten Fußweg zum EDEKA-Markt zurück, weil ich am 27.10.2006 im dortigen Getränkemarkt drei Flaschen „Füchsen- Alt“ (eine Düsseldorfer Bierspezialität) erworben hatte. Sie waren wegen des Mindesthaltbarkeitsdatums preisreduziert. „Füchsen“ schmeckt meines Erachtens nicht ohne „Flönz“. „Flönz“ ist die Düsseldorfer Übersetzung für das deutsche „Blutwurst“.

Nur wegen der „Flönz“ war ich eigentlich am 28.10.2006 bei EDEKA in Nievenheim. – Und ob man es glaubt oder nicht, es war nicht das erste Buch, das mich „gefunden“ hat.

Ich weiß nicht, wann ich es wieder „freilassen“ kann, aber am 29.9.2006 fand ich in der Stadtbibliothek Dormagen das Buch „Alles geben die Götter“. Man konnte es kostenlos mitnehmen. Ausweislich der im Buch vorhandenen Leserkarte war es zuletzt am 8.6.2001 ausgeliehen worden, davor hatte es nach dem 19.6.1992 niemand mehr der Lektüre für würdig befunden.

Aber auch dieses Buch kam bei mir durchaus nicht „zufällig“ vorbei. – Denn der französische Originaltitel „Un déjeuner de soleil“ hat ja eigentlich mit den Göttern herzlich wenig zu tun. Der Verfasser, Michel Déon, gehört laut Schutzumschlagvermerk zu den „Unsterblichen“ der Académie Francaise. – Selbstredend lebt oder lebte Déon abwechselnd in Irland und auf einer griechischen Insel. – Alle ‘Wege mögen nach Rom führen, aber keiner kommt an Irland vorbei!

Nein, noch kann ich dieses Buch nicht freilassen, denn ich entdecke gerade auf der anderen Seite des Schutzumschlages folgenden Text:

In dem Safe lag ein grüner Aktendeckel, auf dem in Großbuchstaben geschrieben stand:

ALLES GEBEN DIE GÖTTER.

Der Aktendeckel enthielt nur ein aus einem Notizbuch herausgerissenes Blatt:

Tut mir leid, mein Lieber, aber suche nicht. Ich habe das Manuskript vernichtet. Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluß gekommen, daß die Geschichte von Audrey nur mir gehört…“

Wie kann man Manuskripte nur vernichten! – Das darf man nicht einmal im Roman!

Manuskripte gehören ins Archiv. In früheren Zeiten, als Manuskripte tatsächlich noch „Handschriften“ waren, gab es davon immer nur ein Exemplar. Weil manche Manuskripte sehr wertvoll sind, versteckt man sie hinter Panzertüren. Sie sind unzugänglich, damit sie erhalten bleiben. Manuskripte, die mit dem Computer generiert werden, sollten meines Erachtens demgegenüber in der Welt der Bits und Bytes archiviert werden. Denn ob Tinte oder Laser, der Ausdruck des Manuskripts ist nicht das Manuskript, sondern eben nur dessen Ausdruck.

Bücher sind wie Bilder. Von es ersten Skizze bis zum fertigen Bild evolvieren sie. Zuweilen ist diese Form der Evolution erstaunlich. Mich erstaunt es immer wieder, wenn ich in meinen Manuskripten blättere und feststellen muß, wie grobmaschig das Netz der Informationen noch war, als ich es vor mehr als fünf Jahren geknüpft hatte. Aber es war doch engmaschig genug, daß viele Informationen, die danach auf mich zukamen, sich darin verfingen und das Netz immer engmaschiger werden ließen.

Aus diesen Gründen habe ich mich entschlossen, den folgenden Text so zu belassen, wie er ursprünglich war. Mit allen Tippfehlern und sachlichen Irrtümern. Sie halten also tatsächlich mein Originalmanuskript in Händen bzw. auf dem Bildschirm. Durch Sie wird das Manuskript aus Nullen und Einsen sicht- und erlebbar. Wenn Sie es lesen, geschieht etwas, das eine verblüffende Ähnlichkeit mit Beethovens „Neunter“ hat. Beethoven hat eine Ansammlung von Noten hinterlassen, mehr nicht. Erst durch die Augen eines Menschen, der die Schrift lesen und, das ist entscheidend, „hören“ kann, werden aus Noten wieder Musik.

Erst durch Sie, lieber Leser, wird aus der „Buchstabensammlung“ wieder das Manuskript, das ich verfaßt habe. Das Internet, das für mich die Re-Globalisierung menschlicher Kommunikation darstellt, ist ein wunderbares Archiv. Alles, was darin archiviert wird, ist für alle zu jederzeit zugänglich, ohne daß ein Museumswärter den Zugang zum Dokument mit dem Hinweis auf einen fehlenden Stempel des Kurators verweigern könnte… .

Ich wüßte nicht, daß vor mir jemand auf die Idee gekommen wäre, eine Notiz oder ein Manuskript dadurch zu „archivieren“, daß er es allgemein und jederzeit „wiederholbar“ zugänglich gemacht hätte.

Das Besondere am Netzwerk-Archiv ist die „Bombensicherheit“. Die Sprengkraft aller auf der Welt existierenden Atombomben, Bomben, Granaten und Minen reicht nicht aus, das Internet vollkommen zu zerstören. Und ist eine Information durch Ausruck erst einmal in die „physikalische“ Wirklichkeit des mit den Händen zu fassenden „Tauschens und Teilens“ umgesetzt, bleibt sie auch dann erhalten, wenn auf der ganzen Welt endgültig der Strom ausfallen sollte.

Der Australopithecus Superbus, wie er nachfolgend beschrieben wird, unterscheidet sich nur in Details vom Australopithecus Superbus Procrustes, dem Hologramm der Evolution.

Einzufügen ist noch das Kaptiel „Let’s talk about Sex, Lucy“.In die Liste der beispielhaften Genozide werden noch der Völkermord der Gileaditer an den Flüchtigen von Ephraim aufgenommen werden (Richter 12, 4-6) und der Völkermord Trajans an den Dakern Einzug halten.

Das „Freizeichen“ ertönte übrigens bis zum 1.11.2006. Für das Zeitmaß der Evolution nicht einmal ein Wimpernschlag. Dann kam das „Go!“ Während der „Schnitter“ sich auf den Weg über den Jordan machte, braute sich über der Nordsee ein Sturm zusammen und fegte über die Nordseeküste. In ihrer Ausgabe vom 1.11. 2006 titelte die FAZ unter der Rubrik „Natur und Wissenschaft“

Die Honigtöpfe der Lebenswissenschaften

Mit der genetischen Entzifferung der Biene beginnt eine neue Ära

Spur des Neandertalers im modernen Menschen

Furchterregende Vögel

Aufmarsch der Viren

Viren marschieren nicht auf, die Vögel, von denen die Rede ist, gibt es schon seit Jahrtausenden nicht mehr, die Spur des Neandertalers im modernen Menschen ist eine Selbstverständlichkeit und hat, gestatten Sie mir den Ausflug in die Vulgärsprache, mit Vögeln zu tun. Aber, dem Verfasser des Artikels über die Honigtöpfe, Jürgen Tautz, sei es ins Stammbuch geschrieben, die Biene Maja läßt sich nicht entziffern, nur bestaunen.

Am 4. 11. 2006 „bastelte” ich gegen 22.00 Uhr an obigen Zeilen. Ohne daß es mir aufgefallen wäre, gingen in halb Europa die Lichter aus. Der „reine Zufall und nichts als der Zufall” können als „Ursache” nahezu ausgeschlossen werden. Denn der „Stromausfall” stellte gleichzeitig eine „leitende” Verbindung zur Insel Rügen her: Man stellte den Strom ab, weil ein Produkt der Meyer-Werft auf dem Weg in „Poseidons Reich” war. In den frühen 90-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war die Meyer-Werft Tagesgespräch auf Rügen. Man wollte sie in Saßnitz ansiedeln, dann wollte man sie wieder nicht in Saßnitz ansiedeln. Die Meldungen wechselten sich ab wie die Blütenblätter des Gänseblümchens: Die Meyer-Werft kommt – die Meyer werft kommt nicht – die Meyer-Werft kommt – die Meyer-Werft kommt nicht…

In der Folgezeit griff ich oft zum Notizzettel, um die „zufälligen” Hinweise aus dem „Raum” festzuhalten, ohne zu ahnen, daß daraus eine eigenständige Geschichte des „Freizeichens” entstehen würde. Immer wieder hinderte mich etwas daran, das „Freizeichen” freizulassen, eines der schönsten Beispiele hierfür sind die Ereignisse vom 7.12.2006, die ich in einer E-Mail an den EXPRESS unter dem 8.12.2006 festgehalten habe:

Ich war gerade im Begriff, das Buch „Freizeichen”, das im Wege des „Book-Crossings” zu mir gefunden hatte, im Foyer der VHS Düsseldorf am Berta-von-Suttner-Platz wieder „freizulassen” als mir die Ankündigung einer Vortragsveranstaltung des Internationalen Bildungszentrums „Die Brücke” ins Auge sprang.

„Halt! – dachte ich.

Der Reihe nach:

Das Buch „Freizeichen” ist ein Buch, das sich „auf Reisen” befindet. Sein Weg kann unter www.bookcrossing.com unter dem BCIdentity-Code 609-444 128 zurück- bzw. weiterverfolgt werden.

Seit das „Freizeichen” bei mir ist, haben sich, ich will es vorsichtig ausdrücken, einige Kommunikationswege erheblich verfeinert.

Nachdem ich im November das Gefühl nicht loswurde, bei allen „in den Raum” gestellten Fragen ein „Freizeichen” bei den Göttern zu vernehmen und am Ende deren „Go!” zu hören, wurde ich am 7.12.2006 das Gefühl nicht los, als würde jemand erwarten, daß ich auf sein „Freizeichen” hin den Hörer abnähme:

Die Ankündigung, auf die mein Blick fiel, war überschrieben mit: „Die Wiederkehr des Dyonisos bei Nietzsche – Harmonie der Liebe oder tragischer Untergang?”

Im folgenden Text tauchen dann die Götter Eros und Pan auf.

Nahezu gleichzeitig arbeiteten die Redakteure der RHEINISCHEN POST an Artikeln, in denen von Mars, Venus und Vulkan die Rede war. Gleichzeitig dachten sie Redakteure des Kölner EXPRESS ein Bild aus, in dem sie Kardinal Meissner vor dem Hauptwerkzeug des „Göttervaters”, dem Blitz, erscheinen ließen:”UNGEWITTER ÜBER KARDINAL MEISSNER”. Wenige Stunden zuvor hatte Aeolos in London seinen Schabernack getrieben und Pan ein wenig die Flöte geblasen. Ein Mini-Tornado hatte die Bevölkerung im Norden Londons in Angst und Schrecken versetzt.

- Der arme Kerl weiß doch gar nicht, wie ihm geschieht, und er weiß nicht, welcher der Götter mit ihm seinen Schabernack treibt.

„Quisquis fuit ille deorum?” – Wer von den Göttern war das? – so möchte man fast fragen, wären die Götter nicht alle lediglich Aspekte des EINEN.

Aus diesem Grunde war es richtig, das das „Freizeichen” noch einige Tage festzuhalten. Der Kardinal Meissner aber, der wird sich ein wenig die Leviten anhören müssen.

Ich schätze, dann wird die Mission des „Freizeichens” erfüllt sein, es kann seine Reise fortsetzen:

 

Lieber Kardinal Meissner,

ich schätze, Sie haben mit Ihrem Verbot, multireligiöse Feiern zuzulassen, voll daneben gegriffen.

Das kann vorkommen, sollte Sie aber dazu veranlassen, sich ein paar Gedanken zu machen, ob „Verbote” im Sinne des Schöpfers sind.

Dieser hat nämlich alle Menschen gleich geschaffen, wie das MPI für evolutionäre Anthropologie in Leipzig herausgefunden hat

„Seit kurzem zählt man sechs Milliarden Menschen auf der Erde – verteilt über alle Kontinente sowie auf unzählige, nach Hautfarbe, Sprache, Religion, Kultur und Geschichte unterscheidbare Gruppen. Doch diese bunte Vielfalt ist nur „Fassade“. Denn auf molekulargenetischer Ebene, das zeigen jüngste Analysen an Schimpansen (Science, 5. November 1999), durchgeführt am Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, bietet die Menschheit ein überraschend einheitliches, geradezu „familiäres“ Bild: Verglichen mit ihren nächsten tierischen Verwandten, den Schimpansen, sind alle derzeit lebenden modernen Menschen immer noch „Brüder“ beziehungsweise „Schwestern“…”

So das Statement der Presseerklärung, die von der Max-Planck-Gesellschaft am 4.11.1999(!) zur Veröffentlichung freigegeben wurde. Sie finden es als PDF-Datei in der Anlage.

Wenn wir alle, Sie und ich, ich sage besser Du und ich, Brüder und Schwestern sind, wer soll denn da von woher die Befugnis haben, den Bruder oder die Schwester vom Tisch des Herrn zu weisen?

Muß es nicht vorrangiges Ziel aller Konfessionen sein, den Kindern in der sich reglobalisierenden Welt wieder beizubringen, auch im „Fremden” den „Bruder” bzw. die „Schwester” zu erkennen?

Ist es nicht an der Zeit, dem „globalisierten” Wahnsinn des „globalen Bürgerkriegs” ein Ende zu setzen?

Ich habe oben den Begriff „Konfession” benutzt, denn es gibt auf dem Planeten keine unterschiedlichen „Religionen”. Juden, Christen, Moslems, Buddhisten, oder die Anhänger der verschiedensten „kleineren Religionen”, sie haben nur unterschiedliche „Konfessionen”, unterschiedliche Glaubensbekenntnisse.

Von „religio” ist jedoch bei kaum einer etwas zu spüren:

Katholische wie evangelische Theologen haben Latein gelernt. Sie haben aber offenbar vergessen, was „religio” in seiner ursprünglichen Bedeutung meint: „Bedenken, Skrupel”. Bedenken gegenüber dem eigenen Handeln und Skrupel gegenüber den Mitmenschen und dem Planeten, der unser aller Leben garantiert.

Bei Karl Kéreny (Antike Religion) fand ich übrigens die schönste Übertragung des lateinischen „religio” – „wählerische Behutsamkeit”.

„Behutsamkeit”, das hat viel mit „Hüten” zu tun. „Hüten” aber heißt aufpassen, nicht kommandieren. Insofern ist jeder Stier einer Rinderherde ein besserer Hüter als jeder Episcopos.

Eine Art „rechtsvergleichender” Betrachtung über die Verfassung eines Bienenstaats, eines Löwenrudels, einer Rinderherde und des „Staates” finden Sie unter www.lulu.com/advocatusdeorum.

Dort finden Sie auch die überraschende Antwort Gottes auf Kains Frage: „Soll ich meines Bruders Hüter sein?”

Mit freundlichen Grüßen

 

Am 9.12.2006 hatte ich meine Ex-Frau besucht. Eigentlich wollte ich mit dem Bus um 16.10 Uhr nach Hause gefahren sein. „Hast Du nicht Lust, mit mir zum HIT zu fahren, ich muß noch ein paar Sachen einkaufen, und wir können da noch einen Kaffee trinken”. – Also fuhr ich nicht nach Hause sondern mit meiner Ex zum HIT.

Überrascht war ich dann doch, als wir den HIT verließen, denn dann kam der Hit:

Frisch plakatiert erschien da die Silhouette des Stiers, wie von hinten angestrahlt. Die Firma Osborne mußte den Auftrag erteilt haben, just an diesem Wochenende die entsprechende Plakatwand mit der Osborne-Reklame zu versehen.

Der Sender Pro7 strahlte am 10.12.2006 ein „Galileo Spezial” über sogenannte Killermeteoriten aus. Die Sendung begann mit einem Zitat aus der Offenbarung de Johannes und forderte nachgerade dazu heraus, das aus dem Zusammenhang gerissene Zitat zu vervollständigen und den Autoren der Sendung entgegenzuhalten.

Auch am Abend des 12.12.2006 war ich mit dem Abfassen der entsprechenden Mail beschäftigt. Gegen 18.20 Uhr rief ich aus einer Laune heraus meine Mutter an. Zwanzig Minuten später legte ich wieder auf und zappte zum ZDF, weil mir eingefallen war, daß dort gerade die neueste Folge von „SOKO Wismar” lief. – Sie müssen wissen, daß ich im Jahre 1991 die Stadt Wismar zu meiner „Lieblingsstadt“ erkoren hatte. – Der Drehbuchautor hatte dieser Folge den Titel „Tödliche Hörner” gegeben. In den letzten 10 Minuten des Films stellte sich heraus, daß ein Stier den am Boden liegenden Bauern mit Todesfolge attackiert hatte. – Allerdings nicht aus „eigenem Antrieb”. Erst nachdem ihn die Bäuerin mit der Mistgabel malträtiert hatte, war er wütend geworden… – Der arme Kerl mit den unschuldigen Augen war nicht einmal ein „gewöhnliches” Rind, er war Bulle bei den Schottischen Hochlandrindern.

Ein Grund mehr, den Sender Pro7 aufzufordern, sich wegen des Meteoriteneinschlags vom 8.10.-2006 in Troisdorf, der einem alten Mann sein Zuhause genommen hatte, gegenüber der Dynamit-Nobel AG und den Troisdorfer Kommunalpolitikern für einen vollen Ersatz des erlittenen Schadens einzusetzen. Denn der „Kelch” eines kosmischen Katastrophe war an Troisdorf um Haaresbreite vorübergegangen. Hätte ein nur wenig größerer Meteorit das Betriebsgelände der Dynamit-Nobel AG getroffen, Troisdorf wäre „ausradiert” worden. Am 15.12.2006 hatte ich die Mail noch nicht ganz fertig. Gegen 17.30 hatte ich beim „Autohaus Tolles” in Dormagen Ückerath getankt und war auf dem Weg, den Wagen zu meiner Ex-Frau nach Dormagen-Gohr zu bringen. Zwischen Ückerath und Gohr liegt ein kleiner Wald, den man hier Mühlenbusch nennt. Beim Durchqueren des Mühlenbuschs fiel mir links oben ein weißer Streifen am Himmel auf, ähnlich einer Rauchfahne. Ich fuhr langsamer um, zu schauen: ein „Kondensstreifen” konnte es nicht sein, dafür war das Ding zu unregelmäßig und zu nahe. Als ich den Mühlenbusch verließ, konnte ich die „Leuchtspur” im Licht der untergehenden Sonne genau verfolgen. Sie zog sich von Ost nach West über Nievenheim-Ückerath, Gohr bis hin ins Rheinische Braunkohlerevier. Die Schlangenlinien, die das Objekt an den Himmel gezaubert hatte, ließen drei Schlüsse zu: Entweder hatte der Weihnachtsmann zuviel getrunken oder ein Flugzeug war abgestürzt oder ein Meteorit war hier und heute in die Erdatmosphäre eingetreten. Die Fallvariaten eins und zwei ließen sich schnell ausschließen. Folglich bleibt nur die dritte Alternative. – Und wieder einmal muß die Frage erlaubt sein: war das „reiner” Zufall?

Waren die Dinge, die sich am 18.12.2006 ereigneten, „reiner” Zufall? – Gegen 17.20 war ich bei EDEKA in Nievenheim einkaufen, da, wo mir das „Freizeichen” begegnet war. An der Wursttheke sah ich ein Stück „Flönz”. Zur Bedienung sagte ich: „Da, das Stück Blutwurst hat „Mitnehmen” gerufen.” Da ich noch Bier brauchte, stand ich vor einer Entscheidung: Ich hätte mit dem Bus um 17.29 Uhr bequem zum ALDI fahren und einen Six-Pack „Karlskrone Gold” kaufen können. Im Getränkemarkt bei EDEKA gibt es Oettinger „Hell”, das auch sehr gut schmeckt. Ich entschied mich für den Getränkemarkt. Und, was soll ich Ihnen sagen, an der Kasse stand ein fast leerer Kasten „Füchsen-Alt”, 50% Rabatt wegen MHD.

Damit ist das Signal zur „Freilassung” des „Freizeichens” gegeben. Da ich mir noch nicht sicher bin, wo ich es freilassen werde, wird wohl die „Holstentor” – 2€ -Münze darüber entscheiden. Denn auch diese ist mir unter der „Aufsicht” des „Freizeichens” zugespielt worden.

Das „Holstentor“ entschied, das „Freizeichen“ an der Fundstelle wieder freizulassen.


Poseidons Trommelwirbel

September 14, 2007

Es funktioniert noch immer:

Was mit dem Beben von Bam (Iran) am 26.12.2003 begonnen und sich über „Poseidons Paukenschlag“ (26.12.2004) und eine Reihe weiterer Erdbeben fortgesetzt hatte, funktioniert noch immer. Als ich folgenden Kommentar zum Artikel „der lockere Lebenswandel der Zebras“ in WELT-ONLINE schrieb:

„Gerhard Altenhoff meint:

10-09-2007, 17:29 Uhr

Sie schreiben sehr richtig: „scheinbar wahllos“ – man darf gespannt sein, welche Muster sich herausbilden. Mit Sicherheit kann aber jetzt shon gesagt werden, daß dieses „Muster“, wenn man dereinst seine Bahnkurve“ generiert, sehr harmonisch anmuten wird.
Denn das bemerkenswerte Verhalten der Zebras zeigt, daß auch eine Herde nicht ohne die drei Prinzipien der Evolution auskommen kann: Wechselwirkung (Kommunikation), Zusammenwirken (Kooperation) und Harmonie.“

hätte ich fast auf ein signifikantes Erdbeben am 11.9.2007 gewettet. Aber der Planet hält gewöhnlich eine 48-Stunden Frist ein. – Und die hat er eingehalten. Man könnte fast glauben, er habe mit dem Trommeln den 90.Geburtstag meines Patenonkels abgewartet…

Was sich da zur Zeit vor Sumatra ereignete, kann man wirklich nur noch als Trommelwirbel bezeichnen: Man schaue sich nur die aktuellen Informationen beim http://www.gfz-potsdam.de/index.html an.


Kommentar gelöscht – Gott sei Dank!

September 10, 2007

Die Redaktion von WELT-ONLINE erdreistete sich wieder einmal, einen meiner Beiträge zu löschen:

Auf den Kommentar:

 

WER MACHTE DEN WIND? meint:

09-09-2007, 16:43 Uhr

Wenn sich mit dem Wind mal nicht der liebe Gott persönlich gemeldet hat und versuchte, seinen eitlen und erzkonservativen selbsternannten „Stellvertreter“ von der Bühne zu fegen?!

antwortete ich:

@wer machte den Wind?
Ganz so war es nicht. Aber der, der den Wind machte, war derselbse, der dem Papst anläßlich des Weltjugendtages in Köln die Mütze vom Kopf fegte: „Donn die Kapp eraaf, du bis hä nit em Fastelovend“ – Aelos hat Humor, wie sich nicht zuletzt darin zeigt, daß er unlängst seine Torndos das thürinigsche Dorf „Quirla“ ein wenig verquirlte.
Aeolos war es wohl auch, der am 8.4.2005 im Auftrage des Olymp auf dem Petersplatz „Akteneinsicht“ nahm. – Wer erinnert sich nicht an die Bilder des vom Wind bewegten Evangeliums auf dem Sarg Johannes-Paul II. – Was Aeolos da zu Gesicht bekam, hat ihm wohl nicht so ganz gefallen, denn immerhin mußte er zur Kenntnis nehmen, daß das „Vaterunser“ einen „Forderungskatalog“ enthält. (Brot, Vergebung, Befreiung vom Bösen) – Auch das Gleichnis vom „guten“ Hirten ist wohl nicht so ganz im Sinn der Götter, denn der „gute“ Hirte, der sich für seine Herde aufopfert, ist der denkbar schlechteste aller Hirten: Er läßt sie im Stich und gibt sie schutzlos preis. Der wahrhaft gute Hirte benimmt sich hingegen wie ein „Leitstier“: Er führt seine Herde von der Gefahr weg. Wenn es hart auf hart kommen sollte, handelt er nicht allein sondern macht mit den anderen Stieren der Herde gemeinsam Front.
Am Ende klappte Aeolos vor den Augen der Weltöffentlichkeit die Akte Jesus mit einem heftigen Windstoß zu.

Nach den 18.00Uhr-Nachrichten von n-24 spätestens war mein Kommentar verschwunden. – Gott und der Redaktion von WELT-ONLINE sei Dank! – Denn ich hatte meinen Kommentar abgegeben, bevor ich mir die Bilderstrecke angeschaut hatte. erst die 18.00-Uhr-Nachrichten von n-24 brachten mich auf die Idee, mal näher hinzusehen. In der genannten Nachrichtensendung wurde gezeigt, wie dem Papst, nunmehr zum zweiten Mal die Kappe vom Kopf gezogen wurde. – Quisquis fuit ille deorum? -wer von den Göttern war das? Beim Weltjugendtag geschah dies zur Begrüßung, in Wien sagte Aeolos auf diese Weise zum Abschied leise „Servus!“

Der Planet ist wieder einmal pünktlich. Denn es verging gerade einmal ein Tag, seit das Poster unkaputtable hier erschien. Ich mußte lachen: während Poseidon die Umstehenden in sein kühles Naß tauchte, zupfte Aeolos unablässig am Mantel des Papstes. Und dann verhüllte er ihm gar noch das Gesicht. – Eigentlich schade, daß ich das nicht live habe verfolgen können.

 

 

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Schutzengel Poseidon

September 8, 2007

Wie immer ist alles eine Frage der Aufmerksamkeit. Den Film Apollo 13 hatte ich in den vergangenen Jahren weiß Gott wie oft durch meinen Videorekorder gejagt. Heute wurde er von RTL II ausgestrahlt. Und erst heute sind mir die Namen der beiden Raumfahrzeuge so richtig zu Bewußtsein gekommen: Odyssey und Aquarius. – Aquarius, die Landefähre, erwies sich für die Besatzung von Apollo 13 als der „rettende Engel“. „Aquarius“ ist aber niemand anders als Poseidon höchstpersönlich. – Natürlich alles „reiner Zufall“!

Noch ein „Zufall“: Am 1.9.2007 ging mein Blog www.gehorsam.wordpress.de ins Netz. Es zeigt u.a. ein „Führerbildchen“ mit dem Warnhinweis:

GEHORSAM KANN TÖDLICH SEIN

- Keine 24 Stunden später versank die griechische Region „Kassandra“ in den Fluten.

Als ich meine Dateien hochlud, hatte ich nicht auf das Datum geachtet: 1. September, Jahrestag des „offiziellen“ Beginns des 2. Weltkriegs. – Auch an Kassandra und ihre Warnungen hatte ich keine Gedanken verschwendet, bis am 3.9.2007 der Sender N – 24 von den Überschwemmungen in der Region „Kassandra“ berichtete. Die übrigen Nachrichtenredaktionen hatten zwar die Überschwemmungen ebenfalls in ihrem Nachrichtenrepertoire, aber „Kassandra“, dieser Name war wohl so unwichtig, daß man vergeblich nach ihm googlet, wenn man über die Überschwemmungen vom 2.9.2007 etwas erfahren will.

Alle PISA-Geschädigten seien daran erinnnert:

Die Seherin Kassandra warnte die Trojaner vor dem „Hölzernen Pferd, das als „Danaergeschenk“ in den Schatz der „geflügelten Worte“ hineintrabte. Das „Danaergeschenk“ bedroht heute im Wege der „Vorzeichenumkehr“ als „Trojaner“ die Freiheit der Internetnutzer.

Wenn ich mich recht entsinne, prophezeite Kassandra dem „listenreichen Odysseus“ auch seine unfreiwillige Kreuzfahrt. Weder die Trojaner noch die Griechen nahmen Kassandra ernst, obwohl all ihre Prophezeihungen sich am Ende als zutreffend entpuppten.

Wären die „Onlinedurchsuchungen“ doch bloße „Danaergeschenke“:

Es ist viel schlimmer, unsere „Politiker“ aller Couleur entsprechen den „Danaern“, die nach dem trojanischen Krieg von den Fahrten des Odysseus profitierten. Sie machten sich im Hause des Odysseus breit und buhlten um die Gunst der Hausherrin. Die „Politiker“ und die „Parteien“, die von ihnen repräsentiert werden, benehmen sich nicht anders als die Freier im Hause Penelopes:

Während Odysseus und seine Mannen noch unterwegs waren, fraßen sie Ithaka so gut wie leer. – Bis Odysseus heimkehrte.

Wenn der Deutsche „Rehakles“ die Griechen zur Europameisterschaft führen konnte, warum sollte der Trick nicht auch umgekehrt funktionieren? – Warum also sollte Ithaka nicht an der Spree vom Joch der Freier befreit werden?

Durch Elbe, Spree und Havel lenkte der listenreiche Odysseus der Griechen stolzgeschnäbelte Schiffe ins Herz des heiligen Deutschland.

(Ähnlichkeiten mit der Dichtung Homers wären rein zufällig, wenn es denn einen Zufall gäbe.)

Apollo 13, das war nicht der erste Flug für den Astronauten Jim Lovell. Lovell und seine Kollegen Borman und Anders hatten mit Apollo 8 erstmals die beeindruckenden Bilder geliefert, die zeigen, wie die Erde vom Weltall aus gesehen „wirklich“ aussieht. Die Bilder von Apollo 8 wiederum waren Angangsbedingung für das kleine Poster, das Apollo 8, Apollo 13, St. Neptune und die „frohe Botschaft“ miteinander verklammert:

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Ein Wort zum Sonntag mit Folgen

August 2, 2007

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: „DasErste.de“ <newsrobot@online.daserste.de>
Gesendet: 31.07.07 15:15:33
An: <der.souveraen@deutschland.ms>
Betreff: Das Wort zum Sonntag vom 28.07.2007
Hier kommt „Das Wort zum Sonntag“ vom 28. Juli 2007,
gesprochen von Stefan Claaß
Sog statt Druck
Raus aus dem Alltagsstress. Die einen stehen im Stau auf der Autobahn und denken: Ich muss mich unbedingt erholen, ab sofort! Auf der Gegenfahrbahn sitzen die anderen mit einem komischen Gefühl im Bauch. Am Montag geht das normale Alltagsleben wieder los. Bei zwei Freunden stellt sich das nach dem letzten Urlaub so dar: Sie arbeitet in der Verwaltung eines großen Konzerns. Vor dem Urlaub waren zwei ältere Kollegen in den Ruhestand verabschiedet worden: „Alles Gute!“ Leider wird dafür niemand neu eingestellt. „Ach“, heißt es, „Ihre Abteilung ist so gut, Sie schaffen das schon, auch ohne die beiden.“
Ihr Mann steht privat unter Druck. Jede Woche fährt er über hundert Kilometer hin und zurück, um nach seiner betagten Mutter zu sehen, die allein in ihrer Wohnung lebt.
Fast niemand lebt ohne Druck in seinem Alltag. Aber wie merken wir, wenn der Druck zu groß wird und beginnt, uns krank zu machen? Nicht nur bei der Tour de France wird nach Mitteln gesucht, übergroßem Druck standzuhalten. Auch in vielen Büros, Pflegeheimen und im Hobbysport wird manche Pille eingeworfen. Auf Dauer nicht zu empfehlen.
Ich glaube es ist gut, so früh wie möglich wahrzunehmen, wenn sich Druck aufbaut und ein Ventil zu suchen. Das erste und einfachste Ventil ist, mit jemandem zu reden. Am besten mit einem Menschen, der ein bisschen Abstand zu meiner Situation hat. Denn Druck hat mehr Macht über mich, je länger ich damit allein bleibe.
Eine andere Erfahrung ist mehr ein Geschenk als eigene Bemühung. Mir ist da als Musterbeispiel ein Schulfreund vor Augen. Er hat mehr schlecht als recht seine Trompete traktiert. Üben war ihm ein Gräuel. Irgendwann hat er dann plötzlich freiwillig ganze Nachmittage geübt. Bald danach tauchte er im Schulorchester auf. Der tiefere Grund war, wie wir bald feststellten, keine überraschende Persönlichkeitsveränderung, sondern eine ausgesprochen attraktive Flötistin aus der Parallelklasse.
Es ist ein besonderes Geschenk, wenn sich in meiner Drucksituation eine neue, bisher unentdeckte Perspektive auftut. Das betrifft nicht nur unseren praktischen Alltag, das gilt ähnlich für den Glauben. Lange Zeit war die Kirche meisterhaft darin, Gott in Anspruch zu nehmen, um Menschen Druck zu machen. Martin Luther hat das als junger Mann heftig durchlitten. Sein Vater hatte ihm Druck gemacht, Jurist zu werden. Und in Luthers Vorstellung war Gott auch jemand, der Druck macht, ständig zu beichten und zu beten. Dann wurde es die Entdeckung seines Lebens, eine Befreiung, dass Gott viel lieber lockt und einlädt. Luther hat das seinen Studenten später so erklärt: „Gott steht nicht mit der Keule hinter dir, sondern mit einer Flasche gutem Muskatellerwein vor dir, um dich einzuladen.“
Meine Freunde haben in ihrer privaten Drucksituation einen solchen Perspektivwechsel gefunden. Sie denken weniger daran, was der Mutter alles passieren könnte. Dafür erleben sie die gemeinsamen Zeiten in dieser letzten Lebensphase entspannter und bewusster.
Ich wünsche Ihnen gute eigene Ideen und hin und wieder das Geschenk einer neuen Perspektive im Alltag.

Lieber Herr Claas,
ähnlich, wie Sie die Begegnung Luthers mit Gott geschildert haben, ist es mir ergangen. – Es war wie eine plötzliche Einladung eines guten Freundes. – Und dieser hat mich seitdem nicht mehr verlassen. Ich nenne ihn „der Planet“
Anläßlich des diesjährigen Pfarrfestes der St. Pankratius-Gemeinde in Dormagen Nievenheim kam es zu einer Begegnung, auf die der Titel „Absolut Unheimlich“ zutrifft. „Absolut Unheimlich“, ein Jugendbuch mit Gespenstergeschichten, wurde mir in der Stadtbibliothek Dormagen am 8.1.2007 ebenso „zugespielt“ wie Prof. Heinz Habers „Stirbt unser blauer Planet?“.
St. Pankratius hat mich auf seinen Pfarrrfesten seit 2001 unablässig mit Büchern „versorgt“, die Informationen enthielten, die ich just zu diesem Zeitpunkt brauchte. – Die Bücherliste ist lang. Das diesjährige Pfarrfest fiel „per Zufall“ auf den 66. Jahrestag der Bombardierung meines Elternhauses.
In diesem Jahr kamen die absolute Besonderheit:
Dorice Hannans Buch „Darum soll mein Bogen in den Wolken sein – Einführung in die Welt der Seele“. Titelbild
In der Einleitung schreibt Dorice Hannan:
„1. Moses 9: «Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allen lebendigen Seelen in allem Fleisch, das auf Erden ist.» Für mich ist der Regenbogen ein Symbol des ewigen Lebens, der totalen Harmonie und eine Brücke zwischen den Welten. Immer wieder, wenn sich mir ein Stück Wissen eröffnete, fand ich die Bestätigung dessen in alten Schriften, denn es gibt nichts Neues in der Welt, es sind dieselben Mosaikstücke, wieder und wieder zu neuen Mustern geformt. Alles ist und bleibt gleich, dennoch sich dauernd ändernd, sich ewig erneuernd. Meine Bilder möchte ich Ihnen zeigen, meine Erfahrungen mit Ihnen teilen. Doch seien Sie bitte vorsichtig, falls Sie ein Verstandesmensch sind. Verständnis ist nicht zu erlernen, doch ist Verständnis das Ziel, auch wenn das, was Sinn macht, erst wie Unsinn aussieht. Ich werde versuchen, Ihnen beizubringen, wie man mit geschlossenen Augen sieht, werde versuchen, Ihren Standpunkt zu ändern und Ihnen einen Blick ins Unsichtbare zu geben. Nochmals möchte ich Sie warnen, wenn Sie ein wissenschaftlicher oder wissenschaftsgläubiger Mensch sind: dann lesen Sie bitte nicht weiter. Sie würden sich nur über meine Fehler ärgern und mit der ganzen Sache nichts anfangen können. Es ist das, worum es hier geht, wissenschaftlich ein Nichts. Es ist nicht zu begreifen, denn diese Dinge sind im wahrsten Sinne des Wortes unfassbar. Es sei denn, Sie verlassen das Gefängnis, das Ihr Körper ist, und gehen auf Astral Wanderung. Aber das wäre ja nur ein Traum, oder? Träume, so wird gesagt, sind Schäume. Und Schäume, wie auch Seifenblasen, sind fast so schwer zu halten wie Regenbogen.
Ich will versuchen, es einfacher zu erklären: Hätte ich einen Samen oder eine NUSS in der Hand, könnte ich nicht beweisen, dass aus der NUSS ein Baum und aus dem Samen eine Pflanze entstehen kann, ich müsste die NUSS zerbrechen, um an ihre Bestandteile heranzukommen, müsste den Samen zerstören und damit würde ich die Möglichkeit des Wachstums vernichten. Das gleiche passiert mit Menschen, wenn man sie in ihre Bestandteile zerlegt, und Menschen sind von Nüssen gar nicht so sehr verschieden. Die Nuss-knacker des Lebens sind eben darauf bedacht, uns zu zerbrechen und versuchen mit aller Macht an unseren Kern heranzukommen. Wir leisten erbittert Widerstand, bis unsere Kraft vergeht und wir aufgeben müssen … es sei denn, wir finden eine andere Lösung.
Ich habe meine Lösung gefunden; ich vergrub den Samen meines Lebens in meinem Herzen, liess meine kleine Haselnuss zum Baum werden und gebe nun dem Leben selbst ein paar Nüsse zu knacken. Ich fand Kraft in meiner Schwäche, Hoffnung in meiner Angst, Wurzeln, wo vorher kein Halt war, und meine Zweige geben den Gedanken anderer Menschen, die wie Vögel zu mir her fliegen, eine Gelegenheit zur Ruhe. Ich lernte anderen zuzuhören und deren Ansichten zu schätzen. Meine Welt, die voll gewesen war mit unnahbaren Fremden, war auf einmal erfüllt mit Menschen, die Freundschaft und Hilfe suchten. Ich lernte die Wünsche und Hoffnungen anderer respektieren und erwartete das gleiche für mich. Als ich anfing mich selbst ernst zu nehmen, konnte ich endlich über mich und mein Leben lachen, denn es gab wieder Freude in meinem Herzen.
Man sagt, dass am Ende des Regenbogens ein Topf mit Gold versteckt sei. Ich habe meinen Schatz in den Wurzeln meines Lebensbaumes gefunden, und jedesmal, wenn es regnet, währenddem die Sonne scheint, leuchtet mein Regenbogen über mir. Ich begnüge mich nicht mehr mit Bildern von Regenbogen; ich will nicht mehr meinen Regenbogen malen. Ich vertraue auf Gott, dass er den wahren Bogen in die Wolken setzt, zur richtigen Zeit an den richtigen Platz . . .
Und sollten Sie nun erst recht Lust haben, weiterzulesen, gebe ich Ihnen noch einen kleinen Rat:
Lesen Sie mit Ihrem Herzen.“

Als ich diese Zeilen las, war es wie ein „Spiegel der Wahrheit“. – So der Titel eines Buches, das St. Panktratius mir am selben Tage „zugespielt“ hatte. – Aber es kam noch unheimlicher, nämlich am Ende des Buches:

„Als ich vor fast zehn Jahren anfing, mich mit der Welt der «Durchsichtigen» zu beschäftigen, geschah es nicht aus Neugierde oder um etwas Interessantes zu erleben, sondern weil ich keinen anderen Weg mehr vor mir sah. Ich sah dem Tod in die Augen, und danach konnte ich die Toten sehen. Ich hatte Angst davor, grosse Angst. Nicht vor denen, die ich um mich sah, die kamen ja besser mit dem «Leben» zurecht als die, die noch in ihren Körpern festsassen. Ich hatte Angst vor mir selber, vor meinem Wissen und mehr noch Angst, dass man über mich lachen und versuchen würde, mich einzusperren. Es war aber in all den unsicheren Tagen jemand bei mir, der mir über alle meine Ängste hinweghalf, indem er mir Mut machte. Jemand, der mir all das, was ich lernen sollte, erklärte, der mich nie drängte, der verstand, dass es Zeiten gab, in denen ich wütend wurde, einer, der mich meiner Wut wegen nicht verachtete, sondern mir half, sie zu überwinden.
Dieser «Geist», dieser Mensch ohne physischen Körper ist für mich so wirklich, wie es meine Eltern, mein Mann und meine Tochter sind. Er leitet und beschützt mich, berät mich, ohne mir seine Meinung aufzuzwingen und ist bei mir, wenn ich um Hilfe bitte. Nie mischt er sich ungefragt ein, und als ich einmal drei Monate lang auf ihn wütend war, weil ich etwas, das er mir zeigte, falsch verstanden hatte, wartete er geduldig, bis ich endlich aufhörte, mich wie ein trotziges Kind zu benehmen. Er ist geduldig und hat Humor, den er braucht, um mit mir fertigzuwerden. Obwohl er all diese guten Qualitäten hat, schaut er niemals auf mich herab oder behandelt mich, als sei er wichtiger. Er hat mich gelehrt, auch Tiere und Pflanzen als Lebewesen zu sehen und nicht als Dinge, die wir benützen können, wie und wann es uns passt. Er ist ein selbständiges Wesen, kein Teil von mir, kein Phantasiebild. Er ist eher wie ein Bruder. Mit Geschwistern ist es ja auch so, dass sie zwar zu uns gehören, aber eine Persönlichkeit für sich sind. Er hat mir immer wieder bewiesen, dass ich mich auf das, was er sagt, verlassen kann. Immer wieder habe ich Mitteilungen von ihm erhalten, die nicht nur mir, sondern auch denen, die um mich leben, unbekannt waren, die sich aber später als korrekt herausgestellt haben. Er sagte mir seinen Namen und erzählte mir, wann und wo er gelebt hat, und auch da habe ich durch «Zufälle» Bestätigung bekommen. Wer er aber war und wie sein irdisches Leben verlief, selbst welche Verbindung auch da schon geistig und gefühlsmässig zwischen uns bestand, ist jetzt nicht mehr wichtig. Wichtig ist nur, dass er mir geholfen hat, dass ich in diesem Leben den Sinn meines Seins verstehe und endlich die Gefühle der Schuld abgebaut habe, die sich durch viele Missverständnisse aufgebaut hatten. Ben, so nenne ich ihn der Einfachheit halber, spielt eine grosse Rolle in meinem Leben, in meiner Arbeit, seit ich ihn kenne. Er war es, der mir die Augen geöffnet hat, er hat mich eingeführt in die Geheimnisse dieses Wissens. Jeder, der mit reinem Herzen sucht und um Hilfe bittet, findet so einen Helfer, einen solchen Führer ins Reich der Seelen. Unser begrenztes Wissen wird sich oft an den Offenbarungen stos-sen, und viele Male werden wir das, was uns gezeigt und gesagt wird, für unmöglich halten. Dann müssen wir nur daran denken, dass wir unsere Füsse auf dem Boden haben, selbst wenn der Berg, auf dem wir stehen, bis in den Himmel reicht. Im tiefsten Tal der Verzweiflung hilft ein anderes Bild. Denn da, wo die Erde aufhört, beginnt schon der Anfang des Himmels, nämlich einen Zentimeter über dem Boden. Himmel und Hölle sind Zustände des Bewusstseins, und wer die Liebe Gottes in sich trägt, hat selbst in der Hölle keinen Grund zur Angst. Wenn es mal ein bisschen zu dunkel um mich herum wird und ich die, die mich schützen und führen, nicht so gut sehen kann, denke ich an den 23. Psalm. Das hilft mir dann sofort. Wir sind ja nicht die ersten, die diesen Weg gehen. Immer wieder gab es Menschen, die sich auf die Reise ins Innere gemacht haben, um an den Kern der Sache heranzukommen. Viele von ihnen haben ihre Reisen in Büchern beschrieben, andere haben ihr Wissen in Gedichte und Bilder verpackt und so der Welt bekannt gemacht. Viele sind verrückt geworden, weil sie diese Reise antraten, und andere haben sich verirrt und haben den Halt im Leben verloren, weil sie die Reise nicht gewagt haben. Man darf nicht zu früh aufbrechen und erst recht nicht zu spät. Nur wenn das Herz bereit ist, darf man den Pfad Gottes betreten; wenn nur der Kopf es will, sieht man den Abgrund, an dem man wandelt, und wer die Gefahr erkennt, geht daran zugrunde. Wer aber zum Grund, zur Quelle des Lebens, vordringt und von dieser Quelle trinkt, der findet die Ewigkeit. Ob man aber den Weg des Abgrundes geht oder den Weg der Erlösung — an der Quelle treffen sich diese beiden Wege. Da kommt dann unsere größte Prüfung. Wir stehen dann denen, die den anderen Weg gingen, gegenüber. Wehe dem, der auf dem rechten Weg war und darum jenen, der fiel, verachtet; die Gnade Gottes dem, der stürzte und nun die Hilfe des anderen annimmt. Denn in beiden ist Gott, in beiden ist der Spiegel des Lebens, und so wie auch ein Spiegel eine helle und eine dunkle Seite hat, hat jeder von uns beides in sich, das Gute und das Böse. Erst in der Quelle, im Licht der Wahrheit, sind beide vereint, und man erkennt den Sinn beider. Erst dann hat man den Mut, im Leben als beides gesehen zu werden, da man ja beides ist. Wer selbst ein Spiegel ist, kann sich nicht in einem anderen Spiegel erkennen, wenn er nur die helle Seite sieht. Wenn man aber den Mut hat, sich einem solchen Menschen von der dunklen Seite zu zeigen und ihn bittet, zu helfen, lernt auch er, wie man Hilfe annehmen kann. Denn die, die nur ihre helle Seite zeigen, wissen nicht um ihre Dunkelheit und können daran zerbrechen, wenn sie es erkennen. Ein Spiegel ohne dunkle Seite ist kein Spiegel mehr, sondern nur noch eine Scheibe Glas. Das ist aber der nächste Schritt zur Klarheit. Diese Klärung ist nur in und durch Gott möglich. Wer es allein schaffen will, zerstört sich selber, zerbricht das Glas, wenn das dunkle zerschmettert wird. Wer vor dieser Prüfung steht, geht den schwersten Schritt eines Menschen. Dies ist der Schritt durchs Tor des Lebens, der Schritt aus der Sicherheit der Selbsterkenntnis zur Einheit mit Gott. Danach ist man nie wieder das, was man als Mensch war. Es ist die Heimkehr in das Reich Gottes. Es ist ein Einswerden mit dem Licht der Welt, und davor hat unser kleiner Geist eben Angst. Dabei ist die Entscheidung doch eigentlich ganz einfach: wenn wir schon mal am Tor sind, können wir auch ohne Sorge eintreten.“
Wenn Sie aufmerksam gelesen haben, sind Ihnen die Worte nicht entgangen: „Wenn es mal ein bisschen zu dunkel um mich herum wird und ich die, die mich schützen und führen, nicht so gut sehen kann, denke ich an den 23. Psalm.“
Die Geschichte mit dem Regenbogen, der als Symbol Gottes für seine Verbundenheit mit allem dienen kann, steht in krassem Gegensatz zum angeblichen Befehl Gottes an Noah und seine Söhne, die Erde und ihre Bewohner zu terrorisieren:

“Furcht und Schrecken vor Euch sei über alle Tiere auf Erden und über alle Vögel unter dem Himmel, über alles, was auf dem Erdboden kriecht, und über alle Fische im Meer; in eure Hände seien sie gegeben.“
Diese Worte soll Gott Noah und seinen Söhnen am Ende der Sintflut mit auf ihren weiteren Lebensweg gegeben haben. (1. Mose 9, 2)
Dieses vorgebliche „Wort Gottes“ war schon damals eine Bestandsaufnahme menschlichen Verhaltens. Es wurde Gott in den Mund gelegt, weil nicht nur Gott den Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen hatte, vor allem hatte der Mensch Gott nach seinem eigenen, unvollkommenen Selbstbild erschaffen. So projiziert der Mensch seine asozialen Neigungen gern
auf die jeweils „herrschende“ Gottheit, von der er den „göttlichen Befehl“, ebenfalls unsozial zu handeln, ableiten kann. Als „Vollstrecker göttlichen Willens“ ist man schließlich jeder Verantwortung für das eigene Handeln enthoben. Man schaut mit den unschuldigen Augen eines Dackels oder Labradors, der soeben die besten Schuhe des Herrchens geschreddert hat,
gen Himmel: „Lieber Gott, habe ich was Böses getan?“ (G. Altenhoff, Atke 6/6/44 -Mordsache Private James Ryan – Gottes Antwort auf Kains Frage S. 16)

- So kam es wohl, daß ich die vonn Hannan zitierte Bibelstelle schlichtweg übersehen habe. – Beide Textstellen offenbaren jedoch wieder einmal einen eklatanter Widerspruch innerhalb des Alten Testaments, aber das soll hier nicht weiter ausgeführt werden.
An den 23.Psalm denke ich oft und werde immer wieder daran erinnert, weil der 23. Psalm seit Februar 2006 ein Spiegelbild hat, nämlich den deutschen Beitrag zum European Song Contest des Jahres 2006. Als ich das Lied „No, no, never“ von Texas Lightning zum erstenmal hörte, durchzuckte mich der Gedanke: „Das ist eigentlich ein Kirchenlied“ – Ich weiß nicht warum, aber es war so. Erst nachdem ich den Text so halbwegs verstanden hatte, war mir klar, es ist das „Gegenstück“ zum 23. Psalm. – Wer, so frage ich Sie, hat der Autorin Jane Comerford wohl die „Feder“ geführt. – Bei Künstlern nennt man das „Inspiration“.
Zu allem Überlfluß, und das macht die Sache nun wirklich „absolut unheimlich“, mußte ich feststellen,daß es sich bei Hannans Buch um ein handsigniertes Exemplar handelt. Widmung
Den Text von „no,no,never“ finden Sie übrigens bei www.problembaerbruno.wordpress.com unter der Rubrik – wie sollte es anders sein – „Kirche ohne Antwort“.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff


Mit dem Fallbeil – köpft man besser!

Juli 7, 2007

Von: gerhard.altenhoff@email.de
An: leserbriefe@wams.de, forum@welt.de
Kopie:
Datum: 17.01.07 23:38:59

Betreff: Enthauptung durch den Strang/FW: Inszenierung von Saddams Tod / Tagesthemen-Kommentar

Inhalt:
Received: from [80.102.51.72] by freemailng5302.web.de with HTTP;
Wed, 17 Jan 2007 23:38:59 +0100
Date: Wed, 17 Jan 2007 23:38:59 +0100
Message-Id: <628413834@web.de>

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: the.history@planet.ms
Gesendet: 03.01.07 02:50:26
An: delta@3sat.de, ausland@kronenzeitung.at, ralfduechting@aol.com, redaktion@faz.de, efher@iew.unizh.ch
Betreff: FW: Inszenierung von Saddams Tod / Tagesthemen-Kommentar

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: the.history@planet.ms
Gesendet: 02.01.07 20:23:20
An: kulturzeit@3sat.de

Betreff: Inszenierung von Saddams Tod

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ihre Berichterstattung über Saddams vermeintlichen Tod stößt bei mir auf ein wenig Unverständnis. Erstens ist der Tod keine Strafe, weil es den „Tod“ eigentlich gar nicht gibt. Johannes Paul II hat ihn mit ins Grab genommen. (siehe „der Schnitter ging über den Jordan“ www.lulu.com/advocatusdeorum)
Zweitens ist – entgegen der Auffassung eines gewissen George W. Bush. – die Todesstrafe kein „Meilenstein auf dem Weg zur Demokratie“, sondern zutiefst antidemokratisch, sie ist ein Relikt aus der Zeit, in der zwischen „Staat“ und „Herrscher“ Identität bestand und der „Herrscher eines Landes“ zugleich „Herrscher über Leben und Tod“ war. In einer Demokratie bedarf die „Herrschaft“ der Legitimation durch das Volk. Das Volk kann den „Herrscher“ allerdings nicht zu mehr ermächtigen, als Rechte im Land existieren. – Nemo plus ius transferre potest quam ipse habet. (Niemand kann mehr Recht übertragen, als er selbst hat.) Dieser – leider weitgehend in Vergessenheit geratene – Rechtsgrundsatz steht einer „;Lizenz zum Töten“ durch den Staat entgegen. Töten ist und bleibt unrechtmäßig, es sei denn unter den Voraussetzungen von Notwehr und rechtfertigendem Notstand. Das Töten von Menschen mittels eines Stricks ist genauso „;rechtswidrig“ wie das Töten von Menschen mittels eines Marschbefehls. (siehe „;Aktenzeichen 6
/6/44 – Mordsache Private James Ryan“ www.lulu.com/advocatusdeorum )
Und drittens sollte man sich nicht über „;heimlich“ gedrehte Aufnahmen von der Hinrichtung aufregen. Auch das Nürnberger Kriegsverbrechertribunal hat die Exekutionen der von ihm Verurteilten filmen lassen. Es sei daran erinnert, daß von der Antike bis zu den Taliban und den Saudis Hinrichtungen nur im Ausnahmefall unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfanden:
So etwa die Exekution der sogenannten „;Catilinarischen Verschwörer im Carcer Mamertinus“, deren Hinrichtung durch den Konsul Cidero persönlich überwacht wurde. „;Vixerunt“ -“Sie haben gelebt“ soll er anschließend der auf dem Capitol wartenden Menge zugerufen haben.
Der Auftritt George W. Bushs anläßlich seiner Rede vom „;Meilenstein“ erinnert doch sehr stark an die „;Inszenierung“ Ciceros. An gleicher Stelle starb unter Ausschluß der Öffentlichkeit Vercingetorix, auch dessen Genick wird mit einem deutlich vernehmbaren Knacken gebrochen sein.
Marie Antoinettes Kopf fiel übrigens unter dem Jubel der Menge, den Augenblick ihres Todes wollte sich damals wohl keiner entgehen lassen.
Nachdem die Köpfe der „;Schinderhannes-Bande“ in Mainz gerollt waren, soll in den Freudenhäuser der Stadt ein Andrang geherrscht haben wie heute nur im Schlußverkauf…
Zum Abschluß noch viertens: Wenn sich „;die Bundesregierung“ gegen die Todesstrafe ausspricht, dann sollte sie so konsequent sein, jede Vollstreckung eines Todesurteils beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ zu brandmarken, damit nicht wieder alles auf mir hängenbleibt. Die Todesstrafe ist wie der Krieg nichts anderes als abscheulicher Brudermord, wie die Erkenntnisse des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie ergeben haben. – Diese wohl wichtigste Erkenntnis des 20. Jahrhunderts wurde der Weltöffentlichkeit durch die Medien freilich vorenthalten. Mit Hinrichtungen lassen sich schließlich höhere Einschaltquoten erzielen als mit einem Dreizeiler über die Tatsache, daß alle 6 Milliarden Menschen eigentlich immer noch „Brüder“ bzw „Schwestern“ sind. Die entsprechende Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft finden Sie als html-Datei in der Anlage. Im übrigen ist auch sie sowohl in „Der Schnitter ging über den Jordan“ als auch „Aktenzeichen 6/6/44 …“ wiedergegeben.
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Altenhoff

Danke für Ihren Kommentar, in dem die Hinrichtung Saddam explizit mit der Chaos-Theorie verknüpft (!) wird. – Die Chaos-Theorie ist so universell, daß selbstverständlich auch die „Medien“ davon nicht verschont bleiben. – „;Ordnung“ ist nicht einmal das halbe Leben.
Weil nach unserer Vorstellung indes alles seine „;Ordnung“ haben muß, auch die Vollstreckung eines Todesurteils, sollten „die Medien“ einmal der Frage nachgehen, ob die Hinrichtung Saddams wirklich „in Ordnung“ war:
Wenige Tage vor Saddams Tod präsentierte die BILD Aufnahmen von der Richtstätte, die ganz andere Stricke zeigte als den, der Saddam das Genick brach. Laut zugehörigem Text bevorzugte man im Irak die Methode des Strangulierens.
Ich dachte eigentlich, in Ludwig Barrings „Götterspruch und Henkerhand“ über die Tabellen gelesen zu haben, die sich Henker zulegten, um die Länge des Stricks zu berechnen, die für einen zuverlässigen Genickbruch erforderlich war. Barring schreibt hierzu jedoch lediglich:
„;In neueren Zeiten nahm die Zahl der Hinrichtungen schon dadurch ab, daß nun auf viele Delikte, die im Mittelalter noch das Hängen nach sich gezogen hatten, nur noch Freiheitsstrafen standen. Aber gehängt wurde weiter, nicht mehr in jenem großzügig-grausamen Stil, der die Galgenberge in Stätten beinahe mythischen Schreckens und Zentren abergläubischer Furcht verwandelte, aber doch mit erstaunlicher Konsequenz. Denn die Strafe selbst, darüber läßt sich kaum streiten, ist in ihrer Grundtendenz, in der verächtlichen Bloßstellung des Hinzurichtenden, hinter der gesellschaftlichen und geistigen Entwicklung Europas seit dem achtzehnten Jahrhundert weit zurückgeblieben. Als Strafe von Wanderstämmen, als Selbsthilfe kleiner Orte (wie noch in der modernen Lynchjustiz) mochte sie hingehen. Aber es zählt zu den verwunderlichsten Tatsachen im modernen Strafvollzug, daß in einer Reihe von Kulturstaaten noch immer das Hängen die offizielle Todesstrafe ist, ja daß man diese Art der Exekution, nachdem sie schon abgeschafft war, wieder einführte, wie es zum Beispiel die Justiz unter Hitler mit sich brachte.
Zwar gab es nun keine Galgenberge mehr, auf denen der Leib des Gehängten im Winde baumelte, und auch die Hochgerichte, in deren Ketten die Leichen zerfielen, verschwanden spätestens infolge der Französischen Revolution. Kempten versteigerte im Januar 1814 gleich vier »Galgen und Rabensteine gegen bare Bezahlung auf Abbruch«, und die Gefängnishöfe wurden zu den Schauplätzen der Hinrichtungen, bei denen sich das Publikum auf eine kleine Schar berufsmäßiger Zeugen reduzierte. Der Vorgang des Hängens selbst blieb jedodi weiterhin archaisch-undurchsichtig, und es steht bis heute nicht fest, ob jener immer wieder angeführte gnädige Genickbruch, der das Leiden des Delinquenten abkürzen soll, tatsächlich regelmäßig oder nur häufig oder gar nur bei einem Teil der Fälle eintritt.
Aus den Erinnerungen des letzten Wiener Scharfrichters, des vielbesprochenen Meisters Lang, ist bekannt, daß er grundsätzlich strangulierte; das heißt: die Schlinge brach dem Delinquenten nicht den Hals, sondern schnitt ihm lediglich die Luftzufuhr ab, und es trat der minutenlange, qualvolle Erstickungstod ein. Bei anderen Hinrichtungen wurden die Halswirbel nicht gebrochen, sondern nur gewaltsam gegeneinander verschoben. Es kam – wie auch oft beim Genickbruch durch Unfall – nicht zu jener Durchtrennung der Nerven- und Blutbahnen, die allein den schnellen Tod in der Schlinge herbeiführt. Und nur von verhältnismäßig wenigen Scharfrichtern geht die Sage, daß sie ihr Handwerk so meisterhaft beherrschten, daß der Genickbruch tatsächlich sogleich eintrat.
Eine Strafe wird noch nicht zur Zufallsstrafe, weil es dem Zufall überlassen bleibt, ob der Hinzurichtende durch Genickbruch oder durch Strangulation aus dem Leben scheidet. Aber in der langen, langen Zeit, in der diese unerfreuliche Prozedur schon angewendet wird, kam es natürlich doch ein paar Dutzend Male vor, daß ein Gehängter ohnmächtig abgenommen wurde und wieder zum Leben erwachte, daß der Strick riß und der Henker sich weigerte, die Hinrichtung noch einmal zu vollziehen, daß die Falltür sich nicht öffnete und die Menge daraufhin Gnade für den Menschen forderte, der die Todesängste ohnedies schon ausgestanden hatte und nun nicht auch noch den Tod erleiden sollte. In der köstlichen Western-Moritat von Cat Ballou, angeblich nach wahren Vorkommnissen gedreht, wartet unter der Falltür sogar schon der rettende Kutschwagen, während ein anderer Retter, oben auf dem Galgen kauernd, just im richtigen Augenblick den Strick durchschneidet. Verbürgt sind von all diesen Rettungen und Rettungsversuchen jedoch nur sehr wenige Fälle, und einen der seltsamsten unter ihnen berichtet uns die Vossische Zeitung in ihrer Nr. 32 vom Jahr 1768.
»Zu Armagh in Irland wurde im vorigen Dezember ein Pferdedieb im Beyseyn des Sheriffs gehenkt. Als er ohngefähr eine halbe Stunde gehangen hatte, bemerkte der Sheriff, daß er den Kopf bewegte, als wenn er nicht bequem genug hinge. Er ließ ihm darauf Rock und Weste ausziehen, und ob sich gleich, nachdem solches geschehen, nichts zeigte, das seinen Argwohn bestärken konnte, so befahl er doch, ihm auch das Hemde auszuziehn, welches der Nachrichter, weil es unanständig und die Zeit, die der Delinquent hängen müßte, bald vorbey wäre, zu thun sich weigerte. Allein der Sheriff bestand darauf, und als es geschehen, zeigte es sich, daß der Gehängte ein eisernes Halsband um den Hals hatte, woran zwei Riemen waren, die ihm unter die Arme gingen und an vier ändern Riemen befestigt waren, die um den Leib angebracht waren, woran wieder zwei andere festsaßen, die bis auf die Füße gingen und an eisernen Platten unter den Fußsohlen angemacht waren, von welchen wieder ein paar Riemen um den Leib gingen. Der Sheriff ließ sofort alle diese Riemen zerschneiden und blieb vier Stunden auf dem Gerichtsplatz, ließ auch den nunmehr wirklich erwürgten Gehängten die ganze Nacht durch bewachen, ihn den ändern Morgen abschneiden und sogleich begraben. Diese Erzählung ist um so glaubwürdiger, da sie von einem Augenzeugen herkommt.«
Hier war ein ingeniöser Delinquent auf einen erbitterten Anhänger der Todesstrafe gestoßen, der obendrein zu wenig Humor hatte, um eine so mühsam zustandegebrachte Schutzvorrichtung entsprechend zu würdigen. Lang, der es wissen muß, plaudert in seiner Abneigung gegen die unsichere Genickbruch-Methode eine Menge Fälle aus, in denen es Pannen gab: Die Schlinge, die das Genick brechen sollte, bewirkte nicht nur das nicht, sondern strangulierte dann auch noch unzureichend. Hentig verzeichnet Fälle, in denen der Delinquent erst nach einer halben Stunde tot war. Aber selbst das ist noch immer ein gnädiger Tod gegen die Grausamkeit jenes Grafen Wilhelm von Wallerstein aus Nördlingen, der am 6.12.1584 einen Juden namens Abraham Haas an den Füßen aufhängen ließ, zwei ebenso gehängte hungrige Hunde zur Seite: Haas starb erst nach achtundvierzig Stunden …
Gehören auch solche Grausamkeiten – von seltenen Fällen der Lynchjustiz abgesehen – inzwischen glücklicherweise der Vergangenheit an, so ist das Hängen von allen Todesstrafen des modernen Strafvollzugs doch am härtesten bekämpft und am heißesten umstritten. Niemand vermag heute den Widerspruch zu übersehen, der zwischen der Behandlung eines Mörders bis zu seinem Tod und diesem Tod selbst besteht. In langsamem Übergang zu menschlicheren Methoden hat die Strafjustiz eine wirksame Verteidigung, Einspruchs- und Berufungsmöglichkeiten, moderne Haftanstalten, körperliche und seelische Betreuung der Häftlinge, Zuchthausbibliotheken und dergleichen mehr geschaffen. Zwischen dem Delinquenten und dem Henker aber ist alles so geblieben wie vor Jahrhunderten, ja Jahrtausenden, denn ob die Schlinge an einem Galgen oder an einem Baumast hängt, ob der Hinzurichtende von einer Leiter gestoßen wird oder sich eine Falltür unter ihm öffnet, das sind >Fortschritte<, die allzu deutlich beweisen, daß man auf diesem Gebiet gar keinen echten Fortschritt erzielen, sondern allenfalls die Fassade renovieren wollte.“ (Barring S. 106ff)
Bei Barring hatte ich es also nicht gelesen, dann kann der Bericht über das andere Problem beim Hängen nur noch bei Will Berthold „;Vollstreckt“ beschrieben sein. Dabei handelt es sich um einen Bericht über Johann Reichart, den letzten Henker des deutschen Reiches. – Leider ist mir dieses Buch im Laufe einiger Umzüge verloren gegangen. Wie dem auch sei, ist de Strick zu lang, besteht die Gefahr des ungewollten Guillotinieren des Delinquenten. – Dem kann es eigentlich egal sein, ob ihm das Genick gebrochen oder der Kopf abgerissen wird. Tot ist tot, beides geht gleich schnell. Das Abreißen des Kopfes widerspricht jedoch der perfiden „;Ordnung“ der Todesstrafe. Tod durch Erhängen ist eben nicht Tod durch Enthauptung. Enthauptung ist weniger schimpflich als Erhängen.
Saddams Henker waren, so zeigt es das Video, offensichtlich keine Profis, sondern rachedurstige Amateure, denen es eigentlich gar nicht recht sein konnte, Saddam ein rasches Ende zu bereiten.
Warum also nahmen sie Zuflucht zur „;Long-Drop“-Version des Hängens“?
Daß der Strick genau die Länge hatte, die für einen deutlich hörbaren Genickbruch erforderlich war, kann angesichts der Inszenierung kein Zufall gewesen sein, aber auch nicht von den Henkern ersonnen. Sie müssen Informationen von dritter Seite gehabt haben, welche Länge Saddam Strick haben mußte. Und diese kann eigentlich nur aus dem „;Westen“ stammen. Entweder aus alten englischen Aufzeichnungen oder aus dem noch wilderen Westen. Sehr unwahrscheinlich ist nämlich, daß das deutsche Justizministerium sein Archiv geöffnet hat, um der irakischen Regierung hier „;Amtshilfe“ zu leisten.
Die Regisseure dieser Schmierenkomödie saßen sonstwo, aber nie und nimmer in Bagdad.
Die Henker von Bagdad hätten besser daran getan, Saddam auch gegen seinen Willen eine Kapuze über den Kopf zu ziehen. Denn diese dient der Abwehr des „;bösen Blicks“, der sie so durchaus getroffen haben kann. Gott sei ihrer armen Seele gnädig.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Altenhoff

Wer mag da wohl bei der Exekution von Saddams Halbbruder am „Rädchen“ gedreht haben? Wurde der arme Kerl doch tatsächlich durch den Strang enthauptet. Das war, wie sich aus oben Gesagtem ergibt, durchaus kein „bedauerlicher Zwischenfall“, sondern schlicht und ergreifend Unvermögen der Henker. Wenn man das Strangulieren gewohnt ist, sollte man eben die Finger vom „Long Drop“ lassen. –
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Altenhoff
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