Der Papst – Ein Freund der Menschen?

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: advocatus.deorum@planet.ms
Gesendet: 18.04.07 03:23:04
An: andrea.seibel@welt.de
CC: b.reinke-kt@t-online.de, jora@jora-hypno.de, jmklethi@gmx.de
Betreff: Welt kompakt  v. 17.4.2007 „Freund der Menschen“  FW: Geburtstagsgrüße für Papst Benedikt XVI.

Liebe Andrea Seibel,
ob der Papst eher ein „Freund der Menschen“ oder eher ein „Gefangener der Institution Kirche“ ist, das wird sich noch herausstellen.
Nach der letzten Bundestagswahl hatte ich das so ausgedrückt: Ludwig XVI. war der Letzte, über Bendikt XVI. müssen die Götter noch ihr Urteil sprechen, der XVI. Deutsche Bundestag ist das Allerletzte. – Die Geschichte lehrt, daß ich zumindest bezüglich des XVI. Deutschen Bundestages nicht so falsch liege.
Welches Urteil die Götter über Bendedikt XVI. fällen werden, steht noch in den Sternen. Den Ponitfex Maxiumus mit „Vorschußlorbeeren“ auszustatten, halte ich indes für unangemessen und für ein Vorurteil. – Noch hat er sich über seine amtlichen Beziehungen zu den Göttern nicht ausgelassen. – Ich glaube, er hat sie nicht einmal aufgenommen:

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: gerhard.altenhoff@email.de
Gesendet: 16.04.07 00:06:36
An: office@net.va
Betreff: Geburtstagsgrüße für Papst Benedikt XVI.

Lieber Bruder Benedikt XVI.,

zunächst einmal meine herzlichsten Glückwünsche zum 80. Geburtstag.

Sie wundern sich sicher, daß ich Sie so ungeniert mit „Bruder“ anrede, aber das hat seinen Grund, und der ist die Presseerklärung der Max-Planck-Gesellschaft vom 4. November 1999  -AZ: PRI B 17/99 (63)-, die wie folgt tenoriert ist:

Seit kurzem zählt man sechs Milliarden Menschen auf der Erde – verteilt über alle Kontinente sowie auf unzählige, nach Hautfarbe, Sprache, Religion, Kultur und Geschichte unterscheidbare Gruppen. Doch diese bunte Vielfalt ist nur „Fassade“. Denn auf molekulargenetischer Ebene, das zeigen jüngste Analysen an Schimpansen (Science, 5. November 1999), durchgeführt am Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, bietet die Menschheit ein überraschend einheitliches, geradezu „familiäres“ Bild: Verglichen mit ihren nächsten tierischen Verwandten, den Schimpansen, sind alle derzeit lebenden modernen Menschen immer noch „Brüder“ beziehungsweise „Schwestern“…
(Die vollständige Presseinformation finden Sie unter http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/dokumentation/pressemitteilungen/1999/pri63_99.htm )

Daß ich den unmittelbaren Kontakt zu Ihnen suchen würde, war mir seit dem 19.4.2005 klar, denn es dürfte sich nicht um einen Zufall gehandelt haben, daß das Konklave Sie zum Papst erwählt hatte.
Aber die Umstände, die dazu geführt haben, dies auf diese Weise zu tun, entsprechen dem Buchtitel eines Jugendbuches, das mir am 8.1.2007 in der Dormagener Stadtbibliothek in die Hände fiel: „Absolut unheimlich“! – Dennoch sind mir die Umstände wohlvertraut.
Ich wurde am 8. April 1954 geboren. Im Jahre 1928 fiel der 8. April letztmals mit dem Ostersonntag zusammen. 53 Jahre sind seit meiner Geburt vergangen, 53 ist eine Primzahl, Primzahlen sind mathematische Individuen. Man kann sie zwar „zerlegen“, aber nicht „teilen“. Das macht meinen Geburtstag in diesem Jahr zu einem ein wenig „außergewöhnlichen“.
Am Ostersamstag hatte ich kurz vor Schließung der Postagentur das einzige der vier von mir ausgedruckten Exemplare meines Ostergrußes 2007 an meinen Studienfreund Dietmar versandt. Den Ostergruß und seine Geschichte finden Sie unter fotos.web.de/willem.tell/osterzufaelle2007 .
Als ich den Brief in den Kasten warf, war mir klar, daß innerhalb von 48 Stunden ein Ereignis eintreten würde, daß man mit „erschütternd“ bezeichnen könnte.  – Seit dem 26.12.2003 war ich an Erdbeben mehr oder weniger gewöhnt. Auch humorvolle Eskapaden wie Tornados in Quirla oder europaweite Stromausfälle (Anfang November 2006) hatte ich im Hinterkopf. – Ich fand es auch ganz nett, daß der Entdecker des „Blindgängereffekts“ in der Natur am 8.3.2007 im Landeanflug auf den Düsseldorfer Flughafen von einem Blindgänger begrüßt wurde, der zwischen meinem Elternhaus und dem Düsseldorfer Flughafen entdeckt worden war. 11 Minuten vor der planmäßigen Ankunft meiner Maschine konnte er entschärft werden. – Als meine Mutter mich am Morgen des 8.3.2007 angerufen und über die geplante Entschärfung unterrichtet hatte, dachte ich bei mir: „Jetzt legen dir die Götter sogar noch einen Blindgänger zu Füßen“.
Am 8.4.2007, am Ostersonntag also, setzten sie noch einen drauf: Die Seismographen blieben ruhig, auch des Aeolos Tornados blieben im Hangar. Dennoch geschah Erschütterndes, wenn auch auf einer anderen Größenskala:
Ich war mit meiner Ex-Frau für 11.00h verabredet. Von meiner Wahlheimat Dormagen-Nievenheim bis zu ihrer Wohnung nach Dormagen-Gohr sind es mit dem Auto knapp zehn Minuten. Also verließ ich das Haus gegen zehn vor elf. An der Kreuzung Neußer Straße/St. André-Straße ging es nicht weiter, die war gesperrt. Also mußte ich einen Umweg fahren. Wenn ich gewußt hätte, was passiert war, hätte da schon mein Verstand stillgestanden, so mußte ich noch einen Tag warten, bis meine Ostergrüße ihren Weg durch das Netz genommen hatten:
Ein Kind, das sich von der Hand seines Vaters losgerissen hatte, war auf der St. André-Straße unter ein Auto geraten und getötet worden. Der Vater hatte noch versucht, es zu fassen, wurde dabei aber ebenfalls von dem Wagen erfaßt und schwer verletzt.
Meine spontane Eingebung: „jetzt werfen sie dir noch eine Leiche vor die Füße“, die sich in die unwillkürliche Betroffenheit über das Ereignis mischte, nahm am 10.4.2007, als die Presse über den Vorfall berichtete, konkrete, unheimliche Formen an.
Der Unfall ereignete sich nur einen Steinwurf weit von der Pfarrkiche St. Pankratius entfernt. Auf den diversen Pfarrfesten der vergangenen Jahre hatte mich Pankratius mit Büchern „versorgt“, die Informationen enthielten, nach denen ich gesucht hatte, die ich aber bei systematischer Suche nie gefunden hätte. Ferner befindet sich an der Ecke Neußer Straße/St. André-Straße der Nievenheimer Jupiter, nämlich ein Abguß einer Jupitersäule. – Wieder nur ein Steinwurf.
Es war nur ein Steinwurf, der im Jahre 1999 zu einer Vorzeichenumkehr führte, die atemberaubende Formen annehmen sollte. Sie können das nachlesen unter http://bundesadel.de/9-11/9-11.html, Geben sie in der Suchfunktion einfach den Begriff „Bobby“ ein.
Der Unfall geschah um 10.41. Eine unbedeutende Entscheidung am Vorabend des Vorfalls verhinderte, daß aus meiner Eingebung zu 100% Wirklichkeit wurde. Ich hatte das Auto meiner Ex-Frau mitgenommen. Hätte ich das nicht getan, hätte ich den Bus nehmen müssen –  planmäßige Abfahrt an der Unfallstelle um 10.41.
Aber am 8.4.2007 ereignete sich noch ein Vorfall, der freilich von „langer Hand“ vorbereitet worden war: Die ARD strahlte an diesem Abend um 20.15h den Film „Grüß Gott, Herr Anwalt“ aus. Die Programmplaner der ARD hatten bestimmt nicht im Sinn, mir einen Geburtstagsgruß zu übermitteln. Als der Schauspieler Gerd Anthoff dem Produzenten die Zusage gab, die Hauptrolle zu übernehmen, dürfte er im Traum nicht daran gedacht haben, daß sein Name für den Gerd Altenhoff eine bestimmte Bedeutung hat, die außer diesem nur ein verschwindend geringer Personenkreis kennt. Im Jahre 1976 notierte die Verkäuferin einer Bonner Musikalienhandlung auf einem Bestellzettel den Namen ENTENHOFF. – Ich hatte die LP „Best of Dunhill“ bestellt. Zum damaligen Zeitpunkt war „Best of Dunhill“ – außer einer Sonderedition der Sparkasse Bonn – der einzig lieferbare Tonträger, der Barry McGuires „Eve of Destruction“ enthielt. Sehen Sie bitte genau hin: Anthoff liegt lautmäßig genau mittig zwischen Altenhoff und Entenhoff. – McGuires Lied gehört auch heute noch zu meinen Lieblingsliedern, vor allem wegen der Zeilen „You’re old enough to kill but not for votin'“, dennoch muß ich aus heutiger Warte seiner Schlußfolgerung widersprechen: Wir stehen nicht amVorabend der Zerstörung, am Vorabend des Weltuntergangs.
Allein aus diesen Gründen dürfte es unmittelbar einleuchten, daß der Advocatus Deorum dem Pontifex Maximus seine Schriften „Der Schnitter ging über den Jordan –vom Ableben des Todes und vom Leben danach“ und „Aktenzeichen 6/6/44 – Mordsache Private James Ryan – Gottes Antwort auf Kains Frage“ einfach zum Geburtstag schenken muß. Sie sind zur Zeit ausschließlich bei http://www.lulu.com/advodatusdeorum erhältlich.
In „der Schnitter ging über den Jordan“ finden Sie nicht nur meine E-Mail an Ihren Amtsvorgänger vom 28.3.2005 sondern auch den Totenschein des Todes, der durch eine dumme Bemerkung des Chefredakteurs der WELT AM SONNTAG in der Ausgabe vom 3.4.2005 ausgelöst worden war.
„Aktenzeichen 6/6/44“ schlägt den Bogen von den Thermopylen bis nach Bagdad und Basra. Es entlarvt den „unbedingten Gehorsam“ als die gefährlichste Waffe, über die je ein Mensch verfügte.
Das „Go!“ des Planeten für dieses Vorgehen meinerseits kam am 14.4.2007. Ich hatte persönlich keinen Anlaß gehabt, die EDEKA-Filiale in der Dormagener Rathaus-Galerie aufzusuchen. Ich war gebeten worden, einen Kasten Mineralwasser zu besorgen. Um unnötige Wege zu vermeiden, besorgte ich erst das Wasser und nahm auf dem Rückweg das Leergut mit. An der Leergutkasse bekam ich das Pfand ausgehändigt. Als die Münzen meine Hand berührten, war es wieder da, dieses kaum beschreibliche, elektrisierende Gefühl. Ich hielt nicht nur eine irische 10-Cent-Münze in der Hand, sondern auch ein finnisches 50-Cent Stück.
Ich werde diese Mail an die Adresse office@net.va übermitteln. Ich weiß natürlich nicht, ob nicht ein „Mailer-Daemon“ irgendwo dazwischentritt.
Hilfsweise wähle ich deshalb den Weg über aktionen@rheinische-post.de  Wie vor zwei Jahren hat sich – rein zufällig natürlich – ein „Fenster“ aufgetan, unmittelbar mit dem Papst zu kommunizieren. Auch wenn es sich dabei um eine „Einbahnstraße“ handeln dürfte. – Auch Einbahnstraßen führen am Ende zum Ausgangspunkt zurück.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
http://www.bundesadel.de
Publikationen:
http://www.lulu.com/advocatusdeorum

Wir alle wissen, daß am 16.4.2007 ein eschütterndes Ereignis stattfand, das eine andere Magnitude hatte als der Tod des kleinen Jan am 8.4.2007. Verblüffend, aber ich verwende den Begriff Magnitude deswegen, weil hier eine Parallele zur Richterskala vorliegt, die die Stärke von Erdbeben angibt. Ein Anwachsen der Magnitude um den Wert 1 auf der Skala bedeutetden Anstieg der freigesetzten Energie um den Faktor 33 (laut Press/Sievers, Allgemeine Geologie). Bei einem Erdbeben der Stärke fünf wird also 33 Mal soviel Energie frei wie bei einem Beben der Stärke vier. – Diese Größenverhältnisse scheinen auch bei rein „geistigen“ Beben zu herrschen.

Wie dem auch sei, der Papst wird sich erst dann als „Freund der Menschen“ outen können, wenn er das tut, was sein Amtsvorgänger versäumt hat:

>>Während in Vietnam biedere Amerikaner Befehlen gehorchten, Frauen und Kinder mit Bomben und Napalm überschütteten, während in My Lai der biedere Lieutenant Kelly Hunderte von Menschen niedermachen ließ, um die „Freiheit“ zu verteidigen, machte sich Stanley Milgram in aller Stille an ein Experiment, dessen Ergebnis die Menschheit eigentlich hätte aufhorchen lassen müssen:
Milgram ließ seine Probanden bei einem vermeintlichen Lernexperiment „Schüler“ für mangelnde Lernleistungen mit Elektroschocks „bestrafen“. Die Schocks reichten von 15 bis 450 Volt Spannung.  – Milgram hatte erwartet, daß nur ein geringer Teil der Menschen zum Kadavergehorsam fähig wären. Erwartet worden war also eine „Normalverteilung“ der Bereitschaft zum absoluten Gehorsam. Danach hätte dieses Phänomen nur einem der auslaufenden Schenkel der Normalverteilungskurve zugeordnet werden dürfen, hätte also lediglich einen Prozentsatz zwischen 0%  und etwa 7% der Stichprobe ausmachen  können. Entgegen allen Voraussagen und Erwartungen kannte die Mehrheit der Probanden keine Skrupel. Rund 63% der Menschen, genauer gesagt, 63% der Männer sind bereit, auf Anweisung einer Autorität fremde Menschen zu quälen und zu töten
63%, – dreiundsechzig (!) Prozent!  – dieses überraschende Ergebnis paßte weder seinerzeit noch paßt es heute in die politische Landschaft. Es widerspricht dem Selbstverständnis des Homo sapiens sapiens. Es ist auch nicht kompatibel zum Menschenbild der großen Religionen. Deshalb wurde es auch in der Öffentlichkeit wenig beachtet und nicht weiter diskutiert. Man hat Milgram Fehler bei der Versuchsanordnung unterstellt und ansonsten das Ergebnis geflissentlich totgeschwiegen. . Das Buch „Das Milgram-Experiment“ gibt es für 6.80 DM als Taschenbuch. Meine Empfehlung: Schauen Sie sich gelegentlich den Film „I – wie Ikarus“ mit Yves Montand an. Er enthält in einer ca. 10-minütigen Sequenz eine detailgetreue und eindringliche Darstellung dieses Experiments.
Angesichts der Vernichtungsorgie in Vietnam, den Stammesfehden in Afrika ( Nigeria/Biafra; Hutus/Tutsis ) und dem nuklearen Zähnefletschen zwischen den Machthabern in Moskau, Washington und Peking hätte man ein „Machtwort“ des Papstes als Stellvertreter Christi erwarten können und müssen:

„Haltet ein, schickt Eure Truppen nach Hause,  denn die Mehrheit Eurer Untergebenen ist nicht in der Lage, sich unrechten Befehlen zu widersetzen!“

Die entsprechenden Enzykliken der Päpste blieb aus, wohl weil sie vom Mythos nicht lassen konnten:
1.    Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet die Erde.
2.    Furcht und Schrecken vor Euch sei über alle Tiere auf Erden und über alle Vögel unter dem Himmel, über alles, was auf dem Erdboden kriecht, und über alle Fische im Meer; in eure Hände seien sie gegeben.
3.    Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut hab ich’s euch alles gegeben.
Diese Worte waren zu dem Zeitpunkt, als sie aufgeschrieben wurden, Erinnerung. Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise – auch Neandertaler? Wegen der Beharrungsvermögens der Tradition wurden die an Noah gerichteten Worte  als Programm für die Zukunft fortgeschrieben. – Mit fatalen Folgen bis zum heutigen Tag!
Das Ergebnis des Milgram-Experiments mag unbequem sein, aber es darf nicht vergessen werden, daß die Bereitschaft zum Gehorsam gegenüber Inhabern sozialer Dominanzstellungen die Grundlage jeder Gesetzgebung darstellt. Kein Gesetz dieser Welt würde beachtet, wenn die Mehrzahl der Menschen nicht dazu bereit wären, es auch zu befolgen. Allerdings zeigt es auch die Grenzen der Möglichkeiten des Gesetzgebers auf. Es ist nicht möglich, durch Gesetz ein den menschlichen Grundbedürfnissen entsprechendes Verhalten aus der Welt zu schaffen und gesellschaftliche Probleme durch Verbote zu lösen. Die Erwartung, daß alle dem Verbot Folge leisten werden, erweist sich als Illusion. Denn es ist damit zu rechnen, daß mindestens 37% der vom Gesetz Betroffenen es zumindest einfach ignorieren werden.
Nicht nur Gehorsam, sondern auch Ungehorsam sind genetisch determiniert. Deswegen ist jede Ideologie, deren Vertreter Macht erlangen,  in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gezwungen, im Laufe der Zeit immer mehr Zwang und Gewalt anzuwenden. Das System wird zunehmend Energie verzehren, bis es am Ende unter Turbulenzerscheinungen zusammenfällt. – So geschah es zuletzt mit dem „real existierenden Sozialismus“. Die verfallenen Städte des ehemaligen Ostblocks sind ein weithin sichtbares Zeichen dafür, daß die gesamte Energie in die Aufrechterhaltung des Zwangssystems geflossen war. Der „Zerfall“ nahm auf unserer Raum-Zeitskala knappe 0,2 mm in Anspruch, beim verwendeten Maßstab von 1mm/Jahr eine unmeßbar kurze Zeit.
Die Mehrheit von uns ist zwar zum Kadavergehorsam fähig, aber nicht für alle Zeit bereit. Das entspricht dem Prinzip des geringsten Zwangs, wonach ein System, auf das ein Zwang ausgeübt wird, dem Zwang ausweicht. Kann es nicht ausweichen, erzeugt es Gegendruck.
Die Wirksamkeit dieses Prinzips und das Unverständnis auch des gegenwärtig herrschenden Weltbilds gegenüber der menschlichen Natur läßt sich anhand der Prohibition in den USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts gut verfolgen. Man hatte ein Gesetz erlassen, das den Amerikanern den Alkoholgenuß untersagte. Die geringe Akzeptanz des Gesetzes durch die Bevölkerung erforderte einen verstärkten Einsatz staatlicher Macht zu seiner Durchsetzung. Auf der anderen Seite waren die Anbieter der teuflischen Getränke; an deren Spitze waren wiederum die zu finden, die sich einen Teufel um Gesetze scherten. Es dauerte nur wenige Jahre, und das ganze Wechselspiel brachte das Sozialsystem der Gesetzlosen hervor, das heute noch als organisierte Kriminalität mit dem Sozialsystem „Staat“ rivalisiert. Mitglieder krimineller Organisationen befolgen keine staatlichen Gesetze, gehorchen aber den Regeln ihrer Organisation und folgen den Anweisungen ihres Gangsterbosses. In den Folgejahren wurden die USA von gravierenden wirtschaftlichen und politischen Instabilitäten heimgesucht.
Und noch heute rivalisieren in aller Welt organisierte Kriminalität und staatliche Gewalt um Macht und Einfluß. – Beide Systeme sind offensichtlich  zwei Seiten ein- und derselben Medaille. Immerhin beruhen beide Systeme auf dem Prinzip von Befehl und Gehorsam. Die staatliche Gewalt geht freilich weiter: Sie verlangt auch von Nichtangehörigen des Systems unbedingten Gehorsam gegenüber den „Gesetzen“ und Anordnungen des „Staates“:
In der Jurisprudenz findet sich das Prinzip des geringsten Zwangs übrigens als Lehre von der Verhältnismäßigkeit der Mittel wieder. (G.Altenhoff, Australopithecus Superbus – Der Mensch im Licht nichtlinear-thermodynamischer Evolution, http://www.lulu.com/advocatusdeorum S. 203ff)

„Haltet ein, schickt Eure Truppen nach Hause,  denn die Mehrheit Eurer Untergebenen ist nicht in der Lage, sich unrechten Befehlen zu widersetzen!“

Erst dieser Satz aus dem Munde des Papstes wäre das „coming out“ des Papstes als „Freund der Menschen“.

StarkerTobak! – Ich weiß das. – Aber es ist nur einmal so, daß die Weisheit des Alters ohne die Offenheit für Erkenntnisse der Jüngeren zum Starrsinn mutiert.

Ich hoffe nicht, daß Sie Ihr Vor-Urteil über Bendeikt XVI. dereinst revidieren müssen.

Der „größte Ketzer aller Zeiten“ bedankt sich für Ihre freundliche Kenntnisnahme und Bemühungen und verbleibt

mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
http://www.bundesadel.de
Publikationen:
http://www.lulu.com/advocatusdeorum

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