20.April – Warnung des „Führers“

—–Ursprüngliche Nachricht—–
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Gesendet: 20.04.07 01:44:17
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Betreff: FW: Strafbarkeit der Völkermord-Leugnung

—–Ursprüngliche Nachricht—–
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Gesendet: 20.04.07 01:29:06
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Betreff: FW: Strafbarkeit der Völkermord-Leugnung

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: the.history@planet.ms
Gesendet: 20.04.07 01:20:57
An: history@zdf.de, heutejournal@zdf.de, redaktion@tagesschau.de
CC: leserbriefe@rheinische-post.de, leserbriefe@wams.de, forum@welt.de, zentralredaktion@westdeutsche-zeitung.de
Betreff: Strafbarkeit der Völkermord-Leugnung

Sehr geehrte Damen und Herren,
Nachdem sich die Justizminister der EU darauf geeinigt haben, daß die Leugnung von Völkermorden strafbar sein soll, müßte eigentlich Caesars „Gallischer Krieg“ und das Alte Testament aus den Lehrplänen öffentlicher Schulen gestrichen werden. Und jeder der behuptet, die darin geschilderten Vorgänge hätten niemals stattgefunden, werden ein Fall für den Staatsanwalt.
Vor allem muß die italienische Regierung schleunigst dafür Sorge tragen, daß die Trajans-Säule gesprengt wird. Denn sie verherrlicht den Völkermord der Soldaten Trajans an den Dakern A.D. 100. Rund 1.000.000 Daker sind damals den Truppen Trajans zum Opfer gefallen, die dakische Kultur wurde ausradiert. Sie teilte damit das Schicksal der Kultur der Kimbern und Teutonen. – Noch zwei Völkermorde in einer ununterbrochenen Kette von Völkermorden, die seit rund 60.000 Jahren die Menschheit heimsuchen:

Voraussetzung für diese Art von Geschäften ist freilich die Verkrüppelung der sozialen Instinkte, die Organismen eines Sozialverbandes untereinander eng verbinden. Wie wir oben gesehen haben, pflanzten sich die Insulaner innerhalb eines beschränkten Genpools fort, so daß die verwandtschaftliche Nähe aller die Entstehung und Verbreitung von Verkrüppelungen förderte. Neben dem Gesichtsschädel verkümmerten tief im Schädelinneren die sozialen Instinkte. Das unsichtbare Band, das den Neandertaler mit seinen Gefährten und Frauen verband, zerriß allmählich. Die Tötungshemmung fiel.
Nun können wir die Erörterung des Themas fortsetzen, mit dem wir begonnen hatten, nämlich mit der Einstellung des Menschen zum fünften Gebot.
Es entstand das Verhaltensmuster, das sich seit der sogenannten „neolithischen Revolution“ auf einer anderen Komplexitätsebene bis zum letzten Millimeter unsere Zeitreise wiederholt. Desmond Morris sieht bekanntlich darin eine Entartung menschlichen Sportverhaltens, er führt zu diesem Thema weiter aus:
„Tragischerweise ist der kriegerische Typus des Sportverhaltens bald außer Kontrolle geraten und zu blutigen Massakern eskaliert. Dafür gibt es zwei Gründe. Einerseits führte die Waffentechnik an einen Punkt, wo das Führen einer Waffe keine persönliche Tapferkeit und keine körperliche Kampfgeübtheit mehr erforderte. Aus dem Jäger-Krieger wurde ein Abschlachtungs-Technologe. Andererseits wuchs die Zahl der Menschen immer stärker, bis eine Überbevölkerungskrise entstand. Es kam zu immensem sozialen Druck und zu horrenden Konkurrenzanforderungen. Der alte Sport des Jagd-Kriegs gebar den Wahnwitz des modernen Vernichtungskriegs.“
Die von Morris geschilderte globale Situation der heutigen Zeit traf zu Beginn der „modernen“ Menschheit durchaus auf deren Existenzbedingung zu. Morris weist zwar auf die moderne Waffentechnik hin, aber diese wäre ohne das dahinterstehende Bedürfnis, mit möglichst wenig Aufwand so viele Menschen wie möglich umzubringen, nicht denkbar.
Des weiteren, das ist Morris wohl entgangen, gab es schon „Vernichtungsfeldzüge“, als noch mit jagdtauglichen Waffen gekämpft wurde und Mann gegen Mann stand. Der berühmteste von allen dürfte der Feldzug gegen Troja gewesen sein. Weniger bekannt ist bereits der Zweite Punische Krieg, der zur Zerstörung Carthagos führte und Rom zur europäischen Supermacht werden ließ.
Auch Gaius Julius, genannt Caesar, ließ sich diesbezüglich nicht lumpen. Anläßlich seiner Gallienfeldzüge ließ er mehr als einmal ganze Landstriche entvölkern. Bei seinen eigenen Landsleuten machte er sich allerdings erst durch sein perfides Vorgehen gegen die Usipeter und Tenkterer unbeliebt, die im Frühjahr des Jahres 55 v. Chr. in der Nähe von Nimwegen lagerten.
„Die ahnungs- und führerlosen Germanen, die im Lager ruhig ihren täglichen Beschäftigungen nachgingen und an nichts Böses dachten, wurden vom römischen Heer plötzlich überfallen und abgeschlachtet. Caesar beschreibt dieses »Heldenstück« geradezu mit einem gewissen Genuß. Die römische »Humanitas« und Caesars »Clementia« (Milde) werden besonders durch folgenden Satz ins rechte Licht gerückt: »Die übrige Masse der Frauen und Kinder – die Germanen waren nämlich mit allem Volk ausgezogen und über den Rhein gegangen – begann allerorts zu fliehen. Zu ihrer Verfolgung sandte Caesar die Reiterei aus.« Es ist besonders bezeichnend, daß Caesar nicht wagte, die Reiterei gegen waffenfähige Männer, wohl aber gegen wehrlose Frauen und Kinder einzusetzen. Wieder schließt Caesar seinen Bericht mit der ausführlichen Schilderung der Niedermetzelung der feige überfallenen Germanen.
Caesars Vorgehen in dieser Sache ging damals selbst den römischen Senatoren zu weit. Cato der Ältere hatte rund 150 Jahre vor Caesar noch die Meinung vertreten, Carthago müsse zerstört werden, Cato der Jüngere hingegen beantragte im Senat wegen des geschilderten Vorfalls die Auslieferung Caesars an die Germanen.
Wie es damals am linken Niederrhein wahrscheinlich ausgesehen hat, zeigt ein Fund, in Somerset (Südwestengland), nämlich die Keltenstadt „Cadbury-Camelot“. Bei der Ausgrabung des Südwesttores wurden die Überreste von Kindern entdeckt. Diese waren auf jede nur erdenklliche Weise zerstückelt worden und die Leichenteile waren über den ganzen Torweg verstreut. Der Anblick muß dermaßen grauenvoll gewesen sein, daß einige der freiwilligen Helfer sich weigerten, hier weiterzuarbeiten. – Täter waren auch hier römische Legionäre. Keine wilden Barbaren, sondern Soldaten der größten „Kulturnation der Antike. Und ich setze als bekannt voraus, daß sich römische Soldaten sich ein Ding mit Sicherheit nicht leisten durften: Disziplinlosigkeit.
Kavallerie gegen Frauen und Kinder. – Wie oft mag sich dieses Muster seit Caesar überall auf der Welt wiederholt haben. Die bekannteste Wiederholung dürfte das Massaker vom Sand Creek sein, als US – Kavalleristen ein Indianerdorf niedermetzelten.
Bis weit in die Neuzeit hinein wurden derartige Untaten mit Waffen begangen, die durchaus aus Feuerstein, Holz und Knochen hätten hergestellt werden können. Der Argumentation Morris’, der die Unmenschlichkeit an die moderne Waffenentwicklung anknüpfen möchte, kann einerseits aus diesem Grunde nicht gefolgt werden, andererseits aus dem Grund, daß der älteste Beleg für einen „Vernichtungsfeldzug“ gut und gerne 7000 Jahre alt ist. Der bislang älteste Knochenfund, der auf einen Genozid hinweist, wurde in Talkirchen (Baden-Württemberg) gemacht. Er wurde überwiegend mit Steinäxten verübt und kostete 34 Menschen im Alter von 2 – 60 Jahren das Leben. Bedenkt man, daß auch in der Jungsteinzeit die Horde oder das Dorf mit 25 –50 Individuen ein „Volk“ bildeteten, dann ist das Ereignis von Talkirchen der älteste nachweisbare Völkermord der Weltgeschichte. – Er ist der älteste nachweisbare, aber mit Sicherheit nicht der älteste an sich. – Vielmehr ist ein nachgewiesener steinzeitlicher Völkermord Indiz dafür, daß der Genozid, das rücksichtslose Töten von Artgenossen, zu den Eigenschaften des “modernen“ Menschen zählt. Genozidale Tendenzen zeigen sich in der ganzen Welt, bei allen Völkerschaften, wie der Genozid der Hutus an den Tutsis im Jahre 1994 mehr als deutlich macht. Auch hier kamen keine „modernen“ Waffen mit „Fernwirkung“ zum Einsatz, erst recht keine „Massenvernichtungsmittel“. Man benutzte wie vor 7.000 Jahren in Talkirchen das Werkzeug oder die Waffe, die man „gerade zur Hand“ hatte, dazu, Artgenossen abzuschlachten.
Kaum jemand weiß, daß Genozid im alttestamentarischen Alltag wohl so verbreitet war, daß sich kein Mensch darüber aufregte. So wird denn mit fast juristischer Distanz festgestellt: >Da besetzte Gilead vor Ephraim die Jordanfurten, und wenn ephraimistische Flüchtlinge sagten: „Laßt mich hinüber“, fragten die Leute von Gilead: „Bist Du ein Ephraimit?“ Antwortete er: „Nein“, dann sagten sie zu ihm: „Sag mal Schibboleth!“ Da sagte er „Sibboleth“, denn er konnte es nicht richtig aussprechen. Dann packten sie ihn und erschlugen ihn an den Jordanfurten. Auf diese Weise kamen zweiundvierzigtausend Mann aus Ephraim um.< – Wer wollte daran zweifeln, stammt diese Darstellung doch aus dem Buch der Bücher, genauer gesagt aus dem Buch der Richter, Kapitel 12, Vers 5 bis 6.) Das erschreckende an diesem Ereignis ist nicht nur die „Individualität“ der Opfer und ihre „Kennzeichnung“, vor allem ist erschreckend, daß man an den Jordanfurten so etwas wie eine „Selektionsrampe“ errichtet hatte.
Gut 1.000 Jahre nach Caesars Legionen überzogen die Wikinger Europa mit Plünderung, Mord und Schrecken. Ihre Waffen waren ebenfalls überwiegend solche, bei deren Anwendung man dem Gegner oder Opfer in die Augen sehen mußte. Das änderte sich auch im Dreißigjährigen Krieg nicht, denn die darin verübten Greueltaten gegenüber der Zivilbevölkerung wurden auch überwiegend mit Nahwaffen ausgeführt.
Die Bilder aus den Konzentrationslagern, die Bilder aus dem Kosovo und auch die Bilder aus Israel und Tschetschenien sprechen keine andere Sprache: Der moderne Mensch hat bezüglich seiner Reaktion gegenüber dem Sozialpartner die Instinktbindung verloren und ist nicht mehr in der Lage, auf soziale Not- oder Unterwerfungssignale instinktsicher zu reagieren.
Der „moderne“ Mensch ist damit in eine Lage geraten, über die man erschaudern könnte, er zeigt eine ausgesprochene Neigung zum Genozid, zum Völkermord. Soweit die Wahrnehmung des Mitmenschen als Mensch betrifft, retardierte der Mensch nicht nur auf das Niveau des Schimpansen, dessen Tötungshemmung gegenüber Angehörigen fremder Gruppen ebenfalls stark eingeschränkt ist, er verlor auch die Tötungshemmung gegenüber dem Sozialpartner (G. Altenhoff, Australopithecus Superbus – der Mensch im Licht nichtlinearer Evolution http://www.lulu.com/advocatus deorum S. 176ff – Quellenangaben des Originals können hier aus technischen Gründen nicht wiedergegeben werden)

Schauen Sie in den Spiegel, Sie gehören dazu! – Auch Sie können über Nacht in eine Situation geraten, die sie zum Völkermörder werden läßt. – Sie brauchen nur gehorsam zu sein! Mit einer Wahrscheinlichkeit von 63% werden Sie im Rahmen eines organisierten Völkermordes „ihre Pflicht tun“. Bevor Sie mit Fingern auf andere zeigen, sollten Sie darüber nachdenken.
Wahrscheinlich bleibt die Trajans-Säule stehen. Auch werden Schüler in Zukunft die „Heldentaten“ Caesers zu lesen bekommen. Denn was „Völkermord“ ist, das wird je nach Gusto und „Political Correctness“ entschieden werden. – Immerhin geisterte unlängst die Meinung durch die Medien, die Ereignisse in Darfur wären ein „uneigentlicher Völkermord“. Ein uneigentlicher Völkermord geht die „internationale Staatengemeinschaft“ schließlich nichts an und rechtfertigt keine Tornado-Einsätze. Für die „Führungsriege der EU ist es freilich einfacher, die Leugnung vergangener Völkermorde zu verbieten als gegenwärtige Völkermorde in aller Welt zu unterbinden.
Es zeigt sich wieder einmal, daß die Geschichte nur eines lehrt, nämlich daß der Mensch unfähig ist, aus der Geschichte zu lernen.
Die Verkündung des Beschlusses der EU-Justizminister macht zudem deutlich, daß diese offensichtlich zu selten zum Friseur gehen. Deswegen müssen sie ihr Geschwätz in der Öffentlichkeit verbreiten.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
http://www.bundesadel.de
Publikationen:
http://www.lulu.com/advocatusdeorum

Wir schreiben heute den 20.April 2007. Ob „Der Führer“ wohl etwas dagegen einzuwenden hätte, wenn man anläßlich seines Geburtstages sein Portrait mit einem Warnhinweis versieht?

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Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
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Schau’mer mal, was die „Linke“ mit den Rechten der Menschen macht. Bislang hat die „Linke“ die Menschenrechte vor allem in ihrem Liedgut hochgehalten. Nun steht sie vor der Gretchenfrage: Trifft nicht zu, was Jesus über seine geringsten Brüder bemerkte? – Wie hält die „Linke“ es es mit dem „globalen Bürgerkrieg?“–

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
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