Blacksburg, Bush und Bagdad

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: dave.bowman@email.de
Gesendet: 20.04.07 00:34:49
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Betreff: FW: Ostergruß – Römer 1, 22,23

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: gerhard.altenhoff@email.de
Gesendet: 09.04.07 02:36:46
An: kardinal@erzbistum-koeln.de
CC: johnkallarackal@hotmail.com, k.koltermann@st-pankratius.de, b.kirfel@st-gabriel-delrath.de
Betreff: Ostergruß – Römer 1, 22,23

Meinen Ostergruß zuvor!

Trotz Pauli Schelte kommen wir Menschen offenbar nicht ohne die Personifizierung natürlicher Vorgänge aus. Die Identität zwischen Schöpfer und Schöpfung ist nahezu unvorstellbar. Dennoch werden wir uns mit ihr abfinden müssen.
Ich hatte einige Bilder als diesjährigen Ostergruß entworfen, wußte aber nicht, welchen ich nehmen sollte. Letztlich wurde mir die Entscheidung am 5.4.2007 aufs Auge gedrückt, als ich die Neußer Lokalseite der WESTDEUTSSCHEN ZEITUNG aufschlug. Besser, als ich es hier in Worten schildern könnte, geben es die Entwürfe und die „Entscheidungshilfe“ unter fotos.web.de/willem.tell/Osterkarten2007
wieder.

fotos.web.de/willem.tell/osterzufaelle2007

Die WZ hielt an diesem Tage aber nicht nur diese Überraschung bereit:
Als mir am 5.4.2007 im „Gohrer Café – und Backhaus“ die WZ überreicht wurde, hatte ich zwar schon einige Überraschungen hinter mir, aber ich hätte nicht gedacht, daß mir die Lektüre dieser Zeitung tatsächlich die Sprache verschlagen würde. Der Reihe nach:
Die BILD – Zeitung vom 5.4.2007 hatte auf der Titelseite den Papst abgebildet. Offenbar war es dasselbe Bild, das die WELT im Februar für ihre Anzeigenkampagne zugunsten von WELT-ONLINE verwendet hatte. – Der Papst stand, wie ich seinerzeit bemerkt hatte, wieder einmal mit leeren Händen da.
Es gehört zu meinen Gewohnheiten, gelegentlich im „Gohrer Café – und Backhaus“ einzukehren und neben einem Kännchen Kaffee auch die NGZ zu konsumieren. Nun war aber die NGZ selbst nicht mehr da, die hatte ein Gast mitgehen heißen. Aber die jüngste Ausgabe des „PRISMA“ war noch da. So konnte ich wenigstens das Fernsehprogramm der kommenden Woche studieren.
Was den Ostersonntag anbelangte, mußte ich schmunzeln, denn die ARD wartet mit der Sendung „Grüß Gott, Herr Anwalt“ auf. – Ostersonntag, der 8. April, das ist immerhin mein Geburtstag. – Ich glaube nicht, daß die Progammdirektoren der ARD bei der Festlegung des Sendetermins dabei an meinen Geburtstag gedacht hatten.
Ich glaube auch nicht, daß die Progammplaner von RTL nur einen einzigen Gedanken an subtile Zusammenhänge verschwendet haben, die so unfaßbar erscheinen wie die wahren Geschichten der Sendereihe X-Faktor.
RTL setzt dem schlichten „Grüß Gott, Herr Anwalt“ scheinbar übermächtige Konkurrenz entgegen, nämlich den dritten Teil von „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“.
Wer die Geschichte vom Herrn der Ringe kennt, der kennt den eigentlichen „Helden“, die eher unscheinbare Figur des Sam Gamgee. Dieser sorgt am Ende dafür, daß der Ring des Bösen vernichtet wird. Er kehrt nach Hause zurück „Der Herr der Ringe“ endet mit seiner lakonischen Bemerkung. „Well, he said, I’m back again“ ( „Nun“, sagte er, „ich bin wieder zurück“ ) – Ein Zitat, das, Sie werden es zugeben, zu Ostern nicht ganz unpassend ist. – Erstaunlich, nicht?
Aus dem Staunen aber kam ich allerdings nicht mehr heraus, als mir die WZ als Lektüre angeboten wurde:
Wenige Tage zuvor suchte ich auf der Website der Uni Bonn nach meinem alten Professor Helmut Marquardt, bei dem ich 1978 an einem der entscheidenden Seminare meines Lebens teilgenommen hatte. Ich fand ihn nicht, aber ich fand heraus, daß Udo die Fabio nunmehr in Bonn lehrt. Di Fabio war der Berichterstatter in dem Prozeß vor dem Bundesverfassungsgericht, an dessen Ende dem Schröder die Fahnenflucht höchstrichterlich gestattet wurde.
Er bekam eine Mail von mir, und er wird weitere Mails von mir bekommen, ob sie ihm schmecken oder nicht.
Bei http://www.lulu.com/advocatusdeorum kann man den „Schröder-Kalender erwerben. Im August 2007 kann jeder einen Monat lang die Richterinnen und Richter des Bundesverfassungsgerichts als Ensemble der „Karlsruher Puppenkiste“ betrachten, die an Schröders Fäden hängen.
„Furchtbare Juristen!“
Dieser Begriff wurde vor vielen Jahren vom Schriftsteller Rolf Hochhuth anläßlich der „Filbinger-Affäre“ geprägt. Heute weiß darüber kaum noch jemand etwas. Das „Schröder-Urteil“ des Bundesverfassungsgerichts ließ mich da noch einen draufsetzten:
Man müßte sich eigentlich schämen, in dieser Welt Jurist zu sein.
Hochhuths „Furchtbarer Jurist“ entstand, weil Filbinger als Militärstaatsanwalt am 16.4.1945 die Vollstreckung eines Todesurteils geleitet hatte. – Ob wegen „Feigheit vor dem Feind“ oder wegen „Fahnenflucht“, das kann hier offen bleiben.
Am 8.4.1945, exakt neun Jahre vor meiner Geburt, eröffneten „furchtbare Juristen“ das Standgerichtsverfahren gegen Dietrich Bonnhoefer. Den „furchtbaren Juristen“, der die Vollstreckung dieses Todesurteils geleitet hat, den kennen wir freilich nicht.
Diese „furchtbaren Juristen“ stehen, wer wollte es leugnen, in der Tradition eines Pontius Pilatus. Der war wohl weniger Jurist, aber als römischer Verwaltungsbeamter dazu berufen, die Gesetze und Verordnungen des römischen Kaisers zu vollziehen. Und das tat er auch, ohne jede Gnade.
Pilatus kennt jeder, aber seien Sie man ehrlich: wer von der „Generation 50-minus“ kennt noch Hans Filbinger und dessen Verstrickungen?
Sie werden unschwer erraten, daß ich auf der Suche nach dem „missing link“ war, als Hans Filbingers Tod gemeldet wurde.
Als Hans Filbinger starb, war ich auf der Suche nach dem „fehlenden Bindeglied“ zwischen dem „furchtbaren Juristen“ und der Schamhaftigkeit, die man als Jurist in dieser Welt eigentlich an den Tag legen müßte..
Die gesuchte Information kam frei Haus und „just in time“. Sie hatte die Gestalt des Leserbriefs, den Uwe Koopmann aus Düsseldorf verfaßt hatte. Koopmann weist in seinem Leserbrief auf die Vollstreckung von fünf Todesurteilen in der Nacht vom 16. zum 17. 4. 1945 in Düsseldorf hin. Auch hier dürften „furchtbare Juristen“ am Werke gewesen sein.
Die Information kam „just in time“, ich brauchte sie nicht zu suchen; sie war darüber hinaus detaillierter, als ich es jemals hätte erwarten können. – So ein Zufall!
„Furchtbare Juristen“ gehörten auch zu den mehr oder minder „willigen Vollstreckern“ der „Heiligen Inquisition“.
„Furchtbare Juristen“ waren zu allen Zeiten und in allen Religionen an unglaublichen Unrechtshandlungen aktiv beteiligt, weil man ihnen beigebracht hatte, daß Recht und „staatliches “ bzw. „kirchliches“ Gesetz kompatibel wären.
Den Theologen hat man beigebracht, daß die Dogmen des Vatikans oder der Imame kompatibel wären mit dem Willen Gottes. „Furchtbare Theologen“?
Vermutlich ja, denn zufällig wurde der Marinesoldat Walter Gröger unter der Leitung von Hans Filbinger am 16.4.1945 erschossen. Auch in Düsseldorf wüteten an diesem Tage die „furchtbaren Juristen“.
Und hier haben wir ein „missing link“ zwischen dem „Advocatus Deorum“, der sich diese Rolle gewiß nicht ausgesucht hat, und dem „Pontifex maximus“, der den (heidnischen!) Titel zwar trägt, dem Göttervater und den Göttinnen und Göttern indes feindselig und mit leeren Händen gegenübersteht:
Der Geburtstag Benedikts XVI. ist der 16. April.
Laut WZ vom 5.4.2007, Lokalteil Meerbusch, findet der „Herr der Ringe“ in der Reithalle statt.
So ein Zufall!
Keine 48 Stunden später sind die Zeitungen wieder voll von Horrorszenarien über die Zukunft unseres Planeten.
So ein Zufall!
Der „Weltuntergang“, der mit allen erdenklichen Mitteln der Propaganda heraufbeschworen werden soll, wird aber nicht stattfinden. – Man kann es auch anders ausdrücken:
Frage: „Lieber Gott, ist die Welt noch zu retten?“
Antwort: „Nein!“
Frage: „Warum nicht?“
Antwort: „Weil sie nicht in Gefahr ist!“
Vor dem Hintergrund des drohenden Weltuntergangs erscheinen die Anstrengungen unserer Politiker zum „Klimaschutz“ als ehrenvolle Großtaten.
Sie sind es aber nicht, sie sind Ablenkungsmanöver und zeigen nur, daß weder „die Politik“ noch die Führer der „großen Religionen“ ein Interesse daran haben, den globalen Bürgerkrieg, der die Welt seit dem 4.7.1776 erschüttert, zu beenden.
Am Tag, als Jesus starb, lag der globale Bürgerkrieg noch in der Zukunft, aber seine Geburt wurde bereits vorbereitet.
Ein kleines Gedankenexperiment mag dies verdeutlichen:
Hängen Sie sich einmal selbst ans Kreuz und betrachten Sie die Welt und die vor Ihnen liegenden 2000 Jahre aus der Perspektive des Gekreuzigten. Was sehen Sie?
Kreuze, Kreuze, Kreuze. – Die Kreuze haben freilich eine Metamorphose durch gemacht, sie sind zu Galgen, Guillotinen, Gaskammern, Elektrischen Stühlen und Giftspritzen mutiert. Dennoch ist eines gleichgeblieben, die „Obrigkeit“ hat nie auf Gewalt verzichtet, sie hat auch nie darauf verzichtet, unbescholtene Menschen dazu zu bewegen, auch gegen ihren Willen Gewalt anzuwenden.
Am Kreuze hängend beantragen Sie: „Vater vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“
Sind Sie wirklich sicher, nach den Erfahrungen der letzten 2000 Jahre diesen Antrag weiterzuverfolgen?

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
http://www.bundesadel.de
Publikationen:
http://www.lulu.com/advocatusdeorum

Angesichts der Bilder, die der arme Teufel von Blacksburg hinterlassen hat, und dem Bild, das der Deputy-Devil Bush abgibt, frage ich mich, wer von beiden den größeren Irrsinn plapperte.
Mir sind die „normalen“ Amokläufer wesentlich lieber als Menschen, die, wie Bush es tat, Abertausende in den kollektiven Amokluaf treiben. Und das aus dem einfachen Grund, weil ihm ein paar verblendete „Terroristen“ am 11. September 2001 ins Revier gepinkelt hatten. Bush konnte das nicht verknusen, mehr als 3.000 der ihm gehorchenden, gedungenen Amokläufer bezahlten das mit dem Leben.
5 Gedenksekunden für die Opfer von Blacksburg, und dann referierte Bush weiter über seinen „Krieg gegen den Terrorismus“. Keine 24 Stunden nachdem in Bagdad von Amokläufern mit einer anderen Feldpostnummer fast 200 Menschen bie lebendigem Leibe zerrissen worden waren. – Nicht einmal eine einzige Gedenksekunde für die unschuldigen Frauen und Kinder, die zum Markt gingen und nicht mehr nach Hause kamen.
Für die Medien scheint das „normal“ zu sein. Wenn das „normal“ ist, dann weiß ich nicht mehr, was „verrückt“ sein soll.
Wo, bitte, blieb das Beileidstelegramm der Frau Merkel an die irakische Regierung?
Wo, diese Frage sei mir erlaubt, bleibt die übliche Reaktion der Medien und der Politiker: Hätten die Blutbäder von Bagdad verhindert werden können? – Müßte die irakische Regierung die Waffen- und Sprengstoffgesetze nicht verschärfen? Sollte nicht auch die irakische Regierung sogenannte „Killerspiele“ verbieten?
Oder sind Iraker keine Menschen, die man vor Amokläufern und „Terroristen“ schützen muß? – Sind Iraker nur Zahlen in de Buchhaltung des Schreckens? – Das hatten wir schon einmal, freilich etwas weniger chaotisch. Der Mensch bekam ein sechszackiges Abzeichen und eine Nummer. –
Haben Iraker keine Familien, die um ihre Kinder trauern, wenn diese „mitten aus dem Leben gerissen“ werden? – Wie wäre es einmal, wenn die Reporter, Psychologen und Politker, die sich so rührend um die Opfer von Blacksburg kümmern und kümmern werden, um die Familien kümmern würden, die am 18.4.2004 und in den Jahren davor Angehörige durch die kollektiven Amokläufer aller Feldpostnummern verloren haben?

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
http://www.bundesadel.de
Publikationen:
http://www.lulu.com/advocatusdeorum

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