Ist die Erde noch zu retten?

Von: advocatus.deorum@planet.ms
An: leserbriefe@wams.de, forum@welt.de, wissenschaft@welt.de
Kopie: leserbriefe@bild.de, redaktion@express.de, heutejournal@zdf.de, meinung@n24.de, redaktion@tagesschau.de, jmklethi@gmx.de
Datum: 13.03.07 02:24:17
Betreff: Angebliche Klimakatastrophe / WELT vom 2.3.2007

Inhalt:
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Tue, 13 Mar 2007 02:24:17 +0100
Date: Tue, 13 Mar 2007 02:24:17 +0100
Message-Id: <658453288@web.de>

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Vor fast genau 40 Jahren war die Fernsehnation schockiert über die Meldung: „Die Invasion ist nicht mehr aufzuhalten, ich schlage vor, mit den Frogs zu verhandeln.“
Aus den Verhandlungen wurde nichts. – Sie erübrigten sich am Ende, weil von der Obersten Raumbehörde Order an die Crew der „Orion“ erging: „Gehen Sie auf Hyperspace-Geschwindigkeit und fliegen Sie „Gordon“ an! Eliminieren Sie „Gordon“ mit Overkill! Dies ist ein Befehl der Weltregierung!“
Es wurde ein Wettlauf mit der Zeit, aber „Gordon“ wurde rechtzeitig eliminiert.
All das geschah innerhalb weniger Minuten.
Innerhalb weniger Minuten kann viel passieren. – Mit diese Worten wirbt die WELT für WELT-ONLINE.- Daß die zuständige Werbeagentur den Slogan mit einem Bildnis des Papstes unterlegt hat, versetzt mich doch etwas in Erstaunen, denn weder die Wahl eines Papstes noch dessen Amtszeit sind eine Sache von wenigen Minuten.
Es sei, wie es ist, denn innerhalb weniger Minuten kann allerdings tatsächlich viel passieren, das hat sich am 2.3.2007 gezeigt:
Kurz vor den 15-Uhr Nachrichten des Senders n-tv hatte ich begonnen, das Feuilleton der WELT durchzublättern. Unter der Überschrift „Ecce Herbert!“ sollte Herbert Grönemeyer auf Seite 27 zum Religionskritiker hochstilisiert werden. – Da Grönemeyer keine Alternativen zu bieten hat, gewissermaßen mit leeren Händen dasteht, ist dem Verfasser des Artikels seine Absicht wohl nicht so ganz gelungen. Als gelungen empfand ich jedoch, daß auf der Folgeseite in der o.g. Anzeige der Papst ebenfalls mit leeren Händen dastand.
N-tv meldete, nach einem geheimen UN-Bericht wäre die Klimakatastrophe nicht mehr aufzuhalten. Mit wem aber sollte die UNO diesmal verhandeln?
Die WELT, obwohl erdgebunden, ging ebenfalls auf Hyperspace-Geschwindigkeit, denn die WELt und n-tv überholten sich bei der Berichterstattung gegenseitig:“ ‚Orion‘ hat Verspätung“, meldete die WELT auf ihrer Wissenschaftsseite (Seite 31). – Wenn „Orion“ Verspätung hat, wer soll die Welt dann noch retten können? – Captain Kirk?
Laut n-tv werden auch er und seine Mannschaft zur Rettung der Erde nichts beitragen können. „Enterprise“ wurde nämlich am Vortag von Tornados weitgehend zerstört. Die Schäden waren so gravierend, daß George W. Bush sie höchstpersönlich inspizieren mußte.
Gibt es dennoch eine Rettung? – So könnte man vermuten, wenigstens dann, wenn die elektrische Anlage der „Enterprise“ von Siemens gefertigt wurde. Denn laut WELT (S. 31) heißt Siemens: „Gott hat gehört“.
Ob Gott gehört hat, weiß ich nicht, die Götter jedenfalls scheinen gehört zu haben, denn auf Seite 32 berichtet die WELT mit erheblicher zeitlicher Verzögerung über den Ausbruch des Stromboli. Und dieser räusperte sich fast zur gleichen Zeit, als folgender Text durch das Netz der Netze gejagt wurde:
„Ob es sich bei den Ausbrüchen des Krakatau, des Vesuv oder des Mount St. Helens tatsächlich um „Katastrophen“ handelt, die „die Umwelt“ beeinträchtigen, darf nach der Lektüre der oben zitierten Wissenschaftsseite der WELT mit Fug und Recht bezweifelt werden. Denn offensichtlich bildet die Vulkanasche, die nach und nach wieder zu Boden sinkt, globalen Dünger, der Organismen zu Lande und zu Wasser nützt. „Es ist, als wenn der Vulkangott Vulcanus und die Fruchtbarkeitsgöttin Freya mit Neptun eine Vereinbarung getroffen haben, von der wir erst jetzt etwas erfahren.“ So zitiert die WELT (Vulkanasche ist Dünger) den Geomar-Wissenschaftler Svend Duggen.
Da ist was Wahres dran.
Und es ist erstaunlich, diese Worte aus dem Munde eines Naturwissenschaftlers zu hören. Noch erstaunlicher ist, daß der Mann am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften tätig ist. – Leibniz hatte den Tieren den Verstand abgesprochen. Laut Leibniz brauchen Tiere keinen Verstand, weil Gott ihn für sie habe. – Der Verstand, der Leibniz vorschwebte, reicht offenbar weit über das Tierreich hinaus. Die olympische Düngemittelgesellschaft läßt sich tatsächlich so darstellen, wie Duggen es getan hat. Freilich sind ihm zwei Details entgangen: Die olympische Fruchtbarkeitsgöttin heißt Demeter und nicht Freya. Ferner hat Duggen Aeolos vergessen, der mit von der Partie ist, weil er für den weltweiten Vertrieb des Düngers verantwortlich zeichnet.“

furchteteuchnicht.jpg

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