Verbote – Nein, Danke

Xenophon, Memorabilien IV, 7:Sokrates sagt: „Es ist doch sonderbar, daß alle Menschen, die ein Saiteninstrument spielen, Flöte blasen, reiten oder sonst etwas Ähnliches lernen wollen, tüchtig üben, um es zu etwas Rechtem zu bringen. Die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten bringen sie sich auch nicht dilettantisch selbst bei, sondern begeben sich in die Lehre der besten Meister und unterstellen sich willig deren Anordnungen … Da berührt es doch sonderbar, daß Leute, die tüchtige Redner und Politiker werden wollen, meinen, man könne ohne Vorbereitung und praktische Erfahrung in diesem Beruf etwas Tüchtiges leisten. Und doch sind die Anforderungen in diesem Bereich so ungleich höher, so daß man auch trotz der großen Zahl der Interessierten sehr selten einen fähigen Kopf unter den Politikern findet, jedenfalls seltener als unter den Künstlern der oben genannten Disziplinen. Offenbar benötigen die angehenden Politiker eine gründlichere und fleißigere Ausbildung und Schulung als jene.“
Der Philosoph Sokrates ist, wie Sie sehen, hochaktuell. Auch unseren Politikern geht es nicht anders als ihren antikenKollegen.

Zum selben Thema meint der chinesische Philosoph Konfuzius:

 

(Gespräche“ XIII, 3). (Der Schüler) Zi-lu sprach zu Konfuzius: „Wenn Euch der Herrscher des Staates Wei die Regierung anvertraute – was würdet Ihr zuerst tun?“ Der Meister antwortete: „Unbedingt die Namen richtigstellen.“ Darauf Zi-lu: „Damit würdet Ihr beginnen? Das ist doch abwegig. Warum eine solche Richtigstellung der Namen?“ Der Meister entgegnete: „Wie ungebildet du doch bist, Zi-lu! Der Edle ist vorsichtig und zurückhaltend, wenn es um Dinge geht, die er nicht kennt. Stimmen die Namen und Begriffe nicht, so ist die Sprache konfus. Ist die Sprache konfus, so entstehen Unordnung und Mißerfolg. Gibt es Unordnung und Mißerfolg, so geraten Anstand und gute Sitten in Verfall. Sind Anstand und gute Sitten in Frage gestellt, so gibt es keine gerechten Strafen mehr. Gibt es keine gerechten Strafen mehr, so weiß das Volk nicht, was es zu tun und was es lassen soll. Darum muß der Edle die Begriffe und Namen korrekt benutzen und auch richtig danach handeln können. Er geht mit seinen Worten niemals leichtfertig um.“

Seit Jahr und Tag wird in „der Politik“ darüber debattiert, wie man den „Nichtraucherschutz“ verbessern könne. Wenn man es schon nicht ganz unterbindenn kann, was frühere „Regierungen“ selbst unter Androhung der Todesstrafe nicht geschafft hatten, dann doch wenigstens das Rauchen in den Kneipen verbieten. – Es wird dabei vergessen, daß es über rund fünf Jahrhunderte eine friedliche Kooexistenz zwischen Rauchern und Nichtrauchern gab, die von militanten Nichtrauchern aufgekündigt wurde. Auf diesen fahrenden Zug ist „die Politik“ gesprungen und setzt die Autorität des „Staates“ ein, um die Nichtraucher vor den gesundheitlichen Gefahren des Rauchens zu schützen. – Diese gesundheitlichen Gefahren sind jedoch zu keinem Zeitpunkt bewiesen worden. Immer wieder heißt es nämlich: „Studien der XY-Universität belegen, daß…“ – Studien können nichts belegen, zumindest nicht in gerichtsfester Art und Weise. Haben Sie schon einmal einen Totenschein gesehen, auf den als Todesursache „Zigarette“ vermerkt gewesen wäre? – Es gibt indes unzählige Totenscheine, auf denen „Staatsgewalt“ stehen müßte. Seit Januar 1900 finden in Europa und Asien jedes Jahr im Schnitt 10.000.000 Menschen durch die Einwirkung „staatlicher Gewalt“ den Tod. Staat und Gewalt sind Begriffe, die untrennbar miteinander verbunden sind. Denn nicht umsonst spricht man von „Gewaltenteilung“, hält sich aber nicht daran. Früher schickte der Monarch seine Schergen, wenn die Leute sich unbotmäßig verhielten und terrorisierte sie. Heute ist die „staatliche Gewalt“ subtiler. Sie trät ein Paragaphenzeichen, winkt mit dem Bußgldbescheid und droht unverhohlen mit „Verwaltungszwang“. – Geändert hat sich indes nichts. Diese merkwürdige Person, die man Gesetzgeber nennt, wurde schon so genannt, als der Kaiser noch regierte, sie wurde so genannt, als der „Führer des deutschen Reiches und Volkes“ alle drei Staatsgewalten auf sich vereinigt hatte. – So muß man doch zwei Fragen stellen:

1.) Darf „der Gesetzgeber“ ohne sachliche Notwendigkeit überhaupt etwas verbieten?

2.) Haben wir alle Gesetze, die wir brauchen? – Oder brauchen wir alle Gesetze, die wir haben?

Wenn Sie sich die Fragen einmal ernsthaft durch den Kopf gehen lassen, kommen Sie mit Sicherheit auf die richtigen Antworten.

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One Response to Verbote – Nein, Danke

  1. stefan sagt:

    „Es wird dabei vergessen, daß es über rund fünf Jahrhunderte eine friedliche Kooexistenz“ – du meinst wohl eher eine Diktatur der Raucher über die NR

    Ab 2008 wo das Atemverbot durch ein Rauchverbot ersetzt wird, können dann Raucher und NR wieder gemeinsam in Kneipen sitzen – friedlich und tolerant.

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