Sex versus „Staatsgewalt“

Da sitzt ein junger Mann in der Türkei in Haft und hat keinerlei Unrechtsbewußtsein. Er hat das getan, was geschlechtsreife Organismen des Planeten Erde nun einmal tun: Sex. Auf der anderen Seite ist eine junge Frau, die das getan hat, was geschlechtsreife Organismen des Planeten Erde nun einmal tun: Sex.

Abgesehen davon, daß die junge Frau in anderen Ländern schon längst gesteinigt worden wäre, muß man sich doch fragen, welcher Sinn sich daraus ergeben soll. – Es ergibt keinen, es zeigt nur erneut, wie sehr sich der Australopithecus Superbus Procrustes auf’s Prokrustieren versteht.

Gerade dieser Fall ist die Todesglocke des Homo Sapiens Sapiens, wie sich der „moderne Mensch“ gern selbst tituliert. – Bevor dieses rein virtuelle Wesen sein Cyberleben aushaucht, muß er sich mit seiner Geschichte konfrontieren lassen. – Dann geht er ohnehin freiwillig:

„Das Leben als Australopithecus hat freilich auch Vorteile, denn – um vorab nur ein Beispiel zu nennen – eine der wesentlichen Errungenschaften der Aufklärung, nämlich die Menschenrechte, erscheinen plötzlich als Grundbedürfnisse des Menschen, die im Verlaufe der Kulturgeschichte unter die Räder kamen. Sie gehören damit zur Natur des Menschen und nicht zu seinem kulturellen Überbau. Man kann sie negieren und auch zeitweise gewaltsam unterdrücken. Sie sind dennoch allgegenwärtig wie der Sex – und den hat schließlich auch keiner abschaffen können.

Was Staaten anbelangt, so werden langfristig nur die überleben können, die ein demokratisch verfaßtes Gemeinwesen repräsentieren, sehr wahrscheinlich wird die Verfassung dieser Gemeinwesen nur das sogenannte Mehrheitswahlrecht kennen und Parteien nur eine untergeordnete Rolle spielen. Deren Einfluß wird auf das für notwendige Polarisierung erforderliche Maß reduziert sein. Mit Australopithecinen ist eben auf lange Sicht kein anderer Staat zu machen. Es wird freilich noch lange dauern, bis die Menschheit das Machtstreben und die Herrschsucht ihrer Häuptlinge auf ein gesundes Maß zurechtgestutzt und unter Kontrolle gebracht hat.

In der Welt des Australopithecus ist kein Raum für Rassismus; dieser schrumpft auf die Dimension einer Familienfehde. Denn aus der Sicht des Australopithecus ist auch der „weiße Mann“, diese merkwürdige „Herrenrasse“, nichts anderes als ein verkrüppelter Neger; der „Weiße“ ist unvollständig, weil ihm Hautpigmente fehlen. Die Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palestinensern, zwischen Hutus und Tutsis  erscheinen als ins Groteske übertriebener Bruderzwist. – Und damit steht dieser Konfliktherd nicht allein da. – Allerdings, erst wenn diese Erkenntnis Eingang in die Köpfe unserer Mitmenschen gefunden hat, können Schwerter zu Pflugscharen werden.

Damit aber ist in absehbarer Zeit nicht zu rechnen, deshalb wird die Menschheit bis dahin noch einen unermeßlichen Blutzoll zu zahlen haben; für den sind weniger die Völker, um so mehr aber deren Repräsentanten verantwortlich. Dennoch wird die Natur sich nicht aufhalten lassen; nicht einmal die nuklearen Knallfrösche sind in der Lage, alle Menschen zu vernichten.“ (G.Altenhoff, Australopithecus Superbus – Der Mensch im Licht nichtlinear-thermodynamischer Evolution, S. 5f)

Die „Menschenrechte“ sind natürliche Gegenspieler des „Staates“. Auch der Sex, der ebenfalls gemeinschaftsbezogen ist, gehört zu den Menschenrechten. Man kann dieses Recht so formulieren:

„Jeder hat das Recht auf sexuelle Betätigung, solange er dadurch die Rechte anderer nicht verletzt.“

Daß Sex ein gemeinschaftsbezogenes Grundbedürfnis ist, ergibt sich aus den Erwägungen, die ich mit „Sexclub Neandertal“ überschrieben habe:

 

Am 15.4.2005 meldeten diverse Presseorgane, der Neandertaler hätte sich einseitig von Fleisch ernährt. – Welcher heutige Amerikaner tut das nicht, diese „Nachricht“ hat also keinen Sensationswert, nicht einmal für Neandertaler. Beschäftigt man sich jedoch ein wenig näher mit den sanftmütigen und sensiblen Wesen aus dem Neandertal, macht man eine in der Tat sensationelle Entdeckung. Das Neandertal war ein Sex-Club.

>>Folgender Text ging als E-mail an die Wissenschaftsredaktion der WELT und an andere Zeitungen:

Hat es Sie wirklich überrascht, daß Neandertaler sich nicht „ausgewogen“ ernährt haben? – Haben sich Menschen, wo immer sie lebten und leben, überhaupt jemals so ernährt, wie Ökotrophologen (dieses Wortmonstrum bedeutet „Ernährungswissenschaftler“) es fordern?

Nein! Auch Menschen haben sich zu allen Zeiten von dem ernährt, was gerade zur Verfügung stand. Den Neandertalern während der letzten Eiszeit stand vor allem Fleisch zur Verfügung. Diese Feststellung gilt hauptsächlich für die in Europa aufgefundenen sterblichen Überreste.

Wichtige Neandertalerfunde stammen aber auch aus dem Iran und aus Israel, Gegenden, die unter den damals herrschenden klimatischen Bedingungen eher als „gemäßigt“ einzustufen sind. Ohne genaue Kenntnis über die Herkunft der in Ihrem Beitrag erwähnten Skelette ist daher das Urteil „der Neandertaler“ sei zeitlebens fehlernährt gewesen, schlicht falsch.

„Der Neandertaler“, den gab es ohnehin nicht. Aber seit der Entdeckung des ersten Neandertalerskeletts dient er als Projektionsfläche für die Eigenschaften des „modernen“ Menschen, die dieser an sich partout nicht feststellen will: Der keulenschwingende, frauenraubende und tumbe Depp.

„Der Neandertaler“ war ganz anders, aber Sie sind ihm sehr nahe, denn wahrscheinlich auch in Ihrer Phantasie spukt der Geist des Neandertals:

Neandertaler haben sich rührender um ihre Gefährten gekümmert als Norbert Blüm und die Pflegeversicherung. Die gegenwärtige Diskussion um die „Kostendämpfung“ im Gesundheitswesen hätten Neandertaler mit Kopfschütteln und Abscheu verfolgt:

>> „Die Neandertaler müssen deutlicher als alle anderen Geschöpfe vor ihnen empfunden haben, wie kostbar ein Leben ist, denn auf der fundamentalsten Ebene sind Begräbnisriten gleichbedeutend mit dem Wunsch, das Menschliche zu bewahren. Das Begraben besagt, daß irgendein wesentlicher Teil des menschlichen Lebens – man mag es Geist oder Seele nennen ‑ nicht zerstört werden kann, sondern nach dem Tode irgendwo anders in irgendeiner anderen Form weiterexistiert.

Dieser zunehmende Sinn für den Wert des Lebens spiegelt sich nicht nur in den Begräbnisriten der Neandertaler, sondern auch in ihrer Fürsorge für alte und behinderte Menschen. So war zum Beispiel der Mann von La Chapelle-aux-Saints längst über die besten Mannesjahre hinaus, als er starb. Sein Skelett läßt erkennen, daß er unter Arthritis litt und unmöglich noch an Jagden teilnehmen konnte. Selbst das Essen muß ihm schwergefallen sein, da er alle Zähne bis auf zwei verloren hatte. Hätte er zu einer früheren Zeit gelebt, hätte man ihn wahrscheinlich ausgesetzt und verhungern lassen, nachdem er für die Gruppe nicht mehr von Nutzen war. Aber die Neandertaler ließen sich anscheinend nicht von einer derart grausamen Logik leiten. Die Gefährten dieses Mannes versorgten ihn selbstlos mit Essen, vielleicht kauten sie es ihm sogar vor.

Auch die Funde von Shanidar lassen vermuten, daß die Neandertaler für Behinderte sorgten. Einige der dort gefundenen Knochen gehören einem 40jährigen Mann, der vermutlich durch Steinschlag getötet wurde. Die Untersuchung seines Skeletts ergab, daß ihm vor dem tödlichen Unfall nur ein Arm zur Verfügung gestanden hatte. Der rechte Arm und die Schulter waren verkümmert – vermutlich ein angeborener Defekt. Trotz dieser erheblichen Behinderung erreichte er ein für einen Neandertaler hohes Alter. Seine Vorderzähne sind ungewöhnlich stark abgenutzt, was darauf hindeutet, daß er einen großen Teil seiner Zeit damit verbrachte, Tierhäute weichzukauen, damit sie als Kleidung verwendet werden konnten, oder daß er seine Zähne anstelle des fehlenden Arms zum Festhalten von Gegenständen benutzte. (…) Auch der ursprüngliche Neandertaler aus Deutschland hat eine schwere Verletzung überlebt, sich allerdings nicht gut von ihr erholt: Die Knochen seines linken Ellenbogens waren so deformiert, daß er nicht imstande war, die Hand zum Mund zu heben; ob Mensch oder Tier für diese Verletzung verantwortlich war, läßt sich nicht feststellen…“ (George Constable, Die Neandertaler, 1979, S. 101 ff)

Diese Feststellungen machen doch erschreckend deutlich, daß während der Eiszeit Kranke und Behinderte offensichtlich einen Stellenwert hatten, den man sich am Ende des 20. Jahrhunderts eigentlich nur wünschen kann.

Es ist nicht anzunehmen, daß der Neandertaler die Fürsorge für Kranke und Behinderte erfunden hat. Angesichts seiner Lebensbedingungen hätte man aus heutiger Sicht eher das Gegenteil erwartet. Allein deswegen ist die Vermutung nicht von der Hand zu weisen, daß bereits die frühesten Formen des Menschen ihre kranken und behinderten Gruppenmitglieder nicht einfach ihrem Schicksal überließen, sondern sich vielmehr ebenso intensiv wie um ihren Nachwuchs kümmerten. Die Umstellung vom Fell auf die nackte Haut stellte den Ausgangspunkt dar für das, was wir als Humanität bezeichnen.

Das Jagen besorgten die Männer, das Sammeln übernahmen vorwiegend die Frauen, die sich natürlicherweise auch um den Nachwuchs kümmerten, – nicht allein um ihn, auch um die Gruppenmitglieder, die krank oder behindert waren.

Aus rein praktischen Gründen hatte es sich so ergeben. Frauen, die schwanger waren oder Kinder auf dem Arm trugen, waren bei der Jagd offensichtlich gehandicapped. Eine Löwin behält ihren Schwerpunkt während der Schwangerschaft ebenso wie eine Antilope. Bei einer schwangeren Frau ist das anders. Das freilich sagt nichts über ihre Jagdfähigkeit aus:

Die Jagd wurde zur Domäne des männlichen Geschlechts. So jedenfalls wird es seit Ewigkeiten kolportiert.

Aber schauen Sie sich einmal um. Wer sammelt Bierdeckel? – Wer sammelt Modellautos? Wer sammelt die Figuren aus den Überraschungseiern? – Es sind die Männer, mit denen die Sammelleidenschaft durchgeht. Und der Stolz sammelnder Männer ist so groß, daß er in Scherzen über das menschliche Balzverhalten auftaucht: „Darf ich Ihnen meine Briefmarkensammlung zeigen….?“ – Bei Männern erscheint die Sammelleidenschaft mehr oder weniger als Leerlaufhandlung. Der fundamentale Antrieb ist immer noch vorhanden.1

Die weibliche Jagdleidenschaft entzieht sich weitgehend der historischen Beobachtung. Sie offenbart sich überwiegend im Lottospiel; vor allem im angelsächsischen Kulturkreis sind die regelmäßigen Treffen zum Bingo-Spielen Tradition.

Anläßlich der letzten Weltmeisterschaft im Damenfußball und bei den Olympischen Spielen des Jahres 2000 ließ sich beobachten, daß die Fußballerinnen der Welt eine noch größere Spielfreude an den Tag legen können als ihre männlichen Pendants. Fußball aber ist ein klassisches Hetzspiel.

In diesem Zusammenhang müssen wir berücksichtigen, daß bis zur weltweiten Einführung empfängnisverhütender Hormone die Frauen in aller Welt relativ früh schwanger wurden. Mit einer Schwangerschaft findet eine sportliche Karriere aber ein jähes Ende. Erst seit rund 35 Jahre – 3,5 cm im Fluß des Lebens – können Frauen ihre entsprechenden Leidenschaften auch auf dem Sportplatz ausleben.

Wenn Männer sammeln und Frauen hetzen, ist wohl kaum ein gravierender Unterschied zwischen den Geschlechtern festzustellen. Freilich läßt sich auch beim Menschen, damit unterscheidet er sich nicht von seinen Verwandten im Tierreich, ein höheres Aggressionspotential in der Männerwelt feststellen. Das schlägt sich in der Kriminalstatistik nieder, in der die Frauen, Sexismus hin, Sexismus her, erheblich „unterrepräsentiert“ sind.<< ( Gerhard Altenhoff, Australopithecus Superbus, http://www.lulu.com/advocatusdeorum). Sie sehen, die grundlegenden Verhaltensmuster haben sich bis auf den heutigen Tag erhalten.

Die Neandertaler, die tatsächlich im Neandertal lebten, hatten zu ihren Lebzeiten nicht die Möglichkeit, im „Breidenbacher Hof“ oder im Düsseldorf Hilton zu übernachten. Sie mußten ihre Unterkünfte wohl oder übel selbst bauen. Im Düsseltal war es bis vor rund 15.000 Jahren kalt, verdammt kalt. Mammuts und Wollnashörner verfügten allerdings über Felle, die verdammt gut isolierten. Das Fett dieser Tiere wird in der Tundra ein willkommener Brennstoff gewesen sein. Was also lag für die Neandertaler näher, als Großwild zu jagen. Wenn ich Burians „Bilderlexikon des Menschen in der Vorzeit“ recht in Erinnerung habe (das Buch selbst ist mir abhanden gekommen), verwendeten die Neandertaler nicht nur die Felle, sondern auch die Knochen des damaligen Großwilds zum Bau ihrer Hütten.

Es dürfte ein schönes Stück Arbeit gewesen sein, einem tonnenschweren Mammut das Fell über die Ohren zu ziehen, aber am Ende hatte eine Neandertalerhorde mehr als ausreichend Nahrung. Raubtiere und Aasfresser dürften zur damaligen Zeit sogar die Nähe des Menschen gesucht haben, bot er ihnen doch eine willkommene Gratismahlzeit. Und selbst davon profitierten die Neandertaler, denn die Knochen, die von „Raub“-tieren und Aasfressern abgenagt worden waren, brauchten sie nur noch einzusammeln und zu Hütten zusammenzusetzen. – Ein ganz einfaches, aber pfiffiges System, in der Eiszeit zu überleben.

Wenn es zutreffend sein sollte, daß sich Neandertaler überwiegend von den wandelnden Fleischbergen ernährten, was machten sie in der Zeit, in denen sie nicht zur Jagd gingen?

Sex.

Gehen Sie von folgender Grundüberlegung aus: Tierische Sozialgemeinschaften sind Überlebens- und – vor allem – Aufzuchtgemeinschaften. Die Grundstimmung innerhalb der Trupps, Horden, Rudel oder Herden ist freundlich. Beschädigungskämpfe werden vermeiden.

Neben dem „klassichen“ Schimpansen haben wir im Tierreich einen weiteren „nächsten“ Verwandten, der sich Bonobo nennt. Bonobos wurden über Jahre hinweg von den Biologen als „Zwergschimpansen“ bezeichnet. Dann stellte sich heraus, daß Bonobos sich von den Schimpansen grundlegend unterscheiden. Sie sind keine Baum- sondern Bodenbewohner und geradezu sexbesessen. Bonobos treiben munterlustig Sex miteinander, und das, was außergewöhnlich ist, auch außerhalb der „Paarungszeit“. Bonobos setzen Sex gezielt zum Abbau sozialer Spannungen ein, Weibchen lieben es auch, ihre Geschlechtsteile aneinander zu reiben (sogenanntes G-G-rubbing). Bonobomädchen haben kein Problem damit, die Liebe zum Erlangen begehrter Nahrungsmittel einzusetzen. Nach dem Verständnis eines „zivilisierten“ Menschen könnte man Bonobofrauen durch die Bank als Prostituierte bezeichnen. Und es scheint bei Bonobos nur ein sexuelles Tabu zu geben, nämlich das zwischen Mutter und Sohn.

Bei Bonobos verlassen in der Regel die jungen Frauen ihre Ursprungsgruppe, wenn sie erwachsen geworden sind. Bonobos scheinen demnach ebenso exogame Wesen zu sein wie Menschen. Daraus resultiert aber ein Problem: Kinder haben im Regelfall eine enge Bindung an die Mütter und an die Ausgangsgruppe. Wie löst man diese so auf, daß der „Abschied“ nicht weh tut? – Man pflanzt ihnen „Schmetterlinge in den Bauch“. Das ist der Ursprung der „romantischen“Liebe und ihr biologischer Sinn.

Nun dürfte bei Menschen die Bindung der Mütter an die Kinder wesentlich enger sein als bei unseren felltragenden Verwandten, denn die Brutpflege ist intensiver. Die Kinder müssen schließlich aktiv getragen werden, sie können sich nicht festklammern. Daher ist es nur natürlich, daß sich i Laufe der Zeit eine Form von Abschiedsritual entwickelte. Wir kennen es heute noch, es nennt sich „Hochzeit“, es ist in der Regel, und eigentlich in aller Welt von Blumen begleitet. Blumen haben die Neandertaler ihren Toten, darauf läßt vor allem der Shanidar-Fund schließen, auch mit ins Grab gegeben. Es sieht also ganz danach aus, als hätte auch das Abschiedsritual „Trauerfeier“ hier seinen Ursprung.. Abschiedsrituale haben sich in vielfältiger Form als Verhaltensmuster bis auf den heutigen Tag erhalten. Warum sollte es mit sexuellen Verhaltensmustern anders sein. Warum sollte der Mensch zu einer Form der Sexualität „zurückgekehrt“ sein, die der „reinen“ Fortpflanzung dient? Es gibt dafür keinerlei Anhaltspunkte. Eher für das Gegenteil.

Leider gibt es kaum Freilandbeobachtungen über das Verhalten der Bonobos. Die filmisch dokumentierten Verhaltensmuster stammen von dem im Zoo von San Diego lebenden Trupp. Bonobos sind Bodenbewohner

Unsere Ahnen waren es auch. Die uns eigene Wirbelbrückenverkrümmung deutet nämlich darauf hin, daß wir von Bodenbewohnern abstammen. Der Mensch ist in der Geschichte der Lebens nicht derjenige, der die Fortbewegung auf zwei Beinen erfunden hat. Insbesondere bei den Dinosauriern war die bipede Fortbewegung gang und gäbe. Paradebeispiel ist Tyrannosaurus Rex. Ein Riesentier mit riesigem Kopf, gewaltigen Beinen, aber geradezu lächerlichen Ärmchen. T. Rex hatte aber, wie unsere Vögel, eine Wirbelbrücke. Wir haben eine „Wirbelsäule“, die dadurch zustande kommt, daß die ursprünglich vorhandene Wirbelbrücke sich nach der Geburt verformt. Sie wird regelrecht eingedrückt und zwingt uns zur aufrechten Körperhaltung. Eine derartige „Erbkrankheit“ konnte sich nur dann „ausbreiten“, wenn sie dem davon Befallenen Organismus nicht die Möglichkeit nahm, sie an die nächste Generation zu vererben:

Stellen wir uns einen baumbewohnenden Affen vor, bei dem ein genetischer Defekt im Jugendalter dazu führt, daß seine Wirbelsäule sich zum Bauch hin verkrümmt. Welche Chance hätte er, sich erfolgreich fortzupflanzen? – Nach der klassischen Evolutionstheorie keine, denn die Mutation ist ja nachteilig. Anders sieht es bei einem Bodenbewohner aus. Hier ist der „Nachteil“ nicht so groß. – Die Frage, wie es dazu kommen konnte, daß sich das Merkmal Wirbel-„säule“ durchsetzen konnte, kann an dieser Stelle offenbleiben, denn entscheidend ist, daß es bis zum heutigen Tage in uns erhalten ist.

Für bodenbewohnende Menschenaffen scheint es ein Vorteil zu sein, den engen Zusammenhalt der Gruppen durch ausgiebigen Gebrauch ursprünglich rein sexueller Verhaltensmuster zu stärken. Es kommt für unsere eigene Sexualität nicht einmal darauf an, ob wir den Bonobos genetisch näher stehen als den Schimpansen. Denn Parallelentwicklungen sind in der Natur keine Seltenheit. Aber, wie gesagt, auch diese Frage kann hier offenbleiben.

Entscheidend ist vielmehr, daß sich hinter der lapidaren Feststellung, Bonobofrauen tauschten Sex gegen Nahrung ein, der Ursprung dessen verbirgt, was ich als „Tausch-und-teile-Instinkt“ bezeichne.

Es gibt keinen Grund anzunehmen, daß sich unsere Ahnen anders verhalten haben als Bonobos. Wir finden die entsprechenden Verhaltensmuster auch bei uns „modernen“ Menschen vor, freilich in grotesker Verzerrung:

Als unsere unmittelbaren Vorfahren vor rund 93.000 Jahren durch eine „Klimakatastorphe“, nämlich die einsetzende Eem-Warmzeit, in einer Größenordnung von etwa zehn- bis zwanzigtausend Individuen auf einer Insel festgenagelt wurden, begannen die sozialen Instinkte unserer Vorfahren zu verkrüppeln:

>>Die Befunde der Genetiker passen genau in das Zeitfenster, das sich vor etwa 90.000 Jahren öffnete und von den Geologen Eem-Warmzeit genannt wurde. Vor 70.000 Jahren wurde es dann wieder kälter. Die Weichsel- oder Würm-Vereisung nahm ihren Anfang. Mit ihr fand die „Eiszeit“ vor etwa 10.300 Jahren ihr vorläufiges Ende.

Die Folgen einer fortschreitenden Erderwärmung werden heute unter dem Begriff „Klimakatastrophe“ gehandelt. – Allein, einer solchen „Klimakatastrophe“ verdanken wir unsere Existenz:

Der ansteigende Meeresspiegel hat – zunächst unmerklich – den Lebensraum unserer Vorfahren in ähnlicher Weise vom Rest der Welt isoliert wie der Ärmelkanal England vom übrigen Europa. Ohne Seefahrt wüßte auch heute kein Kontinentaleuropäer von der Existenz der Queen. Erst recht würden die Iren sich für die einzigen Menschen auf dieser Welt halten, denn sie hätten keinerlei Kontakt zum übrigen Europa.

Befand sich zwischen dem Ursprungsort der rezenten Menschenform und dem Festland eine breite Senke, so wird es nicht lange gedauert haben, bis „alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden.“ Allerdings war dieser Weltuntergang nur virtueller Natur. Der Rückschluß  auf den Tod aller anderen Lebewesen ist damit natürlich vorgezeichnet. Und einen Sinn und Zweck mußte das auch haben, denn, Sie haben es weiter oben gesehen, auch der moderne Mensch hat Schwierigkeiten damit, sich ein zweckfreies Verhalten der Natur vorzustellen.

Mit fortschreitendem Anstieg des Pegels riß also der Kontakt zur übrigen Menschheit ab.  Aus der Sicht des Neandertalers waren diese „Inselaffen“ bei der Fortpflanzung wieder einmal auf im weiteren Sinne inzestuöse Beziehungen angewiesen, denn der Genpool war durch die Insellage sehr beschränkt. – Erneut begegnen wir dem Inzest als einer der treibenden Kräfte der Evolution – So also sehen die Anfangsbedingungen für die Evolution vom „klassischen“ zum „rezenten“ Menschen aus.

Der „moderne“ Mensch,  man muß es leider feststellen, entwickelte hier einige unangenehme Eigenschaften, denen wir heute noch begegnen können. Vor allem kam ihm das abhanden, was wir heute als „soziales Gewissen“ bezeichnen würden. Zu den schwerwiegendsten Systemfehlern des heutigen Menschen gehört seine ausgesprochene Neigung zum Plündern und zum Ausrotten. Was passierte also auf dieser Insel? Lynn Jordy hat die von ihm entwickelte Hypothese „Bottlenecktheory“  genannt.  Bottleneck ist das englische Wort für Flaschenhals, einen Flaschenhals, durch den sich die Menschheit hindurchzwängte. Nennen wir Herrn Jordy zu Ehren die Wiege des rezenten Menschentyps Bottleneck.

Wie überall auf der Welt teilten die Menschen auf Bottleneck ihren Lebensraum mit Freßfeinden und Nahrungskonkurrenten.

Die Insellage brachte es nun einmal mit sich, daß neue Herausforderungen an unsere nunmehr unmittelbaren Vorfahren herantraten. Die Umwelt änderte sich dramatisch, weil auf Bottleneck auch Flora und Fauna sich der Insellage anpaßten und entsprechenden Änderungen unterworfen waren.

Die Menschen auf Bottleneck bildeten, das braucht wohl nicht näher betont zu werden, keine homogene Einheit, die Insel war selbstverständlich in die Reviere der einzelnen Horden aufgeteilt. Dieses Muster findet man auch heute noch vereinzelt auf Neuguinea und in Südamerika.

Die Umweltveränderungen brachten es mit sich, daß sich die Ernährungsgewohnheiten der Binnenländer von denen der Küstenbewohner zu unterscheiden begann. Demzufolge bildeten sich unterschiedliche Kulturtraditionen heraus. Dies hinterließ Spuren in den Köpfen der Menschen. Die Traditionen der einzelnen Horden drifteten auseinander und wurden am Ende fast nicht mehr kompatibel. All das gibt es heute noch, vor allem auf Neuguinea. Aber auch die sogenannte zivilisierte Menschheit ist heillos zerstritten über den „richtigen“ Weg. Angefangen vom „rechten“ Glauben bis hin zum belanglosen Streit, ob McDonalds besser ist als Burger-King, wobei diese Meinungsverschiedenheit ausnahmsweise noch keine Todesopfer gefordert hat.

Bei der Erörterung der Evolution reziproken Verhaltens haben wir gesehen, daß dieses langfristig erfolgreicher ist als der krasse Egoismus,  hingegen hat der Egoismus kurzfristig mehr Erfolg.

Bei allem Mangel, mit dem unsere Vorfahren auf Bottleneck zu kämpfen hatten, eines eint sie: Alle Horden hatten zumindest ein Tauschmittel zur Verfügung: Menschen, vor allem Frauen. Dem exogamen, stark sexualorientierten Lebewesen Mensch drängte sich diese Form von „Geld“ nahezu auf. Menschen sind soziale Lebewesen, die gewöhnlich in Verbänden leben, in denen sich die Individuen genau kennen. Ähnliche Verbände bilden außer den Primaten Wölfe, Schafe, Elefanten und vor allem viele Vogelarten. Es ist aber von keiner anderen sozial lebenden Spezies dieser Erde bekannt, daß Männchen sich Frauen kaufen anstatt um ihre Gunst zu buhlen. Die durch Schwangerschaft und Brutpflege verursachten „Behinderungen“, die Menschenfrauen in die Rolle der Sammlerin gedrängt hatten, machte sie nahezu zum idealen Handelsobjekt.

Die ursprünglichen Partnerbindungen haben sich jedoch bis heute erhalten und füllen das ganze Universum der Liebesromane. Pubertät und romantische Liebe hatten  von Beginn der Menschheit an dem Individuum die Ablösung aus dem ursprünglichen Sozialverband erleichtert. Das ursprüngliche Abschiedsritual der Hochzeit verkam zum Geschäftsabschluß. Das ist bis heute so geblieben. Es bedarf wohl keiner näheren Begründung, daß diejenigen Männer bei der Fortpflanzung „erfolgreicher“ waren, die sich Frauen kurzerhand kauften als die, die warten mußten, bis eine Frau sie auswählte. Darin liegt auch der Grund für die in vielen Teilen der Welt geltenden strengen und teils grotesken Regeln für die natürlichste Sache der Welt. Fast alles ist zu finden: von sexueller Freizügigkeit bei Südseevölkern bis zur Verhängung der Todesstrafe wegen Ehebruchs auch über vergewaltigte Frauen. Auch dem aufgeklärten westlichen Denken ist das natürliche Zusammengehörigkeitsgefühl von Sexualpartnern fremd. Da geistert immer noch das Schlagwort von der Familie als „Keimzelle“ des Staates durch die Publikationen. Aus jeder Keimzelle geht ein kompletter Organismus hervor, ein Phänomen, das bei Familien und Staaten nicht zu beobachten ist. Auch Artikel 6 des deutschen Grundgesetzes beinhaltet eine Systemwidrigkeit. Mitten in die garantierten Menschenrechte hat sich die Institutsgarantie für eine nach allem höchst fragwürdige Einrichtung eingeschmuggelt: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Staates“. Die „Familie“ aber nur dann, wenn die Eltern „ordnungsgemäß“ verheiratet sind…

Voraussetzung für diese Art von Geschäften ist freilich die Verkrüppelung der sozialen Instinkte, die Organismen eines Sozialverbandes untereinander eng verbinden. Wie wir oben gesehen haben, pflanzten sich die Insulaner innerhalb eines beschränkten Genpools fort, so daß die verwandtschaftliche Nähe aller die Entstehung und Verbreitung von Verkrüppelungen förderte. Neben dem Gesichtsschädel verkümmerten tief im Schädelinneren die sozialen Instinkte. Das unsichtbare Band, das den Neandertaler mit seinen Gefährten und Frauen verband, zerriß allmählich. Die Tötungshemmung fiel.<< (Gerhard Altenhoff, Australopithecus Superbus Procrustes –der Mensch – ein Hologramm der Evolution,; unv. Manuskript, 2001)

Wir haben die Todesstrafe als Perversion des „Tausch-und-teile-Instinkts“, wir haben Frauenbeschneidung und Zölibat als Perversion unseres Sexualtriebs.

Sex ist ansteckend wie das Gähnen, deswegen mußte er durch die Tradition in den „Intimbereich“ der „Erwachsenen“ verbannt werden. Das beim sozialen Lernen übliche und wichtige Nachahmen des elterlichen Vormachens entfiel. An die Stelle des Nachahmungslernens trat die sprachliche Überlieferung von Märchen über den Sex und den Teufel.

„Lebenslange“ Einehe wurde in vielen Teilen der Welt mit brutaler Gewalt durchgesetzt und wird auch heute noch als „naturgegeben“ propagiert, weil das Ansteckende des Sexes schlecht für’s Geschäft ist! Vor allem für das Geschäft des Frauenverkaufs. – Wenn Sie mir partout nicht glauben wollen, werfen Sie doch nur einen Blick in die Bibel. Dort finden Sie in den „Nebengesetzen“ zu den Zehn Geboten“ eine ganze Reihe von Vorschriften, die für sexuelle „Verfehlungen“ von Frauen die Todesstrafe anordnen. Diesbezüglich spricht auch der Koran mehr als Bände! Aber sexuelle Phantasien sind auch in der islamischen Welt wohl nicht gänzlich unzulässig. Angeblich wird „islamistischen“ Selbstmordattentäter erzählt, nach ihrem Übertritt ins Paradies würden 22 Jungfrauen auf sie warten…

Sie haben lange nichts mehr vom Neandertaler gehört, ist das richtig? – Richtig! – Denn die mehr als zweifelhafte „Entwicklung“, die in unserer „modernen“ Zivilisation“ gipfelt, ist über Zehntausende von Jahren am Neandertal vorbeigelaufen. Nachrichten von Bottleneck trafen dort nicht ein. Das einzige, was wir daraus schließen können, ist, daß die Neandertaler ihre „Freizeit“ überwiegend so gestalteten, wie man es heute nur noch in Reservaten beobachten kann. Diese Reservate nennt man „Rotlichtviertel“ „Sex“- oder „Swinger“-Clubs. Neandertalerfrauen würden unter Anwendung der Maßstäbe unserer Zivilisation ohne jeden Zweifel als „nymphoman“ gebrandmarkt.

Aber wir sollten uns auf unsere „Zivilisation“ nichts einbilden. Denn das lateinische Wort „civilis“ hat auch die Bedeutung „herablassend“. Werfen Sie zum Abschluß einen Blick auf Amerika: Michael Jackson steht vor Gericht, George Bush nicht. Wer von den beiden hat wohl mehr Menschen geschädigt?<<

Wie „der Zufall“ es so will, stolperte ich auf meiner Suche nach eingehenderen Informationen über das Sexualverhalten der Bonobos über die „Pressemitteilung PRI B 17/99 vom 4.11.99“ der Max-Planck-Gesellschaft, in der es heißt:

„Seit kurzem zählt man sechs Milliarden Menschen auf der Erde – verteilt über alle Kontinente sowie auf unzählige, nach Hautfarbe, Sprache, Religion, Kultur und Geschichte unterscheidbare Gruppen. Doch diese bunte Vielfalt ist nur „Fassade“. Denn auf molekulargenetischer Ebene, das zeigen jüngste Analysen an Schimpansen (Science, 5. November 1999), durchgeführt am Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, bietet die Menschheit ein überraschend einheitliches, geradezu „familiäres“ Bild: Verglichen mit ihren nächsten tierischen Verwandten, den Schimpansen, sind alle derzeit lebenden modernen Menschen immer noch „Brüder“ beziehungsweise „Schwestern“…“

Sie können das gerne nachprüfen. Suchen Sie bei Google nach „Bonobo“.

Diese naturwissenschaftliche Erkenntnis reicht mit der Feststellung „alle Menschen sind Brüder“ weit über Schillers „Ode an die Freude“ hinaus: bis ins Neandertal war die Welt ein Freudenhaus.

Unlängst berichtete die RP, daß die sterilisierende Wirkung des Stillens nur dann anhält, wenn Baby regelmäßig Milch bekommt.

Daraus wiederum können Sie unmittelbar das Verhalten unserer weiblichen Vorfahren ablesen: Sie haben regelmäßig gestillt, ihre Kinder also immer am Körper getragen.

Und nun stellen Sie sich einmal vor, Neandertalerfrauen hätten ihre Kinder nicht einmal beim Sex abgelegt.

Säuglinge beim Sex der Eltern dabei! – Welch eine Schlagzeile für die BILD-Zeitung!

Biologischen Sinn macht „Stillen statt Pillen” nämlich nur dann, wenn es der „Wille” der Evolution ist, daß Menschenfrauen „folgenlosen” Sex haben sollen. – Wir haben immer noch den „Klammerreflex”, obwohl unsere Mütter kein Fell mehr haben! Und der Klammerreflex zeigt, daß Babies durchaus keine „hilflosen” Wesen sind.

Man macht sie freilich zu hilflosen Wesen, wenn man sie in eine Wiege, einen Kinderwagen oder in eine Krippe legt.

Nun kolportieren Sie die Nachricht, Neandertaler währen wahrscheinlich Kannibalen gewesen.

Ehrlich gesagt, ich traue kaum einem Autor, der etwas über Neandertaler zu berichten weiß, denn nach meinen Recherchen sind die meisten Veröffentlichungen über Neandertaler rassistische Pamphlete.

Die Neandertalerskelette stammen überwiegend von Individuen, die „ordnungsgemäß” bestattet wurden.

Kannibalen indes „bestatten” ihre Opfer nicht. Sie lassen die Reste achtlos liegen.

Selbst wenn Spuren von „Kannibalismus” an den Skeletten zu finden wären, heißt das noch lange nicht, daß Neandertaler Neandertaler gefressen hätten:

Alle Skelette stammen aus einer Zeit, als meine Freunde aus dem Neandertal „Zeitgenossen” des „rezenten” Menschen waren. – Wie ich meine Art- und Zeitgenossen kenne, dürfte der Neandertaler ein beliebtes Opfer für das Phänomen gewesen sein, das wir heute als „Genozid” bezeichnen.

Fremdartig sahen „Er” und „Sie” aus, sexuell kannten sowohl „Er” als auch „Sie” kaum Tabus.

Die Männer waren zudem ausgesprochene „Weicheier”, die eher ans Kuscheln denn ans Killen dachten.

Wenn Neandertaler „Opfer” von Kannibalismus wurden, dann waren es keine Neandertaler, denen sie zum „Opfer fielen”, sie wurden von Australopithecus Superbus Procrustes verzehrt, der sich schon damals anschickte, sich „die Erde Untertan zu machen”

Nach allem bleibt festzuhalten, daß Frauen alles andere sind als „Sexobjekte”, sie sind „Sexsubjekte”. Der „moderne” Mensch hat lediglich den „Anschluß” an sein biologisches Erbe verloren. In der Natur ist es ein durchgängiges Verfahren: Das Männchen wirbt, das Weibchen wählt aus. „Zwangsehen” kommen in der Natur nicht vor, „Verheiratungen”, die von dritter Seite „organisiert” werden, auch nicht. All das ist „widernatürlich” und damit „Unzucht“.

Was die Bonobos anbelangt, so schaue man in die jüngste Ausgabe der HÖRZU vom 22.6.2007, in der Felicitas Ernst über das „Spiel der Liebe im Tierreich“ berichtet. – So ein Zufall, daß alles wieder einmal so gut wie gleichzeitig stattfindet.

 

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One Response to Sex versus „Staatsgewalt“

  1. Armin Monschau sagt:

    Menschen sind Menschen, wir wollen ja den Schweinen nicht unrecht tun und verhalten sich erstaunlich wenig Instinktiv. Der Mensch denkt, was ihm auch die Möglichkeit des Boshaftigkeit einbringt. Zugegebener Weise.
    Wenn ich Ihren Artikel lese, könnte ich starke Zweifel daran bekommen das der Mensch die Krönung der Schöpfung ist, wohl eher ein abbiegen in falsche richtung ohne wiederkehr.
    Je höher die population bei einer Spezies, um so erfolgreicher wird diese Spezies doch in der Evolution eingestuft. Ich fürchte, wir belegen da dann wohl doch einen der Spitzenplätze unter den Säugetieren größer als 50cm.
    Ich frage mich warum wohl, sind wir doch animalischer, entschuldigung, menschlicher, als jedes andere Tier.
    Klar, unser Körper ist wohl nicht mehr so sehr in der Lage, im Dschungel dem Tiger davon zu laufen, oder gar zu klettern. Die fehlenden Fähigkeiten müssen also entweder verloren geganngen sein, durch „weiterentwicklung“, oder der Mensch hat sie nie besessen.
    Der Australopithecus und co. wird gerne als Vorfahre angesehen, ist er dem Menschen doch irgendwie recht nahe. Nur eines finde ich erstaunlich. Unzählig viele Tiere sind ausgestorben, die mit dem Menschen nun wirklich nichts zu tun haben. Aber der Australopithecus muß ein Vorfahre gewesen sein. Klar, muß er wohl. Es sei denn der Mensch ist weniger „entstanden“ und mehr geschaffen.
    Möchte ich die ganze Welt ohne Gott erklären, muß ich wohl bei den Bonobes vorbei schauen, um mich selber zu entdecken.
    Stimmt die Evolutionstherorie, bekommt allerdings eben die selbe konkurenz von sich selber. Oder ist es etwa so, das diese Theorie keine Schwachstellen hat, die mitunter nicht auf zu lösen sind? Selber für den denkenden Menschen?
    Tiere sind dem Menschlichen Körper in vielerlei hinsicht überlegen. Dennoch wird der Mensch, selbst ohne Moderne Medizin erstaunlich alt. Auch wenn ich dem Tiger im Dschungel nicht davon laufen kann, so ist doch die Chance größer, das ich zu dem Zeitpunkt da mich der Tiger verspeißt, gut zweimal so alt bin, wie eben dieser überhaubt werden kann. Obwohl mir doch die natur mit meiner Wirbelsäule so übel mit gespielt hat.
    Der Australopithecus, um bei ihm zu bleiben, ist ausgestorben. Weil es ihn nicht mehr gibt und er dem Menschen ähnelt, muß er auch einer unsrer Vorfahren sein. Naja!
    Ich persönlich stimme dem Prediger zu, wenn er sagt:“ Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur daß der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.“ Prediger 3,11
    Das Tranzentale, nach dem der Mensch sich so sehnt, so sagt mir eben der Prediger, ist viel mehr etwas, das Gott selber in mich hinein gelegt hat. Nämlich das bewustsein des Ewigen.
    Aber eben auch mein unvermögen muß ich mir Gott gegenüber eingestehen, so sagt mir der Prediger, weil ich eben nicht verstehen kann, was Gott tut.
    Eines aber verstehe ich. Will ich die Welt ohne Gott erklären, bin ich wohl auf den Australopithecus angewiesen um ihn unter meine „Väter“ einzureihen.
    „Nun, von mir aus kann vom Affen abstammen wer will, ich nicht!“ Sagte mir mal ein Freund. So sehe ich das auch.
    Um zu wissen woher ich komme, halte ich mich lieber an den, der mich gemacht hat. Zum Glück wird dieser Gott in Jesus erfahrbar und erleb bar.
    Übrigens, nur so zum Rande. Die Evolutionstherorie besagt ja, das der Schlüssel zur Vergangenheit die Gegenwart ist. Akzeptiere ich dass, muß ich spätestens seit dem Ausbruch des Sankt Hellens in Amerika sehr stark an dem Alter der Erde zweifeln, das mit die Wissenschaft doch so gerne Schmackhaft macht. Denn dort sind, durch Druck und Hitze gesteinsschichten entstanden, die bei Messungen Millionen von Jahren aufwiesen. Selbst Bäume die in den, zum Fuß des Berg liegenden Sees gezogen wurden, haben angefangen zu verölen. Die Baumwurzen die von zwar noch fließender ab doch verhältnismäßig kalter Lava umschlossen wurden, sind von dieser eben zum Grund des Sees gezogen worden. Noch vor ein paar Jahren konnte man so Bäume untersuchen, deren Stumpf schon dabei war zu einer Vorstufe von Öl zu werden, während ihre Kronen noch blankes Holz waren. Für diese entwicklung wird ebenfalls mehere Millionen Jahre veranschlagt.
    So straft die Evolutionstheorie sich selber ab.

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