Der Tabak, das Gras und der Salat

rauchertolernanz.jpgVon: gerhard.altenhoff@giordano-bruno-institut.de

An: leserbriefe@rheinische-post.de

Datum: 01.01.08 22:57:07

Betreff: Kommentar „Raucher-Toleranz“, RP 31.12.07

Inhalt:

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Tue, 01 Jan 2008 22:57:07 +0100

Date: Tue, 01 Jan 2008 22:57:07 +0100

Message-Id: <797723273@web.de>

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wird Gregor Mayntz eigentlich für seine Beiträge bezahlt? – Oder strebt er – wie sein Nachname phonetisch andeutet – die Würde eines Karnevalsprinzen an?

Sein „Salatesser-Gleichnis“ zeigt zumindest, daß er sein Geld nicht wert ist. Nimmt man nämlich eine andere Pflanze, so läßt sich unschwer zeigen, daß Gras erheblich höhere Gefahren in sich birgt als Salatblättchen. Das Rauchen von Gras wird in Deutschland streng bestraft. Das Hineinbeißen wird aber auch von der Bundesregierung direkt gesponsort. Mit ganzseitigen Anzeigen rühren die Rekrutierungsbüros die Werbetrommel. Es locken nun nicht mehr Handgeld und Specksaite, sondern ein sicherer „Arbeitsplatz“. – Daß es nicht eine Berufsgenossenschaft gibt, die sie um „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“ der professionellen Grasbeißer kümmert, wird verschwiegen. Die mit angelernter Zerknischtheit vorgetragenen Trauerreden am Sarg eines durch „Arbeit“ vernichteten Menschens beweisen immer wieder, daß die Selbst- und Fremdgefährdung, daß Mord und Selbstmord für Merkel, Volk und Vaterland eine gute Sache sein müssen.

Weit gefehlt, Gregor Mayntz! Das große Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist der militärische Befehl, der ohne die Fähigkeit des Menschen zum „unbedingten“ Gehorsam nicht denkbar wäre. – Der „unbedingte“ Gehorsam ist eine der größten Schwächen, die der Mensch hat. Im Gegensatz zum Bestrafen, das wegen seines Suchtpotentials gefährlich ist, braucht man keine Belohnung, um Menschen zum Gehorsam zu veranlassen. – Man man danach nicht süchtig werden, ihn aber trotzdem unablässig leisten. – Genau das macht das Prinzip von Befehl und Gehorsam so gefährlich. Vergleicht man die Zahlen, sieht die Welt etwas anders aus:

Seit 1900 stirbt im Durchschnitt alle drei Sekunden ein Mensch an den Folgen eigenen oder fremden Gehorsams. Das sind einige Zehnerpotenzen mehr als die von Ihnen erwähnten „Zehntausende“; – es sind 10.000.000, die Jahr für Jahr Opfer des Gehorsams werden.

Beachten Sie bitte die entsprechenden Warnhinweise unter http://www.gehorsam.wordpress.com. – Sie genügen höchsten EU-Ansprüchen, weil sie „Schockfotos“ enthalten.

Und denken Sie bitte daran, jährlich fallen allein in Deutschland rund 15.000 Personen dem „Ärztepfusch“ zum Opfer. – Wo bleiben die Warnhinweise an den Praxisschildern.

Und offenbar hat Gregor Mayntz den Beitrag seines Kollegen Hans-Ullrich Jörges im „Stern“ vom 13.12.2007 nicht gelesen, in dem Jörges nicht nur die Raucher auffordert, aufzustehen: „Die Praxis muß auch politisch wache Nichtraucher empören“.

Noch ein Schälchen Salat gefällig, Her Mayntz? – Oder ist Ihnen eine Extraportion Gras lieber?

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff

adolfrauchenwarnung.jpg

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