Nach Japan-Tragödie: Der „Atomkrieg“ der Parteien im Bundestag – Nachrichten Politik – Deutschland – WELT ONLINE

Nach Japan-Tragödie: Der „Atomkrieg“ der Parteien im Bundestag – Nachrichten Politik – Deutschland – WELT ONLINE.

Unsere Stealth-Königin Angela I. hat vom Rostrum des Deutschen Bundestags aus doch glatt gelogen:

Nicht erst die sogenannte „Katastrophe“ von Japan, nicht erst das „apokalyptische“ Ausmaß des Tsunami haben der Welt gezeigt, daß seltene Ereignisse die gewohnte Weltsicht auf den Kopf stellen können. Unsere gelernte Physikerin ist entweder des Lesens nicht kundig, oder aber sie BILDet sich ihre Meinung. Merkels Fachkollege Murray Gell-Mann (der „Vater“ der „Quarks“) spricht in solchen Fällen von „Schleusenereignissen“:

Physikalische Störungen wie Erdbeben (oder Zusammenstöße der Erde mit anderen Objekten des Sonnensystems) kann man entweder als singuläre Ereignisse von großer Bedeutung oder aber als ungewöhlniche Geschehnisse einer enormen Größenordnung im Ausläufer einer Verteilung betrachten, die aus Ereignissen zumeist viel niedrigerer Größenordnung besteht.“ (Gell Mann, Das Quark und der Jaguar, 2. Auflage Piper-Verlag München 1994, S. 341)

Wie der Zufall es so will, enthält die Auflage selbst eine Art „Schleusenereignis“. Denn wer anhand des Stichwortverzeichnisses die Seiten sucht, auf der Gell-Mann das Phänomen „Schleusenereignis“ beschreibt, wird in die Irre geführt. Der Druckfehlerteufel auf Seite 526 verweist statt auf die zutreffenden Seiten 339ff auf 239ff …

Im Zweifel für die Sicherheit: Also werden n Zukunft in Deutschland alle Chemiefabriken einstweilen stillgelegt, weil ja die Möglichkeit einer Explosion besteht, es werden keine Züge mehr rollen, weil ja die Möglichkeit besteht, daß sich die Katastrophe von Eschede wiederholt und alle Autos bleiben in der Garage – immerhin fordert der Straßenverkehr jedes Jahr mehr Todesopfer als Tschenobyl in den vergangenen 25 Jahren. – Nur deutsche Soldaten, die dürfen weiter in Afghanistan aktiv sein, denn sie verteidigen die Freiheit Deutschlands. – Es können davon ruhig ein wenig mehr sein, falls die Sicherheit das erfordert.

Wenn Gaddafi einen an der Waffel hat, hat er in der Rügenwalder Teewurst eine Kollegin, mit der auch nicht zu spaßen ist. Der Caesarenwahn eint sie: beide wähnen sich im Besitz der dictatura legibus scribundis et rei publicae constituendae. – Vor 2055 Jahren und zwei Tagen mußte Caesar am eigenen Leibe erfahren, daß die Römer seine Stellung als Dictator auf Lebenszeit nicht mochten. Was die Attentäter der Iden des März nicht ahnen konnten, war, daß sie ein politisches Schleusenereignis auslösten, das unserer Bundesschreibkraft ihren heutigen Auftritt im Bundestag erst möglich machte:

Die Ermordung Caesars war Ursache für das Principat des Augustus. Ohne die Gier des Augustus würden wir heute kein Weihnachtsfest feiern und es gäbe keine CDU, denn die Welt hätte anderenfalls niemals Kenntnis von der Geburt eines jüdischen Jungen namens Jesus bekommen. – Und wir wären keine Deutschen. Denn ohne die vielgerühmte Varus-Schlacht hätten auch im Norden des römischen Reiches die Ereignisse einen anderen Verlauf genommen. – Der Finanzbeamte Varus hatte sich bei den Germanen unbeliebt gemacht.

Aus dem Schleusenereignis kann man indes auch heute noch Lehren ziehen: Die Welt kommt ohne „Zentralgewalten“ und Regierungen aus. Bis zur „Christianisierung“ kamen die Germanen auch ohne Kaiser und König gut zurecht. – Erst recht brauchten Germanen weder Kanzler noch Kanzlerin.

Anders im Nahen Osten: Dort herrschte Unterdrückung. Ein Zustand, der zumindest in Libyen und einigen arabischen Ländern bis heute anhält.

Es ist schon eine Art Schleusenereignis, daß ausgerechnet Ägypten zu den ersten nahöstlichen Ländern gehört, die dank der globalen Vernetzung ihren Despoten aus dem vermeintlichen Amt gejagt haben. Von diesem Fortschritt sind wir in Europa noch Welten entfernt.

Unsere hauseigene Despotin offenbart auch noch vor den versammelten Abgeordneten des Deutschen Bundestages, daß sie es mit dem, was in den gesetzen steht, nicht ganz so genau nimmt;  –  das Moratorium sei keine rechtliche, sondern eine „politische“ Entscheidung gewesen. – Eigentlich typischer DDR-Jargon. Die „Politik“ hebelt das Gesetz aus.

Das kam mir doch irgenwie bekannt vor. Nachdem im November 1991 der CDU-Landrat und vormalige Stasi-Spitzel Klaus Eckfeldt mich aus dem Amt des Rechtsamtsleiters – rein politisch – „herausgehebelt“ hatte, bekam ich von der Inhaberin des Wahlkreises Stralsund/Rügen persönlich zu hören: “ Dath thind Dinge, die politisth vor Ort entsthieden werden. Dafür thind auch die Behörden vor Ort zuthtändig.  Da thind wir hier in Bonn machtloth„.

Siehe http://www.lulu.com/browse/search.php?fListingClass=0&fSearch=St%F6rtebekers+Erben

Tho „machtloth“ war und isse dann ja wohl doch nich!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: