EHEC: Lübecker Restaurant untersucht | tagesschau.de

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Was soll die Suche nach der „Quelle“? – Geht denn wirklich jemand davon aus, daß die Ansteckung nur durch den Genuß des „Quellwassers“ erfolgen kann?

Weit gefehlt! – Die zur Zeit sich teilenden Bakterein sind weiter von der „Stammzelle“ entfernt als der heutige Mensch von den ersen Vorfahren mit der bauchwärts verkrüppelten Wirbelbrücke.

EHEC verhält sich dem Grunde nach nicht anders als der Mensch: Es hat Nachkommen. Und diesen wohnt eine explöosive Tendenz inne. Das ist nicht verwunderlich, denn die Evolution ist ein nichtlinear-thermodynamisches System. Organismen vermehren sich in einem sich selbst beschleunigenden Prozeß. – So sind auch wir entstanden. Nur haben unsere Körperzellen es nicht geschafft, sich voneinander zu lösen. – Mit Ausnahme der Blutzellen.

Auch EHEC hat ein Problem: Mit jedem „neuen“ Menschen, der durch EHEC „infiziert“ wird, besiedelen die Bekterien einen Lebensraum. – Sie machen es nicht anders als die Menschen mit dem Planeten Erde. – Wenn die Besiedlung mangels ausreichender Anpassung zum Untergang des Lebensraums führt, haben die Bakterien verloren. Der Zweig des Stamms, der das sterbende Individuum auf dem Gewissen hat, geht mit diesem endgültig unter. Wenn sich kein Weg findet, vom untergegangenen Lebensraum einen neuen zu erobern, muß die „Infektionswelle“ langfristig abebben. – Das ist in der Geschichte wiederholt geschehen (schwarzer Tod!) und wird auch wieder vorkommen.

Wer also nur nach der „Quelle“ sucht, die Verzweigungen, die der Strom nimmt, aber vernachlässigt, macht einen nicht wieder gutzumachenden Fehler.

Und wenn ich mich an dieser Stelle wiederhole: Gegen Coli-Bakterien gibt es ein Mittel: Das sind die Bakteriophagen, die in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die ausgesprochenen Lieblinge der Molekulargenetiker waren.

Obwohl ich mir die Freiheit genommen habe, den Sprachgebrauch der Evolution zu „entmilitarisieren“, plädiere ich heute dafür, die EHEC-Kulturen mit Bakteriophagen zu „bombardieren“. Denn erst das „Bombardement“ ermöglicht dem „Blindgängereffekt“, den Phagen, die den rezenten EHEC-Stamm als „Fortpflanzungsquelle“ nutzen können, positiv rückgekoppelt Nachkommen in die Welt zu setzen.

Bei meinen Recherchen zur Revision der Darwinschen Evolutionstheorie stoplperte ich über Hoimar von Ditfurths Äußerung, daß die Evolution sich bei der „Verschwendung“ genetischen Materials verhalte wie ein Schütze, der „blind in der Gegend herumballere“. ‚Ein Schütze, der seine Munition verschießt, hat am Ende keien Patrone mehr. – Um aber festzustellen, welche Bombe als Blindgänger zu Boden geht, der muß einen Bombenrteppich abwerfen. Der „Blindgänger“ hat die Eigenschaft, seinen zunächst angestrebten Erfolg zu verfehlen. – Aber er kann immer noch „hoc hgehen“

Dem Blindgängereffekt verdanken wir alle unsere Existenz, denn der theoretische Wert von einem Spermium pro Eizelle wird in der Praxis nicht erreicht. Man braucht Millionen davon, damit ein Spermium als „Blindgänger“ den Staffelstab der Evolution weitertragen kann.

Angesiochts der ungemütlichen Zustände im menschlichen Darm ist es auch für ein einzelnes Bakterium schwer, eine „Infektion“ auszulösen. Sie müssen schon ganz massiv auftreten.

Wichtiger als die „Quelle“ ist der „Vertriebsweg“. – Beim Abebben der „Epidemie“ aus den oben genannten Gründen solllte man sich dennoch weiter um den „Vertriebsweg“ kümmern, denn der „Kanal“ könnte auch in Zukunft von EHEC genutzt werden.

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