Nur der Hunger schützt vor EHEC! Burger: Keine Entwarnung für die Gurke!

Behörden prüfen EHEC-Übertragung von Mensch zu Mensch.

Da stellt sich ein Herr Burger (zufällig namensgleich mit dem industriell vorgekauten Fleischbrocken) und mimt den McBasta! – Die Sprossen warn’s! -Basta und damit Ende der Diskussion. – Wir geben Entwarnung und Ruhe kehrt ein.

Das Interesse der Medien an den möglichen oder auch unmöglichen Übertragungswegen hat ja in den vergangenen Stunden dramatisch nachgelassen. Welcher Journalist interessiert sich noch für „Experten“, die jetzt, nach der „Entwarnung“ die  „Schmierinfektion“ überhaupt in den Mund zu nehmen wagen.  – Kachelmann ist schließlich auch „Mega-Out“. – Da die vielgepriesene „Quelle“ nachweislich versiegt ist, braucht niemand mehr die Keime aus Bienenbüttel zu fürchten.

„Versiegen“ immt nachdenklich, denn offenbar haben sich Quellen in den Rhein-Sieg-Kreis begeben und sind in dortigen Mülltonnen ebenso aktiv wie in Magdeburg:

Zweifel an diesem „Urteil“ des RKI sind angebracht und werden mittlerweile nicht nur von mir vorgebracht:

14:14 Uhr – EHEC – der Mensch als Infektionsquelle-Quelle (10.06.2011) (02:29)

Die Nuklearfrage lautet: Kam der Erreger von der Pflanze zum Menschen oder kam er vom Menschen zur Pflanze?

Wenn man Mr McBastas Aussagen Glauben schenkt, gibt es keine Entwarnung für die Gurke! – Im Rhein-Sieg-Kreis wurden im Müll einer erkrankten Familie verkeimte Keime gefunden und prompt als Beweis für die Verursachung des EHEC-Ausbruchs durch den Bienenbütteler Betrieb medienwirksam vermarktet. – Wenn kontaminierte Pflanzen im Müll kontaminierter Menschen als Beweis dienen sollen für die Kontamination im Herstellungsbetrieb, ist

die Gurke als Auslöser des EHEC-Ausbruchs wieder im Rennen.

Denn die Magdeburger „EHEC-Gurke“ wurde schließlich auch im Müll einer erkrankten Familie gefunden. – Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, können die EHEC-Bakterien auch vom erkrankten Menschen auf die Pflanze übertragen worden sein, bevor diese in den Müll gelangte.

Hinzu kommt, daß der inkriminierte Bakterienstamm offenbar ausschließlich im Darm des Menschen vorkommt. – Verschmutzungen durch Gülle oder andere Unreinlichkeiten scheiden daher aus. – Auch in Norddeutschland landen menschliche Fäkalien in der Kanalisation und damit in Kläranlagen. Wenn der Bienenbütteler Betrieb nicht menschliche Hinterlassenschaften zu den Keimen gegeben hat, ist eine Kontamiation durch menschliche Fäkalien praktisch ausgeschlossen. – Es sei denn, ein erkrankter Mitarbeiter hätte im Umgang mit den Sprossen erhebliche Mengen an Keimen auf diese übertragen.

Oder aber, das wäre für EHEC auch ein gangbarer Weg, die Temperaturen in Bienenbüttel waren für EHEC so optimal wie der Tsunami für Fukushima. – So hätte dann eine ursprünglich kaum meßbare Kontamination die explosionsartige Verbreitung auslösen können. – Auch Bakterien verhalten sich nicht anders als die Hefepile im Kuchenteig oder im Gärtank der Brauerei: Wenn Nahrung und Temperatur stimmen, geht die Post ab.

Damit wären wir im Bereich des sogeannten „Restrisikos“. – Dem Zuchtbetrieb kann man – was immer auch geschehen sein mag –  keine Vorwürfe machen. Wenn er tatsächlich Ausgangspunkt der Mini-Epidemie gewesen sein sollte, war es eine unglückliche Verkettung von Umständen.

Ich finde es ja schön, daß die „Experten“ mittlerweile auch auf den Trichter der „Schmierinfektion“ gekommen sind. – Allerdings beanspruche ich diesbezüglich Priorität. Denn soweit Google reicht, fand ich bei meinen Recherchen keinen Hinweis von „“anerkannten“ Experten zur Möglichkeit einer Schmierinfektion des „neuen“ EHEC-Stammes.  – Ich darf also um Zitate bitten!

Da mehr Fragen offen sind als durch Mr McBasta beantwortet wurden, uß eigentlich vor dem Verzehr von Lebensmitteln generell gewarnt werden. Denn solange die Kontamination durch Menschen nicht ausgeschlossen werden kann,  ist jedes Lebensmittel als potentieller Überträger der Seuche anzusehen.

Und – so ist nun einmal die Politik unserer Bundesregierung – „Sicherheit geht vor Seltenheit“!

Guten Hunger!


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