Terroranschlag auf Nievenheimer Bahnhof

Tatortfoto des jüngsten Terroranschlags

Nievenheim,6.8.2011.

Ein dreistes Terrorkommando stürmte am gestrigen Tage den Nievenheimer Bahnhof.  Mutmaßliche Mitglieder des Kommados Landvogt Geßler drangen in die Geschäftsräume der Gaststätte Alter Bahnhof Nievenheim ein und zwangen die Wirtin, Anette H., dazu, einen Hut auf eine Stange zu setzen und ihre Gäste aufzufordern, diesen Hut zu grüßen. Annette H. wurde massiv mit großkalibrigen Paragraphen und spätrömischen Schutzgeldforderungen bedroht, wobei die Täter mystisch anmutende Formulierungen verwendeten:

Und dieses ist des Landvogts Will und Meinung:
Dem Hut soll gleiche Ehre wie ihm selbst geschehn,
Man soll ihn mit gebognem Knie und mit
Entblösstem Haupt verehren – Daran will
Der König die Gehorsamen erkennen.
Verfallen ist mit seinem Leib und Gut
Dem Könige, wer das Gebot verachtet.“

Aus gut informierten Quellen war zu erfahren, daß hinter dem „Kommando Landvogt Geßler“ ein Peter Olaf Hoffmann stehen soll. Die von ihm geleitete regionale Terrorzelle soll im benachbarten Dorf Dormagen beheimatet sein und  dort erheblichen, mafiaähnlichen  Einfluß auf das öffentliche Leben ausüben.

Bei den mutmaßlichen Tätern könnte es sich nach Erkenntnissen gut unterrichteter Kreise um die seit langem bekannten Terrorverdächtigen Leuthold und Friesshard handeln. – Zumindest deutet die „Handschrift“ des Anschlags in diese Richtung.

Unser Terrorexperte Friedrich Schiller meint dazu, daß das Tatmuster von Leuthold und Friesshard seit langer Zeit bekannt wäre und für Kriminologen geradezu den „Fingerabdruck“ des Kommando Landvogt Geßler darstelle:

Friesshardt und Leuthold halten Wache.

Friesshardt:
Wir passen auf umsonst. Es will sich niemand
Heranbegeben und dem Hut sein‘ Reverenz
Erzeigen. ’s war doch sonst wie Jahrmarkt hier,
Jetzt ist der ganze Anger wie verödet,
Seitdem der Popanz auf der Stange hängt.

Leuthold:
Nur schlecht Gesindel lässt sich sehn und schwingt
Uns zum Verdriesse die zerlumpten Mützen.
Was rechte Leute sind, die machen lieber
Den langen Umweg um den halben Flecken,
Eh sie den Rücken beugten vor dem Hut.

Friesshardt:
Sie müssen über diesen Platz, wenn sie
Vom Rathaus kommen um die Mittagstunde.
Da meint‘ ich schon, ’nen guten Fang zu tun,
Denn keiner dachte dran, den Hut zu grüssen.
Da sieht’s der Pfaff, der Rösselman – kam just
Von einem Kranken her – und stellt sich hin
Mit dem Hochwürdigen, grad vor die Stange –
Der Sigrist musste mit dem Glöcklein schellen,
Da fielen all aufs Knie, ich selber mit,
Und grüssten die Monstranz, doch nicht den Hut. –

Leuthold:
Höre Gesell, es fängt mir an zu deuchten,
Wir stehen hier am Pranger vor dem Hut,
’s ist doch ein Schimpf für einen Reitersmann,
Schildwach zu stehn vor einem leeren Hut –
Und jeder rechte Kerl muss uns verachten.
– Die Reverenz zu machen einem Hut,
Es ist doch traun! Ein närrischer Befehl!

Friesshardt:
Warum nicht einem leeren hohlen Hut?

Bückst du dich doch vor manchem hohlen Schädel.

Wir berichten über den Fortgang der Ermittlungen.

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