Terra X – ZDF.de Das vergessene Element

Terra X – ZDF.de.

Leider stellt die Terra-X-Redaktion die Sendereihe nach der 4. folge ein. Als gäbe es das „Fünfte Element“ nicht, nämlich das Leben.

Warum es das „fünfte Element“ ist?- Nun, der gute alte Empedokles ging von vier Elementen aus. Diese vier Elemente setzten sich in der Erzähltradition des christlichen Abendlands fort. – Feuer, Wasser, Luft und Erde – das sind die vier nichtlinear-thermodynamischen Phänomene,iide wir unmittelbar mit unseren Sinnen als gestaltende Prozesse wahrnehmen können. – Wobei wir mit der „Erde“ schon Schwierigkeiten haben, weil sie sich nur von Zeit zu Zeit zu Wort meldet. Das fünfte Element aber, das die Oberfläche des Planeten gestaltet wie kein anderes der anderen vier, nehmen wir als „Element“ gar nicht wahr:

das Leben:

Hier der Ausgangspunkt meiner Überlegungen zum „fünften Element“, die man eigentlich seit Jahren schon hätte nachlesen können, wenn man nur gewollt hätte:

Das fünfte Element

1859 landete Charles Darwin mit seinem Werk „Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl“ einen Volltreffer. Er wirbelte die gottgewollte Ordnung der Geschöpfe dermaßen durcheinander, daß der Kampf ums Dasein zwischen Evolutionisten und Kreationisten bis zum heutigen Tage fortdauert.

Allerdings sind Darwin und seine wissenschaftlichen Erben an dem erwähnten Theorienstreit nicht ganz unschuldig. Die Evolutionstheorie ist nämlich nicht ganz vollständig und – ich möchte es so ausdrücken – mit der falschen Rollenverteilung formuliert.

Ich werde Ihnen meinen Standpunkt in aller Ruhe darlegen, und das geht am besten bei einer guten Tasse Kaffee. Ich setze voraus, daß Sie eine Kaffemaschine besitzen; ich möchte Sie in die Küche begleiten, denn breits Ihre Kaffeemaschine weiß Erstaunliches über die Evolution zu berichten.

Wenn Sie Kaffee zubereiten, schütten Sie Wasser in den Tank und geben Kaffeemehl in den Filter. Sie werden feststellen, daß sich in Ihrem Filter ein kleiner Hügel gebildet hat. Das aber ist im Moment nicht so wichtig.

Wichtiger ist vielmehr, daß Sie sich anschicken, als Gesetzgeber zu fungieren. Wenn Sie die Kaffeemaschine nämlich einschalten, setzen Sie das

Ohmsche Gesetz

in Kraft.

Das Ohmsche Gesetz regelt bekanntlich die Beziehungen zwischen Spannung, Strom und Widerstand im geschlossenen Stromkreis. Das Ohmsche Gesetz beherrscht alle Stromkreise dieser Welt, eine Taschenlampe ebenso wie ein Auto; Ihre Kaffemaschine, auch die Hardware eines Computers. Das Ohmsche Gesetz regiert also alle mit elektrischem Strom betriebenen Geräte, aber nicht ein einziges davon ließe sich aus diesem Gesetz herleiten. Alle elektrischen Geräte sind Produkte menschlichen Erfindungsreichtums, die das Ohmsche Gesetz zuläßt. Das Internet gehört ebenso dazu wie der elektrische Stuhl.

Beleuchten wir unter diesem Aspekt Ihre Kaffeemaschine ein wenig genauer. Deren Hauptelement ist die Heizspirale, ein Widerstand. Ihr Sohn ist ein Physikfan, er hat ihre Kaffeemaschine mit Meßinstrumenten verbunden, jeweils eines für die Stromstärke und eines für die Spannung.

Leider hat Ihr Sohn vergessen, die Anzeigen mit Skalen und Maßeinheitenzu versehen. Wenn Sie nun Kaffee machen wollen, werden Sie feststellen, daß beim Einschalten sich die Stellung der Zeiger kurzfristig verändert.

Danach bewegen diese sich nicht mehr und alles sieht hübsch ordentlich aus. Sie bekommen zu allem Überfluß überraschend Besuch, der um eine Tasse Kaffee bittet. Ihr Besucher wird anhand der Meßinstrumente das technische Geschick Ihres Sohnes bewundern, nicht aber die Frage entscheiden können, ob die Maschine an oder aus ist. Zwischen Spannung und Strom besteht scheinbar ein Gleichgewicht, die Zeiger bewegen sich ja nicht. Sie hören aber das Brodeln des kochenden Wassers und spüren, daß sich in Ihrer Kaffemaschine ein ungeheuer dynamischer Vorgang abspielt.Daher wird es Zeit, die einzelnen Größen des Stromkreises näher zu betrachten. Spannung, Stromstärke und Widerstand. Lehrer und viele Autoren populärwissenschaftlicher Literatur erläutern die Wirkungsweise des Ohmschen Gesetzes gern anhand eines Wasserkreislaufs mit Umwälzpumpe als Spannungsquelle und Absperrhahn als Widerstand. Die Spannung entspricht dem von der Pumpe auf der einen Seite erzeugten Druck gegenüber dem am Ansaugstutzen vorhandenen Sog. Das Ventil bestimmt je nach Stellung die Durchflußgeschwindigkeit des Wassers. Die Verhältnisse sind in der Tat verblüffend ähnlich, denn dreht man hier das Ventil auf vollen Durchfluß auf, steht auf dem Ansaugstutzen der Pumpe plötzlich der volle Wasserdruck. Das hält keine Pumpe lange aus, sie versagt ihren Dienst. Ihre Aufgabe ist es nämlich, den am Ansaugstutzen vorhandenen Druck zu erhöhen. Daß sie den Druck, den sie selbst erzeugt, nicht bis ins Unendliche verstärken kann, versteht sich von selbst. Wenn Sie das Heizelement Ihrer Kaffeemschine mit einem Draht überbrücken, geschieht etwas Ähnliches, nur wird die Zerstörung der Spannungsquelle durch das Herausspringen der Sicherung verhindert.

Warum besteht diese Ähnlichkeit zwischen dem hier beschriebenen Wasserkreislauf und dem geschlossenen Stromkreis?

In der Natur gibt es keinen geschlossenen Stromkreis, und auch der natürliche Wasserkreislauf hat mit dem hier beschriebenen keine Ähnlichkeit.

Elektrizität ist aber ganz alltäglich, Blitz und Donner führen uns das immer wieder vor Augen. Fließendes Wasser und auch Gegenstände, die sich dem Fluß des Wassers entgegenstellen und ihm Widerstand leisten, ibt es ebenfalls reichlich. Wir kennen den reißenden Gebirgsbach in seinem schmalen Bett ebenso wie den gemächlich dahinfließenden weiten Strom, der an einer Stromschnelle wieder die spürbare Dynamik des Gebirgsbachs zurückzugewinnen scheint.

Der Wasserkreislauf der Erde ist natürlich erheblich komplexer als unser technischer Wasserkreislauf. Denn Wasser fließt nicht nur bergab. Es kennt auf Erden die drei Aggregatzustände fest (Eis), flüssig („Wasser“i.e.S.) und gasförmig (Dampf). Als Wasser und Eis folgt es bei seinem Fluß grundsätzlich der Schwerkraft. Als Dampf hingegen kann es in dieWolken aufsteigen..

Alles flüssige Wasser strebt den Ozeanen zu. Wenn es nicht vorher verdunstet, kann nichts das Wasser daran hindern, dieses Ziel zu erreichen.

Es kann durch diverse Widerstände nur aufgehalten werden. Welch verheerende Wirkungen es haben kann, wenn Wasser ungebremst fließt, lehren uns die Hochwasserkatastrophen der letzten Jahre. Kann es daher sein, daß Ohmsches Gesetz und sein Äquivalent für den geschlossenen Wasserkreislauf lediglich Sonderfälle eines allgemeinen Prinzips darstellen? – Es erscheint ausgeschlossen, daß das Ohmsche Gesetz erst Gültigkeit erlangte, nachdem Georg Simon Ohm es formuliert hatte. Es muß so alt sein wie die Welt, Ohm hat es nur sicht- und erfahrbar gemacht.

Ich hoffe, Ihr Kaffee ist inzwischen fertig. Bevor Sie ihn jetzt in Ihre Tasse schütten, wollen wir uns Ihrer Kaffeemaschine aus der Sicht des Wassers nähern. Ihre Kaffeemaschine kann definiert werden als Vorrichtung,die geeignet und bestimmt ist, das Wasser auf seinem natürlichen Weg inen Ozean aufzuhalten. Einer der Widerstände, die dem Wasser dabei begegnen, ist Ihr Kaffeefilter. Er läßt an seinem unteren Ende weniger Wasser durch als oben hineinfließen kann. Das ist auch gut so, denn Ihr Kaffee würde sonst allzu dünn, aber darauf kommt es hier nicht an. Wenn Sie den Abfluß des Filters verstopfen, wird der Widerstand zunächst unendlich hoch, es wird folgendes passieren: Der Wasserspiegel im Filter wird  ansteigen, bis er randvoll ist. Dann sinkt der Widerstand für das Wasser plötzlich auf Null. Die Folge ist eine mittlere Überschwemmung in Ihrer Küche. Chaos nennt man das. Nicht nur das Überlaufen bringt Chaos…

Wie es weitergeht? – Hier geht es weiter:

http://www.lulu.com/product/file-download/australopithecus-superbus—der-mensch-im-licht-nichtlinear-dynamischer-evolution/544454?productTrackingContext=search_results/search_shelf/center/1

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