Also, das glaub‘ ich jetzt nicht!

Interview: „Ab 2070 wird die Weltbevölkerung schrumpfen“ | tagesschau.de.

Die Weltbevölkerung wird schrumpfen, das ist sicher. – Aber woher will man wissen, daß dies erst im Jahre 070 stattfinden wird?  – 1968 ging auch Stanley Kubrick von der „Fortexistenz“ der PAN-AM und er Sowjetunion aus. Seione Extrapolation der Computertechnik gipfelte im zentralen Compüuter HAL 9000 – gannnt „HAL“. – Allesd falsch, PAN-AM ging pleite,  „HAL“  mutierte per Vernetzung zum „Internet“, auch der Ostblock versank sang- und klanglos im Reich der Phanatasie. – Ich darf daran erinnern, daß Stanley Kubrick ein Perfektionist war. – Er hätte nie auf Phantasten  gehört.  Seine „Zukunfstsvisionen“ waren „wissenschaftlich fundiert“ – und trotzdem daneben.

Kubrick hatte Zugang zu den Daten des ersten deutschen „Fernsehprofessors“ Heinz Haber, nicht zuletzt über seine Frau. – Leider konnte Kubrick keinen film mehr über die Zukunft der Erde drehen, die Heinz Haber 1989 skizziert hatte. Daraus eine Hoororvision zu machen, mußte Kubrick Roland Emmerich und anderen Regisseuren überlassen. – Aber auch die liegen daneben:

Heinz Haber, Eiskeller oder Treibhaus, Ullstein-Verlag 1992, S. 177ff:
Zum Schluß allerdings wollen und müssen wir noch einen Schritt weitergehen. Der große schwedische Naturforscher Karl von Linne (1707-1778) hat den Biologen einen Hinweis gegeben, wie sie in der unübersehbaren Fülle der Lebensformen von Fauna und Flora eine Übersicht gewinnen können. Er gab jeder Art und Gattung der Lebewe­sen einen lateinischen Doppelnamen, der ganz knapp die wesentlichen und charakteristischen Eigenschaften aller Geschöpfe kennzeichnen soll. Dem Menschen gab er den Namen »homo sapiens«. Mir will scheinen, daß Linne uns voreilig einen zu schmeichelhaften Namen ge­geben hat, denn eine andere Bezeichnung wäre für uns Menschen viel treffender: »homo bellicosus« – das heißt: der kriegführende Mensch. Von allen anderen Geschöpfen unterscheidet uns offenbar weniger un­sere Klugheit, sondern vielmehr unser unbezwinglicher Hang, uns un­aufhörlich gegenseitig zu bekämpfen. Die Lösung unserer schweren Zukunftsprobleme kann nur darin liegen, daß wir uns der voreiligen Bezeichnung von Linne wirklich würdig erweisen.
Die Natur wird so oder so das goldene Gleichgewicht wieder herstel­len, das wir zu zerstören begonnen haben. Die Mittel der Natur gegen die Katastrophe der Überbevölkerung und auch des Treibhauseffektes mit seinen Wirkungen sind ebenfalls, wie wir gesehen haben, alle kata­strophal. Wir müssen als Menschheit weltweit zur Besinnung kommen.
Jüngste Berichte aus der Medizin vermelden, daß es gelungen ist, für Männer und Frauen eine Unfruchtbarkeitsspritze zu entwickeln, die ohne jeden Eingriff in die Gesundheit und das Wohlbefinden für ein Jahr lang unfruchtbar machen. Freilich müssen wir dazu kommen, daß die Menschheit sich eines solchen Mittels freiwillig bedient und daß es nicht, wie nach dem chinesischen Vorbild, unter einem weltweiten Zwang erfolgen müßte. Spätestens in der nächsten Generation – nein, lieber früher noch – muß die Menschheit sich zu solchen Eingriffen freiwillig entschließen. Vielleicht kommt es dann dazu, daß die Menschheit sich dazu durchringt, freiwillig auf das dritte Kind zu ver­zichten. Wenn jedes Elternpaar nur zwei Kinder bekommt, pflanzt es sich in der Zahl nur selbst fort, und die Weltbevölkerung würde endlich stagnieren. Ja, es ist sogar so, daß durch die unvermeidliche, wenn auch geringer werdende Kindersterblichkeit die Zahl der Menschen langsam abnähme, und das muß auch das Ziel sein.
Wir müssen uns von dem biblischen Wert lossagen: »Seid fruchtbar und mehret Euch.« Dieses Gebot haben wir längst übererfüllt. Denken wir statt dessen lieber an das Wort aus der Bergpredigt: »Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.« An dieser göttlichen Weisung gibt es noch viel zu erfüllen.
Mir will scheinen, daß die einzige Zukunftshoffnung darin besteht, daß wir weltweit die Moral ändern. Die Geschichte zeigt uns, daß der Mensch auf Gebote und Verbote vielfach nur trotzig reagiert und viel­fach doch so handelt, wie er will. Etwas anderes ist es, wenn er mit seinem Ansehen und seiner Ehre in der Gesellschaft bestehen will. Dann kann der Mensch plötzlich sehr diszipliniert sein.
Es muß in naher Zukunft dazu kommen, daß das dritte Kind als ein Verbrechen an der Menschheit angesehen wird. Es muß eine Schande für jedes Elternpaar sein, mehr als zwei Kinder zu haben. Die Mensch­heit hat bisher einen vergeblichen Traum geträumt, der dann vielleicht auch endlich Wirklichkeit werden kann: der weltweite Frieden.

Ich träume einen ähnlichen Traum, der freilich ein anderes Fundament hat. Und dieses Fundament hat das Max-Planck-Institu für evolutionäre Anthropologie geschaffen.

Und hier verweigere ich den „weiterführenden Link“ – denn wer sich interessiert, der wird sich durchclicken und ein „Resonanzmuster“ im Netz hinterlassen. – Ich bin gespannt, wie lange das dauert!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: