Kaplan des Teufels? – Darwins läßliche Sünde

PHOENIX – Charles Darwin – Kaplan des Teufels?.

Die von Charles Darwin durchgeführte „Beweisaufnahme“ ist in keinster Weise anfechtbar. – Auch sein Schluß auf die Evolution hält jeder Revision stand. Allein seine „Beweiswürdigung“ ging fehl:

„Darwin selbst hatte festgestellt, daß Haustierzüchtungen, denen man gestattet, sich ohne Selektion zu vermehren, schon nach wenigen Generationen wieder mehr oder weniger zum Wildtyp zurückkehren. Trotz der augenscheinlichen Vielfalt ist die tatsächliche genetische Vielfalt äußerst gering; künstlich selektierte Merkmale sind nicht stabil. Sich selbst überlassene Hausschweine gewöhnen sich leicht an die Freiheit, sie bekommen mehr Borsten, die Hauer wachsen nach, und die Frischlinge kommen gestreift zur Welt. Man hat über 100 Goldfischvarietäten, mitunter groteske Formen mit Auswüchsen am Kopf und hervorquellenden Augen, in einem Teich ausgesetzt. Man ließ sie unbehelligt und sie nahmen bald wieder ihre ursprüngliche Gestalt an.“10

„Zudem zeigt die Tierzucht auch die Grenzen des Variation- Selektions- prinzips auf. Trotz aller Unterschiede bleiben Hunde Hunde, auch wenn man sie kreuzt oder wenn man Wolfsbastarde züchtet. Auch die durch Domestikation hervorgebrachten Rassen von Katzen, Tauben und ande- ren Arten gehören nach wie vor zur Spezies ihrer Vorfahren. Den Züch- tern sind die Grenzen ihres Wirkens durch das Reservoir an Variationen, das in der Spezies vorliegt, vorgegeben“.11

Der Zwang, bei der Züchtung eine Auswahl treffen zu müssen, offenbart die Neigung der Natur zur Vielfalt. Zuchtrassen leiden trotz augenfälliger Unterschiede unter genetischer Verarmung. Das aber kann nur ein Indiz dafür sein, daß die genetische Differenz zwischen dänischer Dogge und Dackel im Bereich dessen liegt, was man Nuance nennt.

Darwin kannte aus eigenem Erleben die Tätigkeit von Tier- und Pflanzen- züchtern. Er hat gesehen, daß bei jeder neuen Generation eine Verände- rung gegenüber der vorangegangenen eingetreten war. „Darwins Schlußfolgerung, daß nämlich solche Veränderungen grenzenlos weitergehen können und die Natur auf diese Art über Millionen von Jahren all die verschiedenen Gattungen, Familien, Klassen und so weiter hervorge- bracht hat, drängt sich geradezu auf.“12  Der Mensch spielt, wie wir gese- hen haben, bei der bewußten Züchtung eine höchst aktive Rolle. Er wählt

aus dem „Angebot“, das ihm die Natur unterbreitet, die Individuen aus, die er für seine Zwecke als besonders passend ansieht. Nicht nur zu Dar- wins Zeiten war es üblich, unerwünschten oder „unbrauchbaren“ Nach- wuchs in einer Zucht kurzerhand zu beseitigen. Ist es daher verwunderlich, daß er der Selektion die Hauptrolle im Naturgeschehen zudiktierte?

Es ist also das mechanistische Weltbild, das kartesianische Denken  jener Zeit, das Darwin bei der Abfassung seines Werkes im Kopf hatte. Die An schauung einer Welt, in der Ventile den Dampfdruck regulierten und in der geglaubt wurde, wer die Hand am Regler habe, könne die Welt be herrschen. Bezüglich der Kulturpflanzen und Haustiere hatte der Mensch den Regler in der Hand. – Den Zynismus, den menschliche Züchter auch heute noch gegenüber „lebensunwertem“ Leben an den Tag legen, proji- zierte Darwin auf das Wirken in der Natur. Unter diesem Aspekt nimmt es also nicht wunder, daß Darwin den Schwerpunkt auf das Wirken der Selektion legte und die Lehre vom „survival of the fittest“ begründete. Die Elemente der Darwinschen Evolutionslehre entsprechen dem damaligen Weltbild. Es ist demnach vollkommen klar, daß bis heute Fragen offen sind, die sich mit dem Wirken der Selektion nicht erklären lassen.“

10 vgl. Wesson, Chaos, Zufall und Auslese in der Natur, 1995, S 223f
11 Wesson S 221f
12 Wesson S 221

(G. Altenhoff, Australopithecus Superbus – Der Mensch im Licht nichtlinear-dynamischer Evolution,  die Numerierung der Fußnoten entsprechen dem Original))

Der Teufel brauchte keinen Kaplan, weil der Kaplan am Ende ohne Teufel dasteht. Drei Dingen werden Sie in Ihrem Leben nie begegnen: Dem Teufel, dem Tod und dem „reinen “ Zufall.  Die Welt ist durch die sie beherrschenden nichtlinearen Gleichungen bis ins Detail determiniert. – Aber die Zahl der Freiheitsgrade ist so hoch, daß die Zahl der Muster im Weltall so groß ist, daß wir sie nicht berechnen können. – Jeder hat seinen eigenen unverw4echselbaren Fingerabdruck. Der ist ihm von der Zeugung ab mitgegeben und gewissermaßen „einmalig“, weil die Wahrscheinlichkeit, daß es einen zweiten davon geben könnte, so gering ist, daß man ihn in praxi vernachlässigen kann. – Aber ganz ausgeschlossen kann eine „zweite Existenz“ Ihres Fingerabdrucks auch nicht werden.

Obwohl es extrem unwahrscheinlich ist, es kann draußen im All, zu unserer Zeit, eine oder mehrere Erden geben, auf denen sich verblüffend ähnliche Szenarien abspielen wie bei uns.

Wir werden es jedoch nie erfahren, weil wir von diesen Welten zu weit entfernt sind. – Und diese von uns. – Es gibt zwei Dinge in dieser Welt, die sicher sind: Die  Kreiszahl Pi ist und bleibt konstant, und jeder Blick ins All ist ein Blick in die Vergangenheit: Wir sehen den Mond, wie er noch vor einer Sekunde war. Wenn die Sonne explodiert, erfahren wir es rund acht Minuten später. Was heute auf Alpha-Centauri passiert, erfahren wir frühestens in viereinhalb Jahren.  – Ober der Andromeda-Nebel heute noch existiert?

All diese Fragen sind müßig, festzuhalten bleibt, daß der Pfad der Evolution, so wie Darwin ihn beschrieben hatte, auch dann noch Bestand hat, wenn dessen unfreiwilliger Abkömmling, der „Sozialdarwinismus“, den letzten Atemzug hinter sich hat.

Und wenn die „Kinder der Evolution“ erst einmal den Pfaden der eigenen Evolution  gefolgt sein werden, werden sie ihre „Politiker“ endgültig zum Teufel jagen.

Womit wir wieder beim Teufel wären!

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