Steinbrücks Reden veröffentlichen

Bundestagsfraktionen wollen Regeln verschärfen: Transparency rügt Steinbrück wegen Nebeneinkünften.

Für die Höhe des Honorars kommt es nicht nur auf den Auftraggeber an, sondern vor allem auf den Inhalt:

Unser alter Lateinlehrer Wilhelm Becker hat im Unterricht immer wieder seine uralten Skripte zu Rate gezogen, um uns die Hintergrnde lateinischer Texte zu erläutern.

Wenn St. Einbrück für seine „Vorträge“ ähnlich gehandelt hat, muß man fragen, ob die hohen Honorare, die er kassiert hat, überhaupt gerechtfertigt waren. -Möglicherweise hat er den Auftraggebern seine betagten, von anderen Gremien abgenudelten Skripte als „Neuerungen“ verkauft. – Das wäre schlimm.

Es könnte aber auch sein, daß er vor ausgewähltem Publikum Reden gehalten hat, die nicht aus seiner Feder stammten, sondern nur von ihm gehalten wurden, um den Inhalt mit der „Autorität“ eines Politikers unterstreichen zu können.

Deswegen hat St. Einbrück nicht nur Honorarhöhe und Auftraggeber gnadenlos bloßzustellen, entscheidend ist der Inhalt der Rede, für die er Geld bekommen hat. – Nur anhand des Inhalts läßt sich ungefähr feststellen, ob das Honorar „angemessen“ oder „überhöht“ ist.  – Ich traue Herrn St. Einbrück soviel Schauspielkunst zu, daß er mit einer einstündigen Vorlesung aus dem Hamburger Telefonbuch ein interessiertes Publikum so unterhalten kann, daß der Inhalt der Rede von keinem Teilnehmer wiedergegeben werden könnte.

Deswegen teile ich die Forderung von Transparency international und gehe – wie hier gesehen – darüber hinaus.

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