„E.T.” landet im Berliner Wachsfiguren-Kabinett – mit Zwischenlandung in der schwäbischen Provinz

Außerirdische: „E.T.” landet im Berliner Wachsfiguren-Kabinett – Nachrichten Panorama – Weltgeschehen – DIE WELT.

Der Planet ist pünktlich! – Freilich dauert es einige Zeit, bis eine Wachsfigur hergestellt ist. – Mich würde brennend interessieren, wann mit der Herstellung begonnen wurde Und zwar aus folgendem Grund:

Ist der Planet pünktlich? – „Der Planet ist pünktlich!“ ist bei mir inzwischen zu einem geflügelten Wort geworden:

– Wir schreiben den 29. September 2012. – Wenn ich mich recht zurückentsinne, dürften gut und gern 40 Jahre ins Land gegangen sein, seit ich eine aktuelle Ausgabe des „MÄRKLIN-MAGAZIN“ in der Hand hatte. – Kurz vor Abitur hatte ich andere Dinge im Kopf. – Dann kam die Bundeswehr. Während des Studiums bastelte ich zwar an einer Modellbahnanlage, merkte aber rasch, daß dieses Hobby noch mehr Geld kosten kann als Fotographieren, Filmen und Irland zusammen. – Also ließ die Eisenbahn Eisenbahn und den lieben Gott einen guten Mann sein. – Irgendwann während meiner Referendarzeit hatte ich mir einmal am Duisburger Hauptbahnhof (meine Stammdienststelle war das Landgericht Duisburg) ein MIBA (Miniaturbahnen) – Heft gekauft. – Es hatte mich auch noch über Jahre hinweg begleitet, kam dann aber irgendwie unter die Räder. – Das ist jetzt auch fast 30 Jahre her. Umso mehr überraschte mich das Titelblatt des MÄRKLIN-MAGAZIN:

Ausgabe August/September 2012

Vor allem – die eher unscheinbare – Ankündigung verblüffte mich nicht nur, sie ließ mir für einen Moment den Atem stocken:

Tag der offenen Tür - auch für Außerirdische?

Hatte ich doch vor gerade einmal 10 Tagen dem beliebtesten aller Außerirdichen den Märklin-Produktionsprozess „hautnah erleben“ lassen.  – Ich hatte zwar den Produktionsprozeß so beschreiben, wie er vor 47 Jahren abgelöaufen ist, aber da E.T. den unendlichen Weiten des Alls entstammt, was sind da schon 47 Jahre?

Mir war im April die Idee in den Kopf gekommen, vor den Gefahren, die sich aus einer wissenschaftlichen Theorienbildung anhand von „Modellen“ zu warnen. – Sie kam, kurz nachdem ich meine alten „MÄRKLIN“-Schätzchen aus ihren Särgen geholt und in eine Vitrine verfrachtet hatte. – Wie macht man die unvermeidlichen Denkfehler plausibel? – Die Dampflok kennt auch heute noch jedes Kind, dank Jim Knopf und „Emma“.  – Naturgemäß suchte ich zunächst den Einstieg in die Geschichte auf dem Umweg über Lummerland.  – Aber das klappte nicht so recht. „Emma“ war nicht die richtige Partnerin, obwohl sie jedem gelaüfig ist.

Bei einer der vielen Sendungen von n24 über Leben imWeltall kreuzten dann im Kinderzimmer E.T und die Dampflok ihre Wege, denn Dampfloks sind heute vorwiegend in Kinderzimmern anzutreffen.

– Vor allem aber auch E.T. .  Der ist der jungen Wisenschaftlergeneration vom Kinderzimmer her so bekannt wie ein Dinosaurier. – Und diese Generation von Wissenschaftlern ist es, die ich ansprechen möchte.

– Also mußte E..T. irgendwie in der Heimat meiner „Schätzchen“ , in Göppingen landen.

Der Inhalt des MÄKLIN-MAGAZINS Heft 4/2012 (August/September 2012) hätte mir den Einstieg in die Geschichte erleichtern können. – E.T. wäre so als gewöhnlicher Interressent zum Tag der offenen Tür bei MÄRKLIN erschienen, der am 14. und 15. September stattgefunden hatte…

E.T. und die Dampflok war Anfang September textmäßig abgeschlossen.

Ich brauchte noch ein Portrait von meiner alten 44er zur Illustration des Artikels. Eine Lokomotive auf einer Tischplatte ohne Schienen unter den Rädern sieht mehr als komisch aus. – Also war ich auf der Suche nach passenden Schienen. – Der Spielwarenladen in Dormagen hatte schon vor längerer Zeit seine Pforten geschlossen; die Fa. Toys Are Us hatte wohl vor Jahren  den Vetrieb von MÄRKLIN-“Primex“ – Artikeln eingestellt. Folglich blieb mir nur die Möglichkeit, Schienen in Düsseldorf aufzutreiben. Wegen des für den 9.9. angekündigükten „Garagentrödels“ in der Nachbarschaft kam mir eine ander Idee: Garagentrödel in einer Siedlung mit Kindern! – Hier sollten sich doch gebrauchte Schienen finden lassen. Also unterließ ich Fahndung nach Schienen in Düsseldorf und genoß statt dessen im „Irish-Pub“ am Spichernplatz zwei Guinness.

Beim Garagentrödel war ich zunächst enttäuscht, Krimskrams und Spielzeug für Kleinkinder. Ich war schon fast auf em Nachhauseweg, als ich einen Glastisch endeckte, auf dem ein kurzes Schienenstück mit Loks ausgestellt war. Ich blieb stehen und überlegte. Mein Ansinnen, ein paar Gleisstücke zu erwerben, stieß auf offene Ohren. Leider waren im Angebot nur „Komplettpackungen“ von ROCO, die man hätte auseinaderreißen müssen. – Das wollte ich nicht, denn wenn sich ein „Liebhaber“ finden sollte, dann sind Vollständigkeit und Originalverpackung wichtig und für den Preis entscheidend.

Bei einer Tasse Kaffee auf der Terrasse des „Bismarck-Grills“  in Nievenheim dachte ich plötzlich:

„Wenn die Schiene nicht zur Lok kommt, muß die Lok zur Schiene kommen.

Ich ging nach Hause und packte mir die 44er. – Selbstverständlich gestatte man mir den Fototermin. Ohne Brille konte ich freilich das Bild auf dem Display der Kamera nicht genau sehen, auf die eigentliche „Bildkomposition“ hatte ich daher keinerlei Einfluß. Ich war ebenso überrascht wie erfreut darüber, daß dieses Bild so gut gelungen war. – Es hatte sich aufgrund der Gegebenheiten – inklusive der Spiegelung – gewqissermaßen „selbst“ gestaltet:

Mit 47 Jahren noch ein schönes Model

Dampflok mit Elektroantieb

Am 19.9.2012 gelangte „E.T. Und die Dampflok“ ins Netz.

Und dann kam der 29.9.2012. Wieder einmal war ich auf dem Weg zu meiner Mutter. Ich hatte die Optionen Auto oder S-Bahn. – Ich liebäugelte mit dem Auto, weil es Gelegenheit geboten hätte, ohne zusätzliche Spritkosten bei REAL,- und SATURN vorbeizuschauen und bei IKEA einen Hot-Dog zu genießen. Aus Gründen, die mir selbst nicht ganz klar sind, fuhr ich aber mit der Bahn. Wie an einem Gummischnürchen gezogen lenkten sich meine Schritte in die Buchhandlung GRAUERT am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Die Abteilung „Modellbahn“ ist ziemlich weit hinten durch und ohne Hilfe des Personals kaum zu finden. Modellbahnzeitschriften sind „Bückware“: Sie wird zwar nicht unter dem Ladentisch gehandelt, aber man muß sich bücken, um sie überhaupt zu entdecken.  – Dann aber fiel mein Blick auf das MÄRKLIN-MAGAZIN. Ich hatte meine Brille noch nicht ganz aufgesetzt, da stach mir der Hinweis auf den „Tag der offenen Tür“ im Hause MÄRKLIN ins Auge. – Die Welt war, wie man so schön sagt, wieder in Ordnung:

Der Planet war pünktlich. Wäre ich mit dem Auto gefahren, hätte wich wohl nie mitbekommen, daß am 14./15. September jedermann ähnliche Beobachtungen hätte machen können, die E.T. zuvor gemacht hatte.

Mich erstaunt in diesem Zusammnhang immer wieder die „Gleichzeitigkeit“ udn die Übereinstimmung zwischen inneren und -objektivierbaren – äußeren Vorgängen.

Was also hat mich am 29.9.2012 veranlaßt, bei der Buchhandlung Grauert im Düssesldorfer Hauptbahnhof nach Modellbahnzeitschriften zu fahnden?

Eine Woche später hätte ich nicht einmal erfahren, daß MÄRKLIN Mitte September einen „Tag der offenen Tür“ veranstaltet hatte.

Und jetzt bekommt E.T. -mit einer der Bahn durchaus würdigen Verspätung -seine Wachsfigur.  – Damit ist meines Erachtens das Phänomen der „Gleichzeitigkeit“ gewahrt.

Sind Sie anderer Meinung? – Dann fahren Sie mal Bahn!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: