MORE THAN HONEY – Biene Maja und ihr „Staat“

MORE THAN HONEY – Ab 8. November im Kino im Kino!.

Bienen gehören zu den faszinierendsten Lebewesen des Planeten. Vor allem deswegen, weil ihre „Staatsorganisation“ der Doktrin vom erbarmungslosen Kampf ums Dasein und auch der Doktrin vom „egoistischen Gen“ widerspricht:

„Meine schönste Begegnung mit der Biene Maja hatte ich im Herbst des Jahres 2006:

24.11.2006. Ich kam vom Einkaufen und kehrte wie gewöhnlich im „Anker” in Nievenheim ein. Dort trank ich zwei Bier, anschließend machte ich mich auf den Heimweg.

Ich weiß nicht, wer meine Schritte gelenkt hat, aber wie an einem Gummischnürchen gezogen begab ich mich in den „Gasthof Mehl”. Dieser liegt unmittelbar im Schatten der St. Pankratius-Kirche und weist eine Besonderheit auf. In den Gasträumen befindet sich eine verkleinerte Kopie dieser Kirche.

Ich hatte gerade mein Bier bestellt, als aus „heiterem Himmel” die „Biene Maja” auftauchte. Gegen 19.15 Uhr landete sie unmittelbar vor mir auf der Zapfanlage.

Aber die „Biene Maja” ruhte sich dort nicht aus. Sie fing an, ausgiebig Körperpflege zu betreiben. Mehr als 20 Minuten lang gestattete sie mir den Einblick in ihr „Wellness-Programm”. Mit ihren winzigen Vorderbeinen vollführte sie regelrechte Waschbewegungen und „wusch” sich anschließend ausgiebig und immer wieder das Gesicht. Ihre Hinterbeine waren für Hinterleib und Flügel verantwortlich. Immer wieder widmete sie ihre Aufmerksamkeit ihrem Rüssel, den sie offenbar genüßlich ausstreckte und mit den Vorderbeinen bearbeitete. Ich war fast geneigt, die Wirtin um einen Lippenstift zu bitten. – Indes, um ihre „Ausrüstung” im „Kampf ums Dasein” kümmerte sie sich herzlich wenig. Nur für ein paar Sekunden beschäftigte sie sich mit dem „Waffenreinigen”: Sie fuhr ihren Stachel aus, betastete ihn mit den Hinterbeinen. Er war noch da, und das schien für sie in Ordnung zu sein, denn anschließend widmete sie sich wieder intensiv ihrem Rüssel und ihrer Gesichtspflege.

Hätte ich eine Kamera dabeigehabt, ich glaube, ich wäre mir vorgekommen wie ein Paparazzo an Lady Di’s Badezimmerfenster.“

Diese Sequenz findet man in

bienemajaundglücklicherlöwe

Darin habe ich die „Verfassungen“ von Insekten“staaten“ und anderen tierischen Sozialsystemen mit dem eher inhaltsleeren Begriff der Verfassung, der in Staatsrechtslehre, Funk und Fernsehen sowie den Printmedien immer wieder verwendet wird.

Ich stelle das Manuskript hier zur Diskussion. – Es ist noch nicht fertig, weil die wichtigsten Schlußfolgerungen daraus lange brauchten, bis ich sie griffig formulieren konnte. – Die „real exisitierende“ Demokratie in Deutschland mußte erst innerhalb weniger Monate drei Personen als „Bundespräsident“ verschleißen. – Und eine „First Lady“, deren soziale Stellung und Aufgabe im Grundgesetz nicht beschrieben ist, mußte ihren Abenteuerroman mit lauterem Getöse unters Volk bringen als Günter Grass seine Werke. – Wer es aufmerksam liest, findet hier erstmals den Begriff „Politik“ griffig und zutreffend definiert.

Fangen wir mit der Verfassung an:

Verfassung ist ein Regelwerk, daß den Inhabern der obersten sozialen Dominanzstellungen verbindlich vorschreibt, welche Handlungen sie im Rahmen ihrer Verantwortung für die ihnen anvertraute Sozialgemeinschaft auszuführen haben, nach pflichtgemäßem Ermessen vornehmen dürfen und zu unterlassen haben.

Und, jetzt kommt die Frage der Fragen:

Was is das,  DER STAAT ?

Wenn man die Menschheit mit dem „Staat“ der Biene Maja vergleicht, stellt man unschwer fest, daß das „globale Dorf“, in dem wir zu leben glauben, tatsächlich eher ein „globaler Staat“ ist: Alle Bienen eines Staates sind Geschwister. – Wir Menschen auch. – darauf deuten jedenfalls die Ergebnisse des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie hin, die in der Feststellung gipfelten:

Alle Menschen müssen als „Brüder“ bzw. „Schwestern“ – wir wollen ja nicht sexistisch sein – betrachtet werdenKam die Menschheit durch ein Nadelöhr?

Diese Feststellung ignorieren die „Staatsangehörigen“, vor allem die sozial dominanten, mit der größtmöglichen Hartnäckigkeit. – Aber sie kümmern sich um Umwelt- und Naturschutz.

Was würde die Biene Maja tun? – Sie würde wohl ein Transparent auspacken und mit Willi zusammen am nächsten Spinnennetz ankleben:

So sieht der Staat aus

.

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