Steinmeier und Hindenburg

„Die Parteien haben sich bei der Wahl am 24. September um die Verantwortung für Deutschland beworben“, sagte Steinmeier. Diese Verantwortung könne man „auch nach der Vorstellung des Grundgesetzes nicht einfach an die Wählerinnen und Wähler zurückgeben“.
„Diese Verantwortung geht weit über die eigenen Interessen hinaus und gilt insbesondere nicht nur gegenüber den Wählern der jeweils eigenen Partei“, sagte der Bundespräsident, der sich zuvor mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen hatte. „Das ist der Moment, in dem alle Beteiligten noch einmal innehalten und ihre Haltung überdenken sollten.“
Steinmeier fügte hinzu:

„Wer sich in Wahlen um politische Verantwortung bewirbt, der darf sich nicht drücken, wenn man sie in den Händen hält.“


Wenn man bedenkt, daß die NSDAP bei den Reichstagswahlen vom 6.12.1932 33,1 % der Wählerstimmen auf sich vereinigte, muß man nach der Lesart gegenwärtiger Politiker schlußfolgern, daß Adolf Hitler einen mehr als eindeutigen Regierungsauftrag hatte; er war zudem – laut Merkel – mit der staatspolitischen Verpflichtung belastet, eine Regierung zu bilden. Wegen seiner „staatspolitischen Verantwortung“ war Paul von Hindenburg sogar „verpflichtet“, den ungeliebten „Böhmischen Gefreiten“ wegen dessen grandiosen Wahlsiegs zum Reichskanzler zu ernennen. – Wegen 33,1% der Wählerstimmen. – Adolf Hitlers „Wahlerfolg“ vom 6. 12. 1932 übertraf den von Angela Merkel um immerhin 0,1 Prozentpunkten.

 

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