Saharastaub : Noch eine Unbekannte in der Rechnung mit vielen Unbekannten

Juli 2, 2013

Saharastaub : Der große Unbekannte bei den Klimaprognosen – Nachrichten Wissenschaft – Natur & Umwelt – DIE WELT.

Mit zwei Unbekannten, nämlich X und Y kommen Mathematiker nd Physiker noch zurecht. – Komt eine dritte Unbekannte dazu, wird des ernst: Die Gleichungen lassen sich nicht mehr lösen. – Offiziell kommt jetzt noch eine „vierte“ unbekannte Größe hinzu.

Es ist aber nur „offiziell“ die „vierte“ Unbekannte; – es ist gar nicht so lange her, daß ich auf andere unbekannte Größen, vor allem die Wärme, die aus dem Erdinneren kommt, hingewiesen hatte: https://advocatusdeorum.wordpress.com/2013/06/29/kosmos-kohlendioxid-wer-ist-schuld-an-klimawandel-und-hochwasser/

Wie dem auch sei, jede bislang „unveröffentlichte“ Unbekannte Größe, die bei der „exakten“ Berechnung der zukünftigen Klimaentwicklung unberückschtigt blieb, verwandelt die „Berechnungen“ zu einen Haufen mathematischen Mülls:

Prokrustes und die Mathematik

– Das Märchen von der „exakten“ Naturwissenschaft –

Wer war Prokrustes? – das werden sich die mit antiker Mythologie wenig vertrauten Leser fragen, – allerdings wird jeder Leser zunächst einmal darüber nachdenken, was die Hauptfigur einer griechischen Sage mit Mathematik zu tun haben mag:

Prokrustes ist eine Sagengestalt von besonderer Hinterhältigkeit und Brutalität. Er betrieb eine Herberge und bot vorüberziehenden Wanderern ein Nachtlager an. Der Gast bekam jeweils ein unpaßendes Bett; der hochgewachsene bekam ein Bett, das zu kurz war, der kleinwüchsige eines, das zu lang war. In der Nacht kam Prokrustes und tötete seine Gäste, indem er sie der Größe des Bettes anpaßte: den kleinen hängte er Ambonten an die Füße, bis sie lang genug waren, das Bett auszufüllen, den anderen kappte Prokrustes die überstehenden Gliedmaßen. – Der moderne Mensch verfährt mit der Natur und auch mit seinen Mitmenschen häufig in ähnlicher Weise, was vermuten läßt, daß Mythen oft ewige Wahrheiten in sich bergen.

Sollte der Mensch, und dieser Frage wird im folgenden nachgegangen werden, am Ende auch die Mathematik prokrustiert haben?

Benoît B. Mandelbrot stellte im Jahre 1975 seine Idee von der „fraktalen Geometrie der Natur“ einer interessierten Öffentlichkeit vor. Er prägte das Kunstwort „Fraktal“1 zur Beschreibung von natürlich auftretenden Formen und Prozessen, die mit Hilfe der bekannten geometrischen Modelle bis dahin nicht beschrieben werden konnten. Er bewies anhand vieler Beispiele, daß sogenannte „Monsterkurven“ und ähnliche „pathologische“ Objekte, die einige Mathematiker Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts untersucht hatten, sich hervorragend eigneten, natürliche Formen wie Bäume, Lungengewebe, Federn, Felsen, Wolken oder Galaxien zu beschreiben. – All diese durchaus geometrisch anmutenden Objekte entziehen sich einer exakten Definition im Rahmen der klassischen, euklidschen Geometrie.

Erzeugt werden mathematische Fraktale durch sogenannte Iteration. Das bedeutet die ständige Wiederholung einer Rechenoperation, wobei der Endwert der ersten Operation den Anfangswert der zweiten bildet, deßen Endwert wiederum ist der Anfangswert der dritten, und so weiter und so fort…

Wesentliches Kennzeichen eines Fraktalen Objekts ist dessen Selbstähnlichkeit auf allen Größenskalen. Bricht man aus einem Blumenkohl ein Röschen heraus und betrachtet es etwas genauer, stellt man verblüfft fest, daß es dem ganzen Kohlkopf sehr ähnlich sieht – kleiner zwar, aber von ähnlicher Gestalt. Bricht man aus diesem ein weiteres Röschen heraus, bleibt die Ähnlichkeit zum ersten Röschen und zur Gesamtgestalt des Blumenkohls ebenfalls erhalten. Die Natur setzt diesem Verfahren beim Blumenkohl freilich eine untere Grenze; das aber ändert nicht den Grundsatz.

Trotz derartiger alltäglicher Erfahrungswerte bleibt das Wesen der fraktalen Geometrie bis heute der breiten Öffentlichkeit verborgen; u.a. deshalb, weil die überwiegende Mehrzahl der Mathematiker und Physiker die Auseinandersetzung mit der fraktalen Geometrie und den nichtlinearen Phänomenen der Natur scheut. In den Lehrplänen der Schulen, aber auch in den Vorlesungsverzeichnissen vieler Hochschulen sucht man diese Themen meist vergeblich. Diese Institutionen verkaufen weiterhin den Lehrsatz des Phytagoras und den Satz des Thales als grundlegende Erfindungen menschlichen Geistes, obwohl gerade die tradierten Gesetze der Geometrie die Vermutung nahelegen, daß auch das rechtwinklige Dreieck ein Fraktal ist:

Der Satz des Thales lautet:

Wenn bei einem Dreieck ABC die Ecke C auf dem Kreis mit dem Durchmesser AB liegt, dann hat das Dreieck bei C einen rechten Winkel;“ oder: „Im Halbkreis ist der Winkel immer ein rechter“; oder: „verbindet man die Endpunkte eines Durchmessers mit einem beliebigen Punkt der Peripherie des Kreises, so erhält man ein rechtwinkliges Dreieck.“

Ohne Änderung der Außage läßt sich der Satz des Thales aber auch so umformulieren:

Dann und nur dann, wenn bei einem Dreieck ABC die durch A und B führende Gerade den Mittelpunkt eines Kreises schneidet und somit den doppelten Radius des Kreises bildet, hat das Dreieck bei C einen rechten Winkel.

Da der doppelte Radius (2r) eines Kreises in Verbindung mit der Kreiszahl den Umfang eines Kreises angibt, ist die Behauptung gerechtfertigt, daß die Existenz des rechten Winkels davon abhängig ist, daß konstant ist.

Zum Beweis dieser Behauptung muß man die Beziehungen der Eckpunkte, Strecken und Winkel eines Dreiecks im Kreis dynamisieren und als Bahnkurve (Orbit) darstellen:

Es sei ein Dreieck mit den Eckpunkten A, B und C auf dem Kreis mit dem Radius r. Die zugehörigen Winkel seien , und . Die Strecke AB sei c, die Strecke AC sei a, die Strecke CB sei b.

Da die Winkelsumme im Dreieck 180° beträgt, existiert eine unbestimmbare Vielzahl von Dreiecken, für deren Winkel bei C gilt:

0º < < 180º.

Der Winkel hat 0º, wenn sich die Punkte A und B auf der Geraden, die durch C und den Mittelpunkt des Kreises führt, vereinen. Der Winkel hat 180º, wenn A, B und C in einem Punkt vereinigt sind. Läßt man nun die beiden Punkte A und B (vom Punkt A = B aus) sich auf der Kreislinie gegenläufig bewegen, also einen Orbit beschreiben, ergeben sich zwei auffällige Besonderheiten:

Erreicht der Winkel 60º, ist das Dreieck gleichseitig, die Punkte A, B und C sind gleich weit voneinander entfernt, bezüglich der Winkel gilt:, die Verbindungsstrecken a, b und c sind exakt gleich lang:

a = b = c

es gilt dann auch:

a² = b² = c².

Wenn die durch A und B führende Gerade den Mittelpunkt M des Kreises schneidet, entspricht deren Entfernung voneinander dem Durchmesser, also dem doppelten Radius (2r). An dieser Stelle der Bahnkurve ist es gleichgültig, welche Position C im Orbit hat. Bei C ist dann, aber auch nur dann, immer ein rechter Winkel zu finden. Das Verhältnis der Strecken a, b und c beträgt in dieser Position des Orbit

a² + b² = c².

Das ist der Lehrsatz des Pythagoras. Aber nicht nur der Satz des Pythagoras, auch alle anderen mathematischen Winkelfunktionen (Sinus- Cosinus- und Tangensfunktionen) leiten sich aus den konstanten Seiten- und Winkelverhältnisses des rechtwinkligen Dreiecks ab. – Die mathematischen Beweise für den Satz des Thales, den Lehrsatz des Pythagoras und die Funktionen Sinus, Cosinus und Tangens sind in jedem guten mathematischen Schulbuch verewigt. Sie brauchen an dieser Stelle nicht wiederholt zu werden.

Die Beschreibung des Dreiecks als Bahnkurve und die Tatsache, daß das Auftreten eines rechtwinkligen Dreiecks untrennbar an den Durchmesser des Kreises gebunden ist, lassen nur den Schluß zu, daß die gesamte Euklidische Geometrie von der Konstanz der Kreiszahl abhängt. Würde diese auch nur an der denkbar entferntesten Stelle hinter dem Komma einmal abweichen, wäre der rechte Winkel kein rechter Winkel mehr.

Die Beschreibung des Dreiecks als Orbit legt einen weiteren Schluß nahe: Das Dreieck und alle anderen geometrischen Figuren der klassischen Geometrie sind Fraktale. Das Hauptkennzeichen der fraktalen Geometrie besteht darin, daß die Analyse der einzelnen Teile mit Maßstäben unterschiedlicher Länge immer wieder dieselben Grundelemente offenbart. Dieses Verhalten nennt man Skaleninvarianz oder Selbstähnlichkeit.

Soll es sich bei einem Dreieck um ein Fraktal handeln, müßte es selbstähnlich sein.

Abgesehen davon, daß die Selbstähnlichkeit des Dreiecks auf allen Größenskalen von der klassischen, linearen Mathematik seit jeher beschrieben wird (1.), läßt sie sich auch unmittelbar aus dem Orbit, den die Punkte A, B und C beschreiben, ableiten (2.).

  1. In der klassischen Geometrie kann jedes beliebige Dreieck in zwei rechtwinklige zerlegt werden. Die Senkrechte, die vom Winkel aus auf die gegenüberliegende Gerade gefällt wird, teilt ein Dreieck in zwei andere, einander ähnliche rechtwinklige Dreiecke. Man kann diese Operation auf allen Größenskalen fortsetzen, heraus kommt immer eine zunehmende Zahl rechtwinkliger Dreiecke. Das rechtwinklige Dreieck ist also skaleninvariant.

  2. Die Skaleninvarianz ergibt sich auch unmittelbar aus der Funktion des Kreises als Orbit. Die Senkrechte, die vom Winkel aus auf die Gerade gefällt wird, kreuzt diese rechtwinklig. Im Kreuzungspunkt bilden sich vier rechte Winkel, zu jedem dieser rechten Winkel gehört wiederum ein Schwarm von Kreisen und rechtwinkligen Dreiecken. Da der Kreis wegen selbst immer skaleninvariant ist, folgt daraus, daß sich dessen Skaleninvarianz auf das rechtwinklige Dreieck überträgt.

Hinter der Aufteilung eines Dreiecks in eine unbestimmbare (unendliche) Zahl rechtwinkliger Dreiecke steht immer ein und dieselbe bestimmte Operation: Fälle die Senkrechte vom Winkel aus auf die Gerade!

Wird die gleiche Operation wiederholt ausgeführt, wobei der Ausgabewert eines Zyklus dem nächsten als Eingangswert zugeführt wird, nennt die Mathematik diesen Vorgang Iteration.

Iteration aber ist – wie eingangs dargelegt – eine der Säulen der fraktalen Geometrie, Die Rechenvorschrift (der Algorithmus) zur Erzeugung von immer mehr, aber immer kleiner werdenden rechtwinkligen Dreiecken lautet lapidar: Fälle die Senkrechte vom rechten Winkel auf die Hypothenuse!

Wandelt man diese einfache Operation ein wenig ab, indem man vorschreibt: Fälle die Senkrechte vom Winkel aus auf die Gerade, zeichne sie als Strahl vom Winkel aus und ordne jedem der „offenen“ rechten Winkel im Kreuzungspunkt eine beliebige Hypothenuse zu, so wird bereits beim vierten Zyklus die Sache unübersichtlich. Die Gesamtzahl der Dreiecke explodiert regelrecht.

Das rechtwinklige Dreieck erfüllt alle Merkmale, die ein Fraktal ausmachen: Selbstähnlichkeit und Erzeugbarkeit durch Iteration.

Die Figuren der euklidischen Geometrie sind folglich ebenfalls Fraktale. Sie unterscheiden sich von allen anderen Fraktalen lediglich dadurch, daß sie so einfach gestaltet und damit berechenbar sind. Die Berechenbarkeit der geometrischen Figuren, die das Universum der Euklidischen Geometrie bilden, hört freilich schon beim Kreis auf:

Der englische Wissenschaftler Lewis Richardson fand auf die Frage: „Wie lang ist die Küstenlinie Englands?“ die verblüffende Antwort: „Das hängt vom verwendeten Maßstab ab.“ – Je kleiner der Maßstab, desto länger die Küstenlinie. Das trifft auch auf den Kreis zu, wenn man dessen Durchmesser und Umfang mißt. Rein theoretisch müßte sich dadurch errechnen lassen, daß man den gemessenen Umfang eines Kreises durch den gemeßenen Durchmesser desselben dividiert. Da sich die kleinste Meßungenauigkeit auf das Rechenergebnis auswirkt, ist es praktisch undurchführbar, den Wert von meßtechnisch zu ermitteln. Das Ergebnis der Rechenoperation = gemessener Umfang geteilt durch gemessenen Durchmesser wird immer unscharf bleiben. Unscharf deshalb, weil das Ergebnis zufällig zutreffen kann; ob es zutrifft, kann aber nicht bewiesen werden, weil der exakte Wert von sich auf Daür den Berechnungsversuchen entziehen wird.

Die Unschärfe nimmt zu, wenn man versucht, durch Messung von Rauminhalt und Durchmesser einer Kugel zu exakt zu ermitteln.

Der Kreis ist also nicht „die vollkommenste geometrische Figur“, als die er in der klassischen Mathematik angesehen wird, er ist vielmehr das einfachste Fraktal: Bewege Dich geradlinig in gleichbleibendem Abstand zu dem bestimmten Punkt M. – Heraus kommt immer ein Kreis. Der Kreis ist also durchaus linear definierbar, aber gekrümmt.

Und was macht der Mensch? – Er macht den Kreis zu einem Objekt der euklidischen Geometrie: um mit überhaupt rechnen zu können, schneidet er die praktisch unendliche Ziffernfolge dieser Zahl einfach ab. – Ein Verfahren, das dem des Prokrustes aufs Haar gleicht.

Der Kreis, das darf man in diesem Zusammenhang nicht vergessen, ist immer auch der Schnitt durch eine Kugel. Diese ist ebenfalls in höchstem Maße selbstähnlich, denn jeder Schnitt durch eine Kugel, gleichgültig in welcher Ebene der Kugel er stattfindet, ist ein Kreis. Die Kugel ist ein räumliches Fraktal und in allen drei Raumdimensionen vollkommen von determiniert.

An dieser Nahtstelle triumphiert die Krümmung des Raumes ohnehin über die lineare Mathematik. Der augenfälligste Beleg hierfür sind Wasserwaage und Eisenbahnschienen. Obwohl beide kerzengerade sind, bilden sie entgegen der Voraußage der klassischen Mathematik in keinem feststellbaren Punkt der Erdoberfläche deren Tangente – sie liegen flach auf, obwohl sie die Erdoberfläche mathematisch nur in einem Punkt berühren dürften.

Hier begegnen sich auch die durch bewirkte mathematische Unschärfe und die Heisenbergsche Unschärferelation der Quantenphysik, wonach Ort und Impuls eines Materieteilchens nicht gleichzeitig ermittelt werden können.

Sowohl mathematische als auch physikalische Unschärfe wirken sich auf alle Berechnungen aus, die im Rahmen mathematischer und physikalischer Modelle über die Natur angestellt werden. Dennoch beharrt die überwiegende Mehrzahl der entsprechenden Fachleute auf der Richtigkeit ihrer Modellvorstellungen. Es spricht nichts dagegen, daß diese in Teilbereichen durchaus zutreffen, vielfach stößt man aber in diesem Bereich auf Hilfsannahmen und einschränkende Bedingungen. Beispielsweise werden in der Mechanik die unberechenbaren Faktoren Reibung und Wärme ausgeklammert (wegprokrustiert), um die Gesetze der Mechanik mit einfachen, linearen Gleichungen beschreiben zu können.

Die Gesetze der Mechanik können voraußagen, welche Geschwindigkeit ein Fahrrad unter Vernachlässigung der Reibung idealerweise erreichen wird, wenn eine bestimmte Kraft auf die Pedale einwirkt. Ob aber jemals eine Kraft auf die Pedale einwirken wird, und – sollte sie einwirken – wie groß sie genau sein wird, geht aus den Gesetzen der Mechanik nicht hervor. Die Gesetze der Mechanik können auch nicht exakt sagen, wie dasselbe Fahrrad außehen wird, wenn es seitlich von einem bestimmten PKW gerammt wird. – Auch dann nicht, wenn Aufprallgeschwindigkeit- und -winkel genau definiert sind.

Ein weiteres Beispiel aus der Physik:

Da Ohmsche Gesetz „regelt“ in einem geschlossenen Stromkreis die Beziehung zwischen Spannung (U), Strom (I) und Widerstand (R) nach dem Muster

I = U/R.

Der „Anwendungsbereich“ des Ohmschen Gesetzes ist jedoch sehr eng begrenzt. Es gilt nur für einen „geschlossenen Stromkreis“ mit Widerstand. Erstens versagt das Gesetz angesichts der Frage, ob eine Batterie voll oder leer ist, denn R = U/I. Sind die Pole einer Batterie unverbunden, ist I gleich Null Das Ohmsche Gesetz versagt auch im Falle eines Kurzschlusses, denn wenn der Wert des Widerstandes gleich Null ist, lautet die Berechnungsformel I =U/0. Die Division durch Null ist mathematisch nicht definiert, folglich ist eine exakte Voraußage in beiden Fällen nicht möglich. Dennoch weiß jeder, was bei einem Kurzschluß passiert. Die physikalische Berechenbarkeit dieses Teil der Natur setzt also auch beim Ohmschen Gesetz voraus, daß die Extreme abgeschnitten werden. Das Ohmsche Gesetz, so wichtig und zuverlässig es sein mag, taugt auch nicht viel angesichts der Frage, wann eine Glühbirne durchbrennen wird. Die „exakte“ Wissenschaft zieht sich hier auf eine „durchschnittliche Lebenserwartung“, also einen statistischen Wert zurück, zu dessen Berechnung auch die Zahl erforderlich ist, was wiederum die Angabe eines exakten Wertes aus den oben genannten Gründen unmöglich macht. Es läßt sich auch nicht exakt im voraus berechnen, ob beim Durchbrennen einer Glühbirne einfach das Licht ausgeht oder ob es in diesem Zusammenhang zu einem Kurzschluß kommt, der die Sicherung heraußpringen läßt.

Gerade anhand des Kurzschlusses, dem wir hier nun schon zum zweitenmal begegnen, läßt sich unschwer die Beziehung der fraktalen Geometrie zu den dynamischen Eigenschaften der Natur verdeutlichen. Was die Mathematik als Iteration bezeichnet, kennt die Physik als „positive“ Rückkopplung. Der Kurzschluß als positive Rückkopplungsschleife ist weniger bekannt als die akustische Rückkopplung: Sie entsteht zwischen Mikrofon, Verstärker und Lautsprecher: Das Eigenrauschen des Verstärkers wird vom Lautsprecher abgestrahlt und vom Mikrofon aufgefangen. Dieses Signal wiederum wird verstärkt wieder abgestrahlt, binnen Sekunden ertönt das bekannte ohrenbetäubende Pfeifen.

Der Forschungszweig, der sich mit diesen und ähnlichen Phänomenen beschäftigt, ist dem Publikum unter dem Begriff „Chaosforschung“ bekannt geworden. Dabei ist das „Chaos“, das heillose Durcheinander nicht Forschungsgegenstand, sondern die nichtlinearen, also nicht mit ganzen Zahlen „exakt“ berechenbaren dynamischen Phänomene in der Natur. Diese lassen sich schlagwortartig mit den vier „Elementen“ der klassischen griechischen Naturphilosophie kennzeichnen: Feuer, Wasser, Luft und Erde.

Ungeachtet dessen wird auch in Zukunft die traditionelle Mathematik von sich behaupten, eine „exakte“ Wissenschaft zu sein; die der klassischen Physik mit ihren aufgefächerten Einzeldisziplinen verpflichteten Physiker werden auch weiterhin ihre Wissenschaft als „exakt“ bezeichnen. Fraktale Geometrie und Chaosforschung werden bis auf weiteres die „Igitt“–Fächer der Naturwissenschaften bleiben.

Am Ende bleibt festzuhalten: Das „Flaggschiff“ der euklidischen Geometrie, das rechtwinklige Dreieck, ist im Meer der Fraktale versunken. Die Behauptung, es sei möglich, „exakte“ Naturwissenschaft zu betreiben, ist damit als Märchen entlarvt. Für den Menschen sind die Phänomene der Natur nur in den Fällen berechen- und damit vorhersagbar, wo diese selbst es zuläßt.

Die von vielen Naturwissenschaftlern aufgestellte Behauptung, eines Tages die Natur nach dem Willen des Menschen umgestalten zu können, offenbart ihre geistige Nähe zu Herrn Prokrustes.

Und die Suche nach der sogenannten „Weltformel“, einer Formel, die die Welt vollständig und abschließend mathematisch genau beschreiben soll, wird auf ewig ein unerfüllbarer Wunschtraum bleiben. Diese „Weltformel“ stellt man sich nämlich als lineare Gleichung vor, man will schließlich die Welt berechenbar machen. Man macht die Rechnung allerdings ohne Thales und Pythagoras. – Und, last but not least, ohne

.

Ursprünglich war dies das Ende der kleinen Betrachtung über die fraktale Natur der Geometrie. Aber die Überschrift stellt eine Beziehung her zwischen Prokrustes und der Mathematik. Also war es ganz natürlich, daß wieder einmal im modernen Antiquariat ein Buch für mich bereitlag:

DUDEN – Rechnen und Mathematik

Beim Durchblättern sprang mir sofort das Stichwort „Primzahlen“ in die Augen. Primzahlen sind bekanntlich Zahlen, die nur durch 1 und sich selbst teilbar sind.

Da gibt es die Menge der natürlichen Zahlen: 1,2,3,4,5,6,7,…, ein Ende ist nicht absehbar. Nun läßt sich die Menge der natürlichen Zahlen ebenfalls durch Iteration erzeugen:

xn+1 = xn + 1

So formuliert, müßte man eigentlich erwarten, daß sich alle Elemente der Menge der natürlichen Zahlen gleich verhalten, daß alle Elemente dieser Menge über dieselben Systemeigenschaften verfügen. Aber die Natur macht da nicht mit. Ein Teil der so erzeugten Zahlen läßt sich nicht einfach teilen, ohne daran zu „zerbrechen“. Und das sind die Primzahlen.

Merkwürdigerweise sind die Primzahlen nicht willkürlich oder zufällig über die Menge der natürlichen Zahlen verteilt. Man findet sehr viele Paare von Primzahlen, die nur den Abstand 2 haben, z.B.

(3,5), (5,7), (11,13), (17,19), …, (1871,1873), …, (2969,2971), (3359,3361), ….

Ferner scheinen die Primzahlen einer Art Rhythmus zu unterliegen, zumindest deutet die Tabelle der Primzahlen von 1200 bis 4500 darauf hin. Augenfällig wird dies alles aber erst, wenn man die Tabelle auf den Kopf stellt und die Zahlenkolonnen als Balkendiagramm betrachtet. Erst dann erkennt man nämlich, daß das System tatsächlich schwingt.

Die Zahlen zwischen den Primzahlen sind ihrerseits Vielfache der ersten Primzahlen 1, 2, 3, 5 und 7. Und nur in diesem Bereich ist es Mathematikern überhaupt möglich, „exakt“ zu arbeiten. Primzahlen werden in der Mathematik genauso behandelt wie die Quadratwurzel von 2: Man kappt die unendlich vielen Stellen hinter dem Komma willkürlich und erklärt das so „gekürzte“ Ergebnis für „exakt“. – Genau das ist dasselbe Verfahren, das Prokrustes seinen Gästen hat angedeihen lassen.

Wie die Anzahl der rechtwinkligen Dreiecke ist die Anzahl der Primzahlen prinzipiell unendlich. Daher werden in diesem Bereich die Mathematiker immer wieder mit der fraktalen Natur der Mathematik konfrontiert werden.

Tippen Sie in Ihrem Taschenrechner einfach so aus Spaß einmal 1 : 3 ein. In der Anzeige werden Sie folgendes Ergebnis finden: 0,333333. Sie können unendlich vielen Dreien dahinterpacken, ohne jemals ein Ende zu erreichen. Das ist nicht weiter schlimm. – Wir alle haben im Rechenunterricht der Grundschule gelernt, daß man, hat man beim Rechnen ein Ergebnis gefunden, die „Probe“ machen soll; – erst die „Probe“ zeigt dem Rechner, daß sein Ergebnis „richtig“ ist, er sich also nicht verrechnet hat. – Einfach nur so zum Spaß: Stellen Sie Ihren Taschenrechner auf die Probe. Tippen Sie 0,333333 x 3 ein. Drei mal ein Drittel ist Eins. 3 x 0,333333 ist aber laut Taschenrechner noch lange nicht Eins. In der Anzeige erscheinen eine Null, ein Komma und ansonsten nur Neunen. Auch hinter die im Display angezeigten Neunen können Sie so viele 99999999999999 dahinterpacken, wie Sie es für richtig halten; Sie können es sich für den Rest Ihres Lebens zur Aufgabe machen, so viele Neunen hinter das Komma zu schreiben, bis Sie die Eins erreicht haben. – Selbst Ihre Enkel oder Urenkel werden es nicht schaffen, auf diesem Weg die Zahl 1 zu erreichen.

In diesem Fall machen es die Mathematiker wie Prokrustes: Sie „expandieren“ den Wert 0, 99999999999999…. auf den ganzzahligen Wert 1.

All das wäre ja nicht weiter schlimm; man könnte die minimalen Ungenauigkeiten der „exakten“ Mathematik als Schönheitsfehler der dieser Wissenschaft hinnehmen. – Waren da nicht zwei Dinge:

Eines der Hauptanwendungsgebiete der Mathematik ist die Astronomie. Sei Johannes Kepler kennt man genau die Bewegungen der Planeten um die Sonne. Kepler hat sie in drei Gesetzen zusammengefaßt. Uns interessiert hier nur das dritte Keplersche Gesetz. Danach verhalten sich die Quadrate der Umlaufzeiten eines Planeten wie die Kuben ihrer mittleren Entfernung von der Sonne: Je weiter ein Planet von der Sonne entfernt ist, desto geringer ist seine Umlaufgeschwindigkeit. Carl Sagen behauptet in „Unser Kosmos“:

…je weiter ein Planet von der Sonne entfernt ist, desto langsamer bewegt er sich, wofür es ein genaues mathematisches Gesetz gibt: P2 = a3, wobei P die Umlaufszeit des Planeten um die Sonne in Jahren und a seine Entfernung von der Sonne in „astronomischen Einheiten“ bezeichnet. Eine astronomische Einheit entspricht der Entfernung der Erde von der Sonne.“

Es sind zwei versteckte Ausdrücke, die die Astronomie von einer exakten Wissenschaft zum Va-Banque-Spiel machen: „mittlere Entfernung“ und „astronomische Einheit“.

Die Bahnen der Planeten sind keine exakten Kreise, denn der Kreis hat nur einen Mittelpunkt. Die Planetenbahnen sind Ellipsen, diese haben zwei „Brennpunkte“ genannte „Mittelpunkte“. Im Jahreslauf gibt es nur vier Punkte im Raum, in denen ein Planet seine „mittlere Entfernung“ von der Sonne einnehmen kann. Wegen der Geschwindigkeit, mit der sich auch der langsamste Planet fortbewegt, ist die Zeit, die ein Planet in seiner „mittleren Entfernung“ von der Sonne verbringt, wahrscheinlich unmeßbar kurz. Die „mittlere Entfernung eines Planeten vom Zentralgestirn ist also nicht exakt meßbar. Damit ist sie ungenau; für 2 + 2 = 4 –Freaks folglich ein Greuel.

Die „astronomische Einheit“ ist per oben gegebener Definition per se ungenau. Verwendet man die „astronomische Einheit“ als Maßstab für die Entfernung anderer Planeten von der Sonne, bekommen 2 * 2 = 4 – Fans sofort einen Herzinfarkt. Die mittlere Entfernung der Erde von der Sonne beträgt 149 Millionen Kilometer. 149 Millionen Kilometer, – das sind 149 Billionen Millimeter. – Seit dem Vordringen des Menschen in den Nano–Bereich, in dem das Meter wegen seiner Grobschlächtigkeit keine Rolle mehr spielt, werden die Maßeinheiten der Astronomen immer verschwommener und verlassen in augenfälliger Weise den Bereich der „exakten“ Wissenschaften.

Kein GPS wird je in der Lage sein, die exakte Position der Erde im Verhältnis zur Sonne für einen Zeitpunkt X zu bestimmen. Denn GPS kann nicht einmal auf der Erde die genaue Position eines sich schnell bewegenden Objekts zum Zeitpunkt der Messung ermitteln. Trotz all der wundersamen Eigenschaften, die GPS angedichtet werden: Weder Olympioniken noch Pferdefreunde werden je ein GPS-gestütztes „Photofinish“ erleben.

Nach diesem Ausflug in alltägliche Gefilde kehren wir zu Carl Sagen und in den Weltraum zurück:

Jupiter z, B. ist fünf astronomische Einheiten von de Sonne entfernt. Somit ist a3 = 5 * 5 * 5 125. Das Quadrat von welcher Zahl kommt 125 nahe? Die Antwort lautet 11. Und in der Tat braucht Jupiter 11 Jahre für einen Umlauf um die Sonne. Das gleiche Gesetz gilt auch für andere Planeten sowie für Asteroiden und Kometen. (Sagan aaO, 74ff)

Das sieht alles wunderbar exakt und berechenbar aus. – ist es aber durchaus nicht. Um dem Gesetz Genüge zu tun, muß auch hier wieder einmal „gestreckt“ werden. Zwei potentielle Quellen für Rechenfehler.

Und mit der Frage, was passiert, wenn Fehler auf Fehler trifft, kommen wir zu dem zweiten Ding, das ich oben angesprochen hatte.

Die Mathematiker sind sich ihrer Fehlerquellen beim Runden und Messen durchaus bewußt. Sie unterscheiden sogar zwischen absoluten und relativen Fehlern. Ich will hier nicht näher auf die einzelnen Handlungsanweisungen für den Umgang mit Fehlern eingehen, vielmehr möchte ich Sie auf folgenden Satz aufmerksam machen, über den ich im DUDEN – Rechnen und Mathematik unter dem Stichwort „Fehlerrechnung“ gestolpert bin: „Daran erkennt man, wie sich ein zunächst kleiner relativer Fehler von 1% bzw. 0,3% bei Ersetzen von √2 durch einen Näherungswert durch Fehlerfortpflanzung so auswirken kann, daß sich sehr große Fehler ergeben.“ – An dieser Stelle begegnet uns nämlich ganz unerwartet ein Phänomen, das in der Chaos-Forschung als Schmetterlingseffekt Furore gemacht hatte: der Flügelschlag eines Schmetterlings in Japan kann über den USA einen Hurricane auslösen.

Wir können zum Abschluß also festhalten, daß die lineare Mathematik, die uns als exakte Wissenschaft verkauft wird, nur einen geringen Bruchteil einer Allumfassenden nichtlinearen, fraktalen Mathematik ist.

Der Raum von drei Seiten, den die fraktale Geometrie im DUDEN einnimmt, ist angesichts dessen eigentlich eine Unverschämtheit.

© Gerhard Altenhoff, 2003

1 von lat. frangere = brechen


Kosmos ./. Kohlendioxid – Wer ist „Schuld“ an Klimawandel und Hochwasser

Juni 29, 2013

Das Geheimnis der Wolken | ARTE.

In diesem Film wird schlüssig und überzeugend begründet, daß es nicht die von selbsternannten Klimaforschern verteufelten „Treibhausgase“ sind, die der Erde immer wieder Kalt- und Warmzeiten auf’s Auge drücken. Viele Einflüsse, die in die Berechnungen der „Kimaforscher“ erst gar nicht einbezogen werden, kommen aus dem Weltraum. – Man läßt sie einfach uner den Tisch fallen und verfälscht so bewußt die Ergebnisse der „exakten“ Berechnungen, die man einem nach Propheten hungernden Publikum teuer verkauft.

Andere, das zeigt dieser Bericht natürlich nicht, kommen aus dem Erdinneren. So gast de Erde unablässig „Treibhausgase“ aus und gibt über Vulkane und mittelozeanische Rücken Unmengen von Wärme ab, die irggendwo hin müssen. Welchen Einfluß hat z.B. der mittelatlantische Rücken auf den Golfstrom, dem er ohne Unterbrechung Wärme in gigantischem Umfang zufhrt?

Wolken und Golfstrom, allein diese Faktoren reichen aus, alle Klimamodelle ins Reich der Phantasie zu katapultieren, denn die  Vernachlässigung auch nur einer der genannten Faktoren führt die „exakten“ Berechnungen der Klimaforscher mit einem Schlag ad absurdum. – Mit anderen Worten: Alle „Klimamodelle“ unterliegen den strikten Regeln der pathologischen Wissenschaft.

Die Menschen werden aufgescheckt durch Mengenangaben, die an die Spielereien unserer Politiker mit € -Beträgen erinnern. – Da ist von Millionen bis Milliarden Tonnen Kohlendioxid die Rede. – Freilich fällt eine Milliarde Tonnen Kohlendioxid gegenüber rund 5,3 Billiarden Tonnen des Gasgemischs, der als Atmosphäre die Erde einhüllt, kaum ins Gewicht. – Nur rund 0,3% der Atmosphäre bestehen aus Kohlendioxid.

Fragen Sie doch einmal einen Politiker, wieviel eine Milliarde Gramm wiegen oder wie lange er braucht, um 1 Milliarde Millimeter bei einer Durchschnittsgeschwindigeit von 5 km/h  zu Fuß zurückzulegen. Reichen ihm wohl 1000 ml. Wasser alsWegzehrung?

Kommen wir aus den Gefilden der astronomischen Zahlen auf die Erde zurück und widmen wir uns ganz konkreten Auswirkungen des „CO-2″-Problems an einem Ort dieses Planeten, an dem wir es nicht als“Problem“ überhaupt wahrnehmen würden:

In den wärmeren Gebieten der Erde sind es etwas mehr, da, wo es kalt ist, etwas weniger. – Aber auch da, wo es etwas meht ist, kann es kurzfristig zu unerfreulichen Schwankungen kommen. Z.B. in der Nähe des Nios-Sees imn der ostafrikanischen Senke. Hier tritt unablässig Kohlendioxid aus dem Erdboden aus. – In der Kühle der Nacht sammelt sich das „Treibhausgas“ in Erdsenken. Jedes Tier, jeder Mensch, der dort die Nacht verbrigen will, wacht am nächsten Morgen auf und ist tot, mauseot. – Umgebracht von der Unfähigkeit der kühlen Luft,  in der ansonsen heißen Umgebung genügend Kohlendioxid zu lösen.

Warme Luft löst offenbar mehr „Treibhausgas“ als kalte. – Kein Wunder also, daß die Pflanzen am Äquator üppiger gedeiehen als in der Tundra, wo die Krüppelkiefer das höchste ist. – Moose und Flechten lechzen in den arktischen Breitengraden geradezu nach Kohlendioxid, wo es schlicht und ergreifend Mangelware ist. – Man muß sich nämlcih immer vor Augen halten, jeder Baum, jeder Strauch und jede Blume ist buchstäblich „aus der Luft gegriffen“. – Geschaffen aus Kohlendioxid.

Und ohne beständigen und ausreichenden Nachschub am verteufelten“Treibhausgas“ müßten wir elend verhungern. – Als erste die Veganer, die als „Möhrchenkiller“  in unmittelbarer Nahrungskonkurrenz zu Kaninchen und Hasen stehn.

Noam Chomsky hat in einem am Karfreitag des Jahres 2005 ausgestrahlen Interview gesagt:

Willst Du die Menschen unter Kontrolle halten, mach ihnen Angst!

Und da hat der Mann recht. Denn alle „Weissagungen“ der „Politik!“, die Berichterstattung in Presse, Funf und Fernsehen basieren auf dem Phänomen der Angstmache.

Und wenn dann der Regen fällt, steigen sie in ihren Gummisitefeln aus den Hubschraubern und versprechen „unbürokratische Hilfe“,  für die sie erst einmal einen „Nachtragshaushalt“ mit rund 8.000.000.000 € “ „Neuverschuldung“ durchpeitschen müssen. – Mit anderen Worten, die finanziellen Mittel der versprochenen „Soforthilfe“ gab es zum Zeitpunkt des Verprechens noch gar nicht. – Die Geld“pumpen“ der „Soforthelfer“ arbeiteten schneller als alle Wasserpumpen im Hochwassergebiet.

Aber, wie chaotisch die Wetterausschläge auch sein mögen, „die Wissenschaft“ hält unverbrüchlich am „vom Menschen verursachten Klimawandel“ fest.

Ob aber die Modellvostellungen, auf denen die Theorie der „vom Menschen verursachten Klimakatastrophe“ – was ja noch gefährlicher klingt als der bloße „Klimawandel“ – zutreffend sind? – Wie würde ein unbedarfter Alien wie E.T. das wohl sehen?


Tausende Mini-Stürme fehlen in Klimamodellen – „Klimakatastrophe“ abgesagt!

Dezember 30, 2012

Berechnungen : Tausende Mini-Stürme fehlen in Klimamodellen – Nachrichten Wissenschaft – Natur & Umwelt – DIE WELT.

So, so, bei der „Berechnung“ der Zukunft hat man „vernachlässigbare“ Größen so großzügig wie arrogant „verschlabbert“.

Daß das nicht läuft, dürfte seit 50 Jahren bekannt sein. Denn 1962 entdeckte der Meteorologe Edward Lorenz, daß das Phänomen „Wetter“ so komplex ist, daß es sich auf Dauer einer exakten Prognose entziehen wird. Wer sich auch nur am Rande mit der „Chaos-Theorie“ auseinandersetzt, kennt den Lorenz-Attraktor.

„Verschlabbert“ wird in allen „Klimamodellen“ auch der Einfluß, den die Erde selbst auf ihr Klima ausübt.  – Das einzige, was „Klimaforschern“ in diesem Zusammenhang nämlich einfällt, ist das Rülpsen von Kühen. Ein natürlicher Vorgang, bei dem Methan an die Luft gesetzt wird. – Und Methan ist für den hartgesottenen Klimaforscher einfach nur „Pfui!“

Aber der Planet, ob er nun rülpst oder furzt,  gast so viele „Schadstoffe“ und „Treibhausgase“ aus, daß einem Klimaforscher ganz schwindelig werden muß.

Vor allem aber scheidet die Erde das Schlimmste aus, das einem „Klimaforscher“ blühen kann:  Wärme. Unablässig entläßt das Erdinnere Wärme in die Ozeane und die Atmosphäre. – Die „mittelozeanischen Rücken“ bilden eine globale,  also weltumspannende „Heizschlange“, die konstant, aber mit unterschiedlicher Intensität, die Wärme des Erdinneren in die Ozeane leitet. Genau hier ist der Kern des Problems, der noch schwerer wiegt als das Verschlabbern der unzähligen Luftturbulenzen in der Arktis:

Meteorologen und Klimaforscher gehen überwiegend von Beobachtungsdaten aus, die auf weniger als einem Dritel der Planetenoberfläche gesammelt werden können. – Denn rund zwei Drittel der Planetenoberfläche sind mit dem Wasser bedeckt, das die „Fußbodenheizung“ der Ozeane jeder Beobachtung auf Dauer entzieht.

Atmosphärische Turbulenzen und Erdwärme. Zwei wichtige Faktoren, die Einfluß auf die Gestaltung der planetaren Atmosphäre haben, läßt man einfach unter den Tisch fallen.

Das ist noch gelinde ausgedrückt, denn man versucht aktiv und mit der Vehemenz des missionarischen Eifers, sie unter den Teppich zu kehren.

So schafft man den Einstieg in die pathologische Wissenschaft. Am Ende steht das pseudoreligiöse Dogma, das mit Zähnen und Klauen verteidigt wird. – Der Scheiterhaufen ist zwar aus der Mode gekommen, aber er käme unseren selbsternannten Klimaschützern durchaus nicht ungelegen.

Die „kleinen“ nichtlinear-dynamischen Turbulenzen in der Atmosphäre, die es nicht nur am Rande des Polarkreises gibt, sondern bis zum „Mini-Tornado“ reichen können, der das Herbstlaub vor Ihrer Haustür ringförmig anordnet. – Kein Meteorologe wird Ihnen die Grenze nennen können, unterhalb derer eine Luftmassenbewegung aufhört, Einfluß auf die Gesamtbewegung der globalen Luftmasse zu nehmen.

Und was Einfluß auf die „Luftmasse“ hat, hat auch Einfluß auf die „Wasssermasse“. – Flüssiges Wasser ist träger als Luft, also auch schwerer in Bewegung zu setzen. – Deswegen wirkt sich der Wind auch in erster Linie auf die Oberfläche der Ozeane, kaum aber meßbar auf die Bewegung des Magmas im Erdinneren aus.

Der umgekehrte Weg ist physikalisch einfacher zu beschreiten: Wärme aus dem Erdkern dringt über den Erdmantel in die Ozeane ein und heizt die Luft.  – Prinzip des geringsten Zwangs.

Aber die gigantischen Strömungen in Erdkern und -mantel, die so kräftig sind, daß sie Kontinente verschieben,  sollen nach den Modellrechnungen der „Klimaforscher“ keinerlei Einfluß auf die zukünftige Entwicklung der Klimazonen des Planeten Erde haben.

Das muß mir mal einer erklären, aber bitte so, als wäre ich vier Jahre alt!


Monsterwelle – Aus den Ozeanen nichts Neues

Dezember 5, 2012

Die Monsterwelle –.

Es hat lange gedauert, aber seit einigen Jahren nehmen sich auch die Medien der „Monsterwellen“ an. Man findet heute auch eine Erklärung dafür. – Allein, Monsterwellen sind für die Menschen, die sich nichtlinear-dynamischen Systemen beschäftigen, der Volksmund nennt sie – etwas abfällig – „Chaos-Forscher“, ein lange beaknntes und vertrautes Phänomen. So wurden die „Monsterwellen“ und ihre Entstehung bereits 1989 von John Briggs und F. David Peat beschrieben.  Ich darf zitieren:

Luft findet überall ihren Weg, Wasser durchdringt alles.

»DER GELBE KAISER« LIEH-TZU

John Russells Besessenheit

Wirf einen Stein in die Mitte eines Teiches, und die Störung breitet sich aus und verschwindet. Versuche, aus dem Wasser in deiner Badewanne einen kleinen Hügel zu formen, und es wird ebenso schnell auseinanderlaufen, wie du es zusammenbekamst. Vergänglichkeit ist die Natur der Wellen.

Das machte die Erfahrung so bemerkenswert, die eines Tages im August 1834 dem schottischen Ingenieur John Scott Russell zustieß. Russell ritt sein Pferd entlang dem Union Canal in der Nähe von Edinburgh, als folgendes geschah:

»Ich beobachtete die Bewegung eines Bootes, das von einem Pferdegespann ziemlich rasch einen engen Kanal entlang gezogen wurde, als das Boot plötzlich anhielt – nicht jedoch die Wassermasse im Kanal, die das Boot in Bewegung gesetzt hatte; sie sammelte sich rund um den Schiffsbug in einem Zustand wilder Erregung, ließ das Schiff dann plötzlich hinter sich, rollte mit hoher Geschwindigkeit vorwärts, nahm dabei die Form einer großen einzelnen Erhöhung an, ein abgerundeter, glatter, wohldefinierter Haufen Wasser, der entlang dem Kanal anscheinend ohne Formveränderung oder Geschwindigkeitsabnahme seinen Lauf nahm. Ich begleitete diese Welle auf meinem Pferd und überholte sie, während sie sich immer noch mit einer Geschwindigkeit von etwa acht oder neun Meilen pro Stunde bewegte, wobei sie ihre ursprüngliche Gestalt von etwa 30 Fuß Länge und ein bis eineinhalb Fuß Höhe beibehielt. Die Höhe nahm allmählich ab, und nachdem ich das Ganze für etwa ein oder zwei Meilen beobachtet hatte, verlor ich es in den Windungen des Kanals aus dem Auge.«

Russell war ein erfahrener Ingenieur und Schiffsbauer. Er wußte, wie ungewöhnlich es war, eine Welle mit konstanter Geschwindigkeit und Form ihren Weg verfolgen zu sehen, ohne daß sie sich schäumend überschlug und ohne daß sie sich in viele kleinere Wellen teilte, ohne ihre Energie zu verlieren, immer weiter laufend, bis er sie nicht weiter verfolgen konnte.

Diese unnatürliche Welle, die man heutzutage als »Soliton« oder soli-täre Welle bezeichnet, machte Russell zum Besessenen und verfolgte ihn für den Rest seines Lebens. Sie sollte zum Ausgangspunkt seiner revolutionären Entwürfe von Schiffsrümpfen werden. In unseren Tagen fegt sie als eines der wichtigsten neuen Konzepte durch alle Wissenschaften.

Um zu verstehen, was an der Soliton-Welle so bemerkenswert ist, müssen wir ein wenig ins Detail gehen und untersuchen, was einer gewöhnlichen Welle in einem sehr tiefen Kanal zustößt.

Die Physiker haben eine Technik entwickelt, die es ihnen erlaubt, sich eine beliebig komplizierte Wellenform als Kombination von lauter Sinuswellen vorzustellen. Eine Sinuswelle ist die einfachste Form, die eine Welle oder Schwingung annehmen kann. Jede Sinuswelle ist durch ihre Frequenz, das ist die Zahl der Schwingungen pro Sekunde, charakterisiert. Fügt man mehrere einfache Sinuswellen zusammen, so erzeugen sie eine komplexere Gestalt. Ein elektronischer Musiksynthesizer arbeitet nach diesem Prinzip. Der Synthesizer kann den Klang eines beliebigen Musikinstruments nachahmen, indem er die Ausgangssignale verschiedener reiner Sinuswellenschwingungen zusammenfügt, die alle verschiedene Frequenzen haben.

Der Wasserhügel, der eine Welle auf der Oberfläche eines Kanals ausmacht, läßt sich als Zusammensetzung einer Menge von Sinuswellen beschreiben, die alle verschiedene Frequenzen haben. In Wasser pflanzen sich aber Wellen verschiedener Frequenz mit verschiedenen Geschwindigkeiten fort. Weil es nichts gibt, was diese verschiedenen Frequenzen zusammenhalten könnte, verändert der Hügel dieser komplexen Welle seine Form; der Gipfel beginnt sich aufzusteilen und die Hauptmasse zu überholen. Die Auflösung von Wellen in viele kleinere Störungen und schließlich das Brechen im Chaos bezeichnet man als Dispersion. Wellen erleiden Dispersion, weil in einer linearen Welt die individuellen Sinuswellen unabhängig voneinander sind. Offensichtlich aber trat in der von John Russell beobachteten Welle keine Dispersion auf. Warum?

Die Wissenschaftler wissen heute, daß die Welle, die Russell sah, ihre Stabilität nichtlinearen Wechselwirkungen verdankte, die die individuellen Sinuswellen aneinanderkoppelten. Diese Nichtlinearitäten wurden in der Nähe des Kanalbodens wirksam und brachten die einzelnen Sinuswellen dazu, sich aneinander zurückzukoppeln, so daß sie gewissermaßen das Gegenteil von Turbulenz erzeugten. Die ruhigen Wasserschwingungen schaukelten sich nicht bis zum Brechen auf, sondern statt dessen koppelten sich bei einem kritischen Wert die Sinuswellen aneinander. Wenn eine Sinuswelle versuchte, schneller zu werden und aus dem Soliton zu entwischen, so wurde sie durch ihre Wechselwirkung mit den anderen zurückgehalten.

Stellen wir uns einen Marathonlauf vor, in dem Tausende von Läufern am Start einen großen Haufen bilden. Wenn das Rennen beginnt, fangen die Läufer an, sich voneinander zu trennen, und nach kurzer Zeit ist der Haufen weit verteilt. Dies ist genau das, was einer gewöhnlichen Welle zustößt. Eine solitäre Welle jedoch ähnelt der Gruppe der besten Läufer in diesem Rennen. Meile um Meile bleiben sie durch Rückkoppelung miteinander verbunden. Sobald einer versucht, sich nach vorne zu schieben, holen die anderen dies auf, und die Gruppe hält zusammen.

Solitonen werden in einem Grenzbereich geboren. Ist an der anfänglichen Wechselwirkung zuviel Energie beteiligt, so bricht die Welle in Turbulenz. Ist zuwenig Energie vorhanden, so löst sich die Welle in nichts auf. Auf der Seite des Spiegels, auf der wir uns nun befinden, erzeugen nichtlineare Wechselwirkungen bei kritischen Werten nicht Chaos, sondern sie führen zur spontanen Selbstorganisation von Gestalt.

Russell wußte nicht, warum sich seine solitäre Welle bildete, aber er machte sich bald daran, in seinem Garten einen Wellentank für Experimente aufzubauen und auf dem Kanal allerlei Versuche mit Schleppkähnen anzustellen. Er entdeckte dabei rasch, wie er ganz nach Wunsch das erzeugen konnte, was er »Translationswellen« nannte, und er bemerkte, daß deren Geschwindigkeit immer mit ihrer Höhe zusammenhing. Das bedeutete, daß eine hohe, dünne Welle eine kurze, dicke verfolgen und sie einholen konnte. Er fand auch heraus, daß die Existenz dieser Wellen mit der Tiefe des Kanals zu tun hatte. Wäre der Union Canal viel tiefer gewesen, so hätte er sein Soliton wohl nie gesehen.

Russell war vorausblickend genug, um klar zu sehen, daß die Bedeutung seiner Translationswelle weit über den Union Canal hinausreichen würde. Es gelang ihm, durch Anwendung der Prinzipien dieser Welle zu beweisen, daß man den Knall einer fernen Kanone stets vor dem Abschußbefehl hört, weil der Kanonenschall sich als solitäre Welle ausbreitet, die eine höhere Fortpflanzungsgeschwindigkeit besitzt. Indem er das Solitonenprinzip anwandte, konnte er auch die Dicke der Atmosphäre richtig berechnen, und er versuchte sogar, damit die Ausdehnung des Universums zu bestimmen. In seinem Todesjahr 1882 arbeitete Russell an einem Buch, Die Translationswelle, das postum von seinem Sohn herausgegeben wurde.

Russells Zeitgenossen konnten mit all diesen Arbeiten wenig anfangen. Sie glaubten, seine Besessenheit durch die Translationswelle hätte ihn, wie ein Kritiker bemerkte, in »viele außergewöhnliche und bodenlose Spekulationen« geführt. Lehrbücher über Wellenausbreitung, die im vorigen Jahrhundert erschienen, erwähnten Russells Kuriositäten höchstens am Rande.

Zehn Jahre nach Russells Tod jedoch schrieben die holländischen Mathematiker DJ. Korteweg und C. de Vries eine nichtlineare Gleichung nieder, die »KdV-Gleichung«, die Russells Welle als eine ihrer Lösungen besitzt. Auch dies aber hatte kaum Folgen. Zwar wurde es als ein interessantes Stück Mathematik angesehen, man glaubte aber nicht, daß es viel Bedeutung für die übrige Physik haben würde.

Die KdV-Gleichung bestätigte Russells Beobachtungen der Vorgänge bei der Begegnung zweier Soliton-Wellen. Moderne Wassertankuntersuchungen und Computermodelle stützen dies ebenfalls. Ein hoher, dünner Solitonenbuckel holt seinen dickeren Verwandten ein, und die beiden Wellen vereinigen sich für eine kurze Zeit. Was aber dann geschieht, ist höchst erstaunlich. Das momentan wie eine einzige Welle aussehende Soliton teilt sich wieder, so daß das schnellere, höhere mit seiner ursprünglichen Geschwindigkeit davonläuft und das kurze, dickere hinter sich läßt. Läßt man den Film schneller laufen, so sieht das aus, als liefe die schnellere Welle einfach durch die langsamere hindurch – wie in einem Trickfilm.

Wo die beiden Solitonwellen sich kreuzen, da ist keine Trennung der einen von der anderen sichtbar, und doch gehen die beiden wieder völlig unversehrt auseinander hervor. Könnte dies darauf hinweisen, daß es in der nichtlinearen Koppelung eine Art Gedächtnis gibt, daß sich die Wellen an ihre frühere Form erinnern? Ein nichtlineares Gedächtnis war uns ja schon in der Intermittenz begegnet.

Die KdV-Gleichung beschreibt auch einen Verwandten des Russellschen Solitons, nämlich die Flutwelle in Flußmündungen – etwa im Severn im Westen Englands. Dort gibt es ungewöhnlich hohe Flutwellen, die eine große Wassermasse durch die trichterförmige Flußmündung drücken und dann die allmählich ansteigende Mündungsbucht hinauftreiben. Wenn der Unterschied zwischen Ebbe und Flut etwa sechs Meter erreicht, so wird eine gewaltige Wassermasse in den Fluß hineingedrückt, und das ansteigende Flußbett bündelt das hinauflaufende Wasser in ein Soliton. Infolge dieser Flutwelle kehrt sich die Richtung des Flusses um und das Wasser beginnt bergauf zu fließen.

Im Amazonas hat man acht Meter hohe Flutwellen beobachtet, die fast 1.000 Kilometer weit den Fluß hinaufliefen. Mit Höhen zwischen zehn Zentimetern und über zehn Metern findet man solche Flutwellen auf der ganzen Erde.(Peat/Briggs, die Entdeckung des Chaos – Eine Reise durch die Chaos-Theorie, München 1993, S 173 ff)

Das Chaos ist freilich keine „Theorie“, das Chaos ist die Praxis. – „Ordnung“, wenn sie überhaupt außerhalb des „Kategorisierungszwangs“ der menschlichen Variante des Geistes überhaupt existiert, ist die absolute Ausnahme.

In diesem Beitrag ist auch die Aussage enthalten, daß es die „Monsterwellen“ eigentlich gar nicht geben dürfte, weil sie dem linearen Wellenmodell widersprechen. – Wissenschaftler mögen’s halt „berechenbar“. – Und wenn sie ees nicht berechnen könne, wird es eben herausgerechnet und für nicht existent erklärt oder extrem unwahrscheinlich gehalten. – Auch wenn es alltäglich ist:

Wir leben in einer von der Quanten- bis zur Astrophysik durch und durch nichtlinear-dynamisch durchorganisierten Welt. – Wir sollten uns mit ihr anfreunden; – nicht versuchen, sie zu bekämpfen. – Dieser Kampf ist so aussichtslos wie der „Endkampf“ um Berlin.

Das Versagen des linearen Wellenmodells ist auch ein hübsches Beispiel für das Versagen des linearen Wellenmodells. Man kann nämlich fürchterlich daneben hauen, wenn man sich anhand eines „Modells“ eine Theorie über das Funktionieren der Welt macht: https://advocatusdeorum.wordpress.com/2012/09/18/e-t-und-die-dampflok-ein-unlosbares-problem-der-wissenschaft/


Mayakalender: Nur die Dombauhütte kann uns retten, denn ORION hat Verspätung

November 20, 2012

Mayakalender: Wissenschaftler sagt Weltuntergang 2012 ab – Nachrichten Wissenschaft – DIE WELT.

Vor fast genau 45 Jahren war die Fernsehnation schockiert über die Meldung: „Die Invasion ist nicht mehr aufzuhalten, ich schlage vor, mit den Frogs zu verhandeln.“

Originalrep0rtage

Aus den Verhandlungen wurde nichts. – Sie erübrigten sich am Ende, weil, wie Sie gesehen haben,  von der Obersten Raumbehörde Order an die Crew der „Orion“ erging: „Gehen Sie auf Hyperspace-Geschwindigkeit und fliegen Sie „Gordon“ an! Eliminieren Sie „Gordon“ mit Overkill! Dies ist ein Befehl der Weltregierung!“

Es wurde ein Wettlauf mit der Zeit, aber „Gordon“ wurde rechtzeitig eliminiert.

All das geschah innerhalb weniger Minuten.

Innerhalb weniger Minuten kann viel passieren. – Mit diese Worten wirbt die WELT für WELT-ONLINE.- Daß die zuständige Werbeagentur den Slogan mit einem Bildnis des Papstes unterlegt hat, versetzt mich doch etwas in Erstaunen, denn weder die Wahl eines Papstes noch dessen Amtszeit sind eine Sache von wenigen Minuten.

Es sei, wie es ist, denn innerhalb weniger Minuten kann allerdings tatsächlich viel passieren, das hat sich am 2.3.2007 gezeigt:

Kurz vor den 15-Uhr Nachrichten des Senders n-tv hatte ich begonnen, das Feuilleton der WELT durchzublättern. Unter der Überschrift „Ecce Herbert!“ sollte Herbert Grönemeyer auf Seite 27 zum Religionskritiker hochstilisiert werden. – Da Grönemeyer keine Alternativen zu bieten hat, gewissermaßen mit leeren Händen dasteht, ist dem Verfasser des Artikels seine Absicht wohl nicht so ganz gelungen. Als gelungen empfand ich jedoch, daß auf der Folgeseite in der o.g. Anzeige der Papst ebenfalls mit leeren Händen dastand.

N-tv meldete, nach einem geheimen UN-Bericht wäre die Klimakatastrophe nicht mehr aufzuhalten. Mit wem aber sollte die UNO diesmal verhandeln?

Die WELT, obwohl erdgebunden, ging ebenfalls auf Hyperspace-Geschwindigkeit, denn die WELt und n-tv überholten sich bei der Berichterstattung gegenseitig:“ ‚Orion‘ hat Verspätung“, meldete sie auf ihrer Wissenschaftsseite (Seite 31). – Wenn „Orion“ Verspätung hat, wer soll die Welt dann noch retten können? – Captain Kirk?

Laut n-tv werden auch er und seine Crew zur Rettung der Erde nichts beitragen können. Laut n-tv nämlich wurde „Enterprise“ von Tornados weitgehend zerstört. Die Schäden waren so gravierend, daß George W. Bush sie höchstpersönlich inspizieren mußte. (Enterprise ist eine Kleinstadt im Südwesten der USA)

Gibt es dennoch eine Rettung? – So könnte man vermuten, wenigstens dann, wenn die elektrische Anlage der „Enterprise“ von Siemens gefertigt wurde. Denn laut WELT (S. 31) heißt Siemens: „Gott hat gehört“.

Ob Gott gehört hat, weiß ich nicht, die Götter jedenfalls scheinen gehört zu haben, denn auf Seite 32 berichtet die WELT mit erheblicher zeitlicher Verzögerung über den Ausbruch des Stromboli. Und dieser räusperte sich fast zur gleichen Zeit, als folgender Text durch das Netz der Netze gejagt wurde:

„Ob es sich bei den Ausbrüchen des Krakatau, des Vesuv oder des Mount St. Helens tatsächlich um „Katastrophen“ handelt, die „die Umwelt“ beeinträchtigen, darf nach der Lektüre der oben zitierten Wissenschaftsseite der WELT mit Fug und Recht bezweifelt werden. Denn offensichtlich bildet die Vulkanasche, die nach und nach wieder zu Boden sinkt,  globalen Dünger, der Organismen zu Lande und zu Wasser nützt. „Es ist, als wenn der Vulkangott Vulcanus und die Fruchtbarkeitsgöttin Freya mit Neptun eine Vereinbarung getroffen haben, von der wir erst jetzt etwas erfahren.“ So zitiert die WELT (Vulkanasche ist Dünger) den Geomar-Wissenschaftler Svend Duggen.

Da ist was Wahres dran.

Und es ist erstaunlich, diese Worte aus dem Munde eines Naturwissenschaftlers zu hören. Noch erstaunlicher ist, daß der Mann am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften tätig ist. – Leibniz hatte den Tieren den Verstand abgesprochen. Laut Leibniz brauchen Tiere keinen Verstand, weil Gott ihn für sie habe. – Der Verstand, der Leibniz vorschwebte, reicht offenbar weit über das Tierreich hinaus. Die olympische Düngemittelgesellschaft läßt sich tatsächlich so darstellen, wie Duggen es getan hat. Freilich sind ihm zwei Details entgangen: Die olympische Fruchtbarkeitsgöttin heißt Demeter und nicht Freya. Ferner hat Duggen Aeolos vergessen, der mit von der Partie ist, weil er für den weltweiten Vertrieb des Düngers verantwortlich zeichnet.“

Die Mail ging am 27.2.2007 an die FAZ ab, hier der Original-Header:

—-Ursprüngliche Nachricht—–

Von: gerhard.altenhoff@email.de

Gesendet: 27.02.07 15:43:19

An: redaktion@faz.de

CC: jora@jora-hypno.de, wissenschaft@welt.de,

wissen-online@sueddeutsche.de, leserbriefe@bild.de

Betreff: FW: Unser Planet stirbt

– Die Liparischen Inseln, zu denen der Vulkan Stromboli gehört, werden auch die  Aeolischen(!) Inseln genannt! –

Das Mitlesen von Mails ist offenbar keine Erfindung der Geheimdienste, der Olymp liest wohl schon recht lange mit, zumindest seit der Einführung des Internet.

Für die eingefleischten Mechanistiker kommt es noch schlimmer:

Am 8.3.2007 wurde die Zufahrt zum Düsseldorfer Flughafen in der Zeit von 21.45 Uhr bis 23.00 Uhr gesperrt, weil ein Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg entschärft werden mußte. An dieser Bombe muß ich in jungen Jahren einige hundert Mal vorbeigegangen und mit Rad und Auto vorbeigefahren sein, denn sie wurde nur wenige hundert Meter von meinem Elternhaus entfernt gefunden.

Wenn Sie so wollen legten die Götter ihrem Advocatus Deorum den „Blindgänger“ zu Füßen, und zwar mit Vorankündigung:

Planmäßig hob Flug LT 147 am 8.3.2007 von der Rollbahn des Flughafens in Alicante ab. Weil auch der Landeanflug planmäßig verlief, setzte LT 147 mit dem Advocatus Deorum an Bord pünktlich um 22.55 Uhr auf der Düsseldorfer Rollbahn auf. – Während des Landeanflugs war ein Feuerwerker damit beschäftigt, einen Spagat zu absolvieren: einerseits

mußte er den „Blindgängereffekt“ zu vermeiden suchen, andererseits mußte er ihn fördern. Er mußte vermeiden, daß das Ding hochging und ihm damit „Zukunft“ sichern.

Mutter Erde ist schon erstaunlich: Ich glaube nicht, daß die Besatzung der B-17, die seinerzeit die Bombe ausgeklinkt hatte, jemals einen Gedanken daran verschwendete, daß wenig mehr als 63 Jahre nach dem Abwurf derjenige , der den „Blindgängereffekt“ der klassischen Evolutionstheorie hinzufügte und „Uncle Sam“ die Worte „Join the IRA – Drop! Your! Fucking! Guns! Now!“ in den Mund legte, ihren Kurs kreuzen würde, – wenn sie denn den eigenen Fliegerhorst je wieder erreichte.

Der „Blindgängereffekt“ wurde inspiriert durch eine Textstelle in Hoimar von Ditfurths „Wir sind nicht nur von dieser Welt“:

>Das hier beschriebene Experiment wurde tatsächlich durchgeführt, und zwar vom amerikanischen Nobelpreisträger Joshua Lederberg. Zum Ergebnis dieses Experiments und zum Phänomen des Albinismus bemerkt Hoimar von Ditfurth:

„Dies Ergebnis – es ist für das Verständnis so wichtig, daß ich es noch einmal hervorheben möchte – war weder angezielt worden (das Genom kann nicht zielen: Mutationen erfolgen zufällig und ungerichtet!) noch vorhersehbar gewesen (Eiszeiten, geologische Katastrophen oder die Invasion überlegener Konkurrenten kündigen sich nicht vorher an). Vielleicht war der Treffer, das ist alles, was dazu gesagt werden soll, unter diesen Umständen allein als Folge gerade eines völlig ziellosen >Herumballerns< durch den Mutationsprozeß möglich geworden. Denn ein zum Zielen befähigter Schütze hätte, wie gesagt, die >richtige< Richtung womöglich planmäßig ausgespart, weil es dort noch nichts gab, worauf er in dem Augenblick, in dem er abdrückte, hätte zielen können.“[1]

Ich habe lange darüber nachgedacht, warum die gewählte Metapher vom sinnlosen „Herumballern“ nicht stimmen konnte. Das paßte nicht zu dem. was v.Dithfurth auf der vorhergehenden Seite geschrieben hatte:

„Das Genom (die Summe der Erbanlagen eines Organismus) ist zwar unbelehrbar, unfähig, aus der Umwelt Informationen zu beziehen und aus Fehlern mutativer Anpassung zu lernen. Daran läßt sich nichts ändern. Aus der Welt der Organismen gelangt keine Information in die Welt der Elementarteilchen. Aber die daraus resultierende Blindheit jeder einzelnen Mutation gegenüber der Situation des Organismus, an dessen Bauplan sie planlos herumspielt, hat immerhin auch einen Vorteil: Diese gänzlich unvermeidliche Blindheit läßt die Art >offen< bleiben für noch gänzlich unvorhersehbare zukünftige Möglichkeiten.

Es wurde schon gesagt, daß die Lernunfähigkeit des Genoms sich zum Beispiel darin äußert, daß bei den verschiedensten Arten immer wieder Albinos auftauchen: eine Mutation, die einem Hirsch, einer Amsel oder einer Maus unter normalen Umständen nichts als Nachteile einträgt. Unter den Bedingungen der freien Natur werden diese Varianten denn auch von der Umwelt sehr schnell wieder <ausgelesen>“.[2]

Bei ziellosem „Herumballern“ wären der Evolution mit Sicherheit bald die Patronen ausgegangen, wenn sie mit einem Gewehr eine Zielscheibe hätte treffen müssen. Sie haben oben aber gesehen, daß der „Munition“, die die Natur verwendet, eine explosive Tendenz innewohnt. Die Evolution gleicht daher nicht einem „herumballernden“ Präzisionsschützen, sie gleicht vielmehr dem Trommelfeuer des Ersten Weltkrieges oder den Bombenteppichen des Zweiten Weltkrieges. Beide hinterließen eine Unzahl von Bomben und Granaten, die zwar nicht ihr Ziel, aber zunächst einmal ihren Zweck verfehlten, indem sie als Blindgänger zu Boden gingen. Alle „perfekt“ an den „Zweck“ ihres „Daseins“ angepaßten Sprengkörper hatten ihre Mission erfüllt. Allein die Blindgänger nicht. Einige von ihnen harren heute noch tief im Boden ihrer „Zweckbestimmung“.

Je häufiger aber „Blindgänger“ in die Welt gesetzt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß irgendwann einmal einer von ihnen explodiert. – Der Präzisionsschütze, der seine Munition „verballert“ hat, kann demgegenüber keinen einzigen Treffer mehr erzielen. Das ist der Unterschied. Vielleicht wäre v. Ditfurth auf den richtigen Gedanken gekommen, hätte er die zutreffende Metapher benutzt.

Darwin prägte den Begriff vom „survival of the fittest“. Die deutsche Sprache machte daraus das „Überleben des Tüchtigsten“. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts und die europäische Einigungsbestrebung rechtfertigen es wohl, in versöhnlichem Ton vom „survival of the blindgängers“ zu reden.<

Wie der Zufall es so wollte, wurde die Maschine von Flugkapitän Lütgemüller gesteuert. Trotz erheblicher Turbulenzen während des Fluges, sah ich einer sicheren Landung entgegen, denn F.W. Lütgemüller hieß der Mann, der die Mensuren, die ich als Corpsstudent ausfechten mußte, sekundiert hatte. Und der Zufall wollte es so, daß all dies an dem Tag stattfand, an dem Rudolf Reiner Anicetus Jirka Geburtstag hat, der Mann, dessen Nachname Karel Zeemans „Reise in die Urwelt“ unauslöschlich in mein Gedächtnis gebrannt hat. – Wenn das „Zufall“ war, Reiner Zufall war das nicht.

   „Als so der Gott, wer immer es war, die Materie geordnet,

So sie zerteilt und die Teile zu wirklichen Gliedern gestaltet,

Ballte er gleich zu Beginn die Erde, damit sie auf jeder

Seite sich gänzlich gleiche, zur Form einer riesigen Kugel.“

„Quisquis fuit ille deorum“, so lautet „der Gott, wer immer es war“ im Original. Ovid und seine Zeitgenossen rätselten über die Identität des „Schöpfergottes“. Die naturwissenschaftliche Kriminalistik hat ihn eindeutig identifizierbar gemacht. Es ist Vulkanus, den die Griechen Hephaistos nannten. – Den Passus der Identifikation des Schöpfergottes hatte ich aus meiner o.g. Mail an die FAZ gestrichen, weil ich ihn für zu dick aufgetragen hielt…

Alle Substanzen, ich vermeide das Wort „Bausteine“, denn Bausteine sind passiv, die zur Organisation des Lebens beitragen, wurden und werden von Hephaistos aus dem Bauch der Erde an deren Oberfläche befördert. Allen voran das Wasser, gefolgt vom Kohlenstoff bis hin zu den „Spurenelementen“. Die besten Zeugen sind die thermophilen Archaebakterien, die nach wie vor Schwefelwasserstoff fressen, heute aber nur noch in der Nähe von unterseeischen Vulkanen (Black Smoker) siedeln. Sie sind die ältesten Lebewesen des Planeten.

Und, das sei hier nur am Rande erwähnt, Hephaistos kann zwar hervorragend mit Hammer und Amboß umgehen, er ist aber kein Waffenschmied, sondern eher als Werkzeugmacher anzusehen, der Poseidon und Aeolos die Werkzeuge schmiedet, mit denen sie den Menschen nach Belieben Freude bereiten oder Schrecken einjagen.

In der heutigen Welt sind und bleiben die mittelozeanischen Rücken das Haupttätigkeitsgebiet des Hephaistos, seine Black Smokers sind nämlich vor allem da zu finden, wo neue Erdkruste sich bildet, eben an den mittelozeanischen Rücken.

Warum aber bildet sich überhaupt neue Erdkruste, warum wandern die Kontinente ziellos über den Planeten. Diese Frage wurde mir bislang von keiner geologischen oder geophysikalischen Veröffentlichung beantwortet. Es besteht der Verdacht, daß sie nicht einmal gestellt worden ist.

Um sie zu beanworten, müssen wir unseren Blick wohl wieder einmal gen Himmel richten, wo der Mond seine Bahnen zieht. Die Erde dreht sich um ihre eigene Achse, der Mond auch. Beide zusammen drehen sich um einen gemeinsamen Schwerpunkt, um eine gemeinsame Achse. Diese wirkt im flüssigen Erdinneren gewissermaßen als „Rührstab“, der für ein wenig Chaos sorgt, das sich auf die Erdkruste als Plattenbewegung auswirkt.

Betrachten wir deshalb zur Abwechslung einmal den Mond als den Hammer des Hephaistos. Dann bekommt der Zufall, daß die sich eingangs erwähnten Ereignisse innerhalb von wenigen Minuten genau am 2.3.2007 abspielten, eine neue Bedeutung, denn es war der Tag des Vollmonds und der Vorabend der Mondfinsternis, die am 3.3.2007 von Spanien aus von Anfang bis Ende zu beobachten war.

Wie der „Zufall“ es wollte, sind Naturereignisse und Spielfilme im Fernsehen wenig kompatibel. Also zappte ich solange, bis ich eine Musiksendung gefunden hatte, die die Himmelserscheinung ein wenig untermalte. Wie der „Zufall“ es so wollte, strahlte der NDR just zu der Zeit, in der der Mond verdunkelt war, die Wiederholung der Wahl für den deutschen Beitrag des „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ des Jahres 2006 aus. – Der Gewinner verdient, der Vergessenheit entrissen zu werden, denn es handelte sich dabei um „No, no, never“ von Texas Lightning. – Es war für mich von Anfang an ein besonderes Lied, ohne daß ich diese Besonderheit zunächst hätte beschreiben können. Erst viel später erkor ich es zum Gegenstück des 23. Psalms. Aber erst anläßlich der Wiederholung wurde mir bewußt, daß der „Grand Prix“ im Jahre 2006 in Athen stattgefunden hatte.

Sie können mich gerne für verrückt erklären, da wären Sie nicht der Erste, aber während ich mir Gedanken über die letztgenannten Zeilen machte, schaute ich kurz in das Video-Band aus dem Jahre 1984, auf dem sich sowohl „Der Tag, an dem die Erde Feuer fing“ als auch der BBC-Dreiteiler „Die Entstehung eines Kontinents“ befinden. Dort wird „El Capitan“ erwähnt, eine vom Eis extrem glatt geschliffene Felswand in Kalifornien, die 1000 Meter hoch ist. Und was soll ich Ihnen sagen? – Kaum fünf Minuten später wird im ARD-Nachtamagazin der neu Film von Pete Dankwart vorgestellt, der die Besteigung des „El Capitan“ zum Thema hat: „Am Limit“.

Ich gehe davon aus, daß Sie nunmehr am Limit ihres rationalen Fassungsvermögens angelangt sind.

Was würde der „Vulkanier“ wohl dazu sagen?

  „Faszinierend“

Und was macht der Papst? – Er steht immer noch mit leeren Händen in der WELT vom 2.3.2007. Auf Seite 28.

Und der Kölner Dom wird auch am 22.12.2012 noch an  „sinnem ahle Plaas“ zu finden sein. – Und das ist gut so!

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[1] H. von Ditfurth, Wir sind nicht nur von dieser Welt, Hamburg 1981, S. 103

[2] v.Ditfurth aaO, S 101f


Mit Pipi den Planeten retten! – Urin – Kapital der Zukunft?

August 23, 2012

Phosphor aus Urin – Schweizer errichten Versuchsanlage in Durban.

Hoffentlich kommt die Bundesregierung nicht auf den Gedanken, die altrömische Idee der Urinsteuer erneut zu beleben. – Rom hatte sie erhoben, weil die Leder-  und Faserverarbeitende Industrie des alten Rom an allem Ecken und Enden des Reichs Urinsammelbecken aufgestellt hatte, um an den benötigten Harnstoff zu gelangen.  –  Geld hat noch nie gestunken, – es läßt sich auch mit dem Mythos „Urin“ Geld verdienen:

Die frühere Radio-Moderatorin und Buchautorin Carmen Thomas behauptet seit Jahr und Tag, Urin sei ein besonderer Saft. – Zum Überleben in der Wüste eignet es sich durchaus, aber ansonsten gibt es wohl schmackhaftere und „Schadstofffreiere“ Getränke.

Urin ist keine „besonderer Saft“, sondern ein flüssiger „Klebstoff“ zwischen Pflanzen und Tieren. Gehtr man dem  „besonderen Saft“ auf den Grund stellt man am Ende nicht ohne ein gewisses Erstaunen fest, daß Urin dem Organismus, der ihn an die „Umwelt“ abgibt, indirekt wieder zugute kommt:

Jim Lovelock, „Miterfinder“ der Gaia-Theorie, die den Planeten Erde als sich selbst erhaltenden „Gesamtorganismus“ betrachtet, meint, daß jemandem das Gaia-Konzept näherzubringen, dem Lehren von Schwimmen und Radfahren gleichkomme:

Vieles davon lässt sich nicht in Worte fassen. Um es leichter zu machen, werde ich sozusagen im flachen Wasser mit einer einfachen Frage beginnen, die den irritierenden Unterschied zwischen zwei gleich wichtigen Sichtweisen der Welt illustriert. Die erste ist die der Systemwissenschaft, die sich mit allem Belebten befasst, sei es ein Organismus oder ein technischer Mechanismus, der in Betrieb ist; die zweite ist die des Reduktionismus – des Kausalitätsdenkens, das die letzten beiden Jahrhunderte die Wissenschaft dominiert hat. Die Frage lautet: Was hat Pinkeln mit dem egoistischen Gen zu tun?

Als ich ein junger Mann war, erstaunte mich die Anzahl von Umschreibungen für den einfachen, aber lebenswichtigen Vorgang des Urinierens. Arzte und Krankenschwestern baten einen, eine »Probe zu geben« oder »etwas Wasser zu lassen«, und oft gaben sie einem dazu ein kleines Gefäß, um zu verdeutlichen, was sie meinten. In der Umgangssprache hieß es »das Schiff lenzen«, »ein Leck kriegen« oder »die Ladung verschütten«, und wir taten es dort, »wo kleine Jungs hingehen«, oder im »Badezimmer«. Manchmal hieß es bloß »einen Penny opfern«.

Wahrscheinlich war das alles ein Relikt des sexualfeindlichen 19. Jahrhunderts. Es war nicht nur unmöglich, öffentlich die Genitalien zu erwähnen – das Tabu erstreckte sich auch auf ihre sonstigen Funktionen. Aber im Jahr 1996 bemerkte der herausragende amerikanische Biologe George Williams, es sei schon eine ökonomische Merkwürdigkeit der Evolution, dass dasselbe Organ für den Lustgewinn, die Reproduktion und die Abfallentsorgung benutzt wird. Doch erst kürzlich begann ich mich zu fragen, ob nicht hinter diesem eher unbedeutenden Rätsel ein tieferer Grund steckt. Warum pinkeln wir? Das ist keine so dumme Frage, wie es scheint. Dass wir Abfallprodukte wie überflüssiges Salz, Harnstoff, Kreatinin und zahllose weitere Stoffwechselreste loswerden müssen, liegt auf der Hand, ist aber nur Teil der Antwort. Vielleicht pinkeln wir aus altruistischen Gründen. Wenn wir und andere Tiere nicht einem Teil des Pflanzenlebens der Erde Urin zukommen ließen, würde es jenem möglicherweise an Stickstoff mangeln.

Ist es möglich, dass während der Evolution Gaias, des großen irdischen Systems, Tiere sich dahin entwickelt haben, Stickstoff in Form von Harnstoff oder Harnsäure abzugeben, und nicht in Form von Stickstoff gas? Für uns ist die Ausscheidung von Harnstoff eine nicht unerhebliche Energie- und Wasserverschwendung. Warum sollten wir etwas für uns Nachteiliges ausbilden, wenn nicht aus altruistischen Gründen? Harnstoff ist das Abfallprodukt der Verdauung von dem Fleisch, Fisch, Käse und den Bohnen, die wir gegessen haben; sie alle sind reich an Proteinen, dem Stoff des Lebens. Wir verdauen, was wir essen, und zerlegen es in seine chemischen Bestandteile; wir nehmen nicht das Protein von Rindermuskeln und bauen es in unsere eigenen Muskeln ein. Wir bauen unsere Muskeln und andere Gewebe auf oder ersetzen sie, indem wir die Bestandteile, die Aminosäuren der Proteine, nach den Plänen unserer eigenen DNS zu neuen Proteinen zusammensetzen. Wollten wir unsere Muskeln direkt aus den Rinderproteinen aufbauen, gliche das dem Versuch, mit Teilen eines Traktors eine Waschmaschine zu reparieren. Der bei all diesem Zerlegen und Aufbauen übrig bleibende Abfall wird letztlich zu Harnstoff, und wir scheinen keine andere Möglichkeit zu haben, als ihn in Wasser gelöst loszuwerden, nämlich als Urin.

Harnstoff ist eine einfache Chemikalie, eine Kombination von Ammoniak und Kohlendioxid, die ein organischer Chemiker als Kohlensäurediamid oder NH2CONH2 bezeichnet. Warum haben wir und andere Tiere uns so entwickelt, dass wir unseren Stickstoff in dieser Form ausscheiden? Warum wird der Harnstoff nicht in Kohlendioxid, Wasser und gasförmigen Stickstoff zerlegt? Es wäre viel einfacher, gasförmigen Stickstoff auszuatmen, und wir würden das Wasser sparen, das zur Ausscheidung von Harnstoff nötig ist; den Harnstoff zu oxidieren würde sogar noch ein bissdien Wasser freisetzen, von Energie ganz zu schweigen.

Schauen wir uns ein paar Zahlen an. 100 Gramm Harnstoff entsprechen metabolisch 90 Kilokalorien oder, wenn Ihnen das lieber ist, 379 Kilojoule. Aber statt ihn zu nutzen, wird er in Urin gelöst abgegeben; mehr als vier Liter Wasser sind nötig, um diese 100 Gramm Harnstoff in ungiftiger Lösung auszuscheiden. Normalerweise geben wir pro Tag rund 40 Gramm Harnstoff, gelöst in rund 1,5 Litern Wasser, ab. Kein großes Problem, meinen Sie vielleicht, aber denken Sie einmal an Tiere, die in einer Wüstenregion leben, wo es wenig Nahrung und Wasser gibt. Wäre es zu einem Mutanten gekommen, der fähig gewesen wäre, Harnstoff zu Stickstoff, Kohlendioxid und Wasser zu verstoffwechseln, hätte er einen erheblichen Vorteil gehabt und wahrscheinlich mehr Nachkommen hinterlassen, als seine Harnstoff ausscheidenden Konkurrenten. Gemäß einer stark vereinfachten Interpretation der Darwinschen Theorie hätte die natürliche Auslese diese mutierte Eigenschaft begünstigt, sie hätte sich rasch verbreitet und wäre zur Norm geworden.

An diesem Punkt würde ein skeptischer Biochemiker sagen: »Ist Ihnen nicht klar, dass die Produkte der Oxidation von Ammoniak oder Harnstoff allesamt giftig sind und dies der Grund ist, warum wir Stickstoff in Form von Harnstoff ausscheiden?« Meine Antwort würde lauten: »Sagen Sie das den Bakterien, die Stickstoffverbindungen in Stickstoffgas umwandeln und die es im Boden und im Meer im Überfluss gibt.« Abgesehen davon wäre eine Symbiose mit Stickstoff entsorgenden Organismen genauso gut oder noch besser als die Verstoffwechselung von Harnstoff durch uns selbst.

Wie die Dinge stehen, ist Harnstoff für uns ein Abfallprodukt, und es zu entsorgen kostet wertvolles Wasser und Energie. Aber wenn wir und andere Tiere nicht pinkeln, sondern stattdessen Stickstoff ausatmen würden, gäbe es vielleicht weniger Pflanzen, und später würden wir Hunger leiden. Wie um alles in der Welt haben wir uns so entwickeln können, dass wir so altruistisch sind und unsere Eigeninteressen so kenntnisreich verfolgen? Vielleicht ist es weise, wie Gaia funktioniert und das egoistische Gen interpretiert.

Als ich vor nunmehr 40 Jahren über Gaia zu arbeiten begann, war die Wissenschaft noch nicht so hochorganisiert wie heute und wurde noch nicht im selben Umfang von Wirtschaftsunternehmen betrieben. So etwas wie Projektplanung oder Statusberichte gab es kaum, und fast nie wurde auf Konferenzen beschlossen, was als Nächstes zu tun sei. Um Gesundheit und Sicherheit kümmerte sich noch keine Bürokratie – man erwartete von uns als qualifizierten Wissenschaftlern, dass wir für unsere Sicherheit und die unserer Kollegen selbst verantwortlich waren. Der wichtigste Unterschied bestand darin, dass Forschung praktisch im Labor betrieben wurde, nicht als Simulation auf einem Computerbildschirm in einem Büro. In solch idyllischer Umgebung war es möglich, mittels Experiment eine Idee zu bestätigen oder zu verwerfen. Manchmal lautete die Antwort einfach richtig oder falsch, gelegentlich aber war sie mehrdeutig. Dieses »nicht genau wissen« war es, was durch glückliche Zufälle zur Enthüllung von etwas völlig Unerwartetem führte, zu einer echten Entdeckung.

So könnte es auch mit der Idee der Harnstoffabsonderung gewesen sein. Auf diese Weise über Stickstoff nachzudenken brachte mich auf das verflixte Problem des Sauerstoffs im Karbon, vor 300 Millionen Jahren. Ein wichtiger Hinweis, dass die Gaia-Theorie* richtig ist, liefert der Anteil der Atmosphärengase wie Sauerstoff und Kohlendioxid; diese werden so reguliert, dass sie ein den jeweils gerade existierenden Lebensformen zuträgliches Niveau haben. Es gibt gute experimentelle und auch theoretische Gründe zu der Annahme, dass der momentane Sauerstoffgehalt der Atmosphäre gerade richtig ist. Bei mehr als 21 Prozent steigt das Brandrisiko; bei 25 Prozent ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Funke einen Feuersturm auslöst, zehnmal so groß. (James Lovelock, Gaias Rache – warum die Erde sich wehrt,  Berlin 2007, S 32 ff)

Kunstdünger ist teuer, weil die Synthese von Harnstoff  Energie benötigt. – Pinkeln aber müssen wir alle. Warum also nicht den Urin in Flaschen füllen und verkaufen. – Das würde sich wiederum auf die „Entwässerungsgebühren“ der Kommunen auswirken. – Damit müßtten auch „die Grünen“ leben können.

Mein Vorschlag: Spenden Sie den „ersten Liter“ den „Grünen“ – Per DHL und „unfrei“ an die Parteizentrale. – Oder an den Bundesumweltminister, oder an den jeweiligen Umweltminister Ihres Bundeslandes. – Oder als Krönung an die EU-Kommission.

 

 


Fritz Vahrenholt: Geht die Klimakatastrophe an der Erde vorbei? – Nachrichten Wissenschaft – Natur & Umwelt – WELT ONLINE

Februar 8, 2012

Fritz Vahrenholt: Geht die Klimakatastrophe an der Erde vorbei? – Nachrichten Wissenschaft – Natur & Umwelt – WELT ONLINE.

Danke Herr Vahrenholt!  – Wieder einmal ein Stück „pathologische Wissenschaft“ entlarvt!


CO-2 – „Treibgas“ oder „getriebenes Gas“?

November 11, 2011

Die Katastrophe vom Nyos-See.

In der ostafrikanischen Senke gibt es kleinere Senken im Boden, die man nachts nicht aufsuchen sollte. – Es droht der Erstickungstod, denn in der Kühle der Nacht sammelt sich dort das Kohlendioxyd. Erst nach Sonnenaufgang, wenn die warme Luft das schwerre Gas aufnimmt, kann man diese Bodensenken gefahrlos betreten.

Was lehrt uns das? – Warme Luft kann mehr Kohlendioxyd lösen als kalte.

Daraus ergibt sich wiederum die Frage, ob der Anstieg der CO2 – Konzentration in der Atmosphäre Ursache oder Folge der globalen Erwärmung ist.

Eines ist sicher, mehr Kohlendioxyd in der Atmosphäre wird zu verstärktem Pflanzenwachstum führen. In den arktischen und alpinen Regionen werden mehr Pflanzen wachsen und die vorhandenen Arten wie „Krüppelkiefern“ größer werden. – Damit wird – mit einiger Verzögerung – der Anstieg des CO2 – Geahlts in der Atmosphäre wieder aufgefressen. – Noch bevor die Effekte greifen, die uns die Berechnungen der „Klimaforscher“ weismachen wollen.

Man sollte, auch wenn man Mojib Latif heißt, die Rechnung nicht ohne den Wirt machen.


Die Erde – der unterschätzte Planet – Eine E-mail-Geschichte

April 23, 2011

Von: gerhard.altenhoff@email.de
An: sduggen@ifm-geomar.de
Kopie: mbotros@ifm-geomar.de, pherzig@ifm-geomar.de
Datum: 28.02.07 22:46:18
Betreff: FW: Unser Planet stirbt / Vulkanasche als Dünger

*Inhalt:*
Received: from [80.102.51.96] by freemailng5303.web.de with HTTP;
Wed, 28 Feb 2007 22:46:18 +0100
Date: Wed, 28 Feb 2007 22:46:18 +0100
Message-Id: <652115254@web.de>

——

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: gerhard.altenhoff@email.de
Gesendet: 27.02.07 15:43:19
An: redaktion@faz.de
CC: jora@jora-hypno.de, wissenschaft@welt.de,
wissen-online@sueddeutsche.de, leserbriefe@bild.de
Betreff: FW: Unser Planet stirbt

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: gerhard.altenhoff@email.de
Gesendet: 05.02.07 22:45:55
An: leserbriefe@bild.de
Betreff: Unser Planet stirbt

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die ganze Arbeit, die Sie in die Gestaltung ihrer Titelseite vom
3.2.2007 gesteckt haben, war leider umsonst. Unsere gute alte Mutter
Erde wird nicht sterben. Nach unseren Maßstäben ist sie „die
Unkaputtbare“. ? Aber das ist nicht neu, auf diesen Umstand hat vor rund
34 Jahren der erste deutsche „Fernsehprofessor“ aufmerksam zu machen
versucht. ? Freilich nahmen die diversen Horrorszenarien, die von den
Medien und vor allem von den „Politikern“ verbreitet wruden, einen solch
breiten Platz in den Köpfen der Menschen ein, daß diese keine Zeit mehr
hatten, innezuhalten und sich mit der Wahrheit zu beschäftigen.
Bevor es mir am 8.1.2007 in der Stadtbibliothek Dormagen buchstäblich in
die Finger fiel, war Prof. Dr. Heinz Habers „Stirbt unser blauer Planet“
ausweislich der Ausleihkarte zuletzt am 4.12.2000 ausgeliehen und
gelesen worden. Eigentlich hatte ich vorgehabt, es Ihnen schon vor 14
Tagen um die Ohren zu hauen, als sie mit der Frage aufwarteten, ob uns
der Planet um die Ohren fliege, bloß weil Aeolos & Co in „Kyrills“
Gestalt den Menschen in Europa so herrlich den Schrecken in die Glieder
hatte fahren lassen. . Aber aus Gründen, die hier nichts zur Sache tun,
habe ich es mi verkniffen und gewartet, bis das eintrat, was ich
erwartet hatte. Haben die Klimaforscher doch das Selbstverständlichste
der Welt herausgefunden: Die Erwärmung der Erde beschleunigt sich. Das
tut sie aber auch ohne jedes „menschliche“ Zutun, denn der Prozeß des
„Erwärmens“ ist immer und ohne jede Ausnahme positiv rückgekoppelt, er
beschleunigt sich selbst. ? Das Wesen der positiven Rückkopplung hatte
bereits Goethe erfasst und im „Zauberlehrling“ anschaulich gemacht. Als
Physikerin hätte Frau Merkel ihn auch kennen müssen. Aber der Inhalt der
UN-Studie hat sie offenbar so überrascht wie der Winter die Deutsche
Wehrmacht zu Weihnachten 1941.
<> (H.Haber, Stirbt unser blauer Planet, Stuttgart 1974 S. 138)
<> (Haber aaO S. 20f)
Durch die ständigen Debatten unserer Politiker sind wir mit „Milliarden“
bestens vertraut, dennoch geht uns das Gefühl für deren Größe ab. Weil
das so ist, läßt sich die Anklage der „Wissenschaftler“ gegen „den
Menschen“ als Verursacher des „Klimawandels“ als eine etwas zu groß
geratene Seifenblase entlarven:
Die Erde gibt es seit rund 4,5 Milliarden Jahre. Zur Verdeutlichung
übersetzen wir die Dimension Zeit in die Dimension Raum und setzen für
jedes Jahr einen Millimeter. 1.000 Millimeter (1 Meter) bilden dann ein
Jahrtausend, eine Million Millimeter entsprechen einem Kilometer. Eine
Milliarde Millimeter sind auch nicht viel mehr, gerade einmal 1000
Kilometer. (siehe hierzu näher http://www.bundesadel.de )
Die „Lebensspanne“ unseres Planeten beträgt somit rund 4.500 Kilometer,
also in etwa der Breite des Atlantiks. Der von den Klimaforschern
berücksichtigte Zeitraum von 650.000 Jahren entspricht 650 Metern, also
der Länge von zwei Flugzeugträgern, nennen wir diese USS „Uncle Sm“ und
USS „Joun Doe“. Um die „Zeitspanne“ seit Beginn der regelmäßigen
Aufzeichnung von Wetterdaten (1861) zu überdecken, benötigt man
lediglich drei Streichholzschachteln, die man aneinanderlegt oder eine
halbe Schuhlänge. – Das sind die Dimensionen, mit denen es die
„Klimaforscher“ zu tun haben. Mit anderen Worten: Sie stehen an der New
Yorker Hafeneinfahrt am Bug der „Uncle Sam“ und blicken in Richtung
Lissabon. Der erste „Zeithorizont“ endet an ihren eigenen Schuhspitzen,
der andere am Heck der USS „John Doe“. Sie wüssten nicht einmal, wo sie
die Freiheitsstatue suchen müssten, können aber sehr genau angeben, wer
für eine kaum wahrnehmbare Wellenkräuselung im Atlantik „verantwortlich“
ist.
Die „Klimaforscher“ und selbsternannten „Experten“, auch wenn sie
Physiker sind, haben keine bessere Position als die Kreationisten
gegenüber Darwin.
Es ist nicht ungefährlich, und für die Physik Newtons wird es tödlich
sein, sich der Technik des „Prokrustierens“ zu bedienen: Was nicht
passt, wird passend gemacht. ? So werden Reibung und Wärme in der
Newtonschen Mechanik seit jeher „wegprokustiert“. ? Und unsere
„Klimaforscher“ prokrustieren fast die gesamte Klimageschichte des
Planeten einfach weg, wie auch die Kreationisten die Geschichte des
Lebens auf dem Planeten wegprokrustieren, weil es nicht in den Kram passt.
Der „Klimawandel“ wird somit zur Glaubensfrage, was für die
„Ungläubigen“ gefährlicher werden kann als der „Klimawandel“ selbst.
Deswegen kann es ganz nützlich sein, wenn man als „Ketzer“ auf Dokumente
zurückgreifen kann, die vor der „Sintflut“ des zugehörigen
Medienspektakels entstanden sind und von Zeugen stammen, die für eben
dieses Spektakel nicht das geringste Verständnis hätten:
<
So dürfen wir es auch nicht dazu kommen lassen, dass vielleicht in zwei
Millionen Jahren unser Mond zur Erde spricht:; „Entschuldigen Sie,
gnädige Frau, geht es Ihnen heute wieder besser?“ Darauf antwortet die
Erde: „Wieso denn? Ach, Sie meinen wohl die kleine Infektion, die ich
vor zwei Millionen Jahren hatte?“ Darauf der Mond: „Genau ? mich hat es
ja auch ein bisschen angepackt, allerdings lange nicht so schlimm wie
Sie.“ ? „Ach,“ sagt die Erde, „das habe ich eigentlich schon längst
vergessen. Seit mehr als anderthalb Millionen Jahren geht es mir wieder
so gut wie eh.“ (Haber aaO, S. 138f)
Soweit der 1. „Fernsehprofessor“ des deutschen Fernsehens. Er war
Astrophysiker, demzufolge dürfte einem deutschen Journalisten mittlerer
Art und Güte unmittelbar einleuchten, dass der Mann wusste, wovon er
sprach, weil er zu einer Zeit seine Stimme erhob, als es noch nicht Usus
war, professorale Autorität mit „Einschaltquoten“ und „Auflagenhöhe“ zu
verkuppeln. Der 2. „Fernsehprofessor“ der Nation hat auch nie
Werbeverträge unterschrieben; obwohl er von Haus aus Arzt war, hat
niemand seine Qualifikation als „Fachmann“ auch auf anderen Gebieten der
Naturwissenschaft jemals angezweifelt. Und zwar deswegen nicht, weil
seine Berichte schlüssig waren, dem jeweiligen Stand der
Naturwissenschaft entsprachen und vor allem frei waren von jeder
billigen Effekthascherei. Sein Name, vor allem aber die Tradition seiner
Berichterstattung, ist heute fast in Vergessenheit geraten: Hoimar von
Ditfurth. Einige Jahre nach Habers „Stirbt unser blauer Planet“ erschien
unter dem Titel „Zusammenhänge“ eine Sammlung von Aufsätzen, die v.
Dithfurth verfasst hatte:
<
Dieses Resultat erscheint zunächst einmal deshalb bemerkenswert, weil es
eine geläufige und ohne großes Nachdenken für selbstverständlich
gehaltene Ansicht als Vorurteil entlarvt, die Ansicht nämlich, die auf
der Erde herrschenden Bedingungen seinen für alle hier existierenden
Lebensformen optimal. Aber die Bedeutung des Befundes der amerikanischen
Biologen reicht darüber weit hinaus. Ihr Experiment erweist sich bei
näherer Betrachtung als ein Exempel für die von vielen Zeitgenossen noch
immer nicht erkannte Tatsache, daß die Menschen heute erst die Erde
wirklich kennenlernen, da sie sich anschicken, sie zu verlassen. Erst
die Beschäftigung mit dem, was jenseits der Erde liegt, gibt uns die
Möglichkeit, zu begreifen, was uns als alltägliche Umwelt umgibt.
Pflanzen setzen bei der Photosynthese Sauerstoff frei. Ohne Pflanzenwelt
wäre der Sauerstoffvorrat der Erdatmosphäre innerhalb von etwa drei
Jahrhunderten verbraucht, wäre die Erde nach dieser Zeit für Menschen
unbewohnbar. Die Versuche der Exobiologen erinnern uns nun daran, daß
auch das Umgekehrte gilt. Bevor die Pflanzen auf der Erdoberfläche
erschienen, war die Erdatmosphäre praktisch frei von Sauerstoff. Als die
Pflanzen ihn zu erzeugen begannen, gab es noch niemanden, dem er hätte
nützen können. Er war Abfall. Dieser Abfall reicherte sich in der
Atmosphäre unseres Planeten mehr und mehr an bis zu einem Grad, der die
Gefahr heraufbeschwor, daß die Pflanzen in dem von ihnen selbst
erzeugten Sauerstoff würden ersticken müssen. Der Versuch der
Exobiologen zeigt, wie nahe die Entwicklung dieser Gefahrengrenze
tatsächlich schon gekommen war.
In dieser kritischen Situation holte die Natur zu einer gewaltigen
Anstrengung aus. Sie ließ eine Gattung ganz neuer Lebewesen entstehen,
deren Stoffwechsel just so beschaffen war, daß sie Sauerstoff
verbrauchten. Während wir gewohnt sind, die Pflanzen einseitige als die
Lieferanten des von Tieren und Menschen benötigten Sauerstoffs
anzusehen, verschafft uns die Weltraumforschung hier eine Perspektive,
die uns das gewohnte Bild aus einem ganz anderen Blickwinkel zeigt.: Wir
stehen unsererseits im Dienste pflanzlichen Lebens, das in kurzer Zeit
erlöschen würde, besorgten wir und die Tiere nicht laufend das Geschäft
der Beseitigung des als Abfall der Photosynthese entstehenden Sauerstoffs.
Wenn man auf diesen Aspekt der Dinge erst einmal aufmerksam geworden
ist, glaubt man, noch einen anderen seltsamen Zusammenhang zu entdecken.
Die Stabilität der wechselseitigen Partnerschaft zwischen dem Reiche
pflanzlichen Lebens und dem von Tier und Mensch ist ganz sicher nicht so
groß, wie es die Tatsache vermuten lassen könnte, daß sie heute schon
seit mindestens einer Milliarde Jahre besteht. Es gibt viele Faktoren,
die ihr Gleichgewicht bedrohen. Einer von ihnen ist der Umstand, daß ein
beträchtlicher Teil des Kohlenstoffs, der für den Kreislauf ebenso
notwendig ist wie Sauerstoff ? keine Photosynthese ohne CO2 ?, von
Anfang an dadurch verlorengegangen ist, daß gewaltige Mengen
pflanzlicher Substanz nicht von Tieren gefressen, sondern in der
Erdkruste abgelagert und von Sedimenten zugedeckt wurden. Dieser Teil
wurde dem Kreislauf folglich laufend entzogen, und zwar, so sollte man
meinen, endgültig.
Wieder aber geschieht etwas sehr Erstaunliches: In eben dem Augenblick ?
in den Proportionen geologischer Epochen ?, in dem der systematische
Fehler sich auszuwirken beginnt, erscheint wiederum eine neue Lebensform
und entfaltet eine Aktivität, deren Auswirkungen die Dinge wie beiläufig
wieder ins Lot bringen. Homo faber tritt auf und bohrt tiefe Schächte in
die Erdrinde, um den dort begrabenen Kohlenstoff wieder an die
Oberfläche zu befördern und durch Verbrennung dem Kreislauf von neuem
zuzuführen.
Manchmal wüßte man wirklich gern, wer das Ganze programmiert.>> (Hoimar
v. Ditfurth, Zusammenhänge, Reinbek 1979, S. 18ff)
Heinz Haber hat es auf den Punkt gebracht und die Frage, die v. Ditfurth
aufgewofen hat, beantwortet, bevor sie gestellt war: <> (Haber aaO, S. 136)
Das sollte eigentlich ausreichen, um „begründete Zweifel“ gegenüber der
„Anklage“ durch die „Klimaforscher“ zu wecken. ? Man kann es auch so
sagen: Wer „Klimaschutz“ betreibt, der kann auch versuchen, den Planeten
erdbebensicher und sturmfest zu machen.
Wem das freilich nicht ausreicht: Ich habe noch wesentlich mehr auf
Lager. Wer seinen Horizont über das Wesen des Planeten auch nur
geringfügig erweitern möchte, kann das gerne tun, denn ich habe v.
Ditfurths Aufsatz eingearbeitet in die von mir entwickelte
nichtlinear-thermodynamische Variante der Evolutionstheorie. Sie können
das Originalmanuskript erwerben bei http://www.lulu.com/advocatusdeorum.
Es bereitet mir eine gewisse Genugtuung und eine Art „klammheimliche
Freude“, in der Tradition eines Heinz Haber und eines Hoimar von
Ditfurth der „freien“ Presse und den „sensationsgeilen“ Medien den
Schluß meines Manuskripts aufs Auge drücken zu können. Es gibt wohl
keinen anderen Weg, die Medien an ihre Aufgabe und an ihre
Wahrheitspflicht zu erinnern:
<
Der Plot des Films ist simpel: Amerika und Rußland hatten in der Nähe
der Pole durch zufällig gleichzeitige Zündung von Wasserstoffbomben den
Planeten aus der Umlaufbahn geworfen. Die Politik versuchte das zu
vertuschen, die Presse deckte es auf. Am Ende versuchte man, mit
Wasserstoffbomben den Fehler zu korrigieren. Ob das gelang, läßt der
Film offen.
In der Schlußsequenz läßt die Regie den Protagonisten Pete Stanning
durchs Telefon diktieren:
„Wir hatten den Wind gesät, jetzt haben wir den Sturm geerntet.
Vielleicht wird er in wenigen Stunden die Erinnerung an das Vergangene
und die Hoffnung auf die Zukunft ausgelöscht haben. Dann werden alle
Werke des Menschen von dem Feuer verschlungen, das er selbst entfacht hat.
Aber vielleicht ist im Herzen des Feuers eine unfaßbare Kraft verborgen,
die mehr zu seiner endgültigen Rettung beitragen wird, als er es selbst
je konnte.
(Einblendung alternativer Schlagzeilen: „Wird die Welt gerettet? ? Die
Menschheit betet.“? „st die Welt zum Untergang verdammt? ? Die
Menschheit betet.“
Und sollte dem Menschen noch eine neue Zukunft gegeben sein, dann wäre
es an der Zeit, daß er seinen erbarmungslosen Stolz und sein Streben
nach Macht vergißt. Dann muß er an die Stelle all dessen die Liebe
setzen. Vielleicht darf er dann eines Tages wieder sagen ?wie schön ist
doch das Licht!? ? und seine Augen zur Sonne erheben.“
Ersetzen Sie einfach das Wort ?Liebe? durch RELIGIO. ? Dann haben Sie
das Ziel unserer Reise erreicht, von dem auch ich zu Beginn nicht ahnte,
daß es überhaupt existiert.>>

Das lateinische Religio heißt übrigens in der ursprünglichen
Übersetzung: Bedenken, Skrupel, Respekt. ? Bedenken sollte man haben
gegenüber dem eigenen Handeln, Skrupel sollte man haben gegenüber seinen
Mitmenschen und Respekt vor den Kräften der Natur. ? Denen sind wir
ohnehin nicht gewachsen, ein kleines Beispiel mag dies verdeutlichen:
Bis in die neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts wurden die
Medien nicht müde, als Folge eines Atomkriegs einen weltweiten
„nuklearen Winter“ zu prophezeihen, der „alles Leben“ auf dem Planeten
auslöscht.
Wer oder was hindert „die Wissenschaft“ eigentlich daran, der weltweiten
Überhitzung durch lokal begrenzten und „kontrollierten“
Kernwaffeneinsatz Einhalt zu gebieten? ? Wenn man schon genau angeben
kann, welchen „Beitrag“ der Kohlendioxidausstoß zur „Klimakatastrophe“
leistet, wird sich doch wohl der „Beitrag“ eines nuklearen Knallfrosches
zu einem „Abkühleffekt“ haben wird. Wenn es nach Darstellung „der
Wissenschaft“ genügend nukleare Knallfrösche gibt, den Globus erfrieren
zu lassen, muß es ja wohl möglich sein, zumindest die Polkappen und die
hochalpinen Skigebiete vor dem Untergang zu bewahren, ohne den Planeten
auf Dauer komplett zu verstrahlen. – Oder?

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
http://www.bundesadel.de
Publikationen:
http://www.lulu.com/advocatusdeorum

-Liebes FAZ-Team,
so schnell kann man gar nicht schreiben, wie die Hiobsbotschaften sich
überschlagen. Jetzt sollen es nur noch 13 Jahre sein, die uns bleiben,
die Erde vor einer Katastrophe zu bewahren.
„Mach‘ deine Lebensversicherung rückgängig und versauf‘ das Geld“ ? riet
der Film-Journalist Pete Stanning in Val Guests „Der Tag, an dem die
Erde Feuer fing“ einem Redaktionskollegen. Schlechte Zeiten für die
„Allianz“, gute Zeiten für die Wirte.
Bevor Sie Ihrerseits diesem Rat folgen, nehmen Sie bitte meinen Dank für
die „Steilvorlage“ entgegen:
Unter der Überschrift: „Ein Labyrinth aus Sonnenfallen und Spiegeln: Die
Albedo lässt die Klimaforscher weiter rätseln“ weist Ihr Autor Henning
Krause zutreffend auf den Einfluß von kaum zu „beherrschenden“
Rückkopplungsschleifen hin.
Leicht zu überlesen, aber entscheidend ist der Hinweis am Beginn des 3.
Abschnitts: „Ohne den natürlichen Treibhauseffekt durch atmosphärische
Spurengase läge die durchschnittliche Oberflächentemperatur bei rund
minus 18.“ (Grad Celsius)
Jeder Prozeß der Erwärmung ist positiv rückgekoppelt, er beschleunigt
sich selbst. Demgegenüber verlangsamt sich der Prozeß der Abkühlung im
Laufe der Zeit. ? Das Kaffeewasser ist schneller heiß als der Kaffee
wieder kalt. ? Wenn nun gelegentlich die Erde in eine Eiszeit verfällt,
und das in relativ kurzer Zeit, kann daraus nur geschlossen werden, dass
der „Treibhauseffekt“, der uns das Leben erst ermöglicht, teilweise
zusammenbricht und eine Art „Schockgefriereffekt“ bewirkt. Das ist die
eine Seite, auf der anderen Seite muß es der Treibhauseffekt gewesen
sein, der von Anbeginn des Lebens auf unserem Planeten für dessen
lebensfreundliche Oberfläche gesorgt hat. Denn sonst wäre die Erde eine
gigantische Eiswüste und so tot wie unsere Nachbarplaneten. In meinem
Atlantik-Gleichnis läge also der Ursprung des Treibhauseffektes im Hafen
von Lissabon!
In „Stirbt unser blauer Planet“ weist H. Haber auf den „Treibhauseffekt“
hin, bringt jedoch unmittelbar anschließend dessen „natürlichen“
Antagonisten, den „Feinstaub“ ins Spiel:
„Man kann ausrechnen, dass selbst geringe Schwankungen im
Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre die gesamte Temperatur des Planeten
sehr stark beeinflussen können. Nun haben wir in den letzten 150 Jahren,
seit Beginn der technischen Revolution, schon eine große Menge von Kohle
und Erdöl verbrannt, deren wichtigstes gasförmiges Verbrennungsprodukt
eben Kohlendioxid ist. So hat man seit 1860, dem Beginn der ersten
exakten Messungen innerhalb eines Jahrhundert, eine Zunahme des
Kohlendioxids in unserer Atmosphäre um etwa ein siebtel festgestellt.
Der Masse nach entspricht das ziemlich genau den fossilen Brennstoffen,
die wir in diesem Jahrhundert verbrannt haben. Entsprechend ist dann
auch die mittlere Temperatur der Erde angestiegen. Seit den zwanziger
Jahren sind die Gletscher der ganzen Welt alarmierend schnell und
schneller heruntergeschmolzen. Es sieht so aus, als ob wir Menschen in
der Tat ungewollt das Klima geändert hätten. Die allerletzten
Konsequenzen einer extremen Zwischeneiszeit, die wir dadurch in den
nächsten Jahrhunderten verursachen könnten, machen sich wenige Menschen
klar. Wenn größere Anteile der vereisten Polkappen wegschmelzen, so
könnte der Meeresspiegel um über hundert Meter ansteigen und alle großen
Ansiedlungen des Menschen in Küstennähe ? wie Hamburg, New York, Los
Angeles, Tokio, London und viele andere ? überschwemmen.
Andererseits hat sich diese Erwärmungstendenz in unserem Klima seit etwa
10 bis 15 Jahren verlangsamt, ja sogar wieder umgekehrt. Jetzt scheint
die Erde wieder etwas kälter zu werden, und die Gletscher beginnen
wieder zu wachsen. Was könnte das für Gründe haben?
Das können wir ganz gut verstehen. Diese Abkühlungserscheinungen fallen
zeitlich zusammen mit einer immer weiter um sich greifenden
Luftverschmutzung, welche die Atmosphäre immer dunstiger und
undurchsichtiger macht. Auch hat die rücksichtslose Ausnutzung vieler
Ackerböden in der ganzen Welt weite Strecken versteppen und verkarsten
lassen. Feiner Staub wird dadurch in viel größeren Mengen in die
Atmosphäre hineingewirbelt und trägt zur weiteren Dunstbildung in
unserer Luft bei. Unser Planet verliert dadurch ? von außen her gesehen
? etwas von seiner blauen Farbe und wird immer grauer. Physikalisch
gesehen heißt das, dass die Atmosphäre immer mehr Sonnenenergie
unmittelbar in das Weltall zurückstrahlt und dass die Kontinente und
Ozeane, und damit die untere Atmosphäre, nicht mehr so stark aufgeheizt
werden wie früher. Der Erfolg all dieser Ereignisse könnte dann aber
auch sein, dass wir einer neuen Eiszeit entgegengehen.“ (Haber S. 66ff)
Die „Kühlungswirkung“ des Feinstaubs wird jedoch entweder im
IPCC-Bericht nicht ins Kalkül gezogen, oder aber wurde bei der
Berichterstattung darüber einfach nicht erwähnt.
Es fehlt im IPCC-Bericht auch der Einfluß der „natürlichen“
Kohlendioxiderzeugung in den oberen Schichten der Atmosphäre. Hier
werden durch Einwirkung der Höhenstrahlung Wasser, Methan und Ammoniak
in Ihre atomaren Bestandteile zerschlagen. Der Wasserstoff entweicht in
den Weltraum, es entstehen Stickstoff (N2) und Kohlendioxid. Ein Teil
davon beinhaltet das radioaktive C-14, das in eben diesem Bereich der
Atomosphäre gebildet wird und zu Boden sinkt. C-14 ist in jedem
Lebewesen dieser Erde gegenwärtig, und zwar so reichlich, dass es über
einen Zeitraum von rund 50.000 Jahren noch nachgewiesen werden kann.
Wenn die Erde Wasserstoff verliert, verliert sie zwangsläufig auch
Wasser. Mutter Gaia leidet also an Inkontinenz. Wieviel Wasser sie in
die kosmische „Tena-Lady“ entlässt, hängt nicht zuletzt von der
Oberflächentemperatur der Erde ab. Je höher diese ist, desto größer ist
die Molekularbewegung in der Atmosphäre, desto mehr Wassermoleküle
werden also in die entscheidenden höheren Schichten befördert und
„vernichtet“. ? Dennoch verdunsten die Ozeane nicht, aber, das ist
unausweichliche Folge einer gesteigerten Verdunstung, die Ozeane werden
dadurch kälter. Kaltes Wasser kann mehr Kohlendioxid lösen als warmes
(Henry’sches Gesetz). ? Das weiß jeder, der einmal eine warme
Cola-Flasche geöffnet hat. Erhöht sich durch Sonneneinstrahlung die
Meerestemperatur, entlassen die Ozeane Kohlendioxid in die Atmosphäre.
Wie hoch wäre dieser „Beitrag“ zu bewerten und wie wirkt er sich
langfristig aus?
Bei der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen entsteht zwangsläufig auch
Wasser, und zwar in nicht unerheblichen Mengen. Ein Molekül Methan
verbrennt zu einem Molekül CO2 und 2 Molekülen H20, Äthan zu 2 Molekülen
CO2 und 3 Molekülen H2O. ? Welchen Einfluß hat also der „vom Menschen
erzeugte“ Wasserdampf auf die „Klimakatastrophe“?
Wasser aber wird, wie wir gesehen haben, von der Erde ständig an den
Weltraum abgegeben.
Um die Wassermenge des Planeten einigermaßen stabil zu halten, muß
Wasser „nachgeliefert“ werden. ? Das wird es in der Tat, denn Mutter
Gaia entlässt Wasserdampf in nicht unerheblichen Mengen aus ihrem
glutflüssigen Inneren. Haber schätzt die Menge auf rund 175
Kubikmeter/sek (S. 70f), das wären rund 550 Mio. Tonnen im Jahr. Nun
ging Haber im Jahre 1974 von rund 500 tätigen Vulkanen im Jahr aus. Zu
dieser Zeit gab es den ununterbrochenen Vulkanismus der
mittelozeanischen Rücken offiziell noch gar nicht! ? Es dürften daher
ein paar Liter pro Sekunde mehr sein.
Der Vulkanismus an den mittelozeanischen Rücken beschert den Meeren und
der Atmosphäre nicht nur Wasser, er treibt auch die Kontinente
auseinander. Nehmen wir zum Beispiel den Atlantik. Er wird pro Jahr um
rund 5 cm breiter. Mit anderen Worten, seit Beginn der ständigen
Aufzeichnung von Wetterdaten vor rund 140 Jahren ist der Atlantik um
rund 7 Meter gewachsen. Der Atlantik ist von Pol zu Pol rund 20.000 km
lang, die paar Meilen, die auf die Antarktis entfallen, prokrustieren
wir einfach weg. „Zugenommen“ hat die Fläche des Atlantiks damit um rund
140 qkm. An den mittelozeanischen Rücken beträgt die Wassertiefe etwa
3.000 Meter. Die Wassermenge, die seit 1860 im Atlantik dazugekommen
ist, beträgt daher rund 420 Kubikkilometer, diese wiederum bringen 420
Milliarden Tonnen auf die Waage. Welchen Einfluß mag eine solche Menge
Wasser auf das „Mikroklima“ über dem Atlantik haben? ? Ändert sich das
„Mikroklima“ über dem Atlantik, hat das auch Einfluß auf das Weltklima.
Welchen Einfluß mag die Verbreiterung des Atlantiks in den vergangenen
650.000 Jahren gehabt haben? ? Seitdem ist der Atlantik um rund 30 km
gewachsen, die hinzugekommene Wasserfläche beträgt etwa 640.000 qkm, was
bei einer durchschnittlichen Wassertiefe von 3.000 m einer Wassermasse
von etwa 1,900.000.000.000 Tonnen entsprechen müßte. Mit der
Verbreiterung des Atlantiks ist auch die „Fahrbahn“ des Golfstromes und
anderer Meeresströmungen breiter geworden? Von den daraus resultierenden
Einflüssen auf das Klima ist nirgendwo die Rede; aber der Einfluß auf
die Klimageschichte des Planeten und damit auf das Klima der Gegenwart
kann, vor allem darf er nicht hinweggeleugnet werden. Einige Tausend
Meilen vom Atlantik entfernt, hat man der Erde eine große Wasserfläche
weggenommen. Der Aralsee in Rußland ist heute nur noch halb so groß wie
vor 100 Jahren. ? Und das soll keinen Einfluß auf die Luftströmungen und
damit auf das Klima haben?
? Niemand würde den klimatischen Einfluß bestreiten, hätte sich an einem
Tag im Atlantik ein Loch von fast 2 Millionen Kubikkilometern aufgetan.
Es geschah aber nicht an einem Tag, sondern der Prozeß vollzog sich über
mehr als eine halbe Jahrmillion. Das Loch, das aber bleibt. ? Sie
glauben das nicht? ? Kehren Sie doch nur einmal die Vorzeichen um: Wenn
ein Vulkan auch nur rund 1 Kubikkilomter Staub und Gestein in die
Atmosphäre ausspeit, wie Mount St. Helens es tat, ruft er umgehend die
Klimaforscher auf den Plan, um den Einfluß des Ausbruchs auf das
Weltklima zu ergründen. Bläst ein Vulkan, wie etwa der Ätna, mehr
„Schadstoffe“ in die Luft als ganz Frankreich, (wenn ich mich recht
erinnere, stammt diese Information aus der FAZ!), interessiert das nicht
einen „Klimaforscher“, weil der Ätna unentwegt seine „Schadstoffmengen“
in die Luft bläst, ohne die von der EU festgesetzten Grenzwerte
einzuhalten. Und die EU kümmert sich nicht darum, weil sie keine Mittel
hat, dem Ätna wegen der Nichteinhaltung von EU-Grenzwerten ans Zeug zu
flicken.
Auch all die anderen weltweit tätigen Vulkane emittieren Schadstoffe
und, das wird gern vergessen, Kohlendioxid. Dieser Anteil der Erde
selbst am „Klimawandel“ ist ?soweit ersichtlich ? mengenmäßig weder
genau erfaßt noch überhaupt, und das ist die Crux, zur Gänze erfaßbar.
Wieviel davon über die Grenzen der Kontinente und Meere in das
Hoheitsgebiet der EU fließen, wird die EU-Kommission wohl nie erfahren.
Diese kann auch die Alpen nicht in ihrem Wachstum bremsen. ? Jeder
Zentimeter aber, mit dem die Alpengipfel weiter gen Himmel streben,
setzen sie den Luftströmungen in der unteren Atmosphäre zunehmenden
Widerstand entgegen. Mutter Erde stemmt aber nicht nur die Alpengipfel
in die Höhe, auch die Kordillieren, die von Alaska bis nach Feuerland
reichen, gewinnen an Höhe. Das Wachstum der Gebirgsmassive macht selbst
vor dem Himalaja nicht halt. ? All das vollzieht sich so langsam, daß
wir es nicht wahrnehmen können. ? Deswegen bleibt es aber noch lange
nicht ohne Einfluß und gehört zu den Prämissen, auf denen ein
„Weltklimabericht“ beruhen müßte, wenn sich aus ihm eine auch nur
ansatzweise zutreffende Prognose für eine zukünftige Entwicklung ergeben
soll.
Meteorologie und Klimaforschung haben gemeinsam, daß sich beide
Disziplinen mit der Gashülle unseres Planeten beschäftigen. Wenn aber so
einfache Wirbelstürme wie Andrew, Katrina, Britta und Kyrill die
Meteorologen zum Narren halten, wenn Aeolos seine Tornados im
thüringischen Ort „Quirla“ und in Florida einsetzt, ohne vorher Jörg
Kachelmann, Harald Lesch oder den Bundestag um Erlaubnis zu fragen, wie
wollen dann Klimaforscher den langsamen Veränderungen des Planeten
Rechnung tragen? ? Immerhin sind es gigantische Konvektionsströme, die
Wärme aus den Tiefen des Planeten an die Oberfläche befördern. Nie aber
habe ich auch nur ein Wort über deren Einfluß auf das „Weltklima“
gelesen. Diese Konvektionsströme aber müssen in irgendeiner Form die
Konvektionsströme in den Ozeanen beeinflussen, weil, und das kann als
unstreitig gelten, die Konvektionsströme in den Ozeanen ihrerseits
Einfluß nehmen auf die Konvektionsströme in Mutter Erdes Gashülle.
„Rückkopplungen beeinflussen den Energiehaushalt der Erde ganz
entscheidend und bleiben auch nach der Fertigstellung des vierten
Weltklimaberichts einer der größten Unsicherheitsfaktoren der Prognosen“
? dieses Ungetüm von Untertitel, mit dem Henning Krause seinen Beitrag
versehen hat, ist, soweit der Einfluß der Albedo reicht, einfach wahr.
Gerade die Albedo der Erde kann sowohl in den positiven
Rückkopplungsprozeß der Erwärmung einbezogen sein als auch unversehens
in eine negative Rückkopplungsschleife einmünden, die den
Temperaturanstieg allmählich oder auch jäh abbremst.
Selbst die modernsten Rechenmaschinen versagen bereits beim simplen
Dreikörperproblem, bei dem sich drei Körper mit ihrer Gravitation
gegenseitig beeinflussen.
Aber unsere „Klimaforscher“ wollen uns weismachen, mit ihren Modellen
immer genauere Vorhersagen über das Klima machen zu können. ? Eigentlich
müsste man es seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts genau
wissen. Langfristige Wetterprognosen sind prinzipiell unmöglich.
Langfristige Klimaprognosen sind erst recht unmöglich, weil nicht einmal
bekannt ist, welche Variablen überhaupt welchen Einfluß haben. Daß auch
die Kontinentaldrift Einfluß hat, daran kann nach dem oben Gesagten wohl
kein Zweifel mehr bestehen.
Und bislang war nur von den rein physikalischen „Stellgrößen“ die Rede.
Welchen Einfluß biologische Systeme auf das Klima haben, wird mit keinem
Wort erwähnt. Man liest von der Kompensation des CO2-Ausstoßes durch
Waldflächen. Das ist die Grundlage des sogenannten Emissionshandels,
einer modernen Form des Ablasshandels:
„Wenn das Geld im Kasten klingt, der Schadstoff aus dem Feuer springt!“
Nun absorbieren aber nicht nur Wälder CO2. Jede einzelne Zelle, die
Photosynthese betreibt, filtert Kohlendioxid aus der Luft und verwandelt
es in Biomasse. Jeder Grashalm, jedes Kleeblatt, selbst das kleinste
Moospolster auf Ihrer Terrasse holt sich CO2 aus der Luft. Der
Fruchtzucker in Ihrem Müsli ist, weil pflanzlicher Herkunft,
buchstäblich aus der Luft gegriffen. Organismen, die Photosynthese
betreiben, gibt es aber nicht nur an Land, sondern vor allem in den
Weltmeeren. Das Dumme ist nur, all diese Organismen sind nicht
ununterbrochen tätig.
Gehen wir zur Verdeutlichung auf eine andere Betrachtungsebene: Rom
wurde nicht an einem Tag erbaut, Dresden auch nicht. Beide aber wurden
in einer Nacht abgefackelt. – Wenn Sie ein Bündel Stroh verbrennen,
können sie den Prozeß ohne Probleme vom Anfang bis zum Ende beobachten.
Den Wachstumsprozeß des Korns hingegen im Auge behalten, erfordert eine
Menge Geduld, er nimmt einige Monate in Anspruch. Es wird folglich eine
geraume Zeit in Anspruch nehmen, bis die Pflanzenwelt auf das
„Überangebot“ an Kohlendioxid meßbar reagieren wird und die
Beschleunigung der Erderwärmung in eine negative Rückkopplungsschleife
hineinzieht. Bei der Erfindung „umweltfreundlicher“ und „klimaneutraler“
Brennstoffe, (sog. regenerative Energien) ist den „Bilanzierern“
offenbar entgangen, daß das heute erzeugte CO2 von der Natur heute eben
nicht mehr „verarbeitet“ und „regeneriert“ wird: Wenn im Winter geheizt
wird, wird in unseren Wäldern nur wenig Photosynthese betrieben. Bäume
brauchen Jahrzehnte, um die in einer Nacht eingeäscherten Festmeter Holz
volumenmäßig wieder aufzubauen. Sie werden es aber mit Sicherheit tun,
denn auch das Wachstum von Organismen ist positiv rückgekoppelt, es hat
die Tendenz, sich selbst zu beschleunigen. Immerhin folgen biologisches
Wachstum und der Erwärmungsprozeß ein- und derselben einfachen
mathematischen Funktion (vgl. G. Altenhoff, Australopithecus Superbus,
erschienen bei http://www.lulu.com/advocatusdeorum )
„Die Klimaforschung ist mitten im Lernprozeß.“ ? Das sind die
Schlussworte von Henning Krause. Um auf Goethe zurückzukommen: Wir sind
die Zauberlehrlinge in der ersten Stunde des ersten Lehrjahres. Wir
müssen schon warten, bis der alte Hexenmeister die Besen wieder in die
Ecke stellt.
Halten wir zum Abschluß fest: Über die Evolution des Klimas auf unserem
Planeten wissen wir so gut wie nichts. Deswegen ist uns verwehrt, aus
den Daten der letzten 650.000 Jahre die Zukunft vorhersagen zu wollen.
Vor allem fehlen genaue Zahlen über die „irdischen“ Einflüsse auf den
„Klimawandel“. Genaue Zahlen, das weiß jedes Kind, sind
Grundvoraussetzung für genaue Berechnungen. Bei den Klimaforschern
scheint diese banale Erkenntnis offensichtlich noch nicht angekommen zu
sein.
Die Klimaforscher verschweigen zudem, dass die meisten „Klimazeugnisse“
der fernen Vergangenheit in der Erdkruste von Mutter Erde zu Marmor und
Granit „verbacken“ wurden. Nur die „jüngeren“ Schichten des
Sedimentgesteins dürfen wir „lesen“ und interpretieren. Und weil die
Klimaforscher diesen wesentlichen Umstand verschweigen, müsste man sie
eigentlich als Scharlatane, wenn nicht gar als „Weltuntergangspropheten“
brandmarken.
Das „ewige Eis“ ist so ewig eben nicht, auch Gletscher sind sterblich,
im Zeitmaß des Planeten entstehen und vergehen sie im Handumdrehen. Den
eingefleischten Wintersportlern und den Betreibern von Skiliften sei ins
Stammbuch geschrieben:

Der Mensch hat gegen die Natur keinen Anspruch auf gleichbleibende
Verhältnisse.

Selbstverständlich greifen die Politiker in aller Welt (Mit Ausnahme der
USA und Chinas) das Thema mit Kußhand auf und setzten sich mit aller
Vehemenz für den „Klimaschutz“ ein. Das würde ich auch tun, wenn ich von
der Tatsache ablenken müßte unfähig zu sein, die sozialen Probleme im
eigenen Land, geschweige denn in der Welt auch nur ansatzweise lösen zu
können. ? Man muß es sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: In der
Mehrzahl der Mitglieder der Vereinten Nationen sterben Menschen an
Hunger oder durch Waffengewalt. Aber das vordringlichste Problem ist die
„Klimakatastrophe“!
Die Menschheit leistet ohne jede Frage ihren Beitrag zur momentanen
Warmzeit, aber bezüglich der Anklage, die Erderwärmung herbeigeführt zu
haben, kann das Urteil nur
„nicht schuldig“
lauten.
Aus der Evolutionsgeschichte der Wissenschaft ist unschwer
vorherzusagen, daß der Leser trotz fehlender Beweise für ein
„Verschulden“ des Menschen geneigt ist, mit Zähnen und Klauen an der
gängigen Doktrin von der „Schuld“ des Menschen an der „Klimakatastrophe“
festzuhalten und von „der Politik“ die Rettung vor dem Weltuntergang zu
erwarten. Man hat uns beigebracht, monokausal zu denken und einer
bestimmten Folge eine genau bestimmte und bestimmbare Ursache
zuzuordnen. Paßt die Realität sich der Theorie nicht an, wird die
Realität solange gekürzt und gestreckt, bis sie wieder zur Theorie paßt.
Neben der Neigung zum Prokrusieren gehört es zu den unangenehmen
Eigenschaften des Menschen, für alles und jedes einen „Schuldigen“
finden zu müssen.
Aus diesen Gründen werden Sie die nachfolgend geschilderten Ereignisse,
die nur einen kleinen Ausschnitt aus meiner „Bilanz der Zufälle(?)“, aus
meiner ganz persönlichen „X-Faktor“-Reihe darstellen, als Ergebnis
„reinen Zufalls“ abtun und jede innere Verbindung in Abrede stellen. Vor
allem aber werden Sie jede Ursachenverknüpfung (Kausalität) zwischen den
Ereignissen leugnen. ? Was fehlende Kausalität anbelangt, gebe ich Ihnen
sogar uneingeschränkt recht, denn in einem akausalen, wenn auch
musterstabilen Universum gibt es keine Kausalität. ? Ein innerer
Zusammenhang ist dennoch gegeben, denn die Ereignisse sind mit der Lehre
vom „reinen Zufall“ eben nicht in Einklang zu bringen.
Wieder einmal muß ich mit einer „Steilvorlage“ anfangen, die mir die FAZ
geliefert hat:
In der FAZ vom 13.2.2007 sinnierte Ihr Kommentator „Dt.“ auf Seite 10
unter dem Titel „Fieberwahn“ über Denkverbote: „Zweifel daran, daß der
Klimawandel ‚menschengemacht‘ sei, fallen seit der Veröffentlichung des
jüngsten Klimaberichts der UN zunehmend unter das Denkverbot.“ ? Leider
ist dem Mann in vollem Umfang beizupflichten, was mich aber nicht davon
abhält, gegen alle von Regierung, Funk und Fernsehen, „der Wissenschaft“
und den Printmedien aufgestellten Denkverbote zu verstoßen. ? Wenn man
sich gegen den von „Politik“ und „Wissenschaft“ erzielten „Konsens“
stellt, kann man eigentlich nie sicher sein, ob man tatsächlich die
richtige Spur verfolgt. ? Dennoch bin ich ganz sicher, weil die
Infomationen, auf die ich mich berufe, mir gewissermaßen „zugespielt“
worden sind und werden:
Es begann am 8.1.2007. Ich mußte meine Bücher in die Dormagener
Stadtbibliothek zurückbringen, ohne Philip Balls „H2O ? die Biographie
des Wassers“ ganz gelesen zu haben. ? Ein umwerfendes Buch. Unter den
ausgesonderten Büchern, die man für ein paar Cent erwerben konnte, lag
für mich ? wie zur Abholung bereit ? Habers „Stirbt unser blauer
Planet?“. Ausweislich der Lesekarte war es zuletzt am 4.12.2000
ausgeliehen worden. ? Wie der „Zufall“ es so will, fand ich gleichzeitig
ein Jugendbuch, das den Titel „Einfach unheimlich“ trägt. Für beide
Bücher zusammen habe ich 2,50 ? bezahlt. Eine Investition, die sich
gelohnt hat, denn in der Folgezeit bis heute wurde es schon wahrhaft
unheimlich:
Nicht nur der eingangs erwähnte Artikel und der jüngst erwähnte
Kommentar kamen auf mich zu.
Ab dem 25.1.2007 begann die Vogelgrippe wieder durch die Medien zu
geistern. ? Angefangen hat es mit einem Artikel in der WELT, wonach es
bei riskanten Versuchen in einem texanischen Labor zu einem Zwischenfall
mit Vogelgrippe-Viren gekommen sei. Merkwürdigerweise tauchte wie aus
dem Nichts auf der Titelseite ebendieser Ausgabe der Name „Lulu“ auf.
Diesmal aber war es keine Kuh, die auf einen Bauern gefallen war,
sondern eine Nashorndame, die erstmals in der Weltgeschichte erfolgreich
künstlich befruchtet worden war. Fünf Tage später war die „Biene Maja“
wieder an der Reihe, diesmal aber aus einem eher traurigen Anlaß, denn
am 28.1.2007 hatte sich der Komponist der Titelmelodie erschossen. Der
eine kommt (Lulus Nachwuchs), der andere geht. ? Und dann kam der
Februar Vollmond, nämlich am 2.2.2007. ? Sie werden sich sicher fragen,
warum dieser meiner Meinung nach erwähnenswert sei. Nun, anläßlich des
Februarvollmonds 2006 hatten sich schon merkwüdige Dinge ereignet: Am
13.2.2006 sollte dieser sich gegen 19.05 aus dem Mittelmeer erheben; ein
Ereignis, das ich eigentlich fotografieren wollte. Der Himmel
verweigerte mir das Bild, fristgerecht hatte sich eine dichte
Wolkendecke gebildet. Dennoch kam ich zu einem unvergleichlichen Bild.
Ich hatte mir die Zeit mit einer Tasse Kaffee im Restaurant „Nautilus“
vertrieben. Dabei fiel mir die dortige mannshohe Poseidonstatue ins
Auge. Ich kannte sie schon lange, aber mir fiel auf, daß sie unter einem
Neon-Lichterkranz postiert war, der sich vielleicht, so dachte ich, als
„Heiligenschein“ ins Bild setzen ließe. Ich hielt einfach mal die Kamera
„drauf“, denn der Laden war zu voll, um Poseidon als Heiligen richtig in
Szene zu setzen. Das Ergebnis gefiel mir und ich mußte über „St.
Poseidon“ schmunzeln. In den folgenden Tagen wich das Schmunzeln einem
lauten Lachen, denn am 14.2.2006 platzte die Medienbombe: Vogelgrippe
auf Rügen. ? Da hatten doch die Götter der Frau Merkel ins Revier nicht
nur gepinkelt, sie hatten einen dicken Haufen gemacht. Wie der „Zufall“
es so will, platzte am Tag nach dem Februarvollmond des Jahres 2007
erneut die Medienbombe: Vogelgrippe in England. Beide Male blieb
freilich die befürchtete H5N1 ? Pandemie aus. Statt dessen wurde der
Menschheit zur gleichen Zeit in Aussicht gestellt, der
„Klimakatastrophe“ zum Opfer zu fallen. Das Chaos der verschiedenen
Weltuntergangsszenarien war perfekt. A propos Chaos: Unser Labrador
„Jasper“ galt schon in dem Tierheim, aus dem wir ihn geholt hatten, als
Chaot. Es hat sich zwischenzeitlich herausgestellt, daß er die
Inkarnation des Chaos ist. So wunderte es mich nicht, daß ich am
6.2.2007 im Daily Mirror die Nachricht entdeckte, einer englischen
Labrador-Hündin sei am Tag vor dem Februarvollmond der „große Wurf“
gelungen. 10 Welpen, und alles Mädchen. Chaos hoch 10. Normal sind bis
zu 8 Welpen, und ein Wurf von ausschließlich weiblichen Welpen ist
ebenfalls sehr selten. Zufall? ? Zufall hin, Zufall her, zufällig
erschien die Nachricht am 6.2.2007. Auch dies ein denkwürdiges Datum,
freilich nur für Eingeweihte: Am 6.2.2001 hatte ich einen Brief an die
damals frischgebackene Bundeslandwirtschaftsministerin Künast
geschrieben und diese aufgefordert, in der BSE-Krise Entwarnung zu
geben, weil BSE ein genealogisches und kein epidemologisches Problem
wäre. Es war die erste Gelegenheit für die nichtlinear-thermodynamische
Variante der Evolutionstheorie, praktische Erfahrung zu sammeln. Nachdem
ich das Schreiben per Fax versandt hatte, machte ich die darin
enthaltene Ankündigung wahr: Ich hatte das Bedürfnis verspürt, eine
Kirche aufzusuchen und dort eine Kerze anzuzünden. Die nächsterreichbare
Kirche war St. Pankratius in Dormagen-Nievenheim. Ich fand allerdings
keine Kerze vor, und so legte ich eine Kopie meines Schreibens in den
Kerzenhalter vor dem Gekreuzigten. Keine drei Wochen später stand ich
mit dem Rücken zum Fernseher und schüttete mir eine Tasse Kaffee ein.
Mir fiel beinahe die Kaffeekanne aus der Hand, als der
Nachrichtensprecher die Rückkehr der Maul- und Klauenseuche nach England
verkündete. In den folgenden Wochen konnte die Welt miterleben, was eine
Seuche ist und wie sie sich ausbreitet. Als ihrer Majestät Regierung
sich damals entschloß, den „Angreifer“ aus dem Mikrokosmos militärisch
zu begegnen, plumpste der Australopithecus Superbus Procrustes in sein
Taufbecken: der hochnäsige Südaffe, der sich mit Gewalt alles passend
macht. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch erstmals das Gefühl, daß es
jemand oder etwas gab, der oder das mich verstanden hatte. Ich nenne es
„den Planeten“. Seitdem ist es auch an der Tagesordnung, daß ich
Informationen genau dann bekomme, wenn ich sie brauche. Und der Planet,
der anfangs noch drei Wochen gebraucht hatte, wurde mit der Zeit immer
„pünktlicher“. Wegen der weiteren Einzelheiten verweise ich auf meine
Schriften bei http://www.lulu.com/advocatusdeorum und http://www.bundesadel.de .
Wie pünktlich der Planet ist, hat die FAZ in ihrer Ausgabe vom 2.2.2007
selbst unter Beweis gestellt. Sie läßt dort auf Seite 33 den Physiker
Peter Lemke zu Wort kommen, der am Alfred-Wegener-Institut arbeitet.
Unter der Überschrift „Stürmische Zukunft“ bezeichnet Ihr Autor Joachim
Müller-Jung die American Geophysical Union als „wichtigste
Wissenschaftlervereinigung“. Die genannte Wissenschaftlervereinigung war
sich mehr als ein halbes Jahrhundert mit allen anderen
Wissenschaftlervereinigungen darüber einig, daß die von Alfred Wegener
bereits 1912 postulierte Kontinentaldrift Schwachsinn sei. Erst vierzig
Jahre nach Wegeners Tod mußten sie kleinlaut zugeben: und sie (die
Kontinente) bewegen sich doch! – Deswegen war an die Existenz eines
Alfred-Wegener-Instituts vor 1976 nicht einmal zu denken, aber das weiß
heute kaum noch jemand. Es ist wichtig, diese Tatsache zu erwähnen, denn
sie dient als Mahnung. – Als Mahnung, auch dem einmütigsten „Konsens“
der „Wissenschaftlergemeinde“ eine gehörige Portion Mißtrauen
entgegenzubringen.
Während ich diese Zeilen verfasse (22.2.2007), melden die
„Nachrichtensender“ (N-24 und n-tv) übereinstimmend, daß der Menschheit
nur noch 15 Jahre bleiben, um die kommende „Klimakatastrophe“
abzuwenden. ? Und, wie der „Zufall“ es so will, stattet mir eine Biene
eine Stippvisite ab, schaut mir kurz über die Schulter und verschwindet
wieder. „Zufällig“ sendet heute abend n-tv den Bericht „Das Geheimnis
der Bienen“.
An den Weltuntergangsszenarien, die von „der Wissenschaft“ in die Welt
gesetzt werden, gibt es soviel auszusetzen, daß ein Leserbrief durchaus
nicht ausreicht, um allen zweifelhaften Behauptungen entgegenzutreten
und sie im Kreuzverhör auseinanderzunehmen. Irgendwann muß ein
Schlußstrich gezogen und gesagt werden:
Der Zweifel sind genug gesät, keine weiteren Fragen!
Als ich am 20.2.2007 die Wissenschaftsseite der WELT aufschlug, war mir
klar, daß das entsprechende „Go!“ des Planeten schon fast gekommen war:
Wieder einmal wurde dem Planeten die Beschießung aus dem Weltall und
eine anschließende alles vernichtende Eiszeit in Aussicht gestellt. ?
Und das im Angesicht der „Klimakatastrophe“!
„Notfallplan für Asteroiden-Anflug gefordert“ ? unter dieser Überschrift
zeichnet Wolfgang W. Merkel (welch ein Zufall!) das Katastrophenszenario
und beschließt es mit einem Vergleich zum Ausbruch des Vulkans Tambora
im Jahre 1815. So weit die die Geschichte hätte Merkel gar nicht
zurückgehen brauchen:
„Der größte katastrophale Luftverschmutzungsakt, den sich die Natur in
der jüngsten Geschichte geleistet hat, ereignete sich in der Nacht vom
27. zum 28. August des Jahres 1883. Eine der riesigsten
Vulkanexplosionen überhaupt hat dabei die kleine Insel Krakatau in der
Sundastraße zwischen Sumatra und Java völlig weggesprengt. Insgesamt
sind etwa vier Kubikkilometer Gestein in die Luft geschossen worden,
davon mindestens einige Prozent in der Form von feinstem Staub, der bis
in die höchsten Atmosphärenschichten hinauf geblasen worden ist. Dieser
Staub hat fast die gesamte Atmosphäre der Erde für Monate hindurch im
echten Sinne verschmutzt. Dadurch wurde der klare Himmel getrübt, und
monatelang ging die Sonne oft in einem unheimlichen glutroten Schein
unter. Wenn es damals schon genauere Klimabeobachtungen gegeben hätte,
so wären sicher auch für einige Jahre weltweite Klimaänderungen
nachweisbar gewesen.
Vier Kubikkilometer verpulvertes Gestein entsprechen einer Masse von
etwas 16 Milliarden Tonnen; der größte Teil dieses abgeschossenen
Materials freilich wird in Form von größeren Brocken oder kleinen
Steinen wieder ins Meer zurückgefallen sein. Der Rest jedoch, der in
Form von Staub eine längere Zeit in der Atmosphäre verblieb, entspricht
etwa wieder einem Millionstel der Atmosphärenmasse. Dieses zwar
katastrophale Experiment, das uns die Natur vor knapp 100 Jahren
vorgeführt hat, zeigt wiederum, welche geringen Bruchteile an
Fremdkörpern in der Luft ausreichen, um unsere Atmosphäre sichtbar und
fühlbar zu beeinträchtigen.“ (Haber S. 64f)
Ob es sich bei den Ausbrüchen des Krakatau, des Vesuv oder des Mount St.
Helens tatsächlich um „Katastrophen“ handelt, die „die Umwelt“
beeinträchtigen, darf nach der Lektüre der oben zitierten
Wissenschaftsseite der WELT mit Fug und Recht bezweifelt werden. Denn
offensichtlich bildet die Vulkanasche, die nach und nach wieder zu Boden
sinkt, globalen Dünger, der Organismen zu Lande und zu Wasser nützt. „Es
ist, als wenn der Vulkangott Vulcanus und die Fruchtbarkeitsgöttin Freya
mit Neptun eine Vereinbarung getroffen haben, von der wir erst jetzt
etwas erfahren.“ So zitiert die WELT (Vulkanasche ist Dünger) den
Geomar-Wissenschaftler Svend Duggen.
Da ist was Wahres dran.
Und es ist erstaunlich, diese Worte aus dem Munde eines
Naturwissenschaftlers zu hören. Noch erstaunlicher ist, daß der Mann am
Leibniz-Institut für Meereswissenschaften tätig ist. ? Leibniz hatte den
Tieren den Verstand abgesprochen. Laut Leibniz brauchen Tiere keinen
Verstand, weil Gott ihn für sie habe. ? Der Verstand, der Leibniz
vorschwebte, reicht offenbar weit über das Tierreich hinaus. Die
olympische Düngemittelgesellschaft läßt sich tatsächlich so darstellen,
wie Duggen es getan hat. Freilich sind ihm zwei Details entgangen: Die
olympische Fruchtbarkeitsgöttin heißt Demeter und nicht Freya. Ferner
hat Duggen Aeolos vergessen, der mit von der Partie ist, weil er für den
weltweiten Vertrieb des Düngers verantwortlich zeichnet.
Wie immer man es auch sieht: Was lokal wie eine „Katastrophe“ aussieht,
kann im globalen Maßstab Segen sein. Vor diesem Hintergrund muß sogar
gefragt werden, welches die „Untergrenze“ des CO2-Gehaltes ist,
unterhalb derer Photosynthese nicht mehr stattfinden kann. Immerhin ist
das lebensspendende CO2 in der Atmosphäre dreimal seltener als das
Edelgas Argon! ? Muß ich mir gar vorstellen, daß die Menscheit in ihrem
grandiosen Unverstand Bestandteil dessen ist, was Ovid in seiner
Schöpfungsgeschichte (Ovid, Metamorphosen) als „cura dei“, als Fürsorge
des (Schöpfer-)Gottes bezeichnete?
Worin auch immer die Bedeutung liegen mag – wieder einmal waren die
Götter wie aus dem Nichts aufgetaucht, allerdings, und das ist
entscheidend, nicht vollständig, am „Go!“ des Planeten fehlte noch etwas.
Das endgültige „Go!“ kam am 22.2.2007 durch die FAZ. Der Redakteur, der
die Leserbriefe zusammengestellt hatte, dachte wohl nicht im Traum
daran, daß es ihm zufallen würde, mir die entsprechenden Informationen
zuzuspielen:
Fassen Sie die beiden Leserbriefe „Umweltschonend“ von B. Oswald und
„Beobachtung und Deutung“ von F. Fischer zu einer Gesamtbetrachtung
zusammen, und sie wissen, was ich meine.
Und wenn Sie den Unterschied zwischen Beobachtung und Deutung
ernstnehmen, wird Ihnen klar, daß die ganzen Weltuntergangsszenarien mit
apokalyptischen Visionen nichts zu tun haben. Apokalypse bedeutet
Entschleierung und damit ganz sicher das Ende des herrschenden
mechanistischen Weltbildes, in keinem Fall aber das Ende der Welt.
In Kürze werde ich Ihnen mitteilen, wie das Kohlendioxid zum
„Klimakiller Nr. 1“ anvancieren konnte. Das wiederum hat erneut mit der
Biene Maja und „Lulu“ zu tun. Vorläufig verabschiede ich mich von Ihnen
mit einer Frage:
Warum ist die Welt nicht zu retten?
Sollten Sie die Antwort nicht herausgefunden haben:
Weil sie nicht in Gefahr ist!

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
http://www.bundesadel.de
Publikationen:
http://www.lulu.com/advocatusdeorum

Lieber Herr Duggen,
hoffentlich sind Sie mir nicht böse für den ungebetenen
„Nachhilfeunterricht“ in griechischer Mythologie–

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
http://www.bundesadel.de
Publikationen:
http://www.lulu.com/advocatusdeorum


‚Enjoy life while you can‘ | Environment | The Guardian

November 11, 2010

‚Enjoy life while you can‘ | Environment | The Guardian.

Wie Sie unschwer feststellen können, stehe ich mit meiner Sicht der Dinge nicht allein da.

Lovelock wurde seinerzeit bei der NASA geschasst, weil er auf die Frage, welche Kriterien man anlegen müßte, um im Weltall außerirdisches leben zu finden, antwortete, man müsse nur nach einem Ungleichgewicht fahnden…

Die „Grünen“ u.a., die auf das „natürliche Gleichgewicht“ so großen Wert legen, würden Lovelock umgehend aus ihren Reihen entfernen. – Vor allem deshalb, weil er für die Atomkraft ist.

Nach meinen tatsächlichen Feststellungen jedenfalls spricht alles, aber auch alles für die Richtigkeit der von Lovelock mitbegründeten Gaia-Theorie. Der Planet ist ein sich selbst regulierender „Super-Organismus“. – Und wir sollten ihn ernst nehmen. Denn wer es nicht tut, der wird sich am Ende eine blutige Nase holen. Und er wird dafür sorgen, daß sich auch andere eine blutige Nase holen, – vor allem die, die es nicht verdient haben: die Kinder dieser Welt.

Im Gegensatz zu Lovelock, der sich in seinem Buch „Gaias Rache – Warum die Erde zurückschlägt“ eher pessimistisch geäußert hat, bin ich der Überzeugung, daß der Planet immer noch das tut, was er immer getan hat. Wir sind es, die mit dem Versuch, der Erde Herr zu werden, das Durcheinander anrichten.


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