Mayakalender: Nur die Dombauhütte kann uns retten, denn ORION hat Verspätung

November 20, 2012

Mayakalender: Wissenschaftler sagt Weltuntergang 2012 ab – Nachrichten Wissenschaft – DIE WELT.

Vor fast genau 45 Jahren war die Fernsehnation schockiert über die Meldung: „Die Invasion ist nicht mehr aufzuhalten, ich schlage vor, mit den Frogs zu verhandeln.“

Originalrep0rtage

Aus den Verhandlungen wurde nichts. – Sie erübrigten sich am Ende, weil, wie Sie gesehen haben,  von der Obersten Raumbehörde Order an die Crew der „Orion“ erging: „Gehen Sie auf Hyperspace-Geschwindigkeit und fliegen Sie „Gordon“ an! Eliminieren Sie „Gordon“ mit Overkill! Dies ist ein Befehl der Weltregierung!“

Es wurde ein Wettlauf mit der Zeit, aber „Gordon“ wurde rechtzeitig eliminiert.

All das geschah innerhalb weniger Minuten.

Innerhalb weniger Minuten kann viel passieren. – Mit diese Worten wirbt die WELT für WELT-ONLINE.- Daß die zuständige Werbeagentur den Slogan mit einem Bildnis des Papstes unterlegt hat, versetzt mich doch etwas in Erstaunen, denn weder die Wahl eines Papstes noch dessen Amtszeit sind eine Sache von wenigen Minuten.

Es sei, wie es ist, denn innerhalb weniger Minuten kann allerdings tatsächlich viel passieren, das hat sich am 2.3.2007 gezeigt:

Kurz vor den 15-Uhr Nachrichten des Senders n-tv hatte ich begonnen, das Feuilleton der WELT durchzublättern. Unter der Überschrift „Ecce Herbert!“ sollte Herbert Grönemeyer auf Seite 27 zum Religionskritiker hochstilisiert werden. – Da Grönemeyer keine Alternativen zu bieten hat, gewissermaßen mit leeren Händen dasteht, ist dem Verfasser des Artikels seine Absicht wohl nicht so ganz gelungen. Als gelungen empfand ich jedoch, daß auf der Folgeseite in der o.g. Anzeige der Papst ebenfalls mit leeren Händen dastand.

N-tv meldete, nach einem geheimen UN-Bericht wäre die Klimakatastrophe nicht mehr aufzuhalten. Mit wem aber sollte die UNO diesmal verhandeln?

Die WELT, obwohl erdgebunden, ging ebenfalls auf Hyperspace-Geschwindigkeit, denn die WELt und n-tv überholten sich bei der Berichterstattung gegenseitig:“ ‚Orion‘ hat Verspätung“, meldete sie auf ihrer Wissenschaftsseite (Seite 31). – Wenn „Orion“ Verspätung hat, wer soll die Welt dann noch retten können? – Captain Kirk?

Laut n-tv werden auch er und seine Crew zur Rettung der Erde nichts beitragen können. Laut n-tv nämlich wurde „Enterprise“ von Tornados weitgehend zerstört. Die Schäden waren so gravierend, daß George W. Bush sie höchstpersönlich inspizieren mußte. (Enterprise ist eine Kleinstadt im Südwesten der USA)

Gibt es dennoch eine Rettung? – So könnte man vermuten, wenigstens dann, wenn die elektrische Anlage der „Enterprise“ von Siemens gefertigt wurde. Denn laut WELT (S. 31) heißt Siemens: „Gott hat gehört“.

Ob Gott gehört hat, weiß ich nicht, die Götter jedenfalls scheinen gehört zu haben, denn auf Seite 32 berichtet die WELT mit erheblicher zeitlicher Verzögerung über den Ausbruch des Stromboli. Und dieser räusperte sich fast zur gleichen Zeit, als folgender Text durch das Netz der Netze gejagt wurde:

„Ob es sich bei den Ausbrüchen des Krakatau, des Vesuv oder des Mount St. Helens tatsächlich um „Katastrophen“ handelt, die „die Umwelt“ beeinträchtigen, darf nach der Lektüre der oben zitierten Wissenschaftsseite der WELT mit Fug und Recht bezweifelt werden. Denn offensichtlich bildet die Vulkanasche, die nach und nach wieder zu Boden sinkt,  globalen Dünger, der Organismen zu Lande und zu Wasser nützt. „Es ist, als wenn der Vulkangott Vulcanus und die Fruchtbarkeitsgöttin Freya mit Neptun eine Vereinbarung getroffen haben, von der wir erst jetzt etwas erfahren.“ So zitiert die WELT (Vulkanasche ist Dünger) den Geomar-Wissenschaftler Svend Duggen.

Da ist was Wahres dran.

Und es ist erstaunlich, diese Worte aus dem Munde eines Naturwissenschaftlers zu hören. Noch erstaunlicher ist, daß der Mann am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften tätig ist. – Leibniz hatte den Tieren den Verstand abgesprochen. Laut Leibniz brauchen Tiere keinen Verstand, weil Gott ihn für sie habe. – Der Verstand, der Leibniz vorschwebte, reicht offenbar weit über das Tierreich hinaus. Die olympische Düngemittelgesellschaft läßt sich tatsächlich so darstellen, wie Duggen es getan hat. Freilich sind ihm zwei Details entgangen: Die olympische Fruchtbarkeitsgöttin heißt Demeter und nicht Freya. Ferner hat Duggen Aeolos vergessen, der mit von der Partie ist, weil er für den weltweiten Vertrieb des Düngers verantwortlich zeichnet.“

Die Mail ging am 27.2.2007 an die FAZ ab, hier der Original-Header:

—-Ursprüngliche Nachricht—–

Von: gerhard.altenhoff@email.de

Gesendet: 27.02.07 15:43:19

An: redaktion@faz.de

CC: jora@jora-hypno.de, wissenschaft@welt.de,

wissen-online@sueddeutsche.de, leserbriefe@bild.de

Betreff: FW: Unser Planet stirbt

– Die Liparischen Inseln, zu denen der Vulkan Stromboli gehört, werden auch die  Aeolischen(!) Inseln genannt! –

Das Mitlesen von Mails ist offenbar keine Erfindung der Geheimdienste, der Olymp liest wohl schon recht lange mit, zumindest seit der Einführung des Internet.

Für die eingefleischten Mechanistiker kommt es noch schlimmer:

Am 8.3.2007 wurde die Zufahrt zum Düsseldorfer Flughafen in der Zeit von 21.45 Uhr bis 23.00 Uhr gesperrt, weil ein Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg entschärft werden mußte. An dieser Bombe muß ich in jungen Jahren einige hundert Mal vorbeigegangen und mit Rad und Auto vorbeigefahren sein, denn sie wurde nur wenige hundert Meter von meinem Elternhaus entfernt gefunden.

Wenn Sie so wollen legten die Götter ihrem Advocatus Deorum den „Blindgänger“ zu Füßen, und zwar mit Vorankündigung:

Planmäßig hob Flug LT 147 am 8.3.2007 von der Rollbahn des Flughafens in Alicante ab. Weil auch der Landeanflug planmäßig verlief, setzte LT 147 mit dem Advocatus Deorum an Bord pünktlich um 22.55 Uhr auf der Düsseldorfer Rollbahn auf. – Während des Landeanflugs war ein Feuerwerker damit beschäftigt, einen Spagat zu absolvieren: einerseits

mußte er den „Blindgängereffekt“ zu vermeiden suchen, andererseits mußte er ihn fördern. Er mußte vermeiden, daß das Ding hochging und ihm damit „Zukunft“ sichern.

Mutter Erde ist schon erstaunlich: Ich glaube nicht, daß die Besatzung der B-17, die seinerzeit die Bombe ausgeklinkt hatte, jemals einen Gedanken daran verschwendete, daß wenig mehr als 63 Jahre nach dem Abwurf derjenige , der den „Blindgängereffekt“ der klassischen Evolutionstheorie hinzufügte und „Uncle Sam“ die Worte „Join the IRA – Drop! Your! Fucking! Guns! Now!“ in den Mund legte, ihren Kurs kreuzen würde, – wenn sie denn den eigenen Fliegerhorst je wieder erreichte.

Der „Blindgängereffekt“ wurde inspiriert durch eine Textstelle in Hoimar von Ditfurths „Wir sind nicht nur von dieser Welt“:

>Das hier beschriebene Experiment wurde tatsächlich durchgeführt, und zwar vom amerikanischen Nobelpreisträger Joshua Lederberg. Zum Ergebnis dieses Experiments und zum Phänomen des Albinismus bemerkt Hoimar von Ditfurth:

„Dies Ergebnis – es ist für das Verständnis so wichtig, daß ich es noch einmal hervorheben möchte – war weder angezielt worden (das Genom kann nicht zielen: Mutationen erfolgen zufällig und ungerichtet!) noch vorhersehbar gewesen (Eiszeiten, geologische Katastrophen oder die Invasion überlegener Konkurrenten kündigen sich nicht vorher an). Vielleicht war der Treffer, das ist alles, was dazu gesagt werden soll, unter diesen Umständen allein als Folge gerade eines völlig ziellosen >Herumballerns< durch den Mutationsprozeß möglich geworden. Denn ein zum Zielen befähigter Schütze hätte, wie gesagt, die >richtige< Richtung womöglich planmäßig ausgespart, weil es dort noch nichts gab, worauf er in dem Augenblick, in dem er abdrückte, hätte zielen können.“[1]

Ich habe lange darüber nachgedacht, warum die gewählte Metapher vom sinnlosen „Herumballern“ nicht stimmen konnte. Das paßte nicht zu dem. was v.Dithfurth auf der vorhergehenden Seite geschrieben hatte:

„Das Genom (die Summe der Erbanlagen eines Organismus) ist zwar unbelehrbar, unfähig, aus der Umwelt Informationen zu beziehen und aus Fehlern mutativer Anpassung zu lernen. Daran läßt sich nichts ändern. Aus der Welt der Organismen gelangt keine Information in die Welt der Elementarteilchen. Aber die daraus resultierende Blindheit jeder einzelnen Mutation gegenüber der Situation des Organismus, an dessen Bauplan sie planlos herumspielt, hat immerhin auch einen Vorteil: Diese gänzlich unvermeidliche Blindheit läßt die Art >offen< bleiben für noch gänzlich unvorhersehbare zukünftige Möglichkeiten.

Es wurde schon gesagt, daß die Lernunfähigkeit des Genoms sich zum Beispiel darin äußert, daß bei den verschiedensten Arten immer wieder Albinos auftauchen: eine Mutation, die einem Hirsch, einer Amsel oder einer Maus unter normalen Umständen nichts als Nachteile einträgt. Unter den Bedingungen der freien Natur werden diese Varianten denn auch von der Umwelt sehr schnell wieder <ausgelesen>“.[2]

Bei ziellosem „Herumballern“ wären der Evolution mit Sicherheit bald die Patronen ausgegangen, wenn sie mit einem Gewehr eine Zielscheibe hätte treffen müssen. Sie haben oben aber gesehen, daß der „Munition“, die die Natur verwendet, eine explosive Tendenz innewohnt. Die Evolution gleicht daher nicht einem „herumballernden“ Präzisionsschützen, sie gleicht vielmehr dem Trommelfeuer des Ersten Weltkrieges oder den Bombenteppichen des Zweiten Weltkrieges. Beide hinterließen eine Unzahl von Bomben und Granaten, die zwar nicht ihr Ziel, aber zunächst einmal ihren Zweck verfehlten, indem sie als Blindgänger zu Boden gingen. Alle „perfekt“ an den „Zweck“ ihres „Daseins“ angepaßten Sprengkörper hatten ihre Mission erfüllt. Allein die Blindgänger nicht. Einige von ihnen harren heute noch tief im Boden ihrer „Zweckbestimmung“.

Je häufiger aber „Blindgänger“ in die Welt gesetzt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß irgendwann einmal einer von ihnen explodiert. – Der Präzisionsschütze, der seine Munition „verballert“ hat, kann demgegenüber keinen einzigen Treffer mehr erzielen. Das ist der Unterschied. Vielleicht wäre v. Ditfurth auf den richtigen Gedanken gekommen, hätte er die zutreffende Metapher benutzt.

Darwin prägte den Begriff vom „survival of the fittest“. Die deutsche Sprache machte daraus das „Überleben des Tüchtigsten“. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts und die europäische Einigungsbestrebung rechtfertigen es wohl, in versöhnlichem Ton vom „survival of the blindgängers“ zu reden.<

Wie der Zufall es so wollte, wurde die Maschine von Flugkapitän Lütgemüller gesteuert. Trotz erheblicher Turbulenzen während des Fluges, sah ich einer sicheren Landung entgegen, denn F.W. Lütgemüller hieß der Mann, der die Mensuren, die ich als Corpsstudent ausfechten mußte, sekundiert hatte. Und der Zufall wollte es so, daß all dies an dem Tag stattfand, an dem Rudolf Reiner Anicetus Jirka Geburtstag hat, der Mann, dessen Nachname Karel Zeemans „Reise in die Urwelt“ unauslöschlich in mein Gedächtnis gebrannt hat. – Wenn das „Zufall“ war, Reiner Zufall war das nicht.

   „Als so der Gott, wer immer es war, die Materie geordnet,

So sie zerteilt und die Teile zu wirklichen Gliedern gestaltet,

Ballte er gleich zu Beginn die Erde, damit sie auf jeder

Seite sich gänzlich gleiche, zur Form einer riesigen Kugel.“

„Quisquis fuit ille deorum“, so lautet „der Gott, wer immer es war“ im Original. Ovid und seine Zeitgenossen rätselten über die Identität des „Schöpfergottes“. Die naturwissenschaftliche Kriminalistik hat ihn eindeutig identifizierbar gemacht. Es ist Vulkanus, den die Griechen Hephaistos nannten. – Den Passus der Identifikation des Schöpfergottes hatte ich aus meiner o.g. Mail an die FAZ gestrichen, weil ich ihn für zu dick aufgetragen hielt…

Alle Substanzen, ich vermeide das Wort „Bausteine“, denn Bausteine sind passiv, die zur Organisation des Lebens beitragen, wurden und werden von Hephaistos aus dem Bauch der Erde an deren Oberfläche befördert. Allen voran das Wasser, gefolgt vom Kohlenstoff bis hin zu den „Spurenelementen“. Die besten Zeugen sind die thermophilen Archaebakterien, die nach wie vor Schwefelwasserstoff fressen, heute aber nur noch in der Nähe von unterseeischen Vulkanen (Black Smoker) siedeln. Sie sind die ältesten Lebewesen des Planeten.

Und, das sei hier nur am Rande erwähnt, Hephaistos kann zwar hervorragend mit Hammer und Amboß umgehen, er ist aber kein Waffenschmied, sondern eher als Werkzeugmacher anzusehen, der Poseidon und Aeolos die Werkzeuge schmiedet, mit denen sie den Menschen nach Belieben Freude bereiten oder Schrecken einjagen.

In der heutigen Welt sind und bleiben die mittelozeanischen Rücken das Haupttätigkeitsgebiet des Hephaistos, seine Black Smokers sind nämlich vor allem da zu finden, wo neue Erdkruste sich bildet, eben an den mittelozeanischen Rücken.

Warum aber bildet sich überhaupt neue Erdkruste, warum wandern die Kontinente ziellos über den Planeten. Diese Frage wurde mir bislang von keiner geologischen oder geophysikalischen Veröffentlichung beantwortet. Es besteht der Verdacht, daß sie nicht einmal gestellt worden ist.

Um sie zu beanworten, müssen wir unseren Blick wohl wieder einmal gen Himmel richten, wo der Mond seine Bahnen zieht. Die Erde dreht sich um ihre eigene Achse, der Mond auch. Beide zusammen drehen sich um einen gemeinsamen Schwerpunkt, um eine gemeinsame Achse. Diese wirkt im flüssigen Erdinneren gewissermaßen als „Rührstab“, der für ein wenig Chaos sorgt, das sich auf die Erdkruste als Plattenbewegung auswirkt.

Betrachten wir deshalb zur Abwechslung einmal den Mond als den Hammer des Hephaistos. Dann bekommt der Zufall, daß die sich eingangs erwähnten Ereignisse innerhalb von wenigen Minuten genau am 2.3.2007 abspielten, eine neue Bedeutung, denn es war der Tag des Vollmonds und der Vorabend der Mondfinsternis, die am 3.3.2007 von Spanien aus von Anfang bis Ende zu beobachten war.

Wie der „Zufall“ es wollte, sind Naturereignisse und Spielfilme im Fernsehen wenig kompatibel. Also zappte ich solange, bis ich eine Musiksendung gefunden hatte, die die Himmelserscheinung ein wenig untermalte. Wie der „Zufall“ es so wollte, strahlte der NDR just zu der Zeit, in der der Mond verdunkelt war, die Wiederholung der Wahl für den deutschen Beitrag des „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ des Jahres 2006 aus. – Der Gewinner verdient, der Vergessenheit entrissen zu werden, denn es handelte sich dabei um „No, no, never“ von Texas Lightning. – Es war für mich von Anfang an ein besonderes Lied, ohne daß ich diese Besonderheit zunächst hätte beschreiben können. Erst viel später erkor ich es zum Gegenstück des 23. Psalms. Aber erst anläßlich der Wiederholung wurde mir bewußt, daß der „Grand Prix“ im Jahre 2006 in Athen stattgefunden hatte.

Sie können mich gerne für verrückt erklären, da wären Sie nicht der Erste, aber während ich mir Gedanken über die letztgenannten Zeilen machte, schaute ich kurz in das Video-Band aus dem Jahre 1984, auf dem sich sowohl „Der Tag, an dem die Erde Feuer fing“ als auch der BBC-Dreiteiler „Die Entstehung eines Kontinents“ befinden. Dort wird „El Capitan“ erwähnt, eine vom Eis extrem glatt geschliffene Felswand in Kalifornien, die 1000 Meter hoch ist. Und was soll ich Ihnen sagen? – Kaum fünf Minuten später wird im ARD-Nachtamagazin der neu Film von Pete Dankwart vorgestellt, der die Besteigung des „El Capitan“ zum Thema hat: „Am Limit“.

Ich gehe davon aus, daß Sie nunmehr am Limit ihres rationalen Fassungsvermögens angelangt sind.

Was würde der „Vulkanier“ wohl dazu sagen?

  „Faszinierend“

Und was macht der Papst? – Er steht immer noch mit leeren Händen in der WELT vom 2.3.2007. Auf Seite 28.

Und der Kölner Dom wird auch am 22.12.2012 noch an  „sinnem ahle Plaas“ zu finden sein. – Und das ist gut so!

ä


[1] H. von Ditfurth, Wir sind nicht nur von dieser Welt, Hamburg 1981, S. 103

[2] v.Ditfurth aaO, S 101f

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„E.T.” landet im Berliner Wachsfiguren-Kabinett – mit Zwischenlandung in der schwäbischen Provinz

Oktober 24, 2012

Außerirdische: „E.T.” landet im Berliner Wachsfiguren-Kabinett – Nachrichten Panorama – Weltgeschehen – DIE WELT.

Der Planet ist pünktlich! – Freilich dauert es einige Zeit, bis eine Wachsfigur hergestellt ist. – Mich würde brennend interessieren, wann mit der Herstellung begonnen wurde Und zwar aus folgendem Grund:

Ist der Planet pünktlich? – „Der Planet ist pünktlich!“ ist bei mir inzwischen zu einem geflügelten Wort geworden:

– Wir schreiben den 29. September 2012. – Wenn ich mich recht zurückentsinne, dürften gut und gern 40 Jahre ins Land gegangen sein, seit ich eine aktuelle Ausgabe des „MÄRKLIN-MAGAZIN“ in der Hand hatte. – Kurz vor Abitur hatte ich andere Dinge im Kopf. – Dann kam die Bundeswehr. Während des Studiums bastelte ich zwar an einer Modellbahnanlage, merkte aber rasch, daß dieses Hobby noch mehr Geld kosten kann als Fotographieren, Filmen und Irland zusammen. – Also ließ die Eisenbahn Eisenbahn und den lieben Gott einen guten Mann sein. – Irgendwann während meiner Referendarzeit hatte ich mir einmal am Duisburger Hauptbahnhof (meine Stammdienststelle war das Landgericht Duisburg) ein MIBA (Miniaturbahnen) – Heft gekauft. – Es hatte mich auch noch über Jahre hinweg begleitet, kam dann aber irgendwie unter die Räder. – Das ist jetzt auch fast 30 Jahre her. Umso mehr überraschte mich das Titelblatt des MÄRKLIN-MAGAZIN:

Ausgabe August/September 2012

Vor allem – die eher unscheinbare – Ankündigung verblüffte mich nicht nur, sie ließ mir für einen Moment den Atem stocken:

Tag der offenen Tür - auch für Außerirdische?

Hatte ich doch vor gerade einmal 10 Tagen dem beliebtesten aller Außerirdichen den Märklin-Produktionsprozess „hautnah erleben“ lassen.  – Ich hatte zwar den Produktionsprozeß so beschreiben, wie er vor 47 Jahren abgelöaufen ist, aber da E.T. den unendlichen Weiten des Alls entstammt, was sind da schon 47 Jahre?

Mir war im April die Idee in den Kopf gekommen, vor den Gefahren, die sich aus einer wissenschaftlichen Theorienbildung anhand von „Modellen“ zu warnen. – Sie kam, kurz nachdem ich meine alten „MÄRKLIN“-Schätzchen aus ihren Särgen geholt und in eine Vitrine verfrachtet hatte. – Wie macht man die unvermeidlichen Denkfehler plausibel? – Die Dampflok kennt auch heute noch jedes Kind, dank Jim Knopf und „Emma“.  – Naturgemäß suchte ich zunächst den Einstieg in die Geschichte auf dem Umweg über Lummerland.  – Aber das klappte nicht so recht. „Emma“ war nicht die richtige Partnerin, obwohl sie jedem gelaüfig ist.

Bei einer der vielen Sendungen von n24 über Leben imWeltall kreuzten dann im Kinderzimmer E.T und die Dampflok ihre Wege, denn Dampfloks sind heute vorwiegend in Kinderzimmern anzutreffen.

– Vor allem aber auch E.T. .  Der ist der jungen Wisenschaftlergeneration vom Kinderzimmer her so bekannt wie ein Dinosaurier. – Und diese Generation von Wissenschaftlern ist es, die ich ansprechen möchte.

– Also mußte E..T. irgendwie in der Heimat meiner „Schätzchen“ , in Göppingen landen.

Der Inhalt des MÄKLIN-MAGAZINS Heft 4/2012 (August/September 2012) hätte mir den Einstieg in die Geschichte erleichtern können. – E.T. wäre so als gewöhnlicher Interressent zum Tag der offenen Tür bei MÄRKLIN erschienen, der am 14. und 15. September stattgefunden hatte…

E.T. und die Dampflok war Anfang September textmäßig abgeschlossen.

Ich brauchte noch ein Portrait von meiner alten 44er zur Illustration des Artikels. Eine Lokomotive auf einer Tischplatte ohne Schienen unter den Rädern sieht mehr als komisch aus. – Also war ich auf der Suche nach passenden Schienen. – Der Spielwarenladen in Dormagen hatte schon vor längerer Zeit seine Pforten geschlossen; die Fa. Toys Are Us hatte wohl vor Jahren  den Vetrieb von MÄRKLIN-“Primex“ – Artikeln eingestellt. Folglich blieb mir nur die Möglichkeit, Schienen in Düsseldorf aufzutreiben. Wegen des für den 9.9. angekündigükten „Garagentrödels“ in der Nachbarschaft kam mir eine ander Idee: Garagentrödel in einer Siedlung mit Kindern! – Hier sollten sich doch gebrauchte Schienen finden lassen. Also unterließ ich Fahndung nach Schienen in Düsseldorf und genoß statt dessen im „Irish-Pub“ am Spichernplatz zwei Guinness.

Beim Garagentrödel war ich zunächst enttäuscht, Krimskrams und Spielzeug für Kleinkinder. Ich war schon fast auf em Nachhauseweg, als ich einen Glastisch endeckte, auf dem ein kurzes Schienenstück mit Loks ausgestellt war. Ich blieb stehen und überlegte. Mein Ansinnen, ein paar Gleisstücke zu erwerben, stieß auf offene Ohren. Leider waren im Angebot nur „Komplettpackungen“ von ROCO, die man hätte auseinaderreißen müssen. – Das wollte ich nicht, denn wenn sich ein „Liebhaber“ finden sollte, dann sind Vollständigkeit und Originalverpackung wichtig und für den Preis entscheidend.

Bei einer Tasse Kaffee auf der Terrasse des „Bismarck-Grills“  in Nievenheim dachte ich plötzlich:

„Wenn die Schiene nicht zur Lok kommt, muß die Lok zur Schiene kommen.

Ich ging nach Hause und packte mir die 44er. – Selbstverständlich gestatte man mir den Fototermin. Ohne Brille konte ich freilich das Bild auf dem Display der Kamera nicht genau sehen, auf die eigentliche „Bildkomposition“ hatte ich daher keinerlei Einfluß. Ich war ebenso überrascht wie erfreut darüber, daß dieses Bild so gut gelungen war. – Es hatte sich aufgrund der Gegebenheiten – inklusive der Spiegelung – gewqissermaßen „selbst“ gestaltet:

Mit 47 Jahren noch ein schönes Model

Dampflok mit Elektroantieb

Am 19.9.2012 gelangte „E.T. Und die Dampflok“ ins Netz.

Und dann kam der 29.9.2012. Wieder einmal war ich auf dem Weg zu meiner Mutter. Ich hatte die Optionen Auto oder S-Bahn. – Ich liebäugelte mit dem Auto, weil es Gelegenheit geboten hätte, ohne zusätzliche Spritkosten bei REAL,- und SATURN vorbeizuschauen und bei IKEA einen Hot-Dog zu genießen. Aus Gründen, die mir selbst nicht ganz klar sind, fuhr ich aber mit der Bahn. Wie an einem Gummischnürchen gezogen lenkten sich meine Schritte in die Buchhandlung GRAUERT am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Die Abteilung „Modellbahn“ ist ziemlich weit hinten durch und ohne Hilfe des Personals kaum zu finden. Modellbahnzeitschriften sind „Bückware“: Sie wird zwar nicht unter dem Ladentisch gehandelt, aber man muß sich bücken, um sie überhaupt zu entdecken.  – Dann aber fiel mein Blick auf das MÄRKLIN-MAGAZIN. Ich hatte meine Brille noch nicht ganz aufgesetzt, da stach mir der Hinweis auf den „Tag der offenen Tür“ im Hause MÄRKLIN ins Auge. – Die Welt war, wie man so schön sagt, wieder in Ordnung:

Der Planet war pünktlich. Wäre ich mit dem Auto gefahren, hätte wich wohl nie mitbekommen, daß am 14./15. September jedermann ähnliche Beobachtungen hätte machen können, die E.T. zuvor gemacht hatte.

Mich erstaunt in diesem Zusammnhang immer wieder die „Gleichzeitigkeit“ udn die Übereinstimmung zwischen inneren und -objektivierbaren – äußeren Vorgängen.

Was also hat mich am 29.9.2012 veranlaßt, bei der Buchhandlung Grauert im Düssesldorfer Hauptbahnhof nach Modellbahnzeitschriften zu fahnden?

Eine Woche später hätte ich nicht einmal erfahren, daß MÄRKLIN Mitte September einen „Tag der offenen Tür“ veranstaltet hatte.

Und jetzt bekommt E.T. -mit einer der Bahn durchaus würdigen Verspätung -seine Wachsfigur.  – Damit ist meines Erachtens das Phänomen der „Gleichzeitigkeit“ gewahrt.

Sind Sie anderer Meinung? – Dann fahren Sie mal Bahn!


Hamiltonsches Prinzip – Der Affe im Supermarkt

Juli 2, 2012

Hamiltonsches Prinzip – Wikipedia.

Der Planet ist pünktlich. Gestern abend noch hatte ich mich auf facebook darüber ausgelassen, daß das einzige, was auf der Straße liegt, und von dem sich jeder nehmen kann, soviel eer möchte, die Bildung sei, finde ich das von mir in die Evolution eingeführte „Prinzip des geringsten Zwangs“ über meine Google-Suche nach den Einzelheiten des Wirkens eines Voltaire hier wieder. – Und wieder einmal sieht man, daß die Zersplitterung der Welt in „Einzeldisziplinen“ eine Fehlfunkton der menschlichen Variante des Geistes ist.  Der Ursprung dieser „Fehlfunktion“ ist aber keine Krankheit des Geistes oder gar eine „Geisteskrankheit“,  er liegt vielmehr  in dem uns naturgegebenen Zwang zur „Kategorisierung“ begründet. – Ich müßte jetzt in Steven Pinkers „Der Sprachinstinkt“ nachsuchen, um die Stelle zu belegen, an der er unsere Vorfahren als „instinktive Botaniker“ beschreibt. – Das mußten sie auch sein, wenn sie als Pflanzenfresser überleben wollten.  – Dazu habe ich freilich keine Lust und schreibe einfach weiter. Darin unterscheiden wir uns nicht von Bonobos, Schimpansen, Goriallas und allen anderen „Affen“ und „Halbhaffen“. – Alle, ausnahmslos alle, müssen die Pflanzen, von denen sie leben, kennen und genau im Gedächtnis behalten, wann und wo welche Früchte reif sind.

Weil das so ist, weil wir ungebremst alles und jedes kategorisieren, weil wir die Welt in die Schubladen der Apothekerschränke zwängen, gelingt es „Bösen kapitalisten“, uns in den „Supermärkten“ zum „Konsum“ zu verführen. Der Supermarkt ist ein geradezu blankgeputzter Spiegel unseres Gehirns: Der Supermarkt spiegelt  wie eine Bibliothek unser Bedürfnis, ja geradzu den Zwang wider, die Welt zu „kategorisieren“.  „Obst“ findet man nicht beim „Fleisch“, „Gemüse“ nicht bei den „Getränken“. –  Der Supermarkt ist eigentlich eine „Sammlung“, die wiederum die Einheit in der Vielfalt zeigt.

In grauer Vorzeit waren Menschen, die die „Einheit in der Vielfalt“ geistig nicht herstellen konnten, genetisch durchaus benachteilitgt. – Sie hinterließen wegen der Unfähigkeit, durch „Sammeln“ geeignete Nahrungsquellen zu erschließen, weniger Nachkommen als andere. – Zum „Sammeln zwingen“ kann man niemanden. – Zum „Sammeln geboren werden“ hingegen, das ist ein Kinderspiel für die Evolution. – Eben das „Hamiltonsche Prinzip. – Womit wir wieder am Anfang wären…


Des Todes Totenschein

Juni 20, 2012

Man redet nicht drüber: Aber in den letzten Tagen wurde ich von einer dunklen Vorahnung beunruhigt. Jeden Morgen war ich froh, wenn ich sah, daß meine nunmehr 16 Jahre alte Hündin „Madonna“ atmete. Ich war froh, die Stimme meiner Mutter am Telefon zu hören. Zu meinem weiteren „sozialen Umfeld“ gehören hoch betagte und todkranke Menschen.  – Ich hatte die Vorahnung auf sie bezogen. – Am 17. Juni kam Mariechen zur Welt. – Kind wohlauf, Mutter wohlauf. – Die Unruhe blieb. – Am 18. 6. erhielt ich die Nachricht, daß sich eine Frau aus dem engeren Bekanntenkreis meiner Eltern umgebracht hätte. – Mit ihr war ich vor Jahrzehnten im Düsseldorfer Rheinstation zum Schwimmen gegangen. – Sie war vor vielen Jahren eigentlich das erste Kind, das ich bewußt vom „Säugling“ an kannte.

– Ihr Vater hatte als  Standesbeamter meine 2. Frau mit ihrem 2. Mann verheitratet. – Ohne dieses Ereignis hätte ich sie nie kennengelernt, denn ohne Trauschein keine Scheidung.

Ich hatte an anderer Stelle schon darauf hingewiesen, daß der Tod einen Totenschein hat. – Er müßte im Archiv der Chefredaktion der „WELT“ ruhen. – Aber nicht nur da, er war auch auf meiner Festplatte, ich kam freilich nicht mehr dran, weil in einem vorsintlutlichen Format abgespeichert. – Dank „Open freely“ konnte er bis ins Detail rekonstruiert werden:

(Briefkopf)

7.4.2005

Welt am Sonntag
z.Hd. Herrn Christoph Keese
via Fax 030 25 91 77 81 1

Sehr geehrter Herr Keese,
Ich danke Ihnen für Ihren Beitrag in der WamS vom 3.4.2005 „Der Papst des Lebens“. Darin schreiben Sie:
> „Ich bin froh, seid Ihr es auch“ , ließ Wojtyla selbst verkünden. Für den naturwissenschaftlich geprägten Menschen klingen solche Sätze wie Euphemismen. Freundliche Umschreibungen eines septischen Schocks, einer Harnwegsinfektion, eines Kreislaufzusammenbruchs, eines ermattenden Atems. Aus Sicht der modernen Wissenschaft ist der Glaube an ein Leben nach dem Tod schlichter Selbstbetrug. Was ist aber, wenn dieser Sterbende in Rom es ernst meint? Glaubt er wirklich an eine Begegnung mit seinem Gott?<
Sie können davon ausgehen, daß der „Sterbende in Rom“ es ernst meinte. Ihre zweite Frage führt allerdings zu der Frage, wenn er erst nach seinem Tode bei seinem Gott ist, war dann zu seinen Lebzeiten „sein“ Gott nicht bei ihm?. – Gute Frage! – nächste Frage:
Wieso soll der Glaube an ein Leben nach dem Tod Selbstbetrug sein?
Dem Wort Glauben wird einerseits die Bedeutung Vertrauen, andererseits die Bedeutung Nichtwissen beigemessen. – Nichtwissen ist im Zivilprozeß ein pfiffiges Werkzeug, mit dem ich Tatsachen, die nicht Gegenstand meiner eigenen Handlung oder Wahrnehmung gewesen sind, qualifiziert bestreiten und damit den Gegner zum Beweis zwingen kann. (§ 138 Abs. 4 ZPO)
Mit Nichtwissen bestreite ich Ihre Behauptung, aus Sicht der modernen Wissenschaft sei der Glaube an ein Leben nach dem Tod schlichter Selbstbetrug. – So , und nun beweisen Sie mal schön. Und zwar so, daß ein Richter nach seiner freien Überzeugung Ihrer Darstellung folgt. Nach § 286 ZPO hat nämlich das Gericht nach seiner freien Überzeugung zu entscheiden, ob eine tatsächliche Behauptung für wahr oder für nicht wahr zu erachten sei.
Sie können Ihre Behauptung nicht beweisen. Auch diejenigen, die behaupten, es gebe ein Leben nach dem Tod, können ihre Behauptung nicht beweisen. Also muß man doch einmal die Frage stellen, ob die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, nicht vielleicht falsch gestellt ist.
Können Sie sich eine Situation vorstellen, in der einem der Tod abhanden kommt? – Nein? – Ich kann Ihnen sagen, dieser Moment hat etwas Unerträgliches, aber auch etwas Erleichterndes.
Der ganze Streit um ein Leben nach dem Tod setzt zwingend die Existenz des Todes voraus. Der Tod als Ende des Lebens.
Der Tod ist nicht das Ende des Lebens, er markiert nur die zeitliche Grenze eines nach individuellen Merkmalen zu bestimmenden Lebensprozesses. Die räumliche Grenze eines derart definierten Prozesses erleben Sie als „Gestalt“. Bei vielzelligen Lebewesen wird diese Gestalt durch eine Vielzahl von Individuen hervorgerufen, die ein bestimmtes Muster bilden. So ist der Mensch nicht aus Zellen zusammengesetzt, es sind vielmehr weit über 60 Billionen Zellen, die ihn gestalten. Und es nicht immer dieselben Zellen, es herrscht vielmehr ein ständiges Kommen und Gehen. Dieser Gestaltungsprozeß wäre ohne ständige Kommunikation, ohne Kooperation und ohne Harmonie ein Ding der Unmöglichkeit. Auch ein Papst repräsentiert einen derartigen Gestaltungsprozeß.
In meiner E-mail an den Papst vom 28.3.2005, den ich auch Ihrer Leserbriefredaktion übermittelt hatte, finden Sie folgende Worte:
>Fürst Rainier von Monaco liegt „im Sterben“, alle Welt macht sich gerade zum Fest der Wiederauferstehung Sorgen, auch der Papst könne in nächster Zukunft sterben.
„Wenn Du die Leute unter Kontrolle halten willst, mach’ ihnen Angst“. Ich halte dagegen: „Fürchtet Euch nicht!“ – Denn es geht nicht darum, den „Tod“ zu überwinden. Das ist nicht möglich und nicht nötig, denn man kann nichts überwinden, was nicht existiert. Es gibt den „Tod“ nicht, er existiert nur in unserem Bild, das wir uns von dieser Welt machen. Das, was wir als „Tod“ empfinden, ist lediglich die zeitliche Grenze eines nach individuellen Merkmalen bestimmbaren Lebensprozesses. Aber das ist nicht das Ende des Lebens. Schließlich bedeutet ein Urteil im Zivilprozeß nicht das Ende der Zivilprozeßordnung.<
Ich will nicht verhehlen, von den Ereignissen überrascht worden zu sein. Denn ich hätte mit allem gerechnet, aber nicht damit, daß der Papst den Fürsten Rainier in einer Art und Weise „überholt“, die ihn so  zeitig hat sterben lassen, daß pünktlich zu meinem Geburtstag die „größte Trauerfeier der Weltgeschichte“ stattfinden kann. Ich kann auch hierzu nur sagen: der Planet ist punktlich!
Ihr Kommentar, in dem Sie die „Wissenschaften“ bemühen, war für mich Veranlassung, näher zu begründen, woher der „Tod“ kommt. Ich brauchte freilich nicht lange zu suchen, denn der „Tod“ wird da „erzeugt“, wo auch ein „großer Staatsmann“ erzeugt wird:
Vor mehr als 50 Jahren berichtete Adolf Portmann in seinem Werk „Das Tier als soziales Wesen“ über folgende Begebenheit, zu der anzumerken ist, daß Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen „Führern“ weder beabsichtigt noch zufällig sind:
„Während der Brunft (Dezember 1952) mußte der sechsjährige α-Schaufler (Albino) abgetan werden, da er einen Spießer und eine Kuh tödlich geforkelt hatte. Das α-Männchen wurde deshalb in Sichtweite der anderen Tiere abgeschossen. Durch den Abschuß entstand im Rudel eine merkliche Entspannung, und bald wurde die α-Stellung vom vierjährigen β-Bock, der regelmäßig mit dem α-Bock gekämpft hatte, eingenommen. Am toten Tier trennte man den Kopf ab, um ihn später im Fell zu präparieren. Das Stück wurde einige Tage für das Rudel unsichtbar in einem benachbarten Schopf aufbewahrt. Nun brachte man den Kopf außerhalb am Gitter des Geheges in der Höhe eines zur Kampfstellung geneigten Kopfes an. Die Geweihzacken wurden zu diesem Zweck in die Maschen des Gitters festgeklemmt. Sobald das Rudel den Kopf wieder erblickte, flüchtete es, soweit das Gehege gestattete. Bald darauf näherte es sich aber vorsichtig dieser Stelle, wobei der neue Leithirsch der Herde voranging. Er patrouillierte in einer Distanz von zwei Metern vor dem Kopf hin und her, indem er ihn seitlich anäugte. Schließlich wendete er sich ihm frontal zu und versuchte mit ihm zu kämpfen. Als aber kein Gegenstoß erfolgte, verzichtete er sehr bald auf diesen „Kampf“, versuchte es noch ein zweites Mal und nahm dann schließlich nie mehr eine Kampfstellung ein. Auch die übrigen Männchen und weiblichen Glieder der Herde wurden nun vom neuen α-Hirsch an den Kopf herangelassen. Sie näherten sich furchtsam, auf eine Distanz von höchstens 50 Zentimeter.
Nun wurden vor dem aufgehängten Kopf, innerhalb des Geheges, in verschiedenen Distanzen Roßkastanien, ihr Lieblingsfutter, ausgelegt. Bis auf eine Entfernung von ein bis zwei Metern wagten sich nun sämtliche Tiere heran, um Kastanien aufzunehmen. Näher wagte sich einzig der neue α-Hirsch. Es konnte also in diesem Fall beobachtet werden, daß vom α-Tier-Symbol (Kopfgeweih) immer noch eine autoritative, Distanz gebietende Wirkung ausging.
Der Kopf wurde dann einige Stunden entfernt und am selben Tag wieder aufgehängt. Das Verhalten des Rudels war ungefähr dasselbe, nur daß diesmal der junge Leitbock es wagte, die Geweihenden seines ehemaligen Rivalen zu beschnuppern.“
Eine Ähnlichkeit mit einem einbalsamierten Papst ist ebenfalls nicht beabsichtigt, aber auch nicht eben zufällig; weil der „Tod“ im limbischen System steckt.
Als „beherrschende Lebensform“ und „rational“ denkender Mensch werden Sie einwenden, so einfach könne es nicht sein, weil sich der Mensch dank seines Denkvermögens von den Tieren erheblich unterscheide.
Ich halte dagegen: „So einfach ist das!“  – Ein von Konrad Lorenz begründeter Zweig der Verhaltenswissenschaften nennt sich „Humanethologie“, die Lehre vom menschlichen Verhalten. Lorenz war auch Mitbegründer der „vergleichenden Verhaltensforschung“. Aber weder Konrad Lorenz noch seine Jünger haben jemals „Organethologie“ betrieben. Sie haben sich lediglich mit dem geäußerten Verhalten der Gesamtorganismen beschäftigt. Demgegenüber beschäftigt sich die „vergleichende Anatomie“ mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden in der Gestaltgebung der verschiedenen Organe. Vergleicht man jedoch das Verhalten der Organe miteinander, so kommt man ohne Schwierigkeiten zu der Feststellung, daß sich das Herz eines Damhirsches dem eines Menschen ähnlich verhält. Dasselbe gilt für Magen, Leber, Darm, Lunge, Niere etc. etc. bis hin zu den Muskeln, Bindegeweben und Knochen. Auch das Gehirn eines Damhirsches verhält sich ähnlich wie ein menschliches Gehirn. Es hat eine kleinere Großhirnrinde, aber es hat ein limbisches System und einen Mandelkern; es verfügt also über die Strukturen, in denen Gefühle „gemacht“ werden. Nennen Sie mir einen Grund, warum sich das limbische System des Menschen grundsätzlich anders verhalten sollte als das des Damwildes, und Sie können meine folgende Bemerkung aus dem Protokoll streichen:
Die Wahrnehmung des Todes hängt von unserer persönlichen Beziehung zu dem Organismus ab, der „stirbt“.  – Ich habe einmal mit einer Vegetarierin an einem Tisch gesessen, die genüßlich ihren Salat und ihre Kartoffeln verspeiste. Ich habe sie einfach gefragt: „Weißt Du eigentlich, daß die Kartoffel erst dann stirbt, wenn Du sie kochst?“ – Ich hoffe, daß die Dame zwischenzeitlich nicht vollständig verhungert ist. – „Tod“ ist der vollständige Abbruch der Kommunikation mit einem Lebensprozeß, der seine zeitliche Grenze erreicht hat. Als soziales Wesen ist der Mensch auf ständige Kommunikation mit seinen Sozialpartnern angewiesen. „Äußert“ sich eines dieser Wesen nicht mehr, so löst dies einen ganzen Strauß von Emotionen aus, für die man so recht keine Erklärung findet.  Fragen Sie einmal die Leute, deren Angehörige als „vermißt“ gelten. Sie haben ähnliche Empfindungen, die zum Teil noch quälender sind als das Wissen um deren „sicheren“ Tod.
Wir haben, im Gegensatz zu anderen Lebewesen, mit dem „Tod“ ein ganz spezifisches Problem, das Sprachproblem: Für unser Sprachbewußtsein ist das Phänomen, daß jemand, mit dem wir uns gerade noch unterhalten haben, plötzlich nicht mehr antwortet und nie wieder antworten wird, nicht zu „fassen“ und daher un-„begreiflich“.
Auch wenn wir es nicht begreifen können: der „Tod“ existiert nur in unserer Einbildung. Der Tod ist nicht das Ende des Lebens.
Obwohl der Tod nicht existiert, wird es ihn für unser subjektives Welterleben immer geben, denn obwohl die Erde um die Sonne kreist, wird bei Capri die rote Sonne im Meer versinken. Auch der Sonnenuntergang an den Cliffs of Moher wird für jeden, der ihn erlebt, wegen der zauberhaften Stimmung unvergessen bleiben. Und die Eindrücke einer Fahrt durch die Dolomiten bei Vollmond und leichter Bewölkung bleiben auch dann atemberaubend, wenn der Mond sich um die Erde dreht und  in Wahrheit nicht „hoch am Himmel“ steht. Das limbische System kennt die „objektive Wahrheit“ nicht, es wird sie auch nie kennenlernen, aber es wird auch in alle Zukunft unser Welterleben gestalten.
Aus dem oben Gesagten heraus erklärt sich auch unschwer die Existenz von „Führerbildchen“, Leninstatuen und anderen „Insignien“ der Macht bis hin zur Ehrfurcht gegenüber dem Kreuz.
Kein Geringerer als Friedrich Schiller hat dieses Phänomen zum „Geßlerhut“ verarbeitet. Nur ist der Geßlerhut heute im wesentlichen von „Nationalsymbolen“ verdrängt worden.   Allerdings sind manche Geßlerhüte heute mobiler als zu Schillers Zeiten, sie tragen Brioni-Anzüge oder schicken „Amerikas Söhne“ zum Sterben in den Irak. Aber sie sind und bleiben Geßlerhüte, denn auch Schröder und Bush sind nichts anderes als multipel verkrüppelte Schmalnasenaffen, denen Mutter Natur die Schnauze plattgedrückt hat. Auch Bush und Schröder gehören zu der Gattung, die ich zwar nicht „entdeckt“, wohl aber „entlarvt“ habe: Australopithecus Superbus Procrustes (der überhebliche Südaffe, der sich mit Gewalt alles passend macht). Wenn Sie sich bei diesem Gedanken unwohl fühlen, sollten Sie ernsthaft den Gang zum nächsten Tierarzt in Betracht ziehen!
Anatole France hat einmal gesagt: „Es liegt in der Natur des Menschen, vernünftig zu denken und unvernünftig zu handeln.“ Gottfried Wilhelm Leibniz bemerkte, es sei richtig, daß der Mensch einen Verstand habe; Tiere hätten keinen Verstand, sie bräuchten ihn aber auch nicht, weil Gott ihn für sie hätte. – Kollege Leibniz war im Hinblick auf den menschlichen Verstand wohl ein wenig allzu optimistisch. Man braucht nur die letzten 250 Jahre der Menschheitsgeschichte zu betrachten und das explosionsartige „Wachstum“ in der Leichenproduktion. Man braucht nur die Bilder, die uns aus Rom und Monaco erreichen, zu betrachten und mit den oben erwähnten Damhirschen in Beziehung zu setzen. – Offensichtlich ist der Mensch unter diesem Aspekt ein Wesen, das, wenn es ihn je hatte, den Verstand verloren hat.
Für Ihre freundliche Kenntnisnahme und Bemühungen danke ich im voraus.
 
Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff

– So ging der Schnitter über den Jordan„.

Karol Woitily starb so pünktlich, daß er an meinem 51. Geburtstag beederdigt wurde. – Eigentlich war für diesen Tag die Hochzeit von Charles und Camilla vorgesehen..


Großer Engel mit kleinen Federn

Juni 3, 2012

Gerhard Altenhoff.

Es ist nicht ganz einfach, meinen Artikel  „Großer Engel mit kleinen Federn“ herauszufischen. Deswegen wiederhole ich ihn hier:

Großer Engel mit kleinen Federn
Was ist ein Engel?
Ein Engel ist ein Lebewesen, das plötzlich und unerwartet einem anderen Lebewesen eine Inspiration verleiht oder ihm eine gesuchte Information vermittelt.
Am 30.5.2012 begegnete ich -wieder einmal einem Engel. – Ein junger Eichelhäher war aus dem Nest gefallen und hatte den langen Fußweg auf die Terrasse meiner EX-Frau zurückgelegt. – Wir hatten ihn zunächst wegen der blauen Zeichnung des Gefieders für eine junge Elster gehalten. – Was damit anfangen – bei drei Hunden. – Also brachten wir das Jungtier ins Tierheim Neuss-Bettikum. – Es war keine Elster, Art und Herkunft blieben zunächst unbekannt. Mein Freund Dietmar hatte heute die Vermutung auf der Zunge: Eichelhäher. Ich versprach ihm, in „Grzimeks Tierleben“ nachzuschauen. – Bingo! – von der Färbung des kindlichen Gefieders und der Schnabelform her kann es sich eigentlich nur um einen Eichelhäher handeln. – Aber das ist nicht entscheidend. – Die Lektüre über das Verhalten der Eichelhäher in Grzimeks Tierleben, Band IX, S. 488 f. raubte mir den Atem. – Was ich zu lesen bekam wird in Kürze in meinem Blog erscheinen. – Ohne den „großen Engel mit den kleinen Federn“ hätte ich diese Literaturstelle wohl nie gefunden. – Danke!

Und hier ist das, was ich zu lesen bekam:

Grzimeks Tierleben Band 9 Seite 488

(…)

Kein geringerer als der berühmte Chirurg August Bier (1861—1949) hat in seinem Buch -Die Seele« fünf Seiten dem Eichelhäher gewidmet — und zwar unter der Kapitelüberschrift: »Die Nichtachtung des Wesentlichen, die Über­schätzung des Unwesentlichen ist ein sehr verbreiteter Irrtum der Seele.« Unsere wichtigsten Laubbäume (Rotbuche, Stiel- und Traubeneiche] verdan­ken ihre heutige Verbreitung zu einem überwiegenden Teil dem Häher, der sie und andere Laubhölzer mit schweren Samen kunstgerechter als der Forstmann pflanzt. »Nur oberflächliche Beobachter glauben«, wie August Bier schreibt, »der Häher steckte seine Eicheln, um sie im Winter zur Zeit der Not wiederzufinden. Andere reden diese verkehrte Ansicht nach. Bei mir ist der Häher-Unterbau der Eiche so musterhaft, daß der Vogel gar nicht viele wieder herausgeholt haben kann. Auch würde er die Früchte wohl nicht ein­zeln in den Boden setzen, sondern näher beieinander, wenn er sie wieder­finden wollte. Ein Naturtrieb veranlaßt ihn also zu diesem merkwürdigen Vorgehen, dessen Zielstrebigkeit und Zweckmäßigkeit wir ohne weiteres ein­sehen. Der Vogel sät die Eichen- und Buchenwälder, um ihre Frucht zu ver­zehren. Es ist also eine Wechselwirkung zwischen Pflanze und Tier vorhan­den, von der beide Nutzen ziehen. Die Pflanze wird weithin verbreitet; und das Tier lebt wieder, wenigstens eine geraume Zeit lang im fahre, von ihren Früchten.«

Die außerordentliche waldbauliche Bedeutung des Eichelhähers wird heute, ein Menschenalter später, immer noch nicht recht gewürdigt. Während man in der Sowjetunion den Eichelhäher als Forstnützling mit allen Mitteln hegt, wird er in Deutschland sinnlos und völlig »gesetzmäßig« verfolgt. Nur gut, daß sich der kluge Vogel nicht ausrotten läßt. Freilich holt er zuzeiten Eier und Nestlinge, verliert aber auch von seinem Nachwuchs so manches an die stärkeren Krähen, die der Mensch weitgehend von ihren natürlichen Fein­den, dem Habicht, dem Wanderfalken und dem Uhu, befreit hat. Im Nymphenburger Park von München brüten seit mindestens hundert Jahren ein bis zwei Paare Eichelhäher. Trotzdem halten sich dort die Singvögel in ziem­lich reicher Zahl. Im allgemeinen sind Eichelhäher Stand- oder höchstens Strichvögel, also verhältnismäßig seßhaft. In jahrelangen Abständen ziehen sie aber zu Tausenden, die von weither aus dem Osten kommen müssen, durch Mitteleuropa.

Hier zeigt sich wieder einmal, wie in der Natur alles mit allem auf subtile Weise verbunden ist. Der einzelne Eichelhäher wird kaum wissen, daß er mit seinem Verhalten dem Wald dient. Der Wald wird nciht wissen, daß der Eichelhäher seinem Ausbreitungspotential „dient“. – Wobei der Begriff „dienen“ schon wieder den Blick auf die Tatsachen verstellt. – In der Natur gibt es weder „Zwecke“ noch „Diener-“ noch „Herr“-schaft.

Das Verhalten von Organismen kann entweder Sinn machen, ohne Sinn sein oder gänzlich sinnwidrig sein. Die erstgenannten Alternativen werden sich über die Generationen hinweg fortpflanzen, weil sie Rückkoppelungsschleifen aufrechterhalten. Biologisch sinnwidrige Verhaltensmuster verschwinden mit der Zeit.

Das Verhalten der Eichelhäher macht biologisch Sinn. – Auf N-24 wird die Serie „Die Erde nach dem Menschen“ seit geraumer Zeit immer und immer wieder durchgenudelt. – Nun stellen Sie sich einmal Ihren Garten nach dem Menschen vor: Ein eichelhäher nach dem anderen pflanzt Bäume in Ihrem Garten. -In geologischen Zeiträumen gemessen wird der Wald mit zunehmender Geschwindigkeit Ihren Garten hinwegfegen. – Und wenn Sie, der Sie nicht mehr da sein werden, den Ruf des Uhu in Ihrem Garten hören, ist die Welt wieder im gewohnten Chaos.


Rätselhaftes Licht am dunklen Heiligabend-Himmel – N24.de

Dezember 25, 2011

Rätselhaftes Licht am dunklen Heiligabend-Himmel – N24.de.

Das erinnert mich an eine „unheimliche Begegnung der Dritten Art“ vor fünf Jahren, die ihren Niederschlag auf der Titelseite des Anzeigenblatts „Schaufenster“ fand. Und es sit schon merkwürdig, daß ich nach einem griffigen Anlaß gesucht hatte, die Geschichte eerneut zu erzählen. Dem Himmel sei Dank:

Weihnachtsmann auf Trunkenheitsfahrt?

Der Weihnachtsmann ist ja nun schon seit einigen Wochen unterwegs, und er wird immer wieder aufgehalten. Mal macht er Station bei Douglas, Heidi Klum ist eine Frau und der Weihnachtsmann auch nur ein Mann; – mal wird er vom betörenden Duft der „Krönung” von Jacobs angezogen.

In diesem Jahr schlug außer dem Wetter auch der Weihnachtsmann einen sehr ungewöhnlichen Weg ein. Er könnte deswegen zu denen gehören, nach denen die Polizei in diesem Jahr verstärkt fahndet, nämlich zu den „Glühweinsündern”. Vielleicht ist ihm der viele Glühwein auf den diversen Weihnachtsmärkten mehr zu Kopf gestiegen als in den vergangenen Jahren. – Darauf deutet eine Spur hin, die er am 15.12.2006 über Dormagen – Ückerath und Gohr in Richtung Grevenbroich am Himmel hinterließ:

An diesem Tage hatte ich gegen 17.30 Uhr beim Autohaus Tolles in Ückerath getankt und war auf dem Weg in Richtung Gohr. Beim Durchqueren des Mühlenbuschs entdeckte ich auf der linken Seite so etwas wie eine langgestreckte Rauchfahne über den Baumwipfeln. Sie erschien recht nah zu sein, näher jedenfalls als die üblichen Kondensstreifen der Verkehrsflugzeuge. Ich dachte zunächst an ein havariertes Sportflugzeug, aber einen stotternden Flugzeugmotor hatte ich nicht gehört. Als ich den Mühlenbusch verließ, erstreckte sich die „Leuchtspur”, von den Strahlen der untergehenden Sonne erhellt, bis weit über Gohr hinaus in Richtung Grevenbroich. Ein abstürzendes Flugzeug hatte diese merkwürdige Spur offenbar nicht hinterlassen, es sei denn, die Medien hätten einen Flugzeugabsturz im Rheinischen Braunkohlerevier verschwiegen. Gewöhnliche Kondensstreifen sind schnurgerade an den Himmel gezogen, denn zumeist hält der Autopilot den Kurs. Selbst bei ausgeschaltetem Autopilot und nach dem Konsum einer Flasche Jack Daniels schafft es kein Flugzeugführer, eine solche Schlangenlinie an den Himmel zu zaubern..

Eine gerade Linie, die sollte man vor allem von der Spur des weihnachtsmännischen Schlittens erwarten, denn der Weihnachtsmann muß Vorbild sein für alle Kinder. Doch dieser Fall wäre auch für die Kollegen vom CSI eindeutig gewesen: der Weihnachtsmann war in Schlangenlinien unterwegs. – Trunkenheit am Zügel?

Oder war doch alles anders? – Vor einiger Zeit geisterte ein trinkfreudiger Elch aus Schweden durch die Medien, der seinen eigenen „Elchtest” nicht bestanden hatte und in einem Fluß ertrank. Allzu gerne hatte er vergorene Äpfel gefressen. Einerseits sind Rentiere nahe Verwandte der Elche , andererseits wird des Weihnachtsmannes Schlitten von einem Rentier gezogen. Und dann ist da noch Rudolf, das Rentier mit der roten Nase. – Woher mag Rudolf seine rote Nase wohl haben, wenn nicht von vergorenen Äpfeln?

Oder war alles noch anders? – Die wahrscheinlichste Erklärung für das Phänomen ist ein Meteorit. Meine entsprechende Anfrage an die Sternwarte Bochum ist bis heute nicht beantwortet. Vielleicht hat außer mir und meiner Ex-Frau, der ich die „Leuchtspur” und die sich über Gohr auflösende Rauchwolke im „letzten Büchsenlicht” noch hatte zeigen können, diese merkwürdige Erscheinung am Himmel ebenfalls beobachtet, ohne bislang einen Gedanken daran zu verschwenden, wo sie herkam.


Killer-Keime auf Gurke im Müll gefunden: Vergurkt uns EHEC den Sommer? – News Inland – Bild.de

Juni 8, 2011

Killer-Keime auf Gurke im Müll gefunden: Vergurkt uns EHEC den Sommer? – News Inland – Bild.de.

Alles Zufall – oder was? – Das Auffinden einer Gurke mit den gefährlichen Erregern in einer Biotonne von Erkrankten ist kein Beweis für die „Gurkentheorie“. – Es ist auch kein Beweis für die Richtigkeit meiner „Arschkriechertheorie“, dennoch läßt sich dieser Fund mit der Arschkriechertheorie zwangloser erklären als mit der Gurkentheorie; – ja er zwingt nachgerade dazu , die Arschkriechertheorie durch weitere Argumente zu untermauern:

In Biotonnen wimmelt es von Mikroorganismen aller Provenienz. Wenn sich dort eine Gurke findet, die Ehec-Keime in größerer Zahl trägt, ist es nicht nur nicht auszuschließen, sondern eher wahrscheinlich, daß die Kontamination der Gurke durch die Erkrankten erfolgte und nicht umgekehrt; Biotonnen sind nämlich Brutreaktorren für Mikroorganismen, man kann es erst riechen, dann sehen. Gemähtes Gras, vor allem wenn es feucht ist, beginnt zu stinken. Wenn der Gestank nachgelassen hat, ist die Menge um rund die Hälfte geschrumpft. Dabei wird auch Wärme erzeugt, was Bauern früher gefürchtet hatten. – So manche Scheune brannte ab, weil das eingebrachte Heu nicht trocken genug war…

Ein auf die Gurke gelangter Keim reicht unter den genannten Bedingungen aus, eine Gurke als verseucht erscheinen zu lassen. – Die gefundene Gurke taugt damit nicht einmal als Indiz für die Gurkentheorie.

Nicht anders sieht es mit den verkeimten Keimen aus. – Selbst wenn in Bienenbüttel verkeimte Bohnenkeime gefunden würden, wäre das noch lange kein Indiz für die Verursachung der Erkrankung durch verkeimte Keime. Denn mindestens eine der Angestellten des Bio-Hofs ist nachweislich durch EHEC erkrankt. Sie kommt damit als Quelle der Verkeimung der Keime in Betracht. – Wieder einmal ist der umgekehrte Weg nicht nur gangbar, sondern entbehrt nicht einer gewissen Wahrscheinlichkeit.

Das ist die eine Seite; auf der anderen Seite läßt sich durch die Arschriechertheorie auch das Phänomen erklären, daß in unverhältnismäßig hoher Zahl Frauen davon betroffen sind: Frauen müssen sich beim Pinkeln hinsetzen, Männer nicht. Und Frauen neigen dazu, Harnreste mit Toilettenpapieer zu entfernen, bevor sie ins Höschen gelangen.

Der „Vertiebsweg“ über Schmierinfektionen ist weder den Coli-Bakterien fremd noch ungewöhnlich. Die Kinderlähmung folgt einem verblüffend ähnlichen Pfad: Bei Wikipedia heißt es zu Poliomyelitis:

„Das Virus wird unter schlechten hygienischen Bedingungen durch kotverschmutzte Hände oder Gegenstände übertragen und mit dem Verdauungstrakt aufgenommen (fäkal-orale Schmierinfektion oder Kontaktinfektion). Es kommt aber auch zu Übertragungen durch Tröpfcheninfektion.[5] Die Ansteckungsfähigkeit setzt offensichtlich schon wenige Stunden nach der Infektion ein. Im Rachen (Tröpfcheninfektion) hält sie eine, im Kot drei bis sechs Wochen an. Die Inkubationszeit beträgt 7–14 (3–35) Tage.[5][6]“

Ferner weist die Indizienkette, die zum Biobetrieb in Bienenbüttel führte, nämlich die Anstecfkung in Restaurants und Kantinen, auch auf sanitäre Einrichtungen hin, die öffentlich zugänglich sind. – Dort hängt auch gewöhnlich das einer unbestimmten Vielzahl von Menschen zugängliche Klopapier.

Wenn ein Mikroorganismus, der im Darm lebt, auf Nahrungsmitteln gesucht wird, sollte man die Suche dort beginnen, wo am Ende was ‚rauskommt, sonst läuft man Gefahr, Scheiße zu bauen!

Gott sei Dank sind die Kühe aus dem Schneider, denn Rohmilch trinkt heute fast niemand mehr; es weiß ja heute kaum noch jemand, wie eine Kuh in Natura aussieht.


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