Der „Kampf“ gegen „Corona“

Januar 17, 2022

Die „Führer“ der Art Homo Sapiens Sapiens hatten „einem“ Virus den Krieg erklärt. „Das“ „Coronavirus“ gab es nie, gibt es nicht und wird es nie geben. – „die Menschheit“ ist schließlich auch keine Person. Beides sind biologische Prozesse mit einer unaufhaltsamen Abfolge von Individuen. Deswegen ist der 1. Coronakrieg von vorneherein verloren. – Entgegen meiner Überzeugung benutze ich hier die Kriegsrethorik unserer Politiker, Virologen, Mediziner und sonstigen „Experten“: Eine Strategie, die nicht aufgehen kann, aber nicht infrage gestellt werden darf, endet in der bedingungslosen Kapitulation. Was hätte „der Mensch“ dem „Virus“ denn auch an akzeptablen Kapitulationsbedingungen auch anzubieten? – Verzichten auf die Impfpflicht? – Generelles Maskenverbot? – Pflichtkuscheln statt Sicherheitsabstand? – Die zwangsweise Wiedereinführung des „sozialistischen Bruderkusses“ – das wäre wohl das Mindeste.


Mayakalender: Nur die Dombauhütte kann uns retten, denn ORION hat Verspätung

November 20, 2012

Mayakalender: Wissenschaftler sagt Weltuntergang 2012 ab – Nachrichten Wissenschaft – DIE WELT.

Vor fast genau 45 Jahren war die Fernsehnation schockiert über die Meldung: „Die Invasion ist nicht mehr aufzuhalten, ich schlage vor, mit den Frogs zu verhandeln.“

Originalrep0rtage

Aus den Verhandlungen wurde nichts. – Sie erübrigten sich am Ende, weil, wie Sie gesehen haben,  von der Obersten Raumbehörde Order an die Crew der „Orion“ erging: „Gehen Sie auf Hyperspace-Geschwindigkeit und fliegen Sie „Gordon“ an! Eliminieren Sie „Gordon“ mit Overkill! Dies ist ein Befehl der Weltregierung!“

Es wurde ein Wettlauf mit der Zeit, aber „Gordon“ wurde rechtzeitig eliminiert.

All das geschah innerhalb weniger Minuten.

Innerhalb weniger Minuten kann viel passieren. – Mit diese Worten wirbt die WELT für WELT-ONLINE.- Daß die zuständige Werbeagentur den Slogan mit einem Bildnis des Papstes unterlegt hat, versetzt mich doch etwas in Erstaunen, denn weder die Wahl eines Papstes noch dessen Amtszeit sind eine Sache von wenigen Minuten.

Es sei, wie es ist, denn innerhalb weniger Minuten kann allerdings tatsächlich viel passieren, das hat sich am 2.3.2007 gezeigt:

Kurz vor den 15-Uhr Nachrichten des Senders n-tv hatte ich begonnen, das Feuilleton der WELT durchzublättern. Unter der Überschrift „Ecce Herbert!“ sollte Herbert Grönemeyer auf Seite 27 zum Religionskritiker hochstilisiert werden. – Da Grönemeyer keine Alternativen zu bieten hat, gewissermaßen mit leeren Händen dasteht, ist dem Verfasser des Artikels seine Absicht wohl nicht so ganz gelungen. Als gelungen empfand ich jedoch, daß auf der Folgeseite in der o.g. Anzeige der Papst ebenfalls mit leeren Händen dastand.

N-tv meldete, nach einem geheimen UN-Bericht wäre die Klimakatastrophe nicht mehr aufzuhalten. Mit wem aber sollte die UNO diesmal verhandeln?

Die WELT, obwohl erdgebunden, ging ebenfalls auf Hyperspace-Geschwindigkeit, denn die WELt und n-tv überholten sich bei der Berichterstattung gegenseitig:“ ‚Orion‘ hat Verspätung“, meldete sie auf ihrer Wissenschaftsseite (Seite 31). – Wenn „Orion“ Verspätung hat, wer soll die Welt dann noch retten können? – Captain Kirk?

Laut n-tv werden auch er und seine Crew zur Rettung der Erde nichts beitragen können. Laut n-tv nämlich wurde „Enterprise“ von Tornados weitgehend zerstört. Die Schäden waren so gravierend, daß George W. Bush sie höchstpersönlich inspizieren mußte. (Enterprise ist eine Kleinstadt im Südwesten der USA)

Gibt es dennoch eine Rettung? – So könnte man vermuten, wenigstens dann, wenn die elektrische Anlage der „Enterprise“ von Siemens gefertigt wurde. Denn laut WELT (S. 31) heißt Siemens: „Gott hat gehört“.

Ob Gott gehört hat, weiß ich nicht, die Götter jedenfalls scheinen gehört zu haben, denn auf Seite 32 berichtet die WELT mit erheblicher zeitlicher Verzögerung über den Ausbruch des Stromboli. Und dieser räusperte sich fast zur gleichen Zeit, als folgender Text durch das Netz der Netze gejagt wurde:

„Ob es sich bei den Ausbrüchen des Krakatau, des Vesuv oder des Mount St. Helens tatsächlich um „Katastrophen“ handelt, die „die Umwelt“ beeinträchtigen, darf nach der Lektüre der oben zitierten Wissenschaftsseite der WELT mit Fug und Recht bezweifelt werden. Denn offensichtlich bildet die Vulkanasche, die nach und nach wieder zu Boden sinkt,  globalen Dünger, der Organismen zu Lande und zu Wasser nützt. „Es ist, als wenn der Vulkangott Vulcanus und die Fruchtbarkeitsgöttin Freya mit Neptun eine Vereinbarung getroffen haben, von der wir erst jetzt etwas erfahren.“ So zitiert die WELT (Vulkanasche ist Dünger) den Geomar-Wissenschaftler Svend Duggen.

Da ist was Wahres dran.

Und es ist erstaunlich, diese Worte aus dem Munde eines Naturwissenschaftlers zu hören. Noch erstaunlicher ist, daß der Mann am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften tätig ist. – Leibniz hatte den Tieren den Verstand abgesprochen. Laut Leibniz brauchen Tiere keinen Verstand, weil Gott ihn für sie habe. – Der Verstand, der Leibniz vorschwebte, reicht offenbar weit über das Tierreich hinaus. Die olympische Düngemittelgesellschaft läßt sich tatsächlich so darstellen, wie Duggen es getan hat. Freilich sind ihm zwei Details entgangen: Die olympische Fruchtbarkeitsgöttin heißt Demeter und nicht Freya. Ferner hat Duggen Aeolos vergessen, der mit von der Partie ist, weil er für den weltweiten Vertrieb des Düngers verantwortlich zeichnet.“

Die Mail ging am 27.2.2007 an die FAZ ab, hier der Original-Header:

—-Ursprüngliche Nachricht—–

Von: gerhard.altenhoff@email.de

Gesendet: 27.02.07 15:43:19

An: redaktion@faz.de

CC: jora@jora-hypno.de, wissenschaft@welt.de,

wissen-online@sueddeutsche.de, leserbriefe@bild.de

Betreff: FW: Unser Planet stirbt

– Die Liparischen Inseln, zu denen der Vulkan Stromboli gehört, werden auch die  Aeolischen(!) Inseln genannt! –

Das Mitlesen von Mails ist offenbar keine Erfindung der Geheimdienste, der Olymp liest wohl schon recht lange mit, zumindest seit der Einführung des Internet.

Für die eingefleischten Mechanistiker kommt es noch schlimmer:

Am 8.3.2007 wurde die Zufahrt zum Düsseldorfer Flughafen in der Zeit von 21.45 Uhr bis 23.00 Uhr gesperrt, weil ein Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg entschärft werden mußte. An dieser Bombe muß ich in jungen Jahren einige hundert Mal vorbeigegangen und mit Rad und Auto vorbeigefahren sein, denn sie wurde nur wenige hundert Meter von meinem Elternhaus entfernt gefunden.

Wenn Sie so wollen legten die Götter ihrem Advocatus Deorum den „Blindgänger“ zu Füßen, und zwar mit Vorankündigung:

Planmäßig hob Flug LT 147 am 8.3.2007 von der Rollbahn des Flughafens in Alicante ab. Weil auch der Landeanflug planmäßig verlief, setzte LT 147 mit dem Advocatus Deorum an Bord pünktlich um 22.55 Uhr auf der Düsseldorfer Rollbahn auf. – Während des Landeanflugs war ein Feuerwerker damit beschäftigt, einen Spagat zu absolvieren: einerseits

mußte er den „Blindgängereffekt“ zu vermeiden suchen, andererseits mußte er ihn fördern. Er mußte vermeiden, daß das Ding hochging und ihm damit „Zukunft“ sichern.

Mutter Erde ist schon erstaunlich: Ich glaube nicht, daß die Besatzung der B-17, die seinerzeit die Bombe ausgeklinkt hatte, jemals einen Gedanken daran verschwendete, daß wenig mehr als 63 Jahre nach dem Abwurf derjenige , der den „Blindgängereffekt“ der klassischen Evolutionstheorie hinzufügte und „Uncle Sam“ die Worte „Join the IRA – Drop! Your! Fucking! Guns! Now!“ in den Mund legte, ihren Kurs kreuzen würde, – wenn sie denn den eigenen Fliegerhorst je wieder erreichte.

Der „Blindgängereffekt“ wurde inspiriert durch eine Textstelle in Hoimar von Ditfurths „Wir sind nicht nur von dieser Welt“:

>Das hier beschriebene Experiment wurde tatsächlich durchgeführt, und zwar vom amerikanischen Nobelpreisträger Joshua Lederberg. Zum Ergebnis dieses Experiments und zum Phänomen des Albinismus bemerkt Hoimar von Ditfurth:

„Dies Ergebnis – es ist für das Verständnis so wichtig, daß ich es noch einmal hervorheben möchte – war weder angezielt worden (das Genom kann nicht zielen: Mutationen erfolgen zufällig und ungerichtet!) noch vorhersehbar gewesen (Eiszeiten, geologische Katastrophen oder die Invasion überlegener Konkurrenten kündigen sich nicht vorher an). Vielleicht war der Treffer, das ist alles, was dazu gesagt werden soll, unter diesen Umständen allein als Folge gerade eines völlig ziellosen >Herumballerns< durch den Mutationsprozeß möglich geworden. Denn ein zum Zielen befähigter Schütze hätte, wie gesagt, die >richtige< Richtung womöglich planmäßig ausgespart, weil es dort noch nichts gab, worauf er in dem Augenblick, in dem er abdrückte, hätte zielen können.“[1]

Ich habe lange darüber nachgedacht, warum die gewählte Metapher vom sinnlosen „Herumballern“ nicht stimmen konnte. Das paßte nicht zu dem. was v.Dithfurth auf der vorhergehenden Seite geschrieben hatte:

„Das Genom (die Summe der Erbanlagen eines Organismus) ist zwar unbelehrbar, unfähig, aus der Umwelt Informationen zu beziehen und aus Fehlern mutativer Anpassung zu lernen. Daran läßt sich nichts ändern. Aus der Welt der Organismen gelangt keine Information in die Welt der Elementarteilchen. Aber die daraus resultierende Blindheit jeder einzelnen Mutation gegenüber der Situation des Organismus, an dessen Bauplan sie planlos herumspielt, hat immerhin auch einen Vorteil: Diese gänzlich unvermeidliche Blindheit läßt die Art >offen< bleiben für noch gänzlich unvorhersehbare zukünftige Möglichkeiten.

Es wurde schon gesagt, daß die Lernunfähigkeit des Genoms sich zum Beispiel darin äußert, daß bei den verschiedensten Arten immer wieder Albinos auftauchen: eine Mutation, die einem Hirsch, einer Amsel oder einer Maus unter normalen Umständen nichts als Nachteile einträgt. Unter den Bedingungen der freien Natur werden diese Varianten denn auch von der Umwelt sehr schnell wieder <ausgelesen>“.[2]

Bei ziellosem „Herumballern“ wären der Evolution mit Sicherheit bald die Patronen ausgegangen, wenn sie mit einem Gewehr eine Zielscheibe hätte treffen müssen. Sie haben oben aber gesehen, daß der „Munition“, die die Natur verwendet, eine explosive Tendenz innewohnt. Die Evolution gleicht daher nicht einem „herumballernden“ Präzisionsschützen, sie gleicht vielmehr dem Trommelfeuer des Ersten Weltkrieges oder den Bombenteppichen des Zweiten Weltkrieges. Beide hinterließen eine Unzahl von Bomben und Granaten, die zwar nicht ihr Ziel, aber zunächst einmal ihren Zweck verfehlten, indem sie als Blindgänger zu Boden gingen. Alle „perfekt“ an den „Zweck“ ihres „Daseins“ angepaßten Sprengkörper hatten ihre Mission erfüllt. Allein die Blindgänger nicht. Einige von ihnen harren heute noch tief im Boden ihrer „Zweckbestimmung“.

Je häufiger aber „Blindgänger“ in die Welt gesetzt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß irgendwann einmal einer von ihnen explodiert. – Der Präzisionsschütze, der seine Munition „verballert“ hat, kann demgegenüber keinen einzigen Treffer mehr erzielen. Das ist der Unterschied. Vielleicht wäre v. Ditfurth auf den richtigen Gedanken gekommen, hätte er die zutreffende Metapher benutzt.

Darwin prägte den Begriff vom „survival of the fittest“. Die deutsche Sprache machte daraus das „Überleben des Tüchtigsten“. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts und die europäische Einigungsbestrebung rechtfertigen es wohl, in versöhnlichem Ton vom „survival of the blindgängers“ zu reden.<

Wie der Zufall es so wollte, wurde die Maschine von Flugkapitän Lütgemüller gesteuert. Trotz erheblicher Turbulenzen während des Fluges, sah ich einer sicheren Landung entgegen, denn F.W. Lütgemüller hieß der Mann, der die Mensuren, die ich als Corpsstudent ausfechten mußte, sekundiert hatte. Und der Zufall wollte es so, daß all dies an dem Tag stattfand, an dem Rudolf Reiner Anicetus Jirka Geburtstag hat, der Mann, dessen Nachname Karel Zeemans „Reise in die Urwelt“ unauslöschlich in mein Gedächtnis gebrannt hat. – Wenn das „Zufall“ war, Reiner Zufall war das nicht.

   „Als so der Gott, wer immer es war, die Materie geordnet,

So sie zerteilt und die Teile zu wirklichen Gliedern gestaltet,

Ballte er gleich zu Beginn die Erde, damit sie auf jeder

Seite sich gänzlich gleiche, zur Form einer riesigen Kugel.“

„Quisquis fuit ille deorum“, so lautet „der Gott, wer immer es war“ im Original. Ovid und seine Zeitgenossen rätselten über die Identität des „Schöpfergottes“. Die naturwissenschaftliche Kriminalistik hat ihn eindeutig identifizierbar gemacht. Es ist Vulkanus, den die Griechen Hephaistos nannten. – Den Passus der Identifikation des Schöpfergottes hatte ich aus meiner o.g. Mail an die FAZ gestrichen, weil ich ihn für zu dick aufgetragen hielt…

Alle Substanzen, ich vermeide das Wort „Bausteine“, denn Bausteine sind passiv, die zur Organisation des Lebens beitragen, wurden und werden von Hephaistos aus dem Bauch der Erde an deren Oberfläche befördert. Allen voran das Wasser, gefolgt vom Kohlenstoff bis hin zu den „Spurenelementen“. Die besten Zeugen sind die thermophilen Archaebakterien, die nach wie vor Schwefelwasserstoff fressen, heute aber nur noch in der Nähe von unterseeischen Vulkanen (Black Smoker) siedeln. Sie sind die ältesten Lebewesen des Planeten.

Und, das sei hier nur am Rande erwähnt, Hephaistos kann zwar hervorragend mit Hammer und Amboß umgehen, er ist aber kein Waffenschmied, sondern eher als Werkzeugmacher anzusehen, der Poseidon und Aeolos die Werkzeuge schmiedet, mit denen sie den Menschen nach Belieben Freude bereiten oder Schrecken einjagen.

In der heutigen Welt sind und bleiben die mittelozeanischen Rücken das Haupttätigkeitsgebiet des Hephaistos, seine Black Smokers sind nämlich vor allem da zu finden, wo neue Erdkruste sich bildet, eben an den mittelozeanischen Rücken.

Warum aber bildet sich überhaupt neue Erdkruste, warum wandern die Kontinente ziellos über den Planeten. Diese Frage wurde mir bislang von keiner geologischen oder geophysikalischen Veröffentlichung beantwortet. Es besteht der Verdacht, daß sie nicht einmal gestellt worden ist.

Um sie zu beanworten, müssen wir unseren Blick wohl wieder einmal gen Himmel richten, wo der Mond seine Bahnen zieht. Die Erde dreht sich um ihre eigene Achse, der Mond auch. Beide zusammen drehen sich um einen gemeinsamen Schwerpunkt, um eine gemeinsame Achse. Diese wirkt im flüssigen Erdinneren gewissermaßen als „Rührstab“, der für ein wenig Chaos sorgt, das sich auf die Erdkruste als Plattenbewegung auswirkt.

Betrachten wir deshalb zur Abwechslung einmal den Mond als den Hammer des Hephaistos. Dann bekommt der Zufall, daß die sich eingangs erwähnten Ereignisse innerhalb von wenigen Minuten genau am 2.3.2007 abspielten, eine neue Bedeutung, denn es war der Tag des Vollmonds und der Vorabend der Mondfinsternis, die am 3.3.2007 von Spanien aus von Anfang bis Ende zu beobachten war.

Wie der „Zufall“ es wollte, sind Naturereignisse und Spielfilme im Fernsehen wenig kompatibel. Also zappte ich solange, bis ich eine Musiksendung gefunden hatte, die die Himmelserscheinung ein wenig untermalte. Wie der „Zufall“ es so wollte, strahlte der NDR just zu der Zeit, in der der Mond verdunkelt war, die Wiederholung der Wahl für den deutschen Beitrag des „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ des Jahres 2006 aus. – Der Gewinner verdient, der Vergessenheit entrissen zu werden, denn es handelte sich dabei um „No, no, never“ von Texas Lightning. – Es war für mich von Anfang an ein besonderes Lied, ohne daß ich diese Besonderheit zunächst hätte beschreiben können. Erst viel später erkor ich es zum Gegenstück des 23. Psalms. Aber erst anläßlich der Wiederholung wurde mir bewußt, daß der „Grand Prix“ im Jahre 2006 in Athen stattgefunden hatte.

Sie können mich gerne für verrückt erklären, da wären Sie nicht der Erste, aber während ich mir Gedanken über die letztgenannten Zeilen machte, schaute ich kurz in das Video-Band aus dem Jahre 1984, auf dem sich sowohl „Der Tag, an dem die Erde Feuer fing“ als auch der BBC-Dreiteiler „Die Entstehung eines Kontinents“ befinden. Dort wird „El Capitan“ erwähnt, eine vom Eis extrem glatt geschliffene Felswand in Kalifornien, die 1000 Meter hoch ist. Und was soll ich Ihnen sagen? – Kaum fünf Minuten später wird im ARD-Nachtamagazin der neu Film von Pete Dankwart vorgestellt, der die Besteigung des „El Capitan“ zum Thema hat: „Am Limit“.

Ich gehe davon aus, daß Sie nunmehr am Limit ihres rationalen Fassungsvermögens angelangt sind.

Was würde der „Vulkanier“ wohl dazu sagen?

  „Faszinierend“

Und was macht der Papst? – Er steht immer noch mit leeren Händen in der WELT vom 2.3.2007. Auf Seite 28.

Und der Kölner Dom wird auch am 22.12.2012 noch an  „sinnem ahle Plaas“ zu finden sein. – Und das ist gut so!

ä


[1] H. von Ditfurth, Wir sind nicht nur von dieser Welt, Hamburg 1981, S. 103

[2] v.Ditfurth aaO, S 101f


„E.T.” landet im Berliner Wachsfiguren-Kabinett – mit Zwischenlandung in der schwäbischen Provinz

Oktober 24, 2012

Außerirdische: „E.T.” landet im Berliner Wachsfiguren-Kabinett – Nachrichten Panorama – Weltgeschehen – DIE WELT.

Der Planet ist pünktlich! – Freilich dauert es einige Zeit, bis eine Wachsfigur hergestellt ist. – Mich würde brennend interessieren, wann mit der Herstellung begonnen wurde Und zwar aus folgendem Grund:

Ist der Planet pünktlich? – „Der Planet ist pünktlich!“ ist bei mir inzwischen zu einem geflügelten Wort geworden:

– Wir schreiben den 29. September 2012. – Wenn ich mich recht zurückentsinne, dürften gut und gern 40 Jahre ins Land gegangen sein, seit ich eine aktuelle Ausgabe des „MÄRKLIN-MAGAZIN“ in der Hand hatte. – Kurz vor Abitur hatte ich andere Dinge im Kopf. – Dann kam die Bundeswehr. Während des Studiums bastelte ich zwar an einer Modellbahnanlage, merkte aber rasch, daß dieses Hobby noch mehr Geld kosten kann als Fotographieren, Filmen und Irland zusammen. – Also ließ die Eisenbahn Eisenbahn und den lieben Gott einen guten Mann sein. – Irgendwann während meiner Referendarzeit hatte ich mir einmal am Duisburger Hauptbahnhof (meine Stammdienststelle war das Landgericht Duisburg) ein MIBA (Miniaturbahnen) – Heft gekauft. – Es hatte mich auch noch über Jahre hinweg begleitet, kam dann aber irgendwie unter die Räder. – Das ist jetzt auch fast 30 Jahre her. Umso mehr überraschte mich das Titelblatt des MÄRKLIN-MAGAZIN:

Ausgabe August/September 2012

Vor allem – die eher unscheinbare – Ankündigung verblüffte mich nicht nur, sie ließ mir für einen Moment den Atem stocken:

Tag der offenen Tür - auch für Außerirdische?

Hatte ich doch vor gerade einmal 10 Tagen dem beliebtesten aller Außerirdichen den Märklin-Produktionsprozess „hautnah erleben“ lassen.  – Ich hatte zwar den Produktionsprozeß so beschreiben, wie er vor 47 Jahren abgelöaufen ist, aber da E.T. den unendlichen Weiten des Alls entstammt, was sind da schon 47 Jahre?

Mir war im April die Idee in den Kopf gekommen, vor den Gefahren, die sich aus einer wissenschaftlichen Theorienbildung anhand von „Modellen“ zu warnen. – Sie kam, kurz nachdem ich meine alten „MÄRKLIN“-Schätzchen aus ihren Särgen geholt und in eine Vitrine verfrachtet hatte. – Wie macht man die unvermeidlichen Denkfehler plausibel? – Die Dampflok kennt auch heute noch jedes Kind, dank Jim Knopf und „Emma“.  – Naturgemäß suchte ich zunächst den Einstieg in die Geschichte auf dem Umweg über Lummerland.  – Aber das klappte nicht so recht. „Emma“ war nicht die richtige Partnerin, obwohl sie jedem gelaüfig ist.

Bei einer der vielen Sendungen von n24 über Leben imWeltall kreuzten dann im Kinderzimmer E.T und die Dampflok ihre Wege, denn Dampfloks sind heute vorwiegend in Kinderzimmern anzutreffen.

– Vor allem aber auch E.T. .  Der ist der jungen Wisenschaftlergeneration vom Kinderzimmer her so bekannt wie ein Dinosaurier. – Und diese Generation von Wissenschaftlern ist es, die ich ansprechen möchte.

– Also mußte E..T. irgendwie in der Heimat meiner „Schätzchen“ , in Göppingen landen.

Der Inhalt des MÄKLIN-MAGAZINS Heft 4/2012 (August/September 2012) hätte mir den Einstieg in die Geschichte erleichtern können. – E.T. wäre so als gewöhnlicher Interressent zum Tag der offenen Tür bei MÄRKLIN erschienen, der am 14. und 15. September stattgefunden hatte…

E.T. und die Dampflok war Anfang September textmäßig abgeschlossen.

Ich brauchte noch ein Portrait von meiner alten 44er zur Illustration des Artikels. Eine Lokomotive auf einer Tischplatte ohne Schienen unter den Rädern sieht mehr als komisch aus. – Also war ich auf der Suche nach passenden Schienen. – Der Spielwarenladen in Dormagen hatte schon vor längerer Zeit seine Pforten geschlossen; die Fa. Toys Are Us hatte wohl vor Jahren  den Vetrieb von MÄRKLIN-“Primex“ – Artikeln eingestellt. Folglich blieb mir nur die Möglichkeit, Schienen in Düsseldorf aufzutreiben. Wegen des für den 9.9. angekündigükten „Garagentrödels“ in der Nachbarschaft kam mir eine ander Idee: Garagentrödel in einer Siedlung mit Kindern! – Hier sollten sich doch gebrauchte Schienen finden lassen. Also unterließ ich Fahndung nach Schienen in Düsseldorf und genoß statt dessen im „Irish-Pub“ am Spichernplatz zwei Guinness.

Beim Garagentrödel war ich zunächst enttäuscht, Krimskrams und Spielzeug für Kleinkinder. Ich war schon fast auf em Nachhauseweg, als ich einen Glastisch endeckte, auf dem ein kurzes Schienenstück mit Loks ausgestellt war. Ich blieb stehen und überlegte. Mein Ansinnen, ein paar Gleisstücke zu erwerben, stieß auf offene Ohren. Leider waren im Angebot nur „Komplettpackungen“ von ROCO, die man hätte auseinaderreißen müssen. – Das wollte ich nicht, denn wenn sich ein „Liebhaber“ finden sollte, dann sind Vollständigkeit und Originalverpackung wichtig und für den Preis entscheidend.

Bei einer Tasse Kaffee auf der Terrasse des „Bismarck-Grills“  in Nievenheim dachte ich plötzlich:

„Wenn die Schiene nicht zur Lok kommt, muß die Lok zur Schiene kommen.

Ich ging nach Hause und packte mir die 44er. – Selbstverständlich gestatte man mir den Fototermin. Ohne Brille konte ich freilich das Bild auf dem Display der Kamera nicht genau sehen, auf die eigentliche „Bildkomposition“ hatte ich daher keinerlei Einfluß. Ich war ebenso überrascht wie erfreut darüber, daß dieses Bild so gut gelungen war. – Es hatte sich aufgrund der Gegebenheiten – inklusive der Spiegelung – gewqissermaßen „selbst“ gestaltet:

Mit 47 Jahren noch ein schönes Model

Dampflok mit Elektroantieb

Am 19.9.2012 gelangte „E.T. Und die Dampflok“ ins Netz.

Und dann kam der 29.9.2012. Wieder einmal war ich auf dem Weg zu meiner Mutter. Ich hatte die Optionen Auto oder S-Bahn. – Ich liebäugelte mit dem Auto, weil es Gelegenheit geboten hätte, ohne zusätzliche Spritkosten bei REAL,- und SATURN vorbeizuschauen und bei IKEA einen Hot-Dog zu genießen. Aus Gründen, die mir selbst nicht ganz klar sind, fuhr ich aber mit der Bahn. Wie an einem Gummischnürchen gezogen lenkten sich meine Schritte in die Buchhandlung GRAUERT am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Die Abteilung „Modellbahn“ ist ziemlich weit hinten durch und ohne Hilfe des Personals kaum zu finden. Modellbahnzeitschriften sind „Bückware“: Sie wird zwar nicht unter dem Ladentisch gehandelt, aber man muß sich bücken, um sie überhaupt zu entdecken.  – Dann aber fiel mein Blick auf das MÄRKLIN-MAGAZIN. Ich hatte meine Brille noch nicht ganz aufgesetzt, da stach mir der Hinweis auf den „Tag der offenen Tür“ im Hause MÄRKLIN ins Auge. – Die Welt war, wie man so schön sagt, wieder in Ordnung:

Der Planet war pünktlich. Wäre ich mit dem Auto gefahren, hätte wich wohl nie mitbekommen, daß am 14./15. September jedermann ähnliche Beobachtungen hätte machen können, die E.T. zuvor gemacht hatte.

Mich erstaunt in diesem Zusammnhang immer wieder die „Gleichzeitigkeit“ udn die Übereinstimmung zwischen inneren und -objektivierbaren – äußeren Vorgängen.

Was also hat mich am 29.9.2012 veranlaßt, bei der Buchhandlung Grauert im Düssesldorfer Hauptbahnhof nach Modellbahnzeitschriften zu fahnden?

Eine Woche später hätte ich nicht einmal erfahren, daß MÄRKLIN Mitte September einen „Tag der offenen Tür“ veranstaltet hatte.

Und jetzt bekommt E.T. -mit einer der Bahn durchaus würdigen Verspätung -seine Wachsfigur.  – Damit ist meines Erachtens das Phänomen der „Gleichzeitigkeit“ gewahrt.

Sind Sie anderer Meinung? – Dann fahren Sie mal Bahn!


Hamiltonsches Prinzip – Der Affe im Supermarkt

Juli 2, 2012

Hamiltonsches Prinzip – Wikipedia.

Der Planet ist pünktlich. Gestern abend noch hatte ich mich auf facebook darüber ausgelassen, daß das einzige, was auf der Straße liegt, und von dem sich jeder nehmen kann, soviel eer möchte, die Bildung sei, finde ich das von mir in die Evolution eingeführte „Prinzip des geringsten Zwangs“ über meine Google-Suche nach den Einzelheiten des Wirkens eines Voltaire hier wieder. – Und wieder einmal sieht man, daß die Zersplitterung der Welt in „Einzeldisziplinen“ eine Fehlfunkton der menschlichen Variante des Geistes ist.  Der Ursprung dieser „Fehlfunktion“ ist aber keine Krankheit des Geistes oder gar eine „Geisteskrankheit“,  er liegt vielmehr  in dem uns naturgegebenen Zwang zur „Kategorisierung“ begründet. – Ich müßte jetzt in Steven Pinkers „Der Sprachinstinkt“ nachsuchen, um die Stelle zu belegen, an der er unsere Vorfahren als „instinktive Botaniker“ beschreibt. – Das mußten sie auch sein, wenn sie als Pflanzenfresser überleben wollten.  – Dazu habe ich freilich keine Lust und schreibe einfach weiter. Darin unterscheiden wir uns nicht von Bonobos, Schimpansen, Goriallas und allen anderen „Affen“ und „Halbhaffen“. – Alle, ausnahmslos alle, müssen die Pflanzen, von denen sie leben, kennen und genau im Gedächtnis behalten, wann und wo welche Früchte reif sind.

Weil das so ist, weil wir ungebremst alles und jedes kategorisieren, weil wir die Welt in die Schubladen der Apothekerschränke zwängen, gelingt es „Bösen kapitalisten“, uns in den „Supermärkten“ zum „Konsum“ zu verführen. Der Supermarkt ist ein geradezu blankgeputzter Spiegel unseres Gehirns: Der Supermarkt spiegelt  wie eine Bibliothek unser Bedürfnis, ja geradzu den Zwang wider, die Welt zu „kategorisieren“.  „Obst“ findet man nicht beim „Fleisch“, „Gemüse“ nicht bei den „Getränken“. –  Der Supermarkt ist eigentlich eine „Sammlung“, die wiederum die Einheit in der Vielfalt zeigt.

In grauer Vorzeit waren Menschen, die die „Einheit in der Vielfalt“ geistig nicht herstellen konnten, genetisch durchaus benachteilitgt. – Sie hinterließen wegen der Unfähigkeit, durch „Sammeln“ geeignete Nahrungsquellen zu erschließen, weniger Nachkommen als andere. – Zum „Sammeln zwingen“ kann man niemanden. – Zum „Sammeln geboren werden“ hingegen, das ist ein Kinderspiel für die Evolution. – Eben das „Hamiltonsche Prinzip. – Womit wir wieder am Anfang wären…


Des Todes Totenschein

Juni 20, 2012

Man redet nicht drüber: Aber in den letzten Tagen wurde ich von einer dunklen Vorahnung beunruhigt. Jeden Morgen war ich froh, wenn ich sah, daß meine nunmehr 16 Jahre alte Hündin „Madonna“ atmete. Ich war froh, die Stimme meiner Mutter am Telefon zu hören. Zu meinem weiteren „sozialen Umfeld“ gehören hoch betagte und todkranke Menschen.  – Ich hatte die Vorahnung auf sie bezogen. – Am 17. Juni kam Mariechen zur Welt. – Kind wohlauf, Mutter wohlauf. – Die Unruhe blieb. – Am 18. 6. erhielt ich die Nachricht, daß sich eine Frau aus dem engeren Bekanntenkreis meiner Eltern umgebracht hätte. – Mit ihr war ich vor Jahrzehnten im Düsseldorfer Rheinstation zum Schwimmen gegangen. – Sie war vor vielen Jahren eigentlich das erste Kind, das ich bewußt vom „Säugling“ an kannte.

– Ihr Vater hatte als  Standesbeamter meine 2. Frau mit ihrem 2. Mann verheitratet. – Ohne dieses Ereignis hätte ich sie nie kennengelernt, denn ohne Trauschein keine Scheidung.

Ich hatte an anderer Stelle schon darauf hingewiesen, daß der Tod einen Totenschein hat. – Er müßte im Archiv der Chefredaktion der „WELT“ ruhen. – Aber nicht nur da, er war auch auf meiner Festplatte, ich kam freilich nicht mehr dran, weil in einem vorsintlutlichen Format abgespeichert. – Dank „Open freely“ konnte er bis ins Detail rekonstruiert werden:

(Briefkopf)

7.4.2005

Welt am Sonntag
z.Hd. Herrn Christoph Keese
via Fax 030 25 91 77 81 1

Sehr geehrter Herr Keese,
Ich danke Ihnen für Ihren Beitrag in der WamS vom 3.4.2005 „Der Papst des Lebens“. Darin schreiben Sie:
> „Ich bin froh, seid Ihr es auch“ , ließ Wojtyla selbst verkünden. Für den naturwissenschaftlich geprägten Menschen klingen solche Sätze wie Euphemismen. Freundliche Umschreibungen eines septischen Schocks, einer Harnwegsinfektion, eines Kreislaufzusammenbruchs, eines ermattenden Atems. Aus Sicht der modernen Wissenschaft ist der Glaube an ein Leben nach dem Tod schlichter Selbstbetrug. Was ist aber, wenn dieser Sterbende in Rom es ernst meint? Glaubt er wirklich an eine Begegnung mit seinem Gott?<
Sie können davon ausgehen, daß der „Sterbende in Rom“ es ernst meinte. Ihre zweite Frage führt allerdings zu der Frage, wenn er erst nach seinem Tode bei seinem Gott ist, war dann zu seinen Lebzeiten „sein“ Gott nicht bei ihm?. – Gute Frage! – nächste Frage:
Wieso soll der Glaube an ein Leben nach dem Tod Selbstbetrug sein?
Dem Wort Glauben wird einerseits die Bedeutung Vertrauen, andererseits die Bedeutung Nichtwissen beigemessen. – Nichtwissen ist im Zivilprozeß ein pfiffiges Werkzeug, mit dem ich Tatsachen, die nicht Gegenstand meiner eigenen Handlung oder Wahrnehmung gewesen sind, qualifiziert bestreiten und damit den Gegner zum Beweis zwingen kann. (§ 138 Abs. 4 ZPO)
Mit Nichtwissen bestreite ich Ihre Behauptung, aus Sicht der modernen Wissenschaft sei der Glaube an ein Leben nach dem Tod schlichter Selbstbetrug. – So , und nun beweisen Sie mal schön. Und zwar so, daß ein Richter nach seiner freien Überzeugung Ihrer Darstellung folgt. Nach § 286 ZPO hat nämlich das Gericht nach seiner freien Überzeugung zu entscheiden, ob eine tatsächliche Behauptung für wahr oder für nicht wahr zu erachten sei.
Sie können Ihre Behauptung nicht beweisen. Auch diejenigen, die behaupten, es gebe ein Leben nach dem Tod, können ihre Behauptung nicht beweisen. Also muß man doch einmal die Frage stellen, ob die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, nicht vielleicht falsch gestellt ist.
Können Sie sich eine Situation vorstellen, in der einem der Tod abhanden kommt? – Nein? – Ich kann Ihnen sagen, dieser Moment hat etwas Unerträgliches, aber auch etwas Erleichterndes.
Der ganze Streit um ein Leben nach dem Tod setzt zwingend die Existenz des Todes voraus. Der Tod als Ende des Lebens.
Der Tod ist nicht das Ende des Lebens, er markiert nur die zeitliche Grenze eines nach individuellen Merkmalen zu bestimmenden Lebensprozesses. Die räumliche Grenze eines derart definierten Prozesses erleben Sie als „Gestalt“. Bei vielzelligen Lebewesen wird diese Gestalt durch eine Vielzahl von Individuen hervorgerufen, die ein bestimmtes Muster bilden. So ist der Mensch nicht aus Zellen zusammengesetzt, es sind vielmehr weit über 60 Billionen Zellen, die ihn gestalten. Und es nicht immer dieselben Zellen, es herrscht vielmehr ein ständiges Kommen und Gehen. Dieser Gestaltungsprozeß wäre ohne ständige Kommunikation, ohne Kooperation und ohne Harmonie ein Ding der Unmöglichkeit. Auch ein Papst repräsentiert einen derartigen Gestaltungsprozeß.
In meiner E-mail an den Papst vom 28.3.2005, den ich auch Ihrer Leserbriefredaktion übermittelt hatte, finden Sie folgende Worte:
>Fürst Rainier von Monaco liegt „im Sterben“, alle Welt macht sich gerade zum Fest der Wiederauferstehung Sorgen, auch der Papst könne in nächster Zukunft sterben.
„Wenn Du die Leute unter Kontrolle halten willst, mach’ ihnen Angst“. Ich halte dagegen: „Fürchtet Euch nicht!“ – Denn es geht nicht darum, den „Tod“ zu überwinden. Das ist nicht möglich und nicht nötig, denn man kann nichts überwinden, was nicht existiert. Es gibt den „Tod“ nicht, er existiert nur in unserem Bild, das wir uns von dieser Welt machen. Das, was wir als „Tod“ empfinden, ist lediglich die zeitliche Grenze eines nach individuellen Merkmalen bestimmbaren Lebensprozesses. Aber das ist nicht das Ende des Lebens. Schließlich bedeutet ein Urteil im Zivilprozeß nicht das Ende der Zivilprozeßordnung.<
Ich will nicht verhehlen, von den Ereignissen überrascht worden zu sein. Denn ich hätte mit allem gerechnet, aber nicht damit, daß der Papst den Fürsten Rainier in einer Art und Weise „überholt“, die ihn so  zeitig hat sterben lassen, daß pünktlich zu meinem Geburtstag die „größte Trauerfeier der Weltgeschichte“ stattfinden kann. Ich kann auch hierzu nur sagen: der Planet ist punktlich!
Ihr Kommentar, in dem Sie die „Wissenschaften“ bemühen, war für mich Veranlassung, näher zu begründen, woher der „Tod“ kommt. Ich brauchte freilich nicht lange zu suchen, denn der „Tod“ wird da „erzeugt“, wo auch ein „großer Staatsmann“ erzeugt wird:
Vor mehr als 50 Jahren berichtete Adolf Portmann in seinem Werk „Das Tier als soziales Wesen“ über folgende Begebenheit, zu der anzumerken ist, daß Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen „Führern“ weder beabsichtigt noch zufällig sind:
„Während der Brunft (Dezember 1952) mußte der sechsjährige α-Schaufler (Albino) abgetan werden, da er einen Spießer und eine Kuh tödlich geforkelt hatte. Das α-Männchen wurde deshalb in Sichtweite der anderen Tiere abgeschossen. Durch den Abschuß entstand im Rudel eine merkliche Entspannung, und bald wurde die α-Stellung vom vierjährigen β-Bock, der regelmäßig mit dem α-Bock gekämpft hatte, eingenommen. Am toten Tier trennte man den Kopf ab, um ihn später im Fell zu präparieren. Das Stück wurde einige Tage für das Rudel unsichtbar in einem benachbarten Schopf aufbewahrt. Nun brachte man den Kopf außerhalb am Gitter des Geheges in der Höhe eines zur Kampfstellung geneigten Kopfes an. Die Geweihzacken wurden zu diesem Zweck in die Maschen des Gitters festgeklemmt. Sobald das Rudel den Kopf wieder erblickte, flüchtete es, soweit das Gehege gestattete. Bald darauf näherte es sich aber vorsichtig dieser Stelle, wobei der neue Leithirsch der Herde voranging. Er patrouillierte in einer Distanz von zwei Metern vor dem Kopf hin und her, indem er ihn seitlich anäugte. Schließlich wendete er sich ihm frontal zu und versuchte mit ihm zu kämpfen. Als aber kein Gegenstoß erfolgte, verzichtete er sehr bald auf diesen „Kampf“, versuchte es noch ein zweites Mal und nahm dann schließlich nie mehr eine Kampfstellung ein. Auch die übrigen Männchen und weiblichen Glieder der Herde wurden nun vom neuen α-Hirsch an den Kopf herangelassen. Sie näherten sich furchtsam, auf eine Distanz von höchstens 50 Zentimeter.
Nun wurden vor dem aufgehängten Kopf, innerhalb des Geheges, in verschiedenen Distanzen Roßkastanien, ihr Lieblingsfutter, ausgelegt. Bis auf eine Entfernung von ein bis zwei Metern wagten sich nun sämtliche Tiere heran, um Kastanien aufzunehmen. Näher wagte sich einzig der neue α-Hirsch. Es konnte also in diesem Fall beobachtet werden, daß vom α-Tier-Symbol (Kopfgeweih) immer noch eine autoritative, Distanz gebietende Wirkung ausging.
Der Kopf wurde dann einige Stunden entfernt und am selben Tag wieder aufgehängt. Das Verhalten des Rudels war ungefähr dasselbe, nur daß diesmal der junge Leitbock es wagte, die Geweihenden seines ehemaligen Rivalen zu beschnuppern.“
Eine Ähnlichkeit mit einem einbalsamierten Papst ist ebenfalls nicht beabsichtigt, aber auch nicht eben zufällig; weil der „Tod“ im limbischen System steckt.
Als „beherrschende Lebensform“ und „rational“ denkender Mensch werden Sie einwenden, so einfach könne es nicht sein, weil sich der Mensch dank seines Denkvermögens von den Tieren erheblich unterscheide.
Ich halte dagegen: „So einfach ist das!“  – Ein von Konrad Lorenz begründeter Zweig der Verhaltenswissenschaften nennt sich „Humanethologie“, die Lehre vom menschlichen Verhalten. Lorenz war auch Mitbegründer der „vergleichenden Verhaltensforschung“. Aber weder Konrad Lorenz noch seine Jünger haben jemals „Organethologie“ betrieben. Sie haben sich lediglich mit dem geäußerten Verhalten der Gesamtorganismen beschäftigt. Demgegenüber beschäftigt sich die „vergleichende Anatomie“ mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden in der Gestaltgebung der verschiedenen Organe. Vergleicht man jedoch das Verhalten der Organe miteinander, so kommt man ohne Schwierigkeiten zu der Feststellung, daß sich das Herz eines Damhirsches dem eines Menschen ähnlich verhält. Dasselbe gilt für Magen, Leber, Darm, Lunge, Niere etc. etc. bis hin zu den Muskeln, Bindegeweben und Knochen. Auch das Gehirn eines Damhirsches verhält sich ähnlich wie ein menschliches Gehirn. Es hat eine kleinere Großhirnrinde, aber es hat ein limbisches System und einen Mandelkern; es verfügt also über die Strukturen, in denen Gefühle „gemacht“ werden. Nennen Sie mir einen Grund, warum sich das limbische System des Menschen grundsätzlich anders verhalten sollte als das des Damwildes, und Sie können meine folgende Bemerkung aus dem Protokoll streichen:
Die Wahrnehmung des Todes hängt von unserer persönlichen Beziehung zu dem Organismus ab, der „stirbt“.  – Ich habe einmal mit einer Vegetarierin an einem Tisch gesessen, die genüßlich ihren Salat und ihre Kartoffeln verspeiste. Ich habe sie einfach gefragt: „Weißt Du eigentlich, daß die Kartoffel erst dann stirbt, wenn Du sie kochst?“ – Ich hoffe, daß die Dame zwischenzeitlich nicht vollständig verhungert ist. – „Tod“ ist der vollständige Abbruch der Kommunikation mit einem Lebensprozeß, der seine zeitliche Grenze erreicht hat. Als soziales Wesen ist der Mensch auf ständige Kommunikation mit seinen Sozialpartnern angewiesen. „Äußert“ sich eines dieser Wesen nicht mehr, so löst dies einen ganzen Strauß von Emotionen aus, für die man so recht keine Erklärung findet.  Fragen Sie einmal die Leute, deren Angehörige als „vermißt“ gelten. Sie haben ähnliche Empfindungen, die zum Teil noch quälender sind als das Wissen um deren „sicheren“ Tod.
Wir haben, im Gegensatz zu anderen Lebewesen, mit dem „Tod“ ein ganz spezifisches Problem, das Sprachproblem: Für unser Sprachbewußtsein ist das Phänomen, daß jemand, mit dem wir uns gerade noch unterhalten haben, plötzlich nicht mehr antwortet und nie wieder antworten wird, nicht zu „fassen“ und daher un-„begreiflich“.
Auch wenn wir es nicht begreifen können: der „Tod“ existiert nur in unserer Einbildung. Der Tod ist nicht das Ende des Lebens.
Obwohl der Tod nicht existiert, wird es ihn für unser subjektives Welterleben immer geben, denn obwohl die Erde um die Sonne kreist, wird bei Capri die rote Sonne im Meer versinken. Auch der Sonnenuntergang an den Cliffs of Moher wird für jeden, der ihn erlebt, wegen der zauberhaften Stimmung unvergessen bleiben. Und die Eindrücke einer Fahrt durch die Dolomiten bei Vollmond und leichter Bewölkung bleiben auch dann atemberaubend, wenn der Mond sich um die Erde dreht und  in Wahrheit nicht „hoch am Himmel“ steht. Das limbische System kennt die „objektive Wahrheit“ nicht, es wird sie auch nie kennenlernen, aber es wird auch in alle Zukunft unser Welterleben gestalten.
Aus dem oben Gesagten heraus erklärt sich auch unschwer die Existenz von „Führerbildchen“, Leninstatuen und anderen „Insignien“ der Macht bis hin zur Ehrfurcht gegenüber dem Kreuz.
Kein Geringerer als Friedrich Schiller hat dieses Phänomen zum „Geßlerhut“ verarbeitet. Nur ist der Geßlerhut heute im wesentlichen von „Nationalsymbolen“ verdrängt worden.   Allerdings sind manche Geßlerhüte heute mobiler als zu Schillers Zeiten, sie tragen Brioni-Anzüge oder schicken „Amerikas Söhne“ zum Sterben in den Irak. Aber sie sind und bleiben Geßlerhüte, denn auch Schröder und Bush sind nichts anderes als multipel verkrüppelte Schmalnasenaffen, denen Mutter Natur die Schnauze plattgedrückt hat. Auch Bush und Schröder gehören zu der Gattung, die ich zwar nicht „entdeckt“, wohl aber „entlarvt“ habe: Australopithecus Superbus Procrustes (der überhebliche Südaffe, der sich mit Gewalt alles passend macht). Wenn Sie sich bei diesem Gedanken unwohl fühlen, sollten Sie ernsthaft den Gang zum nächsten Tierarzt in Betracht ziehen!
Anatole France hat einmal gesagt: „Es liegt in der Natur des Menschen, vernünftig zu denken und unvernünftig zu handeln.“ Gottfried Wilhelm Leibniz bemerkte, es sei richtig, daß der Mensch einen Verstand habe; Tiere hätten keinen Verstand, sie bräuchten ihn aber auch nicht, weil Gott ihn für sie hätte. – Kollege Leibniz war im Hinblick auf den menschlichen Verstand wohl ein wenig allzu optimistisch. Man braucht nur die letzten 250 Jahre der Menschheitsgeschichte zu betrachten und das explosionsartige „Wachstum“ in der Leichenproduktion. Man braucht nur die Bilder, die uns aus Rom und Monaco erreichen, zu betrachten und mit den oben erwähnten Damhirschen in Beziehung zu setzen. – Offensichtlich ist der Mensch unter diesem Aspekt ein Wesen, das, wenn es ihn je hatte, den Verstand verloren hat.
Für Ihre freundliche Kenntnisnahme und Bemühungen danke ich im voraus.
 
Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff

– So ging der Schnitter über den Jordan„.

Karol Woitily starb so pünktlich, daß er an meinem 51. Geburtstag beederdigt wurde. – Eigentlich war für diesen Tag die Hochzeit von Charles und Camilla vorgesehen..


Großer Engel mit kleinen Federn

Juni 3, 2012

Gerhard Altenhoff.

Es ist nicht ganz einfach, meinen Artikel  „Großer Engel mit kleinen Federn“ herauszufischen. Deswegen wiederhole ich ihn hier:

Großer Engel mit kleinen Federn
Was ist ein Engel?
Ein Engel ist ein Lebewesen, das plötzlich und unerwartet einem anderen Lebewesen eine Inspiration verleiht oder ihm eine gesuchte Information vermittelt.
Am 30.5.2012 begegnete ich -wieder einmal einem Engel. – Ein junger Eichelhäher war aus dem Nest gefallen und hatte den langen Fußweg auf die Terrasse meiner EX-Frau zurückgelegt. – Wir hatten ihn zunächst wegen der blauen Zeichnung des Gefieders für eine junge Elster gehalten. – Was damit anfangen – bei drei Hunden. – Also brachten wir das Jungtier ins Tierheim Neuss-Bettikum. – Es war keine Elster, Art und Herkunft blieben zunächst unbekannt. Mein Freund Dietmar hatte heute die Vermutung auf der Zunge: Eichelhäher. Ich versprach ihm, in „Grzimeks Tierleben“ nachzuschauen. – Bingo! – von der Färbung des kindlichen Gefieders und der Schnabelform her kann es sich eigentlich nur um einen Eichelhäher handeln. – Aber das ist nicht entscheidend. – Die Lektüre über das Verhalten der Eichelhäher in Grzimeks Tierleben, Band IX, S. 488 f. raubte mir den Atem. – Was ich zu lesen bekam wird in Kürze in meinem Blog erscheinen. – Ohne den „großen Engel mit den kleinen Federn“ hätte ich diese Literaturstelle wohl nie gefunden. – Danke!

Und hier ist das, was ich zu lesen bekam:

Grzimeks Tierleben Band 9 Seite 488

(…)

Kein geringerer als der berühmte Chirurg August Bier (1861—1949) hat in seinem Buch -Die Seele« fünf Seiten dem Eichelhäher gewidmet — und zwar unter der Kapitelüberschrift: »Die Nichtachtung des Wesentlichen, die Über­schätzung des Unwesentlichen ist ein sehr verbreiteter Irrtum der Seele.« Unsere wichtigsten Laubbäume (Rotbuche, Stiel- und Traubeneiche] verdan­ken ihre heutige Verbreitung zu einem überwiegenden Teil dem Häher, der sie und andere Laubhölzer mit schweren Samen kunstgerechter als der Forstmann pflanzt. »Nur oberflächliche Beobachter glauben«, wie August Bier schreibt, »der Häher steckte seine Eicheln, um sie im Winter zur Zeit der Not wiederzufinden. Andere reden diese verkehrte Ansicht nach. Bei mir ist der Häher-Unterbau der Eiche so musterhaft, daß der Vogel gar nicht viele wieder herausgeholt haben kann. Auch würde er die Früchte wohl nicht ein­zeln in den Boden setzen, sondern näher beieinander, wenn er sie wieder­finden wollte. Ein Naturtrieb veranlaßt ihn also zu diesem merkwürdigen Vorgehen, dessen Zielstrebigkeit und Zweckmäßigkeit wir ohne weiteres ein­sehen. Der Vogel sät die Eichen- und Buchenwälder, um ihre Frucht zu ver­zehren. Es ist also eine Wechselwirkung zwischen Pflanze und Tier vorhan­den, von der beide Nutzen ziehen. Die Pflanze wird weithin verbreitet; und das Tier lebt wieder, wenigstens eine geraume Zeit lang im fahre, von ihren Früchten.«

Die außerordentliche waldbauliche Bedeutung des Eichelhähers wird heute, ein Menschenalter später, immer noch nicht recht gewürdigt. Während man in der Sowjetunion den Eichelhäher als Forstnützling mit allen Mitteln hegt, wird er in Deutschland sinnlos und völlig »gesetzmäßig« verfolgt. Nur gut, daß sich der kluge Vogel nicht ausrotten läßt. Freilich holt er zuzeiten Eier und Nestlinge, verliert aber auch von seinem Nachwuchs so manches an die stärkeren Krähen, die der Mensch weitgehend von ihren natürlichen Fein­den, dem Habicht, dem Wanderfalken und dem Uhu, befreit hat. Im Nymphenburger Park von München brüten seit mindestens hundert Jahren ein bis zwei Paare Eichelhäher. Trotzdem halten sich dort die Singvögel in ziem­lich reicher Zahl. Im allgemeinen sind Eichelhäher Stand- oder höchstens Strichvögel, also verhältnismäßig seßhaft. In jahrelangen Abständen ziehen sie aber zu Tausenden, die von weither aus dem Osten kommen müssen, durch Mitteleuropa.

Hier zeigt sich wieder einmal, wie in der Natur alles mit allem auf subtile Weise verbunden ist. Der einzelne Eichelhäher wird kaum wissen, daß er mit seinem Verhalten dem Wald dient. Der Wald wird nciht wissen, daß der Eichelhäher seinem Ausbreitungspotential „dient“. – Wobei der Begriff „dienen“ schon wieder den Blick auf die Tatsachen verstellt. – In der Natur gibt es weder „Zwecke“ noch „Diener-“ noch „Herr“-schaft.

Das Verhalten von Organismen kann entweder Sinn machen, ohne Sinn sein oder gänzlich sinnwidrig sein. Die erstgenannten Alternativen werden sich über die Generationen hinweg fortpflanzen, weil sie Rückkoppelungsschleifen aufrechterhalten. Biologisch sinnwidrige Verhaltensmuster verschwinden mit der Zeit.

Das Verhalten der Eichelhäher macht biologisch Sinn. – Auf N-24 wird die Serie „Die Erde nach dem Menschen“ seit geraumer Zeit immer und immer wieder durchgenudelt. – Nun stellen Sie sich einmal Ihren Garten nach dem Menschen vor: Ein eichelhäher nach dem anderen pflanzt Bäume in Ihrem Garten. -In geologischen Zeiträumen gemessen wird der Wald mit zunehmender Geschwindigkeit Ihren Garten hinwegfegen. – Und wenn Sie, der Sie nicht mehr da sein werden, den Ruf des Uhu in Ihrem Garten hören, ist die Welt wieder im gewohnten Chaos.


Rätselhaftes Licht am dunklen Heiligabend-Himmel – N24.de

Dezember 25, 2011

Rätselhaftes Licht am dunklen Heiligabend-Himmel – N24.de.

Das erinnert mich an eine „unheimliche Begegnung der Dritten Art“ vor fünf Jahren, die ihren Niederschlag auf der Titelseite des Anzeigenblatts „Schaufenster“ fand. Und es sit schon merkwürdig, daß ich nach einem griffigen Anlaß gesucht hatte, die Geschichte eerneut zu erzählen. Dem Himmel sei Dank:

Weihnachtsmann auf Trunkenheitsfahrt?

Der Weihnachtsmann ist ja nun schon seit einigen Wochen unterwegs, und er wird immer wieder aufgehalten. Mal macht er Station bei Douglas, Heidi Klum ist eine Frau und der Weihnachtsmann auch nur ein Mann; – mal wird er vom betörenden Duft der „Krönung” von Jacobs angezogen.

In diesem Jahr schlug außer dem Wetter auch der Weihnachtsmann einen sehr ungewöhnlichen Weg ein. Er könnte deswegen zu denen gehören, nach denen die Polizei in diesem Jahr verstärkt fahndet, nämlich zu den „Glühweinsündern”. Vielleicht ist ihm der viele Glühwein auf den diversen Weihnachtsmärkten mehr zu Kopf gestiegen als in den vergangenen Jahren. – Darauf deutet eine Spur hin, die er am 15.12.2006 über Dormagen – Ückerath und Gohr in Richtung Grevenbroich am Himmel hinterließ:

An diesem Tage hatte ich gegen 17.30 Uhr beim Autohaus Tolles in Ückerath getankt und war auf dem Weg in Richtung Gohr. Beim Durchqueren des Mühlenbuschs entdeckte ich auf der linken Seite so etwas wie eine langgestreckte Rauchfahne über den Baumwipfeln. Sie erschien recht nah zu sein, näher jedenfalls als die üblichen Kondensstreifen der Verkehrsflugzeuge. Ich dachte zunächst an ein havariertes Sportflugzeug, aber einen stotternden Flugzeugmotor hatte ich nicht gehört. Als ich den Mühlenbusch verließ, erstreckte sich die „Leuchtspur”, von den Strahlen der untergehenden Sonne erhellt, bis weit über Gohr hinaus in Richtung Grevenbroich. Ein abstürzendes Flugzeug hatte diese merkwürdige Spur offenbar nicht hinterlassen, es sei denn, die Medien hätten einen Flugzeugabsturz im Rheinischen Braunkohlerevier verschwiegen. Gewöhnliche Kondensstreifen sind schnurgerade an den Himmel gezogen, denn zumeist hält der Autopilot den Kurs. Selbst bei ausgeschaltetem Autopilot und nach dem Konsum einer Flasche Jack Daniels schafft es kein Flugzeugführer, eine solche Schlangenlinie an den Himmel zu zaubern..

Eine gerade Linie, die sollte man vor allem von der Spur des weihnachtsmännischen Schlittens erwarten, denn der Weihnachtsmann muß Vorbild sein für alle Kinder. Doch dieser Fall wäre auch für die Kollegen vom CSI eindeutig gewesen: der Weihnachtsmann war in Schlangenlinien unterwegs. – Trunkenheit am Zügel?

Oder war doch alles anders? – Vor einiger Zeit geisterte ein trinkfreudiger Elch aus Schweden durch die Medien, der seinen eigenen „Elchtest” nicht bestanden hatte und in einem Fluß ertrank. Allzu gerne hatte er vergorene Äpfel gefressen. Einerseits sind Rentiere nahe Verwandte der Elche , andererseits wird des Weihnachtsmannes Schlitten von einem Rentier gezogen. Und dann ist da noch Rudolf, das Rentier mit der roten Nase. – Woher mag Rudolf seine rote Nase wohl haben, wenn nicht von vergorenen Äpfeln?

Oder war alles noch anders? – Die wahrscheinlichste Erklärung für das Phänomen ist ein Meteorit. Meine entsprechende Anfrage an die Sternwarte Bochum ist bis heute nicht beantwortet. Vielleicht hat außer mir und meiner Ex-Frau, der ich die „Leuchtspur” und die sich über Gohr auflösende Rauchwolke im „letzten Büchsenlicht” noch hatte zeigen können, diese merkwürdige Erscheinung am Himmel ebenfalls beobachtet, ohne bislang einen Gedanken daran zu verschwenden, wo sie herkam.


Killer-Keime auf Gurke im Müll gefunden: Vergurkt uns EHEC den Sommer? – News Inland – Bild.de

Juni 8, 2011

Killer-Keime auf Gurke im Müll gefunden: Vergurkt uns EHEC den Sommer? – News Inland – Bild.de.

Alles Zufall – oder was? – Das Auffinden einer Gurke mit den gefährlichen Erregern in einer Biotonne von Erkrankten ist kein Beweis für die „Gurkentheorie“. – Es ist auch kein Beweis für die Richtigkeit meiner „Arschkriechertheorie“, dennoch läßt sich dieser Fund mit der Arschkriechertheorie zwangloser erklären als mit der Gurkentheorie; – ja er zwingt nachgerade dazu , die Arschkriechertheorie durch weitere Argumente zu untermauern:

In Biotonnen wimmelt es von Mikroorganismen aller Provenienz. Wenn sich dort eine Gurke findet, die Ehec-Keime in größerer Zahl trägt, ist es nicht nur nicht auszuschließen, sondern eher wahrscheinlich, daß die Kontamination der Gurke durch die Erkrankten erfolgte und nicht umgekehrt; Biotonnen sind nämlich Brutreaktorren für Mikroorganismen, man kann es erst riechen, dann sehen. Gemähtes Gras, vor allem wenn es feucht ist, beginnt zu stinken. Wenn der Gestank nachgelassen hat, ist die Menge um rund die Hälfte geschrumpft. Dabei wird auch Wärme erzeugt, was Bauern früher gefürchtet hatten. – So manche Scheune brannte ab, weil das eingebrachte Heu nicht trocken genug war…

Ein auf die Gurke gelangter Keim reicht unter den genannten Bedingungen aus, eine Gurke als verseucht erscheinen zu lassen. – Die gefundene Gurke taugt damit nicht einmal als Indiz für die Gurkentheorie.

Nicht anders sieht es mit den verkeimten Keimen aus. – Selbst wenn in Bienenbüttel verkeimte Bohnenkeime gefunden würden, wäre das noch lange kein Indiz für die Verursachung der Erkrankung durch verkeimte Keime. Denn mindestens eine der Angestellten des Bio-Hofs ist nachweislich durch EHEC erkrankt. Sie kommt damit als Quelle der Verkeimung der Keime in Betracht. – Wieder einmal ist der umgekehrte Weg nicht nur gangbar, sondern entbehrt nicht einer gewissen Wahrscheinlichkeit.

Das ist die eine Seite; auf der anderen Seite läßt sich durch die Arschriechertheorie auch das Phänomen erklären, daß in unverhältnismäßig hoher Zahl Frauen davon betroffen sind: Frauen müssen sich beim Pinkeln hinsetzen, Männer nicht. Und Frauen neigen dazu, Harnreste mit Toilettenpapieer zu entfernen, bevor sie ins Höschen gelangen.

Der „Vertiebsweg“ über Schmierinfektionen ist weder den Coli-Bakterien fremd noch ungewöhnlich. Die Kinderlähmung folgt einem verblüffend ähnlichen Pfad: Bei Wikipedia heißt es zu Poliomyelitis:

„Das Virus wird unter schlechten hygienischen Bedingungen durch kotverschmutzte Hände oder Gegenstände übertragen und mit dem Verdauungstrakt aufgenommen (fäkal-orale Schmierinfektion oder Kontaktinfektion). Es kommt aber auch zu Übertragungen durch Tröpfcheninfektion.[5] Die Ansteckungsfähigkeit setzt offensichtlich schon wenige Stunden nach der Infektion ein. Im Rachen (Tröpfcheninfektion) hält sie eine, im Kot drei bis sechs Wochen an. Die Inkubationszeit beträgt 7–14 (3–35) Tage.[5][6]“

Ferner weist die Indizienkette, die zum Biobetrieb in Bienenbüttel führte, nämlich die Anstecfkung in Restaurants und Kantinen, auch auf sanitäre Einrichtungen hin, die öffentlich zugänglich sind. – Dort hängt auch gewöhnlich das einer unbestimmten Vielzahl von Menschen zugängliche Klopapier.

Wenn ein Mikroorganismus, der im Darm lebt, auf Nahrungsmitteln gesucht wird, sollte man die Suche dort beginnen, wo am Ende was ‚rauskommt, sonst läuft man Gefahr, Scheiße zu bauen!

Gott sei Dank sind die Kühe aus dem Schneider, denn Rohmilch trinkt heute fast niemand mehr; es weiß ja heute kaum noch jemand, wie eine Kuh in Natura aussieht.


PHOENIX – Aus der Traum – Stirbt die Idee Europa?

Mai 19, 2011

PHOENIX – Aus der Traum – Stirbt die Idee Europa?.

Es mag vermessen erscheinen, aber ich wiederhole meinen im privaten Kreis immer wieder verwendeten Satz, diesmal nur öffentlich:

Gebt mir aus jedem EU-Land drei – willkürlich aus dem Telefonbuch ausgewählte  –  Anwälte und sechs Monate Zeit, dann bekommt ihr eine Verfassung der Europäischen Union, die den Namen „Verfassung“verdient hat und die von jedem EU-Bürger blind unterschrieben werden könnte.

Am Anfang stand ein Krieg: Am Anfang stand der Krieg, der keiner sein durfte. Er veranlaßte mich, ein 10-Punkte-Papier (so etwas lieben Politiker!) zu verfassen:

27.11.2001

 Nun ist sie gelaufen, die Abstimmung über Krieg oder Frieden. Der Krieg hat – wieder einmal – gesiegt.

 Zunächst einmal sind es zehn Punkte, mit denen ich Sie konfrontieren möchte:

 1.    Ich hatte im Jahre 1991 die für den Steuerzahler unerquicklichen Verquickungen von Staatlichen Organen und dubiosen Elementen der sogenannten „Wirtschaft“ auf Rügenmiterleben dürfen und angeprangert. Das ist mir nicht gut bekommen, mein Sessel im Rechtsamt der Kreisverwaltung mutierte bereits nach kurzer Zeit zum Schleudersitz „Kontraste“ berichtete 1993 darüber. Die „Parteispendenaffäre“ zeigte mir, daß ich einen Teil des Ganzen für das Ganze gehalten hatte. Ein Vergleich mit dem Untergang der römischen Republik ließ mich zu der Schlußfolgerung gelangen, daß wir Lichtjahre von einer Demokratie entfernt sind. Wir leben in einem neofeudalistischen, kapitalfundamentalistischen Obrigkeitsstaat, den es eigentlich gar nicht gibt. Da ich gegenwärtig meine kargen Brötchen als Kraftfahrer verdiene, bereise ich gelegentlich das sogenannte Ausland. Eine Grenze, die die Niederlande, Belgien, Luxemburg oder Frankreich von Deutschland trennen würde, habe ich indes nirgendwo finden können. Weder auf irgendwelchen Space-Night-Bildern; weder vom Flugzeugzeug aus noch durch unmittelbare Inaugenscheinnahme der „Grenzregionen“. Grenzen gehören nicht zu unserer Umwelt, sie müssen daher in unseren Köpfen stattfinden; sie sind ebenso Hirngespinste wie der „Nationalstaat“.

2.    Die „Nation“ ist ein Hirngespinst, eine Art gigantischer Traditionsverein mit Mitgliedspflicht für die zufällig in einem bestimmten „Hoheitsgebiet“ geborenen oder von bestimmten „Staatsangehörigen“ abstammenden Menschen. Der Nationalstaat ist ein Abkömmling des absolutistischen Staates und diesem ähnlich organisiert. Das „Sonnenkönigtum“ ist lediglich zeitlich begrenzt. Pomp und alles, was eben dazugehört, sind geblieben. Weder bei der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika noch im Rahmen der französischen Revolution standen die für eine Demokratie schlechthin konstituierenden Institutionen der Amtsverteilung durch das Los noch das Scherbengericht (Ostrakismós) nicht einmal zur Debatte. Die „westlichen Demokratien“ repräsentieren in Wahrheit den Neofeudalismus. Und deswegen stecken seit dem 11.September 2001 alle Mächtigen der Welt die Köpfe zusammen und beratschlagen, wie sie dem „Terror“ Herr werden können. Für mich ist diese Veranstaltung nichts anderes als das aufgeregte Herumgegacker von Hühnern im Angesicht des Fuchses, der versucht hat, den Hahn zu holen und damit gegen die Schar den „Enthauptungsschlag“ zu führen. Erstmals nämlich hat irgendwer, ob Herr Bin Laden oder ein anderer gezeigt, daß es Menschen gibt, die in der Auseinandersetzung mit der Macht fähig und bereit sind, auch Enthauptungsschläge zu führen.

3.    Den Begriff Enthauptungsschlag hatte ich in einem offenen Brief an Herrn Gerhard Schröder vom 30.4.1999 erstmals verwendet. Ich hatte angeregt, einerseits bei der Diskussion um die Geschehnisse im Kosovo doch bitte die Terminologie des Strafgesetzbuches zu verwenden, das den Begriff des Völkermordes in § 220a eindeutig definiert, andererseits hatte ich mehr oder weniger laut darüber nachgedacht, ob es nicht an der Zeit wäre, gegen das Milosevic-Regime einen „Enthauptungsschlag“ zu führen. Nix dergleichen, Hunderte unschuldiger Zivilisten gingen in der Folgezeit drauf. Ein Exemplar meines damaligen Schreibens finden Sie in der Anlage, eines schlummert seit 1999 bei Intendanten des WRD, Herrn Pleitgen.

4.    Da die „Bündnisfrage“ bereits unmittelbar nach dem Anschlag auf WTC und Pentagon gestellt und positiv beantwortet worden war, wurde meines Erachtens bereits am 11.9.2001 die Entscheidung getroffen, einen Krieg anzuzetteln. – Ich hatte bereits damals im Familenkreis orakelt, daß die Entscheidung in Richtung Krieg Voraussetzung für das Stellen der Frage ist. Alle anderen Entscheidungen waren damit unausweichlich vorgezeichnet und keine eigentlichen Entscheidungen mehr. Als der Kanzler dann die uneingeschränkte Solidarität „Deutschlands“ verkündete und Peter Struck nebst uns allen Amerikaner wurde, bemerkte ich dazu „August ‘14 läßt grüßen.“ Denn Art. 5 des NATO-Vertrages setzt voraus, daß ein Bündnisstaat mit „Waffengewalt“ angegriffen wird. Aus dem Sinn und Zweck der NATO als Verteidigungsbündnis und damit als „Kampfgemeinschaft“, ergibt sich zwanglos, daß der Waffenbegriff des Art. 5 eng auszulegen ist. Waffe im Sinne des Art 5 kann daher nur ein Gegenstand sein, der geeignet und bestimmt ist, Menschen zu töten oder Sachen zu zerstören. Der Schwerpunkt der Definition liegt dabei auf dem bestimmungsgemäßen Gebrauch des Gegenstandes. Panzer und Kanonen taugen zu nichts anderem als zum Töten von Menschen und zur Zerstörung von Sachen. Das gleiche gilt für ein MG oder eine Kalaschnikow. Ein Jagdgewehr fällt hingegen ebensowenig unter den Waffenbegriff des Art. 5 wie ein Küchenmesser. Beide Sachen können zwar ebenfalls als Waffe gegen Menschen eingesetzt werden, allerdings wäre dieser Gebrauch mit der Zweckbestimmung nicht vereinbar. Verkehrsflugzeuge, auch wenn sie als Kerosinbomben zweckentfremdet werden, können demnach ebenfalls keine Waffen im Sinne des Art. 5 sein. Warum verbietet sich eine weite Auslegung des Waffenbegriffs? – Weil sonst ein randalierender Steinewerfer in Nordirland den Bündnisfall auslösen könnte, sofern er Staatsangehöriger der Republik Irland wäre, denn damit käme nach der gegenwärtigen Lesart des Art. 5 der „Angriff“ von „außen“, vorausgesezt natürlich, der Stein trifft einen Untertanen Ihrer Majestät.

5.    George W. und seine Verbündeten haben dem „internationalen Terrorismus“ den Kampf angesagt und die Zerschlagung von Osamas „internationalem Terrornetzwerk angekündigt. Diesem „Endziel“ dienen die Bombardements in Afgahnistan. Die Medien kolportieren diese Propaganda mit großem Eifer unreflektiert mit einer erschreckenden „Selbstgleichschaltung“. Seitdem es das Internet gibt, weiß fast jedes Kind, daß Netzwerke nicht dadurch vernichtet werden können, daß man den einen oder anderen Knoten zerstört. Das Internet ist ja vom Militär dazu erschaffen worden, auch bei großflächigen Störungen der Kommunikation die Nachrichtenübermittlung sicherzustellen. Ein „Enthauptungsschlag“ gegen Bin Laden könnte folglich nur dann dem „internationalen Terrorismus“ Einhalt gebieten, wenn dessen „Netzwerk“ hierarchisch strukturiert wäre wie einst die SS. Des weiteren ist die Behauptung, man könne einen -ismus mit Waffengewalt bekämpfen, unsinnig. Waffen können Wirkung nur gegen Menschen entfalten, nicht aber gegen geistige Konstrukte. Das haben alle Kriege des 20. Jahrhunderts gezeigt. Und es sind dieselben, die vehement für die Errichtung von Mahnmalen eintreten, die die Mahnung des Mahnmals nicht vernehmen wollen.

6.    Wenn eine Resolution des UN-Sicherheitsrates Bomben auf Afghanistan als „Selbstverteidigung“ überhaupt rechtfertigen kann, mit dem Auswechseln der Kriegsziele auf die „Beseitigung“ des Taliban-Regimes ist die Grenze der Verteidigung mit Sicherheit überschritten, zumal die Afghanen Kollateralschäden im eigenen Interesse (!) hinnehmen sollen. Abstruser kann eine Argumentation eigentlich gar nicht mehr sein. Aber weder für den „Führer“[1] noch für seine Vasallen Tony und Gerhard gibt es ein Zurück. Dieses Triumvirat kann die Kampfhandlungen nicht beenden, ohne das Gesicht zu verlieren. – Und sein Gesicht verliert man nicht, egal, wer und wieviele dabei draufgehen. Am 7.10. 2001 war der Point-of-no-return überschritten.

7.    Thorwald Dethlefsen beschrieb die Methodik der modernen Medizin mit den Worten: „In der Technik gibt es viele Warnsysteme, wie beispielsweise eine rote Lampe an einer Gefriertruhe, die dann aufleuchtet, wenn die Temperatur in der Gefriertruhe ungewöhnlich ansteigt. Kein vernünftiger Mensch würde beim Aufleuchten dieser Lampe higehen, die Birne locker schrauben und beim Verlöschen des Lichtes stolz verkünden, er habe die Gefriertruhe repariert. Bei der »Reparatur« des Menschen wiederholt sich dieser groteske Vorgan jedoch ständig. Kaum leuchtet ein Symptom auf, schon bringt der Arzt es zum Verschwinden und verbucht diesen Trick als einen Therapie-Erfolg.[2]  Doctores Bush – Blair – Schröder versuchen gegenwärtig, mit der sozialen Krankheit Terrorismus in verblüffend ähnlicher Weise fertigzuwerden. Allein, die Opfer militärischer Antibiotika sind Menschen. Und – Thomas Jefferson hat es in der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika ausdrücklich niedergelegt – alle Menschen haben unveräußerliche Rechte. – Ja sind denn Afghanen keine Menschen? – Offensichtlich nicht, denn der Schutz der Menschenwürde durch das Grundgesetz wird ihnen augenscheinlich ebensowenig zugestanden wie das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit:

8.    40 Milliarden US-$ hat Cowboy George in seiner Satteltasche. Das ist etwa das vierzigfache des Betrages, den Spender und öffentliche Haushalte in aller Welt für die Flüchtlinge in Afghanistan bislang zusammenkratzen konnten. Nach jüngsten Schätzungen hat der texanische Racheengel bereits 2 Mrd $ aus seiner Kriegskasse im wahrsten Sinne des Wortes verpulvert. Angenommen, in Afghanistan gäbe es 6 Millionen Kinder, dann hätte George W. jedes Kind mit bereits $ 333,33 auf dem Luftwege beglückt. Bislang rund $ 10,– pro Tag.. – Eine tolle humanitäre Leistung. Wie schön wäre es, wenn man Bomben auch essen könnte. Auch aus diesem Mißverhältnis der Beträge ergibt sich der Wille des Mr.Bush zum Waffengang, also zum rücksichtslosen Töten von Menschen. Ferner ergibt er sich aus dem Umstand, daß er sich im Kongreß die Kriegskasse hat füllen lassen, während er als aufrechter Amerikaner seine Landsleute aufforderte, Opfer zu bringen und für die Hinterbliebenen des WTC-Anschlages zu spenden. Für jeden, der im WTC zu Tode kam, kassierte der Feldherr Bush vom amerikanischen Steuerzahler fast 10.000.000 Dollar! – Hinzu kommen die Milliarden, die der britische und der deutsche  Steurzahler für die „dauernde Freiheit“ der Afghanen aufbringen soll.

9.    Selbst der UNHCR sendet dringende Hilferufe in alle Welt, weil der Wintereinbruch in Afghanistan unmittelbar bevorsteht. Aber die „Führer“ der „zivilisierten“ Welt, die ja ausdrücklich keinen Krieg gegen das afghanische Volk führen wollen, müssen jetzt erst langwierig darüber beraten, wie, auf welchen Wegen wann die Hilfe für die afghanischen Flüchtlinge erbracht werden soll. Niemand kann konkrete Zahlen nennen, wie groß die Zahl derer tatsächlich ist, die nichts zu essen und kein Dach über dem Kopf haben. Aber es sind, das ist sicher, bereits jetzt zu viele, viel zu viele. Und es ist unwahrscheinlich, daß die „Führer“ der westlichen Welt hierüber nicht genau im Bilde wären. Dieselben Satelliten, dieselben Aufklärungsflugzeuge, die detaillierte Bilder militärischer Stellungen liefern können, sind auch in der Lage, Ort und Bewegungsrichtung der Flüchtlingsströme zu erfassen. Damit sind zumindest sorgfältige Schätzungen möglich. Und wer präzise bombardieren kann, der kann auch zielgenau Hilfsgüter aus der Luft plazieren.

10.Der Anschlag auf WTC und Pentagon wird von Politikern und Medien als Anschlag auf die „zivilisierte“ Welt, die sogenannte Wertegemeinschaft des Westens bezeichnet. Diese Behauptung ist falsch. Denn auch die Völkerschaften, für die der Umgang mit Produkten der Hochtechnologie Alltag ist, sind allenfalls technisiert, aber nicht zivilisiert. Die „Zivilisation“, der „Fortschritt“, auch das sind, wie der Nationalstaat, lediglich Illusionen, Wunschbilder. Zivilisierte Menschen bekämpfen einander nicht, sie arbeiten zusammen und treiben Handel miteinander. Um es mit einem Wort zu sagen: Kein Volk dieser Welt, das seine Abschlachtungs- und Zerstörungstechnologen (Generäle) höher besoldet als seine Krankenschwestern und Altenpfleger, darf sich zivilisiert nennen. – Und das sind eigentlich alle.

Nun soll nach 10 Jahren Krieg die Bundeswehr reformiert werden, und zwar so, daß sie einerseits keinen Krieg führen kann, auf der anderen Seite aber Krieg führen soll, und zwar bis zum bitteren Ende. – Berlin 1945 läßt grüßen!
In dem – wenn Sie wollen – Tagebucheintrag vom 27.11.2001 vermerkte ich noch einige bemerkenswerte, wenn nicht gar merkwürdige Vorfälle:

>Am 8.9.2001 feierte meine Stieftochter Geburtstag. Zu diesem Zeitpunkt wackelte der Stuhl des Bundesverteidigungsministers heftig. Spaßeshalber wurde ich aufgefordert, mich doch als Nachfolger zu bewerben. Ich lehnte dieses Ansinnen mit dem Argument ab, daß ich sofort die Abschaffung der  Bundeswehr wegen erwiesener Überflüssigkeit einleiten würde; ferner sei nach meiner Auffassung der Staat nichts als ein lebensgefährlicher Traditionsverein, den die Regierung eigentlich sofort verbieten müßte. – Wäre ich an diesem Abend Verteidigungsminister geworden, ich hätte in der Tat alle Soldaten per Tagesbefehl in das unendliche Wochenende geschickt:

„Schnappt Euch die Knarre und den Knitterfreien, stellt sie in den Schrank; wenn der Feind naht, rufen wir Euch. Wer Lust hat, trifft sich am Wochendende auf dem jeweiligen Standortübungsplatz zum Gotcha- oder Paintballspiel…“

 Am 11.9.2001 fuhr ich mit meiner Ex-Frau nach Münster. An diesem Tage veränderte sich nach allgemeiner Auffassung die Welt. Sie wurde jedoch nicht anders, sie blieb sich selbst treu. Lediglich das Bild, das die Mehrzahl der Menschen sich von ihr machten, veränderte sich schlagartig. – Auch ich brauchte gut und gerne vier Wochen, bis ich realisiert hatte, daß die von mir zur Erklärung des Lebens zusammengeschaltenen Funktionen auch den Zusammensturz des WTC beschreiben, und zwar vom Beginn des thermischen Kontakts des ersten Flugzeugs mit den Gebäuden bis zur größtmöglichen Annäherung der im WTC enthaltenen Materie an die statistische Normalverteilung. Vier Wochen waren verstrichen; am 7.10. feierte meine Ex.Frau Geburtstag und der Krieg fröhliche Urständ. – Welches Blutbad das am Ende zur Folge haben wird, kann niemand mehr abschätzen,

 Am 11.11.2001 diskutierte Sabine Christiansen gerade mit Walter Jens u.a., da tippte ich den Satz „Verkehrsflugzeuge, auch wenn sie als Kerosinbomben zweckentfremdet werden, können demnach ebenfalls keine Waffen im Sinne des Art. 5 sein.“ in den Computer.

 Am 12.11.2001 fuhr ich mit meiner Frau erneut nach Münster, und prompt entartet ein Airbus zur „Kerosinbombe“, die auch noch in einem Wohngebiet niedergeht.<

Es handelte sich bei diesem Unfall um die Maschine, die in Queens einschlug. Unfallursache waren Wirbelschleppen (Chaos!), auf die die Piloten nicht angemessen reagiert und damit die Struktur der Maschine überfordert hatten. (Stichwort „Restrisiko“)

Aber, so werden Sie fragen, was hat das mit Europa und dem Euro zu tun?

Auch diese Frage geriet damals in meinem Memorandum ins Visier:

Die bundesdeutschen Parteien haben das Grundgesetz zur Makulatur gemacht. Diese Einschätzung wird sowohl von ganz rechts (RA Horst Mahler) und weit links (Gabriele Krone-Schmalz) geteilt. Sie haben die Möglichkeiten, die die Verfassung bietet, bis zum Exzeß ausgetestet. Nun kann niemand einem Bundesbürger verbieten, die Anwendungsmöglichkeiten der Verfassungsbeschwerde auszutesten. Die Damen und Herren des Bundesverfassungsgerichts werden aus der Robe fahren, wenn ihnen eine Verfassungsbeschwerde mit Anträgen auf den Tisch flattert, die so unvorstellbar sind wie der Anschlag auf das WTC, und wenn sie zunächst einmal über einen Befangenheitsantrag entscheiden müssen. Und zwar aus folgendem Grunde:

 „Daran offenbart sich, daß auch der Bundesadel über ein bestimmtes Rekrutierungssystem verfügt. Das läßt nur die nach „oben“ durch, von denen erwartet werden kann, daß sie im Sinne des Adels handeln, nicht im Sinne des Volkes. Und, es klingt bitter, das Auswahlverfahren setzt sich fort bis zur Wahl der Verfassungsrichter. Deren Wahl obliegt zwar dem Parlament, bei der konkreten Richterwahl entscheidet ein kleiner Ausschuß, der auch noch auf den Proporz achten muß. Achten Sie einmal darauf: es sind in der Regel verdiente Politiker, die dort einen Job angeboten bekommen. Man bleibt eben unter sich und weiß, wer wem was zu verdanken hat. Wir sind alle nur Menschen, keiner ist besser als der andere. Daher ist es höchst unwahrscheinlich, daß der Standesdünkel mit dem Überstreifen der roten Robe abgelegt wird. Er wird bei jeder Entscheidung mit am Richtertisch sitzen und Einfluß nehmen. Nicht bewußt und nicht sichtbar, aber er ist dabei.“ (Bundesadel IV)

 Aber die Verfassungsbeschwerde wird nur der Einstieg in den Ausstieg aus den Nationalstaaten Europas werden. Die Kernfrage wird ohnehin der EuGH beantworten müssen, nämlich die, ob die Erhebung von Steuern und Zöllen überhaupt zulässig ist. Meines Erachtens ist das nicht der Fall, denn der Nationalstaat ist ebenso wie sein unmittelbarer Vorläufer, der absolutistische Staat, ein Plünderer. Ferner beginnt am 1.1.2002 die Totenglocke für die europäischen Nationalstaaten ohnehin unwiderruflich zu läuten. Mit der Einführung des Euro werden die Völker Europas wieder zusammenwachsen, – schneller, als ihren Fürsten lieb sein kann. Und das allen Turbulenzen zum Trotz, die nach dem 1.1.2002 bezüglich der neuen Währung unweigerlich auftreten werden.

Sie werden Zeitzeuge dieses Vorgangs werden, wie Sie in absehbarer Zeit Zeuge einer grotesken Abwehrschlacht sein werden. Denn mit der Einführung der sogenannten Homo-Ehe hat auch die Totenglocke für die „klassische“ Ehe angefangen zu läuten. Für viele unhörbar, aber ganz laut. Denn wer sollte es heterosexuellen Paaren auf Dauer verbieten, eine der „Homo-Ehe“ entsprechende Lebenspartnerschaft einzugehen, statt sich in das Prokrustesbett der lebenslangen Einehe zwängen zu lassen? – Evolution, und dazu gehört der Weg in die Re-Globalisierung des Welthandels ebenso wie die Re-Regionalisierung der Politik, läßt sich nicht aufhalten, allenfalls verzögern. Und wer zur Waffe greift, hat langfristig ohnehin verloren. Denn das Erfolgsrezept der Evolution ist Kommunikation, Kooperation und Harmonie, nicht „Kampf“ ums Dasein.



[1]der westlichen Welt

[2] Dethlefsen, Schicksal als Chance, München 1986 S 150


Sternstunden der Jurisprudenz

Dezember 5, 2010

Johann Schwenn: Ein Tornado fegt durch den Kachelmann-Prozess – Nachrichten Panorama – Leute – WELT ONLINE.

Trotz Weihnachten und Großfeuer in Israel kein „Stern von Bethlehem“ am juristischen Himmel in Sicht:

Die Jurisprudenz muß auch die diesem Jahr vergeblich auf ihren Erlöser warten. Nicht einmal der Verkündigungsengel darf sein „Fürchtet Euch nicht“ in die Justizpaläste hineintragen. – Da kommt er ja auch gar nicht hinein, weil die Justizpaläste  bis hinunter zum geringsten Amtsgericht in Hochsicherheitstrakte verwandelt wurden.

Aber wie der „Zufall“es manchmal so will, erscheint wie aus dem Nichts das Phänomen der Gleichzeitigkeit.

Fast gleichzeitig

  1. erklärte das Bundesverfassungsgericht den wichtigsten Grundsatz des Strafprozeßrechts für endgültig erledigt,
  2. der „Schlichter“ Heiner Geissler erledigte die „Schlichtung“ als streitschlichtende Instanz. – Am Ende erfolglos.
  3. Anwalts Liebling Kachelmann feuerte seine Verteidiger.

Der Reihe nach, und zwar von unten nach oben.

Es geschah in der Rechtsgeschichte häufig, daß ein Anwalt sein Mandat niederlegte, weil der Mandant ihn als „Sprachrohr“ für die eigenen Unwahrheiten benutzte. Das „Feuern“ eines Anwalts, zumal eines „Spitzenanwalts“ ist eher selten und darum ungewöhnlich. Ich will hier nicht darüber spekulieren, welches Vertrauen in die prozessuale Strategie seiner ehemaligen und seines jetzigen Verteidigers setzt. – Beiden hat er blind zu vertrauen, denn Kachelmann hat Ahnung vom Wetter , eer weiß, wie schnell sich Stürme und Tornados entwickeln. Er hat am eigenen Leibe erfahren, daß weder Actimel noch Advocard gegen die raschen Richtungswechsel helfen, zu denen das deutsche Recht fähig ist:

Der vormalige Kriegsgerichtsrats und spätere Ministerpräsident des Landes Baden Württemberg, Hans Filbinger, brachte es auf den Punkt: „Was gestern Recht war, kann heute nicht Unrecht sein.“ – Weit gefehlt, Herr Filbinger: Seit dem 4. 12. 2010 ist das Fahren ohne Winterreifen schreiendes Unrecht. Was am vergangenen Freitag noch Recht war ist seit dem vergangen Samstag eben Unrecht.

Heiner Geissler hatte eine schwere Aufgabe übernommen. Er wollte schlichten, wo es nichts zu schlichten gab. Schlichtung“ kann es nur da geben, wo die Streitpunkte dem Grunde nach kompromißfähig sind. Überkommen ist der Begriff aus den Tarifverhandlungen zwischen den Gewerschaften und den Arbeitgeberverbänden. Bevor ein Schlichter eingeschaltet wurde, hatte man heftig über das „WIEVIEL“ von Lohnerhöhungen gestritten, selten aber über das „OB“.

Nun läßt sich aber kaum in analoger Weise über den Neubau eines unterirdischen Bahnhofs streiten, denn entweder wird er gebaut oder Stuttgart behält seinen Kopfbahnhof. – Tertium non datur. Wie die Argumente der in dieser Sache streitenden Parteien auch nach dem „Schlichterspruch“, vor allem in der Sendung „Hart aber fair“ zeigen, führte die „Schlichtung“ nicht zur Aufhebung der Polarisierung. – Die neuerlichen Proteste in Stuttgart beweisen es.

Es ist eine Polarisierung, deren Pole nach und nach unerkennbar werden. Geht sie von „oben nach unten“? Geht sie von rechts nach links? Geht sie von „Schwarz“ nach „Grün“?

Irgendwogegen sind wir alle. – Die Frage ist doch nur, wogegen sind wir im Einzelfall?

Nehmen wir alle Einzelfälle unter die Lupe und betrachten die Schnittmenge der Einzelfallstudien, werden wir unschwer feststellen, daß Nord und Südpol, West- und Ostpol gebildet werden von den „Politischen Parteien“ einerseits und dem von den „Politischen Parteien“ als „Stimmvieh“ betrachteten Volk. – Das Volk, von den „Politischen Parteien“ je nach Gusto und Anlaß einmal als „Wähler“, ein andermal als „Steuerzahler“, gelegentlich auch als „mündiger Bürger“ bezeichnet, bildet den Gegenpol.

Die „Politischen Parteien“ und deren Funktionäre leben nicht schlecht auf Kosten des „Steuerzahlers“, denn die „Politischen Parteien“ werden in Deutschland überwiegend vom „Staat“, also aus Steuermitteln finanziert.

Der „Steuerzahler“ muß für jeden Scheiß, den die Politiker bauen, sein Portemonnaie öffnen. – Es ist an dieser Stelle durchaus notwendig und geboten klarzustellen, daß der hier verwendete Begriff des „Steuerzahlers“ weiter reicht als der, den die bundesadeligen Propagandisten verwenden.

Steuerzahler“ im Sinne Merkelscher bis Gysischer Propaganda sind nur die Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen. Deswegen wird auch immer wieder die Frage der Anhebung des „Spitzensteuersatzes“ diskutiert und über „Eingangssteuersätze“ geschwafelt. – All diese Diskussionen beziehen sich auf Lohn- und Einkommensteuer. – Auf nichts anderes.

Steuerzahler“ aber sind alle, bis hin zum Säugling, der in die Pampers macht. Auf Pampers und vergleichbare Produkte „erhebt“ die „Bundesrepublik Deutschland“, nach eigener Definition ein „Sozialstaat“, 19% Mehrwertsteuer. Kinderkleidung, Spielzeug, eigentlich alles was Kindern Spaß macht, wird mit 19% Mehrwertsteuer belastet. – Was die Familienministerin per Kindergeld und die Sozialminsterin per Hartz IV mit pronierter Hand gewährt, klaut der Schäuble den Kindern buchstäblich unter’m Arsch wieder weg. – Sehr sozial!

Spüren tut diesen Widerspruch jedes Kind. – Aber nicht einmal in den „bildungsnahen“ Schichten der Bevölkerung dringt dieser Widerspruch jedoch ins „Bewußtsein“ – man spürt es eben.

Der Grund ist einfach, man erfährt hierüber kein Wort in den „Medien“, obwohl man nach Informationen darüber sucht. – Warum das so ist, kann hier unerörtert bleiben, weil wir uns hier über die „dritte“ und nicht die „vierte“ Gewalt im Staat unterhalten wollen:

Die heftige Bundestagsdebatte zur Novelle der Hartz-IV-Gesetze offenbart erneut eine Polarisierung im Verhältnis des „Staats“ zu seinen Bürgern. – Aber das ist nicht neu, wie der nachstehend wiedergegebene Auszug aus DER BUNDESADEL belegen mag, der wegen der diversen „Steuersünder-CD“ aktueller ist denn je:

Die neue Polarisierung, die sich bereits architektonisch im neuen Regierungsviertel niedergeschlagen hat, wird durch die diversen Affären mehr und mehr sichtbar; man nennt sie Politikverdrossenheit. Was heißt das? – Um das Gemeinwesen, die Polis, kümmert sich der Bürger nicht mehr, die „Partei der Nichtwähler“ hat gegenwärtig den größten Zulauf, weil „die da oben ja doch machen, was sie wollen.“ Volkes Stimme hat das zutreffend erkannt. „Die da oben,“ das ist der Bundesadel, der sich im Berliner und den anderen Regierungsvierteln mehr und mehr einigelt und das Mitspracherecht des Bürgers auf die Stimmabgabe bei der Wahl beschränkt. Ich glaube, in ausreichendem Umfang nachgewiesen zu haben, daß es nahezu unmöglich ist, „einfach so“ mit den besten An- und Absichten in die Politik zu gehen.

Das ist doch eigentlich unverständlich, denn Politiker rechtfertigen ihre geradezu fürstlichen Gehälter gebetsmühlenartig in folgender Weise: In der Wirtschaft würden für vergleichbare Positionen höhere Vergütungen gezahlt; es finde sich kaum jemand, der bereit sei, die Belastungen eines Politikers für die im Vergleich zur Wirtschaft geringfügige Entlohnung auf sich zu nehmen. Diese Argumente, das konnte ich hier wohl ganz klar zeigen, gehört in die Märchenstunde. Wer den Ritterschlag erhält, das bestimmt immer noch der Bundesadel selbst.

Daran offenbart sich, daß auch der Bundesadel über ein bestimmtes Rekrutierungssystem verfügt. Das läßt nur die nach „oben“ durch, von denen erwartet werden kann, daß sie im Sinne des Adels handeln, nicht im Sinne des Volkes. Und, es klingt bitter, das Auswahlverfahren setzt sich fort bis zur Wahl der Verfassungsrichter. Deren Wahl obliegt zwar dem Parlament, bei der konkreten Richterwahl entscheidet ein kleiner Ausschuß, der auch noch auf den Proporz achten muß. Achten Sie einmal darauf: es sind in der Regel verdiente Politiker, die dort einen Job angeboten bekommen. Man bleibt eben unter sich und weiß, wer wem was zu verdanken hat. Wir sind alle nur Menschen, keiner ist besser als der andere. Daher ist es höchst unwahrscheinlich, daß der Standesdünkel mit dem Überstreifen der roten Robe abgelegt wird. Er wird bei jeder Entscheidung mit am Richtertisch sitzen und Einfluß nehmen. Nicht bewußt und nicht sichtbar, aber er ist dabei.“

So – und nicht anders ist es zu erklären, daß das Bundesverfassungsgericht die rechtswidrige Beschaffung von ausländischen Kontodaten für einwandfrei erklärt.

Die „Absegnung“ des hehlerischen Ankaufs geklauter Kontodaten durch deutsche Steuerbehörden war keine „Sternstunde“ bundesdeutscher Jurisprudenz, sondern schlicht und ergreifend der Beweis für meine vor einem Jahrzehnt vorgenommene Lagebeurteilung, die noch unterstrichen wird durch meine Ausführungen in „Die Besetzung des Kanzleramts“ – Eine Provinzposse in 16 Aufzügen, und zwar auf Seite 5:

Neben den komplizierten Ausnahmevorschriften des deutschen Beamtenrechts und des allgemeinen Verwaltungsrechts zeigen die Paragraphen des BGB, die den gutgläubigen Erwerb von fremden Sachen regeln, daß auch das deutsche Recht dem Grundsatz der „Fruit-of-the-poisonous-tree-doctrine“ folgt. – Das ist die Lehre von den „Früchten des verbotenen Baumes“: Alles, was ein rechtswidrige Aktion hervorbringt, ist seinerseits rechtswidrig. Deutsche Staatsanwälte scheuen diese Lehre wie der Teufel das Weihwasser, – deutsche Verfassungsexperten scheinen sie nicht einmal zu kennen.“

Die Damen und Herren Richter beim Bundesverfassungsgericht haben es verabsäumt, am Strafprozeßrechtseminar von Herrn Prof. Hans-Joachim Rudolphi im Jahre 1978 teilzunehmen. Dort wurde das Thema „Beweiserhebungsverbot und Beweisverwertungsverbot“ ausführlich diskutiert. – Aber am Ende nicht kontrovers. – Vielmehr war das Ergebnis des Seminars erschreckend:

Im Gegensatz zum anglo-amerikanischen Rechtskreis haben deutsche Staatsanwälte und Richter immer wieder erfolgreich Adam und Eva gespielt. – Von den Früchten des verbotenen Baumes zu naschen – das macht doch nichts!

Wenn deutsche Richter so denken, und die Mehrzahl der deutschen Richter denkt so, weil sie das Seminar bei Rudolphi nicht mitgemacht hat, nimmt es nicht wunder, daß selbst das Bundesverfassungsgericht so denkt und urteilt.

Dabei verkennen die Damen und Herren mit dem roten Turban, daß sie damit den Methoden, denen sich die STASI und auch die GESTAPO bedienten, Tür und Tor öffnen. Denn am Tage nach der Meldung über das Datenklau-Urteil strahlte das ZDF eine Folge von Notruf Hafenkante aus,  zwei Tage später eine Folge von „Komissar Stolberg“.  In beiden Sendungen nahmen Polizisten die Schaufel in die Hand, um „illegal“ Beweismittel zu beschaffen.

In „Notruf Hafenkante“ erregte ein Erdhügel in einem Garten den Verdacht, daß dort ein verschwundenes Tiger-Baby vergraben lag. Trotz Verweigerung des Zutritts verschaffte sich ein Polizeibeamter Zutritt zu dem Garten und buddelte.

In „Komissar Stolberg“ suchten die „Fernseh-Beamten  tatsächlich nach einer menschlichen Leiche. Bevor die Schaufel in den Boden berührte,  bestand -laut Drehbuchautoren –  Einigkeit,  daß im Zweifel auch rechtswidrig beschaffte Beweise vor Gericht anerkannt würden.

Das Tiger-Baby lag nicht dort, nur eine Kiste mit Erinnerungen, die ein von seiner Frau verlassener Mann loswerden wollte. – Eine Kiste mit € 2.000.000 wären sowohl für die Staatsanwaltschaft als auch für die Steuerbehörden ein willkommener „Zufallsfund gewesen, der jederzeit uneingeschränkt gegen den Grundstücksbesitzer hätte verwendet werden können.

Auch die Leiche lag nicht da, wo sie vermutet worden war. Man fand zwar einen Toten, der aber war ein Hund. – Wie der Zufall es so will, hatten die Drehbuchautoren dem Hund den Namen gegeben, den auch mein Labrador trägt:  JASPER

Gott sei Dank war Jaspers Frauchen noch am Leben, aber auch hier hätte der Verteidiger seine Probleme gehabt, den Leichenfund und die daraus resultierenden Sachbeweise aus dem Prozeß herauszuhalten. – Selbst wenn die Leiche selbst als Beweis hätte ausgeschlossen werden können, man hätte immerhin – wie geschehen – über die Vernehmung der Beamten zur Auffindesituation diese wieder in den Gerichtssaal holen können. – Mitsamt den Fingerabdrücken, der Tatwaffe und anderen Sachbeweisen, die ohne die rechtswidrige Entdeckung der Leiche nie ans Tageslicht gekommen wären.

Man braucht sich nur zwei oder drei Folgen von Law & Order anzusehen, dann weiß man, wie strikt die „fruit-of-the-poisonous-tree-doctrine“ in den USA gehandhabt wird. – So strikt, daß die US-Regierung sich scheut, Guantanamo-Gefangene ordentlichen Gerichten zuzuführen. – Die amerikanischen „Zivilgerichte“, wie die Presse sie nennt, entsprechen schlicht und ergreifend den deutschen „ordentlichen Gerichten“. – Das sind die Gerichte, die nach deutschem Recht für Bürgerliche Rechtsstreitigkeiten und Strafprozesse zuständig sind.

Zählt man 1, 2 und 3 zusammen und vergleicht sie mit der eingangs erwähnten Addition von 3, 2 und 1, stellt man unschwer fest, das das Ergebnis dasselbe ist:

Die Behauptung, Deutschland sei ein Rechtsstaat, ist schichtweg falsch!

In Geltungsbereich des Grundgesetzes für die ‚Bundesrepublik Deutschland schalten und walten Berufspolitiker und die von  ihnen auf den Schild gehobenen „obersten Richter“ nach Gutdünken und Parteiproporz. – Und das hat mit Recht und Rechtsstaat nichts, aber auch gar nichts zu tun!


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