Mayakalender: Nur die Dombauhütte kann uns retten, denn ORION hat Verspätung

November 20, 2012

Mayakalender: Wissenschaftler sagt Weltuntergang 2012 ab – Nachrichten Wissenschaft – DIE WELT.

Vor fast genau 45 Jahren war die Fernsehnation schockiert über die Meldung: „Die Invasion ist nicht mehr aufzuhalten, ich schlage vor, mit den Frogs zu verhandeln.“

Originalrep0rtage

Aus den Verhandlungen wurde nichts. – Sie erübrigten sich am Ende, weil, wie Sie gesehen haben,  von der Obersten Raumbehörde Order an die Crew der „Orion“ erging: „Gehen Sie auf Hyperspace-Geschwindigkeit und fliegen Sie „Gordon“ an! Eliminieren Sie „Gordon“ mit Overkill! Dies ist ein Befehl der Weltregierung!“

Es wurde ein Wettlauf mit der Zeit, aber „Gordon“ wurde rechtzeitig eliminiert.

All das geschah innerhalb weniger Minuten.

Innerhalb weniger Minuten kann viel passieren. – Mit diese Worten wirbt die WELT für WELT-ONLINE.- Daß die zuständige Werbeagentur den Slogan mit einem Bildnis des Papstes unterlegt hat, versetzt mich doch etwas in Erstaunen, denn weder die Wahl eines Papstes noch dessen Amtszeit sind eine Sache von wenigen Minuten.

Es sei, wie es ist, denn innerhalb weniger Minuten kann allerdings tatsächlich viel passieren, das hat sich am 2.3.2007 gezeigt:

Kurz vor den 15-Uhr Nachrichten des Senders n-tv hatte ich begonnen, das Feuilleton der WELT durchzublättern. Unter der Überschrift „Ecce Herbert!“ sollte Herbert Grönemeyer auf Seite 27 zum Religionskritiker hochstilisiert werden. – Da Grönemeyer keine Alternativen zu bieten hat, gewissermaßen mit leeren Händen dasteht, ist dem Verfasser des Artikels seine Absicht wohl nicht so ganz gelungen. Als gelungen empfand ich jedoch, daß auf der Folgeseite in der o.g. Anzeige der Papst ebenfalls mit leeren Händen dastand.

N-tv meldete, nach einem geheimen UN-Bericht wäre die Klimakatastrophe nicht mehr aufzuhalten. Mit wem aber sollte die UNO diesmal verhandeln?

Die WELT, obwohl erdgebunden, ging ebenfalls auf Hyperspace-Geschwindigkeit, denn die WELt und n-tv überholten sich bei der Berichterstattung gegenseitig:“ ‚Orion‘ hat Verspätung“, meldete sie auf ihrer Wissenschaftsseite (Seite 31). – Wenn „Orion“ Verspätung hat, wer soll die Welt dann noch retten können? – Captain Kirk?

Laut n-tv werden auch er und seine Crew zur Rettung der Erde nichts beitragen können. Laut n-tv nämlich wurde „Enterprise“ von Tornados weitgehend zerstört. Die Schäden waren so gravierend, daß George W. Bush sie höchstpersönlich inspizieren mußte. (Enterprise ist eine Kleinstadt im Südwesten der USA)

Gibt es dennoch eine Rettung? – So könnte man vermuten, wenigstens dann, wenn die elektrische Anlage der „Enterprise“ von Siemens gefertigt wurde. Denn laut WELT (S. 31) heißt Siemens: „Gott hat gehört“.

Ob Gott gehört hat, weiß ich nicht, die Götter jedenfalls scheinen gehört zu haben, denn auf Seite 32 berichtet die WELT mit erheblicher zeitlicher Verzögerung über den Ausbruch des Stromboli. Und dieser räusperte sich fast zur gleichen Zeit, als folgender Text durch das Netz der Netze gejagt wurde:

„Ob es sich bei den Ausbrüchen des Krakatau, des Vesuv oder des Mount St. Helens tatsächlich um „Katastrophen“ handelt, die „die Umwelt“ beeinträchtigen, darf nach der Lektüre der oben zitierten Wissenschaftsseite der WELT mit Fug und Recht bezweifelt werden. Denn offensichtlich bildet die Vulkanasche, die nach und nach wieder zu Boden sinkt,  globalen Dünger, der Organismen zu Lande und zu Wasser nützt. „Es ist, als wenn der Vulkangott Vulcanus und die Fruchtbarkeitsgöttin Freya mit Neptun eine Vereinbarung getroffen haben, von der wir erst jetzt etwas erfahren.“ So zitiert die WELT (Vulkanasche ist Dünger) den Geomar-Wissenschaftler Svend Duggen.

Da ist was Wahres dran.

Und es ist erstaunlich, diese Worte aus dem Munde eines Naturwissenschaftlers zu hören. Noch erstaunlicher ist, daß der Mann am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften tätig ist. – Leibniz hatte den Tieren den Verstand abgesprochen. Laut Leibniz brauchen Tiere keinen Verstand, weil Gott ihn für sie habe. – Der Verstand, der Leibniz vorschwebte, reicht offenbar weit über das Tierreich hinaus. Die olympische Düngemittelgesellschaft läßt sich tatsächlich so darstellen, wie Duggen es getan hat. Freilich sind ihm zwei Details entgangen: Die olympische Fruchtbarkeitsgöttin heißt Demeter und nicht Freya. Ferner hat Duggen Aeolos vergessen, der mit von der Partie ist, weil er für den weltweiten Vertrieb des Düngers verantwortlich zeichnet.“

Die Mail ging am 27.2.2007 an die FAZ ab, hier der Original-Header:

—-Ursprüngliche Nachricht—–

Von: gerhard.altenhoff@email.de

Gesendet: 27.02.07 15:43:19

An: redaktion@faz.de

CC: jora@jora-hypno.de, wissenschaft@welt.de,

wissen-online@sueddeutsche.de, leserbriefe@bild.de

Betreff: FW: Unser Planet stirbt

– Die Liparischen Inseln, zu denen der Vulkan Stromboli gehört, werden auch die  Aeolischen(!) Inseln genannt! –

Das Mitlesen von Mails ist offenbar keine Erfindung der Geheimdienste, der Olymp liest wohl schon recht lange mit, zumindest seit der Einführung des Internet.

Für die eingefleischten Mechanistiker kommt es noch schlimmer:

Am 8.3.2007 wurde die Zufahrt zum Düsseldorfer Flughafen in der Zeit von 21.45 Uhr bis 23.00 Uhr gesperrt, weil ein Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg entschärft werden mußte. An dieser Bombe muß ich in jungen Jahren einige hundert Mal vorbeigegangen und mit Rad und Auto vorbeigefahren sein, denn sie wurde nur wenige hundert Meter von meinem Elternhaus entfernt gefunden.

Wenn Sie so wollen legten die Götter ihrem Advocatus Deorum den „Blindgänger“ zu Füßen, und zwar mit Vorankündigung:

Planmäßig hob Flug LT 147 am 8.3.2007 von der Rollbahn des Flughafens in Alicante ab. Weil auch der Landeanflug planmäßig verlief, setzte LT 147 mit dem Advocatus Deorum an Bord pünktlich um 22.55 Uhr auf der Düsseldorfer Rollbahn auf. – Während des Landeanflugs war ein Feuerwerker damit beschäftigt, einen Spagat zu absolvieren: einerseits

mußte er den „Blindgängereffekt“ zu vermeiden suchen, andererseits mußte er ihn fördern. Er mußte vermeiden, daß das Ding hochging und ihm damit „Zukunft“ sichern.

Mutter Erde ist schon erstaunlich: Ich glaube nicht, daß die Besatzung der B-17, die seinerzeit die Bombe ausgeklinkt hatte, jemals einen Gedanken daran verschwendete, daß wenig mehr als 63 Jahre nach dem Abwurf derjenige , der den „Blindgängereffekt“ der klassischen Evolutionstheorie hinzufügte und „Uncle Sam“ die Worte „Join the IRA – Drop! Your! Fucking! Guns! Now!“ in den Mund legte, ihren Kurs kreuzen würde, – wenn sie denn den eigenen Fliegerhorst je wieder erreichte.

Der „Blindgängereffekt“ wurde inspiriert durch eine Textstelle in Hoimar von Ditfurths „Wir sind nicht nur von dieser Welt“:

>Das hier beschriebene Experiment wurde tatsächlich durchgeführt, und zwar vom amerikanischen Nobelpreisträger Joshua Lederberg. Zum Ergebnis dieses Experiments und zum Phänomen des Albinismus bemerkt Hoimar von Ditfurth:

„Dies Ergebnis – es ist für das Verständnis so wichtig, daß ich es noch einmal hervorheben möchte – war weder angezielt worden (das Genom kann nicht zielen: Mutationen erfolgen zufällig und ungerichtet!) noch vorhersehbar gewesen (Eiszeiten, geologische Katastrophen oder die Invasion überlegener Konkurrenten kündigen sich nicht vorher an). Vielleicht war der Treffer, das ist alles, was dazu gesagt werden soll, unter diesen Umständen allein als Folge gerade eines völlig ziellosen >Herumballerns< durch den Mutationsprozeß möglich geworden. Denn ein zum Zielen befähigter Schütze hätte, wie gesagt, die >richtige< Richtung womöglich planmäßig ausgespart, weil es dort noch nichts gab, worauf er in dem Augenblick, in dem er abdrückte, hätte zielen können.“[1]

Ich habe lange darüber nachgedacht, warum die gewählte Metapher vom sinnlosen „Herumballern“ nicht stimmen konnte. Das paßte nicht zu dem. was v.Dithfurth auf der vorhergehenden Seite geschrieben hatte:

„Das Genom (die Summe der Erbanlagen eines Organismus) ist zwar unbelehrbar, unfähig, aus der Umwelt Informationen zu beziehen und aus Fehlern mutativer Anpassung zu lernen. Daran läßt sich nichts ändern. Aus der Welt der Organismen gelangt keine Information in die Welt der Elementarteilchen. Aber die daraus resultierende Blindheit jeder einzelnen Mutation gegenüber der Situation des Organismus, an dessen Bauplan sie planlos herumspielt, hat immerhin auch einen Vorteil: Diese gänzlich unvermeidliche Blindheit läßt die Art >offen< bleiben für noch gänzlich unvorhersehbare zukünftige Möglichkeiten.

Es wurde schon gesagt, daß die Lernunfähigkeit des Genoms sich zum Beispiel darin äußert, daß bei den verschiedensten Arten immer wieder Albinos auftauchen: eine Mutation, die einem Hirsch, einer Amsel oder einer Maus unter normalen Umständen nichts als Nachteile einträgt. Unter den Bedingungen der freien Natur werden diese Varianten denn auch von der Umwelt sehr schnell wieder <ausgelesen>“.[2]

Bei ziellosem „Herumballern“ wären der Evolution mit Sicherheit bald die Patronen ausgegangen, wenn sie mit einem Gewehr eine Zielscheibe hätte treffen müssen. Sie haben oben aber gesehen, daß der „Munition“, die die Natur verwendet, eine explosive Tendenz innewohnt. Die Evolution gleicht daher nicht einem „herumballernden“ Präzisionsschützen, sie gleicht vielmehr dem Trommelfeuer des Ersten Weltkrieges oder den Bombenteppichen des Zweiten Weltkrieges. Beide hinterließen eine Unzahl von Bomben und Granaten, die zwar nicht ihr Ziel, aber zunächst einmal ihren Zweck verfehlten, indem sie als Blindgänger zu Boden gingen. Alle „perfekt“ an den „Zweck“ ihres „Daseins“ angepaßten Sprengkörper hatten ihre Mission erfüllt. Allein die Blindgänger nicht. Einige von ihnen harren heute noch tief im Boden ihrer „Zweckbestimmung“.

Je häufiger aber „Blindgänger“ in die Welt gesetzt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß irgendwann einmal einer von ihnen explodiert. – Der Präzisionsschütze, der seine Munition „verballert“ hat, kann demgegenüber keinen einzigen Treffer mehr erzielen. Das ist der Unterschied. Vielleicht wäre v. Ditfurth auf den richtigen Gedanken gekommen, hätte er die zutreffende Metapher benutzt.

Darwin prägte den Begriff vom „survival of the fittest“. Die deutsche Sprache machte daraus das „Überleben des Tüchtigsten“. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts und die europäische Einigungsbestrebung rechtfertigen es wohl, in versöhnlichem Ton vom „survival of the blindgängers“ zu reden.<

Wie der Zufall es so wollte, wurde die Maschine von Flugkapitän Lütgemüller gesteuert. Trotz erheblicher Turbulenzen während des Fluges, sah ich einer sicheren Landung entgegen, denn F.W. Lütgemüller hieß der Mann, der die Mensuren, die ich als Corpsstudent ausfechten mußte, sekundiert hatte. Und der Zufall wollte es so, daß all dies an dem Tag stattfand, an dem Rudolf Reiner Anicetus Jirka Geburtstag hat, der Mann, dessen Nachname Karel Zeemans „Reise in die Urwelt“ unauslöschlich in mein Gedächtnis gebrannt hat. – Wenn das „Zufall“ war, Reiner Zufall war das nicht.

   „Als so der Gott, wer immer es war, die Materie geordnet,

So sie zerteilt und die Teile zu wirklichen Gliedern gestaltet,

Ballte er gleich zu Beginn die Erde, damit sie auf jeder

Seite sich gänzlich gleiche, zur Form einer riesigen Kugel.“

„Quisquis fuit ille deorum“, so lautet „der Gott, wer immer es war“ im Original. Ovid und seine Zeitgenossen rätselten über die Identität des „Schöpfergottes“. Die naturwissenschaftliche Kriminalistik hat ihn eindeutig identifizierbar gemacht. Es ist Vulkanus, den die Griechen Hephaistos nannten. – Den Passus der Identifikation des Schöpfergottes hatte ich aus meiner o.g. Mail an die FAZ gestrichen, weil ich ihn für zu dick aufgetragen hielt…

Alle Substanzen, ich vermeide das Wort „Bausteine“, denn Bausteine sind passiv, die zur Organisation des Lebens beitragen, wurden und werden von Hephaistos aus dem Bauch der Erde an deren Oberfläche befördert. Allen voran das Wasser, gefolgt vom Kohlenstoff bis hin zu den „Spurenelementen“. Die besten Zeugen sind die thermophilen Archaebakterien, die nach wie vor Schwefelwasserstoff fressen, heute aber nur noch in der Nähe von unterseeischen Vulkanen (Black Smoker) siedeln. Sie sind die ältesten Lebewesen des Planeten.

Und, das sei hier nur am Rande erwähnt, Hephaistos kann zwar hervorragend mit Hammer und Amboß umgehen, er ist aber kein Waffenschmied, sondern eher als Werkzeugmacher anzusehen, der Poseidon und Aeolos die Werkzeuge schmiedet, mit denen sie den Menschen nach Belieben Freude bereiten oder Schrecken einjagen.

In der heutigen Welt sind und bleiben die mittelozeanischen Rücken das Haupttätigkeitsgebiet des Hephaistos, seine Black Smokers sind nämlich vor allem da zu finden, wo neue Erdkruste sich bildet, eben an den mittelozeanischen Rücken.

Warum aber bildet sich überhaupt neue Erdkruste, warum wandern die Kontinente ziellos über den Planeten. Diese Frage wurde mir bislang von keiner geologischen oder geophysikalischen Veröffentlichung beantwortet. Es besteht der Verdacht, daß sie nicht einmal gestellt worden ist.

Um sie zu beanworten, müssen wir unseren Blick wohl wieder einmal gen Himmel richten, wo der Mond seine Bahnen zieht. Die Erde dreht sich um ihre eigene Achse, der Mond auch. Beide zusammen drehen sich um einen gemeinsamen Schwerpunkt, um eine gemeinsame Achse. Diese wirkt im flüssigen Erdinneren gewissermaßen als „Rührstab“, der für ein wenig Chaos sorgt, das sich auf die Erdkruste als Plattenbewegung auswirkt.

Betrachten wir deshalb zur Abwechslung einmal den Mond als den Hammer des Hephaistos. Dann bekommt der Zufall, daß die sich eingangs erwähnten Ereignisse innerhalb von wenigen Minuten genau am 2.3.2007 abspielten, eine neue Bedeutung, denn es war der Tag des Vollmonds und der Vorabend der Mondfinsternis, die am 3.3.2007 von Spanien aus von Anfang bis Ende zu beobachten war.

Wie der „Zufall“ es wollte, sind Naturereignisse und Spielfilme im Fernsehen wenig kompatibel. Also zappte ich solange, bis ich eine Musiksendung gefunden hatte, die die Himmelserscheinung ein wenig untermalte. Wie der „Zufall“ es so wollte, strahlte der NDR just zu der Zeit, in der der Mond verdunkelt war, die Wiederholung der Wahl für den deutschen Beitrag des „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ des Jahres 2006 aus. – Der Gewinner verdient, der Vergessenheit entrissen zu werden, denn es handelte sich dabei um „No, no, never“ von Texas Lightning. – Es war für mich von Anfang an ein besonderes Lied, ohne daß ich diese Besonderheit zunächst hätte beschreiben können. Erst viel später erkor ich es zum Gegenstück des 23. Psalms. Aber erst anläßlich der Wiederholung wurde mir bewußt, daß der „Grand Prix“ im Jahre 2006 in Athen stattgefunden hatte.

Sie können mich gerne für verrückt erklären, da wären Sie nicht der Erste, aber während ich mir Gedanken über die letztgenannten Zeilen machte, schaute ich kurz in das Video-Band aus dem Jahre 1984, auf dem sich sowohl „Der Tag, an dem die Erde Feuer fing“ als auch der BBC-Dreiteiler „Die Entstehung eines Kontinents“ befinden. Dort wird „El Capitan“ erwähnt, eine vom Eis extrem glatt geschliffene Felswand in Kalifornien, die 1000 Meter hoch ist. Und was soll ich Ihnen sagen? – Kaum fünf Minuten später wird im ARD-Nachtamagazin der neu Film von Pete Dankwart vorgestellt, der die Besteigung des „El Capitan“ zum Thema hat: „Am Limit“.

Ich gehe davon aus, daß Sie nunmehr am Limit ihres rationalen Fassungsvermögens angelangt sind.

Was würde der „Vulkanier“ wohl dazu sagen?

  „Faszinierend“

Und was macht der Papst? – Er steht immer noch mit leeren Händen in der WELT vom 2.3.2007. Auf Seite 28.

Und der Kölner Dom wird auch am 22.12.2012 noch an  „sinnem ahle Plaas“ zu finden sein. – Und das ist gut so!

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[1] H. von Ditfurth, Wir sind nicht nur von dieser Welt, Hamburg 1981, S. 103

[2] v.Ditfurth aaO, S 101f


Darwins neue Welt – ZDF.de – Am Ende doch die ALTE?

Juli 16, 2012

Darwins neue Welt – ZDF.de.

Wie kommt man eigentlich dazu, Darwins Lehre in Zweifel zu ziehen und am Ende die Evolution über jeden Zweifel erhaben zu machen? – Man muß auf den Hund kommen:

„Das Wahre ist gottähnlich,“ sagt Goethe, „es erscheint nicht unmittelbar, wir müssen es aus seinen Manifestationen erraten.“1 Diese Worte des großen Dichters, Juristen und Naturforschers besagen nichts anderes, als daß man vom Vorliegen einer Tatsache nicht unbedingt unmittelbar auf eine andere schließen kann. Vielfach eröffnet erst ein ganzes Bündel von Einzel- oder Hilfstatsachen die Möglichkeit zu erkennen, was in Wahrheit vorgefallen ist. Im juristischen Sprachgebrauch nennt man Hilfstatsachen auch Indizien.
Das erste Indiz fand ich nicht einmal einen Steinwurf weit von mir entfernt:
Es war einer jener lichtdurchfluteten Sommersonntage des Jahres 1999. Wie üblich unternahm ich mit meinen Hunden Bobby und Madonna einen ausgedehnten Spaziergang durch die Felder. Während Madonna einem ihrer Hobbys nachging, nämlich dem untauglichen Versuch, Wühlmäuse oder Maulwürfe auszugraben, forderte Bobby mich unmißverständlich auf, Stöckchen oder Steine zu werfen, denen er dann nachjagte. Auf diese Weise hatte ich den Hund zu einer Reihe von Sprints veranlaßt, bis er plötzlich mitten im Lauf innehielt, die Richtung wechselte und das nächste schattige Plätzchen aufsuchte. Dort legte er sich hin und hechelte, was das Zeug hielt. Ab und zu rutschte er einen Meter vor, weil ihm der Boden unter dem Bauch buchstäblich zu heiß geworden war. Mehr als eine halbe Stunde versuchte der Hund verzweifelt, seine überschüssige Wärme an die warme Luft abzugeben. Mir war auch warm geworden, aber ich hatte es einfacher: ich zog mein Hemd aus und schwitzte vor mich hin. – Wasser, das ich dem Hund hätte geben können, war nicht in der Nähe; ich muß wohl irgendwie versucht haben, ihn durch eine dumme Bemerkung aufzuheitern, jedenfalls entfuhr mir der Satz: „Siehst Du, Dicker, das ist der Nachteil, wenn man ein Fell hat.“ Ich blickte in die mitleiderregenden Augen meines Hundes, der augenscheinlich hilf- und wehrlos auf dem Boden lag, sah aber einen Trupp kleiner Männchen. Es waren aber keine kleinen grünen Männchen, sondern dunkelhäutige, die ein unbekanntes Tier, das erheblich größer war als sie selbst, durch dessen eigene Körperwärme zu Boden gezwungen hatten. Damit war für mich eine Frage beantwortet, die nicht erst seit Charles Darwin Biologen in aller Welt beschäftigt, nämlich warum wir Menschen kein Fell haben.
Für mich jedenfalls stand seitdem fest, daß der Prozeß dessen, was wir als „Menschwerdung“ bezeichnen, untrennbar mit der merkwürdigen Gestaltung unserer Körperoberfläche verbunden sein mußte. Ein nach besten Kräften hechelnder Hund ist freilich kein Beweis für eine solche Behauptung. Weitere Beweismittel hielt die Gegenwart auf den ersten Blick nicht zur Verfügung. Folglich unternahm ich eine Reise in die Vergangenheit.
Als kleiner Junge hatte mich der tschechische Jugendfilm „Reise in die Urzeit“ mehr fasziniert als alle Schulbücher zusammen. In diesem Film unternahmen einige Jungen eine zunächst harmlose Flußfahrt mit einem Ruderboot. Diese führte sie in eine von Nebel erfüllte Höhle. Nachdem der Nebel sich gelichtet hatte, bemerkten die Jungen, daß sie sich langsam in die verschiedenen Erdzeitalter zurückbewegten. Vorbei an Mammuts, Sauriern und Großinsekten führte sie der Fluß an die Gestade des kambrischen Meeres, wo sie mit den Trilobiten in der Hand das Ziel ihrer Reise erreicht hatten.
Die Omnipräsenz dieses Films in meinem Gedächtnis wurde durch den Umstand gestärkt, daß einer der Jungen den Namen Jirka trug, ein Name, der auch einem meiner Studienfreunde zu eigen war. Der Stammbaum des Menschen mit seinen offenbar willkürlich und gewaltsam kupierten Seitenzweigen ist außerdem bei genauerer Betrachtung geradezu eine Einladung, eine Flußfahrt à la Jirka & Co zu unternehmen. Allerdings in umgekehrter Fahrtrichtung und ohne Ruder. Jirkas Boot treibt den Fluß entlang, dem Mündungsdelta entgegen. Dort stehen ihm viele Mündungsarme offen. Und dann wird es interressant, denn an jeder Gabelung kann es nur nach rechts oder nach links. Welchen Weg wird das Boot nehmen? Wenn es nach links fährt, erhebt sich automatisch die Frage, was hat Jirkas Boot dazu veranlaßt, eben nach links und nicht nach rechts zu fahren, welchen Wegweisern folgt es?
Ausgangspunkt meiner Reise war Ernst Haeckels sog. „Biogenetisches Grundgesetz“, wonach ein Lebewesen im Verlauf seiner Emryonalentwicklung (Ontogenese) die wichtigsten Stadien seiner Stammesgeschichte (Phylogenese) durchläuft.
Ich hatte mich vor mehr als 46 Jahren vom Einzeller zum Menschen entwickelt. Freilich klafft irgendwie ontogenentisch wie phylogenetisch eine Lücke: Ich hatte kurz vor meiner Geburt mein Fell eingebüßt, dafür aber einen Kopf bekommen, der bereits wenige Monate nach meiner Geburt nicht mehr durch den Geburtskanal gepaßt hätte. Vor langer, langer Zeit mußte etwas passiert sein, das diese Merkwürdigkeit zur Folge hatte. Wo ist die Weggabelung, die in der Stammesgeschichte dem Menschen den Pelz raubte?
Wer den Pfad der menschlichen Stammesgeschichte von seinem Anfang bis zum heutigen Tage nachvollziehen will, benötigt an den Wegscheiden der Evolution entsprechende Hinweisschilder, die an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig lassen. Freilich haben diese Wegweiser im Laufe der Zeit erheblich gelitten und an Deutlichkeit verloren. Dennoch war es nicht sonderlich schwer, sie zu rekonstruieren und zu entziffern. Denn die Zeichen waren längst bekannt, doch schienen sie in einer exotischen Sprache abgefaßt, die zu mannigfachen Mißdeutungen Anlaß gab und bis heute Rätsel aufgibt. Der Grund dafür ist in unserem nach wie vor extrem anthropozentrischen Menschenbild zu suchen. Der Mensch steht danach außerhalb der Natur. Von Kindesbeinen an bekommen wir eingebleut, Gott hätte den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen. In der Schule betrachten wir auch in säkularen, staatlichen Bildungseinrichtungen ein biologisches Triptychon: Biologie der Pflanzen, Biologie der Tiere und Biologie des Menschen. – Diese Einteilung halte ich für unsinnig weil sie den Blick verstellt. Sie werden im Verlaufe meiner Geschichte feststellen, daß das Entschlüsseln der Wegweiser tatsächlich nicht sonderlich schwer ist:
Zuweilen hängt das Ergebnis nur davon ab, aus welcher Perspektive man eine Frage stellt. Ein Mensch, der das Licht der Welt erblickt, ist quasi noch ein halber Embryo. Gerade in den ersten Wochen und Monaten nach seiner Geburt ist die Größenzunahme seines Gehirns gewaltig. Stellt man vor diesem Hintergrund die Frage, warum der Mensch als halber Embryo geboren wird, kann die lapidare Antwort lauten: weil sein Kopf später nicht mehr durch den Geburtskanal passen würde. – Diese Antwort ist durchaus zutreffend, verbirgt aber das eigentliche Problem. Das erst erschließt sich, wenn die Frage lautet: warum konnte die Evolution auf eine Anpassung des Geburtskanals an die zunehmende Kopfgröße der Kinder verzichten? Die Antwort fällt offensichtlich nicht so leicht. Aber man kann sie suchen; – diese und andere.“

Der von mir oben zitierte Film „Reise in die Urzeit“ heißt eigentlich „Reise in die Urwelt“ und ist zwischenzeitlich auf DVD und Blue-Ray erhältlich.

Obwohl Darwin die dynamischen Eigenschaften der Evolution unmittelbar vor Augen hatte, erkannte er sie nicht. – Ich sehe ihm das nach, denn auch an mir liefen die nichtlinear-thermodynamischen Eigenschaften der Evolution rund 14 Jahre vorbei, obwohl sie mir immer unmittelbar vor Augengestanden hatten. Und zwar genau seit dem 7.7.1985, seit der „Querschnitte“-Sendung „Fahrplan ins Chaos„.


Ratingagenturen – den „Weisen“ ins Revier gepinkelt

Oktober 1, 2011

US-Börsenaufsicht wirft Ratingagenturen Mängel vor | tagesschau.de.

Manchmal kann es ganz nützlich sein, die Festplatte aufzuräumen. So eine Festplatte hat manchmal „Dachbodenfuktion“. – Man findet in einer alten Kiste eine Notiz, , die man schon lange vergessen hatte. – Und siehe da, manchmal erweist sie sich als hochaktuell. – Nachfolgende Notiz stammt vom 28.4.2005:

Beginn des Zitats:
Die Hiobsbotschaften häufen sich: In der „Wirtschaft“ werden exorbitante Gewinne erzielt und trotzdem Arbeitsplätze abgebaut. Franz Müntefering, der unlängst gefordert hatte, dem „Staat“ mehr Geld zu geben, entpuppt sich als Killerdackel, denn zu mehr als zur Wadenbeißerei ist er nicht fähig.
In der ganzen Diskussion zeigt sich, daß mit Schlagworten um sich geworfen wird, die letztlich keinen Inhalt haben. So konnte denn die „Volkswirtschaftlehre“ still und sanft entschlafen, ohne daß es jemand gemerkt hätte. Eingeschläfert wurde sie an der Universität Zürich, genauer gesagt vom Institute for Emperical Research in Economics. Eine der grundlegenden Arbeiten wurde von Armin Falk als Working Paper Nr 79 unter dem Titel „Homo Oeconomicus versus Homo Reciprocans“ veröffentlicht. Danach entspricht die absolute Mehrheit der Menschen nicht dem Standardmodell der Wirtschaftswissenschaften, die den Menschen für ein streng rational handelnden und nur auf den eigenen Vorteil bedachtes Wesen hält. Die Lehren vor Volks- und Betriebswirtschaft sind ausnahmslos auf dieser Prämisse aufgebaut. Stimmen aber die Prämissen nicht, ist die Lehre falsch.
Ich wußte nichts von den Forschungsarbeiten der Schweizer Volkswirte, als ich 1999 begann, den Tausch-und-teile-Instinkt aus alten Mythen, Berichten über das Verhalten von Schimpansen und dem Bürgerlichen Gesetzbuch zu extrahieren. Konfuzius und Aristoteles waren vor langer Zeit auch auf diesen Instinkt gestoßen, ohne ihn aber einordnen zu können, weil für sie der Begriff „Instinkt“ noch in ferner Zukunft lag. Das alles hier näher auszuführen, würde zu weit führen, aber ich kann Ihnen versichern, daß Abel lebt. Er mußte nur in der alttestamentarischen Erzähltradition sterben, weil das alttestametarische Israel eine voll entwickelte Sklavenhaltergesellschaft war. Und Sklaverei ist nun einmal eine eklatante Frustration des Tausch-und-teile-Instinkts.
>>Als ob es eine Ironie des Schicksals gäbe, spiegeln gerade die kulturell vorgegebenen Tötungsweisungen reziprokes Verhalten wider: Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Die Todesstrafe, die Blutrache, die „Vergeltungswaffen“ V-1 und V-2, die „Vergeltung“ Israels für palästinensische Terrorangriffe und die „Vergeltung“ Amerikas für das zerstörte World-Trade-Center durch Krieg gegen den Irak haben im reziproken Verhalten ihren Ursprung. Und als hätte es der „moderne“ Mensch nicht schwer genug, aber hier fällt ihm reziprokes Verhalten leichter als beim Zahlen fairer Löhne für ordentliche Arbeit.
Hier redet man seit Adam Smith  Kain das Wort. Der alte Früchtefresser, der nichts abgeben will, gewann in der Wirtschaft die Oberhand, obgleich sowohl die klassische chinesische Philosophie als auch die griechische das reziproke Verhalten als Grundlage der Wirtschaft erkannt hatten. Der kindliche Nachahmungstrieb wird wieder einmal Pate gestanden haben. Im Absolutismus gab es nur einen, der sich die Taschen nach Belieben auf Kosten anderer füllen durfte. Nach dem Abschütteln des absolutistischen Jochs konnte im Prinzip jeder diese Rolle übernehmen. Das Echo des Absolutismus, die starren Grenzen zwischen den Bevölkerungsschichten  bildete den Nährboden für das aufstrebende Bürgertum. Seit  Generationen kannten die Menschen in Europa nichts anderes, als daß die höheren Schichten die jeweils niederen ausplünderten.
Auf diesen Nährboden fiel 1859 Charles Darwins Arbeit „Die Entstehung der Arten  durch natürliche Zuchtwahl“. Darwins unvermeidlicher Fehler, der „natürlichen Zuchtwahl“ oder „Selektion“ den aktiven Part im Evolutionsgeschehen zuzubilligen, mündete nach kurzer Zeit in den „Sozialdarwinismus“. Und dieser wiederum führte Schnurstracks an die „Selektionsrampe“ von Auschwitz. Auf unserer Skala macht das gerade einmal eine Zigarettenlänge aus. Nahezu zeitgleich mit Darwin erschien Karl Marx auf der Weltbühne und stellte seine Theorien vor. Auch der Marxismus blieb von Darwin nicht unbeeinflußt. Denn der „Kampf ums Dasein“ als Grundlage des Lebens eint Kapitalismus und Kommunismus. Die „Arbeit“ fing an, mit dem „Kapital“ um die Macht zu rivalisieren. Man darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen, daß die NSDAP nicht von „Kapitalisten“ gegründet worden war, sondern von Hoffnunglosen, die die Abschlachtungsorgie des ersten Weltkrieges überlebt hatten. Der erste Weltkrieg war zu Beginn noch eine Art Familienfehde“ der europäischen Fürstenhäuser gewesen. Der „Kampf ums Dasein“ der Weltmodelle gipfelte in den Abschlachtungsorgien des zweiten Weltkriegs, den Abschlachtungsorgien der chinesischen Kulturrevolution und den Abschlachtungsorgien in Südostasien. Vietnam, Laos, Kamboscha.
Das alles mit rationalen Argumenten nicht erklärbar, denn das Scheitern des Kommunismus hatte bereits Aristoteles  erkannt  Bezüglich des Gemeineigentums an Land und Erträgen schreibt er:
„Wenn die Leute, die die Felder bebauen, andere sind (als die Staatsbürger), dann ist es etwas anderes  und die Sache geht leichter; wenn aber die Bürger für sich selbst arbeiten, dann wir der Kommunismus große Schwierigkeiten mit sich bringen. (…) Dagegen wird der Egoismus mit Recht getadelt. Denn dieser besteht nicht darin, daß man sich selbst liebt, sondern daß man sich mehr liebt als man darf: geradeso tadelt man die Habsucht, obwohl jeder etwas zu haben liebt. Es gewährt ja doch auch große Freude, Freunden oder Fremden oder Bekannten zu helfen oder einen Dienst zu erweisen. Das aber ist nur möglich unter der Voraussetzung des Priavteigentums (Älteste Politik, Kap. 2)
Im vorletzten Satz läßt Aristoteles die Neigung zu reziprokem Verhalten anklingen, dessen Wert für das Zusammenleben er in seiner Nikomachischen Ethik nicht zuletzt durch die Worte unterstreicht:
„Allerdings bewährt sich die wiedervergeltende Gerechtigkeit in allem auf Gegenseitigkeit beruhenden Verkehr eine zusammenhaltende Kraft, aber nach dem Grundsatz der Proportionalität und nicht der Gleichheit. Denn dadurch, daß er verhältnismäßig Vergeltung ausübt, erhält sich der Staat. Denn entweder versucht man das Böse zu vergelten, weil man ohne das keinen Staat, sondern einen Zustand der Sklaverei hätte, oder das Gute, weil ohne das keine Mitteilung des Guten stattfinden würde, worauf doch die Volksgemeinschaft beruht“ (Nikomachische Ethik, Ethische Tugenden: Gerechtigkeit)
Die konfuzianische Lehre erschließt sich nicht so einfach durch den Ur-Text wie bei Aristoteles, da Konfuzius selbst keine Schriften hinterlassen hat. Ein Bestandteil der konfuzianischen Lehre ist ren, welches „Fähigkeit zur Integration in die Gemeinschaft“ und  „Mit-Menschlichkeit“  bedeutet.
In Kapitel XII,22 finden wir den Satz:
(Der Schüler) Fan Chi wollte wissen, was sittliches Verhalten (ren) sei.
Konfuzius antwortete: „Die Menschen lieben.“
Die Menschen lieben, das heißt sich selbst zurücknehmen, sich eben nicht selbst lieben, sondern Eigensucht und Egoismus ablegen und die Expansion des Ego verhindern. (…) Das Verfahren, in welchem ren umgesetzt wird, ist shu, oft als „gegenseitige Rücksichtnahme“. „Reziprozität“ übersetzt. Wir verstehen die folgende Textstelle aus XII, 2 als Erklärung:
„Was du selbst nicht wünschst, das tue auch anderen nicht an.“
Auffällig ist die negative Formulierung dieses Grundsatzes, bei der nicht davon ausgegangen wird, daß das, was für einen selbst gut ist, auch für andere gut sein muß; sie bedeutet damit eine stärkere Zurücknahme des Ego im Verhältnis zu einer positiven Formulierung. (Moritz, Ralf, Konfuzius „Gespräche“, Stuttgart 1998, S. 193f
Also stellt auch bei Konfuzius das reziproke Verhalten eines der wichtigsten Verhaltensmuster dar, das für ein geordnetes menschliches Miteinander unabdingbar ist. Aber weder die Kaiser noch die Diktatoren Chinas wollten diesen Teil der konfuzianischen Lehre in die Tat umsetzen.
Weder im Kommunismus noch im Kapitalismus, vor allem in seiner heutigen Gestalt des Shareholder-Value-Kapitalismus hat reziprokes Verhalten seinen Platz. Es ist aber auch aus Sicht der menschlichen Evolution unabdingbar. Deswegen ist der Shareholder-Value-Kapitalismus ebenso zum Scheitern verurteilt wie der Kommunismus. Die Frage ist nur, unter welchen Turbulenzerscheinungen er zugrunde gehen wird.
Das über die Jahrmillionen herausgebildete reziproke Verhalten des Menschen ging nur zu einem geringen Teil verloren, aber das reichte aus, die Welt auf den Kopf zu stellen. Die explosive Verbreitung des Crô-Magnon-Typs trug der Evolution erneut eine turbulente Phase ein, von der niemand sagen kann, wann sie abgeschlossen sein wird. Jeder von uns ist Teil und Zeuge dieses Prozesses. Eines ist allerdings mit Sicherheit auszuschließen: es wird nie gelingen, einen „perfekten“ Menschen zu „züchten“ oder gar durch Genmanipulation zu „kreieren“. Die Evolution läßt sich nicht überholen, und wenn wir es übertreiben, wird sie uns ad acta legen. Und es wird niemand geben, der sich für die Spuren, die wir hinterlassen, interessieren wird. So einfach ist das.
– So einfach vollzog sich die Evolution des Menschen. Aber sie ist noch nicht an ihrem Endpunkt angelangt. Wir dürfen gespannt sein, wie sie weitergeht. Trotz allen gegenteiligen Beteuerungen führender Politiker hängt es nicht von uns ab, wie es mit der Menschheit weitergeht. Im Positiven wie im Negativen sind wir zu unbedeutende Lebewesen, als daß sich die Evolution in ihrem Wirken davon großartig beeinflussen ließe. Die Tendenz ist freilich unverkennbar: Alles in der Natur strebt nach Selbstähnlichkeit und Harmonie, nach gleichmäßiger Energieverteilung. Ohne dieses Streben gäbe es keinen osmotischen Druck, ohne osmotischen Druck kein Leben. Die durch das Ungleichgewicht der Energieverteilung bewirkten Ströme sind es, die uns am Leben halten. Wie der Mensch im Alltagsleben nicht mit dem Feuerzeug in den Benzintank hineinleuchten sollte, wie er vermeiden sollte, Stromkreise kurzzuschließen, so muß er dafür Sorge tragen, daß die innerartlichen Energieströme in den Bahnen des Handels und Wandels fließen und nicht durch Plünderung und Krieg wirkungslos verpuffen. Die Prinzipien der Evolution lassen sich durch menschliches Handeln nicht aushebeln. Wir werden uns diesen beugen müssen, es sei denn, wir entschließen uns in einem demokratischen Prozeß für den gemeinschaftlichen Untergang der Menschheit.
Dazu wird es jedoch nicht kommen, denn  vielleicht ist es ja wirklich so, wie Hoimar von Ditfurth vor mehr als dreißig Jahren schrieb:
Bei ihren Versuchen, Pflanzen in Atmosphären künstlicher, „nichtirdischer“ Zusammensetzung aufzuziehen, machten  amerikanische Raumfahrtbiologen jüngst eine bemerkenswerte Entdeckung. Ihre Schützlinge gediehen am besten nicht etwa in der gewöhnlichen Luft, die wir auf der Erde atmen, sondern in einem experimentell erzeugten Gasgemisch. Am üppigsten wucherten Tomaten, Blumen und andere Alltagsgewächse dann, wenn man das Sauerstoffangebot auf etwas weniger als die Hälfte reduzierte und gleichzeitig den CO2-Anteil  – normalerweise nur 0,3% – kräftig erhöhte.
Dieses Resultat erscheint zunächst einmal deshalb bemerkenswert, weil es eine geläufige und ohne großes Nachdenken für selbstverständlich gehaltene Ansicht als Vorurteil entlarvt, die Ansicht nämlich, die auf der Erde herrschenden Bedingungen seinen für alle hier existierenden Lebensformen optimal. Aber die Bedeutung des Befundes der amerikanischen Biologen reicht darüber weit hinaus. Ihr Experiment erweist sich bei näherer Betrachtung als ein Exempel für die von vielen Zeitgenossen noch immer nicht erkannte Tatsache, daß die Menschen heute erst die Erde wirklich kennenlernen, da sie sich anschicken, sie zu verlassen. Erst die Beschäftigung mit dem, was jenseits der Erde liegt, gibt uns die Möglichkeit, zu begreifen, was uns als alltägliche Umwelt umgibt.
Pflanzen setzen bei der Photosynthese Sauerstoff frei. Ohne Pflanzenwelt wäre der Sauerstoffvorrat der Erdatmosphäre innerhalb von etwa drei Jahrhunderten verbraucht, wäre die Erde nach dieser Zeit für Menschen unbewohnbar. Die Versuche der Exobiologen erinnern uns nun daran, daß auch das Umgekehrte gilt. Bevor die Pflanzen auf der Erdoberfläche erschienen, war die Erdatmosphäre praktisch frei von Sauerstoff. Als die Pflanzen ihn zu erzeugen begannen, gab es noch niemanden, dem er hätte nützen können. Er war Abfall. Dieser Abfall reicherte sich  in der Atmosphäre unseres Planeten mehr und mehr an bis zu einem Grad, der die Gefahr heraufbeschwor, daß die Pflanzen in dem von ihnen selbst erzeugten Sauerstoff würden ersticken müssen. Der Versuch der Exobiologen zeigt, wie nahe die Entwicklung dieser Gefahrengrenze tatsächlich schon gekommen war.
In dieser kritischen Situation holte die Natur zu einer gewaltigen Anstrengung aus. Sie ließ eine Gattung ganz neuer Lebewesen entstehen, deren Stoffwechsel just so beschaffen war, daß sie Sauerstoff verbrauchten. Während wir gewohnt sind, die Pflanzen einseitige als die Lieferanten des von Tieren und Menschen benötigten Sauerstoffs anzusehen, verschafft uns die Weltraumforschung hier eine Perspektive, die uns das gewohnte Bild aus einem ganz anderen Blickwinkel zeigt.: Wir stehen unsererseits im Dienste pflanzlichen Lebens, das in kurzer Zeit erlöschen würde, besorgten wir und die Tiere nicht laufend das Geschäft der Beseitigung des als Abfall der Photosynthese entstehenden Sauerstoffs
Wenn man auf diesen Aspekt der Dinge erst einmal aufmerksam geworden ist, glaubt man, noch einen anderen seltsamen Zusammenhang zu entdecken. Die Stabilität der wechselseitigen Partnerschaft zwischen dem Reiche pflanzlichen Lebens und dem von Tier und Mensch ist ganz sicher nicht so groß, wie es die Tatsache vermuten lassen könnte, daß sie heute schon seit mindestens einer Milliarde Jahre besteht. Es gibt viele Faktoren, die ihr Gleichgewicht bedrohen. Einer von ihnen ist der Umstand, daß ein beträchtlicher Teil des Kohlenstoffs, der für den Kreislauf ebenso notwendig ist wie Sauerstoff – keine Photosynthese ohne CO2 –, von Anfang an dadurch verlorengegangen ist, daß gewaltige Mengen pflanzlicher Substanz nicht von Tieren gefressen, sondern in der Erdkruste abgelagert und von Sedimenten zugedeckt wurden. Dieser Teil wurde dem Kreislauf folglich laufend entzogen, und zwar, so sollte man meinen, endgültig.
Wieder aber geschieht etwas sehr Erstaunliches: In eben dem Augenblick – in den Proportionen geologischer Epochen –, in dem der systematische Fehler sich auszuwirken beginnt, erscheint wiederum eine neue Lebensform und entfaltet eine Aktivität, deren Auswirkungen die Dinge wie beiläufig wieder ins Lot bringen. Homo faber tritt auf und bohrt tiefe Schächte in die Erdrinde, um den dort begrabenen Kohlenstoff wieder an die Oberfläche zu befördern und durch Verbrennung dem Kreislauf von neuem zuzuführen.
Manchmal wüßte man wirklich gern, wer das Ganze programmiert. (Hoimar v. Ditfurth, Zusammenhänge, Reinbek 1979, S. 18ff)
Wer das Ganze programmiert? – Das Ganze! – Aber das Ganze „programmiert“ nicht. Es wirkt, aber keiner wird je erfahren, wie. Eines jedenfalls steht fest, der 2. Hauptsatz der Thermodynamik duldet auf Dauer keine Energiekonzentrationen an einem Ort. Wie wir gesehen haben, bilden Feuer, Wasser; Luft, Erdball und Zellen ein Gesamtsystem. Keines dieser Teilsysteme kann mehr oder gänzlich andere Eigenschaften haben als das Gesamtsystem selbst, auch der Mensch nicht.
Aus diesem Grunde ist es nicht so falsch, was am Anfang des Dekalogs gesagt wird:
Ich bin der Herr!
Und die Vorstellung der alten Griechen, Göttervater Zeus schleudere die Blitze zur Erde, ist ebenfalls nicht ganz unrichtig. Denn es ist der 2.Hauptsatz der Thermodynamik, die Trennung elektrischer Ladungen anläßlich eines Gewitters wieder aufhebt. Damit läßt sich das 1. Gebot unschwer in eine physikalische Fassung bringen:
Wer vorsätzlich oder fahrlässig den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik verletzt, mißachtet oder im Einzelfall Für nicht anwendbar erklärt, kann Katastrophen unübersehbaren Ausmaßes für sich und andere bewirken.
Niemand macht uns das Recht streitig, die Wege der Natur zu erforschen. Aber das angemaßte Recht, die Natur zu beherrschen, wird, wenn wir nicht darauf verzichten, uns gnadenlos um die Ohren gehauen.
Das größte Spannungsverhältnis, das der Mensch je auf Erden erzeugt hat, hat er durch Einsperren ungeheurer Energien in die nuklearen Knallfrösche geschaffen. Kehren wir zum Anfang und zum Ohmschen Gesetz zurück: Wie lange können die Isolatoren der nach Entladung drängenden Energie standhalten. Wohlgemerkt, es geht nicht um die Frage, wie lange die Behälter bei guter Pflege halten; der Mensch mit seinen Entscheidungsalternativen ist Bestandteil der „Isolatoren“. Und er ist die entscheidende Schwachstelle im Gesamtsystem. Wie lange kann er die Finger noch weit genug vom „roten Knopf“ weglassen? – Wird es ihm gelingen, Atomwaffen zu delaborieren und das spaltbare Material für uns nutzbringend in Wärme umzurubeln?
Oder wird das eintreten, was anläßlich des „Militärschlags“ der NATO gegen Jugoslawien beinahen eingetreten wäre, demnächst Wirklichkeit:
Der Fehlwurf eines Bombers traf seinerzeit die chinesische Botschaft. Es bedurfte aller nur erdenklichen diplomatischen Anstrengungen, die chinesische Führung davon abzuhalten, dies als „feindseligen Akt“ zu betrachten und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen
.Der arme Pilot, dem das Malheur passiert war, hatte dem Kaiser von China nur versehentlich „ins Revier gepinkelt“. Die „diplomatischen Kanäle“ waren intakt und haben gehalten. Was aber ist, wenn ein unpassendes „Bächlein“ über keinen diplomatischen Kanal mehr abfließen kann?  – Wenn der, dessen Hose naß wird, ähnlich borniert reagiert wie der Präsident der Vereinigten Staaten auf den 11.9.2001? << G. Altenhoff, Australopithecus Superbus Procrustes – der Mensch, ein Hologramm der Evolution, unv. Manuskript, 2001)
„Soziale Spannungen“ sind ganz in Ordnung. Ohne sie gäbe das Phänomen „Wirtschaft“ gar nicht. Aber diese Spannungen sind, in die Sprache der Elektrotechniker übersetzt, Niederspannungen. Lege ich an an ein Niederspannungssystem Hochspannung an, geht es unweigerlich kaputt. Und „soziale Hochspannung“ entsteht unweigerlich bei dauerhafter Verletzung des Tausch-und-teile-Instinkts. Sie entwickeln sich gerade jetzt unter unseren Augen, mitten in Deutschland.
Sie brauchen mir all das, was Sie gelesen haben, nicht zu glauben. Aber wenn Sie mir nicht glauben wollen, machen Sie zumindest folgendes Experiment: Verbinden Sie Ihre Modellbahnanlage unter Umgehung des Trafos unmittelbar mit dem 220 Volt-Netz. Aber informieren Sie bitte vorher die Feuerwehr, damit das Haus Ihrer Nachbarn nicht auch noch abfackelt.
Ich glaube nicht, daß es Ihnen aufgefallen ist, aber ich habe soeben – in aller Weltöffentlichkeit, denn das „Web“ ist die Weltöffentlichkeit – in das Revier eines „staatstragenden“ Wissenschaftszweigs hineingepinkelt.
Ende des Zitats.

Gier und Eigennutz, die findet man ohne Zweifel auch beim Menschen. – Aber Gier und Eigennutz als Verhaltensantrieb sind am Rande angesiedelt. – Sie gehören zur Normalität, bilden aber nicht das „Normal“. – Sie stehen am Rande der Normalverteilungskurve – wie auch die totale Selbstlosigkeit.
Was wir zur Zeit erleben, ist die Suche nach Halt in der Normalität, vor allem in den Ländern des „Nahen Ostens“.
In Europa versucht man, den Verfall von Gier und Eigennutz aufzuhalten. – Ein Unterfangen, das scheitern muß und das scheitern wird. – Börsen sind, vor allem seit der „Handel“ elektronisch gesteuert wird, nichts anderes mehr als giganitsche Spielautomaten.
Und unsere „Politiker“, die Alleskönner der Unfähigkeit, unterwerfen sich dem Urteil einiger „Rating-Agenturen“ wie die alten Griechen dem Urteil dem Orakel von Delphi.


Die Erde – der unterschätzte Planet – Eine E-mail-Geschichte

April 23, 2011

Von: gerhard.altenhoff@email.de
An: sduggen@ifm-geomar.de
Kopie: mbotros@ifm-geomar.de, pherzig@ifm-geomar.de
Datum: 28.02.07 22:46:18
Betreff: FW: Unser Planet stirbt / Vulkanasche als Dünger

*Inhalt:*
Received: from [80.102.51.96] by freemailng5303.web.de with HTTP;
Wed, 28 Feb 2007 22:46:18 +0100
Date: Wed, 28 Feb 2007 22:46:18 +0100
Message-Id: <652115254@web.de>

——

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: gerhard.altenhoff@email.de
Gesendet: 27.02.07 15:43:19
An: redaktion@faz.de
CC: jora@jora-hypno.de, wissenschaft@welt.de,
wissen-online@sueddeutsche.de, leserbriefe@bild.de
Betreff: FW: Unser Planet stirbt

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: gerhard.altenhoff@email.de
Gesendet: 05.02.07 22:45:55
An: leserbriefe@bild.de
Betreff: Unser Planet stirbt

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die ganze Arbeit, die Sie in die Gestaltung ihrer Titelseite vom
3.2.2007 gesteckt haben, war leider umsonst. Unsere gute alte Mutter
Erde wird nicht sterben. Nach unseren Maßstäben ist sie „die
Unkaputtbare“. ? Aber das ist nicht neu, auf diesen Umstand hat vor rund
34 Jahren der erste deutsche „Fernsehprofessor“ aufmerksam zu machen
versucht. ? Freilich nahmen die diversen Horrorszenarien, die von den
Medien und vor allem von den „Politikern“ verbreitet wruden, einen solch
breiten Platz in den Köpfen der Menschen ein, daß diese keine Zeit mehr
hatten, innezuhalten und sich mit der Wahrheit zu beschäftigen.
Bevor es mir am 8.1.2007 in der Stadtbibliothek Dormagen buchstäblich in
die Finger fiel, war Prof. Dr. Heinz Habers „Stirbt unser blauer Planet“
ausweislich der Ausleihkarte zuletzt am 4.12.2000 ausgeliehen und
gelesen worden. Eigentlich hatte ich vorgehabt, es Ihnen schon vor 14
Tagen um die Ohren zu hauen, als sie mit der Frage aufwarteten, ob uns
der Planet um die Ohren fliege, bloß weil Aeolos & Co in „Kyrills“
Gestalt den Menschen in Europa so herrlich den Schrecken in die Glieder
hatte fahren lassen. . Aber aus Gründen, die hier nichts zur Sache tun,
habe ich es mi verkniffen und gewartet, bis das eintrat, was ich
erwartet hatte. Haben die Klimaforscher doch das Selbstverständlichste
der Welt herausgefunden: Die Erwärmung der Erde beschleunigt sich. Das
tut sie aber auch ohne jedes „menschliche“ Zutun, denn der Prozeß des
„Erwärmens“ ist immer und ohne jede Ausnahme positiv rückgekoppelt, er
beschleunigt sich selbst. ? Das Wesen der positiven Rückkopplung hatte
bereits Goethe erfasst und im „Zauberlehrling“ anschaulich gemacht. Als
Physikerin hätte Frau Merkel ihn auch kennen müssen. Aber der Inhalt der
UN-Studie hat sie offenbar so überrascht wie der Winter die Deutsche
Wehrmacht zu Weihnachten 1941.
<> (H.Haber, Stirbt unser blauer Planet, Stuttgart 1974 S. 138)
<> (Haber aaO S. 20f)
Durch die ständigen Debatten unserer Politiker sind wir mit „Milliarden“
bestens vertraut, dennoch geht uns das Gefühl für deren Größe ab. Weil
das so ist, läßt sich die Anklage der „Wissenschaftler“ gegen „den
Menschen“ als Verursacher des „Klimawandels“ als eine etwas zu groß
geratene Seifenblase entlarven:
Die Erde gibt es seit rund 4,5 Milliarden Jahre. Zur Verdeutlichung
übersetzen wir die Dimension Zeit in die Dimension Raum und setzen für
jedes Jahr einen Millimeter. 1.000 Millimeter (1 Meter) bilden dann ein
Jahrtausend, eine Million Millimeter entsprechen einem Kilometer. Eine
Milliarde Millimeter sind auch nicht viel mehr, gerade einmal 1000
Kilometer. (siehe hierzu näher http://www.bundesadel.de )
Die „Lebensspanne“ unseres Planeten beträgt somit rund 4.500 Kilometer,
also in etwa der Breite des Atlantiks. Der von den Klimaforschern
berücksichtigte Zeitraum von 650.000 Jahren entspricht 650 Metern, also
der Länge von zwei Flugzeugträgern, nennen wir diese USS „Uncle Sm“ und
USS „Joun Doe“. Um die „Zeitspanne“ seit Beginn der regelmäßigen
Aufzeichnung von Wetterdaten (1861) zu überdecken, benötigt man
lediglich drei Streichholzschachteln, die man aneinanderlegt oder eine
halbe Schuhlänge. – Das sind die Dimensionen, mit denen es die
„Klimaforscher“ zu tun haben. Mit anderen Worten: Sie stehen an der New
Yorker Hafeneinfahrt am Bug der „Uncle Sam“ und blicken in Richtung
Lissabon. Der erste „Zeithorizont“ endet an ihren eigenen Schuhspitzen,
der andere am Heck der USS „John Doe“. Sie wüssten nicht einmal, wo sie
die Freiheitsstatue suchen müssten, können aber sehr genau angeben, wer
für eine kaum wahrnehmbare Wellenkräuselung im Atlantik „verantwortlich“
ist.
Die „Klimaforscher“ und selbsternannten „Experten“, auch wenn sie
Physiker sind, haben keine bessere Position als die Kreationisten
gegenüber Darwin.
Es ist nicht ungefährlich, und für die Physik Newtons wird es tödlich
sein, sich der Technik des „Prokrustierens“ zu bedienen: Was nicht
passt, wird passend gemacht. ? So werden Reibung und Wärme in der
Newtonschen Mechanik seit jeher „wegprokustiert“. ? Und unsere
„Klimaforscher“ prokrustieren fast die gesamte Klimageschichte des
Planeten einfach weg, wie auch die Kreationisten die Geschichte des
Lebens auf dem Planeten wegprokrustieren, weil es nicht in den Kram passt.
Der „Klimawandel“ wird somit zur Glaubensfrage, was für die
„Ungläubigen“ gefährlicher werden kann als der „Klimawandel“ selbst.
Deswegen kann es ganz nützlich sein, wenn man als „Ketzer“ auf Dokumente
zurückgreifen kann, die vor der „Sintflut“ des zugehörigen
Medienspektakels entstanden sind und von Zeugen stammen, die für eben
dieses Spektakel nicht das geringste Verständnis hätten:
<
So dürfen wir es auch nicht dazu kommen lassen, dass vielleicht in zwei
Millionen Jahren unser Mond zur Erde spricht:; „Entschuldigen Sie,
gnädige Frau, geht es Ihnen heute wieder besser?“ Darauf antwortet die
Erde: „Wieso denn? Ach, Sie meinen wohl die kleine Infektion, die ich
vor zwei Millionen Jahren hatte?“ Darauf der Mond: „Genau ? mich hat es
ja auch ein bisschen angepackt, allerdings lange nicht so schlimm wie
Sie.“ ? „Ach,“ sagt die Erde, „das habe ich eigentlich schon längst
vergessen. Seit mehr als anderthalb Millionen Jahren geht es mir wieder
so gut wie eh.“ (Haber aaO, S. 138f)
Soweit der 1. „Fernsehprofessor“ des deutschen Fernsehens. Er war
Astrophysiker, demzufolge dürfte einem deutschen Journalisten mittlerer
Art und Güte unmittelbar einleuchten, dass der Mann wusste, wovon er
sprach, weil er zu einer Zeit seine Stimme erhob, als es noch nicht Usus
war, professorale Autorität mit „Einschaltquoten“ und „Auflagenhöhe“ zu
verkuppeln. Der 2. „Fernsehprofessor“ der Nation hat auch nie
Werbeverträge unterschrieben; obwohl er von Haus aus Arzt war, hat
niemand seine Qualifikation als „Fachmann“ auch auf anderen Gebieten der
Naturwissenschaft jemals angezweifelt. Und zwar deswegen nicht, weil
seine Berichte schlüssig waren, dem jeweiligen Stand der
Naturwissenschaft entsprachen und vor allem frei waren von jeder
billigen Effekthascherei. Sein Name, vor allem aber die Tradition seiner
Berichterstattung, ist heute fast in Vergessenheit geraten: Hoimar von
Ditfurth. Einige Jahre nach Habers „Stirbt unser blauer Planet“ erschien
unter dem Titel „Zusammenhänge“ eine Sammlung von Aufsätzen, die v.
Dithfurth verfasst hatte:
<
Dieses Resultat erscheint zunächst einmal deshalb bemerkenswert, weil es
eine geläufige und ohne großes Nachdenken für selbstverständlich
gehaltene Ansicht als Vorurteil entlarvt, die Ansicht nämlich, die auf
der Erde herrschenden Bedingungen seinen für alle hier existierenden
Lebensformen optimal. Aber die Bedeutung des Befundes der amerikanischen
Biologen reicht darüber weit hinaus. Ihr Experiment erweist sich bei
näherer Betrachtung als ein Exempel für die von vielen Zeitgenossen noch
immer nicht erkannte Tatsache, daß die Menschen heute erst die Erde
wirklich kennenlernen, da sie sich anschicken, sie zu verlassen. Erst
die Beschäftigung mit dem, was jenseits der Erde liegt, gibt uns die
Möglichkeit, zu begreifen, was uns als alltägliche Umwelt umgibt.
Pflanzen setzen bei der Photosynthese Sauerstoff frei. Ohne Pflanzenwelt
wäre der Sauerstoffvorrat der Erdatmosphäre innerhalb von etwa drei
Jahrhunderten verbraucht, wäre die Erde nach dieser Zeit für Menschen
unbewohnbar. Die Versuche der Exobiologen erinnern uns nun daran, daß
auch das Umgekehrte gilt. Bevor die Pflanzen auf der Erdoberfläche
erschienen, war die Erdatmosphäre praktisch frei von Sauerstoff. Als die
Pflanzen ihn zu erzeugen begannen, gab es noch niemanden, dem er hätte
nützen können. Er war Abfall. Dieser Abfall reicherte sich in der
Atmosphäre unseres Planeten mehr und mehr an bis zu einem Grad, der die
Gefahr heraufbeschwor, daß die Pflanzen in dem von ihnen selbst
erzeugten Sauerstoff würden ersticken müssen. Der Versuch der
Exobiologen zeigt, wie nahe die Entwicklung dieser Gefahrengrenze
tatsächlich schon gekommen war.
In dieser kritischen Situation holte die Natur zu einer gewaltigen
Anstrengung aus. Sie ließ eine Gattung ganz neuer Lebewesen entstehen,
deren Stoffwechsel just so beschaffen war, daß sie Sauerstoff
verbrauchten. Während wir gewohnt sind, die Pflanzen einseitige als die
Lieferanten des von Tieren und Menschen benötigten Sauerstoffs
anzusehen, verschafft uns die Weltraumforschung hier eine Perspektive,
die uns das gewohnte Bild aus einem ganz anderen Blickwinkel zeigt.: Wir
stehen unsererseits im Dienste pflanzlichen Lebens, das in kurzer Zeit
erlöschen würde, besorgten wir und die Tiere nicht laufend das Geschäft
der Beseitigung des als Abfall der Photosynthese entstehenden Sauerstoffs.
Wenn man auf diesen Aspekt der Dinge erst einmal aufmerksam geworden
ist, glaubt man, noch einen anderen seltsamen Zusammenhang zu entdecken.
Die Stabilität der wechselseitigen Partnerschaft zwischen dem Reiche
pflanzlichen Lebens und dem von Tier und Mensch ist ganz sicher nicht so
groß, wie es die Tatsache vermuten lassen könnte, daß sie heute schon
seit mindestens einer Milliarde Jahre besteht. Es gibt viele Faktoren,
die ihr Gleichgewicht bedrohen. Einer von ihnen ist der Umstand, daß ein
beträchtlicher Teil des Kohlenstoffs, der für den Kreislauf ebenso
notwendig ist wie Sauerstoff ? keine Photosynthese ohne CO2 ?, von
Anfang an dadurch verlorengegangen ist, daß gewaltige Mengen
pflanzlicher Substanz nicht von Tieren gefressen, sondern in der
Erdkruste abgelagert und von Sedimenten zugedeckt wurden. Dieser Teil
wurde dem Kreislauf folglich laufend entzogen, und zwar, so sollte man
meinen, endgültig.
Wieder aber geschieht etwas sehr Erstaunliches: In eben dem Augenblick ?
in den Proportionen geologischer Epochen ?, in dem der systematische
Fehler sich auszuwirken beginnt, erscheint wiederum eine neue Lebensform
und entfaltet eine Aktivität, deren Auswirkungen die Dinge wie beiläufig
wieder ins Lot bringen. Homo faber tritt auf und bohrt tiefe Schächte in
die Erdrinde, um den dort begrabenen Kohlenstoff wieder an die
Oberfläche zu befördern und durch Verbrennung dem Kreislauf von neuem
zuzuführen.
Manchmal wüßte man wirklich gern, wer das Ganze programmiert.>> (Hoimar
v. Ditfurth, Zusammenhänge, Reinbek 1979, S. 18ff)
Heinz Haber hat es auf den Punkt gebracht und die Frage, die v. Ditfurth
aufgewofen hat, beantwortet, bevor sie gestellt war: <> (Haber aaO, S. 136)
Das sollte eigentlich ausreichen, um „begründete Zweifel“ gegenüber der
„Anklage“ durch die „Klimaforscher“ zu wecken. ? Man kann es auch so
sagen: Wer „Klimaschutz“ betreibt, der kann auch versuchen, den Planeten
erdbebensicher und sturmfest zu machen.
Wem das freilich nicht ausreicht: Ich habe noch wesentlich mehr auf
Lager. Wer seinen Horizont über das Wesen des Planeten auch nur
geringfügig erweitern möchte, kann das gerne tun, denn ich habe v.
Ditfurths Aufsatz eingearbeitet in die von mir entwickelte
nichtlinear-thermodynamische Variante der Evolutionstheorie. Sie können
das Originalmanuskript erwerben bei http://www.lulu.com/advocatusdeorum.
Es bereitet mir eine gewisse Genugtuung und eine Art „klammheimliche
Freude“, in der Tradition eines Heinz Haber und eines Hoimar von
Ditfurth der „freien“ Presse und den „sensationsgeilen“ Medien den
Schluß meines Manuskripts aufs Auge drücken zu können. Es gibt wohl
keinen anderen Weg, die Medien an ihre Aufgabe und an ihre
Wahrheitspflicht zu erinnern:
<
Der Plot des Films ist simpel: Amerika und Rußland hatten in der Nähe
der Pole durch zufällig gleichzeitige Zündung von Wasserstoffbomben den
Planeten aus der Umlaufbahn geworfen. Die Politik versuchte das zu
vertuschen, die Presse deckte es auf. Am Ende versuchte man, mit
Wasserstoffbomben den Fehler zu korrigieren. Ob das gelang, läßt der
Film offen.
In der Schlußsequenz läßt die Regie den Protagonisten Pete Stanning
durchs Telefon diktieren:
„Wir hatten den Wind gesät, jetzt haben wir den Sturm geerntet.
Vielleicht wird er in wenigen Stunden die Erinnerung an das Vergangene
und die Hoffnung auf die Zukunft ausgelöscht haben. Dann werden alle
Werke des Menschen von dem Feuer verschlungen, das er selbst entfacht hat.
Aber vielleicht ist im Herzen des Feuers eine unfaßbare Kraft verborgen,
die mehr zu seiner endgültigen Rettung beitragen wird, als er es selbst
je konnte.
(Einblendung alternativer Schlagzeilen: „Wird die Welt gerettet? ? Die
Menschheit betet.“? „st die Welt zum Untergang verdammt? ? Die
Menschheit betet.“
Und sollte dem Menschen noch eine neue Zukunft gegeben sein, dann wäre
es an der Zeit, daß er seinen erbarmungslosen Stolz und sein Streben
nach Macht vergißt. Dann muß er an die Stelle all dessen die Liebe
setzen. Vielleicht darf er dann eines Tages wieder sagen ?wie schön ist
doch das Licht!? ? und seine Augen zur Sonne erheben.“
Ersetzen Sie einfach das Wort ?Liebe? durch RELIGIO. ? Dann haben Sie
das Ziel unserer Reise erreicht, von dem auch ich zu Beginn nicht ahnte,
daß es überhaupt existiert.>>

Das lateinische Religio heißt übrigens in der ursprünglichen
Übersetzung: Bedenken, Skrupel, Respekt. ? Bedenken sollte man haben
gegenüber dem eigenen Handeln, Skrupel sollte man haben gegenüber seinen
Mitmenschen und Respekt vor den Kräften der Natur. ? Denen sind wir
ohnehin nicht gewachsen, ein kleines Beispiel mag dies verdeutlichen:
Bis in die neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts wurden die
Medien nicht müde, als Folge eines Atomkriegs einen weltweiten
„nuklearen Winter“ zu prophezeihen, der „alles Leben“ auf dem Planeten
auslöscht.
Wer oder was hindert „die Wissenschaft“ eigentlich daran, der weltweiten
Überhitzung durch lokal begrenzten und „kontrollierten“
Kernwaffeneinsatz Einhalt zu gebieten? ? Wenn man schon genau angeben
kann, welchen „Beitrag“ der Kohlendioxidausstoß zur „Klimakatastrophe“
leistet, wird sich doch wohl der „Beitrag“ eines nuklearen Knallfrosches
zu einem „Abkühleffekt“ haben wird. Wenn es nach Darstellung „der
Wissenschaft“ genügend nukleare Knallfrösche gibt, den Globus erfrieren
zu lassen, muß es ja wohl möglich sein, zumindest die Polkappen und die
hochalpinen Skigebiete vor dem Untergang zu bewahren, ohne den Planeten
auf Dauer komplett zu verstrahlen. – Oder?

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
http://www.bundesadel.de
Publikationen:
http://www.lulu.com/advocatusdeorum

-Liebes FAZ-Team,
so schnell kann man gar nicht schreiben, wie die Hiobsbotschaften sich
überschlagen. Jetzt sollen es nur noch 13 Jahre sein, die uns bleiben,
die Erde vor einer Katastrophe zu bewahren.
„Mach‘ deine Lebensversicherung rückgängig und versauf‘ das Geld“ ? riet
der Film-Journalist Pete Stanning in Val Guests „Der Tag, an dem die
Erde Feuer fing“ einem Redaktionskollegen. Schlechte Zeiten für die
„Allianz“, gute Zeiten für die Wirte.
Bevor Sie Ihrerseits diesem Rat folgen, nehmen Sie bitte meinen Dank für
die „Steilvorlage“ entgegen:
Unter der Überschrift: „Ein Labyrinth aus Sonnenfallen und Spiegeln: Die
Albedo lässt die Klimaforscher weiter rätseln“ weist Ihr Autor Henning
Krause zutreffend auf den Einfluß von kaum zu „beherrschenden“
Rückkopplungsschleifen hin.
Leicht zu überlesen, aber entscheidend ist der Hinweis am Beginn des 3.
Abschnitts: „Ohne den natürlichen Treibhauseffekt durch atmosphärische
Spurengase läge die durchschnittliche Oberflächentemperatur bei rund
minus 18.“ (Grad Celsius)
Jeder Prozeß der Erwärmung ist positiv rückgekoppelt, er beschleunigt
sich selbst. Demgegenüber verlangsamt sich der Prozeß der Abkühlung im
Laufe der Zeit. ? Das Kaffeewasser ist schneller heiß als der Kaffee
wieder kalt. ? Wenn nun gelegentlich die Erde in eine Eiszeit verfällt,
und das in relativ kurzer Zeit, kann daraus nur geschlossen werden, dass
der „Treibhauseffekt“, der uns das Leben erst ermöglicht, teilweise
zusammenbricht und eine Art „Schockgefriereffekt“ bewirkt. Das ist die
eine Seite, auf der anderen Seite muß es der Treibhauseffekt gewesen
sein, der von Anbeginn des Lebens auf unserem Planeten für dessen
lebensfreundliche Oberfläche gesorgt hat. Denn sonst wäre die Erde eine
gigantische Eiswüste und so tot wie unsere Nachbarplaneten. In meinem
Atlantik-Gleichnis läge also der Ursprung des Treibhauseffektes im Hafen
von Lissabon!
In „Stirbt unser blauer Planet“ weist H. Haber auf den „Treibhauseffekt“
hin, bringt jedoch unmittelbar anschließend dessen „natürlichen“
Antagonisten, den „Feinstaub“ ins Spiel:
„Man kann ausrechnen, dass selbst geringe Schwankungen im
Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre die gesamte Temperatur des Planeten
sehr stark beeinflussen können. Nun haben wir in den letzten 150 Jahren,
seit Beginn der technischen Revolution, schon eine große Menge von Kohle
und Erdöl verbrannt, deren wichtigstes gasförmiges Verbrennungsprodukt
eben Kohlendioxid ist. So hat man seit 1860, dem Beginn der ersten
exakten Messungen innerhalb eines Jahrhundert, eine Zunahme des
Kohlendioxids in unserer Atmosphäre um etwa ein siebtel festgestellt.
Der Masse nach entspricht das ziemlich genau den fossilen Brennstoffen,
die wir in diesem Jahrhundert verbrannt haben. Entsprechend ist dann
auch die mittlere Temperatur der Erde angestiegen. Seit den zwanziger
Jahren sind die Gletscher der ganzen Welt alarmierend schnell und
schneller heruntergeschmolzen. Es sieht so aus, als ob wir Menschen in
der Tat ungewollt das Klima geändert hätten. Die allerletzten
Konsequenzen einer extremen Zwischeneiszeit, die wir dadurch in den
nächsten Jahrhunderten verursachen könnten, machen sich wenige Menschen
klar. Wenn größere Anteile der vereisten Polkappen wegschmelzen, so
könnte der Meeresspiegel um über hundert Meter ansteigen und alle großen
Ansiedlungen des Menschen in Küstennähe ? wie Hamburg, New York, Los
Angeles, Tokio, London und viele andere ? überschwemmen.
Andererseits hat sich diese Erwärmungstendenz in unserem Klima seit etwa
10 bis 15 Jahren verlangsamt, ja sogar wieder umgekehrt. Jetzt scheint
die Erde wieder etwas kälter zu werden, und die Gletscher beginnen
wieder zu wachsen. Was könnte das für Gründe haben?
Das können wir ganz gut verstehen. Diese Abkühlungserscheinungen fallen
zeitlich zusammen mit einer immer weiter um sich greifenden
Luftverschmutzung, welche die Atmosphäre immer dunstiger und
undurchsichtiger macht. Auch hat die rücksichtslose Ausnutzung vieler
Ackerböden in der ganzen Welt weite Strecken versteppen und verkarsten
lassen. Feiner Staub wird dadurch in viel größeren Mengen in die
Atmosphäre hineingewirbelt und trägt zur weiteren Dunstbildung in
unserer Luft bei. Unser Planet verliert dadurch ? von außen her gesehen
? etwas von seiner blauen Farbe und wird immer grauer. Physikalisch
gesehen heißt das, dass die Atmosphäre immer mehr Sonnenenergie
unmittelbar in das Weltall zurückstrahlt und dass die Kontinente und
Ozeane, und damit die untere Atmosphäre, nicht mehr so stark aufgeheizt
werden wie früher. Der Erfolg all dieser Ereignisse könnte dann aber
auch sein, dass wir einer neuen Eiszeit entgegengehen.“ (Haber S. 66ff)
Die „Kühlungswirkung“ des Feinstaubs wird jedoch entweder im
IPCC-Bericht nicht ins Kalkül gezogen, oder aber wurde bei der
Berichterstattung darüber einfach nicht erwähnt.
Es fehlt im IPCC-Bericht auch der Einfluß der „natürlichen“
Kohlendioxiderzeugung in den oberen Schichten der Atmosphäre. Hier
werden durch Einwirkung der Höhenstrahlung Wasser, Methan und Ammoniak
in Ihre atomaren Bestandteile zerschlagen. Der Wasserstoff entweicht in
den Weltraum, es entstehen Stickstoff (N2) und Kohlendioxid. Ein Teil
davon beinhaltet das radioaktive C-14, das in eben diesem Bereich der
Atomosphäre gebildet wird und zu Boden sinkt. C-14 ist in jedem
Lebewesen dieser Erde gegenwärtig, und zwar so reichlich, dass es über
einen Zeitraum von rund 50.000 Jahren noch nachgewiesen werden kann.
Wenn die Erde Wasserstoff verliert, verliert sie zwangsläufig auch
Wasser. Mutter Gaia leidet also an Inkontinenz. Wieviel Wasser sie in
die kosmische „Tena-Lady“ entlässt, hängt nicht zuletzt von der
Oberflächentemperatur der Erde ab. Je höher diese ist, desto größer ist
die Molekularbewegung in der Atmosphäre, desto mehr Wassermoleküle
werden also in die entscheidenden höheren Schichten befördert und
„vernichtet“. ? Dennoch verdunsten die Ozeane nicht, aber, das ist
unausweichliche Folge einer gesteigerten Verdunstung, die Ozeane werden
dadurch kälter. Kaltes Wasser kann mehr Kohlendioxid lösen als warmes
(Henry’sches Gesetz). ? Das weiß jeder, der einmal eine warme
Cola-Flasche geöffnet hat. Erhöht sich durch Sonneneinstrahlung die
Meerestemperatur, entlassen die Ozeane Kohlendioxid in die Atmosphäre.
Wie hoch wäre dieser „Beitrag“ zu bewerten und wie wirkt er sich
langfristig aus?
Bei der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen entsteht zwangsläufig auch
Wasser, und zwar in nicht unerheblichen Mengen. Ein Molekül Methan
verbrennt zu einem Molekül CO2 und 2 Molekülen H20, Äthan zu 2 Molekülen
CO2 und 3 Molekülen H2O. ? Welchen Einfluß hat also der „vom Menschen
erzeugte“ Wasserdampf auf die „Klimakatastrophe“?
Wasser aber wird, wie wir gesehen haben, von der Erde ständig an den
Weltraum abgegeben.
Um die Wassermenge des Planeten einigermaßen stabil zu halten, muß
Wasser „nachgeliefert“ werden. ? Das wird es in der Tat, denn Mutter
Gaia entlässt Wasserdampf in nicht unerheblichen Mengen aus ihrem
glutflüssigen Inneren. Haber schätzt die Menge auf rund 175
Kubikmeter/sek (S. 70f), das wären rund 550 Mio. Tonnen im Jahr. Nun
ging Haber im Jahre 1974 von rund 500 tätigen Vulkanen im Jahr aus. Zu
dieser Zeit gab es den ununterbrochenen Vulkanismus der
mittelozeanischen Rücken offiziell noch gar nicht! ? Es dürften daher
ein paar Liter pro Sekunde mehr sein.
Der Vulkanismus an den mittelozeanischen Rücken beschert den Meeren und
der Atmosphäre nicht nur Wasser, er treibt auch die Kontinente
auseinander. Nehmen wir zum Beispiel den Atlantik. Er wird pro Jahr um
rund 5 cm breiter. Mit anderen Worten, seit Beginn der ständigen
Aufzeichnung von Wetterdaten vor rund 140 Jahren ist der Atlantik um
rund 7 Meter gewachsen. Der Atlantik ist von Pol zu Pol rund 20.000 km
lang, die paar Meilen, die auf die Antarktis entfallen, prokrustieren
wir einfach weg. „Zugenommen“ hat die Fläche des Atlantiks damit um rund
140 qkm. An den mittelozeanischen Rücken beträgt die Wassertiefe etwa
3.000 Meter. Die Wassermenge, die seit 1860 im Atlantik dazugekommen
ist, beträgt daher rund 420 Kubikkilometer, diese wiederum bringen 420
Milliarden Tonnen auf die Waage. Welchen Einfluß mag eine solche Menge
Wasser auf das „Mikroklima“ über dem Atlantik haben? ? Ändert sich das
„Mikroklima“ über dem Atlantik, hat das auch Einfluß auf das Weltklima.
Welchen Einfluß mag die Verbreiterung des Atlantiks in den vergangenen
650.000 Jahren gehabt haben? ? Seitdem ist der Atlantik um rund 30 km
gewachsen, die hinzugekommene Wasserfläche beträgt etwa 640.000 qkm, was
bei einer durchschnittlichen Wassertiefe von 3.000 m einer Wassermasse
von etwa 1,900.000.000.000 Tonnen entsprechen müßte. Mit der
Verbreiterung des Atlantiks ist auch die „Fahrbahn“ des Golfstromes und
anderer Meeresströmungen breiter geworden? Von den daraus resultierenden
Einflüssen auf das Klima ist nirgendwo die Rede; aber der Einfluß auf
die Klimageschichte des Planeten und damit auf das Klima der Gegenwart
kann, vor allem darf er nicht hinweggeleugnet werden. Einige Tausend
Meilen vom Atlantik entfernt, hat man der Erde eine große Wasserfläche
weggenommen. Der Aralsee in Rußland ist heute nur noch halb so groß wie
vor 100 Jahren. ? Und das soll keinen Einfluß auf die Luftströmungen und
damit auf das Klima haben?
? Niemand würde den klimatischen Einfluß bestreiten, hätte sich an einem
Tag im Atlantik ein Loch von fast 2 Millionen Kubikkilometern aufgetan.
Es geschah aber nicht an einem Tag, sondern der Prozeß vollzog sich über
mehr als eine halbe Jahrmillion. Das Loch, das aber bleibt. ? Sie
glauben das nicht? ? Kehren Sie doch nur einmal die Vorzeichen um: Wenn
ein Vulkan auch nur rund 1 Kubikkilomter Staub und Gestein in die
Atmosphäre ausspeit, wie Mount St. Helens es tat, ruft er umgehend die
Klimaforscher auf den Plan, um den Einfluß des Ausbruchs auf das
Weltklima zu ergründen. Bläst ein Vulkan, wie etwa der Ätna, mehr
„Schadstoffe“ in die Luft als ganz Frankreich, (wenn ich mich recht
erinnere, stammt diese Information aus der FAZ!), interessiert das nicht
einen „Klimaforscher“, weil der Ätna unentwegt seine „Schadstoffmengen“
in die Luft bläst, ohne die von der EU festgesetzten Grenzwerte
einzuhalten. Und die EU kümmert sich nicht darum, weil sie keine Mittel
hat, dem Ätna wegen der Nichteinhaltung von EU-Grenzwerten ans Zeug zu
flicken.
Auch all die anderen weltweit tätigen Vulkane emittieren Schadstoffe
und, das wird gern vergessen, Kohlendioxid. Dieser Anteil der Erde
selbst am „Klimawandel“ ist ?soweit ersichtlich ? mengenmäßig weder
genau erfaßt noch überhaupt, und das ist die Crux, zur Gänze erfaßbar.
Wieviel davon über die Grenzen der Kontinente und Meere in das
Hoheitsgebiet der EU fließen, wird die EU-Kommission wohl nie erfahren.
Diese kann auch die Alpen nicht in ihrem Wachstum bremsen. ? Jeder
Zentimeter aber, mit dem die Alpengipfel weiter gen Himmel streben,
setzen sie den Luftströmungen in der unteren Atmosphäre zunehmenden
Widerstand entgegen. Mutter Erde stemmt aber nicht nur die Alpengipfel
in die Höhe, auch die Kordillieren, die von Alaska bis nach Feuerland
reichen, gewinnen an Höhe. Das Wachstum der Gebirgsmassive macht selbst
vor dem Himalaja nicht halt. ? All das vollzieht sich so langsam, daß
wir es nicht wahrnehmen können. ? Deswegen bleibt es aber noch lange
nicht ohne Einfluß und gehört zu den Prämissen, auf denen ein
„Weltklimabericht“ beruhen müßte, wenn sich aus ihm eine auch nur
ansatzweise zutreffende Prognose für eine zukünftige Entwicklung ergeben
soll.
Meteorologie und Klimaforschung haben gemeinsam, daß sich beide
Disziplinen mit der Gashülle unseres Planeten beschäftigen. Wenn aber so
einfache Wirbelstürme wie Andrew, Katrina, Britta und Kyrill die
Meteorologen zum Narren halten, wenn Aeolos seine Tornados im
thüringischen Ort „Quirla“ und in Florida einsetzt, ohne vorher Jörg
Kachelmann, Harald Lesch oder den Bundestag um Erlaubnis zu fragen, wie
wollen dann Klimaforscher den langsamen Veränderungen des Planeten
Rechnung tragen? ? Immerhin sind es gigantische Konvektionsströme, die
Wärme aus den Tiefen des Planeten an die Oberfläche befördern. Nie aber
habe ich auch nur ein Wort über deren Einfluß auf das „Weltklima“
gelesen. Diese Konvektionsströme aber müssen in irgendeiner Form die
Konvektionsströme in den Ozeanen beeinflussen, weil, und das kann als
unstreitig gelten, die Konvektionsströme in den Ozeanen ihrerseits
Einfluß nehmen auf die Konvektionsströme in Mutter Erdes Gashülle.
„Rückkopplungen beeinflussen den Energiehaushalt der Erde ganz
entscheidend und bleiben auch nach der Fertigstellung des vierten
Weltklimaberichts einer der größten Unsicherheitsfaktoren der Prognosen“
? dieses Ungetüm von Untertitel, mit dem Henning Krause seinen Beitrag
versehen hat, ist, soweit der Einfluß der Albedo reicht, einfach wahr.
Gerade die Albedo der Erde kann sowohl in den positiven
Rückkopplungsprozeß der Erwärmung einbezogen sein als auch unversehens
in eine negative Rückkopplungsschleife einmünden, die den
Temperaturanstieg allmählich oder auch jäh abbremst.
Selbst die modernsten Rechenmaschinen versagen bereits beim simplen
Dreikörperproblem, bei dem sich drei Körper mit ihrer Gravitation
gegenseitig beeinflussen.
Aber unsere „Klimaforscher“ wollen uns weismachen, mit ihren Modellen
immer genauere Vorhersagen über das Klima machen zu können. ? Eigentlich
müsste man es seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts genau
wissen. Langfristige Wetterprognosen sind prinzipiell unmöglich.
Langfristige Klimaprognosen sind erst recht unmöglich, weil nicht einmal
bekannt ist, welche Variablen überhaupt welchen Einfluß haben. Daß auch
die Kontinentaldrift Einfluß hat, daran kann nach dem oben Gesagten wohl
kein Zweifel mehr bestehen.
Und bislang war nur von den rein physikalischen „Stellgrößen“ die Rede.
Welchen Einfluß biologische Systeme auf das Klima haben, wird mit keinem
Wort erwähnt. Man liest von der Kompensation des CO2-Ausstoßes durch
Waldflächen. Das ist die Grundlage des sogenannten Emissionshandels,
einer modernen Form des Ablasshandels:
„Wenn das Geld im Kasten klingt, der Schadstoff aus dem Feuer springt!“
Nun absorbieren aber nicht nur Wälder CO2. Jede einzelne Zelle, die
Photosynthese betreibt, filtert Kohlendioxid aus der Luft und verwandelt
es in Biomasse. Jeder Grashalm, jedes Kleeblatt, selbst das kleinste
Moospolster auf Ihrer Terrasse holt sich CO2 aus der Luft. Der
Fruchtzucker in Ihrem Müsli ist, weil pflanzlicher Herkunft,
buchstäblich aus der Luft gegriffen. Organismen, die Photosynthese
betreiben, gibt es aber nicht nur an Land, sondern vor allem in den
Weltmeeren. Das Dumme ist nur, all diese Organismen sind nicht
ununterbrochen tätig.
Gehen wir zur Verdeutlichung auf eine andere Betrachtungsebene: Rom
wurde nicht an einem Tag erbaut, Dresden auch nicht. Beide aber wurden
in einer Nacht abgefackelt. – Wenn Sie ein Bündel Stroh verbrennen,
können sie den Prozeß ohne Probleme vom Anfang bis zum Ende beobachten.
Den Wachstumsprozeß des Korns hingegen im Auge behalten, erfordert eine
Menge Geduld, er nimmt einige Monate in Anspruch. Es wird folglich eine
geraume Zeit in Anspruch nehmen, bis die Pflanzenwelt auf das
„Überangebot“ an Kohlendioxid meßbar reagieren wird und die
Beschleunigung der Erderwärmung in eine negative Rückkopplungsschleife
hineinzieht. Bei der Erfindung „umweltfreundlicher“ und „klimaneutraler“
Brennstoffe, (sog. regenerative Energien) ist den „Bilanzierern“
offenbar entgangen, daß das heute erzeugte CO2 von der Natur heute eben
nicht mehr „verarbeitet“ und „regeneriert“ wird: Wenn im Winter geheizt
wird, wird in unseren Wäldern nur wenig Photosynthese betrieben. Bäume
brauchen Jahrzehnte, um die in einer Nacht eingeäscherten Festmeter Holz
volumenmäßig wieder aufzubauen. Sie werden es aber mit Sicherheit tun,
denn auch das Wachstum von Organismen ist positiv rückgekoppelt, es hat
die Tendenz, sich selbst zu beschleunigen. Immerhin folgen biologisches
Wachstum und der Erwärmungsprozeß ein- und derselben einfachen
mathematischen Funktion (vgl. G. Altenhoff, Australopithecus Superbus,
erschienen bei http://www.lulu.com/advocatusdeorum )
„Die Klimaforschung ist mitten im Lernprozeß.“ ? Das sind die
Schlussworte von Henning Krause. Um auf Goethe zurückzukommen: Wir sind
die Zauberlehrlinge in der ersten Stunde des ersten Lehrjahres. Wir
müssen schon warten, bis der alte Hexenmeister die Besen wieder in die
Ecke stellt.
Halten wir zum Abschluß fest: Über die Evolution des Klimas auf unserem
Planeten wissen wir so gut wie nichts. Deswegen ist uns verwehrt, aus
den Daten der letzten 650.000 Jahre die Zukunft vorhersagen zu wollen.
Vor allem fehlen genaue Zahlen über die „irdischen“ Einflüsse auf den
„Klimawandel“. Genaue Zahlen, das weiß jedes Kind, sind
Grundvoraussetzung für genaue Berechnungen. Bei den Klimaforschern
scheint diese banale Erkenntnis offensichtlich noch nicht angekommen zu
sein.
Die Klimaforscher verschweigen zudem, dass die meisten „Klimazeugnisse“
der fernen Vergangenheit in der Erdkruste von Mutter Erde zu Marmor und
Granit „verbacken“ wurden. Nur die „jüngeren“ Schichten des
Sedimentgesteins dürfen wir „lesen“ und interpretieren. Und weil die
Klimaforscher diesen wesentlichen Umstand verschweigen, müsste man sie
eigentlich als Scharlatane, wenn nicht gar als „Weltuntergangspropheten“
brandmarken.
Das „ewige Eis“ ist so ewig eben nicht, auch Gletscher sind sterblich,
im Zeitmaß des Planeten entstehen und vergehen sie im Handumdrehen. Den
eingefleischten Wintersportlern und den Betreibern von Skiliften sei ins
Stammbuch geschrieben:

Der Mensch hat gegen die Natur keinen Anspruch auf gleichbleibende
Verhältnisse.

Selbstverständlich greifen die Politiker in aller Welt (Mit Ausnahme der
USA und Chinas) das Thema mit Kußhand auf und setzten sich mit aller
Vehemenz für den „Klimaschutz“ ein. Das würde ich auch tun, wenn ich von
der Tatsache ablenken müßte unfähig zu sein, die sozialen Probleme im
eigenen Land, geschweige denn in der Welt auch nur ansatzweise lösen zu
können. ? Man muß es sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: In der
Mehrzahl der Mitglieder der Vereinten Nationen sterben Menschen an
Hunger oder durch Waffengewalt. Aber das vordringlichste Problem ist die
„Klimakatastrophe“!
Die Menschheit leistet ohne jede Frage ihren Beitrag zur momentanen
Warmzeit, aber bezüglich der Anklage, die Erderwärmung herbeigeführt zu
haben, kann das Urteil nur
„nicht schuldig“
lauten.
Aus der Evolutionsgeschichte der Wissenschaft ist unschwer
vorherzusagen, daß der Leser trotz fehlender Beweise für ein
„Verschulden“ des Menschen geneigt ist, mit Zähnen und Klauen an der
gängigen Doktrin von der „Schuld“ des Menschen an der „Klimakatastrophe“
festzuhalten und von „der Politik“ die Rettung vor dem Weltuntergang zu
erwarten. Man hat uns beigebracht, monokausal zu denken und einer
bestimmten Folge eine genau bestimmte und bestimmbare Ursache
zuzuordnen. Paßt die Realität sich der Theorie nicht an, wird die
Realität solange gekürzt und gestreckt, bis sie wieder zur Theorie paßt.
Neben der Neigung zum Prokrusieren gehört es zu den unangenehmen
Eigenschaften des Menschen, für alles und jedes einen „Schuldigen“
finden zu müssen.
Aus diesen Gründen werden Sie die nachfolgend geschilderten Ereignisse,
die nur einen kleinen Ausschnitt aus meiner „Bilanz der Zufälle(?)“, aus
meiner ganz persönlichen „X-Faktor“-Reihe darstellen, als Ergebnis
„reinen Zufalls“ abtun und jede innere Verbindung in Abrede stellen. Vor
allem aber werden Sie jede Ursachenverknüpfung (Kausalität) zwischen den
Ereignissen leugnen. ? Was fehlende Kausalität anbelangt, gebe ich Ihnen
sogar uneingeschränkt recht, denn in einem akausalen, wenn auch
musterstabilen Universum gibt es keine Kausalität. ? Ein innerer
Zusammenhang ist dennoch gegeben, denn die Ereignisse sind mit der Lehre
vom „reinen Zufall“ eben nicht in Einklang zu bringen.
Wieder einmal muß ich mit einer „Steilvorlage“ anfangen, die mir die FAZ
geliefert hat:
In der FAZ vom 13.2.2007 sinnierte Ihr Kommentator „Dt.“ auf Seite 10
unter dem Titel „Fieberwahn“ über Denkverbote: „Zweifel daran, daß der
Klimawandel ‚menschengemacht‘ sei, fallen seit der Veröffentlichung des
jüngsten Klimaberichts der UN zunehmend unter das Denkverbot.“ ? Leider
ist dem Mann in vollem Umfang beizupflichten, was mich aber nicht davon
abhält, gegen alle von Regierung, Funk und Fernsehen, „der Wissenschaft“
und den Printmedien aufgestellten Denkverbote zu verstoßen. ? Wenn man
sich gegen den von „Politik“ und „Wissenschaft“ erzielten „Konsens“
stellt, kann man eigentlich nie sicher sein, ob man tatsächlich die
richtige Spur verfolgt. ? Dennoch bin ich ganz sicher, weil die
Infomationen, auf die ich mich berufe, mir gewissermaßen „zugespielt“
worden sind und werden:
Es begann am 8.1.2007. Ich mußte meine Bücher in die Dormagener
Stadtbibliothek zurückbringen, ohne Philip Balls „H2O ? die Biographie
des Wassers“ ganz gelesen zu haben. ? Ein umwerfendes Buch. Unter den
ausgesonderten Büchern, die man für ein paar Cent erwerben konnte, lag
für mich ? wie zur Abholung bereit ? Habers „Stirbt unser blauer
Planet?“. Ausweislich der Lesekarte war es zuletzt am 4.12.2000
ausgeliehen worden. ? Wie der „Zufall“ es so will, fand ich gleichzeitig
ein Jugendbuch, das den Titel „Einfach unheimlich“ trägt. Für beide
Bücher zusammen habe ich 2,50 ? bezahlt. Eine Investition, die sich
gelohnt hat, denn in der Folgezeit bis heute wurde es schon wahrhaft
unheimlich:
Nicht nur der eingangs erwähnte Artikel und der jüngst erwähnte
Kommentar kamen auf mich zu.
Ab dem 25.1.2007 begann die Vogelgrippe wieder durch die Medien zu
geistern. ? Angefangen hat es mit einem Artikel in der WELT, wonach es
bei riskanten Versuchen in einem texanischen Labor zu einem Zwischenfall
mit Vogelgrippe-Viren gekommen sei. Merkwürdigerweise tauchte wie aus
dem Nichts auf der Titelseite ebendieser Ausgabe der Name „Lulu“ auf.
Diesmal aber war es keine Kuh, die auf einen Bauern gefallen war,
sondern eine Nashorndame, die erstmals in der Weltgeschichte erfolgreich
künstlich befruchtet worden war. Fünf Tage später war die „Biene Maja“
wieder an der Reihe, diesmal aber aus einem eher traurigen Anlaß, denn
am 28.1.2007 hatte sich der Komponist der Titelmelodie erschossen. Der
eine kommt (Lulus Nachwuchs), der andere geht. ? Und dann kam der
Februar Vollmond, nämlich am 2.2.2007. ? Sie werden sich sicher fragen,
warum dieser meiner Meinung nach erwähnenswert sei. Nun, anläßlich des
Februarvollmonds 2006 hatten sich schon merkwüdige Dinge ereignet: Am
13.2.2006 sollte dieser sich gegen 19.05 aus dem Mittelmeer erheben; ein
Ereignis, das ich eigentlich fotografieren wollte. Der Himmel
verweigerte mir das Bild, fristgerecht hatte sich eine dichte
Wolkendecke gebildet. Dennoch kam ich zu einem unvergleichlichen Bild.
Ich hatte mir die Zeit mit einer Tasse Kaffee im Restaurant „Nautilus“
vertrieben. Dabei fiel mir die dortige mannshohe Poseidonstatue ins
Auge. Ich kannte sie schon lange, aber mir fiel auf, daß sie unter einem
Neon-Lichterkranz postiert war, der sich vielleicht, so dachte ich, als
„Heiligenschein“ ins Bild setzen ließe. Ich hielt einfach mal die Kamera
„drauf“, denn der Laden war zu voll, um Poseidon als Heiligen richtig in
Szene zu setzen. Das Ergebnis gefiel mir und ich mußte über „St.
Poseidon“ schmunzeln. In den folgenden Tagen wich das Schmunzeln einem
lauten Lachen, denn am 14.2.2006 platzte die Medienbombe: Vogelgrippe
auf Rügen. ? Da hatten doch die Götter der Frau Merkel ins Revier nicht
nur gepinkelt, sie hatten einen dicken Haufen gemacht. Wie der „Zufall“
es so will, platzte am Tag nach dem Februarvollmond des Jahres 2007
erneut die Medienbombe: Vogelgrippe in England. Beide Male blieb
freilich die befürchtete H5N1 ? Pandemie aus. Statt dessen wurde der
Menschheit zur gleichen Zeit in Aussicht gestellt, der
„Klimakatastrophe“ zum Opfer zu fallen. Das Chaos der verschiedenen
Weltuntergangsszenarien war perfekt. A propos Chaos: Unser Labrador
„Jasper“ galt schon in dem Tierheim, aus dem wir ihn geholt hatten, als
Chaot. Es hat sich zwischenzeitlich herausgestellt, daß er die
Inkarnation des Chaos ist. So wunderte es mich nicht, daß ich am
6.2.2007 im Daily Mirror die Nachricht entdeckte, einer englischen
Labrador-Hündin sei am Tag vor dem Februarvollmond der „große Wurf“
gelungen. 10 Welpen, und alles Mädchen. Chaos hoch 10. Normal sind bis
zu 8 Welpen, und ein Wurf von ausschließlich weiblichen Welpen ist
ebenfalls sehr selten. Zufall? ? Zufall hin, Zufall her, zufällig
erschien die Nachricht am 6.2.2007. Auch dies ein denkwürdiges Datum,
freilich nur für Eingeweihte: Am 6.2.2001 hatte ich einen Brief an die
damals frischgebackene Bundeslandwirtschaftsministerin Künast
geschrieben und diese aufgefordert, in der BSE-Krise Entwarnung zu
geben, weil BSE ein genealogisches und kein epidemologisches Problem
wäre. Es war die erste Gelegenheit für die nichtlinear-thermodynamische
Variante der Evolutionstheorie, praktische Erfahrung zu sammeln. Nachdem
ich das Schreiben per Fax versandt hatte, machte ich die darin
enthaltene Ankündigung wahr: Ich hatte das Bedürfnis verspürt, eine
Kirche aufzusuchen und dort eine Kerze anzuzünden. Die nächsterreichbare
Kirche war St. Pankratius in Dormagen-Nievenheim. Ich fand allerdings
keine Kerze vor, und so legte ich eine Kopie meines Schreibens in den
Kerzenhalter vor dem Gekreuzigten. Keine drei Wochen später stand ich
mit dem Rücken zum Fernseher und schüttete mir eine Tasse Kaffee ein.
Mir fiel beinahe die Kaffeekanne aus der Hand, als der
Nachrichtensprecher die Rückkehr der Maul- und Klauenseuche nach England
verkündete. In den folgenden Wochen konnte die Welt miterleben, was eine
Seuche ist und wie sie sich ausbreitet. Als ihrer Majestät Regierung
sich damals entschloß, den „Angreifer“ aus dem Mikrokosmos militärisch
zu begegnen, plumpste der Australopithecus Superbus Procrustes in sein
Taufbecken: der hochnäsige Südaffe, der sich mit Gewalt alles passend
macht. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch erstmals das Gefühl, daß es
jemand oder etwas gab, der oder das mich verstanden hatte. Ich nenne es
„den Planeten“. Seitdem ist es auch an der Tagesordnung, daß ich
Informationen genau dann bekomme, wenn ich sie brauche. Und der Planet,
der anfangs noch drei Wochen gebraucht hatte, wurde mit der Zeit immer
„pünktlicher“. Wegen der weiteren Einzelheiten verweise ich auf meine
Schriften bei http://www.lulu.com/advocatusdeorum und http://www.bundesadel.de .
Wie pünktlich der Planet ist, hat die FAZ in ihrer Ausgabe vom 2.2.2007
selbst unter Beweis gestellt. Sie läßt dort auf Seite 33 den Physiker
Peter Lemke zu Wort kommen, der am Alfred-Wegener-Institut arbeitet.
Unter der Überschrift „Stürmische Zukunft“ bezeichnet Ihr Autor Joachim
Müller-Jung die American Geophysical Union als „wichtigste
Wissenschaftlervereinigung“. Die genannte Wissenschaftlervereinigung war
sich mehr als ein halbes Jahrhundert mit allen anderen
Wissenschaftlervereinigungen darüber einig, daß die von Alfred Wegener
bereits 1912 postulierte Kontinentaldrift Schwachsinn sei. Erst vierzig
Jahre nach Wegeners Tod mußten sie kleinlaut zugeben: und sie (die
Kontinente) bewegen sich doch! – Deswegen war an die Existenz eines
Alfred-Wegener-Instituts vor 1976 nicht einmal zu denken, aber das weiß
heute kaum noch jemand. Es ist wichtig, diese Tatsache zu erwähnen, denn
sie dient als Mahnung. – Als Mahnung, auch dem einmütigsten „Konsens“
der „Wissenschaftlergemeinde“ eine gehörige Portion Mißtrauen
entgegenzubringen.
Während ich diese Zeilen verfasse (22.2.2007), melden die
„Nachrichtensender“ (N-24 und n-tv) übereinstimmend, daß der Menschheit
nur noch 15 Jahre bleiben, um die kommende „Klimakatastrophe“
abzuwenden. ? Und, wie der „Zufall“ es so will, stattet mir eine Biene
eine Stippvisite ab, schaut mir kurz über die Schulter und verschwindet
wieder. „Zufällig“ sendet heute abend n-tv den Bericht „Das Geheimnis
der Bienen“.
An den Weltuntergangsszenarien, die von „der Wissenschaft“ in die Welt
gesetzt werden, gibt es soviel auszusetzen, daß ein Leserbrief durchaus
nicht ausreicht, um allen zweifelhaften Behauptungen entgegenzutreten
und sie im Kreuzverhör auseinanderzunehmen. Irgendwann muß ein
Schlußstrich gezogen und gesagt werden:
Der Zweifel sind genug gesät, keine weiteren Fragen!
Als ich am 20.2.2007 die Wissenschaftsseite der WELT aufschlug, war mir
klar, daß das entsprechende „Go!“ des Planeten schon fast gekommen war:
Wieder einmal wurde dem Planeten die Beschießung aus dem Weltall und
eine anschließende alles vernichtende Eiszeit in Aussicht gestellt. ?
Und das im Angesicht der „Klimakatastrophe“!
„Notfallplan für Asteroiden-Anflug gefordert“ ? unter dieser Überschrift
zeichnet Wolfgang W. Merkel (welch ein Zufall!) das Katastrophenszenario
und beschließt es mit einem Vergleich zum Ausbruch des Vulkans Tambora
im Jahre 1815. So weit die die Geschichte hätte Merkel gar nicht
zurückgehen brauchen:
„Der größte katastrophale Luftverschmutzungsakt, den sich die Natur in
der jüngsten Geschichte geleistet hat, ereignete sich in der Nacht vom
27. zum 28. August des Jahres 1883. Eine der riesigsten
Vulkanexplosionen überhaupt hat dabei die kleine Insel Krakatau in der
Sundastraße zwischen Sumatra und Java völlig weggesprengt. Insgesamt
sind etwa vier Kubikkilometer Gestein in die Luft geschossen worden,
davon mindestens einige Prozent in der Form von feinstem Staub, der bis
in die höchsten Atmosphärenschichten hinauf geblasen worden ist. Dieser
Staub hat fast die gesamte Atmosphäre der Erde für Monate hindurch im
echten Sinne verschmutzt. Dadurch wurde der klare Himmel getrübt, und
monatelang ging die Sonne oft in einem unheimlichen glutroten Schein
unter. Wenn es damals schon genauere Klimabeobachtungen gegeben hätte,
so wären sicher auch für einige Jahre weltweite Klimaänderungen
nachweisbar gewesen.
Vier Kubikkilometer verpulvertes Gestein entsprechen einer Masse von
etwas 16 Milliarden Tonnen; der größte Teil dieses abgeschossenen
Materials freilich wird in Form von größeren Brocken oder kleinen
Steinen wieder ins Meer zurückgefallen sein. Der Rest jedoch, der in
Form von Staub eine längere Zeit in der Atmosphäre verblieb, entspricht
etwa wieder einem Millionstel der Atmosphärenmasse. Dieses zwar
katastrophale Experiment, das uns die Natur vor knapp 100 Jahren
vorgeführt hat, zeigt wiederum, welche geringen Bruchteile an
Fremdkörpern in der Luft ausreichen, um unsere Atmosphäre sichtbar und
fühlbar zu beeinträchtigen.“ (Haber S. 64f)
Ob es sich bei den Ausbrüchen des Krakatau, des Vesuv oder des Mount St.
Helens tatsächlich um „Katastrophen“ handelt, die „die Umwelt“
beeinträchtigen, darf nach der Lektüre der oben zitierten
Wissenschaftsseite der WELT mit Fug und Recht bezweifelt werden. Denn
offensichtlich bildet die Vulkanasche, die nach und nach wieder zu Boden
sinkt, globalen Dünger, der Organismen zu Lande und zu Wasser nützt. „Es
ist, als wenn der Vulkangott Vulcanus und die Fruchtbarkeitsgöttin Freya
mit Neptun eine Vereinbarung getroffen haben, von der wir erst jetzt
etwas erfahren.“ So zitiert die WELT (Vulkanasche ist Dünger) den
Geomar-Wissenschaftler Svend Duggen.
Da ist was Wahres dran.
Und es ist erstaunlich, diese Worte aus dem Munde eines
Naturwissenschaftlers zu hören. Noch erstaunlicher ist, daß der Mann am
Leibniz-Institut für Meereswissenschaften tätig ist. ? Leibniz hatte den
Tieren den Verstand abgesprochen. Laut Leibniz brauchen Tiere keinen
Verstand, weil Gott ihn für sie habe. ? Der Verstand, der Leibniz
vorschwebte, reicht offenbar weit über das Tierreich hinaus. Die
olympische Düngemittelgesellschaft läßt sich tatsächlich so darstellen,
wie Duggen es getan hat. Freilich sind ihm zwei Details entgangen: Die
olympische Fruchtbarkeitsgöttin heißt Demeter und nicht Freya. Ferner
hat Duggen Aeolos vergessen, der mit von der Partie ist, weil er für den
weltweiten Vertrieb des Düngers verantwortlich zeichnet.
Wie immer man es auch sieht: Was lokal wie eine „Katastrophe“ aussieht,
kann im globalen Maßstab Segen sein. Vor diesem Hintergrund muß sogar
gefragt werden, welches die „Untergrenze“ des CO2-Gehaltes ist,
unterhalb derer Photosynthese nicht mehr stattfinden kann. Immerhin ist
das lebensspendende CO2 in der Atmosphäre dreimal seltener als das
Edelgas Argon! ? Muß ich mir gar vorstellen, daß die Menscheit in ihrem
grandiosen Unverstand Bestandteil dessen ist, was Ovid in seiner
Schöpfungsgeschichte (Ovid, Metamorphosen) als „cura dei“, als Fürsorge
des (Schöpfer-)Gottes bezeichnete?
Worin auch immer die Bedeutung liegen mag – wieder einmal waren die
Götter wie aus dem Nichts aufgetaucht, allerdings, und das ist
entscheidend, nicht vollständig, am „Go!“ des Planeten fehlte noch etwas.
Das endgültige „Go!“ kam am 22.2.2007 durch die FAZ. Der Redakteur, der
die Leserbriefe zusammengestellt hatte, dachte wohl nicht im Traum
daran, daß es ihm zufallen würde, mir die entsprechenden Informationen
zuzuspielen:
Fassen Sie die beiden Leserbriefe „Umweltschonend“ von B. Oswald und
„Beobachtung und Deutung“ von F. Fischer zu einer Gesamtbetrachtung
zusammen, und sie wissen, was ich meine.
Und wenn Sie den Unterschied zwischen Beobachtung und Deutung
ernstnehmen, wird Ihnen klar, daß die ganzen Weltuntergangsszenarien mit
apokalyptischen Visionen nichts zu tun haben. Apokalypse bedeutet
Entschleierung und damit ganz sicher das Ende des herrschenden
mechanistischen Weltbildes, in keinem Fall aber das Ende der Welt.
In Kürze werde ich Ihnen mitteilen, wie das Kohlendioxid zum
„Klimakiller Nr. 1“ anvancieren konnte. Das wiederum hat erneut mit der
Biene Maja und „Lulu“ zu tun. Vorläufig verabschiede ich mich von Ihnen
mit einer Frage:
Warum ist die Welt nicht zu retten?
Sollten Sie die Antwort nicht herausgefunden haben:
Weil sie nicht in Gefahr ist!

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
http://www.bundesadel.de
Publikationen:
http://www.lulu.com/advocatusdeorum

Lieber Herr Duggen,
hoffentlich sind Sie mir nicht böse für den ungebetenen
„Nachhilfeunterricht“ in griechischer Mythologie–

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff
Bismarckstr. 40
41542 Dormagen
Tel. 0 21 33 97 30 29
http://www.bundesadel.de
Publikationen:
http://www.lulu.com/advocatusdeorum


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