Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen züchte ich Coronas?

Juni 22, 2020

„Man kann anderen Menschen nur vor Kopf gucken“ – so will es ein bekanntes Sprichwort. Dank CT und MRT stimmt das nicht mehr so ganz. Als ich eine CT-Aufnahme meines eigenen Schädelinneren angeschaut hatte, konnte ich dort freilich nichts weltbewegendes feststellen. Dennoch behaupte ich, man kann auch ohne unmittelbar bildgebende Verfahren in begrenztem Umfang erkennen, was hinter der Stirn eines anderen vorgeht. – Nämlich immer dann, wenn er gedankenverloren vor sich hin brabbelt. So ist es Herrn Prof. Dr. Chr. Drosten in einer der ersten Talkshows zum Thema „Corona“ widerfahren:

Er sinnierte über das „exponentielle Wachstum“ – einfach so: 2, 4 , 8, 16… und schüttelte sichtlich entsetzt den Kopf. Daran läßt sich unschwer erkennen, daß er den aus der klassischen Mathematik bekannten Wachstumsalgorithmus X’ = r*x vor Augen hatte, der bekanntlich nach „oben offen“ ist, sich also im Prinzip in der Unendlichkeit verliert.

Quelle: Prof. Dr. Heinz Haber, Bausteine unserer Welt. Dieses Diagramm soll die Wirkungsweise der nuklearen Kettenreaktion veranschaulichen.

Herr Prof. Droste mag es bedauern, aber unbegrenztes Wachstum kommt in der Natur nicht vor:

Lerbinger/Kuchenbuch, Faszination Fraktale S 123: „Stellen Sie sich einmal folgende Situation vor: In einem Teich gäbe es eine bestimmte Anzahl von Fischen einer Sorte. Wir nehmen nun an, daß die Variable x die Anzahl der i-ten Generation von diesen Fischen bezeichnet.

Jeder ausgewachsene Fisch bekomme r Nachkommen für den Fall, daß die Probleme der Überbevölkerung vernachlässigt werden können. Weiterhin muß man noch annehmen, daß aufeinanderfolgende Generationen zeitlich deutlich voneinander getrennt sind. Für den Fall, daß sich das Fortpflanzungspotential von Generation zu Generation nicht ändert, kann diese Situation durch folgende lineare Gleichung X’ = r*x beschrieben werde, wobei X’ die Anzahl der Fische der folgenden Generation bezeichnet. Diese Gleichung ist jedoch eine zu starke Vereinfachung der Wirklichkeit. Kein Teich kann beliebig viele Fische enthalten. Man muß deshalb im Modell berücksichtigen, daß die Anzahl der Fische der nächsten Generation nicht nur linear von der derzeitigen Anzahl abhängen kann. Man benützt deshalb eine etwas kompliziertere Gleichung x’ = r*x*(1-x), um die zeitliche Entwicklung der Anzahl von Fischen in einem Teich zu modellieren. Der Term (1-x) beschreibt den Einfluß einer hohen Bevölkerungsdichte auf die nachfolgende Generation, das heißt, falls zu viele Fische in der i-ten Generation vorhanden sind, reicht das Nahrungsangebot nicht für alle Fische, und in der nachfolgenden Generation gibt es nur noch wenige Fische.“

Erst die Entwicklung leistungsfähiger Computer machte es möglich, die scheinbar chaotischen Zahlenwerte oberhalb einer Reproduktionsrate von 3, 57 graphisch darzustellen, und zwar als das Feigenbaum-Diagramm.

Feigenbaum Diagramm der logistischen Parabel Prof. Dr. Dörte ...

Diese Bifurkationskaskade setzt sich auf allen Größenskalen fort, ist aber auch an den „Fenstern“ für manch eine Überraschung gut:

Auf der linken Bildseite enden alle bis dahin angelaufenen Bifurkationskaskaden an dieser Stelle in einer Art Hotspot. Nur in dem kleinen Kästchen ist ein hauchdünnes Filament erkennbar, das eine Brücke zur anderen Seite des „Fensters“ bildet. – Erzeugt mit Fractint 18.2, Vergrößerung ungefähr 1: 10.000.000.000.000.000.000

Bifurkationskaskaden kennen wir vor allem aus der Biologie, nämlich von Bäumen, Blättern, Blutgefäßen und Nerven. – Vor diesem mathematischen Hintergrund ist das nicht verwunderlich, vor allem ist es kein „Wunder der Natur“. Bifurkationskaskanden findet man in Flußdelten, sehr häufig aber auch bei Hochgebirgsflüssen. Letztere sind aber nicht vom Wasser gegraben, sondern zeichnen lediglich die Bifurkationskaskaden nach, die der Planet bei der Gebirgsbildung ins Gestein gepreßt hatte.

An dieser Stelle sei – außer Konkurrenz – bemerkt, daß die logistische Funktion in irgendeiner verborgenen Weise mit der Gaußschen Normalverteilung verbunden sein muß. Denn das Galton-Brett, das für nach unten fallende Kugeln durch Nägel einen „Bifurkationsparcours“ bereithält, hat am Ende eines jeden Durchlaufs mit höchster Präzision die Gauß’sche Glockenkurve zum Ergebnis. – Auch das Trefferbild von Schrotmunition läßt auf eine Bifurkationskaskade schließen,. die freilich ohne Galton-Brett in jede beliebige Raumrichtung abgefeuert werden kann.

Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, folgt die belebte Natur unbeirrbar der logistischen Wachstumsfunktion, und das unter Konservierung des Pfades. So geschehen zu Beginn der Karwoche des Jahres 2020. „Plötzlich und unerwartet“ platzten montags die Knospen der Bäume auf und bildeten Blätter, die zunächst winzig klein waren, aber innerhalb weniger Stunden und Tage die unverkennbaren Bifurkationsmuster der Blätter ausbildeten. Und wer bewerkstelligte das? – Zellen! – Klone der Eizellen, die viele Jahre zuvor von einem umherirrenden Pollenkorn befruchtet worden waren.

Wunderlich ist allein, daß dem „Corona-Virus“ das Unterworfensein unter die zwingend vorgeschriebenen Wachstumsregeln der Natur abgesprochen wird. – Und das von führenden Wissenschaftlern.

Die „lineare“ Bifurkationskaskade“ sollte seinerzeit das Prinzip der nuklearen Kettenreaktion veranschaulichen. – Die nukleare Kettenreaktion hat ihrerseits zwei Aspekte, die in der Diskussion um die Atomkraft immer wieder durcheinander geworfen werden: Für die friedliche Nutzung der Kernenergie reicht eine relativ kleine Portion Uran 235 aus. – Das nutzt man in Kernkraftwerken. Wenn die Reaktorsteuerung versagt, kommt es zur Kernschmelze, und das war’s dann auch. Bei der Atombombe sieht das schon anders aus, hierfür braucht man hochangereichtertes Uran 235, sodaß am Ende eine „kritische Masse“ entsteht, die ohne weiteres Zutun die Kettenreaktion so stark beschleunigt, daß in Bruchteilen einer Sekunde eine ganze Stadt vernichtet wird.

Kritische Masse – Dies ist ein Begriff aus der Atomphysik. Aber ist er nicht auch auf andere Phänomene der Natur anwendbar? – Auf diesen Gedanken kam ich durch die Arbeit an meinen Blogbeitrag „Corona und die Luftwaffe„. – Hier entstand die Frage, warum die Hefevermehrung in der Küche nicht so gut klappt wie in der Hefefabrik. – Ganz einfach: Damit die Hefezellen unser tägliches Brot produzieren können, muß eine „kritische Masse“ im Teig vorhanden sein – Pro 500 Gramm Mehl 42 Gramm Hefe.

Damit ein Mann „fruchtbar“ ist, muß er eine „kritische Masse“ an Spermien produzieren. – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat als Richtwert für die Spermienzahl fruchtbarer Männer 15 Millionen Spermien pro Milliliter Ejakulat festgelegt. – Eine Frau braucht demgegenüber nur eine einzige Eizelle pro Monatszyklus um „fruchtbar“ zu sein.

Dieses Phänomen, das eigentlich nur bei Reptilien, Vögeln und Säugern auftritt, nämlich das extreme Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Fortpflanzungszellen, versperrt den Blick auf das, was in der Natur die Regel ist:

Pflanzen, aber auch die überwiegenden Anzahl der Tiere müssen unzählbar viele Eizellen produzieren, damit es klappt mit der „Arterhaltung“. Also gibt es auch im Leben „kritsche Massen“. – Zwischen Atomphysik und Biologie gibt es offensichtlich einen inneren Zusammenhang. – Sie glauben das nicht? – Brauchen Sie auch nicht. Trotzdem sollten Sie einfach weiterlesen:

Auch die unbelebte Natur ist voll von kritischen Massen: Zumeist treten diese als „zündfähiges Gemisch“ auf; – in Motoren, bei Mehlstaubexplosionen und in der Pyrotechnik:

Wenn in „Alarm für Cobra 11“ wieder einmal unter lautem Knall ein Auto zerlegt wird, mußte der Pyrotechniker dafür sorgen, daß die Luft eine Mindestanzahl an brennbaren Teilchen enthält. – Das gilt übrigens nicht nur für Kohlenwasserstoffe und organische Stäube, sondern auch für Wasserstoff. In Lakehurst entstand im Jahre 1937 eine „kritische Masse“ Wasserstoff in der Luft – es genügte ein Funke von rund 625° Celsius, und 37 Sekunden später hatte die chemische Kettenreaktion 200.000 Kubikmeter Wasserstoff in reines Wasser und die Hindenburg in ein verbogenes Gewirr von Aluminiumstreben verwandelt.

Selbst den Pharmazeuten ist der Begriff „kritische Masse“ nicht fremd. Hier firmiert er allerdings unter „therapeutisch wirksame Dosis“. – Übrigens ein zweischneidiges Schwert, denn bei manch einer pharmakoligischen Substanz git es eine „kritische Masse“, die als „letale“, also tödliche Dosis bezeichnet wird. – Ein Medikament, das bei Herzkrankheiten einegesetzt wird, hat neben der „therapeutisch wirksamen“ Dosis auch eine explosive „kritische Masse“, nämlich Glycerintrinitrat oder Nitroglycerin. Kieselgur mit mikroskopisch kleinen Kammern aus den Skeletten von Kieselalgen verhindert die Bildung einer zur Detonation führenden „kritischen Masse“ dieses Medikaments. Erst die Initialzündung, die Explosion einer Sprengkapsel zerstört die filigranen Hohlkörper des Kieselgurs und ermöglicht dem Nitroglycerin die Bildung der „kritischen Masse, die aus Nitroglycerin wieder einen Sprengstoff macht.

Kehren wir zurück zu dem, was wir gemeinhin als belebte Natur bezeichnen:

Während meines Studiums arbeitete ich als Werkstudent für einen Arzneimittelgroßhandel und belieferte Apotheken. Eines Tages wurde die Belegschaft des Unternehmens alarmiert und zur Röntgenreihenuntersuchung gebeten. Bei einem Fahrer war Tuberkulose diagnostiziert worden. – Dieser Fahrer hatte fast alle Apotheken im Einzugsbereich dieses Großhandelsunternehmen gehabt, damit auch zu einer Vielzahl von Angestellten. TBC nutzt bekanntlich denselben Infektionsweg wie Corona. – Mit Sicherheit hat dieser Kollege Tuberkelbazillen an alle seine „Kontaktpersonen“ verteilt, auch an mich, denn er war zwei Tage lang mit mir unterwegs, um mich in die Liefertour Wesel-Emmerich einzuweisen. – Ohne Maske und Mindestabstand in der Fahrerkabine eines VW-Transporters. – Und auch sonst haben sich alle Fahrer über Monate hinweg in den Kaffeepausen mit ihm bei „Tchibo am Brehmplatz“ zum Plausch getroffen. – Eng beieinanderstehend. Trotz fehlendem Mindestabstand und ohne Maske blieben alle Kontaktpersonen von TBC verschont.

War das ein Wunder, oder lag es daran, daß Bakterien nun einmal schwerer als die erheblich kleineren Viren sind? – oder sind einfach nur nicht genügend TBC-Erreger in die Atemwege seiner Gesprächspartner geraten? – War, mit anderen Worten, die „kritische Masse“ an Tuberkelbakterien nicht erreicht? – Das ist die wahrscheinlichste Erklärung:

Die „kritische Masse“ ist skaleninvariant, mit anderen Worten, sie findet sich auf allen Größenordnungen wieder, die die Welt zu bieten hat. Deswegen muß man, wenn man ein natürliches Phänomen vor sich hat, immer die Frage stellen:

Was ändert sich? – Das Prinzip oder lediglich die Größenskala? Lassen wir die Kirche im Dorf oder „losse mer dä Dom en Kölle“? – Ohne jeden Zweifel ist das nur eine Frage der Größenskala!

Das mechanistische Weltbild verlangt, daß die Prozesse, die man mathematisch beschreibt, reversibel sind. Was vorwärts geht, muß nach hinten zu seinem Ursprung genau berechenbar sein. Wer Feuer bekämpft, der kann es auch legen – Wer Krankheiten bekämpft, muß sie auch erschaffen können:

Was also bräuchten wir, um unsere allgegenwärtige Corona, die im Gegensatz zur Spanischen Grippe nur einen verschwindend geringen Teil der Menschen in Europa erwischt hat, zu züchten?

Zur Beantwortung der Frage wäre es ratsam, einmal die Landkarten der einzelnen Länder und Regionen zu Rate zu ziehen. – Da ergibt sich ein Flickenteppich. Und es ergibt sich eine durchaus übersichtliche Zahl von „Hotspots“. Nach der von allen Seiten behaupteten Infektiosität dürfte das nicht sein. Denn bevor Corona anhand der Symptome von Medizinern und Behörden entdeckt werden kann, müßte es sich schon wesentlich weiter verbreitet haben. – Mit einem „Vorsprung“ von mindestens einer Woche. – Offensichtlich war und ist das nicht der Fall.

Es gab lokalisierbare Massenveranstaltungen, in denen sich viele Menschen angesteckt hatten, aber im Laufe der Zeit trotz unbeschränkter Sozialkontakte kaum jemand anderen infizierten.

Um das Infektionspotential von Covid-19 realistisch zu beurteilen, braucht man wohl nicht nur eine „kritische Masse“ von Viren, sondern auf der anderen Seite eine „kritische Masse“ Menschen, die für eine Infektion mit Corona empfänglich sind. Angesichts des „persönlichen Lebensraums“, die der Mehrheit der Menschen zur Verfügung steht, muß man sich wundern, daß die Corona-„Pandemie“ weltweit nicht schon längst Millionen Todesopfer gefordert hat. – Folgt man der Darstellung „führender“ Wissenschaftler über die Gefährlichkeit der Corona-Viren müßten wir uns Sorgen machen über die billigen Textilien aus Indien und Bangla-Desh; die Favellas in Brasilien wären mangels Bevölkerungsrückgangs für die dortige Regierung keine „Problemzone“ mehr – wenn Sie wissen, was ich meine.

Brauen und Backen, dafür gibt es genügend Rezepte. Aber nur derjenige, der mir das Rezept zur erfolgreichen Züchtung von Corona-Viren liefert, kann auch glaubhafte Argumente für die gegenwärtigen Anti-Corona-Beschränkungen vorbringen. (Argumentum ex Fahrenheit 451):

Wer erfolgreich suchen will, muß erst das Verstecken lernen!

Und wer Viren erfolgreich bekämpfen will, muß sie erfolgreich in die Welt setzen können. – Sie glauben Ray Bradbury diese Vorzeichenumkehr nicht?

Leider Gottes ist sie im zweiten Weltkrieg versucht worden. Zwar nicht mit Viren, aber mit Anthrax: Sowohl Briten als auch Japaner erxperimentierten damit; – wohl in Erwartung, einen biologischen Kampfstoff zu bekommen, der eine ähnlich verheerende Wirkung wie die Spanische Grippe hat. Die Versuche sind -Gott sei Dank(!) gescheitert.

Aber das Prinzip bleibt und läßt tief blicken: Käme dem Corona-Virus die Gefährlichkeit zu, die man uns glauben machen will, in allen Laboratorien der USA, Chinas und Rußlands würde fieberhaft daran gearbeitet, die „kritische Masse“ der Viren zu ergründen. Das dürfte ja am Anfang auch gar nicht so schwer sein. – Man braucht Zellkulturen des primär betroffenen Gewebetyps (Schleimhautzellen der Atemwege), Abstriche von „Corona-Positiven“ (ohne Symptome) und tatsächlich an Covid 19 nachweislich Erkrankten – und zwar in allen Stadien des Krankheitsverlaufs. – Damit läßt sich zumindest ein „Anfangsverdacht“ über die „kritische Masse“ im Wege des „Jedenfalls“ begründen: Wenn ein Abstrich eine Zellkultur mit Sicherheit infiziert, enthält sie „jedenfalls“ die mindestens erforderliche Anzahl an Covid-19-Viren, also die „kritische Masse.

Leider verfüge ich nicht die Laboratoriumskapazität des RKI, die der weltweit verbreiteten Universitäten und erst recht nicht über die des Militärs. – Ich habe nur eine Küche, in der ich mit Hefe experimentieren kann. – Heute backen, morgen brauen – Ende! – Corona züchten – Fehlanzeige!

Na sag’s ich’s doch!

Auch Virologen verfügen über eine kritische Masse :

„Coronavirus (SARS-CoV-2): Wann beginnt die Infektiosität? | Im-Fokus“ https://www.medmedia.at/im-fokus/corona/wann-beginnt-die-infektiositaet/






Eingeliefert und ausgeliefert? (Fakt ist… vom 25.6.2012)

Juni 25, 2012

Fakt ist …! Aus Dresden | MDR.DE.

Das kann ja wohl nicht wahr sein: Gehst du ins Krankenhaus, bring‘ deinen Anwalt mit!

Nach der Entdeckung von Penicillin war man dem Glauen verfallen, die „Infektionskrankheiten“ langfristig „besiegen“ zu können. – Mit der Entwicklung der „modernen“ Schulmedizin hatte man dem Mikrokosmos den Krieg erklärt. – Mit der Folge, dem letzlich jeder Kriegsplan zum Opfer gefallen ist: Der Kriegsplan übersteht den ersten Schuß nicht.

Die heutigen Ärzte, durch und durch dem mechanistischen Glauben der „Machbarkeit“ aller Dinge verfallen, sind aber gegenüber diversen Bakterien und Viren machtlos. – Sie sind es, weil sie die Kräftte der Evolution, die Lernfähigkeit des Mikrokosmos und die nichtlinerae Dynamik  der Schöpfung bis heute unterschätzen.

Hinzu kommt die mehr als unschöne Rolle der Haftpflichtversicherungen. – Selbst wenn ein Arzt einen Kunstfehler einräumen müßtte und wollte, er darf es aus versicherungstechnischen Gründen nicht. – Im Gegensatz zur Kfz-Haftpflichtversicherung bleibt der Anspruchsgegner des Patienten immer der Arzt bzw. Krankenahusträger. – Die „Verhaltensanweisungen“ kommen aber immer und ausnahmslos aus den Zentralen der Versicherungskonzerne.

Aus diesem Grunde kann es nur eine Lösung des Problems geben, nämlich die Einführung der Kfz-analogen Gefährdungshaftung mit Entschuldungsmöglichkeit und die Möglichkeit des Geschädigten, unmittelbar gegen die Haftpflichtvericherung vorzugehen und den Arzt prozessual in die Rolle des Zeugen zu drängen.

Weil aber Vertreter der Versicherungskonzerne in den Ministerien der „gesetzgebenden Gewalt“ eine mehr als zweifelhafte „fachkundige“ Unterstützung bieten, sind entsprechend ausgestalte Gesetze auch in Deutschland in naher Zukunft nicht zu erwarten.

Und die Bundesregierung, das „Vollzugsorgan“ der Politik, kümmert sich erst recht nicht darum. – Warum auch? – Die Menschen sind seit den Tagen Richilieus der „Regierung“ des jeweiligen Landes vollkommen gleichgültig.

 


EHEC – EVOLUTION – NEIN DANKE?

Mai 31, 2011

Größer könnte der Kontrast nicht sein:

Bei der Vogelgrippe ist man sich zu 100% über den Infektionsweg, der Menschen offenbar weitgehend verschont, sicher. 10.000 weitere Hühner werden getötet.  – So zumindest die jüngsten Medienmeldungen.

Anders bei EHEC, deswegen stimmt da was nicht:

Man sucht immer noch nach der „Infektionsquelle“ – ohne jede Aussicht, sie jemals zu finden. Wieder einmal spielt die Verwendung der falschen Metapher den Schlußfolgerungen einen Streich: Wenn man beim Wasser die „Quelle“ findet und sie verstopft, hört der Fluß auf zu fließen. – So einfach ist das, – ja wenn da die dynamischen Eigenschaften des Wassers nicht wären; – eine sprudelnde Quelle lässt sich nicht einfach „verstopfen“ – das Wasser bahnt sich seinen Weg an anderer Stelle. Man hat wohl bei der Verwendung des Begriffes „Quelle“ eher den Wasserhahn im Sinn, den man zudrehen möchte. Selbst wenn man diesen Wasserhahn finden würde, es wäre zu spät. Das EHEC-Bakterium dieses besonderen Stammes hat sich von seiner „Stammzelle“ ausgehend auf den Weg in die Welt gemacht. Aber deswegen braucht man keine Angst zu haben, es wird uns nicht vernichten. – Auch wir werden uns daran gewöhnen, und zwar in einer Art und Weise, daß kaum noch „Erkrankungen“ dieser Art auftreten werden, denn schließlich haben wir uns auch an andere Varianten der Coli-Bakterien angepaßt. – Aber es dauert halt und „Kollateralschäden“ sind in der Evolution nicht ungewöhnlich.

„Das biogenetische Grundgesetz spiegelt im Individuum den Pfad der Stammesgeschichte wider. In den Erbanlagen eines jeden Lebewesens ist also die Abfolge der Schleusenereignisse gespeichert. Das führt zwangsläufig zu der Frage, mit welchen Mitteln sich das Genom sich diesen Weg gemerkt hat. Damit drängt sich die Vermutung auf, daß die DNA mehr Informationen enthält, als wir ihr bisher entlocken konnten.

Einsteins Kommentierung zu Heisenbergs Unschärferelation bestand aus einem Satz: „Gott würfelt nicht.“ – Er würfelt nicht, weil die Möglichkeiten des Würfels zu begrenzt sind. Gott bevorzugt das Kartenspiel, – das würde eher zutreffen. Jedes Individuum ist ein Runde mit unendlich vielen Karten, bei der Fortpflanzung werden die Karten neu gemischt, einige weggelassen, andere hinzugefügt. Wer die nächste Runde erreicht, hat gewonnen. Das allerdings gilt auf den ersten Blick nur für vielzellige Lebewesen. Wie aber sehen die Verhältnisse im Mikrokosmos aus?

Einzellige Lebewesen wie Bakterien und Pantoffeltierchen vermehren sich durch Zellteilung, wobei aus einer zwei identische Zellen entstehen. Das scheint einer Teilnahme am großen Spiel entgegenzustehen, denn wo werden da die Karten neu gemischt? – Einzeller tauschen von Zeit zu Zeit genetisches Material aus. Gene enthalten Informationen; auch unter einzelligen Lebewesen findet daher ein Informationsaustausch statt. Wenn sie so wollen, gibt es Schwatzhaftigkeit bereits im Mikrokosmos. – Und das ist auch sehr sinnvoll:

Folgender Fall: In einer Petri-Schale eines pharmazeutischen Labors wächst eine Bakterienkolonie. Bakterie A verfügt über eine Gensequenz, die wir als y bezeichnen wollen. Diese Gensequenz y verlangsamt die Teilungshäufigkeit und erschwert den Energieumsatz. A gerät dadurch gegenüber seinen Artgenossen ins Hintertreffen. Gleichwohl überträgt A im Zuge mehrerer Konjugationen y auf seine Geschwister. Diese werden dadurch ebenfalls benachteiligt.

Bakterien in einer Petri-Schale sind Versuchsobjekte. Also werden sie eines Tages mit einen neuentwickelten Antibiotikum konfrontiert. Alle Bakterien sterben ab, bis auf die Träger der Gensequenz y, die nebenbei gegen das Antibiotikum resistent macht. Ohne Genaustausch wäre A als einziges Bakterium übriggeblieben. Das hätte als Ansatzpunkt für eine Rückkoppelungsschleife ausgereicht, denn bereits nach wenigen Stunden hätte A tausende von Nachkommen gehabt. – Alle immun gegen das neue Medikament. Durch den Informationsausstausch im Mikrokosmos erhöhte sich die Chance um ein Vielfaches, denn A hätte wegen seiner „Randexistenz“ zugrunde gehen können, lange bevor sich der Laborant entschloß, die chemische Keule in die Petri-Schale zu werfen.[1] (Gerhard Altenhoff, Australopithecus Superbus – der Mensch im Licht nichtlinear-thermodynamischer Evolution)

In Sachen EHEC ./. Mensch ist die Evolution bislang Sieger nach Punkten. – Und sie wird es auch bleiben. Nachdem nunmehr klar geworden ist, daß die spanischen Gurken nicht mit „unserem“ Stamm kontaminiert worden waren, geht das muntere Rätselraten weiter.

Egal, wo und wie das „Mutterbakterium“ erzeugt wurde, der Weg in die Zukunft seiner (ihrer – wir wollen ja nicht sexistisch sein) ist vorgezeichnet:

Der Mensch als „Lebensraum“ – man kann diesen auch als „ökologische Nische“ bezeichnen, eignet sich für „unseren“ EHEC-Stamm nicht, weil er am Ende vernichtet wird. – EHEC sägt den Ast ab, auf dem er sitzt. Wenn EHEC langfristig keinen Weg mehr findet, auf andere Menschen übertragen zu werden, ist das Aussterben dieses Zweigs des EHEC-Stammes unvermeidlich. – So wollen es die Regeln der Evolution. – Man muß sich in diesem Zusammenhang vor Augen führen, daß nach einer Inkubationszeit von etwa 10 Tagen die Individuen des 10. Tages weiter von ihrer „Stammzelle“ entfernt sind als die heutigen Menschen von den ersten Menschen, die seßhaft wurden. (Bei einer „menschlichen“ Generation von angenommenen 33 Jahren und einer  Reproduktionsgeschwindigkeit des Bakteriums von einer Generation/Stunde) – In dieser Zeit wächst nicht nur die Zahl der Individuen, es wächst auch das Mutationspotential. Somit kann die scheinbare „Epidemie“ nicht nur dadurch zum Stillstand kommen, daß „Infektionswege“ blockiert werden, sie kann auch einfach dadurch aufhören, daß eine Variante um sich greift, die sich mit dem Menschen gewissermaßen „arrangiert“. – So einfach ist Evolution, ihr Pfad ist wenig erstaunlich.

Erstaunlich ist nur die Inkonsequenz unserer Politiker. Da werden -zigtausende  von Hühnern aus Angst vor der Vogelgrippe „vorsorglich“ getötet; Horst Seehofer setzte gar „Tornados“ ein, als die ersten toten Vögel auf Rügen einschlugen.  – Da werden aus Angst vor Erdbeben & Co Kernkraftwerke vom Netz genommen. – Alles nach dem von Karl Valentin entwickelten Grundsatz:

„Sicherheit geht vor Seltenheit“.

– Ja wo bleiben denn die Vernichtungsaktionen gegenüber dem als „gesünder“ propagierten Grünzeug? – Müßten nicht aus Gründen der „Gefahrenvorsorge“ sämtliche auf dem Markt befindliche Gurken, Tomaten und Salate verbrannt werden? Müßten nicht umgehend alle entsprechenden Pflanzen, deren Früchte fast zur „Marktreife“ gelangt sind, rasch und konsequent gerodet werden? – Solange die „Quelle“ nicht identifiziert ist, besteht immer die Gefahr, daß erneut kontaminierte Gurken, Tomaten und Salate auf den Teller ahnungsloser Verbraucher gelangen. – Bakterien sind so heimtückisch wie Strahlung: Niemand kann sie sehen!

Nein! – In diesem Fall verläßt sich „die Politik“ auf den „Kachelmann-Effekt“ – und der wirkt:

Weil die „Verbraucher“ durch die „fehlenden Entwarnungen“ seitens „der Politik“ verunsichert sind, müssen Gurken und andere „verdächtige“ Feldfrüchte in der Größenordnung von hunderten von Tonnen vernichtet werden, weil sie frisch nicht verkauft werden können und später nicht mehr verkauft werden dürfen.

Es ist eine Sünde und eine Schande.

Warum eigentlich werden öffentlich zugängliche Toiletten nicht umgehend gesperrt? – Wer Durchfall hat, sucht wohl eher eine öffentlich zugängliche Toilette auf als jemand ohne Durchfall. Wer Durchfall hat ist auch dann geneigt, eine öffentlich zugängliche Toilette aufzusuchen, wenn er sie sonst meidet. Und auf öffentlich zugänglichen Toiletten ist das Toilettenpapier ebenfalls öffentlich zugänglich. Es ist kaum vorstellbar, daß sich jemand die Hände wäscht, bevor er sich den Hintern abwischt. Hat er aber einmal Bakterien auf dem Klopapier hinterlassen, kommt der nächste „Besucher“ damit in Kontakt. – Niemand kann sich darauf verlassen, daß sich dieser anschließend die Hände wäscht. – Ist die öffentlich zugängliche Toilette in einem Restaurant – na dann „Nacht Mattes“!

Wie eingangs gesagt, da stimmt was nicht. Das einzige was nicht stimmt, ist die Reaktion „der Politik“. Unsere Politiker beschuldigen und verurteilen schnell und ohne Beweis. – Hier stehen sie vor einem Problem, das für sie unlösbar ist: Sie haben keine Ahnung, wen sie beschuldigen können, ihre übliche Maßnahme, nämlich Gewalt und Verbot, müssen versagen, weil ansonsten die Eingangsbereiche der Supermärkte leergefegt wären und die Kids vor den Pommesbuden endlose Schlangen bilden würden.

EHEC: Eßt Heute Eine Currywurst, denn Gurken kann tödlich sein.


[1]              Unter diesem Aspekt ergeben sich aus den in der Natur vorhandenen Muster ganz neue Fragen:

Aus dem Biologieunterricht kennen Sie noch den Begriff der analogen Organe. Diese tauchen bei gänzlich unterschiedlichen Lebewesen auf. Der Maulwurf ist ein Säugetier, die Maulwurfsgrille ein Insekt. Dennoch sind beide mit schaufelförmigen Vordergliedmaßen ausgestattet, die sowohl von der Funktion als auch vom Aussehen her fast deckungsgleich sind.

Dinosaurier und Säugetiere brachten in zeitlicher Abfolge ebenfalls Strukturen hervor, bei denen die Ähnlichkeit den Betrachter durchaus in Erstaunen versetzten kann. Vergleichen Sie nur den Bau der Flügel bei Flugsauriern und Fledermäusen.

Bei Beutel- und Plazentatieren, gibt es Parallelentwicklungen, die verblüffend ähnliche Lebewesen hervorbrachten.

Alle drei Feststellungen werfen die Frage auf: Wie kommt das? -Betrachten wir Ernst Haeckels biogenetisches Grundgesetz, wonach jedes Individuum in seiner Individualentwicklung die Stammesgeschichte in ihren Grundzügen wiederholt, aus Sicht einer laminaren Evolution, so könnte man behaupten, daß Lebewesen von der Zeugung an in ihre endgültige Form fließen.

Als nichtlineare dynamische Systeme geraten sie ständig an irgendwelche Verzweigungspunkte. Wenn sich dabei in vollkommen verschiedenen Familien und Klassen erstaunliche Ähnlichkeiten im Muster ergeben, wirft das natürlich die Frage auf, ob nicht die DNA, das Erbmolekül erheblich mehr Informationen enthält, als wir es uns bislang vorstellen können.

Wer sagt uns denn, daß die Nachfahren der heutigen Hasen und Kaninchen nicht dereinst die Känguruhs der Plazentatiere sein werden? Mit ihren verkürzten Vordergliedmaßen und powervollen Hinterbeinen sind sie dafür geradezu prädestiniert. Der Osterhase als Missing Link der Zukunft?

Es ist allerdings auch möglich, daß der „verstümmelte“ Schwanz der Hasen verhinderte, daß diese zu „vollwertigen“ Känguruhs der Plazentatiere wurden. Vielleicht entwickelten sie die heute bekannten Überlebensstrategien gerade aus diesem Grunde. – Wir leben nicht lange genug, und wir greifen zu tief in den Ablauf der Evolution der uns umgebenden Pflanzen und Tiere ein, um diese Frage jemals entscheiden zu können.

Wer garantiert, daß die Nachfahren der Robben und ihrer Verwandten nicht eines Tages zu einer „voll“ aquatischen Lebensweise übergehen werden? – Sind auch sie die „Missing links“ der Zukunft?


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