Ein Wort zum Sonntag mit Folgen

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: „DasErste.de“ <newsrobot@online.daserste.de>
Gesendet: 31.07.07 15:15:33
An: <der.souveraen@deutschland.ms>
Betreff: Das Wort zum Sonntag vom 28.07.2007
Hier kommt „Das Wort zum Sonntag“ vom 28. Juli 2007,
gesprochen von Stefan Claaß
Sog statt Druck
Raus aus dem Alltagsstress. Die einen stehen im Stau auf der Autobahn und denken: Ich muss mich unbedingt erholen, ab sofort! Auf der Gegenfahrbahn sitzen die anderen mit einem komischen Gefühl im Bauch. Am Montag geht das normale Alltagsleben wieder los. Bei zwei Freunden stellt sich das nach dem letzten Urlaub so dar: Sie arbeitet in der Verwaltung eines großen Konzerns. Vor dem Urlaub waren zwei ältere Kollegen in den Ruhestand verabschiedet worden: „Alles Gute!“ Leider wird dafür niemand neu eingestellt. „Ach“, heißt es, „Ihre Abteilung ist so gut, Sie schaffen das schon, auch ohne die beiden.“
Ihr Mann steht privat unter Druck. Jede Woche fährt er über hundert Kilometer hin und zurück, um nach seiner betagten Mutter zu sehen, die allein in ihrer Wohnung lebt.
Fast niemand lebt ohne Druck in seinem Alltag. Aber wie merken wir, wenn der Druck zu groß wird und beginnt, uns krank zu machen? Nicht nur bei der Tour de France wird nach Mitteln gesucht, übergroßem Druck standzuhalten. Auch in vielen Büros, Pflegeheimen und im Hobbysport wird manche Pille eingeworfen. Auf Dauer nicht zu empfehlen.
Ich glaube es ist gut, so früh wie möglich wahrzunehmen, wenn sich Druck aufbaut und ein Ventil zu suchen. Das erste und einfachste Ventil ist, mit jemandem zu reden. Am besten mit einem Menschen, der ein bisschen Abstand zu meiner Situation hat. Denn Druck hat mehr Macht über mich, je länger ich damit allein bleibe.
Eine andere Erfahrung ist mehr ein Geschenk als eigene Bemühung. Mir ist da als Musterbeispiel ein Schulfreund vor Augen. Er hat mehr schlecht als recht seine Trompete traktiert. Üben war ihm ein Gräuel. Irgendwann hat er dann plötzlich freiwillig ganze Nachmittage geübt. Bald danach tauchte er im Schulorchester auf. Der tiefere Grund war, wie wir bald feststellten, keine überraschende Persönlichkeitsveränderung, sondern eine ausgesprochen attraktive Flötistin aus der Parallelklasse.
Es ist ein besonderes Geschenk, wenn sich in meiner Drucksituation eine neue, bisher unentdeckte Perspektive auftut. Das betrifft nicht nur unseren praktischen Alltag, das gilt ähnlich für den Glauben. Lange Zeit war die Kirche meisterhaft darin, Gott in Anspruch zu nehmen, um Menschen Druck zu machen. Martin Luther hat das als junger Mann heftig durchlitten. Sein Vater hatte ihm Druck gemacht, Jurist zu werden. Und in Luthers Vorstellung war Gott auch jemand, der Druck macht, ständig zu beichten und zu beten. Dann wurde es die Entdeckung seines Lebens, eine Befreiung, dass Gott viel lieber lockt und einlädt. Luther hat das seinen Studenten später so erklärt: „Gott steht nicht mit der Keule hinter dir, sondern mit einer Flasche gutem Muskatellerwein vor dir, um dich einzuladen.“
Meine Freunde haben in ihrer privaten Drucksituation einen solchen Perspektivwechsel gefunden. Sie denken weniger daran, was der Mutter alles passieren könnte. Dafür erleben sie die gemeinsamen Zeiten in dieser letzten Lebensphase entspannter und bewusster.
Ich wünsche Ihnen gute eigene Ideen und hin und wieder das Geschenk einer neuen Perspektive im Alltag.

Lieber Herr Claas,
ähnlich, wie Sie die Begegnung Luthers mit Gott geschildert haben, ist es mir ergangen. – Es war wie eine plötzliche Einladung eines guten Freundes. – Und dieser hat mich seitdem nicht mehr verlassen. Ich nenne ihn „der Planet“
Anläßlich des diesjährigen Pfarrfestes der St. Pankratius-Gemeinde in Dormagen Nievenheim kam es zu einer Begegnung, auf die der Titel „Absolut Unheimlich“ zutrifft. „Absolut Unheimlich“, ein Jugendbuch mit Gespenstergeschichten, wurde mir in der Stadtbibliothek Dormagen am 8.1.2007 ebenso „zugespielt“ wie Prof. Heinz Habers „Stirbt unser blauer Planet?“.
St. Pankratius hat mich auf seinen Pfarrrfesten seit 2001 unablässig mit Büchern „versorgt“, die Informationen enthielten, die ich just zu diesem Zeitpunkt brauchte. – Die Bücherliste ist lang. Das diesjährige Pfarrfest fiel „per Zufall“ auf den 66. Jahrestag der Bombardierung meines Elternhauses.
In diesem Jahr kamen die absolute Besonderheit:
Dorice Hannans Buch „Darum soll mein Bogen in den Wolken sein – Einführung in die Welt der Seele“. Titelbild
In der Einleitung schreibt Dorice Hannan:
„1. Moses 9: «Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allen lebendigen Seelen in allem Fleisch, das auf Erden ist.» Für mich ist der Regenbogen ein Symbol des ewigen Lebens, der totalen Harmonie und eine Brücke zwischen den Welten. Immer wieder, wenn sich mir ein Stück Wissen eröffnete, fand ich die Bestätigung dessen in alten Schriften, denn es gibt nichts Neues in der Welt, es sind dieselben Mosaikstücke, wieder und wieder zu neuen Mustern geformt. Alles ist und bleibt gleich, dennoch sich dauernd ändernd, sich ewig erneuernd. Meine Bilder möchte ich Ihnen zeigen, meine Erfahrungen mit Ihnen teilen. Doch seien Sie bitte vorsichtig, falls Sie ein Verstandesmensch sind. Verständnis ist nicht zu erlernen, doch ist Verständnis das Ziel, auch wenn das, was Sinn macht, erst wie Unsinn aussieht. Ich werde versuchen, Ihnen beizubringen, wie man mit geschlossenen Augen sieht, werde versuchen, Ihren Standpunkt zu ändern und Ihnen einen Blick ins Unsichtbare zu geben. Nochmals möchte ich Sie warnen, wenn Sie ein wissenschaftlicher oder wissenschaftsgläubiger Mensch sind: dann lesen Sie bitte nicht weiter. Sie würden sich nur über meine Fehler ärgern und mit der ganzen Sache nichts anfangen können. Es ist das, worum es hier geht, wissenschaftlich ein Nichts. Es ist nicht zu begreifen, denn diese Dinge sind im wahrsten Sinne des Wortes unfassbar. Es sei denn, Sie verlassen das Gefängnis, das Ihr Körper ist, und gehen auf Astral Wanderung. Aber das wäre ja nur ein Traum, oder? Träume, so wird gesagt, sind Schäume. Und Schäume, wie auch Seifenblasen, sind fast so schwer zu halten wie Regenbogen.
Ich will versuchen, es einfacher zu erklären: Hätte ich einen Samen oder eine NUSS in der Hand, könnte ich nicht beweisen, dass aus der NUSS ein Baum und aus dem Samen eine Pflanze entstehen kann, ich müsste die NUSS zerbrechen, um an ihre Bestandteile heranzukommen, müsste den Samen zerstören und damit würde ich die Möglichkeit des Wachstums vernichten. Das gleiche passiert mit Menschen, wenn man sie in ihre Bestandteile zerlegt, und Menschen sind von Nüssen gar nicht so sehr verschieden. Die Nuss-knacker des Lebens sind eben darauf bedacht, uns zu zerbrechen und versuchen mit aller Macht an unseren Kern heranzukommen. Wir leisten erbittert Widerstand, bis unsere Kraft vergeht und wir aufgeben müssen … es sei denn, wir finden eine andere Lösung.
Ich habe meine Lösung gefunden; ich vergrub den Samen meines Lebens in meinem Herzen, liess meine kleine Haselnuss zum Baum werden und gebe nun dem Leben selbst ein paar Nüsse zu knacken. Ich fand Kraft in meiner Schwäche, Hoffnung in meiner Angst, Wurzeln, wo vorher kein Halt war, und meine Zweige geben den Gedanken anderer Menschen, die wie Vögel zu mir her fliegen, eine Gelegenheit zur Ruhe. Ich lernte anderen zuzuhören und deren Ansichten zu schätzen. Meine Welt, die voll gewesen war mit unnahbaren Fremden, war auf einmal erfüllt mit Menschen, die Freundschaft und Hilfe suchten. Ich lernte die Wünsche und Hoffnungen anderer respektieren und erwartete das gleiche für mich. Als ich anfing mich selbst ernst zu nehmen, konnte ich endlich über mich und mein Leben lachen, denn es gab wieder Freude in meinem Herzen.
Man sagt, dass am Ende des Regenbogens ein Topf mit Gold versteckt sei. Ich habe meinen Schatz in den Wurzeln meines Lebensbaumes gefunden, und jedesmal, wenn es regnet, währenddem die Sonne scheint, leuchtet mein Regenbogen über mir. Ich begnüge mich nicht mehr mit Bildern von Regenbogen; ich will nicht mehr meinen Regenbogen malen. Ich vertraue auf Gott, dass er den wahren Bogen in die Wolken setzt, zur richtigen Zeit an den richtigen Platz . . .
Und sollten Sie nun erst recht Lust haben, weiterzulesen, gebe ich Ihnen noch einen kleinen Rat:
Lesen Sie mit Ihrem Herzen.“

Als ich diese Zeilen las, war es wie ein „Spiegel der Wahrheit“. – So der Titel eines Buches, das St. Panktratius mir am selben Tage „zugespielt“ hatte. – Aber es kam noch unheimlicher, nämlich am Ende des Buches:

„Als ich vor fast zehn Jahren anfing, mich mit der Welt der «Durchsichtigen» zu beschäftigen, geschah es nicht aus Neugierde oder um etwas Interessantes zu erleben, sondern weil ich keinen anderen Weg mehr vor mir sah. Ich sah dem Tod in die Augen, und danach konnte ich die Toten sehen. Ich hatte Angst davor, grosse Angst. Nicht vor denen, die ich um mich sah, die kamen ja besser mit dem «Leben» zurecht als die, die noch in ihren Körpern festsassen. Ich hatte Angst vor mir selber, vor meinem Wissen und mehr noch Angst, dass man über mich lachen und versuchen würde, mich einzusperren. Es war aber in all den unsicheren Tagen jemand bei mir, der mir über alle meine Ängste hinweghalf, indem er mir Mut machte. Jemand, der mir all das, was ich lernen sollte, erklärte, der mich nie drängte, der verstand, dass es Zeiten gab, in denen ich wütend wurde, einer, der mich meiner Wut wegen nicht verachtete, sondern mir half, sie zu überwinden.
Dieser «Geist», dieser Mensch ohne physischen Körper ist für mich so wirklich, wie es meine Eltern, mein Mann und meine Tochter sind. Er leitet und beschützt mich, berät mich, ohne mir seine Meinung aufzuzwingen und ist bei mir, wenn ich um Hilfe bitte. Nie mischt er sich ungefragt ein, und als ich einmal drei Monate lang auf ihn wütend war, weil ich etwas, das er mir zeigte, falsch verstanden hatte, wartete er geduldig, bis ich endlich aufhörte, mich wie ein trotziges Kind zu benehmen. Er ist geduldig und hat Humor, den er braucht, um mit mir fertigzuwerden. Obwohl er all diese guten Qualitäten hat, schaut er niemals auf mich herab oder behandelt mich, als sei er wichtiger. Er hat mich gelehrt, auch Tiere und Pflanzen als Lebewesen zu sehen und nicht als Dinge, die wir benützen können, wie und wann es uns passt. Er ist ein selbständiges Wesen, kein Teil von mir, kein Phantasiebild. Er ist eher wie ein Bruder. Mit Geschwistern ist es ja auch so, dass sie zwar zu uns gehören, aber eine Persönlichkeit für sich sind. Er hat mir immer wieder bewiesen, dass ich mich auf das, was er sagt, verlassen kann. Immer wieder habe ich Mitteilungen von ihm erhalten, die nicht nur mir, sondern auch denen, die um mich leben, unbekannt waren, die sich aber später als korrekt herausgestellt haben. Er sagte mir seinen Namen und erzählte mir, wann und wo er gelebt hat, und auch da habe ich durch «Zufälle» Bestätigung bekommen. Wer er aber war und wie sein irdisches Leben verlief, selbst welche Verbindung auch da schon geistig und gefühlsmässig zwischen uns bestand, ist jetzt nicht mehr wichtig. Wichtig ist nur, dass er mir geholfen hat, dass ich in diesem Leben den Sinn meines Seins verstehe und endlich die Gefühle der Schuld abgebaut habe, die sich durch viele Missverständnisse aufgebaut hatten. Ben, so nenne ich ihn der Einfachheit halber, spielt eine grosse Rolle in meinem Leben, in meiner Arbeit, seit ich ihn kenne. Er war es, der mir die Augen geöffnet hat, er hat mich eingeführt in die Geheimnisse dieses Wissens. Jeder, der mit reinem Herzen sucht und um Hilfe bittet, findet so einen Helfer, einen solchen Führer ins Reich der Seelen. Unser begrenztes Wissen wird sich oft an den Offenbarungen stos-sen, und viele Male werden wir das, was uns gezeigt und gesagt wird, für unmöglich halten. Dann müssen wir nur daran denken, dass wir unsere Füsse auf dem Boden haben, selbst wenn der Berg, auf dem wir stehen, bis in den Himmel reicht. Im tiefsten Tal der Verzweiflung hilft ein anderes Bild. Denn da, wo die Erde aufhört, beginnt schon der Anfang des Himmels, nämlich einen Zentimeter über dem Boden. Himmel und Hölle sind Zustände des Bewusstseins, und wer die Liebe Gottes in sich trägt, hat selbst in der Hölle keinen Grund zur Angst. Wenn es mal ein bisschen zu dunkel um mich herum wird und ich die, die mich schützen und führen, nicht so gut sehen kann, denke ich an den 23. Psalm. Das hilft mir dann sofort. Wir sind ja nicht die ersten, die diesen Weg gehen. Immer wieder gab es Menschen, die sich auf die Reise ins Innere gemacht haben, um an den Kern der Sache heranzukommen. Viele von ihnen haben ihre Reisen in Büchern beschrieben, andere haben ihr Wissen in Gedichte und Bilder verpackt und so der Welt bekannt gemacht. Viele sind verrückt geworden, weil sie diese Reise antraten, und andere haben sich verirrt und haben den Halt im Leben verloren, weil sie die Reise nicht gewagt haben. Man darf nicht zu früh aufbrechen und erst recht nicht zu spät. Nur wenn das Herz bereit ist, darf man den Pfad Gottes betreten; wenn nur der Kopf es will, sieht man den Abgrund, an dem man wandelt, und wer die Gefahr erkennt, geht daran zugrunde. Wer aber zum Grund, zur Quelle des Lebens, vordringt und von dieser Quelle trinkt, der findet die Ewigkeit. Ob man aber den Weg des Abgrundes geht oder den Weg der Erlösung — an der Quelle treffen sich diese beiden Wege. Da kommt dann unsere größte Prüfung. Wir stehen dann denen, die den anderen Weg gingen, gegenüber. Wehe dem, der auf dem rechten Weg war und darum jenen, der fiel, verachtet; die Gnade Gottes dem, der stürzte und nun die Hilfe des anderen annimmt. Denn in beiden ist Gott, in beiden ist der Spiegel des Lebens, und so wie auch ein Spiegel eine helle und eine dunkle Seite hat, hat jeder von uns beides in sich, das Gute und das Böse. Erst in der Quelle, im Licht der Wahrheit, sind beide vereint, und man erkennt den Sinn beider. Erst dann hat man den Mut, im Leben als beides gesehen zu werden, da man ja beides ist. Wer selbst ein Spiegel ist, kann sich nicht in einem anderen Spiegel erkennen, wenn er nur die helle Seite sieht. Wenn man aber den Mut hat, sich einem solchen Menschen von der dunklen Seite zu zeigen und ihn bittet, zu helfen, lernt auch er, wie man Hilfe annehmen kann. Denn die, die nur ihre helle Seite zeigen, wissen nicht um ihre Dunkelheit und können daran zerbrechen, wenn sie es erkennen. Ein Spiegel ohne dunkle Seite ist kein Spiegel mehr, sondern nur noch eine Scheibe Glas. Das ist aber der nächste Schritt zur Klarheit. Diese Klärung ist nur in und durch Gott möglich. Wer es allein schaffen will, zerstört sich selber, zerbricht das Glas, wenn das dunkle zerschmettert wird. Wer vor dieser Prüfung steht, geht den schwersten Schritt eines Menschen. Dies ist der Schritt durchs Tor des Lebens, der Schritt aus der Sicherheit der Selbsterkenntnis zur Einheit mit Gott. Danach ist man nie wieder das, was man als Mensch war. Es ist die Heimkehr in das Reich Gottes. Es ist ein Einswerden mit dem Licht der Welt, und davor hat unser kleiner Geist eben Angst. Dabei ist die Entscheidung doch eigentlich ganz einfach: wenn wir schon mal am Tor sind, können wir auch ohne Sorge eintreten.“
Wenn Sie aufmerksam gelesen haben, sind Ihnen die Worte nicht entgangen: „Wenn es mal ein bisschen zu dunkel um mich herum wird und ich die, die mich schützen und führen, nicht so gut sehen kann, denke ich an den 23. Psalm.“
Die Geschichte mit dem Regenbogen, der als Symbol Gottes für seine Verbundenheit mit allem dienen kann, steht in krassem Gegensatz zum angeblichen Befehl Gottes an Noah und seine Söhne, die Erde und ihre Bewohner zu terrorisieren:

“Furcht und Schrecken vor Euch sei über alle Tiere auf Erden und über alle Vögel unter dem Himmel, über alles, was auf dem Erdboden kriecht, und über alle Fische im Meer; in eure Hände seien sie gegeben.“
Diese Worte soll Gott Noah und seinen Söhnen am Ende der Sintflut mit auf ihren weiteren Lebensweg gegeben haben. (1. Mose 9, 2)
Dieses vorgebliche „Wort Gottes“ war schon damals eine Bestandsaufnahme menschlichen Verhaltens. Es wurde Gott in den Mund gelegt, weil nicht nur Gott den Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen hatte, vor allem hatte der Mensch Gott nach seinem eigenen, unvollkommenen Selbstbild erschaffen. So projiziert der Mensch seine asozialen Neigungen gern
auf die jeweils „herrschende“ Gottheit, von der er den „göttlichen Befehl“, ebenfalls unsozial zu handeln, ableiten kann. Als „Vollstrecker göttlichen Willens“ ist man schließlich jeder Verantwortung für das eigene Handeln enthoben. Man schaut mit den unschuldigen Augen eines Dackels oder Labradors, der soeben die besten Schuhe des Herrchens geschreddert hat,
gen Himmel: „Lieber Gott, habe ich was Böses getan?“ (G. Altenhoff, Atke 6/6/44 -Mordsache Private James Ryan – Gottes Antwort auf Kains Frage S. 16)

– So kam es wohl, daß ich die vonn Hannan zitierte Bibelstelle schlichtweg übersehen habe. – Beide Textstellen offenbaren jedoch wieder einmal einen eklatanter Widerspruch innerhalb des Alten Testaments, aber das soll hier nicht weiter ausgeführt werden.
An den 23.Psalm denke ich oft und werde immer wieder daran erinnert, weil der 23. Psalm seit Februar 2006 ein Spiegelbild hat, nämlich den deutschen Beitrag zum European Song Contest des Jahres 2006. Als ich das Lied „No, no, never“ von Texas Lightning zum erstenmal hörte, durchzuckte mich der Gedanke: „Das ist eigentlich ein Kirchenlied“ – Ich weiß nicht warum, aber es war so. Erst nachdem ich den Text so halbwegs verstanden hatte, war mir klar, es ist das „Gegenstück“ zum 23. Psalm. – Wer, so frage ich Sie, hat der Autorin Jane Comerford wohl die „Feder“ geführt. – Bei Künstlern nennt man das „Inspiration“.
Zu allem Überlfluß, und das macht die Sache nun wirklich „absolut unheimlich“, mußte ich feststellen,daß es sich bei Hannans Buch um ein handsigniertes Exemplar handelt. Widmung
Den Text von „no,no,never“ finden Sie übrigens bei www.problembaerbruno.wordpress.com unter der Rubrik – wie sollte es anders sein – „Kirche ohne Antwort“.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff

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