Gurkenvergifter oder „Arschkriecher“ ? – Neues von EHEC

Betreff: Phoenix-„Vor Ort“ vom 7.6.2011: EHEC: Gurkenvergifter oder „Arschkriecher“?
Datum: Tue, 07 Jun 2011 23:38:49 +0200
Von: Gerhard Altenhoff <gerhard.altenhoff@giordano-bruno-institut.de>
An: Michael.Lentze@ukb.uni-bonn.de

Lieber Herr Professor Lentze,

bezugnehmend auf Ihre Äußerungen und Erläuterungen in der Phoenix-Sendung „Vor Ort“ vom 7.6.2011 möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf die von Ihnen verwendeten Begriffe „Kettenreaktion“ und „Gesundheitsvorsorge“ lenken:

Die Verwendung des Begriffs „Kettenraktion“ ruft beim unbefangenen Zuhörer sofort eine fatale Assoziation hervor, nämlich die der nuklearen Kettenreaktion in Form der Hiroshima-Bombe, vor allem nach Fukushima. – Kaum jemand weiß, daß dieser Begriff aus der „gewöhnlichen“ Chemie stammt und auch so alltägliche Ereignisse wie die Verhältnisse im Inneren eines Dieselmotors oder den Untergang der „Hindenburg“ beschreibt, nämlich einen sich selbst beschleunigenden Energiewandlungsprozeß.

Und so haben wir bei der Ausbreitung des EHEC-Bakteriums an der Oberfläche des menschlichen Körpers (Das Innere des Darms ist „Oberfläche!“ ) tatsächlich mit einer Kettenreaktion zu tun. In diesem Zusammenhang darf ich auf mein Zitat https://advocatusdeorum.wordpress.com/2011/05/29/durchfall-erreger-ehec-und-das-ganseblumchen/ verweisen.

Fragen Sie einen Physiker, es ist gar nicht so einfach, eine nukleare Kettenreaktion in Gang zu setzen, wenn komplexe Atome oder Moleküle daran beteiligt sind. Dann müssen die Bedingungen ziemlich genau kontrolliert werden. – Fragen Sie doch nur bei den Brötchengebern von Sebastian Vettel oder Micheal Schumacher nach, wie schwer es ist, eine chemische Kettenrekation so zu steuern, daß eine nahezu vollständige Verbrennung des Sprits erreicht wird.. – Demgegegenüber ist die Knallgasreaktion simpel, es sind ja auch nur zwei simpel miteinander reagierende Elemente beteiligt. Ein Funke von rund 625 Grad Wärme genügt, um 200.000 Kubikmeter Wasserstoff innerhalb von 34 Sekunden in Wasser zu oxidieren – Das hat die „Hindenburg“ vor aller Augen gezeigt.

Nichtsdestoweniger ist auch die Vermehrung von Organismen eine Kettenreaktion. Denn auch sie folgt dem Pfad der logitischen Funktion, der auch wir unser aller Leben verdanken. Daß nach einer Sprengstoffexplosion die Möglichkeit besteht, den Sprengstoff zu analysieren, beruht auf dem von mir postulierten „Blindgängereffekt“: https://advocatusdeorum.wordpress.com/2011/06/04/ehec-lubecker-restaurant-untersucht-tagesschau-de/

In meinem Blog-Beitrag https://advocatusdeorum.wordpress.com/2011/05/31/ehec-evolution-nein-danke/ habe ich einfach mal die Frage gestellt, ob nicht eine „Schmierinfektion“ von „Darm zu Darm“ zur Übertragung von EHEC ausreichen würde…

Dank Ihrer Ausführungen und meiner Recherchen fand ich meine Vermutung dem Grunde nach bestätigt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/ehec.htm: „Übertragung von Mensch zu Mensch Im Unterschied zu anderen bakteriellen Erregern von Durchfallserkrankungen spielt bei EHEC-Bakterien aufgrund ihrer geringeren Infektionsdosis (unter 100 EHEC-Bakterien sind ausreichend; zum Vergleich: Salmonellen: 104-106 Bakterien) die Möglichkeit einer direkten Übertragung von Mensch zu Mensch durch Schmierinfektion eine größere Rolle. So können EHEC-Bakterien, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden und sich bei mangelhafter Hygiene auf Händen oder Gegenständen (Spielzeug, Handtücher) befinden können, beispielsweise innerhalb von Toilettengemeinschaften (z.B. in Familien oder Kindergärten) oder bei der Pflege von Kranken (z.B. beim Wickeln erkrankter Säuglinge) übertragen werden.“

In der oben genannten Phoenix-Sendung wurde dann noch ein Beitrag zum Thema „Sprossen“ gezeigt, in dem erwähnt wurde, daß Coli-Bakterien sich bei einer Temperatur von 38Grad Celsius besonders schnell vermehren können.

Vor vielen Jahren warnten Ärzte Männer vor dem Tragen enger Jeans, weil dort Temperaturen von 38 Grad und mehr erreicht werden könnten. was die Produktion von Spermien erschweren und -zumindest temporäre – Unfruchtbarkeit bewirken könnte. – Wenn also in der Unterhose ideale Lebensbedingungen für EHEC herrschen, warum warnt man dann vor Gurken und läßt das Klopapier außer acht?

Diese Frage erhebt sich vor allem deshalb, weil durch den Mund aufgenommene Bakterien erst einmal die Barriere der Magensäure, dann die chemisch höchst aggressiven Enzyme des Dünndarms überleben müßten. – Der Zugang von „hinten“ ist weit weniger geschützt. Womit wir dann bei der „Gesundheitsvorsorge“ wären.

Rund 2000 EHEC – Infektionen. – Diese Zahl ist nur ein Bruchteil der Infektionen mit „Krankenhauskeimen“. – Aus Gründen der Gesundheitsvorsorge müßte vor Krankenhausaufenthalten intensiver gewarnt werden:

Meiner Ex-Frau wurde 2007 ein Ovarialkarziom entfernt. Einige Monate später wurde sie aufgrund von Komplikationen nachoperiert, wobei die Bauchdecke ein wenig „verunstaltet“ wurde. Im September 2008 unterzog sie sich einer erneuten Operation mit Bauchplastik in der Uni-Klinik Düsseldorf. Der Aufenthalt dort wurde mit 10 bis 14 Tage veranschlagt. – Infolge einer Wundnekrose wurden zwei Monate daraus. – Woher die Infektion kam, wurde nie geklärt. Im Gegensatz zu EHEC hat sich auch niemand die Mühe gemacht, den Stamm der Erreger und deren Herkunft aufzuklären.

Wie der ‚“Zufall“ es so will, wurde im „Fall Kachelmann“ das Urteil gesprochen, in dem nach Auffassung des Gerichts „der Verdacht“ bleibt. – Und einen Verdacht, den kann niemand widerlegen, denn daß etwas nicht geschehen ist, kann niemand nachweisen. – So können Frau Aigner oder Frau Merkel niemals nachweisen, daß sie kein Verhältnis mit dem Teufel haben. Auch Frau Schröder (sie fungierte bis zur Babypause als Familienministerin) wird schwerlich beweisen können, daß der Vater ihres Kindes in Wahrheit nicht der Teufel ist. – Es sei denn der Teufel hätte eine DNS. Gurken und Tomaten, Salat und Bohnenkeime werden sich von dem Verdacht, EHEC-Verbreiter zu sein, kaum jemals wieder befreien können! – Das ist die Konsequenz der „Gesundheitsvorsorge“!

Grüßen Sie mir meine Alma Mater Bonn und – sofern Sie ihn kennen sollten, meinen Mentor Prof. Dr. (em.) Helmut Marquardt (kriminologies Seminar).

Für Ihre freundliche Kenntnisnahme und Bemühungen danke ich im voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Altenhoff

Bismarckstr. 45

41542 Dormagen

02133 97 30 29

www.giordano-bruno-institut.de

www.bullshit-broadcasting-service.de

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